Indiana Tribüne, Volume 27, Number 121, Indianapolis, Marion County, 13 January 1904 — Page 3

Jndiana Tribüne, 18 Januar 1904

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Die Demokraten wählen St. Couis ffür die dem. Rational-Convention am . Zli.

Die Osnama 2lngclegcttheit im Senat. Der Veschluantrag Baconö. Ser 2llte ritz". VtkggS verurtheilt fjarniü wieder erwählt.

D c m o l ?. 7t a t i o tt a l ' 6 o in i t e. Washington. l2. Jan. Das dcmokr. KatUnal (somile trat heute hier im öhoreham Hotel zusammen, UM ;tt und Ort für die National Konvention zu bestimmen. -'tachmittaq erhielten die Städte KmAort, hicaa und St. Lonis ihre Ansprüche auf AKHaltung der tfonvni tion in ihren Mauern zu beujiinbcti; den Nuspruch für New 7)orf unterbrei tete der srtihere Bürgermeister R. A. Vsu Wyck. Iu allflemeiner Ueberraschung wurde Bi, Voui3 Mit Abhaltung der dcmotratischen Nlitioual-lonvcntion beim zweiten Ballot mit 28 Stimmen gegen 21 f ii r lZhicago bestimmt. Die ffvunention wird im St. i'oui ser Poliseum am rt. Juli, Pormittags 1 1 Uhr, eröffnet werden. Vor der Abstimmung schien es die allgemeine Ansicht zu srin. bflfe die Wahl auf (Chicago fallen würde. Das; diev nicht der ftafl war, ist hauptsächlich auf die Anivrache des Herrn Kkapp. Herausgeber der .,3t.l'rnii3 WepiiMk", '.lrjulylftthaen. Herr Knapp behauptete in derselben, daß, wenn die Konvention in Chicago stattfände, die dortige Presse ihren (in (Ins zu Gunlt eines bekannten ei tungS-HerausgeberS iHearst) iu die Waagschale werfen dürfte. Vix versprach, daß die St. Louiser Presse in jZder Weise unparteilich verfahren würde. Obwohl über verschiedene landidaUU berathen wurde, verlautet nicht über etwaige Begünstigulig eines derselben. Keine Truppen nach llo l o m b i a. Washington, 12. Jan. Tie heutige abinetS'Sißung. in der nichts Wichtige-? vorkam, dauerte laum eine stunde. Kurz vor der Sitzung gab Kriegs sekretr Root die Erklärung ab, daß die Meldungen, die Regierung beadsich tige Truppen nnch dem Isthmus zu inilitarischen Operationen gegen (so lombia zu entsenden, nicht der Wahl' heit entsprechen. ES eristire zwischen beiden Landern kein KriegSzastand und seitens der Per. Staaten sei lein Be ginn von Seindseligkeilen geplant. Wefest Präsident noch der Staatssekretär glauben, daß sich eine Gelegenheit znr Verwendung von Truppen auf dem Isthmus ergebe. Das T e n k m a l d e S Alten I r i fc". Washington,. Jan. Ba. ron von Sternburg, der deutsche 0e sandte, stattete dem Präsidenten einen Besuch ad, um die Wünsche der Admi nistration betreffs der Statue Friedrich des Gioßen. welche der deutsche Kaiser den Per. Staaten zum Geschenk machen will, zu erfahren. Es wilrde veschlos fen. daß Kriegsminister Rl ot und Barvn von Sternburg eine! geeigneten Platz vor der Kriegsadministration aussuchen und die Einzelheiten der Aufstellung arrangiren sollen.

Urtheil gegen Driggs. New 7) o r k, 12. Jan. Der frühere Congreßabgeordnete I. H. Driggs von Brooklyn wurde heute zu einem Tag Haft und 10.000 Geldstrafe ver urtheilt. Er war überführt, als Mitgliedde? Kongresses Geld zur Ertangung eilleS'egieruugS'EontratteS sür'S PoflDcpartcment angenommen zu ha den. ES findet keine Brufung statt Die Strafe wurde sofort erlegt. Hanna'S Wayl. E o l u m b u S , C, 12. Januar. Haus und Senat stimmten heute ge trennt über die BundeSSenatur ab. Im Hause fielen 86 Stimmen für Hanna, 21 für John H. Clark (Demokrat). Eleveland; im Senat erhielt Hanna 29, Elark 4 Stimmen. Angenehmes Gerichts Publikum. Chicago, 12. Jan. Ein my steriöseS Frauenzimmer, daß sich Frl. Schröder nannte und stets dem Processe der StraßenbahN'BandNen anwohnte, wurde heute aus dem Gerichtssaale ge wiesen. Die Polizei'Matrone fand bei der Durchsuchung eine Feile.

