Indiana Tribüne, Volume 27, Number 115, Indianapolis, Marion County, 6 January 1904 — Page 6
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Europäische Aackrichien. &v0vnnn M5sf.Vrxra. Kassel. Der Megifrunifl - Assessor Dr. jur. v. Engel aus Kassel ist der ttöttilichkn Polizei Direktion in Danzia zur dienstlichen Verwendung überwiesen worden. Erdarbeiter jtfa$e wurde beiin lleberschreiten der Geleise auf te;ii Untcrstadtbahnhofe von einer Nangirmasen erfaßt und derart Überfahren, daß ihm beideBeim adeschnitten und er am kröpfe derinafien verletzt wurde, daß er noch vor dem-Eintreffen der SaiiiiäUcolonnc verstarb. Der BedanernLiverthe hin terläfu Frau und niedrere Binder. Frankfurt. Opernsänger Palll Grf. ein geborener Kölner, welcher von seiner Zhäligkeit an dem Kölner Theater in den Jahre 1S81 1888 bestens bekannt ist, wirst seit 1SS9 am hiesigen Opernhaus lllid beging kürzlich sein Wjährigeß Bülinenjllbiläuitt. Groß . A l m e r o d e. Tonhacker lernst (sloft hatte das Unglück, sich mit der Tonhacte 4 Zehen abznhanen. Einige Zeit später tain der Sdiitcibemüller Munct mit den, Daumen der Kreissäge 311 nahe, wodurch ihm der Dali' men glatt von der Hand abgeschnitten wurde. Beide Verletzte winden ins öandkrankenhaui nach Kassel transportirt. H 0 m b n r g. Die Stadivi'rord'ie'
teil Versammlung nahm den Wacn stratsantrag auf Beivilligung einer Garantiesumme von 1 0,000 Mark zum Gordon Bennet Nennen einst im mig an. Der Hyttlbefttztt verein garantirt die gleiche Summe. Langenschwalbach. Hat)' dein das von Trnn Veneralkynsut Lang der Stadt überlviefeue Legat 'cb Summe von 100,000 Mark ii'.ersiie gen hat, wird jetzt mit dem Bau eine städtischen Krankenhauses begoiiiien. Die Baukosten betragen ninb 00,000 Mark, die Zinsen des Restkapitals sollen M Unterhaltung dienen. Sand. Von einem schweren 11 n glülkssall ist die Familie des Lohger bers Jckler betroffen worden. Derselbe war mit Dreschen mittelst der Dreschituischine beschäftigt. Sein 13 jähriger Sohn, der die frucht aus der Scheune herabwarf, brach auf demBoden durch und fiel so unglücklich in die Trommel der Maschine, daß ihm das Bein direkt vom Rumpfe gerissen wurde. Miesbaden. Der Wfthriff frühere Apotheker, Rentner Josef Pohl jr. und dessen Frau haben sich das Le ben genommen. Das Ehepaar war in finanzielle Schlvierigkciten gerathen. gfltttt6uif$ Staaten A l t e n b u r g. Der frühere Stadt rath Robert F. Fr. Hofmann zu Meifzen wurde zum Bürgermel'?er unserer Stadt gewählt, ör nahm die Wahl an. B e r n b u r g. Der frühere Wundarzi und jetzige Rentier Friedrich Schuster feierte mit seiner Gemahlin das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar erfreut sich trotz eines Alters von 93 Jahren einer seltenen Rüstigkeit. B r a u n s ch w e i g. Gymnasialdirektor a. D. Dr. phil. Berglein ist im 87. Lebensjahre hier verstorben. liin schwerer Unglück fall ereignete sich in der Gasometerfabrik an der Bahnhofsftraie. Der Maschinist .Heinrich Zobel wollte einen Riemen auf die Transmission legen, wurde dabei von dem Riemen erfasst und mehrere Male umhergeschleudert. lir erlitt schwere Verletzungen und muftte durch die Sa nitätswache nach dem herzoglichen Krankenhause gebracht werden. Dessau. Opernsänger Kienlechner, der sich