Indiana Tribüne, Volume 27, Number 118, Indianapolis, Marion County, 9 January 1904 — Page 5

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Ludiana Tribüne, 9. Januar luci.

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Zum Schutze der Bürgerschaft

Wird die Inspektion aller großen Gebäude u. s. w. fortgesetzt.

Im Grand Opera House werden heute die vom Bau-Jnspector, wie neu lich berichtet, angeordneten Vorkehrungen zur Besserung des Gebäudes für den Sall eines Brandes oder einer Pa nik vollendet und das Theater wird nicht geschlossen werden. Die Meridian Str. . Methodisten Kirche, welche Jnspector Stanley gestern inspicirte. gewährt nach seiner Angade alle nur wünschensmekthen Schupvor richtungen :c. Bezüglich des Shiel.Flatgebäudes an Jndiana Avr. und Illinois Str. hat der Inspektor angeordnet, dan der bis lang verschlossen gehaltene JndianaAvenue AuSgagg derart arrangirt werde, bnfc derselbe im Falle der Ge fahr von innen mit Leichtigkeit geöffnet werden kann. Die Inspektion der öffentlichen Ber sammlunLocale. Kirchen. Flatge bände :c. wird von Jnspector Stanley und (5hef (5ootS lvährend der nächsten Woche sortgesept werden.

Gast-Tag im Mannerchor-amenvercin.

Imiic scyr genuf'.reiche und schöne Nachmtt taqÄ-Unterhaltunß, Einen sehr schonen und qennszrcichen Nachmittag verlebten gestern die Mit glieder des Männerchor'DamenvcreinS und ihre als Gäste zahlreich erschiene neu Freundinnen. In den mit Blatt pslaiiM und Blumen sinnig nnd reizend bccoYirteii DamenParlorS er. freute nämlich Frau Franz Bellinger. die liebenswürdige Gattin deS Män nerchorDirigenten. die Damen mit einem ausgezeichneten Bortrage Über den Grökten der Deutschen Lieder, lichter", den am 'M. Januar I7!7 in Lichtenthal bei Wien geborenen und am 10. N?vembcrlM in Wien ge storbenen echtdcutschett Lieder und Balladen Komponisten Franz Peter Schubert. Der interessante Bortrag der Frau Bellinger wurde durch prächtige Solls von Frau Phil. loefc. welche drei Per len von Schubert's (ompositiouen sang: ..Wiegenlied". ..Serenade" nnd Er! könig". in reizender Wkise lllustrirt. Fniu Frank I. Eoenhalter begleitete meisterhaft das erste und das letzte Solo, während Herr Hngh McGibeny in bekannte? vollendeter Weise das Violin Obllgato zu der Serenade" spielte. Sämmtliche Damen waren nilj'lcft und bedauerten, das; der köstliche Gc nuk leider auch ein Ende nehmen munte. Daran schloß sich ein sehr gemuthli cheS Kasfeetränzchen. während dessen die Damen Gelegenheit nahmen, Frau Bellinger und ihren Mitwirkenden sttr den bereiteten großen Genus, persönlich ihren Dank abzustatten.

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(in heiterer Abend.

Unser Deutschthum sollte nicht ver fehlen, in großer Anzahl die Possen 'Aufsilhrung Kyritz'Pyritz am Montag Abend zu besuchen. Eine solche Posse von solchen Kunst lern aufgeführt wurde noch n i e in Indianapolis gegeben und konnte nur durch eine solche Organisation, wie den TheaterBerein. zur Aussährung ge bracht werden. Die Unkosten sind riesig, aber trotz, dem sollte das Deutschthum dafür sor gen, daß ein Deficit unmöglich wird Die Losung und Feldgeschrei sollte am Montag ..ffyritz Pyritz" für unsere Deutschen sein. Daß sie sich amüsien werden, garantiren wir.

xrn Grand Opera danfe

Wird die 1. Baptisten, Gemeinde temporär chre Gottesdienste abhalten.

Beginnend morgen. Sonntag, wer den die regulären Gottesdienste der 1. Baptisten Gemeinde, deren schönes Gotteshaus vor Wochensrift durch Feuer zerstört wurde, im Grand Opera-House abgehalten werden. Die Donnerstags Gebetsversammlungen werden im Pro pylaeum stattfinden, mährend die Sonntagsschule im Locale der Voung Women'S Christian Ass'n. an Nord Pennsylvania Str. abgehalten werden wird. Bezüglich des Wiedcrausdaues der Kirche oder Neubaues einer solchen an anderer Stelle ist noch keine Ent scheidung getrosten worden.