Eongrc,:.

s e n a t.

Washington, 12. Jan. In der hentigen Siyung brachte Senator Bacon einen Antrag ein. den Präsiden ten zum Abschluß ciues Pcrtrags mit

;)nt hicagoer Cataftrophe. Wie städtische Beamte ihre Pflicht vernachlässigen. Chicago, 12. Jan. Der flfe baudeJnspettor Williams war feilte der Hauptzeuge bei dem Jnquest, Über das JroquoiS'Theater'Fcuer. Er gab an, daß er die Pläne zu dem Theater, bau nur ganz flüchtig in kaum 15 Se

' tnnden geprüft habe. Er iiberlafse

derartige Noutineschäfte feinen Unterbeamten. ist habe jedoch kurz vor der fertig skllnng deS Baues, das Theater ein-

mal besucht und habe die Ueberzeugung

Krieg befürchtet. Eolombias Truvpenbcwelzungen.

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wuiuiiiuiu flM utuuummwuHci, ki s gewonnen, das', daneive das netterfriedliche Schlichtung der Differenz : Webäuöe war. weiches er je. auläs;lich des Abfalls von Panama be. j m9 gab zu, daß iwtckt. !er erlalibt habe, Fichtenball'en anstatt Nach Begrünoung seiner 'Vorlage ciserne slir den Unterbau der Bühne zu beantragte der Ncdncr Uebeweisung an verwenden. ferner gab er an. daß er die auswärtige Eommifsion; Senator dem Mayor schon im Qctober berichtet

öodgk beantragte, die Borluge auf den Zisch des Hauses zu legen, da ein? gegeuwartige Agitation über die Frage zu verhängnißvollen Folgen sühren inttfse. WkgßN den Antrag Lodge erhoben sich mehrere demokr Senatoren, oarun ter Bncon, Teller und Daniel. Lodge erklärt' sich, nm den Senator rcn lelegenheit zum Sprechen zu gcbcn. zu zeitweiliger Zurückziehung sei es Antrages bereit.

Senator Teller wandte sich gegen den

habe, daß kein Theater die Borschrifte befolge; der Mayor habe den Bericht an den Stadtrath und dieser eS an ein Eomitc verwiegn. Schiedsgerichts E o n s e rcn z. Washington, 12. Jan. Hier wurde heute eine Eonfcrcnz abgehalten, die eine Basis für einen Schiedsgerichts. Bertrag mit Großbritannien zu finden und die Ausdehnung der schiedgerichtlichen Idee in der ganzen Welt nn.zubahnen bestrebt ist.

bei einer derart wichtigen Frage seines Wissens noch niemals vorgekommen

wäre. i Senator Foraker besprach darauf, den Antrag, wobei er das stecht Amecicas betonte, jedem Konflikte auf dem JsthmuS, der den freien Perkehr zu; hindern drohe, vorzubeugen. In Anfing der Sitzung hatte der!

Senat einer Antrag von Senator'

i ,fllirbanks angenommen, der die Er! richtung eines Denkmals für den Prä-: sidenten Harrison südlich von dem' nenenl Post. Gebäude in Indianapolisermöglicht. Der Beschlußan ag Bl.conS enthält unter Anderem den Passus, daß der enat dem Präsidenten anräth, in güt lichem Uebereinkommen die Differenzen, die zwischen Eolombia und den Ber.. Staaten wegen der den Panama' Secessionisten geleisteten Beihülfe durch, Buudestrupvcn, herbeizuführen. Dafy Eolombia volle Bergütuug für dttv Berlust Panamas gemacht werde, in! soweit sich zeige, daß die Per. Staaten dafür verantwortlich sind. Die Frage dieser Berantwortlichkeit solle dem Haager Tribunal zur Entscheidung vorgelegt werden. Senator Foraker wollte wissen, wo. her die Resolution stamme und ob sie. die Beistimmung des dem. Eaucus habe.' Scn. Bacon erwiderte, daß Niemand, außer ihm und seinem Sekretär von der Resolution gewußt hätte. Senator Daniels wollte auf eine bezw. Frage ForakerS wissen, warum man nur immer über den Punkt im Pertrage von 1S46, den ricd.ichen B'rkehr über den JsthmuS zu schützn hört, aber niemals über den. der die Per. Staaten verpflichtet, die Souvcräuität Eolombia zn schützen. Senator Spanner erklärte, daß falls! wir Krieg mit Eolombia bekämen, cs' die Schuld gewisser Senatoren sei, die

