Indiana Tribüne, Volume 27, Number 123, Indianapolis, Marion County, 15 January 1904 — Page 6

Jttdiana TribmtE, S. Januar 1904

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Europäische Nachrichten. jyroi-Mua Äeffett'Tasfrtu. Kassel. Im Alter von 74 Iahren verstarb hier Frhr. Engelbert von Bracke: Oberslleutna, t a.' D., auch als Schriftsteller bekannt. Er war ein Bruder des früheren LandrathZ von Paderboru,Sef)einien Regierung:alt)y Hugo von Brackel. um. Vet Schr!ftfteklerin reiin von Äraael. dje beioe in Paverborn leben. B e i e d o r s. Der kürzlich ütt--linqliltttk Balmsireckenarbeiter Pilgri,?? tu infolae der erhaltenen Berletzitnqen verschieden. Piiarim war 42 Ja hie a.t und hinterläßt eine Frau init '5 unmündigen mindern. E in c-. Xie durch einen Felsabsturz hinter dein Nassauer Hof tiinlich verschütteten Arbeiter 5lrekel und ei inani wurde kürzlich als Leich'u geborgen. Jl nf'.eröei:; wurden ztr.ei u u c i t e r schwer, drei leicht verletzt. Z r o n t f n r t & M. Im Hinter haus Alleilielliaenstras')..' 40 definttci sich die chmirgelivaareusabrik von Plnl. Peffel & Eo., soivie ein Eierla qer der FiM Büschel. Im e 1 1 ; , 1 1 Stock entstand nun auf bis jetzt noch nicht anfetlarle Weise, vermuthlich durch .Uunschlns?, Feuer, welches sich rasch ans das ganze Gebäude, das silst bis ans die llmfassnn-.inauerr. niederbrannte, verbreitete. GlUetlicheriveise lag der Raum isolirt. die Nachbarae däl:de blieben verschont. Auf Bahngtleise achsenhausen berrad. nnlveit des Svettiveas. wurdz ein :unpe? Midchen ufgefin'.veu, dein vorn Schmklzug beide Beine oberhalb der ölniee durch lleberfahren voll ständig zerquetscht waren. Tie Unglückliche, die ITjiihrige Zvchl-r des Händlers Nieneer. starb nach kurzer ,'',eit. G i r o d. Mühlenbesitzcr A. H, ' MSNN aerieth hier in eine Waschine. Er wurde total zerquetscht, so das; die Reiche entstell! aus der Maschine hra, ' iveden musste. H o in v ii r g Der ondrath des Dbertannuskreises EbbinghauS stiftete für das eu v. erbauende hiesige allge kiici.le tlankeuhaus ,000 '1'art. ll d e n h a u I e n. andivirth und Zilldienaltester Andreas Sommer ist hier verschieden. Drr Berslorbene ftand im ). Lebensjahre und durste u chl der älteste Einivl.hln r in nnset''!N kreise geioesen sein. ?I,UerVuMri' T tan tcn. VI l t e N b u r g. Aus dein Diosiljer Kohlenwerte germh der Arbeiter I hanueö Matt zivljhen zw'.i Lowries und starb bald darauf an den dabei l'.ttenen schweren Verletzungen. B ii ck ( b li i g. Hier verschied, erst 5.7 ahre alt. der frilhere l!k?ichsta. abgeordnete, .itechtsanwalt toxc Con gerfeldt. Er tuar hier geboren und ivirkti hier seit l87L als Ijiechtöanwalt. B ? a u n s i) w t i fl. Tie beiden glaschenspiiler der eldschlostchen Brauerei Paul ZeTmann und P ul Vornemann tvaren kiirzliä) in tlkit gerathen. Während dessen .zog ersterer einen Revolver hervor und gab lil nächster Nahe aus ?ne,naiui einen Gihus; ab. Die Kugel drang diesem in die linke Halöseitk und blieb im Körper stecken. D?r Schwerverletzte wurde mittels Sanitätswagens nach dem .Krankenhause gebracht, während der Thäter verhastet wurde, uhrgehilfe Heinrich Boog hier hatte ein Zunder Etroh au6 Niiningen z kolen. er muft jedoch unterwegs vom Wagen gefallen sein, denn man fand ibn später blutend und besinnungslos neben seinem ubrwerke aus der Ehaussee liegend. Dessau. Ferdinand Diedecke. Geheimer Jntendanzrath des hiesigen Hoftbeiters. ist an den folgen eines 2chlaa.insalles hier plötzlich gestorben. O e r a. Da hiesige vkestdenztteater. früher ..Walhalla", st gerichtlich versteigert worden. Es wurde ein ktaufpreii von l ro,i u Mari erzielt; das Angebot gab Bankier Apelt - .alle l2aalej ab. der 2i::.il) Mark Hi,oo tbekcn auf dem Grundstücke stehen bat, Hessen. Aus schreckliche Weise verlltigliickte aus hiesiger Zuckersabt 'k der fast taube Arbeiter Ehristic.n l'vett. Der schon alte Mann über schritt in, Halbdnnkcl ein Geleise, i lzne eine herankoniinende owrlz zu bemerken; er wurde ersafzt. umgerissen und ibm beide Beine am Oberschenkel über fahren. Beide wurden amvutirt. doch scheint es ausgeschlossen, Den Benui; glupten am Leben zu erhalten. 51 o b u x g. Auf der Strecke nach Gonutfrerg in der Nähe von Netenocs wurde der VOjährige Girfrfenarbntev Stemmenberger aus Unterlauter vom Zuge ersaht und sosort get!dttt. Der Mann, loelcher mic Ctreä?narb,iten dcschäftigt war. hatte unterlassen, beim Nahen des Zuges rechtzeitig aus dem oMeiie zu treten. Z e u l e n r o d a. Für die hiesige Staot hat der Regent von Nenfz ä. il. den am 15. September zum dritten M'al? zum zweiten Bürgermeister der Stadt gewählten Bürgermeister a. D. Streit zum zweiten Male nicht bstätigt. Sachse. Dresden. C. L. Neumann, der Begründer der Firma C. L. Neumann u. Eo.. ist hier im 7. Jahre gestorben. Neumann war von 1865 bis 1875 auch Gemeindevorstand von Allgersdorf. hat seiner Gemeinde als fcl cher wesentliche Dienste geleistet und zu ihrer Entwickelung viel betgetragen. Goldene Hochzeit feierte Dr. med. Stiehler nebst Gattin.

