Indiana Tribüne, Volume 27, Number 109, Indianapolis, Marion County, 29 December 1903 — Page 4

Jndiana Tribüne, 2. Dezcncher 1903.

Indiana Tribüne. HerauSs'gebkN von der Öuteubetg 8. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudinm Präsident. Geschaftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHOfcE 269. mered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Die Verbrecher von Chicago. Chicago ift entschlossen sein Weichbild von dem Verbrecherthum zu füll bern. ie Polizei rafft sich durch die öffentliche Meinung angespornt, zu energischen Maßnahmen aus. Maßnah' men die ja für Chicago wohl segensreich wirken werden, aber ganz dazu an gethan sind, den Abschaum der in Chicago gezüchtet wurde auf andere Gemeinwesen abzuladen. Wie in Chicagoer Zeitungen berichtet wird, beabsichtigt der Polizeichef das frei herumlaufende Verbrechercontin gent, etwa 5000 an der Zahl, aus die Stadt zu treiben. Man kann ja der Stadt am Michigan See nur dazu begluckwünschen, daß sie die Desperados fortzujagen'gedenkt aber man kann sich auch eines gelinden Gruselns nicht ent wehren, wenn man bedenkt, daß die Verbrecherschaar sich einen anderen Wir tungskreis sucht und Städie die bisher von einer Verbrechenepidemie verschont waren mit ihrer Anwesenheit beglückt. Die Polizei von Chicago glaubt ihrer Pflicht gegen die Stadt genügt zu baden, n?enn! sie die Kerle zum Tempel Hinausjagd. Ihre Zahl wird beiläufig vom Chicagoer Polizeiches O'Neil noch über 5000 geschätzt. Ledenkt man daß der Chicaqoer Verbrecher ein Typus in sich und ein Produkt Chicagoer Verhältnisse ist, so ist es zum ' Mindesten so verwerflich, diese Gefahr für Leben und Eigenthum auf andere Städte abzuschütteln, wie eS sein würde'das Chicagoer Abwasser in den White River, Ohio- oder Wabash-Fluß zu leiten. Wir Jndianapoliser würden uns für einen solchen Zuschub herzlich bedanken, und doch ist es mehr als wahrscheinlich daß auch auf unsere Stadt ein Quota der aus Chicago fortgejagten Verbrecher fallen würde. ' f2Bie gefährlich jdas Chicagoer Ver brecherthum ist, geht schon aus der Thatsache hervor, daß die so zahlreiche und gut disciplinirte Polizeimacht Chicagos, den Kerlen hilflos gegenübersteht. Dreißig dieser Kerle nach Indianapolis verschlagen würden, in der Lage sein unsere dürftige Polizei mannfchast zu verlachen und die Stadt zu terrorisiren. Man kann zwar von der Chicagoer Obrichkeit nicht vertangen, daß sie aus Rückficht für andere Städte die Verbrecher behält, aber sie sollte Vorkehrungen ergreifen um andere Städte so'lviel? wie möglich gegen die Verbrecher welche ausgetrieben werden zu schützen. Dieses kann nur dadurch geschehen, daß die Chicago' Polizeibehörde die Behörden anderer Städte auf dem Lausenden erhält und ihnen die Photographien und Signalements der gefährlichsten Verbrecher zusendet. Trotzdem selbst durch Photographie und Signale ment die Kerle schwer zu agnosciren sind, würden doch!die einzelnen PolizeidepartementsZ nicht gar zu sehr im Dunkeln tappen und einen neu angelangt Verdächtigen besser 'im Auge behalten können. Unsere Polizisten, die den Bahnhofs dienst verrichten, würden nachdem sie die Signalements aufmerksam studirt haden, wenigstens einen kleinen Leitfaden in Beurtheilung der ankommenden Fremden haben. Trifft ein solcher Kerl ein, dann kann ihm, ehe er seine Thätigkeit beginnt, der hiesige Aufenthatt dermaßenlverleidet werden, daß er fein Bündel schnürt und andere Gefilde aufsucht. Zwar würdenldie Unkosten, die Chicago aus demVersenden der Signalements erwachsen, riesige,fein, aber Chi cago ist moralisch verpflichtet, dieselben nicht zu scheuen kund kann sich immer noch freuen, selbst zu diesem .Preis das Gesinde! vertrieben zu haben. Das neue Vagabunden-Gesetz, welches Chicago von den gefährlichen Spitzbuben und Gurgelabschneidern befreien soll, tritt am 1. Januar in Kraft.- Dieses Gesetz giebt -den Behörden das Recht, jeden Müßiggänger, der nicht nachweisen kann, daß er eine ehrliche Erwerbsquelle hat, in'S Ar beitShauS zu senden. Daß die Ver brecher und Tagediebe, nachdem sie