Eolombia ermuthigten. Senator Teller erwiderte auf Spoo, ner'S Rede. Er sagte, daß, wenn unser Einschreiten in Panama, wie Spooncr behauptet, keine Kindliche Hand-, lung sei, unsere Haltung nur auf Eolombias Schwäche zurückzuführen fei. Falls Großbritannien oder Rußland an Eolombias Slelle gewesen wäre, so wäre ein Krieg unvermeiolich gewesen. Auf die Frage Platt's, ob er glaube, daß Eolombia Krieg mit den Br. Staaten beginnen würde, antwortete Bacon bejahend. Während der Debatte meinte Senator Hale, daß das Haager Schiedsgericht nur ein papierenes Tribunal und noch nicht vorbereitet sei, um wirkliche Fragen zu entscheiden.

Versuch, d- Angelegenheit in solch' Du Peruandluug fand, im S w summarischer Weese zu erledigen. waS-i Willard Hotel statt: Andrew Carnegie,

Er Senator Gral) von Delaware, Gen. Leutnant Nelson A. MileS, Präsident David Starr Jordan, Stanford Universität, Er'StaatS'Sckretär John W. F oster, James Eardinal Gibbons. Robert Trcat Payne von Boston und viele andere waren erschienen. Es wurden verschiedene Reden zu Gunsten eines nationalen SchiedSgerichtö geha.ten, darunter von ThoinaS Barclay. Ludlow und Gomvers. dem Präsidenten des Amer. Arbeiter-Ber-banoes. Gouverneur Durbin von In diana. Ein Antrag, der die Persammlung für permanent erklärt, wurde an genommen, ferner Beschlüsse, welche die Regierung auffordern, die Herbeiftthrung eines schiedSgerich; lichen Einvernehmen mit Großbritannien uiü anderen Mächten anzubahnen.

I o l o n, 12. Jan. $u? amerikanischen Marine-Autoritäten sind über zeugt, daß Eolombia einen Angriff auf Panama beabsichtigt. Osfiziellc Be richte bestätigen, daß Eolombia unter Generälen Uribc.Uribe, Ortiz nur Aushamento 4O(K Soldaten in Titu matc versammelt hat. Der IndianerHäuptling Jnanaqnitt ist von Eo. lombia ersiicht, s'ir den Transport der Trilppen über den Fluß bei Titumala die nttlhiqen Kahne zil stellen. Kundichafter melden, daß die birgöpkste derartig von colombanischrn Truppen besetzt sind, daß sie nnt eich. tigkeit jedem Versuch gegen ihre Skl lung vorzudringen, abschlagen können. Man crn'nrtct. baß die amer. Kriegs, schiffe heute lolon verlassen "lerden, um eine Demonstration von der San Blas Küste zu machen. Es steht ernst lich nach Krieg aus. G o u v e r u e u x verliest seine Botschaft. DeS M o i n e S , Ja.. VI. Jan. Dem Beispiele des früheren Gouver neurS L, M. Shaw folgeild, verlas beute Gouverneur l'ummingS feine Bot fchait in bei Generalversammlung selbst. T r e n t o n , N. I., 12. Jannar. Die Legislatur von New Jersey trat heute zusammen, worauf die Jahresbotfchaft vom Gouverneur Murphy zur Verlesung kam.

Edle Seelen. C h i c a g o, 12. Jan. Ein Trust zum Handel mit Menschenleben", wie der Sekretär des Gesundheitsamt flcy ausdrückte, wurde heute bekannt, alh das Departement Kunde erhielt, die ö einzigen Firmen deS Landes, welche AntiTorin herstellen, hätten sich der einigt und die Preise erhöht.