B u ch h o l z. Das den Gebrüdern Rofcher gehörige umfängliche Eckgebände an der Karlsbader- rnd Marktstrafte ist bis auf die Unifassungsmauern niedergebrannt. C h e m n i tz. Der als guter Reiter bekannte Leutnant und Adjutant Kirchner des 181. Infanterie Regi ments hatte daß iis;geschick,. beim Aufsitzen in der Reitbahn von dem im Moment des Aufsitzens abgehenden Pferde abgeworfen zu werden. Das Unglück wollte es. daß er mtl dem Fuß im Bügel hängen blieb, geschleift und so schwer mit dem Kopfe gegen die Blinde geschleudert wurde, das; usr einem Schädeldruch auch eir. Bluter gufz iu's (Mtchirn eintrat. In's Garnisonlazareth transvortlrt. erlag Kirchner bald darauf seinen Brletzungen. i u t e n f ii r st i. B. Der 88 Iadr? alte herrschaftliche Jäger Ottomar Bäbr feierte mit seiner Gattin die diai'iantene Hochzeit. ii ck e ! b e r g. In voller Rüstig keil deging in Waldenburg der hiesiae Hausoesitzcr und Handelsmann Hel bia mit seiner Ehefrau das goldene Ehejubiläum. K i r ch b e r g. Im hiesigen Növel thale dr.innte die allbekannte Schneide niiible der irnia Imm. Steinbach ab. ' d b a it. Dem feit nuiir als 30 Jahren auf oem Rittergut Kittlitz in Arbeit stehenden Tagearbeit?r Hal kasch. den agearbeitrinnen tcnhel. Haltasch, vt redel. Büttner und t:r witiwe?.' Vlßlez tvurde das i--dreu,'.ei chen fü' Treue in der Ardeit verliehen. O e l s n i h i. V. In Schönbrttnn stürzte die snjü;nge Greisin Johanne Christiane verw. Gerbeth rücklings die Bl.'0,!itrcppe hiilab und verstarb insolge der hierbei erlittenen Berletzungen alsbald. Das 2 Jahre alte Töchterchen des Steinbrechers eidel siel in ein mit Wasser gefülltes Gefah und errank. P e n i g. Im hiisigen Mühlgraben ivurde das Dienstiiiädhen A. Seiber-' lich aus Leipzig Cchi'nefcld als Lei che herausgezogen. Es liegt Selbst mord vor. R e i ch e n a u. Im rocZens'ipven der Ziegelei des Gemeindevorstan. Vifchofl wurde der .'.) Jahre alte Ta. gearbeitet Ehrctitraut erhängt aufge funden, der vermiet ivurde. S t o l p e n. Rentier Schäfer in Reustadt wurde in seinem am Huten berge gelegenen Teiche todt ausgesanden. Der Beiunglückte. welclier offen dar die Teichdä'mme bat nachsehen wcU ien. ist vermuthlich au?geglliten ilnd in's Wasser acsallen. aus dem er sich, da er schon 12 Iahte alt war. tucht wieder berauTaroellen konnte. Awvnitz. Die Mitglieder deS Feuerivehrcorps. Buchdruckereibesitzer 0tt. Schilhmachermeister Filier und chuhrnachmneister Weigel klhielten das Feuerwehr Ehrenzeichen fi.r langjährige tinie Dienste. Z ö p e n. Dem Psarrer Sendet wude das Ritterkreuz 1. Klasse deö All.'ri'ditöordens verliehen. Kc' sf,, . Drn li .i et . 'D a r m st a d t. Der jar schenkte dem Hostheater die qesammte Reuaus stattung zu ..Aida". die angeblich S0l)., """ '1'ark kosten soll. Dr. Daniel Greiner. der bis vor kurzem als Bild haiier in Pares wohnte, ist als Mit glieo in die hiesige Künstlercolonie auf genommen worden. Dr. Greiner ivar ursprünglich Theologe, hat sich aber dann der bildenden Kunst und zwar voi 'gslveise der Plastik und graphi schn Arbeiten zugetvandt. Badenheini. Der 81jährige Lanviairth Kehr rutschte. als er Schtveine füttern wollte, aus und fiel in die Dunggrube. Rachbarn zogen ihn sofort heraus. Räch kurzer eit starb der Unglückliche. G a m b a ch. Landwirth Job. Bröder dahier stürmte in seiner Scheu i'e durch einen Fehltritt vom Heuboden herab und trug schwere Verletzungen davon. H ö ch i i. O. Die 46 Jahre alte Ebesrau des Taglöhners I, Müller I. stürzte sich in die hochgeschwollene Mümling und ertrank. Geistesgestört infolge '..ingjähriger uiiheilbarer Krankheit hat die unglückliche Frau in den Tod getrieben. M a i n z. Der in Frankfurt ver storbene RechtSanivalt und Notar Adolf Laske, der Sr,an des vor einer Reihe von Jahren verstorbenen Stadt baumeisters der hiesigen Stadt, ha! seiii gesummtes Vermögen (nach Abzug einiger Legate) der Stadt hinterlassen. Vlnsieldem erhält dieselbe auch eine reiche Sammlung von Gemälden und besonoers .Kupferstichen. Ter be kanttte M'istcrfahrer und Sportplatz; besitzer Georg Drescher ist linter Hinterlassung bedkiltender Schulden von hier verschwunden. O f f e n b a ch. Auf offener Strafte nach einem Streite erstochen wurde der 24jäl rige Weistbinder Johann Kon staniin von dem 10jährigen Portefeuiller Georg Richter. Der Thäter ergriff die Flucht; der Gestochene brach zusammen uno war bald darauf eine Leiche. Der Messerheld wurde verhaftet. S a n d b a ch. Die Ehefrau des hiesigen Einwohners John Müller I. wurde als Leiche a.:s dem Mümling gelanoet. Ein längeres Leiden scheint die im 47. Lebensjahre stehende Frau in den Tod getrieben zu haben. Zgayern. M ü n ch e n. Der in de, Türkenttraüe 58 wohnhafte 26iährige Stein

