Indiana Tribüne, Volume 27, Number 125, Indianapolis, Marion County, 18 January 1904 — Page 4

Juviana Tribüne, IS. Januar 1901.

Indiana Tribüne. H,rauaad,n von Ut itUnfcurt Indianapolis, Ind.

Hurry 0. Thadium Präsiden,. WcfftorifttHorals No I Süd Delaware Sttaw. tklbphoine a. I .irre.l ,.i thi !'! Offlrts of IntinnnK)ii ;. Htond das matter.

vtti Paradies.

Ein Berichterstatter der U, V). Eveniu.i Post" schreibt a'.ls Panama: Zwei sehr angenehme Viertelstun den hat man hier: die eine, sogleich nach Tonnen Aufgang, wenn die Nachtschicht der MoSquit ihres Wegeö zieht und die Tagschicht noch nicht angetreten ist; die andere nach SonnenUntergang." Die dortigen Mosarntos sind bekanntlich, theilweis wenigstens, mit Gelbfieber geladen". Die allgemeineu Sanitäts Vtttzverhaltnisse stehen hiermit im wechselseitigen Zujannncnhange von Ursache und Wirkung. Wenn die Ver. Staaten Panama und Colon reinigen wollen, werden sie 2 Jahre angestrengter Arbeit hierzu verwenden müssen. Der Correspondent sagt unter Anderem: ES gibt zur Zeit nur g i n DoucheBad auf dem Isthmus." In Panama graut einem des Moi gens, wenn man aufsteht, und die Badewanne anschaut. Und sind Sie im PanamaBahnHotel zu Eolon und betrachten den gußbodcn des Badezimmers, fragen Sie sich unwillkürlich, ob da? Waffer, welches in die Badewanne fließen wird, ebenso schmutzig aussieht ..Panama hat noch kein modernes lsanalisation System, keine RöhrenVentilation für den Sewcr; Hochfluth und Wind treibt die Gase in die Stadt und deren Wohng?düude zurück. Die Atmosphäre ist so feucht, dafe, wer Unterkleider über Nacht der freien Luft aussetzt, sie am Morgen naß vorfindet." Einer zweiten Eorrespondenz ,.amb ling in Panama" ist Folgendes entnommen: ..Es giebt auf dem Canal.Streifen thatsächlich keine andere Abwechselung oder Unterhaltung als das Kartenspiel und Gämbeln" in verschiedenen Arten kleinen und großen Stils. Darauf müssen die Ver. Staaten, wenn sie die Arbeit hier in Angriff nehmen, sich gr-

saßt machen. Eine OperettenTruppe ward seit 14 Jahren hier nicht gesehen; der Letzte, der eine herbrachte. Herr Pratt, wurde dann Mitinhaber des Lotterie-Mono-polS nun Pratt und Seymour. In der Amerikanischen Colonic gelten die Familien, in tonen angenehme PokerSpielabende verbracht werden, als die vorzüglichsten. Die Eingeborenen und Armen haben ihre eigenen öffentlichen kazardspiel'Beluftic;ungen ebenfalls unter Controlle ivon Pratt und Seymour. welche diese Dado, Roulette-, Lotto und andere Plätze, wo 4 Cents Silber den Einsatz bilden, von einem Chinesen verwalten lassen. Pratt und Seymonr zahlen für ihr Monopol $250,000 das Jahr, werden aber nicht, wie die Monte CarloBankhalter, Großmillionäre. weil die Einsätze des armen PolkeS hier sehr ge ring sind und die Umsätze daher be scheiden bleiben. Der Isthmus zählt (einschließlich deriStüdte Panama und Colon) nur 118,000 Seelen, darunter

sehr wenig! Wohlhabende während nach Monte Carlo fortwährend liede : liehe Leute mit gespickter Börse kommen. Man erwartetjnun, wenn die Amcri kaner 50,0001 Eanalarbeiter heranzic hen, ..bessere Geschäfte" das heißt, daß diese Leute jeden Cent, den sie in unserem todtbringenden Klima durch schwere Arbeit verdienen, in der Spiel dank lassen." DaS zuletzt Erwähnte bietet einen grausigen Ausblick des Schicksals Derer, welche durch Zufall oder Noth, oder Abenteuerhang an die Canalarbeit" verschlagen werden sollten. Die Einen werden schaffen, um zu sterben, und die Anderen, um ihr Gelo in der Spielhölle zu verlieren. 50.000 Mann werden für acht Jahre gebraucht, um das (zu zwei Fünfteln erst gethane) Werk zu vollenden. 15.000 immune westindische Neger ließen sich allenfalls von den Caribischen Inseln holen. Zwar hat ein Contractor sich erboten, 50,000 chinesische KuliS zu he sorgen.