P. S. Heath beim Machen Prozeß. Washington, 12. Jan. In dem Post'Betrng.Prozcß gegen A. W. Machen und Genossen wurde heute die Juri) zusammengestellt. Die Plai doyerS für die Rrgierung eröffnete Diftrikts.Anwalt Beach. Es war heutc 'in zahlreiches Vubli kum erschienen; u GerichtSsaal besand sich auch der frühere HilfS-Generl. Postmeister Pecry S. Heath. ferner der erste HilfS General . Postmeister Wynne und verschiedene Congreß.Mit glieder.

Russische Versprechungen. Washington, 12. Jan. Nach einer Bekanntmachung des StaatsDepartements erschien gestc.n der rus silche Botschafter beim Staatssekretär und gab ihm die Zustcherung im Namen seiner Regierung, daß Rußland sich den Rechten jener Mächte, welche Vertrüge mit China bezüglich der Mandschurei abgeschlossen hätten, in keiner Weise iu den Weg stellen werde. General R e y e S. New V o r k , 12. Jan. Gene, ral Reycs ist auf der Durchreife nach ''lombia hier angelaugt. Ueber die Beamten in Washington, namentlich den Staatssekretär, drückte er sich sehr anerkennend aus. Er hat sich entschlossen, die Korrespondenz zwischen ihm

und Sekretär Hay nicht der Oeffentlich' keit zu übergeben. Eswirdsortgebudelt. S t. L o u i s , 12. Jan. ES hat sich herausgestellt, daß der jetzige Stadt, rath wieder ein Budelcombine hat, der für Eintreibung von Bestechungsgeldem forgt. Die Großgefchworencn ha den die Sache in Untersuchung. Chicago in Dunkelheit. Chicago, 12. Jan. Passa giere einlaufender Züge sahen sich heute plötzlich in mitternächtliche Dunkelheit gehüllt und der Uebergang ging völlig plötzlich vor sich. Der seltsame Zustand in der Stadt dauerte Über eine Stunde. Als Grund nimmt man ungewöhnliche athmosphärische Verhältnisse, durch Rauch erschwert, an.

Morischt i.i.ntlr.lchlcn. In, Mtertbum schreiben fast alle Dichter über ocn Bart. Gliin'.ende Worts findet Homer für den reichen Bart Nestor, de ÜtnUß PrlUMUS und Hektars. Homer erwähnt auch die weitverbreitete 2 ine, da,? man den Bart ciin'o andern berührt, wenn man von ihm eiie Gunst erbitten woll. Xie beste Quell für die altern Barttrach kni bieten übrigen Z die Münzen und ökedsikZen. Der Ueberliefernng nach fn!)!!' Altiviadcs die Ä!ode dcz AlsP rens ein. Vcnch Aleranocr der Große lief; sich, v: PZutarch erzählt, im Jahre v. Chr. vor der Schlacht den Vart r isircn un.' befahl seine Soldaten dav Weiche thun. Diese Sitte hielt nun an, tu unter Kaiser Justinian lange Bärte code wurden; Antistheneß dagegen und die Stoiker ließen den Bart wachsen, im Oegensatz zu den Pythagoräern. Tie omee dliebeii Jahre lang den, Barte treu. Tann nakntien sie r 't Giiechenland die Sitte des Mafircns an. Scipio Afrikanus war der erste, der stch alle Tage rofircn ließ. Man Pflegte von da ab vom 21. bis 41. Jahre sich rastreu in lassen, im spätern Alter aber den Bart lang zu tragen. Unter den römischen Kaisern war Hadrian der erste, der einen Bart trug. Im Jahre 312 führte Z'ionstantin der Große aui'S Reut den Gebrauch, sich zu rasiren, ein, und diese Ditie dauerte nunmehr bis etwa iXX). Plntarch erzählt von den Gothen und Franken, daß sie nur Schnurrbärte trugen, und von den Galliern, daß ste Schnurrbärte trugen, um ihren Feinden muthig zu erscheinen. In den Zeiten Karls des Großen wurde

