Indiana Tribüne, Volume 27, Number 109, Indianapolis, Marion County, 29 December 1903 — Page 6

Jndiana Tribülte, 2S. Dezember 1903.

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Europäische Nachrichten. H5dcn0urg. Oldenburg. Tischlermeister A. Kaiser an der Burgstraße feierte die 50. Wiederkehr- des Taaes. an dem er 1833 als Meister seines' Gewerbes anfing. Der ehrwürdige Jubilar gehört noch zu den wenigen Handwerksmei stern. die aus der alten Zeit der Zunft stammen. Die Artilleriekapelle brachte ihm ein Ständchen. Brake. Im Hafen ertrank beim Löschen eines Torfschiffes der Arbeite? Eilers aus Bockhorn. ein als Gelegenheitsarbeiter hier beschäftigter älterer Mann. E u t i n. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten der Privatmann, früherer Hofbesitzer Vurmeister und Frau Hierselbst. H u d e. Im Alter von 82 Jahren starb hier der Lehrer a. D. Friedrich Larßen, einer, der unter seinen Standesgenossen ungewöhnliches Ansehen genoß. Er gab eine Sammlung von Gesetzen für das Volksschulwesen heraus. S t t x n I o g c. Die 70jährige Frau des Landmannes Plate siel beim Wasserholen in den nahezu 20 Meter tiefen Brunnen ihres Hauses und ertrank. Tettens. Cchmiedegeselle Ahlfs aus (Ileverns, in Arbeit bei Zimmering hier, wurde an der Chaussee nahe bei Harms neuemSaal, in dem Tanzmusik stattgefunden hatte, besinnungslos aufgesunden. Ahlfs wurde zum Hause seines Arbeitgebers gebracht, wo man entdeckte, daß ihm ein Stich in die Halsschlagader beigebracht worden war. Ahlfs verstarb alsbald, ohne trn Besinnung wiedererlangt zu haben. Als der That verdächtig ist der Dienstknecht Behrens aus Jeder, bedienstet bei Landwirth Hinrichs zu Herzhausen, verhaftet worden. Arcic Städte. Hamburg. Der des Mordes an dem Gastwirth Strunk in Cadenberge verdächtig gewesene und deshalb derhaftete Stief-Schwiegersohn des Ermordeten, mit Namen Siemens, wurde aus der Haft entlassen, da sich seine Unschuld herausgestellt hat. Des Mordes dringend verdächtig ist jetzt von dem Gendarmen Wulf in Cadenberge der Arbeiter Heinrich Wilhelm Meyer aus Krummenbusch verhaftet worden. Er ist dem Untersuchungsgefängniß in Stade zugeführt worden. 2luf diesem Transport hat er die That eingestanden. An Bord des im Hansahafen liegenden Segelschiffes Dorola" fiel der Schauermann Huntermann von einer eisernen Leiter hinab und stürzte in den Schiffsraum. Der Schwerverletzte wurde besinnungslos in das Hafenkrankenhaus gefahren. Im Küchenraum des zum neuen Verwaltungsgebäude gehörigen zukünftigen Rathskellers in Wilhelmsburg ereignete sich eine Gasexplosion, und zwar in dem Augenblick, als der Gaswerks Installateur Willer die Leitung auf ihre Sicherheit ableuchtete. Willer wurde im Gesicht und an den Händen schwer verletzt. Von der Centralbahn tobtgefahren wurde in der Steinstraße der 3jährige Knabe Willy Bartels. Sohn des Ewerführerö Bartels, Steinstraße 33. Bremen. Die 61 Jahre alte Wittwe Krüger, welche Plantage 69 wohnte, sprang am Vreitenweg. Ecke Findorfstraße, von einem noch nicht völlig haltenden Straßenbahnwagen. Die Frau fiel rücklings auf die Straße, schlug mit dem Hinterkopf auf das Trottoir und blieb bewußtlos liegen. In einem Sanitätswagen wurde sie nach dem Krankenhause gebracht, wo sie an den Folgen des Falles sie hatte einen Schädelbruch erlitten verstarb. Ingenieur Schütte, Leiter der Modellversuchsstation des Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven, hat einen Ruf als ordentlicher Professor für Schiffbau und Schiffconstruction an die neue Technische Hochschule in Danzig angenommen. Mitbürger der hiesigen Stadt Hildebrand ten Dornkaat-Koolmann ist im 49. Lebensjahre einem Herzschlage erlegen.

