Indiana Tribüne, Volume 27, Number 124, Indianapolis, Marion County, 16 January 1904 — Page 4
Judtana Tribüne, 16. Januar l(04
Inviana Tribüne. Hrauttdrn von dir der V. JndlanapoliS, Ind.
Harry O. Thudium Präsident. iefchaftSlocal: No 31 Süd Dclawre Stratzc. TELBPHOiE GGO
tu- lt Ortire of Iniiianapoli ; s second dass matter.
Verwaltung und 'and. Haben unsere crwaltuns-Teparte-ments mit der Ausdehnung und gemaltigen Entwickelung des Landes Schritt gehalten und sind sie vertrauenswürdig in einer großen Krise? Diese ragc muh nach den lreig nissen der letzten Jahre jeden wahren Patrioten beschäftigen und leider ver neinend beantwortet werden. Als es vor Iahren für nothwendig erachtet wurde. Gcseßc. welche die lassung zum (iiviloienste regeln sollten, zu erlassen, da erkannte man zuar die Dringlichkeit einer derartigen tinrichtung. verstand aber nicht, odec wollt vielleicht auS politischen runden nicht verstehen, dieselben so einschlagend zu machen, wie es das Wohl des Landes verlangt. Die besetze, die aeschayen wurden, betreffen nur die untersten Stufen deS öffentlichen Dienstes-, was über den Kreis subalternen Beamtenthnms hinausgeht, bleibt nach nri; vor in Handen von str.'benoen Stümpern, die nur mit der Absicht, die eigenen Taschen zu stillen, in den öffentlichen Dienst treten. Der Briefträger, der Postclert sowie die Unterbeam'cn in allen öifentlichcn Bureans haben Livildienst-Prüfnngen zu bestehen, ihre Borgesetzten sind da von erempt und so mancher Postmeister im Lande könnte den Anfordernden nicht genügen, die die ivildienst-lsom-Mission in ihren Prüfungen an den Briefträger oder den Postschreibcr stellt; dasselbe gilt von den anderen Ver waltung?n. Sogar die Dienstzweige. welche unter allen Umstanden Fachmänner an der Spitze haben sollten, wie Infe und Hasen.. Commissionen, stehen unter der Leitung von Laien, denen eine technische Zeichnung so unverständlich ist wie die Schriftzeichen auf einem alt-ügyptischen Denkmal. D'e Panaula-cnial-isomnnjsiott von 9 Mitgliedern hatte nur einen wirklich sachverständigen Ingenieur, trofctvm für daS Salair von 81000 pro Monat, welches die Herren beinahe drei lahrc lang bezogen, wirkliche achmänlier herangezogen werden konnten. So stimmen wir denn mit der Bemerkung des Abgeordneten Hepbnrn. die derselbe letzten Dienstag bei Be rathung des Budgets machte, überein. daß das (nvildienstgefetz nur ein Hnm bug sei, um das Bolk zu betrügen. Die politischen Motive, die Hcpburn zn der Aeußerung veranlaßten, theilen wir allerdings nicht. Als das ivildienst-lesetz geschahen wurde, begrüßte das Bolk seine Einführung mit Freuden, glaubte man doch allgemein, daß dem Snstem poli tischer Berpflichtung, nach dem früher die StellenZbesetzt wurden, ein Riegel vorgeschoben worden sei. Man täuschte sich. Die Absicht war ganz einfach die, durch einigermaßen brauchbar? Unterbcamten die Unfähigkeit der Qberbeamten. die nach wie vor nach (röße ihres politischen Pulls" angestellt wurden. harmloser zu machen. Wenn daö Civildienst-Gesetz über Haupt nutzbringend sein soll, so muß es Bestimmungen enthalten, die durch nachgewiesene Fähigkeiten und Dientt Treue ein systematisches Ausrücken im Verwaltungsdienst bedincen. Ist der Chef befähigt, so würde er nicht mit unfähigen Subalternen arbeiten wollen. Wenn anstatt des Politikers Panne ein im Postdienst erfahrener Mann, dem durch genügende Borbildung ein amtliches Gewissen eingepaukt wurde, General'Postmeifter gewesen wäre, so wäre die PostVerwaltung dem Präsidenten kein Nagel für seinen politischen Sarg geworden. Nur der unerschöpfliche Reichthum unseres Landes und die Denkfaulheit der Wähler ermöglichen den Bestand solcher Uebelstände, die ein weniger rei cheS Land längst bankerott gemacht hätten. Trotzdem ist die bestehende Civil dienst'Commisfion besser wie gar keine und der Senat wird wohl auch den Posten auf dem Budget für Bestehen desselben wieder genehmigen, obwohl er im Hause gestrichen wurde, weil eS dem unfähigen Chef wenigstens fähige Arbeiter giebt und so der Dienst nicht ganz zum Teufel geht.