Gewißheit erlangt haben, daß das Gesetz streng durchgeführt wird, eine

heillose Angst haben, geht daraus hervor, daß Polizeiinspektor Lavin von einem erstaunlichen Exodus der Kerle berichten konnte. Auch hier in Indianapolis wäre ein derartiges Gesetz wünschenswerth, weil eS uns von unserm größten Uebel, den Nigger Loafer" befreien würde. Der franz. Minister des Auswärtigen Delcasse gab im Senate gleichfalls der von anderer Seite geäußerten Anschauung Ausdruck, daß der eben abgeschlossene Schiedsgerichts Vertrag mit Italien eine Neu-Gruppirung der Mächte nach sich ziehen werde. Diese Annäherung an Italien, die sich soweit vollzogen, ist sicherlich ein großer Erfolg für die franz. Politik, schwerlich aber ein Glück für Italien, das die franz. Freundschaft früherer Tage theuer bezahlt hat. Da man kaum ausrechnen darf, dß die Pariser Regierung eine Politik der Selbstlosig keit zu verfolgen gewillt ist, so wird auch bei der neuen Verbrüderung Jtaliens viel mehr der gebende als der empfangende Theil sein. Jedenfalls hätte Italien, das ja schließlich doch nur Großmacht" aus Gütlichkeit ge nannt wird, unter dem Einflüsse der deutschen Politik ein freieres Spiel, als ihm die neuen Freunde zugestehen werden. Wie schon wiederholt berichtet, findet Deutschland für das Abrücken Italien's in der sich anbahnenden Ver ständigung mit Rußland eine Entschä digung, die das Zerbröckeln des Dreibundes völlig aufwiegt. Herr Wm. I. Bryan hat seine Rundreise durch Europa, die ihn nach den meisten Hauptstädten im luge ge führt, beendet; vielleicht wird er selbst zu der Ansicht, daß in seinem Falle weniger mehr gewesen wäre", gelangen. Irgendwelcher instruktive Werth. auf den sich ein sicheres Urtheil über das Geschaute und Gehörte bilden ließe, kann einer solchen Parforce - Jagd selbstredend nicht zukommen und es zeigt immerhin für den guten Geschmack des deutschen Kaisers, daß er es ab lehnte, unter den Sehenswürdigkeiten" des amerikanischen GasteS in Berlin zu figuriren. Daß Herr Bryan feine Sorge, die diplomatische Vertretung Americas könne in den Händen unwürdiger oder unzulänglicher Persönlichkeiten ruhen, als geschwunden erklärt, ist zwar für den unisormgeschmückten McCormick und seine Standesgenossen reckt schmeimelhaft; Mancher dürste sich jedoch verwundert fragen, wie ein kaum mehr stündiger Aufenthalt auch nur einen oberflächlichen Einblick in die Wirksamkeit einer Botschaft zu geben vermag. Was sich wohl der Weltabgeschlossene, als sehr menschen und weltkundige Tolstoi über seinen wie ein Wirbelwind herangesausten amer. Besucher gedacht haben mag? Tolstoi, der gerade alles das, was Bryan am begehrenswerthesten erscheint, am niedersten abwägt, der Mann, der noch nie in der Oeffentlichkeit sprach, über den bedeutendsten amer. Stumpredner." ? Ueber diesen interessantesten, wenn auch ganz zwecklosen Besuch, den Bryan un ter den Berühmtheiten Europas ge macht, hörten wir leider indessen nichts. Judianu Demokratie Club. Am Montag. 11. Jan.. von Mittags 12 bis Abends 8 Uhr findet die Jahreswahl des Jndiana Democratic Club" im Clubhause an Vermont und Pennsylvania Str. statt. Das Unabh. Ticket" ist noch nicht bekannt gemacht worden. Die Candidaten auf dem Regulären Ticket" sind folgende Her. H ren Für Präsident, T. P. Davis, Elliott R. Hooton, W. O. Reveal; 1. VicePräsident, John Carlon. E. C. De Hority, W. S. Jackson; 2. Vice-Präs., L. Hackney. Ed. Hawkins, W. Stuart; Secretär, Frank P. Baker, Sideon Elam, E. H. Knight; Schatzmeister, John I. Reilly, W. K. Sproule, Jr., Albert Sahm; Directoren, I. I. Ap. pel, A. C. AyreS, Thomas Alford, I. H. Aufderheide, Hiram Brown, I. L. Barnitt, W. E. Barton, C. A. Bar. rett, E. L. Cothrell, C. L. DeWitt, I. W. Folger, Henry Freedman, D. I. Hefron, I. Q. Henderfon, E. M. Johnson, I. E. McCullough, George W. Payne, William T. Patten, Charles Remster, W. A. Rider, M. A. Ryan, George B. Rubens und Ruß H. Wal lace. .

