Indiana Tribüne, Volume 27, Number 118, Indianapolis, Marion County, 9 January 1904 — Page 6

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Jndiana Tribüite, S. Januar 1904

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proornj jbimnovev Hannover. Die Firma Bahr

& Uramer, Eifengroßhandlung. Nikolaistraße 1!) und Äinnhorsterweg 20, Inhaber .Kaufmann August Bahr, konnte auf ein jähriges Bestehen zurückblicten. Tas Adjatzgebi?t der re-! nouimirten Firma erstreckt sich über ganz Deutschland und darüber hinaus. Maurerpolier Adolf Dietrich stürzte

von der zweiten (5tage eines Neu baues am Aegidiendannn herab und erlitt schwere Verletzungen. Er wurde besinnungslos in das städtische KranInhalts überführt. Dem Fuhrherrn AngUp BatZermann jr. Hierselbst wur de die (venehiuigung zur Anlegung der ihin vom Fürsten Georg zu (schaumdurg - Lippe verliehenen fi!bernen Verdienstmedaille ertheilt. Von 'rStraßenbahn überfahren loiude auf der Hildesheiincrstrafze die etwa LOjährig unverehelichte Vmilit Pabst aul Döhren. Sie kam beim Abspringen zu Falle und geriete) mit einem Fiift unter die Raver des Anhängetvagcns. Der Fuß wurde arg verletzt und die Unglücklich mußte sofort dem Henriettenstift eingeliefert werden. Die goldene Hochicitsfeier begingen die am Zilagcsinarkt 14 wohnenden Elvleute Prioatier Ernst Kmbbe sen. und Frau Elisabeth, geb. Schröder. Auf ein arbeitsreiches Leben zurück blickend, erfreuen sich dieselben e ner aufzerordentliä'en Rüstigkeit und Fri fche. g e l l e. In dem hiesigen 2&$iU hause verbüßte seit April d. I. der Knecht Quast aus Dortmund eine ihm tuer kannte mehrianriae .ucktbaus

strafe tvegen Straßenraubes wies

man seit SUirm lveiß. unschuldig. Er wurde entlassen, nachdem sein Haupt' belastungszeuge tvegen Meineids zu 8 Jahren Zuchthaus verurtheilt war. Den eigentlichen Thäter hat man noch nicht fassen können, D i t t e r k c. (Goldene Hochzer fei erteil die Eheleute Häusling August Michel und Frau. geb. MertenS. Xer Jubilar war lange Jahre Gemeinde dien iin Dorfe Dem Jubelpaare wurde die Eht ; Jubiläumsmedaille verliehen. E I p l i n g e r o d e. Seit dem 3. Mai d. I. ist der Sciniffiänolnr Lnst aus Hollenbach bei Mühlhausen, ge bürtig aus Wilbich (Kreis Heiligen stadt). der auf dem llntereichsfelde eine größere Anzahl Schafe aufgetauft hatte und 6000 Mark Oield, sowie seinen Schäferhund mit sich führte. puu los verschwunden. Der des Mordes verdächtige hiesige Schäfer Borchert, bei dem Bust zuletzt eingekehrt war, lvuroe verhaftet, niachte im (Gefängnis; einen Selbstmordversuch, der aber noch rechtzeitig vereitelt lvurde. G ö t t i n g e n. Der seit 7 Jahren hier im Ruhestände lebende Pfarrer Müller, jetzt 87 Jahre alt. beging sein öOjöhrtgcJ Priester Jubiläum. Der ehrwürdige Herr hat als katholisch?: Geistlicher in unserer Provinz in Nord und Süd gewirkt, so in Gronau, Llineburg. Harburg. Rudershausen; zuletzt war er 30 Jahre in Bilderlahe. Linden. Ertrunken ist in der Jhme an der Stelle der Schröder'schen Badeanstalt der 1t jährige Slnabe Hermann Drerhagen. Lonradstratze 2 wohnhaft. M a r i e n h a g e n. Der hiesige langjährige und tvohloerdiente düster, Lehrer und Organist. A. Stucke, feierte sein 5 jähriges Dienstjubiläum. Kirche, schule und Gemeinde und vor allem seine ehemaligen Schüler hatten sich vereinigt, um den schönen Obren tag ihres Lehrers in würdiger Weise zu feiern. VI i t n b u x g. Die hiesig? Baugewerkschule feierte die Jubelfeier ihres 5.0jährigen Bestehens. Die jcchl der jenigen Balltcchniker, die sich in den 60 Jahren des Bestehens der Anstalt der Abgangsprüfung unterzogen haben, beträgt 1868, die Gcfammtschülerzahl etwa 3700. die Äesammtbesuchsziffer aber etioa 10,900. S ch u l e n b u r g. Der auf der