ScH,rciz. Bern. Der Professor der AugenHeilkunde an der Universität hier, Ernst Pflüger. ist gestorben. Basel. In der Nacht wurde hier eine fürchterliche Blutthat verübt. Dem 22jährigen Arbeiter Fritz Leser wurde die Halsschlagader durchschnitten. Verdächtig scheint ein Italiener, der zur Messe hierherkam. Brück. Der Verwalter der Sparund Leihkasse, Namens Angst, wurde als Leiche aus dem Elektricitätscanal gezogen. Einige Zeitungen behaupten. Angst habe der Sparkasse 100,000 Francs unterschlagen. Emmentha l. In Signau starb an einer Herzlähmung Herr Wermuth. früher Bärenwirth, längere Zeit Vertreter des Wahlkreises Signau im Großen.Rath. E t t i n g e n. Hier .brannten zwei Häuser sammt Zubehör' vollständig nieder, das des j,ensionirten Präsidenten Karl Brodmann und das seines Bruders Franz. Frauenfeld. Im Alter von 79 Jahren ist hier Registrator K. Gänsli gestorben, ein Beamter, der während 48 Jahren dem Staate mit größter Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit gedient hat. Zürich. Bei einem Ausflug deS Limmatclub nach dem Kloster Fahr kippte unterhalb der Brücke H'öngg ein

Boot mit zwölf Insassen um. Die Insassen konnten gerettet werden, mit Ausnahme des vorderen Vootsmannes, Fritz Arter. Tapezierer in Unter straß. Ein ca. fünfjähriger Knabe des Ertrunkenen befindet sich unter den Geretteten. gclUvtctit?1Uuijcn:ri. Wien. Josef Pawlowökn, Buchengasse Vlo. 10 wohnhaft, wurde in der Nähe der St. Antonskirche in Favoriten von einem ungefähr 20jährigen Burschen nach kurzem Wortwechsel durch einen Messerstich in die Gegend des linken Schulterblattes gefährlich verletzt. Der 25jährige Privatbeamte Karl Köberle. Kaiser Josephstraße No. 33 wohnhast, hat sich im Prater erschössen. Die Ursache des Selbstmordes ist nicht bekannt, doch vermuthet man, daß Köberle wegen unglücklicher Liebe Hand an sich gelegt habe, da er die Photographie eines jungen Mädchens bei sich trug. Im Prater, hinter dem dritten Kaffeehause, wurde ein ca. 40jähriger Mann mit durchschössener rechter Schläse todt aufgesunden. Nach vorgefundenen Papieren ist der Selbstmörder mit dem Baupolier Ludwig Zechmeister identisch. Bosenitz . Wegen unheilbarer Krankheit erhängte sich der Arbeiter Joses Wozdecky. L e o b e n. Einer der letzten Ueberlebenden, die an der 1848er Bewegung in Wien theilgenommen. Professor Karl Schindler, ist hier nach längerer Krankheit gestorben. N a u d e r s. Der 16jährige Hans Dilitz stürzte von einem als gefährlich bekannten Felsensteige, den er bei Regen begehen wollte, ab und blieb sofort todt. Die Leiche wurde geborgen. Prag. Der 70jährige Fabrikant Norbert Hospodar hat sich wegen Krankheit am Grabe seiner Frau erschössen. Der infulirte Prior des Malteser Ordens Fra Warter ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Salzburg. Der PostPraktikant Johann Kern des Postamtes Lend-Ga-stein wurde von einem Inspektor wegen verschiedener Unterschlagungen seines Amtes enthoben. T a m s w e g. Im Spital hier starb ein Landstreicher, der angegeben hat, er heiße Eduard von Battenberg und sei ein Sohn des Kaisers Friedrich von Teutschland. Wängle. Hochbetagt starb hier der auch in Touristenkreifen weitbekannte Kaufmann Josef Leutprecht. Er gehörte 40 Jahre dem GemeindeAusschuß an. Luzeemvurg. Luxemburg. Ch. F. Hemmer, Postperceptor zu Luxemburg, wird in gleicher Eigenschaft nach Ettelbrück versetzt und Herr Staudt, Postperceptor zu Bianden, wird in Bettemburg den Posten als Pereptor erhalten. Differ dingen. 2X'r 23jährige Arbeiter Peter Rasquin aus Differdingen fuhr mit seinem Zweirade von Hüncheringen nach Bettemburg. Unterwegs rannte e? derart heftig gegen einen Baum an, da er vom Rade stürzte und sich einen Schädelbruch zuzog, der kurz darauf den Tod des Un glücklichen zur Folge batte.

