Indiana Tribüne, Volume 27, Number 118, Indianapolis, Marion County, 9 January 1904 — Page 3
Jndiana Tribüne, .
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Abnahme des Rechtsgefühls. Wahlen in Mcmphis, Tenn., eine schandbare Kette von Betrug und Gewaltthat.
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Ins der binets Sitzung Vuchanan's Ernennung kritifirt.
Neuer ArbeiterVerband. Senator Dietrich kommt frei.
ini scannt Ilfi W a H !. MemphiS. Tenn.. . Jan. Ob wohl 24 stunden seit Schließung der Wahllokale bei der Stadt'Wahl ver. gangen sind, ist das Resultat noch im mer im Zweifel, sicher dagegen ein gesetzlicher Kampf um verschiedene Aemter und e zeigt sich, daß bei der Wahl die schlimmsten Ausschreitungen vorka men. die in den letzten Jahren ir gendwo bei einem lokalen politischen Kamps zu verzeichnen waren. u der!'. Ward wurde die Wahl ttrne gestohlen, die Stimmzettel ver drannt unb während des ZühlenS wur den 2 Männer, der eine gefahrlich, ge schössen. ?luS 1 anderen Ward werden schwere Betrügereien gemeldet. Schießund Priigel'Ajjairen aus allen Tyeilen der Stc,dt. Heute Abend ist die Stadt ruhig, wenn auch die Wogen der Parteileiden ichast noch hochgehen. (5. a b i n e t 3 S i p u n g. Washington. 8. Jan. I der heutigen liabinetS'Sipung stand die Lage in 51 stafien zur Berathung, besonder) hinsichtlich der Bewegungen des asiatischen Geschwaders. Man wnnscht diese so zu gestalten, um hierdurch die vollkommene Neutralität AuierikaS im Kriegsfalle deutlich zu zeigen. Tiebeziigliche Befehle, von Seerrtär Moovv entworfen, werden dem Admiral lvans nach lnam depeschirt. TaS nbinet beschloß, daß die Ar beitSstuttdeu für Angestellte der Regie rung von 9 Uhr Vorm. bis & Uhr. mit halbstündiger FrUhstUckS Pause, dauern sollen. Bis jetzt ging die Zeit bis l llhr. Die Berfitgung, die am Montag in Kraft tritt, bezieht sich nls'S ganze Manb und aufannahernd 100.000 Angestellte. Neuer A r b e i t e r V e r b a n d. New ') o t !. 8. Jan. Delegaten von 42 Gewerkschaften, deren Mitglie der Arbeiten im Freien verrichten, ha den einen neuen Central Verband unter dem Namen Zmprovement tfoun eil gegründet. Der Verband umfaßt gegen :0,00) Mitglieder. ' Festlichkeit im Weißen Hause. Washington, 8. Jan. Der Präsident und Frau Roosevelt veran stalteten heute eine zahlreich besuchte musitalische Unterhaltung. Vorher hatte ein Diner zu Hl) Gedecken, an dem u. A. die Sekretare Root und Moody theilnahmen, stattgefunden. (5 i ii Frieden s-A n t r a g. Washington, 8. Jan. Der demokratische Abgeordnete Slayden, Ter.. brachte im Hause einen Antrag ein. der den Präsidenten ausfordert, Rußland und Japan die Vermittlung der Ver. Staaten anzubieten.
Verrohung der Jugend. H u n t i n g t o n , W. Va., 8. an. Pros. Runyan von hier, der m lamp iSxttt unterrichtet, wurde gestern Nacht von Studenten überfallen und derart mißhaudelt, daß der Zu stand heute als gefährlich gilt. Der Lehrer hatte einen Zögling gezüchtigt. (Gesandter B e a u p r e. Washington, 8. Jan. Der hier auf Urlaub weilende Gesandte bei ßolomdia. Beaupre. frtthftttckte heute beim Staatssekretär und conferirte mit ihm besonders über die Canal-Lage. Auch mit Sekretär Noot hatte er eine Besprechung. DaSVerhaltnißzuCo I o m b i a. Washington. 8. Jan. ES ist sehr wohl möglich, daß General ReyeS nach Antwort auf seine letzte Note, welche um Uebermittlung der .nrespondenz zwischen ihm und der naer. Regierung Über den Panama all an den Senat ersucht, sofort nach (5olombia abreist. In diesem Falle würde der colomb. Geschäftsträger Herran die Gesandtschaft schließen und heimreisen, was den Abbruch der dipl. Beziehungen zwischen Amerika und Colombia bedeutet.