Domäne Talenbera beschäftigte Stellinacher Eduard Kirchhofs wollte eine D.idifel bebauen, tvobei ihm die Art abglitt und gegen den Fuß flog. Die qrofze Zehe wurde in zwei Theile gespalte, Werden. Der wegen fahrlässiger Todtung zu drei Monaten Gefängnis vernrtheilte evangelischePastor Haspe! math aus .Nirchbroitzen wurde bcgnadigt. .Haspelmath hatte bei einem nächtlichen Einbruch, der iin Pfarr Hause verübt worden war, durch einei Schuft aus dem Fenster eine Person getödtet. Mrpvinz Westfaken. Münster. ine grauenhcste Aiordthat wurde auf einem Felde nahe t er Stadi verüat. Die Köttersfra'.' Völkerniann fand in der Nähe des Gu tes Mauritzheide. etwa 1000 Meter abseits vom Wege an einen DüngerHaufen gelehnt, die schrecklich zugerich tete Leiche eines Mannes. Nach den in der Nähe umhergestreuten Papieren ist es der Arbeiter und Unteroffizier der Reserve Wilhelm Tebbe aus G'vcn. Neben dem Erschlagenen, dessen Klei der ebenfalls umherlagen, fand man eine dreizackige Dünghacke; das abgebrochene Ende des Stiels lag abseits. Dieser Hacke hat sich der Thäter anscheinend bedient und seinem Opfer mit derselben besonders am Kopfe schwere Wunden geschlagen. Der Todte

war nur noch mit Hemd und Hose be- j

kleidet und hielt letztere noch krampfhast in den Händen. V o ch u m. Der kürzlich vom hiesig'en Schwurgericht wegen Körperrerletzung mit tödtlichem Ausgange zu 9 Jahren Zuchthaus verurtheilte Handlanger Sachs erhängte sich mit seinen Hosenträgern imUntersuchungsgefängms',. Dortmund. Kaufmann Anton Hilf hat sich in seiner Wohnung er schössen. Der Selbstmörder war seit Jahren Inhaber der bekannten Getrei defirma Schlüter & i5o. hier am Platze. Hilf war 4 Jahre alt; er war unverheirathet und allgemein beliebt. Was ihn in den Tod getrieben hat, ist nicht bekannt. zHalver. Die Kinder des Land' wirths Holthaus hatten sich beim Huten der Kühe ein Feuer auf dem Felde gemacht. ins der Kinder, ein Knabe von dreiJahren. kam dem Feuer zu nahe, wodurch dessen Kleider in Brand geriethen. Obwohl der herbeigceilte Vater die Flammen bald ersticken konnte, so hatte der bedauernswerthe Knabe doch schon derartige Ärandwunden erlitten, das; er starb. K a st r o p. Hier entwickelte sich unte.r den Arbeitern der FirmaCollin auf der Zeche ..Zollern" eine wüste Schlägerei. Im Verlaufe derselben wurde ddr Italiener Anton Klenitza dermaßen geschlagen, daft er einen Schädelbruch und außerdem Brustquetschungen erlitt, an dcren Folgen er im tatkolischen Krankenhause verstarb. 'Siegen. Die hiesige Bergschule beging die Feier ihres .''jährigen Beneben, zu welcher fast ,':(K) ehemalige Schüler gekommen waren. V r e d e n. Der Blitz schlug bei einem hier niedergegangenen Gewitter in das Haus des Pächters Bohnen krimp. Das Gebäude brannte bis auf d?n Grund nieder. Das Vieh konnte gerettet werden. 7!ll'tnpvl,'i,l,z. K ö l n. Fritz Honig, einer der angesehensten hiesigen Blirger. der noch reinlich seinen 7. Gebnrtstag feierte, ist qcstorben. Hönigß Name hatte weit j?iber das Weichbild Kölns hinaus, selbst iin Auslande, einen gntenKlang. Er betleidcte lange Jahre hindurch im Dienste des Gemeinwesens hohe (5hrenämter. Der ehemalige Stadt öerordnete Bauer. Vorsitzender des Rheinisch - Westfälischen Thonröhren Syndikats, wurde' wegen fortgesetzter