gewaltthätigen Ausschreitungen gegen Hofkapellmeister Mikorey schuldig machte, ist gegen eine Kaution von 10,000 Mark aus der Untersuchungshaft entlassen worden. G e r a. Das hiesige Schwurgericht verurtheilte den Porzellandreyer 0 hann Baumgärtel 'aus (fckartreuth wegen des an dem Plzellanarbeiter Martin aus Kahla begangenen Mordes auin Tode. & 1 1 n i 0 x . ötnccht Evers des Landwirths Zlnigge brachte ein Fuder Torf von Reindorf hierher. Auf der hiesigen Dorfstras'.e. im sog. ..Winkel", scheuten die Pferde und gingen durch. Evers wurde aus der Schoßtelle, in der er faf;. herausgeschleudert und fiel so unglücklich vor dem schweren Wagen nieder, dah ihm zwei Räder des Fuhrwerks über die Brust gingen uud er sofort eine Leiche war. 2 ch 0 n i ti g c n. Auf der Chemischen Fabrik verunglückte der auö Hamburg stammende Arbeiter Wilh. Kuba. Der uuverheirathete. etiva 'Jl .ahre alte Mann stürzte von dem fünf Meter hohen Gerüst eines Reubaues und fiel so unglücklich, daß ihm das Genick gebrochen wurde. Der weit über unsere Stadt hinaus bekannte Fabrikbesitzer 15. Danzfuß beging sein 25jähriges Geschäftsjubiläum. Sonneberg. Im nahen ReuHaus entstand Äroßfeuer in der Por zellanfabrik der Firma Roack & Burck. Der Brand brack' im Hol;lvollschuppen aus. der a.öbald ebenso wie das .NohlenhauS niederbrannte. Sodann ergriff das Feuer das Wohnund Geschäftshaus und das FabrikGaude; ersteres wnrde eingeäschert, während letzteres vor größerer Beschädtgung durch die Feuerwehr geschützt werden konnte. Bei den Löschoersuchen verunglückte ein Feuerwehrmann dadurch, daß er zwei Stock tief herabstürzte.
Einen fesselnden Ein blick in nordische Pflanzenverhältisse, insbesondere auf dem Ellesmereland, gewährte ein Bortrag, den dieser Tage
einer der Theilnehmer der Sverdrup'fchen sahrt, der Geolog und i?heunker Per Schei. in der Geographischen Gesellschaft zu Christiania hielt, die : jetzt Prof. Fridtjof iiansen zum Borsitzenden hat. Es zeigt sich, daft auch
(fllesmereland nicht so unwirthlich ist, wie nach Schilderungen früherer Re! sender anzunehmen war. El gibt dort ganze Wiesenstücke mit nordischen Blumen. Die Bogelberge bezeichnete Schei als reine botanische Gärten. Bogelberge nennt man allgemein die Gebirgstheile der Polargegend, auf denen sich die Bögel. Möwen. Alken usw.. und zwar in der Regel stets zu vielen Tausenden, aufhalten. I n L i v 0 r n 0 erschien dieser ?age ein ziemlich wohlhabender Bürger im städtischen Bettlerheim und er'ärte einer der dort beschäftigten Schwestern, das; er seit kurzer Zeit Wittwer sei ud den Wunsch habe, so
rasch als möglich eine der jüngeren
Bettlerinnen ans dem Herm als seine Braut heimzuführen, da er seinen Bindern eine Mutter geben wolle; er sei überzeugt, daß er keine schlechte Wahl treffe, da er wisse, daß die Infassen gut erzogen und zu nützlicher Arbeit angehalten werden. Man hielt den Mann erst für nicht ganz gesund, da er aber fest bei seinem Borsatz blieb, liest die Oberin eine frühere Insassin, die vor einigen Monaten ihren Mann verloren hatte, holen und krachte sie mit dem merkwürdigen Freier bekannt. Die Dame erklärte sich sofort bereit, den Mann zu heirathen, und am nächsten Tage schon fand die Trauu'.lg statt. In Montreal, Canada, ist im Alter von 22 Jahren