der Schnurrbart avtvaris ms zu? Brust getragen. Spaier. und zwar bis zum 9. Jahrhundect pflegte man ihn horizontal zu tragen. Dann verschlvindet er gänzlich, um erst durch die Spanier der Mode zurückerobert zu werden. In keinem Lnde ist der Bart so geschätzt worden wie in Spanien. Unter Jean III. von Portugal gab Jean de Castro die eine Hälfte seines Schnurrbartes als .ösegeld hin. Seine Gegner waren dadl:rch so gerührt, daß sie ibm den Bart zurück und zuden noch büZ Geld gaben. Philipp V. war es. der in Spanien die Sitte des Nastrenc.einführte, n Frankreich trug mall seit Louis XIII. Schnurrbärte. Die Glanzzeit des Schnurrbartcs in Frankreich war die Zeit des Sonnenkönigs Louis XIV. In England hielt stch der Bart bis 106. Mit dem Einzug der Normannen fällt der Bart fort. Heute sind es die Engländer, die auf ein glatt rasirtes Gesicht das meiste geben; dem Schnurrbart wendet dagegen der Engländer keine Pflege zu. In Rußland führte Peter der Große eine Bartstcuer ein: 100 Rubel für die Reichen, eine Kopeke fir die Armen. Innerhalb der katyotifchen Kirche un terlag die Barttracht fortwährendem Wechsel. Leo III war der erste rastrte Papst. Einige Päpste verboten das Rasiren, andere ließen den Bart lang tragen. Ein ganzes Anekdotcnbuch könnte man schreiben, wenn man die seltsamen Geschichten über lange Bärte, wie die von Kaiser Barbarossa oder vom Turnvater Iahn, anführen wollte. Erwähnt sei die historisch verbürgte Thatsache, daß König Robert, der Widersacher Karls des Einfältigen, seine Soldaten, als sie fliehen wollten, dadurch zum Stehen brachte, daß er seinen fünf Fuß langen Bart aus den, Küraß zog. Erwähnt sei ferner, daß stch im Stuttgarter Museum das Gemälde einer Frau Barthel Grätje aus dem Jahre 1587 befindet, die einen langen Bart trägt. Und thatsächlich gibt es besonders im Süden Frankreichs viele Frauen mit starkem Bartwuchs. Aber es bleibt wohl dabei, daß der Bart eine Ziude des Mannes ist.

A'iimaschttuittsttitigett. Tas slMcchtr Wetter und seine muthmaßljchr,, Ursache. tO i tmirrctti&crititacit in rgelinakUntt P,rio bei 'Ji,,KtUMi(itu mm turtiff)tiitttr w ftsttiir Zxübt 'Uiitrirfttcii Ter (fiiiftufj r Sonne ?vueslek und Tonnen jtürine. lem Berner etcorologen Brückner ist es gelungen, ai's Beobachtungen festzustellen, las; das Wetter in rege! mäßigen Perioden von 34 bis Iah. rcn feintn Eyaratter über die ganze Erde hin merklich ändert. B.uner wies diese Schivatilungen Kwohl in den Tnrcht'chttlttstcmpcratnren der Jahre, wie namentlich noch deutlicher in den Niederschlagsmenge nach. In Bezug auf die lchieren gab die Natur scl'sj ein vorzügliches Äiittel an l;e Hand, nm diese Berhältnissc für große Gebiete gleich in den verschiedenen Jahren mneinander zu vergleichen, nämlich in der durchschnittlichen Höh? der Seen, namentlich der aussiuhlosea. In diese führen di.' Flüsse ans einem weiten Gebiete der Umgebung die Wie der schlüge, und nicht nur durch den bedeutenderen Zufluß lei anhaltend schlechtem Werter erhöht sich da Niveau, sondern auch wegen der ge ringeren Berdilnstnug, die !."i dem mangelnden Sonmnschein stattfindet. So lassen sich zum Beispiel beim Kaspi see die Jahre besonders niedrig?? Wasserstände i,i .- 1 7l) znrüävcrsolgen. 2 t zeigen dabei die oben erwähnte Period?. Den letzten minimalen Wasserstand hatte jener See M 865, den höchsten 1880. Tie Untersuchung der Stegen mengen nnd der Dnichschnittstemperaturen gaben ganz ähnliche Epochen, so daß erwiesen ist, daß über die gaiue Erde hin in dcr eit von lMZ bis 1 865 besondere Trockenheit, dagegen von bis issr, besonderer RegenttichthuM herrschte. Eil zeigt sich also, daß n'ir seit 1M9 die letzte Periode vorherrschend guten Weitere abermals überschritten haben und uns einer genpericde nähern, die zwischen 1909 und zrst ihren Höhepunkt erreichen soll. 7 k Ursache dieser Vtlimaschtoantun gen, die crniescncrmaßen über die ganze Erde hin die gleichen sind, müsse kosmischer Natur sein, und wir tonnen uns deshalb, wenn wir eine Erklärung dafir suchen wollen, von vornherein nur an die Sonne wenden, die ja die letzte Ursache aller meteorologisäen ErkcheinungkN ist. Da zeigt es sich null, daß die Jahre größester Trockenheit, also auch der größten Ruhe unserer Atmosphäre, mit Minimen der Jlectentläki,'.kcit aus der Sonne zusammen fallen, die Jahre aber, in denen auch die irdische Lufthülle am meisten von den Regen bringenden Wirbelstürmen durchivühlt wird, die Sonne am mn sten I lecken besitzt. Diese Flecken sind in jeder Hinsicht mit den irdischen Wirbelstürmen veraleichvar. nur daß sie unvorstellbar geivaltiger sind und in einer Atmosphäre vor sich gehen, die rni; glühenden H?etalldämpfcn erfüll: ist. Ueber einen Raum von nahezu 133,000,000 Meilen hin üben also diese Sonnenstürme ihre Wirkung aus und bestimmen bei un den Witternngs Charakter. Ja, sogar jeder einzelne die ser Sonnenstürme greift störend in den Gleichgewichtszustand irdischer Zraftäußerungen ein. Es ist längst bekannt.