Unterschlagung lind Verleitung zum '.'t'eineid zu is Monaten Zuchthaus

bcrurthcilt. Bauer sollte kurz darauf

wegen einer gegen ihn noch schweben ien Sache deiii llntersuchungsrichter vorgeführt iveroen. Bauei bat den lm begleitenden Schutzmann Schnitz ler. mit ihm nach feiner Wohniing ,in fahren, um dort reine Wäsche anzuzte he. Der Beamte liest sich dazu vcrleiten und Bauer benutzte diese Öieleenycik. um zu furchten. BN Schutzmann lvuroe weHtN Verdachts der Fluchtbegiiiistignng verhaftet. A a ch e n. Cin seit einem halben Jahre verheirathcter. von seiner Fra getrennt lcoender Arbeiter Kessel stiest seine Frau aus der St rast? mit einem Messer nieder und stellte sich selbst der Polizei. Die Frau war sofort todt. ( ist dies hier die vierte Blutthat innerhalb eines Jahres. B a r m t n. Anstrcichergefelle Oskar Kammann stürzte an dein Hause Höfen strafte 7 aus der Höhe des Stockwerke auf die Strafte. erlitt derartige Verletzungen, da st er. nach dem er in'z Krankenhaus transportirt war. knrz darrnif starb. Düsseldorf. Im benachbar tkt. Vürrig steckte die unverehelichte Gertrud Feste ihr neugeborenes leben des Kind in den Kamin lind liest es elend verbrennen. Die eigene Mutler brachte die Kindesmörderin zur kA geige, worauf deren Verhaftung erfolgte. An den Folgen des Alters verschied im 92. Lebensjahre der Senior der rheinischen Schulmänner, Gymnapaldirektor a. D. Geheimrath Dr. Kiesel. Mroninz Messen Mffu Kassel. Der ehemalige Direktor der Aktiengesellschaft für Trebertrock. 'nung. Adolf Schmidt, welcher vom Schivurqericht tvegen betrügerischen Bankerotte und Betrugs n einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurtheilt worden ist. bat ein Gnadcnacsuch einaercicht. dahingehend, dafo ihm die zuerkannte Zuchthausstrafe in Gefängnisstrafe umgewandelt werden möge. Dieses

(Gnadengesuch i st jedoch nunmehr ab schlägig beschieden toorden. Der ehemalige Treberdirektor wurde daher zur Berbüstung seiner Strafe in das hiesige Zuchthaus überführt. Musketier Ackermann vom Infanterie Re giment s)lo. 82 in Göttingen liest sich bei Niedcrvellmar von einem leisenbahnzug überfahren. Der Kopf und ein Arm wurden ihm vom Rumpfe getrennt. Wie es heistt. hatte er Strafe wegen ttrlaubsüberschreitung zu erwarten und soll aus Furcht vor der Strafe zum Selbstmord veranlaßt worden sein. B a t t e n b e r g. Beim Holzschleifen verunglückte der 14jährige Sohn des Fuhrmannes Bergmoser aus Allendorf. Derselbe rollte mit einem Baumstamm den Abhang eines Berges hinab. Während dessen kam ein anderer herabgesaust, ging über den Knaben hin und tödtete ihn sofort. Frankfurt. Nach kurzem Leiden ist im Alter von fast 83 Jahren

Pfarrer Basse hier gestorben. Im Thorbogen des Hauses Bilbelergasse 27 versuchte der 23jährige Kellner Bode aus Homburg a. d. H. seine im ersten Stock des gcilannten Hauses wohnende 19jähri'ge Braut Tilli Steinhauer nach vorausgegangenem Wortwechsel mit einem Revolver zu erschießen. Sodann richtet er die Waffe gegen sich selbst und brachte sich eine gefährliche Verletzung am Kopfe bei. Bode verstarb im HeiliggeistHospital an den erlittenen Verletzungen. ohne nochmals das Bewußtsein erlangt zu haben. Seine Braut wird voraussichtlich am Leben bleiben. H o f g e i s ni a r. Die Feier feines 2.',jährigenDiensljubiläums beging der Lehrer Dänner. K a r l S h a f e n. Auf dem hiessgen Bahnhofe (rechtes Ufer) wurde der Hilfsbremfer Lücke aus Ottbergen beim Rangiren eingeklemmt und sofort getödtet. Das Unglück war dadur h entstanden, daß ein Wagen über das vorgeschriebene 'Merkzeichen überstand.