Raucht die BONANZA.

Zvcr crlhoh ilm? B9 Mar Thiclert. Das weiß ich gewiß' facitc bet Just izralh. dem, der mich aus der Treibjagd anschießt, brenne ich eine Ladung ili die Magengegend. daß ih.n sein 8c len vergällt ist. Wer nicht mit den Waffen umzugehen versteht, soll die Jägerei lassen, und wer nicht hinsieht, wo er hinschießen will, den soll der 2eufel holen." Und dabei sah der sonst so joviale Justizrath äußerst grimmig

auf die verschiedenen jungen Gerichts '

reserenoare uno ufpnere, vte zu oen großen Gutölreidjagden eingeladen mirocn. Wenn da Treiben in dem sögenannten ..Wurschtteffel", einem ganz vcrzlvicrten Hügelgelände, angelangt ... C'iL L. t . 1L V ... ... C W (

WUT, nini o?r oUli aTQiQ oaiaiu, uuu i

nur erfahrene Jäger und sichere Schü , tzen die Umgehung mitmachten und an deut Birtcndusch Stellung nahmen. j Unter den Bevorzugten befand sichj diesinal ein sorstreferendar. der allerblliftl trotz seines Berufes der Mutigen Sulfit kein all u große Interesse 00311gewinnen schien, tr.ivar zerstreut und schoß unanfiiierksam und schleckt. (5t . tvaß ganz Anderes unißte ihn vefchäf-' tigen. nnd nur ab und zu zeigte ein sichern Treffer r.nf eine weite Entfern innia. seine Gescbictlichteit in der Hand liatmrn; der Waffe. dein ugNlbttS. als der Justiz-' uU etlvas später als die Anderen und' etwas hinter der iiiiiie vorsichtig naefy seiner Art über dem Hugelrano auf tauchte, schoß der orstreferendar in seiner Widituna, auf einen Hasen. Es war möglich, daß er den Juristen üder ' ftl)en hatte oder aber daß er von seinen, Standorte aus feiner 2cd)t so absolut sicher war. daß er glaubte, es wagen zu können. Das Wild blieb im ffcuer. alxr tr aufspritzende Sand mochte wohl den Justizrath zu dem in solchen Momenten begreiflichrn Jrrthuin veranlassen, man tyafe ihn gctrofsen. Das (spiel mit Worten ist gefährlich, man wiederholt etwas so lange, bis man nachher unlvillkiirlich 11110 vielleicht ganz gegen seine eigentliche Absicht handelt.' Und so riß der Ju slith, einein fast unerklärlichen Zwan folgend, in halber GeisteSabtvefenheit die Flinte an die Schulter, und der Schuß ging los. Daß er da bei. loie von zwei leiten bezeugt wur de. einen entsetzlichen ftluch auvstieß. war ihm hinterher absolut nicht erinnerlich und machte ihn seinen sonstigen Wahrnehmungen gegenüber sehr miß iranisch. Der orstreferendar inarf die Arme in. die t'uft und brach an dem Birkei? husch zusammen. AIS der Justizrath ganz erschüttert a.lf ilm zulief und ihn ausrichtete, sah ihm d:r junge MaNN ernst in daS tief Minimierte Gestellt und schüttelte mit letzter 5t rast den Moi's. Und dabei blickte er in der Richtling des Schützen, der neben dem Justirath gegangen war. Dann sank er leblo zurüet. die Ladung hatte in die Brnst lind die Stirn getroffen. tine nnaebeuere Aufr?aung benöck tigte sich der Jagdgefclischaft. B lde, der Justizrath und der orstreserendar .'irt Werilcr. neuen so beliebt, daß man ihr Seliieksal mie ein eigenes em Pfand, lrst nach und nach, als man ruhiger geworden war. tam man zn ein.'r genaueren Priifliug der Umstände. ..Zwei Dinge." sagte der Justizrath zu dem Amtsrichter 5tnaäfuß. feinem freunde. ..sind mir fast unerklärlich. Erstens könnte ich beschlvören. daß sich die Mündung meiner Flinte in dem Augenblrrt. als der Schuß Zosginq. noch nicht in der Höhe der Stirn des armen Mrner befnnden bat. nnd zweitens glollbe ich. oder vielmehr ich habe die hartnäckige und untrügliche Erinnerung, daß er schon eine Sekunde vorher zusammen nickte, nicht vor Schreck üler meim Absicht, sondern er zeichnete wie das Wild im euer." Ich weiß, lieber freund." fuhr er trübe fort. ..Du denkst, das sind alleö Täuschungen. Ich habe ja auch das Wort vergessen, das ich dem Opfer meiner Fahrlässigkeit noch zugeruf.-n haben soll. Und doch! Wenn einer so wie ich jedem Schimmer einer noch so undentlichen Erinnerung nachgegangen ist und immer wieder auf diese zwei Unmöglichkeiten stößt, so muß er eben an Unzurechnungsfähigkeit bei klaren Sinnen glc.uben. Ich werde meine 2 träfe verbüßen nnd jeden Glauben an Wahrnehmungen und Urtheil verlieren. Mir ist setzt schon so. als müßte ich wahnsinnig werden!" stau Rittergutsbesitzer Lunghins!" meldete der Burcauvorsteher. .Sie bittet, den Herrn Justizrath in einer dringenden Angelegenheit sprechen zu dürfen." Die beiden rennde sahen sich an. als tasteten sie Beide nach derselben Idee. ..Adieu!" saate der Amtsrichter.

