Indiana Tribüne, Volume 27, Number 114, Indianapolis, Marion County, 5 January 1904 — Page 3

Jndlana Tribüne, Z. Januar 1901

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Tiefelngreifende Verfügungen. Alle öffentlichen Berfammlnngö-Hallcn in Chicago bis aus Weiteres geschlossen.

Wood's rnennnng Vo M litar-' ntzlchntz des Tenaiö zur V?Alißa empfohlen.

Zusammentritt des Kongresses. Porto Ricaner keine iluslün der. tvillkilr in Colorado. öorgen für amer. Handel.

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Alle allen geschlossen. Chicago. 4. Jan. Von heute ab können öffentliche Versammlungen mindestens für einige Wochen höchstens in Kirchen abgehalten werden. Bau Kommissar Williams erließ heute Ulkend eine Verordnung, welche alle öffentlichen Hallen. TanzHallen. Hallen von Turnvereinen und ähnliche Trsammlunsplatze schließt, bis eine Inspektion gezeigt, daß alle Vorkehrun gen der aurdinanz r füllt sind. Da über 400 Hallen in Chicago eristiren, so werden durch diese Verord uung voraussichtlich edcnsooiele Leute wie durch jene, welche den Schluß t er Theater verfügt, betroffen. Die zahl reichen Proteste waren ,rsolglos. In Vorsitzenden der Kommission, welche alle Theater im Herzen der Stadt untersuchen hat, wurde dr frühere Bau'Eommissär Downey gewählt. Zur Vorbereitung aus den (soronerSJnqueft llte HilfSBaU'Commissar Stanthope heute eine weitere Besicht!' gung der TheaterRuinen an. Der Bürgermeister und ein Comite des Stadtraths hielten heute Nachm. mit den Geschäftsführern der Theater eine Berathung ab, wobei jedes Hang außer dem Great Northern vertreten war. Die Theaterleiter stellten den Antrag, die Plätze öffnen und nur ParterreSitze verkaufen zu dürfen ; allein sie wurden mit Entschiedenheil abgewiesen und alle Theater müssen bis zu voller Erfüllung der Bestimmungen der Verordnung geschlossen bleiben. Anwälte des ?euerwehr Departements erwirkten von Zeugen Be stätigung der Beschuldigungen, daß Angestellte der S. A. frisier (o. die Oberlichter der Bühne am Tage nach dem Unglück zerstört Hütten. Nach dem FeuerJnspektor soll die Oessnung die ser Oberlichter, die automatisch zur Entfernung der Hitze und des Rauchs und Schaffung eines Durchzugs hätte geschehen sollen, eine Unmöglichkeit gewesen. Der erste Thürfteher des Theaters, 3. M. Duscnberry. wurde heute unter der Anklage der Tödtung verhaftet. D. erklärt, er habe versucht, den Andrang des Publikums zu hemmen und später 30 Frauen das Leben gerettet. Ein Knabe, der Operngläser der miethete, sagte heute, daß die Thür, steher die Thüren geschlossen und dem Publikum zugerufen hätten, es solle sitzen bleiben, da keine Befabr vorliege. Nach der Oberscheuerfrau des The aterS. die alle Schlüssel zu den Aus gängen mit sich genommen haben soll, wird gesucht, um sie zu verhaften. John Tompson, der Besitzer des Restaurants neben dem Theater, nach dessen Platze die Todten und Berwuu' beten geschafft wurden und der Aerzte

und Pflegerinnen herbeirief, hat jetzt sein Geschäft größtentheils eingebüßt.