Bvm Auelanve.

(5 in seltsames B e r b r echen wurde in Bed?r.dorf in derRhcinProvinz versucht. Dort bohrten Viw breche? Nachts die Thir zum Schlafzimmer des Fabrikbesitzers (5ohen an, steckten durch die Oeffnung Schwefelfäden hinein und zündeten sie an. icchen erwachte aber, da er ein G?räilfch vernahm. Er erblickte das glimmende Feiler. Da er die chwefeldämpfe bemerkte, öffnete er zu seinem Glück rasch das Fenster und entging so dem ihm wohl zugedachten (5rstickungs!ode. Vrm den Urhebern deß Verbrechens fehlt jegliche Spilr. (5 i n D e n k m a ! zur (? n n e r u n g an den französischen Philosophen und Schriftsteller Hippolyte Taine soll auf Anregung einiger Landsleute in seinem Geburtsort Vouziers tArdennes) errichtet werden. Das Denkmal, das ein Werk des aus Vivet stammenden Malers und Bildhauers Stanivlas Martougen ist. hat eine Höhe von 1; ust und besteht aus einer Stele auö rosa Granit mit einer Bronzebüste. Am Filße des Denkmals stützt sich die Statue der Philosophie in nachdcntlichrr Hallung auf Bücher, die die Hauptwerke Taineß darstellen. A m H a l l o iv e e n - Abend verbrannte sich in peoria, Jll., das ü Jahre alte öchtcrchen des Herrn Ailiier, Superintendent einer dortigen Versicherung Gesellschaft, während es an einem Feuer spielte, und zog sich schlimme Wunden an der Brust, den Schil'.tern und am Kinn zu. Mehrn Tage lag das kleine Knd zwischen Leben und Tod, biZ die Aerzte es als gerettet betrachten tonnten. Es war jedoch nothwendig, die verbrannte Haut durch neue zii ersetzen, und sogleich erbot sich der later. die seinige fiir sein 'A'inb zu opfern. Die Operation ist im

St. Francis Hospital vollzogen wor dcn und zwar höchst erfolgreich. Die erforderliche Haut wurde von dem rechten Bein des Herrn Aimer gelöst. Eine a n ß e r g e wohnlich stürmische Ueberfahrt hatte der dcr Hamburger Gesellschaft gehörigeDampfer ..Belgravia". der am . December von Hamburg abging und am 21. December anlangte. Am schlimmsten war das Unwetter am 1.8. December. Viele Passagiere erlitten an diesem Tage leichte Verletzungen. Ferdinand Hoppler von ianhattan, ein 5iajütenPassagier, wurde so heftig gegen eine Wand seiner Kajüte geschleudert, daß ihm eine Rippe gebrochen lvurde. Die 12jährige Grete lrabholz, die im Zwischendeck herüberkam, wurde zu Boden geworfen nnd erlitt einen Bruch des Schlüsselbeins. Ein neues Gesicht hat ein Mar-.ii Namens Louis Kaiser in Brootlyn als Weihnachtsgeschenk erhalten. Im Sommer wurde Kaiser, der ein Maler ist. bei der Explosion einer 5lanne Gasolin so schwer ver brannt. daß die Aerzte wenig Hoffnung für seine Wiederherstellung hatten. Er wurde im Kings Eounty Hospital in Behandlnng genommen