(inc treffliche Schilderung oder vielmehr ein Lebensbild, wie der Ber fasser es treffend nennt, des Historikers Gustav Körner, früher Gouverneur von Illinois, dürfte das Interesse dieser Deutsch-Amerikancr erregen. Das Buch ist von dem bekannten Schriftsteller Herrn H. A. Rattermann ge schrieben und bietet ebenso lehrreiche wie anregende Lektüre. Hwa eine Woche vor dem entjeh lichen Unglück im Jroguis Thater hat der New Yorker Civil-Jngenienr Wm. Paul Gerhard eiu Buch herausgegeben, daS eine Schilderung eines TheaterBrandes von Dr. Brouardcl aus Paris enthalt, die gc?nz genau auf die Chicagoer Catastrr'phe paßt. ls heißt darin: In den meisten fallen entstehen derartige Brände, in dem die Thcat'rDckoratl0tten Feuer fangen. In Folge der leichten Brennbarkeit deS in den meisten Füllen ver. wendeten Materials entwickeln sich im mer sehr schnell dicke Ranchwolken. wel ehe Kohlensäure und Kohlen orydgaö enthalten. Die Flammen, der Ranch und die tödlichen Gase dringen sofort von der Bühne in den uschauerraum. nmal in die Gatterien. und, so un glaublich da) scheinen mag. reichen sür sie weuige Minuten hin. ihr tödtliches Weil zu vollbringen und unter Um ständen Hunderte von nschauern zu tödten." Mit nur sehr wenigen Ausnahmen sind alle Theaterbrände bis jetzt hinter der Bühne anÄgebrochen. indem irgend eines der leicht entzündbaren Dekoationsstllchc in Brand gerieth. Die Hauptfrage ist daher, wie die Flammen und der Rauch daran verhindert werden können, in den Zuschauerraum hineinzudrigen. Der Bersasser des Buches macht zur Abwendung dieser Gefahr zwei Haupt vorschlage. Die wichtigste chutzmaßregel erblickt er natürlich in einem feuerfesten Bor. hang, der sofort bei AuSbruch eines Brandes hinter der Bühne heruntergelassen werden muß und der verhindert, daß die Zugluft Rauch und Flammen unter das Publikum treibt. Cin guter und sicherer Asestvorhang würde nach Ansicht deS Herrn Gerhard diesem Zweck entsprechen: trotzdem giebt er einem Borhang von Cisenblech den Bvrzug. da an Stelle von Asbest vielfach der Billigkeit wegen ein feuergefährliches Material benutzt wlrd. Das war ty kanntli.-b auch in dem lhicag'r Iro-auoii?-Theater der Fall, dessen sog--nannter Asbcstvorhang. abgesehen da von. daß er nur halb heruntergelassen werden konnte, den Flammen selber ur Beute wurde. Cin feuersicherer Bord"ng würde nicht nur das rasche Umsichgreifen des Feuers unmöglich mache .1. sondern auch in den meisten Jällen den Ausbruch einer tödtlichen Pa nik zu rcrhinderu im Staude sein, da das Pub'tium alsdann das Feuer nieljt zu sehen vermag. Der zweite in dem zeitgemäßen Buch gemachte Borschlig betrifft Lustösfnungen im Dach unmittelbar über der Bühne, welche den Ranch und die !ödtlichen Gau eines ausgedrochenen Theaterbrandes nach oben ableiten würden. i5iue mit solchen Borrichtungen versehene Bühne bietet zwar noch keine ab solute Sicherheit gegen Feuersgefahr. Doch werden dadurch die erschreckend rasche Ausbreitung oes FenerS und der furchtbare Mcuschenverwst bei einer entstehenden Panik verhindert werden können." Wie fehr sich auch die Thea!crbesitzcr sträuben mögen, müßen die Behörden rücksichtslos im öffentlichen Interesse auf diesc Berefferungen bestehen.