ein junger Französisch - Canadier Namens Emile Brazeau gestorben, der von seiner Geburt an bis zu seinem Todestage auf eine besondere Art gehungert hat. Er genoh von seinem fünften Jahre an täglich nichts weiter als fünf Glas Milch, worin ein Pfund Zucker aufgelöst wurde. Unzählige jycale wurde der Versuch gemacht, das reizlose Menu abwechslungsreicher zu gestalten, aber der störrische Magen Brazeaus refüsirte stets jede andere Nahrung. Brazeau. der als Buchdrucke? arbeitete, war für die medizinische Fakultät iu Montreal ein Räth sei, umsomehr, als sich der Mann sonst vollkommen gesund fühlte. Noch kurz vor seinem Tode hat er ans einem Ball flott getankt: er erkältete sich jedoch bei dieser Gelegenheit und starb. Bei seinem Tode wog Emile Brazeau 152 Pfund, sein Körpermaß betrug fünf Fuß zwei Zoll. I n der nächsten Zeit werden zwischen der deutschen und der schwedischen carine. nämlich zwischen dem Geschwader des Admirals ttöster einerseits und der Funkentelegraphenstation auf dem Fort Kungsholmen bei Karlstrona andererseits Versuche mit drahtloser Telegraphie angestellt werden. Ferner hat auch die Gesellschaft für drahtlose Telegravhie in Berlin den Antrag gestellt, zur ErMittelung der Tragweite des SlabyArco - Systems für Funkentelegraphic zwischen ihrer Station in Oberschönwcide bei Berlin und der vorgenannten Station auf Kungsholmen (5rperimente vornehmen zu dürfen, und hat sich erboten, die zur Berstärkung der schwedischen Station erforderlichen Apparate kostenfrei dorthin zu senden. Der Stationschcf zu karlkkrona hat diese Bersuche. lvelche sowohl in wissenschaftlicher wie in militärischer Beziehung von größtem Interesse sind, befürwortet und auch die Marineverwaltung in Stockholm hat bereits ihre Genehmigung ertheilt. Bon schwedischer Seite werden die Bersuche von dem Kapitän de Champß und dem Leutnant Wallerius geleitet werden. Letzterer hat sich im Herbst eine Zeit lang in Deutschland aufgehalten, um die Funkentelegraphie zu studiren. JnJännersdorf. Kreis Ostprignitz. Provinz Brandenburg, befand sich dieser Tage eine Gerichtscommission aus Mcyenburg. um festzustellen, ob das seit langer Zeit umge hende Gerücht, da st die Bauer Bleß schen Eheleute ihren Sohn seit 21 Jahren eingemaueri haben. auf Wahrheit beruht. Die Gerichtscommiss'on sah sich einem über 00 Jahre alten Mcrnne und seiner 86jährigen Frau gegenüber, die aussagten, das; ihr 40 Jahre alter Sohn seit langer Zeit wild" und schwachsinnig sei und darum in sicherem Gclvahrsam gehal' ten werden müßte. Sie gestanden, dast ihm das Essen durch eine kleine Oeffnung. wie einem Thiere in seinen Käfig zugeschoben worden, und er sonst mit niemand in der Außenwelt in Verbindung gekommen sei. Die Gerichjsherren verschafften sich Eingang zu dem Gelaß des Unglücklichen nnd fanden ihn in einem bejammernstverthen Zustande auf. Das Haar hing ihm wirr vom Kopfe, er starrte von Schmutz. Doch machte er nicht den Eindruck eines gemeingefährlichen Jrren. da er ihm gereichtes Geld und Ge yenstände erkannte. Es ist eine Untersuchung in der Angelegenheit eingeleitet worden, ob der Unglückliche be'i seiner Einkerkerung toahnsinnig war oder ob sein Verstand erst infolge des jahrelangen Aerweilens in seinem Kammer - Gefängniß gelitten hat.