Seine werthvollen Dienste wurden in den Zeitungen gepriesen, mit dem Re sultate. daß fast alle seine Gästescithcr

wegblieben. Zu der StadtrathS'Sitzung heute Abend hatte sich eine große Menge ein gesunden, in der Erwartung, daß zahl reiche B:schlüffe rücksichtlich des Theater Brandes gefaßt würden. Dies geschah auch, und der Stadt rath ftrö einer Reihe von Entwürfen, die größere Sicherheit für öffentliche Bersammlungsplätze herbeizuführen be strebt sind, seine Zustimmung. In der Sitzung wurde eine Commission zur Untersuchung aller Theater der Stadt ernannt, die bis zum Schluß Berichte dieser Commission geschlossen bleiben. Eine Reihe von Berordnun gen sind diesem Comite überwiesen, darunter : Auf der Bühne haben sich

ein Polizei und Jcuerwehrdeamter zu befinden, ebenso solche in jedem Stocke der ZuschauerAdtheilung ; jeder Gang muß gesonderte AuSgänge nach der Straße besitzen u. a. m. Alle Plätze für öffentliche Berfamm lungen mit einer Sitzkapacität von 5,00 oder darüber müssen einen auto matischen Apparat besitzen, der alle AuSgangSthüren öffnet und schließt. Alle Thüren und AuSgänge müssen durch Jnschritten deutlich bezeichnet sein. Ferner hat jedes Theater einen stählernen, feuersicheren Vorhang zu

besinn, der nicht früher als 5 Minuten vor dem Beginn jeder Vorstellung zu prüfen ist und mindestens einmal wäh' rend jeder Vorstellung herabgelassen werden muß. Alle Angestellten der Theater haben sich einem Unterrichte im Fenerlösch Wesen zu unterziehen und sind einer In'pection durch den FeuerwehrMar schall der Stadt unterworfen. V e x I o r e v. c G e g e n st ä n de. Chicago. 4. Jan. Artikel im Werthe von etwa 125,000, di? bei dem Brande verloren gincn. sind noch irn reklamirt. Opernhüte. Pelze. Operngläser, Schuhe. Ueberschuhe, Schirme.

zahlreiche Artikel der weiblichen Toilette sind aufgespeichert ; außerdem sind in dem Theater Dutzende von Schmuckgegtnständen. Uhren, Ringen. Haar Nadeln etc eingefroren, die heute thcil weise ausgegraden wurden. Die M i l i t ä r D i k t a t u r. T e l l u r i ö e, Colo., 4. Jaguar. Seit der Proklamation des Gouver neurS find hier 22 Personen verhastet morden, darunter General Eugen Engly, Anwalt der Gruben. Arbeiter, und eine Anzahl namhafter ArbeiterFührer. Sie sollen mährend des Standrechts aus dem Count ausgewiesen werden. social. l5 o n v e n t i u n. C h i c a g o. 4. Jan. Als Sitz der nationalett socialistischen (Konvention (1 Mair 4) ist Chicago gewählt. 500 Delegaten erwartet. R o c s k i ' S Brüder in Haft. h i c a g o. 4. Jan. Otto und Hermann Rveöti. Brüder des angeklagten Straßenbahn Remise - Mörders, wurden heute verhastet. O. ist geständig, für seinen Bruder Emil im Countli'Gefüngniß Feilen eingeschmug gelt zu haben, die er zur Flucht be nutzen wollte. Die Instrumente wur den in der Zelle gefunden. Brand in einem M i e t h S Haufe. Chicago. 4. Jan. In den Delaware.Flats. 54. Straße und Cot tage Grobe Admue. brach heute Nachmittag ein Brand aus, bei dessen An fang sich 75 Familim in dem Hause befanden. Es iolgte ein allgemein eili ger Auszug: das Feuer war jedoch bald bemeistert und der Schaden nicht groß. StraßenbahN'Streik. Bloomington, Jll., 4. Jan Die. Straßenbahn Gesellschaft nahm heute trotz des kttrzlichen Aufruhrs auf allen Linien den Betrieb wieder auf. Es kamen nur geringe Ruhestörungen vor. Tod der Kaiserin von Korea. Washington. 4. Jan. Der Gesandte Allen von Seoul hat das Staats'Departement von dem am 2. Jan ar erfolgten Tode der Kaiserin