drucker Joseph Danhauser von hier er schoß in seinem Zimmer seine auf Veradredung zu ihm gekommene Geliebte, die LZjährigc Buchbindereivorarbeiterin Franzbka Pelloth. und brachte sich hierauf selbst einen S6)uh in die linke Brustseite bei. Räch seiner Angabe hat er das Mädchen mit dessen Einwilligung getödtet und die Absicht gehabt, sich selbst zu todten, weil der Fortsetzung des Liebesverhältnisses Hindernisse in, Wege standen. H e r z o g e n a u r a ch. Einem Brande sielen hier sechs Scheunen und vier Wohnhäuser zum Opfer. Brand beschädigte sind Schiniedmeister Drcbinger. Flaschnermeister August Welker. Metzgenneiste? Joseph Derrfufz. Bäckermeister Reudecker. Ragelschinied Sulzer. Schuhmachermeister Ludwig Rentier and Prwaier Frendenberger. I u t l a m bei 5l ü n z i g. Das Ainvesen oes t'i: rtlers Georg Bunidergcr wurde durch Feuer zerstört. it ti r li a ch. Die hiesige Miillerswittwe Jutta Vogel wurde völlig entt leidet ers raren auf dem Felde gesunden. Sie war geistesgestört. L u he. Arbeiten Grillmeier tvurde bet der Ansschal'.ing des Hochreservoirs der Wasserleitung von einem Gerüslbalten getroffen und erlag seinen Berletzltngen. M affin g. Bürgermeister Johann Hisch. loelcher :i8 Jahre der hi stgen 'ineinde vorstand, ist verschie d'.'N.