und es wurden ihm nach und nach 400 Stückchen Haut, die mehrere seiner Freunde hergaben, um sein Leben zu retten, aufgelegt. Diese sind gut angewachsen, so daß Kaiser jetzt ein ganz neues Gc ficht hat. das gegen sein früheres übrigens gar nicht so übel abstechen soll. (?in Vorzug. Bei der vor lurzem geadelten Familie Frcudenstein soll heilte große Gesellschaft stattfinden. Beim Auflegen des Tafeltuchcs entdeckt die Hausfrau, daß direkt ne den dem Monogramm R. v. F." ein Loch ist. Schon will sie ein anderes Tuch holen, doch der Gatte hält sie davon ab: ..Laß sein Rosa, da können die Leit denken, wer sinn vom alten Adel." Aus der Schule. Lehrer: Wir haben also nun gesehen, daß das Wasser neben seinen vielen guten nnd nützlichen Eigenschaften auch zum verheerenden Element werden kann. Kanu mir nun einer von euch noch ein so!ches nennen?" Der kleine Fritz: Das Automobil!" Rachsüchtig. Bekannter: Ich sehe ja zu meinem Erstaunen, daß die kleine Ellen in Ihrer Familie verkehrt!" Junger Ehemann: Ja. die niederträchtige Person scheint es nicht überwinden zu können, daß ich sie nicht geheirathet habe; jetzt bringt sie meiner Frau jeden Tag ein paar Kochre-evte!"

Der Zahl der in Berlin praktizirenden Aerztinnen hat sich eine Dame angeschlossen, die sich rühmen kann, den Burentrieg in Erfüllung ihres Berufes mitgemacht zu haben. Frau Dr. med. Elara Weiß, die beim Ausbruch dieses Krieges in Johannesburg prattizirte. stellte ihre Dienste sofort der Burenregierung zur Vcrfügung. Zur dirigircnden Aerztin beim Feldhospital Malopo vor Mafeting ernannt, ging sie in das Lager des bekannten Generals Eronje, dessen Feldherrnlaufbahn später bei Paardetraal

)o iah endete. Unter General Sny- !

man arbeitete Frau Dr. med. Weiß dann bis zuin Hereinbrechen des allgemeinen Unglücks, bei dem sich mit allem andern auch ihr Hospital auflöste. Sie kam so nach Pretoria und hat da alle Phasen der englischen Occupation durchlebt; als dann der Friede geschlossen war. hielt es sie in Südafrika nicht länger. So hat sie sich denn entschlossen, sich in Berlin niederzulassen. E i n nicht alltägliches ereignete sich vor einer Breslauer Schöffengerichtsabtheilung. Der Angeklagte gericth mit dem Vorsitzenden Amtsrichter in Zwist. Im Berlaufe der Verhandlung nannte der Richter den Angeklagten einen frechen Lümmel". Der Angeklagte erwiderte: Wenn Sie nicht der Vorsitzende wären. so würde ich Ihnen eine herunterhauen." Diese Aeußerung veranlaßte den Staatsanwalt, eine Haftstrafe von drei Tagen wegen Ungebühr in Antrag zu bringen. Der Richter verkündete darauf, daß der Angeklagte zu dieser Strafe verurtheilt werde. Der Angeklagte aber, der nicht auf dcnKopf gefallen war, erklärte, daß der Richter allein eine solche Strafe nicht verhängen könnte, es müßten erst die Schöffen gefragt werden. Der Richter zog sich nun mit den Schöffen in das Berathungszimmer zurück. Die Berathung dauerte längere Zeit. Schließlich mußte der Vorsitzende dem Angeklagten bekannt geben, daß das Schöffengericht in seiner Mehrheit" eine Ungebühr nicht angenommen habe, und daß deshalb die Haftstrafe nicht ausgespro chen werden könne. I m W a l d g e b i r g e Jeizqui bet in Spanien, dessen Fuß. nahe der französischen Grenze, von den grünen Fluthen des kantabrifchen c'ccres be spült wird, wurde von Grenzwächtcrn ein dürftig mit Thierfellen bekleideter und mit einer Steinart bewaffneter Mann abgefaßt, dessen wildes Aussehen noch durch einen dichten, verwahrloften Bart und lang herabhängendes Haupthaar erhöht wurde. Er hatte sich beim Herannahen der Wächter in eine Hohle geflüchtet, wo er nach schwachem Widerstand festgenommen wnrde. Die Beamten brachten das seltsame Wesen nach Fuenterrabie nnd dort erregte sein Erscheinen großes Aufsehen. Von den Behörden befragt, erklärte der Troglodyt. er heiße Pru dencio San Sebastian, sei 28 Jahre alt und früher im Findelhause von San Sebastian qewesen. Er habe längere Zeit als Knecht in verschiede nen Dörfern des Baskenlandes ge dient, vor etwa 1 Jahren aber keine Arbeit finden können, und im größten Elend fei er in dcn Wald geflohen, wo er sich von Eiern Waldfrüchten und am Meeresstrand aufgelesenen Mu schcln ernährte. Er habe auch verirr ten Schafen und grasenden Rehen auf gelauert und sie mit seiner Steinaxt erschlagen. Da er kein Feuer hatte, aß er das Fleisch der erlegten Thiere roh. Seine Wohnung hatte er in der Höhle aufgeschlagen, in der feine Gefangen nähme erfolgte, und deren einzige Ausstattung in einem Mooslager bestand. Des armen Burschen nahmen sich nun mildthätige Leute an. EineeigenartigeJeier wurde dieser Tage auf dem Uebungs platz der aeronautischen Anstalt zu Wien veranstaltet. Erzherzog Leopolo Salvator. der bekannte französische Lustschiffer Graf de la Vaulx und mehrere andere Herren begaben sich in eine der Hatten, in welcher der nunmehr pensionirte" Ballon Meteor I." zu sehen war, die altersgraueHülle mit den vielen Flicken ehrenvolle Narben einer wechselvollen Laufbahn prall aufgebläht, als sollte er sich nochmals in die Lüfte erheben. Die Füllöffnung lvurde so weit wie möglich aufgemachi, und sämmtlichcHerren krochen durch das Loch in den Ballon,