Wittwe von Korea verständigt. Dampfer ZafiroS. ' Washington. 4. Jan. In Chemulpo traf heute, nach Nachricht an's Marineamt, der Transport Dam pfer ZafiroS mit einer Marine.Com pagnie aus Manila ein. Falls der Gesandte das für nöthig hält, marschi ren die Truppen zum Schutze der Ge sandtschaft nach Korea'S Hauptstadt. Bedrohung deS ostasiati s ch e n Handels. Washington. 4. Jan. Das Staatsdepartement hat mit Bedauern Berichte erhalten, nach welchen es scheint, als wolle die Pktinger Regie rung im Falle eines Krieges mit Tokio gemeinsame Sache machen Ein solcher

Krieg würde den amer. Handel schwer bedrohen und das Departement ist ge willt, allen gesetzmäßigen Druck tn Pe teröbur und Peking auszuüben, um den Frieden zwischen Raßland und China zn wahren, auch wenn zwischen Rußland und Japan der Krieg unver weidlich sein sollte Nachricht von Glaß. W a s h i n g t o n. 4. Jan. Lage unverändert", lautet die kurze Depesche, welche das MarineDepartement von ViceAdmira! Blaß aus Panama unter dem 3. erhielt.

Washington. 4. Jan. Die Militär-Commission beschloß beute mit 7 gegen 2 StimmtN die Ernennung deS lijenerals L. Wood zu,n (Generalmajor zu empfehlen. Mit a stimmten die Senatoren Proctor, Warren. Foraler, Ouarles. Alger. Cockrell und Pett..S; mit Nein Scott und Blackburn. C l e v e l a n d , O.. 4. Januar. Wie verlautet, wird Senator Hanna, wenn die Angelegenheit im Senat zur Sprache kommt, eine energische Rede gegen Wood'S Bestätigung halten. Der Senator, der heute Abend nach Chicago reist, ist völlig wiedcrherge stellt. N o m i n a t i o n e n. Washington. 4. Jan. Der Präsident übersandte dem Senat heute die Ernennung von W. H. Taft, Ohio, zum Kriegssekretär ; ferner ernannte er T'ik E. Wright, Tennessee. znm Civil (Gouverneur der Philippinen ; Henry C. Jde, Vermont, zum Bice-(5ivil-Gouverneur daselbst ; Civil - Dienst (Zommissär, John W. Black. Illinois ; (eneral-Cousul. Henry D. Saylor. Pennsylvania, in Coburg. Deutschland; HilfS-Sckretär im Handels-Departe ment. Lawrence O. Murray. Illinois; Marshal. James A. Toler. nördlicher Distrikt vom Mississippi, außerdem eine Reihe Postmeifter-Ernennungen.

Demokr. Bankett Zn lehren de neuen New Yorker Bürgermeister' McCleUan.

Porto Ricaner keine Ausländer. Washington. 4. Jan. Das Bundes Obergericht erkannte heilte, durch eine Entscheidung des OberRichters Füller, daß Bürger Porto Rico's nicht als Ausländer gelten und zum Betreten Americas ohne Hinder nisse berechtigt sind. Es handelte sich um den Fall der Porto Ricanerin Gonzales, die in New Bork nicht zugelassen wurde, unter der Begründung, daß sie wahrscheinlich der Oeffentlichteit zur Last falle. Die Entscheidung hebt hervor, daß die Porto Ricaner nur America und keiner an dern Regierung Treue schulden Gesetzgeber in Thätig keit. C o l u m b u s. O., 4. Jan. Die 76. General'Versammlung trat heute zusammen; nachdem die Mitglieder bei der Häuser ihre Sitze gewählt, kam die Botschaft des Gouverneurs zur Berlesung. Brand im Capital. Des Mo ine s. Ja.. 4 Jan. Ein Brand im Capital verursachte heute einen Schaden von über einer Viertel Million und der Zusammentritt der General Versammlung ist hierdurch aus's Unbestimmte verschoben. 11 FeuerCompagnien bekämpften berge bens die Ausbreitung der Flammen; sie mußten aber den oberen Stock preis geben. Verlöre neBoote. New Port Ne w S. 4. Jan. Nach der Meldung eines Schooner-CapitünS sind die Barken New Jersey und Li berty im Sturm verloren gegangen Die Bemannung ging, wie man be fürchtet, mit in die Tiefe. DietrichvorGericht. Omaha. Neb , 4. Jan. Der Proceß des Bundessenators Dietrich, der wegen eines angeblichen Abkam mens mit Postmeister Fisher in Hast ings unter Anklage steht, begann heute mit zahlreichem Andränge des Publi kumS vor dem Bundesgericht. Der Senator war mit seinen beiden An mälten zugegen. Brand im Irrenhaus. Taun ton, Mass., 4. Jan. Un Mitternacht brach ein Brand im Frauen'Flügel der Irrenanstalt aus. ES hat den Anschein, daß alle Insassen gerettet werden können.