Meik Kabersack's Schreibebrief
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Seöhrter Mister Editor! Mein letzte Schreibebrief is. wie Se gut genug wisse, mit e Dißharmonie in Form von en Brickstein ausgeklunge. Seller Brickstein Hot nit blos mei Fehs, nosser, er Hot auch mei Fiehlings gedämmetscht. bikahS ich sin doch so in nessent gelvese un ich hen doch dorchin un dorchaus nicks zu die Selma gedahn, das sie so hätt prowohke könne. Der Ehrist is un bleibt e Duffeldiehr im en Hannebamdel un der bot bei dem allen gestanne un Hot geschmeilt. wie so en recht dummer, eenfelliger Jddiot. Bei Galle, wenn ich in den Christ sein Platz gewese wär, dann hätt ich die Selma beim Wickel kriegt un hätt den Flohr mit se geschwiept, awwer ich hätt tuich nit dabei gestellt un hätt geschmeilt Well. ?s is ewe en großer Differenz in die Mensche un es is ja auch gut den Wg. Wenn alle Lcut kivicktempert wä:?, dann deht's bald leine Mensche mehr an die Welt gewwe. bikahs se dehte sich dann gegeseitig kille odder uffresse. Ich hen mich e ganze Weil :n mei Ruhm gehockt un hen dxiwwer nachgedenkt, was ennihau der Riesen sein könnt, daß die Selma den Weg geäckted Hot. Mehbie. se Hot gar nit gewußt, daß ich es war, wo in des Hans komme is, hen ich gedenkt, awwer dann hatt doch derEhrist icsi 1 ecksPlehne könne. Dann hen ich Widder e annere Eidie gehabt, wo ich awwer all nach e kleine Weil Widder uffgewwe hen, weil's Ronsenz gewese is. A10wer uff eemol. do hen ich des Nichtige a'ftrocke un ich hen mich en Esel un e Rindvieh gerufe. bikahs ich sin nit schon lang do druff gekomme. Die Selma is mähd an mich geivese. bikahs ich hen reffjubst. Sopper mit se i nemme. des i? die ganze Storie in e ottschell gewese un der Christ is schtihr genug so dumm gewese un Hot se auch gesagt, warum ich nit hen komme wolle. For den Riesen Hot er auch so sillie geschmeilt. Jetzt he ich Alles gewußt, awwer ich sin doch kein bische besser abgewese, for mei Reffiuhse is ja auch unner die Zirkumftenzeö en Jnsolt gewese. Ich hätt am liebste gegliche, zu dieSelma zu gehu un zu appoZotscheise, awwer den Weg. wie ich geguckt hen. hen ich nlt gut aus mein Ruhm enausgehn könne. Ich hen mich for den Rie sen zuerscht dran gemacht un hen mei Fehs e wenig getrietet. Mei NohS die war ganz lappseitet geworde un ich hen se for ebaut zehn MinnitS gepullt un gestretscht un geknutscht un ben auch e ganz schönes Riesolt gehabt. Das Schelm is Widder ziemlich gut getvorde. awwer mei Kuhkummer Hot von den diele Totsche arig sohr gefühlt, ivas mich auch gar nit surpreist Hot. En Worm duht sich krümme, wann mer uff ihn steppe dubt un ich kann in die ganze Welt kein Niesen sehn, for wa rum e Nohs so e roffes Trietment stunde soll, mitaus sich zu krümme, odder mit annern Worten, mitaus sohr zu fühle. Dann ben ich auch mei Meilche ttvenig inlvestigehtet un do hen ich ansgefunne, daß do auch e große Tschehnsch stattgefunne Hot. Mei Lippß die hen e Schehp gehabt, daß einiger Mensch, wann ick se newig enanner uff e Pleht gelegt hätt, druff geschlvore hätt, es wäre zwei Fränkforter odder gutseist Winnies. Ich hen auch do gestart zu knutsche, awwer des Riesolt war, daß die Schkinn alliwwer gebürstet is un jetzt hen se nit mehr ge -auckt wie Winnies, jetzt hen se ausgesehn wie zwei uffgeplatzte Blutwerscht. Ich hen gesehn, daß do mei schwaches 5iönne nit gerietscht Hot. un daß