Äeute abermaliger Festtag in der Germania Hake. Herr Victor Jose, der coulante (?i genthttmer der Germania Halle, wirkj heute, Samstag. Nachmittag um 3 Uhc eiue Nachfeier seiner Eröffnungsfeier de lenovirten Cafe'S abgalten. Die relbe wird, den Borbereitunge.i zufolge, ebenso großartig ausfallen, wie die Original'Feier vom letzten Montag. Das Cafe und die Bar sind wieder in prächtiger AZcise decorirt und ifl.. minirt, Montani's Orchester wiroj seine schönsten Weisen erklingen lassen; und last bttt not Zeugt, das Lunch! Busjet wird wieder eine reiche Anzahl von Dclicatessen aufweisen. Haben! doch letzte Nacht 2 ChefS" bis zu'' später Stunde an der Zubereitung der! Leckerbissen geschafft, die zur Labung! der erwarteten Gäste dienen sollet, denen es am letzten Montag nicht vergönnt war, der ersten Feier beizuwohnen. ( '
jSlZttschkmds Dwötkknmgsdtmegzmg V-Iicsllilicszutts.e, Weinn toi inio 2tcr!'c mU INtftflMH ;jtinnl)mc v,r UfVitftfMMfl. Ueber die C-heschli?s;unqen Geburten und StcrbesciUe im Denticheu Reiche veröffentlicht der ..Reiche An ;eia,et j;c Hauptzahlen fiir 1902. Die Zahl t:i ()c sch lies urteil betrug 457,20$ und blieb damit hinter der der Bor!!,rc zurück; im Ia!,rc ISöj hatte sie 4 IS, 329. 1900 und 1889 471,t?19 betragen. Auf 1000 Einwohner kamen 7.1) (5heschliefzuugcn gege 8L im Jahre 1901, S.5 im J.ihre 1000 und iboij und S.4 im Jaljre 1808 und 1897, Man MUß bi; 1894 Ulü6 gehen. UNI eine ebenso niedrige rclatioe Heirathszisscr zu ftnden. Auch die Zähl der Geborenen war mit 2.089,513 um 832L niedrige aU 1901, Aus 1000 kamen 36.2 Gehl rene gegen ML im Jahre 1901. ;'.S 1900 und 37.0 im Jahre 1899. cit 1896, 100 sie 37.6 betrogen hatte, ist die 1ttelatio,;iffer der Ocdurien im 'inlen; man muß bis l.871 t.'!5,.n und tioxccz diö 185"; (34.9) znrüctge! cn. um eine niedrigere Z'.ffcr zu finden, als fiir 1902 Mit dem Rückgang fällt ein noch viel stärkerem Cinken der Sterblici)teit ;ufamnen. Die Zadl der TodcZ'älle l'e tnig nämlich im Jahre 100! 1 . 1s7.12 '1 gegen 1,240,014 im Jahre 1901, L.300,900 im Jahre 19(X und 1,250,170 im JqHä l.SOO. Es sind also Im Jahre 1002 rnnd 53,000 Personen we N'ger gestorben als im Jahre i:v) und 113,000 weniger als 1000. viui 1 der Äevo'lterung kamen 2()Xi &it:it fälle gegen l'I.n im Jahre 1901, 23.2 1900 und 2L0 1800. Woch niemals seit Beginn dieser Statistik (l.vll) ist die rclatioe Sterbeziffer auck nur an nähernd so gering goen, wie im Jahre 1902. Dies hat zur Folge gehabt, oaß trotz des Ginkenö der Ge t.'urts,',iffer die uatiirliclie Junahnle der Äevollerung. d. i. der Ueberschui er Geburten über die Sterefälle. so grofc war wie nie zuvor, und zwar absolut wie relativ. Tiefe Zunahme betrug OOlL' gegen 857,824 im Jabc. 10 und 7so,247 im Durchschnlt! der eiy ten 10 Jahre. Aus 1000 der BevA lerung betrug sie 15.5 gegen 16,1 im Jahre 1901. 1Z.0 1900 und 14.4 IS: 8. Annähernd so l.cch wie im Berichts jatire war sie nur 1886 und ISO-, ge iveseu. Höchst beachtenslverth ist es. das; der VOitneil der nm'veücheu Geburten au der (iesarnrnt,zahl seit sechs Jalreu in stetem hinten ist. Aus lon (.Scloric kamen im Jahre loou nur 8.5 nnche lich Geborene cxc: in. Jahre 1901, 8.7 1 '.)!. !. 1899, !.! 1898, 9L isr7 und 9.4 1890. Noch n!e vo heh ist ein so geringer Vlutl'eil der unehe lichen eollrten festgst?lli worden.