Schiffsnochrichten. Angekommen. New Z)ork: Princessin Victoria Louise" von Hamburg. Liverpool : Ultonia" von Boston. Vokohama: Athenian" von Shanghai. Rotterdam : Amsterdam" von New York. A b g e f a h ren : C Kristiania : Heula" nach New York. Vlymouth: Pretoria" nach New York. St. Michael: Ronenic- nach Boston.

New Yor k. 4. Jan. Hervor ragende Demokraten aus Stadt. Staat und Land versammelten sich heute Abend bei Sherrys zu einem Diner, da zu Ehren deS neuen New Yorker Bürger meisters G. W. MeClellan stattfand. Unter den Anwesenden befanden sich Richard Olncy, Mass ; ExGouv. Dav. B. Hill von N. Congreßabg. Dav. De Armand, Mo. , Charles A. Towne. ErSenator, Minn.; Er-Gouv R. E Pattison. Pa.; Wm. A. Gaston. Bo ston und Charles F. Murphy. der gegenwärtige Leiter von Tammai'.y Hall. Grover Cleveland. Senator Arthur P. Gorman. Maryland und Senator John H. Morgan von Alaska hatten EntschiildigungS'Schreiben gt sandt. Unter den Rednern befanden sich die Herren McClellan. Olney. Hill. Towne und De Armond. Bourke Cockran. drr als Toastmeister fungirte, bezeichnete den demokratischen Sieg in der Stadt New Yoik als Vorspiel zines nationalen Triumphes auf drei teren Linien und die Verwaltung des von ihm als Redner vorgestellten McClellan als Borbereitung .zu größeren Leistungen. Nach Herrn Hill folgten De Armond und Towne. die beide mit Begeisterung von den demokr. Aussichten sprachen. De Armond verlas eine drahtlose Be grüßungsdepefche W. I. Bryans. die dieser als Passagier der Celtic" aus seiner Rückkehr von Europa gesandt hatte.

Congrest. Botschaft siehe Seite 4.) . Senat.