Ein ungarischer Ehrenhandel. , Eine Wiener Wochenzeitung spottet über folgende köstliche Geschichte aus dem Stephansreich: Im Ungarin schen Parlament giebt es wieder ein mal eine Ehrenasfaire. Der Abgeordnete Olay hat seinem politischen Freunde und Obstruktionsgenossen Polonyi seine Zeugen geschickt, um die Schmach, die dieser ihm angethan, in Polonyis Blute abzuwaschen. Es ist kein politischer Conflikt, wo sich beiderseits damit begnügen kann, von der Kuge des Gegners nicht getroffen zu werden, es ist eine ernste Sache, dazu ein seltenes Motiv: es ist eine gastronomische Ehrenaffaire. Olay und Polonyi waren zu einem Souper geladen. Man speiste vorzüglich, und nach dem Dessert wurden Schälen mit warmem Wasser zum Ausspülen des Mundes gereicht. Wie Polonyi nun einigen Freunden und damit ganz Ungarn erzählte, hat Olay das Mundwasser ausgetrunken. Wenn nun auch kein Zweifel darüber besteht, daß Olay sein Mundwasser genießen konnte, wie er wollte, die Geschichte wirkt doch so komisch, als wenn sich einer unserer Gäste verpflichtet fühlen würde, die ihm gereichten Zahnstocher aufzuessen. Es ist ja dem armen Olay zu verzeihen, wenn er, der seit Jahren das kümmerliche Brot der Opposition ißt, bei dem Culturraffinement des Mundwassers noch nicht angelangt ist. Es giebt übrigens beste Familie, die sich ebenfalls mit der trockenen Be Handlung des Geheges ihrer Zähne begnügen. Höchst unschön ist es nur von Polonyi, der doch sein Mundwasser nicht getrunken hat, daß er, wo er es doch so leicht hatte, nicht reinen Mund hielt. Hoffentlich fällt die Austragung dieser Ehcenangelegenheit nicht allzu blutig aus. Man denke nur. wie hart es wäre, wenn Olay jetzt auch noch todtgeschossen würde, nachdem er heroisch das Mundwasser getrunken hat. Es nützt dem Armen nichts; er kann höchstens noch ein guter Politiker, vielleicht auch Minister werd?n. Seine gastronomische Ehre ist dahin. Ströme von Mundwasser, Wäldek von Zahnstochern können sie ihm nicht wiederbringen.

N'ekk Vabersack's Lchreibebrief.