.Ich komme wi.'der." Ueber die Schwelle trat eine junge Tixau in schwarzem Kleide und von nicht aewöhnlicha Schönheit. Scbwei gend nahm sie in einem Sessel Platz. ..Ich glaube zu ahnen, gnädige ffrau. weshalb Sie mich aufsuchen." sagte der Justizralh nach einer Weile. So wird es mir leichter werden, zu sprechen." sagte sie. ..Berstehen Sie wohl, es ist nicht eine Gewißheit, die ich Ihnen bringe, sondern eine Spur.' die mir vielleicht zur Freiheit verhilft." Die junge Frau athmet? tief auf. ' Kein Mensch weih oder ahnt es. wie iinnT iirf fies rnin fS-fr ist rfi Innn

ynen auch vier unv ur&r mcyr erklären, wie das Alles gekommen ist. Vielleicht bin ich mir der ganzen Trostlosigkeit meines Lebens auch erst seit kurzer Zeit so recht bewußt." Seit der Forstreferendar Werner bei Jnen verkehrte, gnädige Frau?" fraate der ustiratb aam leise. Ich schwöre Ihnen," sagte die junge Frau erregt, es ist niemals zu einer Erklärung zwischen uns gekommen. Wir haben uns niemals auch nur einen Augenblick vergessen!" Hören Sie mich an. Herr Justizrath. Lange, bevor ich Werner kennen lernte, habe ich mich von meinem Manne zurückgezogen. Ov das der Grund für das Wiederh.'rvorbrechen seines JäbzornS und seiner Neigung zum Trinken und seiner nur mühsam versteckten Rohheit seiner Sinne war, vermag ich nimt zu sagen. Keine Frau würd? das ertragen. 9ai ich von ihm erfahren mußte." Sie schlvieg wieder eine Weile. An dem Morgen der Jagd tam er nach dem Frühstück, an dem ich-lvegen Unwohlsein nicht theil genommen hatte, kurz vor dem Aufbrllch noch einmal in mein Zimmer. Et hatte wieder viel getrunken und verletzte mich durch die lvidcrliche Art seiner Zärtlichkeit. Als ich ihn. wie ittl mer in der letzten Zeit, empört zurücklviis. sagie er plötzlich ganz kalt und unvermittelt: Ich wundere mich, daß D heute i;ei dem Frühstück nickt zuge gen sein wolltest. Deine stille Liebe, der Herr Forstreserendar, ist ja auch von der Partie." Und als ich immer noch ganz entsetzt und vetroffcn über seine Wissenschaft schioieg. fügte er hinzu: ..Du hättest gleich Abschieb nehmen sollen, wir lvollen dem Spiel ein (5nde machen. So oder so." Dann nickte er noch einmal lvie nachsinnend und ging hinunter zu den Anderen. Ain Zachm'.ttag hörte ich dann von tn t Unglück. Ich konnte und kann es dcutf noch nicht glanl.'en, daß Sie eö gelvesen sind, der den tödtlichen Schnß ausgeben hat. Und wenn ich jetzt mei nen Mann lvie geisteoablvcsend in die Lust starren sehe, als ob ihn der Geist des Todten rächend umschlvcbt. Ivcnn N Alvnds auffährt lind es ihn ruhelos umh'lMll't. wenn ich die ganze tt äuderuug seineWescns beobachte. h,-.b: ich die ok'wlsiiKit eines entsetzlichen Gc