ich se entweder in e Haspittel schicke müßt odder mich en Dackter in'S Haus komme müßt losse. Ich hen nor gewunnert, wo die Selma so e StrengS hergehatt Hot. Bei Galle, do lätt sich en Ohr Dack SMtfxzx nit zu fchäme braucIk. Vei Ohr Hot auch e wenig abkriegt un es Hot immer en Saund von sich gewwe, als wann e Halmes Dutzend Crickets drin wäre, wo en Massech ir einstudire lvollte. Do hen ich awwer nit so viel drum gewwe. Was mich auch mähd gemacht Hot, des war. daß mein Kaller un der Buhsem von mei Schohrt alliwwer von Blut gesprinkelt wäre. Es Hot geguckt, als wann's ein von die neue Pätterus wär, wo die Nickersch wehre. Ich gleiche awwer so laute Stoff nit un for den Riesen hen ich neue Sache anziehn müsse. Wie ich Widder so einigermaßen in Schehp zewese sin. do hen ich mein Meind uffgemacht, reiteweg zu Baldrians zu gehn, bikahs ich fon gehört, daß se noch nit in'S Bett wäre. Wie ich mei Diehr uffgemacht hen. do sin ich iwwer ebbeS getombelt un do hen ich des Wurfgeschoß gehabt, wo die Selma nach mich gefeiert gehabt Hot. Denke Se emol, es iö en Hähm gewese. wo noch wenigstens acht Bund schwer war! Wei. die Selma hätt mich domit kille könne un
es is en kliercr KäS von Kerriing konzielt Weppcns gewese. Mei Fiehling is durch den Fund kein Bitt impruhft, alvlver ich Yen mein Meind nit getschehnscht UN sin daunstehrs in Baldrians Ruhm. Do hen se alle beide gcsosse Zln hen FehseS gemacht, als wenn cit drei Dage Winnecker ihr einziger Trink gewese wär. Wie mich die Selma gesehn Hot, do Hot se reiteweg gestart zu flenne wie e Behdie. Der Ehrist is uffgetschumpt un Hot schnell alle Disches fortgeschleppt UN die Schehrs in die Ziorners gestellt. Wanii die Telllia jetzt lvidder ebbes nach mich hätt werfe wolle, dann hätt fe fchon den Tehbel uffpicke müsse. Ich hen zuerfcht den Ehrist gefrogt. was denn die Matter wär, awwer der Hot sei Schohlders geschrockt un Hot nicks gesagt. Wie er emol e wenig tlohser zu mich komme is. do Hot er mich zugewispert, ich sollt' mache, daß ich autseit komme dcht. sonst deht's e Unglück gewwe; er deht zu mich in mei Ruhm komme un deht Alles ecksplehne. Do sin ich denn fort gange, mitaus die Stlms anzugucke. Ich sin hartli'e in mei Ruhm gewese. do is der Ehrist komme un Hot mich Alles verzählt. Er Hot gesagt, daß er alleins for Alles zu blehme wär, awwer er hätt's gut gemeint un es wär blos nit sein Weg komme. Ich hen also ausgefunne. daß er die Selma en Deimentring for e Bortzdehpressent gekauft hätt.' Er hätt gedenkt, die Selma deht nicks von Dei' ments unnerstehn un do hätt :x nur e Jmmitehschen for zwei Dahler un e halb gekauft. Die Selma hätt awwer hardlie den Ring in ihre Hand gehabt, do hätt se auch schon en Foß gerehst un hätt ihn geschkohlt wie alles. Se hätt gesagt, er wär en Meiser un es wär e Schehm. sie so zu insolte un sie deht sich von ihn diewohrse losse un das alles. ..Do sin ich so geschkehrt getvese." Hot der Ehrist gesagt, daß ich zu die Selma gesagt hen. der Meik hätt den Ring for se gekauft, un der hätt nit viel spende wolle. Dann Hot se wie krehsig geäckt un in diese! Minnit bist Du lnseit komme?" Well, was s "? Se zu so e Kameel? Weil er so en juert UN so stinschie is. macht er mich so en Trubei! Awwer den sei Klack will ich schon fickse. Mit beste Riejahrds Fuhr trulie Meik H a b e r s a . Fskwei un Sheriff von Appel Jack. Holie Terrer Kauntie. Lakonisch.