Zticfriuvcr 5urlu:,ao. ?ie eri'xiltul'g der Spielbsnl !))'onte Carls ist jket darauf I.:eda(l)t. die atlc'gel'liinderten Spieler auf mög lichst anständig? Weise all-? dcni Lande zu enifernen. An jeeui ''ge a',:i Man 20 oder noch rnebr teilte ihren Weg nach dem Bureau der Kasinovet inaltung nehmen sehen, um dortAiv nöthige Geld zur Bezahlung der Hole! rechnnng und zur Heimreise zu erbitten. Die von der Äerwaltring ausgehandig ten Unterstützungen scb'.v.'.nten zlois hen 0o und lo.ool Kranes, kürzlich t: klärte ein englischer Offizier, das'. ?i alles bis auf den lehten Penny verloren have nnd verlangte 20x rancö fozoie ein killet erster L lasse nach Indien, iachsorschungen eigaben, dafz der Äl'ann thatsächlich ein Vermögen ein büßte und die Verwaltung zablte ihm infolgedesseli lOl) rane- und hän digte ihm ein Saumbillet nach .Ualtnita auö. atiirli versuchen uchSchivind !er auf diese Weise zu Geld zu lommc:i, nnd e3 gelingt ihnen dL'ö auch manch mal. So verlangte ein wohlaekleidetee Herr WOO Framö nnd ein Billet nach Belgien. Ziauin l?atte er mit 1000 Kranes nnd einem Billet erster Klass t'onaeo verlassen, all man eutdelte. daß MSN einen ganz brannten Gauner linterstützt hatte.
Jtalieniicl,e ckrcrgckaltc. Daß iii Italien die Lehrer nicht auf Rosen gebettet sind und die deutschen Kollegen im Vergleich zu ihnen aL wahre .Ströj'ujTe erscheinen, diirflc aus folgender Statistik hervorgehen-. lien hat .". :.000 Lehrer, von diesen erreichen kaum 7000 eine Gehaltstuse. die 1000 Lire übersteigt, das sind die städtischen Lehrer; gut 4' '.,"" oezieben weniger als 1000 Lire und Gehälter, die einem Tagllchn dou 2J2ß bis 1.48 Lire entsprechen; über :.','no gehrel und Lehrerinnen nicht tiassifizirler Schulen haben Gehalte von NO Die? 100 Lire jährlich, (iin Lira ist etwa 3) lients.) ' Ä a t e r u n d Sohn er s ch.o s s e n. Die Polizei in os Angeles. 5tal.. war von den Behörden in tLquality. Jll.. ersucht uwrdcn. der, des Betrugs angeklagten 50jährigcn Jeseph Choisser. der mit seinem 25 Javre alten Sohne Loui gefluchtet war und in einem Logirhause zu Los Angeles Wohnnng genommen hatte, zu rerhaften. Als die Polizisten das Zimmer der Flüchtliilgc betraten, feuerten dieselben '.uf die Häscher nfdrere Schüsse ab. Nun gaben a.'ch die Polizisten ZZeuer. und (5hoisser und sein Sohn brachen auf der Stelle todt zusammen. In den Taschen des jüngeren Mannewurde eine Vaarschaft von $1800 ge funden.