Doch daraus kann sich die Ver. Staaten Regierung aus sehr nahe liegenden Gründen nicht einlassen. Werden di? Zuchthäuser einen Theil ihrer Jnsaffen für diesen Zweck herzu, geben haben unter der Bestimmung etwa, daß l Jahr PanamaAroeit sttr : Jahre heimischer Pcnctentiarv zählt und Ausdauer bis zur Fertigstellung des Canalö (H Jahre) vollständige Be gnadigung aas Lebenszeit Vcrurtheilter bringt Und werden in ufcft Falle die Ver. Staaten das Spnlhdllen System auf dem Isthmus dulden, ohne welcs.eS den Freien dort bisher daS Leben fo eintönig schien, der Aufenthalt so schwer erträglich inaib, wie eine Cristenz in der Strafanstalt ? ES find dies Probleme, deren baldige Losung dringend erwünscht ist

Südseite Turnverein.

Väterchen prediat immer noch eis rig Frieden, während seine Armeen immer weiter vorrücken. Von welch hohem Patriotmno die schweflige Junta in Panama beseelt ist gebt wohl am klarsten daraus hervor, daß sie den Beschluß saßte die von den Ver. Staaten zu erwartenden Sttndengelder für den Panama Canal in New Yorker Banken anzulegen.

,xsct;t musz auch noch die Harvard RechtS.Fakultät ihrem Ehren Doktor der Rechte Theo. Roofevelt durch ihren unerwart'-ten Einspruch klar machen, daß er mit feiner Panama-Politik ein großes Unrecht beging, wo er doch schon genug vom Senat zu leiden hat.

( vcrlantct. dasj sich dcr Vatikan nicht geneigt zeigt, die Wünsche des Hauptes dcr franz. Noyalisten, des Herzogs v. Orleans, rücksichtlich tor Scheidung von seiner österreichischen Gemahlin zu erfüllen. Da dem lebenslustigen Franzosen seine Frau besonders wegen ihrer ..Bigotterie" unangenehm sein soll, so ist es allerdings erklärlich, wenn die Curie solchen Gründen gegenüber ein todtes Ohr zeigt. Eine EteDispenfation wegen zu ..großer Frömmigkeit" dcr lästigen Gattin vom Papste zu verlangen, ist übrigens sicherlich bis jefrt noch nicht dagewesen. Wäre es nicht Ernst, so könnte man es als den besten unter den ..Scherzen" bezeichnen, die sich Philipp v. Orleans so manchmal schon aeleistet.

XtÄAik(Y Wrrfnnt hiä Girrten irtlirrftfofttä hir i5iu

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wcilinng dcr Turnhalle. 2ccv de Lrften Sprechers. Dw nette (5efangSctto ivsS. C. t. führt sich erfolgreich ein. Die dramatische Section erholte ciamal wieder Triumphe

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Drei Jahre waren gestern vetilossen. , Betrag von nahezu M)00 erreichen.

Profeffor . M. Allen, der Sekre tär des National-PerbandZ für unverfälschte Nahrungsmittel, ist soeben von einer UntersuchUtlgs-Reise zurückgekehrt, die ihn im Auftrage seines Verbandes nach den Hauptstädten England's. Frankreich's und Deutschland's geführt hat. Aus dem durchweg intereffanten Berichte läßt sich hier nur anführen, was Allen über die deutschen Einfuhr-Be-schränkungen gegenüber amerik. Fleisch' Waaren sagt. Nachdem er betont, oatz unter allen Nationen die deutsche am erfolgreichsten

bestrebt sei. durch wissenschaftliches Studium die Nahrungsmittel unverfälscht herzustellen und die Ergebnisse dieser Forschungen auch geseKgeberisch durchzuführen, erklärt er, man dürfe die deutsch? Schutzmaßregeln gegen amerikan. Fleisch (und demnächst auch gegen unsere Früchte) nicht als feindselig auffafsen. Die gleichen Maßregeln gelten an der Grenze gegen Waaren ans allen Ländern und auch innerhalb des ReichsgebietS selbst. Von deutscher Seite

wurde dies stets, aber ohne Wirkung geltend gemacht. Das amcrk. Urtheil ist in doppelter Weise erfreulich. Ein Fachmann zer stört hier den nicht bloß durch die Sen sationSblätter verbreiteten Glauben, daß die Regierung sich bei dem Kampfe für gute NahrungSlnittcl durch andere als sachliche Gründe leiten lasse uud sich zur völligen Dienerin d-r agarischen