m e a e n s v u r q. In der hiesigen

?,uckersabrik wurde tnfolge des Losreifzens eines entrisugendeckels der Arbeiter Matthiati Hafner durch eine l'utterschraube todtlich verletzt, dem Arbeiter Johann Killermann der linke Unterarm abgeschlagen. Sankt - Q u i r i n. Die GastWirthstochter Reisberger von hier, welche zum Mischen im Tegernsee ausfuhr, ist verschwunden. Da das von ihr benutzte Boot leer treibend gefunden wurde, nimmt man den Tod deö Mädchens durch Ertrinken an. Weiden. Die Porzellanfabrik' besitzer August und Konrad Bauscher hier haben mit einem Enpitale von 1(i,(mi Mark siir die Gemeinden Wetden und ucoosburg eine Kinderstif tung geschassen. in der katholische und protes'.antiä,eKinder zu gleisen Thei lcn tmierstüht werden sollen.

u g e n B e s p r t y e n s ver Kleider junger Damen mit Tinte in 17 Fallen wurde der Nnterofficier Martin Sieger von d.'r 'J. E ompagnie des In fanikrie . Regiments Ro. )H von dem Oberkriegsgericht in Metz zu insgesammt ein "in Jahr sechs Monaten Gc fängnisz und zu Gradvcrlust verur theilt. Der Angeklagte, der die Mbe reien im bürgeclichea Anzüge ans der Strafe verübt aben soll, bestritt ents schieden jede Schilld; das Obertriea gerichl erachtete ihn jedoch nach längerer Behandlung füc iibeifühit und er kannte sür jeden Fal! auf drei Mointe Gesängnist. zusammen auf inögesammt l1- Jahre Gesäugniß und Rangverlust. Bei der Strafzumessung war dad schlechte Borleben des Auge klagten und die bewiesene Bosheit bc stimmend D i c U x st l v f Q 1 1 n k ö n nen. dem Bericht einer deutschenirenzzci1)ttlg zufolge, nicht nur auf Pferden, sondern auch auf Fifchen reiien. An der Bagyrdaifchett ischtvchr hatten einige Kosaken der .Urassnoj.irsker An stedlunq schtvimiuend einen riesigen Hansen iBjeluga. daher Bjelugakaviar gleich Hausenkaviar) eingekrc.st. Rcit äusterst-r Anstrengung gelang es einem alten, über (0 Jahr? zahlenden Mofa ken. den Riesenfisch an den Fischhatcn zu bekommen, aber der Fisch zeigte eine ungeheure Kraft, und der Alle vcrschivand mit der Jagdbent' unter Wasser, doch nur für kurze Zeit, dann sah man ihn wieder an der Lust, aber in rasender Schnelligkeit sich sortbcwe gen. Sosor: wurde ein Boot flott ge macht, um dem Kameraden zu Hilfe zu eilen, und eö gelang, den unfreiivillig Fliehenden einzuholen. Der seltene Reiter sasz auf dem Hausen und niufcte in dieser Lage den Spottruf Halt ihn! Halt ihn!" anhören. Aber er machte seine Sache gut. das Thier fing an zu ermüden und konnte nun vom Boot au erlegt werden. Das wen eine Beute von ') Pud Gewicht. Ein grauenerregender Fall von sittlicher Verworfenheit bei Kindern in zartem Alter wird ails Ofen . Pest gemeldet. Auf dem Reubester Friedrichhofe wurde die Entdcckung gemacht, das; die Gräber einer Anzahl verstorbener Kinder am Tage nach der Beerdigung geöffi et und die Leichen ihrei Kleider beraubt waren. Den Bemühungen der Polizei gelang es. die Leichenräuber aus der That zu ertappen. Es tvaren das die elfjährig? Therefe Titz. die zwölfjährige Elifabeth Siiinkowitfch, die fünfzehnjährige Rosa Siarzsek und die gleichfalls fünf zehnjährige Therefe Kubanyi; dieMäd chen trieben sich tagsüber in den Straßen der Hauptstadt umher, lebten rom Betteln und Stehlen und kamen erst Nachts zum Schlafen nach Hause. Die Leichenräuberinnen verkauften die geraubten Kleider an Hausirer und kauften für den Erlös allerlei Näschereien. Bei dem mit ihnen angestellten Berhöre gaben sie an. sie hätten die Gräder nur deshalb geöffnet, weil sie gehört hatten, daß den Todten Geldmünzen unter den Kopf gelegt wer-den.