Congresz. Senat. Washington. 8. Jan. Der Senat debattirte heute über PostamtsBetrügereie.i. wobei Senator SimmonS (N (5.) die DiScussion eröffnete. 8i verlangte die Einleitung einer Unter suchuug durch den Senat. Senator Platt (teilt.) bestritt, daß die Rcpub likaner Durchstechereien im Postamt zu vertuschen suchen ; sie vertreten uur den Standpunkt, dajz bei Post Ausschuß sich darüber schlüssig werde, was über. Haupt untersucht werden solle. An der Debatte betheiliten sich die Senatoren BurrowS. Dolliver und 7.uarleS auf republikanischer und larnlack. Till man und Teller von demokratischer Seite. Die Republikaner wiesen daraus hin. daß das Post.'Dcpartemcut eine durchgreifende Untersuchung angestellt habe lind daß die Demokraten nur aus Par tei Rücksichten zu einer Senats'Unter suchung drängen. Seitens der Demokraten wurde be tont, daß sie alle die Thatsachen brau chen. welche die Rep iblikaner zu ver tuschen suchen. Perry S. Heath wurde bitter ange griffen, auch der ehemalige leucralpostmeister Smith getadelt. In Erekutiv.Sit.nlug diskutite der Senat des Längeren über Vuchanan's Ernennung zum Gesandten bei Pa nama: die Debatte beschränkte sich fast ganz auf das verfastungs . ißigc Recht dcS Präsidenten, einen Gesandten für die neue Republik ohne Mitwirkuug de) Senat? zu cruennen. Die Demokraten nahmen den Stand Punkt ein. zur eit der Ernennung B. habe die Stellung noch nicht eristirt und der Präsident könne dieselbe nur mit ustiminnng des Senats in's Leben rufen. Die Senatoren Morgan. Ba con. Bailey. Pettus und Blackburn traten für diese Auffassung ein. Die republ. Senatoren billigten fast ein stimmig das Vorgehen de Präsidenten: Hauptredner auf ihrer Seite waren die Senatoren Lodge. Eullom. Mcl5omal. Spooner, Fairbanks und ANison. Dis Angelegenheit kommt am Montag wei ter zur Sprache. Haus. Das Haus stellte heute die Summe von 525.0,000 zur Bekämpfung des Rüsj.'lkäferS und anderer der Baum wolle schädigenden Insekten zur Ver fügung. Die Summe wird von der halben Million zur Bekämpfung der Maul- und Klaucn-Seuche abgezogen. 115 Pensions-Vorlugen kamen zur An uahme, worauf sich die Versammlung bis Montag vertagte.
Richard Olney Für die demokrat. Präsidentschaft? Nomination empfohlen.
Beerdign ng von Eleve l a n d 'S T o ch t e r. P r i n c e t o n. N. I., 8. Jan. Die Leichenfeier für die gestern an
Diphthecitiö verstorbene Ruth Eleve laud fand heute in Anwesenheit einiger weniger naher Freunde in der Fami lienwohnung statt. Nchher schloß sich die Beerdigung auf dem Princeton-Friedhof an. Ans den Rath des Arztes ging Frau Eleve land nicht nach dem Friedhof. Unter den Hunderten von Beileids Kund gedungen befand sich auch eine deS, Prastoenten Roosevelt. P a b st ' s Vermögen. M i l w a u k e e . Wis.. 8. Jan. Das heute im Nachlaß.Gericht einge reichte Testament von Eapitän Frederic Pabst verfügt über ein auf 10.000.000 Dollar? geschätztes Vermögen. Qef fentliche Vermächtnisse stnd nicht ge macht. Die Wittwe, vier Kinder ur.d eine AdoptivTochter erhalten je ein Sechstel des Erbes: die Wittwe kann statt ihres Erbtheils eine Jahresrente von $50,000 wühlen.