lu'imuisses. Helfen Sie mir, rathei: ie mir. Herr Jlistizrath, ich kann nictit mehr anders denken, er hat ihn erschossen." ..beruhigen Si? sich, gnädige Frau!" sagte der Justizralh und faßte ihre Hünde. Hier ist allerdings eine Mög lichkei fiir uns Beide. Ich habt es ge dauit. daß Sie nns die Ezöfung von einem sauoercn Fluch bringe,'. Darum siih ,,üd also der Sterbende so an und schüttelte in einer anderen Wichhimi den Zlopf. Ihr Mann ging neben mir in der Linie, tfr hörte mein böses Wort über den nnvorsichti,enSc!)ützcn, er sah mich die Flinte an die Schulter nißen und - - schoß auf Werner. Ich lveiß jtzt gewiß. laß meine unwillkürliche Vewc gung diesem nicht den Tod bracht:. Sie halien wohl eine richtige Ahnung gehabt, gnädige Fran." Aber NUN," fuhr er nachsinnend fort. ..wie bringen wir ihn zu einem stteständniß? Dnrch eine offene An klage? Das wird nichts kelfen." Lassen Sie uns." sprach er nach ei 'er Weile, etlvas ganz Absonderliches ersuchen. Fahren wir nun zu Ihnen ,tnauS. es wird Abend, und man sagt, ,oß dann Mörder willenloser uno chwäcche? sind, als sonst. Ich weiß loch nicht, wie ich es anstellen lverde, iber es ist möglich, daß lvir schon heute inen Erfolg haben. Wenn nicht, wol en wir lreiter sehen." Als der Justizrath in das Zimmer es (ntsherrn trat, war es f,st dunkel. 5r starrte betroffen auf die hercinkomncnde Gestalt, die lautlos durch die Vorhänge der Thi'n ging nnd dort tehen blieb. D.nn sprang er erschreckt impor. seine Augen forschten nnd snchlen, er wagte, wie in einer Erstarrung. !ich nicht zn rühren. Da sagte der Ju itizrath ganz klanglos und leise: Weshalb haben Sie ihn erschoslen?" Ans der Brnst deS aufhorchenden kNannes kam es wie ein Athemzug der Erleichterung, endlich sprechen zu können: Ich weiß es nicht! Es war ein günstiger Augenblick, und er war mir immer bei meiner Frau im Wege." Ich verhafte Sie unter dem drinsenden Vsrdacht des Mordes an dem Forstrcferendar Siix Werner!" sprach der Beamte, der hinter dem Justizralh zwischen den Vorhängen hervortrat. Pathologischer Mensch'." ''','inte der Sanitätsrath. Die Unberechenbarkeit der Stimmungen der potatofe, ir schießt, verräth sich, ich hale ihn nie für normet gehalten. Man sollte ihn in einer Heilanstalt nnterbrinacn." ?,DZe Gerechtigkeit schläft nie!" sprach der Staatsanwalt. ..Wir fassen schon die Verbrecher." ..Manchmal svät." spottete der unverlesserliche Amtsrichter, der ein Skeptiker war. 'lin licz In fernrno!" sagte der Schriftsteller und glaubte etwa ganz besonders (Geistreiches gesagt zu haben. A l l e r d i n q ?. ..Der Müller hat von seiner Stiefmutter hunderttausend Mark geerbt." Ja. so stiefmütterlich möchte ich auch eins! bedacht werden.-