Moltlic ttdcrlvnmpst ! chweiqsame Volksverlrrter ffine seit 13 Zähren fällige Zu,,gserrde. Während des letzten Wahlkampfes der Kandidaten für den deutschen Reichstag im Sommer l$0& tvurde berichtet, das; als wirtsamstes Agiia tionsmittel gegen einen elsas; lothringischen Rfiüiciagöabgeordnetcn ein? aus lauter weißen, undedruekten Blä: lern bestehende Flugschrift rerbreitel wurde mit dem i:ei: ..tenographi scher Wsrtlaui der sämmtlichen '.'iede'.i des Abgeordneten X. während der letzten Legislaturperiode des Reichstags." Ter Abgeordnete hatte nämlich in den fünf Aahren seit 1898 nicht ein einziges Mal im PeichSta das Wort ergriffen. Tiefer arof'.e Schiveiger aus Elsaß' Lotlirii'.gea ii: von manchem als ein Unikum im Reichstag angesehen tvor den. Vuich den a int liehen steuograpdischen Bcviaiten lzaben jedoch nicht iocn: ger als 71 ReuhstSabgeordmle seit nicht ein einziges Mal eine Sied!.' gehalten Noch o.usrälliger aoer ist eÄ. das; von diesen 74 schweigsamen Ab geordneten 42 auch dem neuen Reichs tag wieder angehören, also trotz ihrer schweigsamkett das Bertratten ihr'r Wähler nicht eingebüstt haben. Bon diesen -12 Abgeordneten sind 14 Mitglieder des Reichstages seit 189; 17 schon seit isir; und 11 seit 1MX) oder noch länger. Zwei seit dem Jahre 180 dein Reichstag angedörende Volksvertreter, die Abgeordneten Lehemcir und v.

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?l,?!oli üetjerucir. Fperbn haben in diesen V) Jahren nicht ein e-n'.iges lOial das War) ei grissen. Abgeordneter v. Sperber ist vor tur;em gestorben, der EeuuuiiK abgwrdneie Lehemeir schuldet jbl'ch den, Reichstag noch immer seine Jung sernredc. Dieser s'.mve'gsaiusie aller Parlz mentarier, Abieordneter Anton et,emeir. geboren 1S41. ist seit l.l Bür germeister in Trostberg in Oberbayern. Hai Europa, Afrika und Asien be reist, arbeitete als "Photograph und llhrmacher in Florenz, Rom. Paris. Wien und Reapel. ist also ein Mann, der vieler Städte und Böller Sitten keiinl UNd aus be:n Schatze seiner Er fabiungeii dem Rehttag iaiicherlei iverlbvolle Beobachtungen mitzutheilen leicht Gelegenheit finden tonnte. ülionit CLiimtflTe. Ter neue oi'trUt (trefiitlvlitniiitf Der Zdtwti tt Vidg,ttssksck,ast Hugo Robert Eomtesse. der für da Jahr ' ll'"l crioählte Präsident der schweizerischen (Eidgenossenschaft, hat bereits citte lange verdienstvolle Kar riere in der Politik und 'Verwaltung seines Baterlattdeö hinter sich. Geboren 1X47 als Sohn eines Wo latl zu Balangin im Kau ton Reuen bürg, studirte Eomtesse in Heideibera und Paris die Recht?, arbeitete von 1866 bis 1872 in einem Advokaten lmreau zu Ehaur de Fonds und war oann Jnstruktionsrichter. Im Jahr 1K741 in den Kantonsrath und 1K70 in den Regiernngsrath des Kantons Reuenburg gewählt, stand Eomtesse hier nach einander dem Polizeidcparte ment. demjenigen des Innern und der Industrie und Landwirthschaft vor. Im Jahre IKXZ kam Eomtesse in den Rationalrath, wo er dielen tvichligen