Studiosus Pumpwitz: Bist Du be! Moos? Studiosus Sumpfwitz: Bist Du bei Sinnen? Sicheres Zeichen. Arzt: Haben Sie in Ihrer Familie Symptome von Geistesstörung bemerkt? Herr: Ja, meine Schwester hat 'mal einem Millionär einen Korb gegeben!
Berechtigter Zweifel.
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Rosenknöspchcn"?" Ist der wirklich für Sie?" A u ch e i n Gr u n d. ..Warum ziehen Sie Weißwein dem Rothwein vor ..Weil man von dem immer gleich die Flasche austrinken muß, damit er nicht schlecht wird!" T r 0 st.
Wo ist den,- Herr Müller, der junge Doktor?" O, der sitzt noch bei meiner Nichte und erklärt ihr das Zahnweh."
KO'uOOO'CKTKO ; 0 V - Allerlei. . e
H 0 ch st e Devotion. Hofmarschall (zum Schriftsteller, der auK einem Buche vorliest): Bitte, halten Sie das Buch so. daß Hoheit nicht immer den Rücken desselben ansahen muß!
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varah Bernhardt, die ..ewig jt'ngc" alte Schachtel, ist nunmehr in da.: Nütterfach übergetreten und feierte als Jcanne Wcdekind in Felix Philippi's. des deutschen Dramatikers. Ealoricnbcrg" am SarahBernhardtTheater einen großen Triumph. ?li Kandidatin für die nächste Bertheilung des Friedenspreises der Nobels Stiftung ist von verschiedene schwedischen Frauenvereinigungen Barouin Bertha von Suttncr. der bekannte Friedensapostel, dem NobelEomitc des Storthingö vorgeschlagen worden. Borlesungen an der Philosophie schcnFakiiltät der Universität in JnnS' brück besuchen neuerdings vier Nonnen aus dem Ursuliner Kloster, um die Erziehung der von ihnen zu unterrichtenden Mädchen modernen Anforderungen entsprechend leiten zu könne. Die 5tirche hat den Damen unter ihnen befindet sich die Oberin des Klosters hierzu Dispens vom KlausurGebote ertehilt. Die 5iaiserin-Wittwe Marie Feo dorowna von Rrißland hat eine Sumtue von tlX)M0 Rubeln gestif.et. deren Zinsen dazu verwendet werden sollen, die Behandlung von Verwundete und Kranken im Kriege zu verbcessrn. Alle fünf Jahre soll ein Wettbewerb stattfinden über die Lösung von Fragen, die sich auf die Hülfeleistung für Verwundete zu Land und zu Wasser beziehen. Zur Bewerbung ist Jeder-
rnann zugelassen. Zum ersten Male ist in Berlin eine gesellschaftliche Einrichtung in Erschelnnng getreten, wie sie in anderen Weltstädten längst eingeführt gewesen ist. Unter dem Protektorat der Frau Erbprinzessin zu Wied fand im Kai' serhcf der erste öffentliche Fis? o'clock Tea" statt, dessen Besuch und Verlauf Gewähr leistet für weiteres Floriren der Einrichtung. Durch Lösung einer Karte für 1.5.0 Mk. ist der Besucher zur Entgegennahme einer beliebigen Erfrischung berechtigt. Der Ueberschliß wird sür die Erirchtung eines Säuglingsheims verwandt werden. Die Zahl der weiblichen Studierenden an Universitäten, Eolleges und technischen Schulen in den Vereinigten Staaten von Amerika war im VerMniß zu dem männlichen im lclLtenJcchrzehnt folgende: 10.761 weibliche; 44.92 tnännliche. 