Heißsporcn mache. Die deutsche Verwaltung aber erhält hi?r auS berufenem Munde abermals ein glänzendes Zeugniß für ihre Tüch tigkeit und Umsicht, die man, ohne mit der polit'en Richtung der Regierung nnverstanoen zu sein, rückhaltlos aner kennen dars.

Feuer in früher Morgenstunde. Der heute Morgen 2.30 vom Kasten No. 83 gegebene Alarm war durch ern Feuer veranlaßt, welches in dem hinteren Theil deS von dem Metzge- Beck an der Ost Washington Straße xupirten

Gebäudes ausgebrochen Niar. Der

chaden ist nur gering.

seitdem der Südseite Turnverein seine prächtige Halle, diese stolze Hochburg des Deutschthums aus der Südseite, in festlicher Weise einweihte. Wahrend der drei Jahren sind in derselben zahlreiche deutsche Festlichkeilen abgehalten worden, welche sammt nnd sonders erfolgreich verliefen. Kein Wnnder. daß die Mitglieder des Vereins stolz auf ihre Halle sind und daß sie sich gestern Abend zahlreich einfanden, um an dein vierten Jahres fest der Einweihung der Halle theilzunehmen. Eröffnet wurde dasselbe durch eine von der ..City Band" ausgeführte Ouvertüre, worauf die Activen unter Leitung deS Turnlehrers (5urt Toll Hantel-Uebungcn in ezacterWeise zur Turchführung brachten. Hierauf versammelte sich der Borstand des Turnvereins auf dr Bühne und der Erste Sprecher und Präsident des Turnhallen Bau-Vereins, Herr Henry Victor hielt sodann folgende fehr beifällig aufgenommene Vcgrüßungs Ansprache. Im Namen der Südseite TurnhalleVaU'Gescttschaft begrüße ich Sie und danke zugleich für Ihr Erscheinen am heutigen Abend. Seit dem ersten Feste am 20. Januar 1901 und nach drei' jährigem Begehen feiern wir nunmehr den 4. Jahrestag der Einweihung die ses HalleN'Gebäudes. Sie Alle und in großer Anzahl sich Jnteressirenden, namentlich die Bewohner des flidlichen Stadtthciles, haben beobachtet und wissen es, daß große Erwartungen nnd Hoffnungen an diesen Bau geknüpft wurden. An erster Stelle galt es. dem Südseite Turnverein ein passendes UebungSlokal zu schaffen, sowie den Bewohnern der Südseite und dem Deutschthume unserem Stadt geeignete lkalitätcn für gesellschaftlichen Verkehr zu bieten; diese Aufgaben siud in schönster Weise gelöst word-n. Der Südseite Turnnereiil gedeiht

und macht stetig Fortschritte, sowohl in Bezug auf die Mitglieder- als Schüler zahl; die dramatische Section und die kürzlich organisrne Sänger Section des Vereins werden auch beute Abend durch Aufführung eines Luftspiel und Vortrage von deutschen Liedern ange nehm überraschen. Gleichzeitig werden wir Gelegenheit

haben, die Mitglieder dcr Tamen-Elajse

nnd Actsven mit ihren tumerlscden Leistungen zu bewundern.

In Bezug auf den gesellschaftlichen

Verkehr, seitens anderer deutscher Ver

eine, kann ich zu meiner Freude m'ttheilen, daßl unsere Hallc uud Garten

im letzten Jahre sehr häufig vcrmie

thct waren; die Nachfrage ist eine so große, daß wir häufig ablehnenden Bescheid geben müffrn. Dieser Umstand beweist deutlich, daß unsere Halle nicht nur, bezüglich ihrer praktischen Einrichtung, sondern auch deS guten Namens wegen, den sie hat, seitens anderer Vereine vollste Anerkennung gesunden hat. Die WirthschaftS-Räume, verbunden mit den Kegelbahnen, werden seitens der berechtigten Mitglieder in erfreulicher Weife frequentirt. DaS Geschäftsjahr der Hallen.Bau.Gefell' schaft schließt mit dem 31. dieses MonatS, m der darauffolgenden Versammlung werde ich über die günstige 6i tuation der finanziellen P.rhültnisse eingehenden Bericht erstatten, erwähne jedoch schon heute, daß die im Laufe deS Jahr?S vereinnahmten Renten den