Ho. 316 Seohrter Mister Edit5?r! Hen Sie schon emol en arme Milkdieler gesehn? Ich hen nit. For den Riesen hen ich auch en aroße Sockzeß aus mei Bißnes gemacht. Das MilkBißnes Hot en große Etwentetsch vor annere Leins of Bißnes. Wann for Jnstcnz die Zeit komme duht, wo die Kaus an en Streik gehn, dann geht mer her un geht hin UN duht den Preis rehse. Wann dann die Kaus Widder Vernunft annemme un sich liwweraler zeige, dann sagt mer kei Wort un läßt den stiffe Preis bestehn. Es is nit gut, wann mer die Kostiemerfch so viele Tschehnsches mache duht un off Kohrs macht mer dabei en gute Praffit. Ich hen immer druff gezuckt, daß ich en gute Wassersupplei gehabt hen. For die Känns zu wasche off Kohrs, bikahs ich hen nie nit Wasser gejuhst for die Milk un ich hen's in die Lein ecksäcktlie gemacht, wie alle annere Milkdielersch. Frage Se nor emol ein, ob er die Milk mit Wasser uffmickse duht, was Se do in en Peil Trubel komme. Wie die Piebels gesehn hen, daß mei Bißnes so störrische duht, do hen se all en große Riespeckt vor mich kriegt. Ich sin iivwerall hin inweitet worde un die junge Lchdies die hätte einiges drum gewwe, wann ich e Nohschen gezeigt hätt zum Heirathe. Au?wer ich .sin ganz Bißnes gewese un hen for Heirathsgedanle keine Zeit gehabt; einmol sin ich mit en Bruher ekwehntet geworde un der Hot mich arig gut gegliche. Er Hot gesagt, er deht junge Leit gleiche, wann se Pusch hätte, un wann er auch en reicher Mann wär. do deht er sei einzige Dochter doch liewex eine arme Deiwel mit Pusch gewwe, ls wie eme reiche Mann, wo nit Backbohn genug hätt, sich Wißkersch zu rehse. Is das so?' hen ich gesagt, un wie er gesehn Hot, daß ich interesiet war'n. do Hot er mich mit sich heim genomme un Hot mich zu seine Dochter introduhst. Well, ich muß sage, zuerscht sin ich verschrockc, wie ich se gesehn hen. Nit etwa, weil se gutguckig war. nosser oh Kontrolör. Se war uff die rechte Schohlder ungefähr siwwe Jnsches höcher wie an die linke. Se Hot mit den eine Auge geschichlt, Hot e Nos gehabt wie e Biegeleise, ihr Fehs war ganz mit Freäels gekowwert, dann Hot se auch noch feierrothe Hoor gehabt un war uff den linke Borderfuß e wenig gehm un war auch noch hommbäcked. Awwer sonst war se e arig schwietes Mehdche un Hot deitsch un französisch uf den Pei jene spiele könne. Mit einem Wort, se Hot e arig feine Ettjukehschen gehabt un tahke Hot se könne, das Hot einiges geböte. Well, ei tell juh. ich sin froh gewese, wie ich Widder fort war'n. Se Hot mich noch wenigstens siwwe un zwanzig Lofflettersch geschrimwe, aw wer ich hen nit einmol geännsert. Schließlich is der alte Mann noch komme un Hot gesagt, ich besser deht seine Dochter Heirathe, se wär ganz krehsig for mich un ich hätt die schönste Fjuhtscher vor mich. Er deht ja auch nit mehr ewig lewe un dann deht ich das ganze Gehrschte erwe. Well. Herr Redaktionär, ich hen zum erschte mol in mei Lewe e Lüg gesagt. Ich hen gesagt, ich könnt das Mehdche nit Heirathe, bikahs ich hätt schon e Frau mit siwwe Kinner. Do Hot sich der alte Mann zurückgezoge un ich hen seit die Zeit keine ruhige Minnit mehr gehabt. Wo ich hingeguckt hen. do hen ich mei Frau mit die siwwe Kinner ge sehn un mei ganzes Bißnes Hot mich keine Freud mehr gemacht. Well sor e lange Storie korz zu mache, ich hen ausverkauft un hen mich e Weil in die alte Kontrie erumgetriwwe un sin dann nach die Juneitet (steyts gemacht, bikahs ich hen's in die alteKontrie nit mehr stende könne. Wie ich zuerscht hier her sin komme, do hen ich e ganz gute Zeit