E l e v e l a n d , C, 8. Januar. In einer Rede bei einem heutigen Jack son Tag-Bankett verlangte John H. Elarke die Aufstellung von Richard 01 ncy aus Massachusetts als demokratischer Präsidentschafts-Candidat. CInei) sei .in Mann, b::i alle Demokraten unterstützen könnten und dem der Sieg sicherer winke als irgend einem Anderen. I n q u e st über d e n T h e a t e r brand. 1 l) i c a g o, 8. Jan. Der heutige Eoroners'Jnquest über die Opfer des Theaterbrandes brachte kein neues, nicht schon vorher bekanntes Beweismaterial. Maschinist Murry bezeugte, daß daS TVeater fast gar keinen Feuerschutz belas', und daß kein Angestellter jemals Instruktionen erhielt. .Zwei weitere Verletzte starben heute, darunter die :N.jstbriae Estelle Muir
aus EvauSville, Ind., die mit '2 Schwestern das Theater besucht hatte. B. ide kamen um'S Leben. Die lob tenllste steht jetzt aus 568. Theater g e s ch l o s s e u. St. Louiö.. Jan. 7 Theatern wllrde heute der Widerruf ihrer l'icen sen eröffnet; neue erhalten sie erst nach iNttlltlng der für den Feuerschutz er ltissenen Vorschriften. 8 a l t i m o r e. Md.. 8, 3t. Auf Befehl des Bürgermeisters Mc Lane wurdeu heute :i Theater bis zur Einführung der nöthigen Sicherheit Vorkehrungen geschlossen. B a h n . U n s a l l. E u m b e r l a n d. Md.. 8. Jan. Bei einer Entgleisung eines Balt. & Cl)io Passagierzugs eine Meile von hier kamen heut? 8 ugbedienstete um'S ebcu. sind gefährlich verlebt, i i) i c S t r a ß e n b a h n M 0 r d e r. E h i c a g o , 8. Jan. Am dritten Tage des Processes gegen Van Dine. 'ian und Niedermeicr wurde ein c slworcner, der erste, gewählt. Am lingang znm Gerichtssaal standen 2 Polizeibeamte, die Jeden, auch Frauen, nach etwaigen Waffen sür die Gesan genen untersuchten. Bei 6 Männern murden Wasien gefunden und con iiScirt. 'Dampfer aufgelaufen. N e w p o r t , N. I . 8. Januar. Tampser PriScilla" vou der Fall River.L inie. von New 7)orl nach New port und Fall River. lies heute im Ne bel in der Nähe deS Lime Rock Leucht. thurmeS auf. D:r Anprall war so leicht, daß Niemand von den 200 Pas. iagieren etwas merkte. Die Passagiere ,wurden später gelandet; daö nicht be schädigte Schiff wird mit Eintritt der ,luth wieder flott. T tt r k i s ch e r K r e u z e r v o n V e . . .
i treter n der i a p a n iiajcn
R e g i e r ll n g c rw o r bett. Philadelphia. 8. Januar. Wie der Rccord" morgen inittheilen wird, hat die japanische Regierung sich
!dcn hier gebaute'', türkischen Kreuzer
..Medjldie" gesichert. Vertreter Ruß lands und Japans verhandelten mit dem Sultan, bis Japan S500.000 mehr den Kmlspreis, 82,000,000, geboten haben soll.
Schiffsnachrichten. j Angekommen. New Z)ork ; Furnessia" von Glas gow sNantucket etc.) Eopenhagen: Norge" von New Voak. Genoa: ..Victoria,, von Rew Z)ork. via Marseilles. Abgefahren: Palerno: ..Eitta di Mosina" nach New Bork.
Zudem S e l b st m o r d des Oberstlcntnants Auronsseau in Tunis werden folgende Einzell?eiten berichtet. Der fficier war überführt worden, im Laufe von dreizehn Jahren zusammen ungefähr M.OA) Francs unterschlagen zu haben. Er stellte für Wt fehlenden Beträge alljährlich gefälschte Quittungen in die '.ktecknnnöadles.un gen ein, wobei ihm mebrere Personen Deckung zu Seite standen. Diese haben ihn aber nach seiner Verhaftung im Stiche gelassen und alles auf ihn geschoben. Das scheint ihn völlig gebrochen zu haben. Oft hi! deshalb nnmittelbar nach einem Verlwr durch den Untersuchungrichter Hand an sich gelegt und sich die Kehle mit einem Rasirmesser durchschnitten. Trotz der furchtbaren Verletzung das Messer war bis zur Wirbelsäule gedrungen war der Oberstleutnant nicht sofort todt, weil merkwürdigerweise die Schlagader nicht durchschnitten, sondern nur bei Seite gedrückt worden war; er leuchte aber einige Stunden später sein Leben aus. Die erste Anregung zu den Nachforschungen nach den Unregelmäßigkeiten in der militäuschen Buchführung gaben nicht die Milit'irbelörden. sondern der Generalresident Pichon. Auf seine Vorstellungen hin entschloß sich der commandirend' General des tunesisck.n Occupationscorps General Roux zu energi jchem Vorgehen.