'aanp cz claradcr önigo mövtxv. (5ö scheint sich '.n bestätigen, dah der russische Gesandte in Belgrad, Herr Tscharitow. di.'m bei den Ereignissen de? letzteii Sommers in Serbien eine gewisse Wolle zugeschrieben wurde, auf leinen '"sten nicht mel) zurüettehren '.oird. .'l'ancr!ci untontcvllirbare Gerüchte iibcr die Gründe der Ungnade", iii die er gefatlen, sind im Umlauf. Sicher ist. das; er auf die erste Nachricht ami (cuf über die Annahme der Königskrone durch PeterZiarageorgemitsch die Beziehungen mit dem Kabinett Avalumowitsch wieder aufnahm, das ...mals noch nicht die Bestätigung des neuen Fürsten hatte und eine rein re:io!utiouäre egierllng loar. Aus der betannien Glüekioilnschdepasche des aren ging hervor, dast man am russischen .Hofe den Belgrader Königsnord ebenso peinlich empfnnden hatte, wie irgendlvo. forderte doch die Depesche in eiitschiedenster Weise dieBe strasiing der Ztönigsmorder. Unter "ol chen Umständen tonnte man schon damals annehuien, daß die voreiligen Liebenswürdigkeiten, die Herr Tscharikoff dem Kabinett Avakumowitsch er wiesen, eine strenge Sühne sinden loiirden. Ma erzählt ferner. Herr Ischa riklo habe dem Obersten Äiaschin etlva vier Wochen vor dem .NönigSmorde, als dic'er Herr eine Reise von Belgrao nach Genf und dann von Genf nach Petersburg unternahm, die Reisepapiere geliefert, die ihm ermöglichten, russischen Joden zu betreten. Während des ttönigSmordes habe er dann vn den Fenstern der rnssischen Gesund tsckxift aus. die de'n Königs' konak gegenüberliegt, die Vorgänge im Palais beobachtet, obztvar sein Ein greifen, ja sein bloßeS Erscheinen im .'iiouak au'-reichelid geu?esen to&Vt, UV den nächtlichen Unthaten Halt zn ge bieten. Was von diesen Tingcn rich tig. läßt sich natürlich nicht festsicllen. Zwischen Belgrad. Genf nnd Petersburs spannen sich vor der serbischen !ttlitärcrl)ebilng mancherlei ?fäden. doch kann man annehmen, dast man von den erfolgten Mordthaten in Petsrsburg ebenso überrascht war wie in Genf. Ttx Schritt Tscharik"ws bei Avakumovitsch lvar jedens.,lls ebenso eine linaebnnq seiner eigenen Politit. ioie alle? And'-re. was von im erzählt toird. und überdies geeignet, die russische Regierung in ein schiefes icht zu binaen. Äinen anderen We.f, die Dinge rich tig zu markiren. wie die Abberufung Tscharikoios. hat c nicht gegeben.
ccral :Z!af.,ri !ttcuco, der neuerwäblie Präsident der creM nigten Staaten von d'olombia. ist auf den Pariser Boulevards ebenso zu Hause, wie in den Pampas seines Heiinathlandeo nnd in den Urwäldern des Amazonestronies. lvals seiner Lebensjahre hat er der Erforschung üd Anierilas gevidmet. (5ines Tages wurde er in eine der zahlreichen Revolutionen seines Landes verwickelt und liilchtc fliehen, nnd da ihm der Weg nach der Löste versperrt war, schlng er sich nach dem Orinoco durch nnd fuhr in einem Eanot den Strom hinab zum A!eere. Diese svahrt hatte in ihm den orscheririe'o ertoeelt. Seine nächste Reise ging vom Stillen Ozen durch noch unerforschte Gegenden zum Amazonenstroui. den er auch bis zur '.'.liiindnug befuhr. Mi zu.eien seiner Brüder nnd einem dessen zog er dann von Para alis den Töcantin. eiiien bis dahin sast unbekannten Strom, der Brasilien nach Süden z' durchschneidet, hinauf, übe. schritt die Gebirgskette, m der dieser llis'. entspringt, und kam dann zum Parana. dem er bis zum La Plata Strome folgte. SchlieKlich land-te er in Buenos Ayccs. Seine Brüder und sein Neffe hatten disk Reise mit dem Leben bezahlt. i,ner von ihnen starb am Lieber, die anderen wurden von Indian?rn erschlaaen. Jnzloischen lvar Reyes die Rückkehr in's Baterland tvieder erinäglichl worden, und er lvurde als Gesandter nach Paris geschickt. Die dortige Geographische Ge sellschaft veröffentlichte seine Reise Berichte. Seit 1901 lebt er wieder in Bogota, wo er n.sch zu Ansehen und Einfluß gelangte. Er ist einer der wenigen (5oloms'ier, in dessen Adern unvermk'schte spanisches Blut flief'.t. und er ist nicht wenig stolz ans seine Äbstammuna.