gehabt. Ich hen plentie Geld gehabt un off Kohrs hen ich auch plentie Freunde gehabt, wo einiges getreit hen, mich so schnell wie möglich mei Geld abzugaunern. Ei tell'juh, was die Fellersch vor Skiems gehab: hen, do konnt ich Jhne Schillers sämmtliche Werke mit voll schreiwe. Zuerscht hen ich auch e paar mol gebisse. Wie ich awwer ausgefunne hen. daß die Fellersch blos mei Geld hen wollte, do hen ich die Lein gezoge. Ich hen se verzählt, daß ich all mei Geld verlöre hätt un noch nit emol so viel hätt, for mich am Morgen en Eiohpener zu kaufe. Do hätte Se awwer emol sehn solle, wie se sich do verzöge hen. Es Hot nit lang genomme. do hen ich gar keine Freunde mehr gehabt, awwer ich hen all mei Geld gehabt un do sin ich e dahrnseit besser ab gewese. In die Zeit fällt auch meine Bekanntschaft mit den Christ Baldrian. Ich sin emol uff en schöne Morgen in en Platz gange, wo mer for Geld un gute Worte en Wißkie kriegt, uff dettsch

ruft mer so en Platz Saluhn. Do U en Fellcr erei komme, wo gefragt Hot, ob nit in die Nehöerhutt en Diehrarzt wohne deht. Er deht so schlecht fühle un weil, er denke dcht, daß so en Viehdackter nit so viel tschartsche deht wie en annerer Dackter, so deht er denke, er besser deht emol so ein sehn. Bieseids wann einer verstehn deht. mit eme eenfellige Diehr. wo nicks schwätze UN sein Trubel nit verzähle könnt, fertig zu wer'n, dann müßt's doch auch iesig sein, en Mensch zu täckele, wo ihn doch alle Dietehls von sein Trubel sage könnt. Bei Galle, der Feller Hot mich gefalle. Ich hen mit ihn getahkt un do Hot er gesagt, er deht Christ Baldrian heiße un wär erseht e paar Dag zurück von die alte Kontrie komme. Von selle Minnit an hen mer Freindschaft gemacht un bis uff den heutige Dag sticke mer noch zusamme. Daß er auch e schöne Frau aus die alt: Kontrie mitgebracht Hot, das hen ich erscht später ausgefunne. Wie mir in die erschte Zeit in dies hier Kontrie unser Lewe gemacht hen, will ich Jhne das nächste mol verzähle und dann will ich Jhne Widder neue Stohries riepohrte. Juhrs trulie Meik Haber sack. Eskwcier un Sheriff von Appel Jack, Holie Terrer Kauntie. In einemNewarker Kesselwerk ist ein Niesen - Bottich angesertigt worden, der zu groß ist, als daß er auf einem Wagen unter die erhöhten Geleise der Pennsylvania - Bahn hindurch geführt werden konnte. Es wurden daher Vorbereitungen getroffen, ihn auf der Straße bis auf die Westseite der Geleise entlang zu rollen, wo er dann auf einen Truck geladen wurde. Der Tank ist von cylindrischer Form mit 11 Fuß Durchmesser. Die Seitenwandungen sind sieben Sechszehntel Zoll stark, während die flachen Enden Zoll stark sind. Bemerkenswerth ist, daß die beiden Enden aus einem einzigen Stück Stahl bestehen. Es sollen dies die beiden größten Deckel eines Kessels oder Tanks sein, die je in diesem Lande fabricirt wurden. Der Tank, der als Oelbehälter dienen soll, wird einen Druck von 25 Pfund aus den Quadratzoll aushalten. Bei den Hofjagden in der Nähe von Eisenerz in Steiermar! hat Kaiser Franz Josef, der als passionirter Jäger und vorzüglicher Schütze weit bekannt ist, dieser Tage die zweitausendste Gemse geschossen. In den Kreisen der österreichischen Forstbeamten war dem seltenen weidmännischen Jubiläum schn während der vorhergegangenen Jagdtage von Mürzsteg entgegengesehen worden. Dem Kaiser fehlten, als die Jagden in Mürzsteg ihren Anfang nahmen, nur vierzehn Stück Gemsen an zweitausend. Das Jaqdpersonal hatte für den Fall des Jubiläums ein? kleine Huldigung für den Monarchen geplant: man wollte