Schkitttadtr m AUttlPMl. ZTkcrkwurdige Beisvile in dcn BcrictUc alter Zthi iMitUtt. (iinc der gran;iof:cn Vorstellungen, die ein l'icnfchc.il,er3 beunruhig?:: tonnen, dürfte unzweifelhaft der Gedante sein, lebendig begraben zu werden. Immer wieder tauchen meist unae gründete Gerüchte auf. wonach k: sonen, die nian für todt gebalten hat. nachträglich en'v.cht seien. Auch im Alterthum sollen derartige Vorfälle sich ereignet haben. Heratlide-, t!n geach teter griechischer Schriflsteller. nmni eine Frau, die sieben Tage lang schein todt dalag und dann wieder in's Leben kam. c.xxo erzählt, als er zu Capua gewesen, sei einer, der zu Grabe getragen wurde, erwacht und zu uße heimgegangen. Dasselbe geschah zu Aquinumz (5orfidiuc. der Gemahl von Varros Tante, ivachte. während er begraben n?erden sollte, ivieder auf, und trng dann den zu Grabe, der ihm seiBegräbnis; besorgt batte. Tie ivunderbare Geschichte verhielt sich so: (sorsidius ivar fcheintodt; man öffnet sein Testament und findet, das; sein jüngerer Bruder Inbe ist. dieser übernimmt nun auch die Sorg.' für das Begräbnis;, ährenddem erivach' der Scheintodte, rnft seine wiener und sagt, das; er von seinen: Bruder komme, der ihm seine Tochter anen:pfohlcn. seine verborgenen Schätze entdeckt und den Wunsch geäußert habe, die von ihn: selbst gemachten Begräbnis;anstalten für sich benutzen zu dürfen. Während l?orfidius lo spricht, konnnen Boten aus seines Brnders Hause und vertün den dessen Tod. Die Schätze fand man am angkiclgten Orte. Ei anderer Schriftsteller erzählt Folgendes: VI 1 Beispiel eines merk würdigen Zustandes nach dem Tode wird der Mazsmeuitt Herinotimus ge nannt, dessen Leichnam halbtodt dalag und dessen Seele weit hcrlinischleifte und Nachrichten ans fernen Gegenden mitbrachte, tis seine feinde den kich nam verbrannten und so die .urückkeh rcndc Seele ibres Wohnsitzes beranbien. Au ertväbnrn ist auch die beschichte des " l'iinenides. der sich als .Unabc ermat 'et in einer Grotte niedergelegt und 5,7 Jahre lang geschlafen haben soll, so das; er sich beim 'rivachen hochlichst über die eingetretenen erwandlungeu der Dinge .ivn::ertc. eil er Tags zn vor erst eingeschlafen zu sein vermein:?. Am 5,7. Tag nach seinem (5'Nvacl,cn soll er zwar schon ein Gum g.wordcn sein, aber doch 1 5,7 ahre gelebt haben. Plinius deichtet : Vlviola. der Konsul gewesen loar. lebte auf dein Scheiter Haufen wiedM ans. wo sein cichnan: verbrannt werden sollte, und lvurdc lebend verbrannt lvcil n:an ihn nim: mehr aus dem Jener ',u retten vernwchte. Wikt,tigcr rlni, fiir cri?litc.