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eiigo Robert i5omtcfse. Kommissionen angehörte. Später, in den Bundesrath eingetreten, war Comtesse 1900 Ehef des Finanz- und Zolldepartemnts, führte VdOl die Ge schäfte des Justiz- und Polizeidep.-.rte-ments, 1902 dieienigen der Post- und Eisenbahnabtheilung und übernahm 1903 wiederum das Finanzdepartement, sowie das Vizepräsidentenamt des Bundcsraths.

veutschl.ind ni Malier,. Seine JntereNen und der Shes des detshn AreuzergesclnaSerO. Wenn es auch als absolut siche? an genommen werden darf, daß Deutsel lano sich jeder Einmischung in die japanisi5' russischen Distcrenzen enthalten ivird, so sind die Handelsintere'

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Koinr Admiral i' Prilkioiij. fen des Reiches im fernen Osten immerhin so bedeutend, daß sie die Na Wesenheit eine deutschen Geschwaders von imposanter Stärke in den fern östlichen Gewässern vollkommen rechtfertigen. Geographisch ton;entrirt sich das Interesse Deutschlands in asien aus das (Gebiet jtiautschou mit dem Hinterland in der chinciischei'. Provinz Shantung. tvelches von Ehina durch den Bertrag vom März mit allen Hoheitsrechten an Deutsch land auf die Dauer von Sg Jahren verpachtet worden ist. Alldem befiehl eine Vereinbarung mit England, das sogenannte .AckNgtse Abkommen- vom Oktober 1900, welches ben Grundsatz der offenen Thür für den Handel mit Ehina festlegt. An der spitze des Geschivade. weiches zum Schutze des deutschen Eli' flusses in Ostasien stationirt isi und dessen Offinrssland auch Prinz Adal bert. der dritte Sobn des deutschen taisers. als Leutnant zur See angehör.. steht seit Kurzem Zlonlrc Admiral Prittloitz und Gaffrott. D'r neue c schivader Ches dient seit !'.7 Jabreu in der deutschen Ut artne. Er befehligte in den 90er Jahren den Wörth." lei tete von isiis bis 190 die Reick, nurst in Danzig und wurde 1'?tli ziim Admiral besärderZ. Im Iah übernahm er das Kommando des er n Geschwaders. Seit Oktober 1 1 k ii war er Inspekteur der zweiten Marine In !ii'-n. Kontrc Admiral v. Prittivitz ist in ililesien geboren. Kurze eit nach seiner Abreise nach Ostasien starb in Miel feine Gattin und Prinz und Püm zessin Heinrich nahmen sich liebevoll der zahlreichen Kinder an. deren Vater der Tiniit des Heimathlands in weite Ferne gerufen hatte. iMlilichrr JUalsch. TU MM k,,nikche ?rin,ai,'ttn der LUrttner L,'1l,r sein cvtcr. Die jugendschöne amerikanische Primadonna Gcraldine arrar. deren VLi tnen die Klatschsucht eines g?lben Ber liner Journals in so häßlicher Weise mit dem deutschen Kronprinzen in Bcr bindnng z.ebracht hat. wurde im 7e bruar iiÄ in Melrose. Mass., geboren. Ihr Bater. Sidncy Farrar. erfreute sich als ..Baseball (Champion" lüer Eilande großer Popularität und auch sein Töchtcrchen begann schon als Kind durch ihre prächtige Stimme die Aufmerksamkeit manchen Kunstfreundes auf sich zll lenken. Als es sich zeigte, daß eine außergewöhnliche Beaabung dein jungen Mädchen eine glänzende Zukunft eröffnete, gingen die Eltern mit Geraldine zunächst nach Rew ?)ork, dann nach Paris nnd endlich

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Heraldi narrar. nach Berlin, wo sie in Georges Gra ziani einen Lehrer fand, dessen Me thodc der Ausbildung ihrer Stimme vesonoers förderlich war. or etwa bn ren hörte Gia, Hochbcrg, der damalige General Intendant der Berliner königlichen Theater. die jugendliche Sängerin in einer Gesettsck?aft, und die ?olge war eine Einladung, im Opernhaus Probe zu singen. Die Probe gelang, das Publikum und die Hofkreise waren entzückt, und seitdem wirkt Frl. Farrar mit immer mehr wachsendem Erfolge in der deutschen Reichshauptstadt.