dramatischen Section des Turnvereins zur Darstellung gelangte. Unter der sachkundigen Leitung deS H:rrn llarl Guhwillcr war dasStttck in tüchtiger Weise cinstudirt worden. ES wurde flott gespielt. cS kamen keine Stockungen vor und die Zuhörer amü sirtcn sich köstlich. Die sämmtlichen Mitwirkenden in dem Stücke Frau lurt Toll. Frau (5arl Sauber, sowie die Herren Earl GupwiUcr. Albert Lcdig und Otto Jrrgang spielten fichtlich mit Lust und Liebe und sie haben dem Publicum. welches sie in eine heitere Stimmung verfeptcn, eine genußreiche Stunde bereitet. Nach Schluß deö Stückes fervirte der Damen Verein noch ein feines Souper und ein gemüthliches Tanz kränzchcn bildete sodann den Schluß des interessanten uud vergnügten Festes. Es sei hier noch erwähnt, daß Herr Richard K i n k l i n, dcr bekannte Garderobiere den Mitwirkenden in dem Stück hinsichtlich ihrer Masken werthvolle Dienste geleistet hat.

ebenso, daß am 5. Juli 1903 wiederum ! 25j00 abbezahlt wurden. Und nun meine Freunde, spreche ich herzlichen Dank aus allen Denjenigen, welche sich bei Gründung der Bau-Ge-sellschaft uud seit jener Zeit finanziell an unserem Unternehmen betheiligten ; ein jeder von uns ist berechtigt, stolz zu

sein auf die erreichten Erfolge und wir dürfen überzeugt sein, daß das bisher gezeigte Interesse auch in Zukunft fort

bestehen wird. Den Mitgliedern des

Vorstandes und deS Wirthschafts-l5o-

mites spreche ich herzlichen Dank aus

für ihre Mitwirkung bei Führung der vielseitigen Geschästc. ioclche die Verwaltung erforderte.

Wie immer zuvor, so hat uns auch

diesmal die deutsche Presse Telegraph" uud Tribune" mit empfeh

lenden Artikeln in den Tageszeitungen werthvolle Unterstützung zu Theil wer-

den lafsen; wir danken derselben und

bitten um ferneres Wohlwollen.

Die Damen-Section des Turnvereins

hat, wie immer, so auch heute, ein feines Supper zur Feier des Tages vor.

bereitet und trug sonnt zi:m Gelingen

des Festes wesentlich b?i, wofür ich dcr-

selben hiermit unseren Dank abstatte."

Herr Fred Mack Sr., dcr 2. Sprecher des Südseite-Turuvereias. hielt hieraus eine kurz? Ansprache, in welcher er im Namen des Vorstandes Herrn Vieror Dank abstattete für das unermüdliche Interesse, welches er beständig dein Vereine entgegengebracht; er hoffe, daß Herr Victor noch lange sein verdienst volles Wirken zum Besten des Vereins fortsetzen möge. Sodann kam das Ereigniß des Abends, nämlich das erste öffentliche Auftreten der Gesang - Section dcS Südseite Turnverein. Dieselbe be steht zur Zeit aus 20 Sängern, welche unter der Leitung des Altmeisters des Gesanges, Prof. Varus stehen. Die wackere Sängerschaar hat die Feuerprobe wacke.' bestanden. Wohl wäre es wünschenswerth, wenn der zweite Baß etwas Zuwachs erhielte, aber trotzdem waren die Leistungen der Sänger in hohem Grade befriedigend. Sie brachten die Lieder Spinn, spinn", Im Grase tbaut''" und In einem kühlen Gruude" zum Vor. trag. Das letztere gesiel den Zuhörern fo außerordentlich, daß das Publikum mit seinem Beifall nicht eher ruhte, als bis es noch einmal wiederholt wurde. Die neue GesangS-Section des S T. V. kann heute auf ihren Lorbeeren ausruhen. Sie kann mit dem alten lüsar ausrufen : Wir kamen, wir

fangen und siegten." Daß die Südseite reich an hübschen und graziösen Mädchen ist, bewies hierauf der von 10 Mitgliedern der Damenclaffe ausgeführte Castagnetten"und Tambourin-Reigen. Sänimtliche junge Damen trugen das echt-spanische Carmen-Eoftüm und sahen reizend, einfach zuni Anbeißen, aus. Die verschiedenen schwierigen Evolu tionen des Reigens wurden i" an muthiger Weise durchgeführt. Diefe entzückende Nummer des Programms hatte nur einen Fehler, nämlich, daß

sie leider zu kurz war. Rauschender Beifall belohnte die vortrefflichen Leistungen der Mitwirkenden an dem Reigen. Den Schluß deS reichhaltigen ProgrammS bildete sodann die Aufführung dcS turnerischen Lustspiels Einquartierung", welches vou Mitgliedern der