öuw für (Berichte und Ariminalpsll ;ei :vichtige Verfügung hat unlängst der preußische Iustizininiiter erlassen. Si kantet: Bon dem Stabsarzt Professor llhlenhutb in Kreif'ald ist eine Hiethodc d Blntnntersnchung ermittelt toordcn, lvelche es erinöglicht, die Art des ;u untersuchenden Blutes festen stelle ii und namentlich Menschen blut mit Sicherheit von Tbicrblut zu unterscheid den. Bei der Behandlung d?s zu unter suchenden Blutes mit Serum aus dem Blute der Kaninchen, denen zuvor Blut anderer Thiere oder Menschenblut ein gespritzt war. ergaben sich bestimmte Erscheinungen, wenn das zu untersuchende Blut von derselben Art ist. wie das zuvor den .Vtanincken eingespritzte. (?s kann deshalb jede Art Blut, tvenn das entsprechende Serum verwendet wird, bestimmt werden. Nach einer Aeukerung der wissenschaftlichen Deputation für das m'dizinalwefen in Berlin sind die Erfahrungen über diese Serummethode in Deutschland wie im AusltZNdt so ausgedehnte und die (5r gebnisse der Forschungen so ü berein stimmende, daß kein Zioeifel mehr dar über bestehen kann, das; diese neue biologische Metbode mit großer Sicherheit gestattet, frisches, sowie an allen möglichen Gegenständen seit kürzerer oder längerer eit angetrocknetes Blut nach feiner Herkunft zu bestimmen, Men schenblut von Thierblut, Blut verschie dcner Thierarten zu unterscheiden. wird daher empfohlen, diese vortreffliche Methode fiir die gerichtliche Praxis allgemein nutzbar zu machen."
Pvstdicnst auf Bahnen. Nach einem Berichte des zweiten Hilfs Generalposimeisters W.S.Shallenberger haben die Ausgaben der Beförderung aller Arten von Poststücken in den Ber. Staaten im letzten Fiskaljähre $63,594.;42 betragen. Auf den verschiedenen Eisenbahn- und Dampfboot Postlinien sind 10,555 Personen angestellt. Die auf Eisenbahnen beschäftigten Postclerks hantirten im Lauft des Jahres 15,999.802,630 Pechs: ncke. die r'gi strikten Post stücke nicht eingerechnet, und es kam nur je ein Berseben ans 11,530 richtig bestellte Poststucke. Unfälle von Postwagen kamen im Lanfe des Jahres 373 vor, wobei 18 Postclerks und oier andere Be dienstcte getödtet und 73 Clerks schwer. 398 leicht verletzt wurden. DaS Departement plant die Verbesserung der Postwagen; statt ganz aus Stahl, sollen dieselben künftig ans Holz und Stahl gebaut werden. De? Goldvorrath in den Ber. Staaten ist im Laufe d:S letzten Rechuunasjabres schätzungsweise um etwa $57,157,149 gestiegen.
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Die Gkiserknncktzktt." I?rkratlkuttqe: der WG .'.Vtt)t unter dcn 3djUifarl4'itcrn und i!,rc 'ekampsttttg. Die Metallindustrie hat das Schleifen mittelst Sandstein-, Schmirgelund Holzscheiben als billigen und bequemen Ersatz von Feil- und Polirarbeit eingeführt. Die in der Tangente an die Peripherie der Scheibe angclegten Werkstücke erfahren durch die schnell rotirende Scheibe oder durch ausgebrachtcs Schleifpulver eine Avscheuerung und llättung. Dabei entwickelt sich, wenn trocken geschliffen wird, reichlicher Staub. Die scharslanligen, mit Spitzen und Haken besetzten Absprenge stücke der Melalltheile und der Schleifmasse belästigen nicht allein, sondern sie dringen auch in die Athcmorgane ein und führen zu Erkrauknngen der Lunge und der chle. Die Lungenschwind sucht, die Schleiferkrantheit." ist unter den Schleifarbeitern nichts Seltenes. Man ist daher schon lange bemüht, die Beseitigung des dein: Schleifen stehenden Staubes herbeizuführen, und es gibt eine ganze Reihe vortrefflicher Einrichtungen. Sie alle erstreben, den Staub gleich an der Entstehnngsstelle zu sasseu und durch Absaugevorrichtuugen nach außen fortzuschaffe:i, wo er nicht mehr schädlich nürkt. Diesen Schutzvorkehrungen schließt sich ebenbürtig. ja, w in der Wirkung üdcrtrcf send, eine weitere an, welche gleichfalls mit einem (trhanstvr arbeitet. Während aber nach dein bekannten Verfahr ren die Schlciffchciben mit möglichst dicht schließenden Hauben umgeben sind, die den Stand zusammenhalten und der Absaugevorrichtung zuleiten, wird nach der neuen ArbeitStveise die Schleifscheibe gleich bei ihrer Herstel lang mit Kanälen versehen, die alle auf der Schleiffläche münden und sich nach der Welle hinziehen, worauf die Scheibe befestigt ist. Die Welle ist bobl. die innere Höhlung steht mit den Kanälen der Scheibe iu Verbindung, und der rhanstor saugt die beim Schleifen abfallenden Staubtheilchen durch die 5ia-