1895, 19,071 weibliche; tt2,05:i männliche. 1900. 26,764 weibliche; 72.159 männliche. 1901, 27.879 weibliche; 75,472 männliche. Die Zunahme der weiblichen Studierenden von 1890 und 1901 ist also rund 155 vom Hundert, die Zunähme dcr männlichen Studierenden gleichzeitig nur rund 70 vom Hundert. Aus London wird berichtet: Miß Eonstance Smcdley, die Verfasserin des Romans ..An April Prinzeß", des größten buchhändlerischenErfolges dieses Jahres, gründet gegenwärtig einen nuen Frauenklub. Einen Namen hat er bereits: er heißt ..Lyceum Elub" und ist von Mrs. Humphrey Ward. Miß Alma Tadema, derTochter des bekanntc'N Malers, und vielen anderen Schriftstellerinnen aus der Taufe gehoben worden. Der Klub soll ausschliehl'ich für Schriftstellerinnen und gelehrte Damen reserviert sein. Er wird, wie der Ztlub der Männer, ein residential club" werden, das heißt, man wird dort auch wohnen können. Miß Eonstance Smedlcy hat die Absicht. du Schriftstellerinnen undKünstlerinnen der ganzen Welt zu bitten, ihr Liieratur-Hciel (wie sie es nennt) zu fördern und zu empfehlen. Die Mitglieder des .,Lyceum Klub "sollen von dem Sekretariat mit Empfehlungsbriefen für die hervorragenden Frauen, mit denen sie in Verbindung treten möchten, versehen werden. Pcit dem Klub wird einNack)richten Bureau verbunden sein, das über Verleger. ZeitungSwcsen u. s. w. jee gewünschte Auskunft giben soll. Der Ll?ceum Klub soll 1904 eröffnet werden. Wie viele tapfere rauen es in Deutschland giebt, das veröffentlicht die General Ordens - Commission. Die letzte Rettungsmedaille wurde an ein Fräulein Weißlopf in Schroda verliehen. Unter den Dekorierten befindet sich auch eine Tochter. Fräulein Hedwig. des ''cüteren kommandierenden Generals des 7. Armeekorps v. Goetze, ferner Fräulein Marie Weishaupt. Fräulein Ahlschläger. Fräu'ein Frieda Kehrhahn, diese drei in Berlin; Fräulein Anna v. Proll in Potsdam; Frau Stadtwundarzt Margarete Seydel. geb. Burrow und Fräulein Emma 5irschfeld zu Königsberg i. Pr.; Frl. Mathilde Allers zu Landeberg a. W.; Fräulein Nannt) Glogau zu Kolberg: Fräulein Hedwig Kage zu Riesenburg; Frau ahnarzt Moldener zu Greif! wald; Fräulein Anna Zillmer in Stralsund; Fräulein Anneliese Brau zu Bremen; Frau SattlermeisterFleischer in Halle; aus diesem Jahrhunder die Frau des Fuhrmeistcrs Anton Schiefer zu Eckrath. Fräulein Elise Gemptz in Kolmar i. P.; F äulein Adele Duschne zu Berlin. Und wie viele Mädchen und Frauen möen sich in muthiger Weise ausgezeichnet ha ben. deren gute Thaten nicht an die Öffentlichkeit gelangten.