Washington. 4. Jan. Die erste Sitzung des Senats seit den Feiertagen war ausschließlich Panama gewidmet. Präsident Roosevelt sandte eine Botschaft über die Frage, die mit lebhaftem Interesse entgegengenommen wurde. Die Sitzung war mit Reden für und gegen die Regierungspolitit ausgefüllt. Senator McComaS vertheidigte den Präsidenten und erkläre. seinVorgehen könne, falls es dazu käme, eine gerichtliche Beleuchtung wohl ertragen. Redner behauptete, die Republik Panama wäre auch ohne Anerkennung und zwar dauernd errichtet worden. Senator Stewart von Nevada tadelte die Regierung zu Bogota scharf wegen der selbstsüchtigen Politik, mit der sie den Canal-Bau zu hindern suchte. Senator Morgan von Alabama be tonte seine Vorliebe für die Nicaragua Route und blieb dabei, daß die gegen märtige Politik der Regierung die be währten NeutralitätS'Grundsätze Ame rika's über den Haufen werfe. Der Präsident wünsche jetzt die Unterstütz ung von 3 demokr. Senatoren, um seine Politik durchführen zu können. Vor der Eröffnung der Sitzung nhm Rcv. E. Everett Hale. der neue Caplan deS Senats, den Sitz des Vor sitzenden ein und sprach nach der Eröff nung ein Gebet, in dem er die Weis deit des Himmels für die StaatS-An gelegenheiten erflehte. Er erwähnte mit einigen Worten das Chicagoer-Un glück und bat um den Segen für die geprüfte Stadt. Auch den Tod der Gattin von Senator Hoar. Mast., be rührte der Caplan in Kurzem. Haus. Der Caplan des Hauses sprach bei der heutigen Eröffnungssitzung ein Ge bet. worin er darum flehte, daß der Krieg zwischen Rußland und Japan durch eine friedliche Beilegung der Streitpunkte abgewendet weiden möge. Ein Antrag des Abg. Hay (Dem.) wies darauf hin, daß gewiffe Mitthei lungen ia Briftow'S PoftamtSBericht sich auf Mitglieder deS HaufeS bezögen. Der Antrcjg schlug die Ernennung einer UntersuchungS'Commission durch den Sprecher vor. Abg. Payne (Rep ) wül.scht?. den Beschluß dem Postamts Ausschutz zu überweisen, wurde aber überstimmt und das gleiche Schicksal traf Einwendungen des Republ. Gard ner geen den Antrag. Die Adftim mung. bei der die Minderheit den An tragfteller unterstützte, ergab indeffm Betchlußunfühigkeit deS Hauses, worauf Vertagung erfolgte.

Helena. Mont. I. Gravelle wurde wegen Drohbriefen an die Nor. thern Pacisic BahN'Gefllschaft zu 10 Jahren Zuchthaus und S5,000 Geld strafe (höchste zulässige Strafe) verur. theilt.

iM .'umlullchrn. (sin, liic!tt .ttnXfH4ir und thtr nange MQMW Aitliuu. X;u irc:i cliebiesten Unarten unserer kleinen Kinder gehört unzweifelhaft das DsumkTtshHtkZ doch treten Mut tcr lvie Erzieherinntn dieser üblen Angewohnleil seilen energisch genug entgegen, da ihnen nicht bewus ist, io:lu;c nach theilten Folgen daraus den ölindern für i!;r ganzeß Leben erwachsen können. Ist ci schon vom äsl hellsehen Slaydpunkte kein gerade schöner Anblick, die oft uH ganz sauberen Finger im IKunb? unserer Kleinen zu sehen, so darf man auch aus lnigienisehen Gründen nicht dulden, daß Unreinlichkeiten auf diese Weise sich Eingang in den Mund und Magen verschaffen. Doch sichtbare, diretle Schäden erleiden durch das Daumenlutschen die Zähne. Ter kleine Daumen der Kinder schiebt sich nämlich dabei durch die Lippcn zwischen die Zahnreihen und legt sich mit dem Nagel auf die unteren Zähne, während die oberen Schneidezahne auf die Vorderseite des Daumens aufbeißen. Da nun die oberen Zähne von Natur über die unteren greifen (selten älle ausgenommen), also schon an und für sich vorstehen, so genügt daher ein kleiner Druck, der beim Lutschen ganz unwillkürlich von den unteren Zähnen gegen die Zungenfläche der oberen ausgeübt wird, die mittleren Schneidezähne aus ihrer ursprünglichen Lage nach vorn zu drängen. Man vergesse dabei nicht, daß viele Kinder dieses Lutschen in jedem unbeobachteten Augenblick thun, ja selbst beim Schlaf die Finger nichj aus dem Munde nehmen, so daß dieser Druck fast ständig ausgeübt wird. Da nun die kleinen Kieferknochen noch ziemlich nachgiebig in ihrer Struktur sind und die Milchzähne lange nicht so fest in ihren Alveolen sitzen, wie bei dem erwachsenen Menschen, so g.'ben sie sehr bald dem Drucke des Daumens nach und schieben sich nach vorn. Da nun die Lage der Milchzähne für die bleibenden von großem Einfluß ist und letztere geivöhnlich dieselbe Position einhm, so ist wohl ersichtlich, ivelche bedeutende Entstellung dem Gesicht für das gan,e Ledcn daraus erwachsen kann. Zum Trost sei erwähnt, daß die Zahntcchnik auch für solche Fälle ganz bedeutende Erfolge auszuweisen hat. in dem sie die schiefsiehenden Zähne durch Ric'itinaschincn wieder in die normale Lage zurückbringt, was vielen Menschen noch unbekannt ist. Doch sind