50. Jahres - Versammlung der Stsats-Lehrer-Vereinlgung. Heute Eröffnung derselben.

Die 50. Jahres-Versammlung der Staats'Lehrer-Veremigung wird heute eröffnet werden. Es wird erwartet, daß sich zu derselben etwa 2000 Pädagogen, weibliche und männliche einfinden werden. Die Versammlung wird am Donnerstag Nachmittag geschlossen. Die Sitzungen der verschiedenen Sectionen und Departements werden im Claypool Hotel, im Staatshause und Masonic-Halle abgehalten werden. Die Eröffnungssitzung der Verein! gung findet heute Abend in dem Ver sammlungssaal des Claypool Hotels statt. In derselben wird der zurück tretende Präsident C. A. Prosser von New Albany eine Ansprache halten. Die Jndiana Academie der Wissenschaften, welche sich aus College-Pro-fessoren und Hochschul-Lehrern zusam menfetzt, eröffnet bereits heute Nachmittag ihre Jahressitzung im Zimmer 12, Staathaus. Vorträge wurden von Dr. Robert Heßler, Logansport, Glenn Culbertson, Hanover, I. W. Beehler von der Jndiana Universität und Alb. B. Reagan gehalten. Präsident W. Blatchley hielt gestern Abend im Auditorium der Shortridge Hochschule einen Vortrag über das Thema Die Natur von Jndiana". Die Vereinigung der County-Schul-Superintendenten hielt gestern Nachmittag im Staatshause, Zimmer 67, ihre Eröffnungssitzung ab. Es ift in diesem Jahre dafür gesorgt worden, daß es den Gästen auch nicht an Unterhaltungen fehle. So wird am nächsten Donnerstag in der Masonic Halle ein Concert statt finden, in welchem Chor und Orchester der Richmond Hochschule, der aus 70 Stimmen bestehende Chor der Terre Haute öffentlichen Schulen, der Chor der Connersville öffentlichen Schulen uno das Orchester der Indianapolis M. T. H. S. mitwirken werden. t9f Weissenbach's Wirthschaft, No. 1401 Madison Avenue. Die Geschworenen für den Januar - Termin. ':' Die Mcrion County Jury-Commis-sion JameS A. Cruse und Thomas Steele sowie County Clerk W. E. Davis zogen gestern aus einer Liste von 1200 Steuerzahlern die Namen nächstehender Bürger, welche während des Januar-Termins als Geschworenezu dienen haben : Großgeschworene Webb Ganeway, Decatur Township; Cornelius Kelly, Indianapolis; Robert Dunlap, Indianapolis; James A. McKee, Indianapolis; Nathaniel Smith, Franklin Township; William E. Ringer, Broad Ripple. Kreis-Gericht-H. R. Ellis, Samuel Whitridge, Lafayette Lockwood, Alfred Carver, H. H. Pomeroy, Cd ward A. Hendrickson, Jesse A. Avery und Jonathan Stewart, Jndianapolis; Homer Chilian, Warren Township; Henry Printz und George Stumpf. Perry Township, William S. Darling, Pike Township. Superior-Gericht, Zimmer No. 1 Fred Reinecke, B. F. Carey, F. E. Francis, Thomas W. Brown, John W. Godown. A. D. McNut, John N. Serff und Charles Chatten, In. dianapolis; Edward Schaefer, Center Township; William Hoffman, De catur; Andrew W. Porter, Wayne Township; James A. Smith, Law rence Township. Superior, Gerichts Zimmer 2 Tarfus Vorgoli, Joseph Steffen, John A. BobbS, A. S. Burt, Samuel L. Taylor, Charles A. Clark. John W. Woods, George W. Hoffman und Otto P. Deluse, Indianapolis; Thomas Brunker, Wayne Township; Charles F. Eurber, Washington Township; William R. Connarroe, Pike Town ship. Superior, Gerichts Zimmer 3 Henry Hartmann, W. H. Smith, Lawrence Corydon, Lucius Wilson. William Richter, Thomas Fesler und John Berger, Indianapolis; Wood P. Canfield, Haughville; John A. Blackwell, Bridgeport: Melville A. Beagle. Lawrence Township; George William son, Decatur Township. Um eine Erkaltung in einem Tage z knrircn nehme Laxative Bromo Quinine Tablets. Alle Druggisten erstatten das Geld zurück, wenn sie nicht kuriren. E. W. Grove'S Unter schrift ist auf jeder Schachtel. 25 Cents. '