Der H o n v e d m i n i st e r Nyiry hat die Retrntenvorlage für das, Jahr 1904 im ungarischen Abgeordneie:; hause eingebracht. (sin kurioser P r o z e ß hat sich jüngst in Mcriko abgespielt. Ein Viehhändler versandte eine Anzahl Schweine im Werthe von etwa $1250 von Ocotlan nach Monterreu. Untere 'egs verendet? ein großer Theil, nnd 5ei der Ankunft in Monterrey musiten die Wagen schleimigst aus der Station entfernt werden, weil sie einen pestilen zialischen Geruch ausströmten. Die wenigen noch lebenden Thiere ourden von der Babngesellschaft übernommen, denn sie mußten sofort geschlachtet lver den. Dem Besitzer wurden dafür etwa $100 ausgezahlt. Dieser erhob eine Schadencrsavklage gegen die Bahn, indem er behauptete, der Zugführer have die Schweine vor der Verladung baden lassen. Schweine könnten aber solche naturwidrig Behandlung nicht vertragen. Die Bahngesellschaft wurde weaen mangelnder Beweise freigesprochen.
,vnuettgravcr. London. Ende Dez. Die Gefahr, in weicher sich Städte def!'!ci'. die in unterminirlen Bergwerlscistrictetl liegen, trat am Sacks tag in dem englischen Städtchen Hanlen zn Taae, wo ein im 56. LebenS jähre ftchender Arbeiter plötzlich in ei en a.ten. längst vergessenen Schacht siel und dort erstiäte. ebe er gerelte: loerden tonnte. Zwischen 6 und 7 Uhr früh ginz dieser, ein gelvisser Holland, wie ge wohnlich zu seiner Arbeit und traf unterwegs einen ihm kannten ande ren Arbeiter, den er nach der Zeit frag, te. Dann ging er nach Allstausch ci Niger Worte von der Hauptstraße nach einem nßiog hinüber und kürzte den Weg ab, indem er über ein Stüä Grasland schritt, aum hatten sich die beiden getrennt, als der auf dem Weqe gebliebene Arbeiter plötzlich eien gellenden Tchrei hörte, und als er sich umwendete, sah er nur noch, wie Hofland seinen .Uorb, den er am Arm getragen batze. weit wegschleuderte, die Arme in die Höhe richtete und dann verschwand. Der Mann suchte ihm zuerst zn Hilfe zu eilen, sah sich aber selbst, nachdem er die Straße ver assen hatte, in einer gleichen Gefahr. r stand vor einem weiten Schlund uiid tonnte noch deutlich hören, wie der Körper seines unglücklichen Kameraden in dem Schacht gegen die Wände schlug, bis er unten auf dem Boden
ankam. Er war in einen altenSchackN
gefallen, der über 2(x) uß tief war: feit iiber vierzig Jahren war derselbe nicht mehr gebraucht worden, uud man batte ihn oben mit Holz zuar deckt. Maulende von Leuteu waren tagtäglich über die Stelle hinloegae gangen, ohne zn abnen. in welcher iv fabr sie sich befanden. Auf die Hilferufe kamen gleich eine Menge Leute berbeigerannt. ainx man sah bald, daß alle Hoffnung vergeblich war. den.Hin eingestürzten lebendig wieder zu sin den. En dichte Rauchwolke kam aus dem Schacht heraus, und a.?e Lampen, die man hineinzulassen v?r suchte, wurden sofort ausgelöscht. Die Feuerwehr war auch bald zur Stelle, aber nach sie konnte nicht helfen, oa bald klar lvurde. daß die Leiche sicher lich von nachgestürzter 'rde beeeckt sein mußte. Als man sah. daß aln Hoffnung aufgegeben