der nur mit Lnst aufgeblasen war und in feinern Innern eine reich gedeckte Frühstückstafel barg. Hauptmann Kallab von der österreichischen Luftschifferabtheilung schilderte in einer Ansprache die Geschichte des Meteor I.", der im Verlauf seiner neunzig Auffahrten mehr als 30,000 Kilometer zurückgelegt hat. und bat dann dcn EnnM.. den Ballon zum letzten Mal zur letzten glatten Landung aufzureißen". Der Erzherzog erwiderte mit dankenden Worten, indem er des Ballonveteranen gleichfalls pietätvoll gedachte, der mit seinen Auffahrten in hohem Maße der Wissenschaft gedient habe; schließlich zog er die mit Blumen geschmückte Reibleine, worauf die 5mlle des Ballons rechts und links zu Boden fiel. Als das Frühstück zu Ende war, begaben sich die Gäste in eine anstoßende Halle, in welcher ein neuer Ballon bereitstand. Mit diesem, Meteor !!.", stiegen dann der Erzherzog und Graf de la Vaulx zu einer Freifahrt auf.

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.00 irn i r i c o i a n o. irr 80jährige Wm. Becker, ein Insasse de Odd Fe'loioS-Heim in Unionport. N. I.. pflegte täglich Spaziergänge in der Umgebung des Heims zu machen. Bei einem solchen gerieth er in der Nähe eines Ereets in Triebsand und versant aLmälig bis an di? Hüf.en. Bei Eintritt dcr Fluth ertrank er. Konduitenliste für reiche Frauen. In Milwaukee haben die Dienstmädchen eine große Anzahl reicher Frauen auf die schwarte Liste gefetzt, so daß die letzteren keine Hilfe bekommen können. Die Küchenfeen haben eine Art Auskunftsbureau, das vor Herrschaften warnt, bei denen die Mädchen nicht gut behandelt wer den. Gestohlene Stinkthiere. Als William Badde in Mankato, Minn.. ein Haus fortschaffte, entdeckte er auf dem Platze, auf dem das Haus gestanden halte, elf ausgewachsene Stinttbierc. die er iödte.e. Als er sich dann die Bälge holen wollte, auf denen eine Prämie von $10 das Stück steht, entdeckte er. daß ihm Jemand die Tbiere gestohlen hatte. V o n W e i ß k a p p c n umgebracht. In Lincoln Eounty. La., ist bei seinem Hause der farbige Farmer Hittson von Weißtappen ermordet worden, nachdem man ihn wiederholt vergeblich aufgefordert, das County zu verladen, und vor einiger Zeit sein Haus nächtlicher Weile beschössen hatte. Es war dies der zweite Mord ähnlicher Art. welcher in der Gegend verübt worden ist. Tochter der Revolution. Eine wirkliche Tochter der Revolution ist in New )or! in der Person der 87 Jabre alten Frau Luanda Valentin gestorben, deren Vater Jabez Rockwell im Jahre 1701 geboren wzirde und. nachdem er als ljähriger Jüngling sich der redolution'iren Armee angeschlössen batte. fünf Jahre unter Washington diente. Es ist noch eine Schwester der Verstorbenen, die 9S Jabre alte Frau Eatbarine Boioden, am Leben. Schreckliche Folge einer S ch u 1 b u b e n r o h h e i t. VI U der Fuhrmann