diese Hilfsmittel gar reicht nöthig, wenn Mütter und Erzieherinnen den Kindern das Daumlutschen frühzeitig abgewi-' ' nen. 'jt:m Prächtiges Nagethierheim. Eine besondere Sehenswürdigkeit des Zoologischen Gartens zu Berlin bildet das neue Nagethierheim. Dasselbe ist eine architektonisch behandelte Felsgruppe, von der zehn nach oben freie Abtheilungen für die einzelnen Thiergattungen ausgehen; die einzelnen Abtheilungen sind durch Wände von undurchsichtigem Glas und durch Drahtgitter voneinander geschieden. Die Felsgruppe ist in sehr geschmackvoller Weise mit Blumen verziert, mit fließendem Wasser versehen und oben mit dem Bild eines Wassergottes gekrönt. Ist schon das Ganze als Bauwerk recht hübsch, so verdient auch Beachtung, wie die einzelnen Abtheilungen auf Charakter und Neigungen der Thiere zugeschnitten sind. Dem in den steinigen Ebenen der argentinischen Vor-Anden lebenden südamerikanischen Hasen, dem Mara, ist ein steinerner Abhang mit Felsblöcken angewiesen. Das große, brauno:lbe Wasserschwein, das einen riesigen Meerschweinchen ähnelt, hat den Wassertümpel, den es vom Amazonenstromgebiet her gewohnt ist. Auch Aguti und ?tachelratte finden, was sie brauchen. Den Meerschweinchen, wohl über 100 an Zahl, ist zum Wohnen ein Schloß, ein Dorf, eine Schweizerhütte und eine Felgrotte angewiesen. Das Schloß ist ein niedlicher Pavillon im Barockstil; es hat Säulen. Portale und Eingänge. Die Biber haben ein großes Gelaß mit Teich und Schilfpflanzen. mit künstlichen Inseln und herumtreibenden Baumstämmen, an denen sie ihre kräftigen Zähne erproben können. WechsclvoUe Karriere. Der englische Verleger der Werke Maxim Gorkis hat sich unlängst an diesen Dichter der Barfüßler und der Verkommenen mit der Bitte gewendet, für die neueste Auflage seiner Werke seine Biographie niederzuschreiben. Maxim Gorki sagte zu. Tags daraus erhielt der Verleger von Gorki die zugesgtae Biographie. Sie lautete wörtlich: Im Jahre 1878 trat ich zu einem Schuner in die Lehre; 1879 wurde ich Lehrling bei einem Zeichner; 1880 war ich Küchenjunge auf einem Dampfer; 1883 arbeitete ich bei einem Bäcker; ging icb unter die Lastträger; 1885 etablirte ich mich als Bäcker; 188 wurde ich Chorist bei einer wandelnden Operettentruppe: 1887 verkaufte ich Aepfel in den traßen; 1888 beging ich einen Selbstmordversuch; 1889 diente ich als Weichensteller auf einer Eisenbahn; 1890 diente ich bei einem Advokaten als Abschreiber; 1891 un ternahm ich eine Fußwanderung durch Rußland; 1892 war ich als Arbeiter in den Werkstätten einer Eisenbahn beschäftigt. In diesem Jahre habe ich meine erste Erzählung publizict."

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