daß die Magnetnadel sehr haupg besonders unruhig zu zucken beginnt, wenn auf der scheinbaren Sonncnscheibe ein besonders großer ZZlect, das heißt, daS Centrum eines solchen Sonnenstur.ns, gerade der Erde gegenübersteht. Auch ganz im Allgemeinen haben di? Bewegungen der Magnetnadel dieselbe Periode wie die der Sonncnflecle. Und noch eine merkwürdige Beziehung ist aufgedeckt worden. Die Häufigkeit er Gewitter zeigt eine ganz kurze Periode von nur 2l Tagen, und gerade so lange gebraucht die Sonne, um ihren Rieseneib einmal umzuwälzen. Immer nach 26 Tagen ist dieselbe Seite dcr Sonnenkugel uns zugewendet. Jene Sonnengewitter, die wir aus jener ungeheu rcn Entfernung noch so deutlich als wirbelnde Flecken in r leuchtenden Sonnenluft wahrnebrne.i. halten sich nun oft bis zu mehreren Monaten in derselben Gegend der Sonnenobersläche auf und zeige,! dadurch, daß solche Gleichgewichtsstörungen dort fast immer längere Zeit lokalisirt bleiben. Nun muß sich natürlich ihre Wirkuna auf uns am kräftigsten zeigcn. wenn jene Gegenden der Sonne uns am nächsien sind, lvas nach jeder Scnnenrotation, das heißt, nach 26 Tagen, sich wiederholt. Kohlen in Teutsch 5üdw-stafrika. Nachdem in Folge des Aufstandes der Bondelzwaart aus Deutsch Südlvestafrika so manche betrübende Kunde das Mutterland erreicht hat. ist nunmehr von dort auch eine erfreuliche Nachricht gekommen. Anläßlich der Tagung der Deutschen Kolonial-Äe-sellschaft" wurde bekannt gegeben, daß Oberst Leutwein. der Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika. die Meldung von der Auffindung bedeutender Kohlenfundc bestätigt hat. Der Or: des Fundes ist Gibeon, die Bezirkshaupt. Mannschaft am Großen Fi bluffe, dem einzigen Flusse der Kolonie, der die Trockenzeit überdauert. Diese Kohlenfundc darften für die Zukunft Deutsch-Süwestafrikas, welche bisher in recht trübem Licht erschien, von Wichtigkeit sein.

Aerzte.

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