die zweitausendste Gemse bei der abendliehen Besichtigung der Strecke festlich schmücken, und der Hofjagdleiter sollte im Namen aller Forstbeamten die Glückwünsche übermitteln. Die ungünstige Witterung vereitelte jedoch damals den Abschuß der Jubiläumsgemse. und als der Kaiser Mürzsteg verließ, fehlten an 2000 immer noch 8 Gemsen. Diese wurden jetzt während der Jagden in dem wildreichen Revier von Eisenerz zur Strecke gebracht. Das von dem italienischen Unterrichts - Ministerium gegründete internationale physiologische Laboratorium auf dem Gipfel des Monte Rosa ist nunmehr mit einem Kostenaufwande von 35,000 Lire, zu denen die Königin - Mutter Margherita 3000 Lire und ein belgischer Mäcen 10.000 Francs beigetragen haben, fertig gestellt. Das Observatorium enthält sieben Zimmer aus hölzernen Doppelwänden, die mit Kupfer ausgeschlagen sind, und ist mit Wissenschaftlichen Instrumenten auf's Reichste versehen. Die Gelehrten von Turin, Pavia und Siena haben sich in dieser Hinficht besonders verdient gemacht. Eine Reihe hochinteressanter Versuche ist bereits auf dem Monte Rosa gemacht worden. Dr. Foa prüfte die Einwir kung der Luftverdünnung auf die Blutzusammensetzung und fand sie viel geringer, als man bisher anzunehmen pflegte. Die Professoren Mosso und Marro entdeckten, daß sowohl der Sauerstoffgehalt als auch der Alkaliengehalt des Blutes in großen Höhen be! dem verminderten Luftdruck namhaft fällt. Bemerkenswerth ist, daß die auf dem Monte Rosa - Observatorium arbeitenden Gelehrten anfänglich über ein gewisses Uebelbefinden klagten, das aber, nachdem ihr Körper cn die dünne Luftschicht sich gewöhnt batte. nach einiaen Wochen verschwand. m Kathederblüthe. Wir kommen heute zu dem Dichter Theodor Körner, der in den Befreiungskriegen für sein Vaterland, wacker mit Leier und Schwert dreingeschlagen hat. Aeußerst bedenklich. Hat denn das neue Lustspiel Erfolg gehabt?" Nach dem dritten Akt erhob sich vereinzelter Beifall, er wurde aber bald niedergeschnarcht.Deutliche Erklärung. Vater: Was ist das nur VierComment"? Sohn (Student): Siehst Du. Vater: wenn Dir Dein Nachkamme etwas vorkommt, so mußt Du, dem Herkommen nachkommend. Deinem Nachkommen das Vorgetommene nachkommen oder gleich liebe? beim Vorkommen mitkommen!

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? Hmiö, Als und Kind 4Falsche Zunge. Man läßt ein gutes Kuheuter zeyn Tage pökeln und vier bis fünf Tage räuchern. Sodans legt man es in kochendes Wasser, läßt es so lange kochen, bis es sich ganz weich sticht und läßt es hierauf in demselben Wasser erkalten. Das gibt einen billigen kalten Aufschnitt und wird meist für Zunge gehalten. Holz dauerhaft zu mach e n. Um Holz, welches mit dem Erdboden in Berührung kommt, gegen Fäulniß zu schützen, wird das Bestreichen desselben mit einer Lösung von Leinöl un'o pulverisirter Kohle empfoh len. Leinöl und Kohle sind durch Sieden mit einander zu verbinden. So bestrichencs Holz soll länger als ein Menschenalter dauern. Französischer FischS t e w. Man kocht den Fisch, dämpft in einer kleinen Kasserolle eine gewiegte Zwiebel und ein Weinglas voll Olivenöl und gibt dieses über den Fisch, den man hat trocken ablaufen lassen. Dann mischt man drei hart gekochte Eidotter, den Saft von zwei Citronen und einen Eßlöffel Mehl, schlägt es tüchtig und gibt es über den Fisch, würzt mit etwas Ingwer. Salz, Pfeffer und läßt den Fisch fünf Minuten zugedeckt dämpfen. Schält das Obst! An den Birnen und Aepfeln bemerkt man oft rauhe schwarze Flecke, die beim Genusse