uäle uud die hohle Welle ab. Der Staub nurd also an der günstigsten Stelle abgefaßt, tr vermag sich an der Schleifscheibe nicht zu halten, nnd daS kommt auch dem chleifercibctricb zustatten, denn die feinen Theilchen Um nen sich nicht zwischen den .No'rnern der Schlciffläche sestsetzen und dadurch ihre Schärfe beeinträchtigen, iir älle. in denen scncht .'schliffen wird, lassen sich die Kanäle in der Scheibe nrnu zum Zuführen des Wassers von der hohlen Wellc ans benutzen. Die Bertheilnng der Jeuchtigtcit ist dann sehr günstig. Mondphasen und lcwittcrbildung. Der Einfluß des Mondes auf die leivitterbilduitg ist von verschiedenen Beobachtern beyauptet worden, indem man einen Zusammenhang zwischen den: Auftreten der Gen.utter und der Monhascn erkannt zu haben geglaubt hat. Der Astronom Professor Picke, ring hat sich die Müh? genommen, die bisherigen (Ergebnisse dieser llntersuchungen zusammenzustellen. (5s geht darans hervor, daß die Zahl der Ge witter in den ersten beiden Pbasen des Mondes größer ist. als in den letzten beiden. Beobachtungen sind gemacht worden in Hamburg. Gotha, Göttin gen, Aachen, jiren:srnünster, Prag, Graz. Greenwich. Madrid, in den Bei. Staaten und in Batavia. Professor Pickering fügt hinzu: Die Zahl der ge. sammelten Beobachtungen scheint groß genug für bestimmte Schlüsse zu sein, und es ergibt sich daraus, daß in der That wäh-end der ersten Hälfte des Mondalters eine größere Zahl von Gewittern eintritt, als während der letzten Hälfte, auch ist die Neigung zu Gewittern am größten zwischen dem Neumond und dem ersten Biertel und am geringsten zwischen dem Bollmond und dem letzten Viertel. Der Unterschied ist aber nicht groß genug, um irgend einen praktischen l.'utzen sür die Wettervoranssage daraus abnehmen zu können. l5s scheint also außer den Gezeiten und genügen magnetischen Störun gen dem Äcond noch ein dritter Einfluß zuzukommen."
Aerzte.
Mcxitanijchc Mcdizinalpflanzen. Das MedizinischeJnstitut der Stadt Mexiko bereitet für die Weltausstcllung in St. ouis eine Spezialausstellung von 5s) Acedizinalpflanzen vor, die berechtigtes Aufsehen erregen dürfte. Nicht nur werden die Pflanzen selbst in lebendem Zustande zu sehen sein, sondern eS lvird auch durch Beschreidüngen, Zeichnungen und Karten Ausf uns t gegeben werden darüber, wo diese Pflanzen wachsen. Ihre Berwendung zu Medizinal Zwecken und zur Bereitung von Medikamenten wird gezeigt werden, und ebenso werden Angaben gemacht werden über die Berwendung der Heilpflanzen und ihrer Produkte in gewissen rantbeitSfällen. Ganz besonders interessant wird uner diesen 50 Medizinalpflanzen aber eine strauchartige Pflanze sein, die in der mexikanischen Provinz Mahoacan wächst. Die Indianer haben sich schon früher darüber beklagt, daß, wenn sie in einen Wald kommen, in dem diese Pflanze häufiger wächst, sie den Weg verlieren und ihres freien Willens beraubt werden. Von Seiten der mexikanischen Regierung sind besondere Expeditionen veranstaltet worden, um Näheres über diese Pflanze zu erfahren. Man hat in der That entdeckt, daß der Duft der Blüthen dieser Pflanze so betäubend ist, daß schon bei der Annäherung eine Beeinflussung der Sinnes thätigkeit des Menschen entsteht.
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