Frenzei Bros., 5!o. 1 W. Washington Zit (MerchiintB National H-.nk.)

Ein europäische Depattment.

Wechsel, Kreditbriefe und Postanweisungen

aus alle Städte Europas.

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nach und ?-: Europa.

7lr" und verkauf ausländischen Ge!de5

Auf e i n st i in in i g e n B e s ch ' u st oller deutschen S'eschiffvereine findet der nächste Verdbandstag in !.'rlin am !. und 9. Februar statt. Dei Mölder des deutschen Arztes Xr. irdenstem in Paris ist im GeMngnih von St. Martin an (5rnäh rnngsjtörungcn gestorben Wie erinnerlich, wurde der Arzt auf der Tahrt

oon Pariö nach Versailles am 15. Juli

1902 bei der Durchfahrt durch die Station Becon-lcs Brnnere von einem Manne Namens (5hc.baneir ermordet, der am lenten 31. März zu lebenslänglichem Zuchthaus vernrtheilt wurde und sich seit April ans der Insel Re befand. Nicht weniger als fünf Äitglieder des ungarischen Adgeordnc tenhanses sind wegen gem'.'iner Verbrechen angeklagt, und der Immnnitätsausfchuß hat feine Anträge in Bezug auf diese unsauberen Angelegenheiten zur Vcrtheilung bringen lassen. Gegi'n den Abg. Ugron erhebt die Maros' Äasarhlcver StaatSanivalt die Anklage ivegen betrügerischer und verbrcchcriscrer 5irida (Bankerott); gegen Abg. Gavolszkh die Budapester Staatsanlvoltschaft wegen Berlintreunng von 1.7000 Gulden gegen Dr. Paul'Nessi ivegcn Defra'idation im Betrage von 04.000 Kronen; gegen den Abg. Valcntin l5ötvös wegen Fälschung und gegen den Abg. Belo Jankovich wegen (nttragnng und Nichtbezahlung von Pret'.ofen von zwei Firnien. Fast sämmtliche Parteien des ..Hohen Hauses" pariizipiren an dieser netten (Äe-

selllchalt.

Na jjgcwcrdcncö PelzWerk darf man nicht am Ofen troäneil, weil dadurch das eder hart wird und die Haare brechen. Man streicht bei öNuffen .der Besätzen das Haar nach dem Nakwerden mit einer Bürste glatt und läßt es so vollständig troä-r?-n. Den anderen Tag klopft man es mit einem Stock recht vorsichtig, lämrnt das Haar erst nach dem Strich, dann dagegen, wodurch das Pelzwert sein frisches, lockeres Aussehen wieder erhält. Zum Neinigen und Auffrischen von getragenen und beschmutzten Pclz iniaren nimmt man Roggcnkleie. macht sie in einem irdenen oder eisernen Topf unter beständigem llmrühren so heist. als es die Hand ertragen kann, schütiet die erhii)te .xlei? auf den Pelz und reibt letzteren damit nach Kräften ein. Hier. uuf diirs:ct man i$n mit einer reinen Bürste aus. oder besser klopft ihn von der Niictseite so lcingc, bis alle Kl?'theilchcn en'ernt sind. Der Pelz erbält dadurch seinen früberen natürlichen Glanz wieder. Ans solche Art behandelt, werden auch weie Pelze wie neu. Zuviel des Guten. Wohl einzig dürfte der Fall dastehen, daß einem Ehepaar in zwei Jahren fr?n Kinder geboren worden sind. Dieser Fall hat' sich im Sprcewalddorfe Leipc ereignet. Die Ebefrau eines Kossäten in diesem Orte kam im Jahre 1902 mit Zwillingen nieder; im Januar 1903 gebar sie abermals Zwillinge und Ist! Dezember Drillinge. Sämmtliche Kinder waren Knaben. Die beid?n Zwillingspaare sind gestorben. vergifteter M e st w e k n. Die Spe',iallssisen zu velinö. Jta licn. haben kürzlich den 22 Jahre altc.l ?arine Urcinoli wegen Gifimordversuches zu 17 Monaten Zuchthaus ver urtheilt. Urcinoli war uberfübri. Quectulderfublimat dem Weil, beigemengt zu haben, welchen ein Geistlicher beim Celebriren der Messe verwen. dete. w?i gefährliche Sira ßenräuder. der Arbeiter August Kraute aus Bornim bei Potsdam und der Glasmacher Paul Dittrich aus Bunzlau, sind vd Zielenzig verhaftet wor den, Sie überfielen dieser Tage auf der Landstraße den Baucrnsohn Sprenger auf seinem Fuhrwerk, würgten ihn bis zur Bewußtlosigkeit und raubten ihm dann seine Baarschaft von 128 Mark. Beide sind Zuchtkausbrüder. Krause hat schon sieben Jahre abcebüstt. Großes Aufsehen erreg: in Rappoltsweiler die Flucht des Wein - Großhändlers Hammel. Die Schuldenlast beträgt L00.000 Mark.