des Obstes meist unbeachtet bleiben. Wissenschaftliche Untersuchungen abcr haben mit Bestimmtheit ergeben, daß die Flecke Pilzwucherungen sind, welche sehr nachtheilig auf die Verdauungsorgane wirken können. Es empfiehlt sich daher, Obst nur geschält zu gerneßen. Ueberdies ist eine mitgenossene Schale schon im Stande, bei schwachem Magen schmerzhaftes Drücken zu erzeugen. Reinigung von Sammetkragen. Die Sammetkragen der Winterübcrzieher zeugen leicht Fettflecke, die aber jede Hausfrau in der folgenden Weise entfernen kann. Reiner Sand wird erhitzt, in ein feines Leinenbeutelchen gefüllt, und die Fettflecken werden so lange damit betupft und leicht überricben, bis sie ausgezogen sind. Ebenso gut entfernt man die Flecke, indem man Löschpapier darüber legt, feine, geriebene Kreide darauf streut und ein heißes Plätteifen darauf stellt. Das Festrosten von Schrauben zu verhüten. Schrauben rosten selbst nach dem Einölen bald fest, wenn sie großer Hitze und feuchter Luft ausgesetzt sind. Das Entfernen derselben ist dann mit großen Schwierlgkeiien verknüpft, wenn die Schrauben nicht abbrechen sollen. Wie schwierig oft die Entfernung abgebrochener Schrauben ist, weiß jeder Fachmann. Diesem kann man durch ein leichtes Mittel gut vorbeugen und zwar, indem man die Schrauben vor dem Gebrauche in einen dünnen Brei von Graphit mit Schmieröl oder besser Talg eintaucht. Da hierdurch die Reibung stark vermindert wird, so ist auch das Einschrauben leichter zu bewerkstelligen. Die so vorbereiteten Schrauben können nach Iahren mit Leichtigkeit wieder gelöst werden, wobei ein Bruch derselben niemals stattfindet. Zur Behandlung der geschossenen Hasen. Bekanntlich herrscht in Jägerkreisen vielfach die Sitte, Hasen nach der Jagd auszuwerfen, um dadurch eine größere Haltbarkeit des Wildbrets zu erzielen. Dieses Verfahren ist jedoch nicht rathsam; denn durch das Oeffnen des Balges und Herausziehen des Gescheides tritt Luft in das Innere und überzieht, zumal bei feuchtem Wetter, sehr bald das Wildbret mit einer schleimigen Masse, die schon nach wenigen Tagen einen dumpfigen Geruch verbreitet. Man lasse einfach den Hasen in freier Luft hängen und beraube ihn des hermetischen Verschlusses nicht, kllmmere sich auch um die Witterung nicht, sondern versuche nach vier bis fünf Tagen, wie bedeutend das Stück'an Wohlgeschmack und Güte des Wildbrets geWonnen hat. Reinigung von Fässern. Um Fässer, welche was ja sehr leicht vorkommt einen Schimmelgeruch angenommen haben, oder deren innere Wand schon eingeschimmelt ist. oder auch solche, welche einen sauren Geruch besitzen, wieder gebrauchsfähig zu machen, empfiehlt sich folgendes Versahren: Man löst auf zehn Quarts Wasser ein halbes Pfund Soda, erhitzt die Mischung und brüht das Faß damit ordentlich aus. Hierauf nimmt man eine einprozentige Lösung von Salzsäure und Wasser, gießt davon ein wenig in das Faß und läßt es dort einige Stunden stehen. Das Faß wird während dieser Zeit einige Mal hin und her geschwenkt, damit die Flüssigkeit alle Theile der Wand bespült. Sollte der üble Geruch dem Fasse schon so sehr anhaften, daß das einmalige Durchmachen der Prozedur ihn nicht beseitigt, so muß man sie wiederholen, wird dann aber sicher das gewünschte Resultat erzielen. Am besten freilich ist es, die Fässer von vornherein so zu behandeln, daß sich überhaupt kein Schimmelgeruch darin bildet. Dazu ist weiter nichts nöthig, als daß man sie sobald sie entleert sind, ordentlich einschwefelt

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