(Sin unangenehmes 15t lebniß auf dem Gardasee hatten die Paffagiere des Dampfers Depretis". Dftä schiff. Welches auch viele deutsche Touristen an Bord hatte, strandete während der Fahrt von Riva nach De senfano, unioeit der Insel Lecchi bei Sturm und ebel. Zwei andere Dampfer kamen zu Hilfe und retteten die geängstigten Neiscnden sowie deren Äeväck. Der Depretis" wurde schwer beschädigt. t? i n Malheur bedenklichster Art in dem Kaiser von Ltorea zugestoßen. Die koreanische Zeitung schrridt darüber: ..Während des Friin ßüäs brach 2r. Maje? ein Zahn entzlvei. Der orstehe. und die Angestellten der kaiserlichen ftüch? wurden abgesetzt und werden zur Bestrafung vor Gericht gezogen." tfin auf der Durchreise in Söul weilender amerikonischer Zahnarzt wurde sofort zum Vala? bcschieden. nnd es gelang ihm. das Uevcl zu deseitigen. wobei er sorgfältig jede Anwendung von Stahllvcrkzcugen vernlicd, um den hoben kranken nicht zu erschrecken. Das Gericht verurtbeilte den üchenvorstehe': ZU oreimonatigec Gehaltscnt Ziehung Der .Naiser ließ ob der großen Leistung dem amerikanischen Zahnarzt 1000 Yen an $n00) auszahlen. Zur Feie? der Genesung wurden große Festlichkeiten veranstaltet. M a d r i d er Blatter bringen lanae Berichte iiber die vollständige Beraubung de dortigen PatriarcalUrchM' der zwar für die Todten ge schlössen ist. aber dem Diebögesindel offen zu stehen scheint. WaS irgendwie an versetzbaren oder verkäuflichen Gegenständen dort vorhanden war. ist im Laufe der letzten Monate beiseite geschafft worden, darunter auch die Bronzebüste deS DichterS Qnintana und die Buchstaben der Inschrift des Denkmals. (5iserne Gitter und 5tetten. Metallrahinen. Bleidächer der M milicnqravstätten. Nt'arnivrplatten. die jetzt in benachbarten Ladengeschästen als Auslagetische fiir Lebensmittel dienen. Kreuze. Blumenvasen. Zrande laber. Porzellaufignren. kurz altes ist geplündert oder zerstört. Auch soll eine .stinderleiche und vielleicht nicht sie allein uchtlicherlvcile unter knettiviirdigen llmst'inden fortgeschafft worden sein. FS berrscht nur eine Stimme der ie,itriistung über diese un erbörte Schändung. Ane Tokio wird b e r i chtet. daß tiirzlich bei einem Fcstball zu lehren des kaiserlichen Geburtstages die japanischen lrinzessinnen in euroropäischen Ballkostümen erschienen, worin sie scl)r gut ailsgesehen haben sollen. Die große Mehrzahl der japanischen vornehmen Damen erschien jedoch in dem fiir sie bedeutend kleidsa mern bunten japanischen Zivstiim. Die europäischen Handlet haben auch die l tdeckung gemacht, daß die Borliebe des javanischen schönen Geschlecht fiir europäische .Kleidung stark im Wück gang begriffe ist. Man kann dies zum Theil dem wachsenden japanischen elbstgefübl zuschreiben, doch glaub! wan in Tokio, daß dieser Wandel in der 5lleidermode in noch bedeutenderem Maße dadurch zu erklären sei. daß japanische Damen häufig bei feierlichen (Gelegenheiten ohnmächtig wurden. weil sie an daS mit den europäischen Jlostü wen verbundene Schnüren nicht gr wölmt lvaren. ls kam auch zu Zlvischenfällen. die für die Zuschauer zwar sehr belustigend, für die Trägerin der europäischen .leider aber keineswegs angenehm waren. So lösten sich hier un'o da einzelneTheile des europäischen Kostüms, die nicht genügend festgebun den oder falsch befestigt waren, zum Entsetzen der Trägerin oft gerade im feierlichsten Moment ab. - (? i n Arzt in F r e e t 0 w n. der Hauptstadt der britischen Kolonie Sierra Leone in Westafrika, berichtet über einen nerkiviirdiqen Todesfall, der durch einen Schwertfisch verursacht wurde. Die Sache war umso tvunderbarer, als der plötzliche Angriff von feiten des Thieres ganz unbegründet erscheinen mußte, (iin Fischerboot war im Beqriff. nach der Küste zurückzukehren, und die Mannschaft beschäftigte sich nur' mit Rudern, ohne noch den Fischen irgendwie nachzustellen, t'iner der Leute hatte sich auf denRand des Bootes gesetzt, als er plötzlich einen gewaltsamen Stoß von hinten erhielt, vornüber ins Boot fiel und schrie, daß er verwundet wäre. Setne Kameraden demerkten sofort, daß er im Rücken verletzt war. und zwar steckte in der Wunde noch der vordere Theil von der schwertförmigen Verlängerung des Oberkiefers eines Schwertfisches. Die Waffe hatte von hinten bis vorn den Leib durchoohrt und vorn noch eine Nippe beschädigt. (5s erwies sich für den Arzt als unmöglich, den Fremdkörpe? herauszuziehen, und dem Berletzten mußte vielmehr 5er Leib aufgeschnitten werden. Die Beschädigung der inneren Organe war sehr beträcht lich und hatte sowohl die Wirbelsäule wie den Darm, die Bauchspeicheldrüse und die Leber betroffen. Infolge des ttmfangs der Verletzungen und des großen Blutverlustes starb der Fischer noch an demselben Tage. Das Stück des Fischtopfs hatte eine Länge von 5.'" Zoll. So unerhört, wie der Bericht den Fall darstellt, ist er freilich nicht, weil schon oft von solchen Verwundungen und sogar Tödtungen durch den Schwertfisch geschrieben worden ist. In der Südsee soll der Schwertfisch der Schrecken der Fischer sein.

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