Aluge Leute prosperiren durch systematische Ersparnisse. beweisend, bau Sparsamkeit ,ortunas Fundament ist! cnjaiiun ranklin saqtc : ..Jyr bcNer ftrn:D ist dcr ersparte Dollar." Vm derselbe in cincr sicheren i auf dcpo nirt ist, so wird er m dein denen freund den Sie je besaßen. Für unö All komntt cinc cit, wenn wir gerade eise solchen Srcund nöthig babcn. Beginnen Sie ein (onto sogleich mit der Indiana Trust Co. Wir bezahlen :! Pro. Zinsen an allen Summen von 25c aufm. B u r c a u ö : Indiana Trust ,cbände, (5äe Washington Str. und Hrajum Ave.

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Lola M. Liugenfelter an William Lowrn. Lot Z, Equa 10 in Bruce Baker Add. K1200. George Keßler an Lcvi P. Harlan. Lots 120. 593 bis 717 in Armstrong Park Aod. und Lots 1 bis 1 in Northern Erben Add. S7700. John Shaw an George Kestlcr. Lote 120, 598, 690 bis 717 in Armstrong Park Add. $2850. Mary Vrinkman u. A. an John M. Oakerson, Lot 72 in Meyer's 2. Add. $1.200. Joseph Locchlc an Thomas I. Sul livan, Theil von Lot 1 und Lots 1 und 2 in McCord & Wheatlev'ö Sud. in Theil von OutlotS 46 und 47. $15,500. Sheriff an Ada I. R. Alonsia. Lot 57 in Miller'S Sudd. in Bajen'S Springdale'Add. Sl23.5. Oscar Herman an Frank B. Noby, Lot 24, Lot 16, Lincoln Park. $1200. William . Anderson an Arthur G. SoSdyke, iLot 3, Merrills Sud.. Aukenlot 105. S5500. Cyril S. Statzon an Denselben, Lot 476, Stout's Indiana Avenue Add. 87,000. George I. Collings an Charles (5. Holloway. Trustec, Lot 52, Kenwood Pari Add. K3.300. Mar L. New u. A. an Allison G. South, Theil von Lot 3. Henderson'5 Add. 83,200. (5has. F. Kirthoff an JaS. M. Welsh u. A.. Lot 460 Spann 6 11 2. Woodlawn Add.. $1,100. Barnes N. Curry an Viola O. Stotler, Theil LotS 31 und 32, Block 5, Fletcher's South Brookside Add., $2,000. Z Christopher Seiter an Michael H. Spades, Lotjl, Joucs Sud., Outlot 71, $6,500. Mathew McCarty an Clia? Hochman, Lot 25, Cavens Sud., Theil Outlot 150, $1,850. Vincent IG. Clifford an Frank B. Roß, Lot-38. Alvord & Co.'s Sub. Butler & Fletcherö Adn., $5,000.

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Bekannter Bankier

st o r b e n. C o n'.n e r S v i l l e. Nach ktirzer KrankheitlistZHerr Charles Mount, feit vielen Jahren Präsident der Ersten NationalsBank auS dem Leben gefchie den. Erjwar 65Jahre alt und einer der angesehensten und reichsten Bürger der Stadt.

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John Weber's Wirthschaft, No. 764 West Noeth Str.