Die Lungenentzündung Und ihre Opfer. Weil unter den gestern im Gesund-

Heits-Amte gemeldeten Todesfällen von den betr. Aerzten bei 6 Lungenentzündung" als Todesursache angegeben war, und ebenso während der letzten Woche bei 11 Fällen, hat eine hiesige Abendzeitung, resp, ihr Reporter, es für angebracht gehalten, in die Welt hinauszuposaunen, daß hier die Lun genentzündung (Pneurnonia) in schrecklicher Weise zrassire. Daß diese 17 Todesfälle infolge der tückischen Krankheit dem Gesundheitsamte gemeldet wurden, läßt sich ebenso wenig ableugnen, als die Thatsache, daß zur Zeit viele Personen, klein und groß, an der Krankheit leiden. Dagegen ist aber zn bedenken, daß die gemeldeten Todesfälle sich auf einen bedeutend größeren Zeitraum erstrecken, als es den Anschein hat. Denn bezüg lich derTodesfälle, wie bezüglich derGe burten herrscht auf Seiten der Herren Aerzte und Hebammen eine bedauerns werth laxe Methode. Vorgeschrieben ist, daß Geburten und Todesfälle umgehend auf den von der Behörde gelieferten Formularen der Behörde gemel det werden sollen. Und doch kommt es fast täglich vor, daß der Behörde der Tod eines Kindes gemeldet wird, das vor Wochen geboren, dessen Geburt aber noch nicht gemeldet worden ist. Und bei Todesfällen erfährt die Behörde zu meist erst dann davon, wenn der Leichenbestatter erscheint, um den Begräb nißschein zu erlangen. Und deshalb sind viele der in der legten Woche gemeldeten Todesfälle auf die vorletzte Woche zurückzudatiren, wie auch die gestrigen auf die lehte Woche. Immerhin wird aber Jedermann wohl daran thun, sich durch geeignete Maßregeln, vor Allem Vermeidung von zu jähem Wechsel aus überheizten Räumen in die kalte Luft, vor der Erkrankung zu beschützen. ! Behörde für off. Werke. Contract für HospitalVerbesserungen. Die Behörde für öffentliche Werke öffnete in ihrer gestrigen Sitzung die für die geplanten Umänderungen und Verbesserungen im neuen, bislang un benutzten Hospital-Flügel eingelaufenen Angebote, die wie folgt lauteten: C. L. Wollenweber $1062 I. W. Scrimsher & Co 1450 W. P. Jungclaus Co.... 1650 Der Contract wurde an C. L. Wol lenweber vergeben. Er wird bereits heute mit der Arbeit beginnen. Endgültig'bestätig t wurden die Asseßment-Umlagen für Verbesserungen an der Hel:n Str., von der Michigan Str. 705.30 Fuß nördlich., und Bau des Hauptcanales in der Bloyd Ave. Macht Ernst gegenüber den Jnterurban Linien. Auf Grund einer formellen Veschwerde, daß der Straßenbahn-Wagen No. 262 der Indianapolis NorthernLinie am Samstag es unterlassen habe, an 17. Straße unb Central Ave. für die Aufnahme eines städtischen PassagierS anzuhalten, hat dieÄehörde die IndianaUnionTractionCo.aufgefordert,zu erklären, weshalb sie die neuliche Ordre betreffs AnHaltens der JnterurbanWagen innerhalb der Stadtgrenzen nicht befolgt. Bringt die Gesellschaft nicht eine zufriedenstellende Entschuld! gung vor, so wird sie um 850 bestraft m?rd?n. wie in ibrem Freibriefe vorae- " 'l " -"I" il sehen. Immer noch auf freien Füßen Ist der Neget-Mörder Preston Bell. Gegen 7 Uhr gestern Morgen lief in der Polizel-Station per Telephon die Nachricht ein, aus der Süd Capitol Avenue sei der Neger Preston Bell ge sehen worden, der am Weihnachtstage an der Willard Straße seinen Rassengenossen Abe Welch ermordete. Allein die Polizei vermochte nicht, den sehnlichst gewünschten Nigger zu finden. Auch bis zur Nacht war er noch nicht entdeckt worden. Den Katholiken ist durch einen besonderen Erlaß .des Papstes PiuS X., der am Sonntag in allen Kirchen der Stadt verlesen ward, der Genuß von Fleischspeisen am näch sten Freitag, 1. Januar, gestattet wor den. Sonst muß der Freitag als Fasttag beobachtet werden.