Engelharot in Detroit. Mich., neuiich auf der Straße dahinfuhr, bewarb eine Bande Jttiigen. die eben aus der Schul? getommcn lvar. ihn nnd fein Gei'vann mit 2 innen. Die Pferde wurden scheu und machten einen Seilensprung. Engelhard! wurde von seinem Kiil schersitz und inner die Räder geschleudert, welche ihn zer malmien; er starb, noch ehe der herbeigerufene Arzi erschien, auf der Strafe. Hochherzige W c i h n a ch t sgäbe. Als Weihnachtsmbe für die Armee der Angestellten dcr Earneg.c 2tecl Eompany in PiUsburg. Pa.. ha! Andrew Eariiegie ein Kapital von $4,000,000 ausgesetzt, dessen Zinsen für die Unterstützung solcher Arbeiter in den Earnegie Werken, die bei der Ar bcit verletzt werden, und der Hinterlassenen von Arbeitern, die bei der Ar beit umgckvmmen, verwendet werden sollen. Verheirathete Männer erhalten, wenn sie verletzt werden. $1 per Tag. unverheiratete 75 Eents. Kinder unter 10 Jahren 10 Eents per Tag. Wird ein Arbeiter bei der Arbeit getödtet. so erhält die Familie 00; ist der Ver unalücltc unter UZ Jahren, so bekommt die Familie $100. G e ä n g st i g t e r Gouverneur. Elahton S. Dceter. ein aus der Jrrenabthcilung der Sodatenher math zu Grand Irland, tfebr, entsprungener Wahnsinniger, drang, mit cinen: Papicrmcst'er bewaffnet, in Lincoln in das Privat-Bureau des Gouverneure Mickey von Nebraska ein. Er schwang das Messer und erklärte. Bun-deS-Senator Dietrich, welcher wegen cngeblichcr Annahiiie von Bestechungen unter Anklage steht, sei unschuldig. Der Gouverneur, welcher sein Leben gefährdet sah. fagte zu Allem ja. und bemühte sich, den Wüthenden zu bt schwichtigen. Es gelang ihm auch, denselben im Zaume zu halten, bis Angestellte des Kapitols erschienen und dcn Eindringling entwaffneten und abführen. Student als Dieb. Schon seit längerer Zeit vermißten Studenten oer Brown-Univerntät zu Providence. R. I.. Geld und Werthsachen, welche enlf unerklärliche Weise verschwanden. Schließlich fiel der Verdacht, die Geaenitände gestohlen zu haben, auf den Studenten Ralph Bancroft. Man legtihn, verschievene Schlingen, doch dcr Erfolg blieb aus. Endlich hatte einer der Studenten eine Idee. Jemand ..vergaß" in einem Zimmer seine Geld' lasche, und Bancroft lvurde mit derselben allein kiclüssem Vorher hatte man die Geldtasche, die eine gezeichnete Banknoce enthielt, mit einem tlektrischen Draht in solcher Weise in Verbindung gebracht, daß die Berührung ein Signal zur Folge haben mußte. Dieses ertönte, und der Dieb war gefangen. l?r gestand, daß seine Verluste im Pokkrspiel ihn zum Diebe machten. Ralph brummt nun. Aus der Sct,ule. Lehrer: ..Wir haben also nun gesehen, daß das Wasser neben seinen vielen guten und nützlichen Eigenschaften auch zum verheerenden Element werden kann. Kann mir nun cimr von Euch noch ein solches nennen?" Der kleine Fritz: Das Au-tomobil!"