werden mußte, hielt der rieistlicke eine eier an diesem fiirchtbaren Grabe ab. inn dann wurde der Schacht mit (rbe ge füllt, damit iiicht noch lveitere Un aliicks fälle vorkommen könnten. Nachfragen n der Stadt ergaben nachher, daß man den Schacht thatsächlich ganz r" aussen hatte: die Holzdecke war n.icf nnd nach unter einer Erdschicht ver schwunren rnib später war ein Fuß weg darüber auaeleak lvorden. Die Stadt befindet sich in einer rie sigen Auseg'.ii'g. weil man wob! weiß daß noch eine Menge solcher Schäui i in der Umgebung vorbanden sind, ob tvohllien'.aild eigentlich reckt weiß, wo. Einige rdrutsch'.'naen sind vor Jahren bereits voraetommen. aber man hatt, leine Brrs.'!c-uiaßregeln getroffen weil niemals ein Unglück 5 fall vorge kommen war. Wenige Stunden vor dem linstur'. lvar eine Gesellschaft, die von einem Ball ;i! Hause kam, genau über dieselbe stelle gegangen.
E i n tschechisches Blatt greift den Thronfolger tFrzher.og ?Zranz Ferdinand an. weil er die Weisnng ertheilt habe, daß sein Recht Iq i walt sür seine Besitzung Konopischt in Böhmen sich bei all?n anit ticken (5ingaben der deutschen Sprache zu bedienen babe. Die Meldung des tschechischen Blatte ist wohl daranf beregnet, ein D'menti zu erzwingen, das wabrscheinlich auch erfolgen wird. Tie Meldung ist nämlich insofern unrichtig. als die betreffenden tLjngaben seit jeher in deutscher Sprache gemacht worden sind. e n e m e n t - W o y n n n a e n einem Zimmer wurden in London von 3 72,502 auf 14ü,524 vermindert, während Wohnungen in Tenmeiits mit 2, 3 und 4 Zimmern an Zahl um 16. 13 und 2l Prozent zunahmen.
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Midltcr n i,gekl.?gtcr. Ans Brelau berichtet die Vreslauer Mi.'rq?n,ei:l:na: (ine kuriose Seene ereignete sich, inic uns aus Anlvaltlrei sen berichtet wird, vor einigen Tagen
vor einer kiesigen Teböffengerichtsab-
theilung. Der Angeklagte geriet!) mtt de nivorlitzenden Aintrichter in Disfe renzen. Im Äerlaufe der Vkrhand lnng nannte der Richter den Angekl.ac In einen frechen Lümmel". Tr An qcklaale crioioerte: Wenn Sie nicht ber Vorsitzende loären. so lvurde ich Ihnen eine herunterhauen." Diese Aenderung veranlaßte den amtirenden Staianlvalt. eine Haftstrafe von drei ?gen locgen Ungebüor in Antrag zu fcrfci .en. Der Richter verkündete darauf, daß der Angeklagte zu dieser Strafe verurtheilt werde. Der Angeklagte aber, der nicht auf dni Kopf gc füllen tvar. erklärte, daß der Richter allein eine solche Strafe nicht verhän gen kölnte. es Nläßten erst die Schöffen gefragt werden. Der Nichter zog ;cn nunmehr mit den schössen in das Berathungsziinnier zurück. Die Berathung dauerte laugere Zeit, ochUeftlidi mußte der Vorsitzende dein Anqe klagten bekannt geben, daß das Sckösscngericht ,.in seiner Mehrheit" eim Ungedübr tkicht angenommeii habe, und daß deshalb die Haststrafe nicht ausgesprochen lverden könne.
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der Stadt, Mucho's Longfellow".
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