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An die Grokgeschworenen überwiesen Wurden der Mörder Harry Chapman und die 3 deS Raubattentates verdächtigen Burschen. Der 13.jähr!ge Negerjüngling Harry Chapman, der in der Sonntag Nacht wie berichtet seinen Stiefkater Edward Stanbope erschoß, verzichtete gestern im PolizeiGerichte auf ein Vorverhör und wurde ohne Zulassung von Bürgschaft an die Großgeschworenen verwiesen. Das Gleiche geschah mit Erney Flet cher und Edward Claire, von der Co lumbia Ave. und Harry Low von der Mrtindale Ave., den 3 jungen Burschen, die angeklagt sind, am Samstag Abend den Raub'Uebersall auf den Groceristen Geo. W. Squires an 16. Str. und Martindale Ave. ausgeführt zu haben. Uebrigens hat Squires bewiesen, daß dennoch von den Räubern auf ihn ge schaffen worden ist; denn die betr. Kugel wurde gestern in einer Thür des Ladens eingebettet vorgefunden. Sie hatte ferner Squires Kappe durchbohrt und ihm eine Streifmunde hinter dem Ohre beigebracht.. Blutige Keilerei Auf der Buchanan Str. nahe Virginia Ave. Auf der Buchanan Straße nahe Virginia Ave. fand gestern Nachmittag nach 2 Uhr eine blutige Schlägerei statt, und wurde die ' Polizei aufgeboten, um Frieden zu stiften. Die Rad lerpolizisten ermittelten, daß Tan Donahue von No. 1137 Olive Str. und Martin Collins, die schon vordem wegen eines Frauenzimmers auf feindlichem Fuße gestanden, dort wieder aneinan dergerathen seien und daß bei dem Straßenkampfe Donahue seinemlGegner das Gestcht mit einem Rastrmeffer aufgeschlitzt und ihm sogar die Nasenspitze abgeschnitten hatte. Donahue flüchtete, während Collins sein verunziertes Ge sicht von einem benachbarten Arzte flicken ließ. Bis zu später Stunde war Donahue noch nicht erwischt worden. Zn Bloomington, Zll., ver-' langt. Charles Mackey, ein Jüngling, der in Bloomington, Jll., wegen Dieb stahls mehrerer Checks und $50 in Baar auS einem dortigen Geschäfts Locale verlangt wird, wurde gestern Morgen von den Radlerpolizisten Dun can und Wilson im UnionBahnhofe als Gesetzesflüchtling in Haft genom men. Letzte Nacht schon ward er nach Bloomington zurückbesördert. Indianapolis Louisville. Es sind Aussichten vorhanden, daß in nicht allzuferner Zeit eine elektrische Bahnverbindung zwischen hier und Jessersonville via der JndplS., Co lumbus & Southern Traction Co." etablirt werden wird, sobald die .Louisville & Southern Traction Co." das Recht erlangt hat, die große Louis ville & Jeffersonville Brücke zu be nutzen. In Chicago gestorben. In Chicago ist am Sonntag auf der Reise nach dem Westen, wo er Heilung von seinem Lungenleiden zu finden hoffte, Herr Rud. Knauer, bisheriger Leiter des Grand OperaHouseOrche sters, der tückischen Krankheit erlegen. $r stammte aus Chicago und war Mit glied der dortigen Mustker-Union. Zp Nauchtdie B0NANZA,

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