Indiana Tribüne, Volume 27, Number 108, Indianapolis, Marion County, 28 December 1903 — Page 4

n Jndtana Tribüne, 28. Dezember 1903

jndiana Tribüne. HkrauZAkAebrn von bti utendttg 6. Indianapolis, Ind.

Sany O. Thuöium 5 Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Strotze. telepho.xe 2. mered at the Post Office of Indianapolis as secood dass matter. Deutsche Kunst in St. Louis. Ein Streitfall. Berlin, im Dezember. Ursprünglich war für die Beschickung der deutschen Kunstabtheilung in St. Louis eine ganz neuartige Organisation gevlant: Der Ausstellungskommissär. Geheim rath L ewald. hatte aus den deutschen Kunstcentren Vertreter zu einem gemeinsamen berathenden Comite ' berufen, und damit sollte, wenck wir nicht irren, zugleich die Jury gegeben sein. Daß und warum es bei diesem plausibeln Vorhaben nicht bleiben konnte, gehört zu den Seltsamkeiten neupreußischer KunsipoliNk. Die All gemeine Deutsche Kunftgenossenschaft mit ihrem derzeitigen Vorort Dresden leitete aus ihrem Statut das alleinige Recht zur Leitung gemeinsamer deutscher Kunstausstellungen her. und sie ist damit durchgedrungen, weil sie in Herrn Anton v. Werner, dem wirklichen preu ßischen Kunstminifter ohne Portefeuille, einen Fürsprech an maßgebender Stelle hat. Herr Werner erreichte, was er wollte. Der ursprüngliche Plan wurde fallen gelassen, einige als modern der dächtige Persönlichkeiten des Ministeriums sind bei dieser Gelegenheit mit gefallen", und die Allgemeine Teutsche Kunstgenossenschaft versandte ihrerseits die Einladungen, die Liste der Centraljury und die Bedingungen. Das scheint auf den ersten Blick kein Schade zu sein." Die Allgemeine Deut sche Kunstgenossenschaft ist ihrem Statut nach eine unparteiische Geschäftsvereinigung. und ebenso wie die konservativeren Künstlervereine, die alle in ihr vertreten sind, gehören ihr in der Form cetrennter Lokalverbände" auch die deutschen Sezessionen an. Aber Unparteilichkeit ist in der Kunst eine eigene Sache. Gerade wenn die Kunstgenossenschaft objektiv sein will, muß sie ihre einzelnen Lokalverbände nach der Anzahl ihrer Mitglieder, nach der Quantität, nicht der Qualität, be werthen und in einer Gesammtausstellung wie der von St. Louis zu Worte kommen lassen; die Sezessionisten. die reicher an Talent als an Stimmen sind, mußten'dem naturgemäß mit Mißtrauen entgegensehen. Die Kunstzenossenschaft fühlte und fürchtete das in ihrem stark ausgebildeten Ehrgeiz selbst, und sie versandte darum Anfang? November die Nachricht, daß sie den Raum nicht genau nach der Mitgliederzahl vertheilen werde nach die ser wären ja z. B. der Berliner Sezes sion nicht mehr als 14 Meter zugefallen. Die Genossenschaft wollteialso sogar zu Gunsten der Sezession fast von ihrer Unparteilichkeit abweichen, so sehr ist es ihr um diese'zulthun; ohne ihre Betheiligung sürchtet sie eben doch auch das Urtheil des Auslandes. Die Berliner Sezession'hatltrotzdem einstimmig abgelehnt, und München, Düsseldorf, Karlsruhe, Stuttgart, Weimer schlossen sich ihr an. Sie alle wollten nicht unter Führung und im Rahmen der Genossenschast ausstellen. Nun klagt" diese in einem offenen Brief dle Sezes sionisten des Verraths" an der nationalen" Sache an. Ohne indiesem Streit, der jetzt zum Theil in Berliner Blättern geführt wird, Stellung zu nehmen, kann man konstatiren: Es ist selbstverständlich das Recht der Sezessionisten, auszustellen oder nicht. Ihre Motive glauben wir übrigens zu'kennen. Sie sind der Ansicht, daß inlDingen der Kunst die Solidarität eines nationalen Vereines, dem man nur aus Gründen der geschäftlichen angehört, ziemlich wenig iind Geschmacksverschiedenheiten sehr ml bedeuten. In welchem Geiste Kunst beurtheilt und in einer Ausstellung zur Geltung gedrachtwird, scheint ihnen das Wichtigste. Einer Jury und Hängekommission, in der sie unter 20 Stimmen mit nur vier vertreten sein sollen, wollen sie sich nicht anvertramn. Auf kunstpolitische und andere kleinliche Argumente, mit denen die Genossenschaft jetzt arbeitet so sagte mir ein berühmter Berliner Maler wollen sie sich so wenig einlassen, daß sie eS vielmehr vorziehen, auf der Meltausstellung in St. Louis nicht vertreten zu sein.

In dieser Stimmung fanden sich alle die genannten deutschen Sezessionen zusammen. Das sei deshalb besonders betont, weil nach dem vorjährigen Zerwürfniß zwischen der Bertiner und Münchener Sezession zum ersten Male wieder eine Gemeinsamkeit sich zeigt. Wir glauben verrathen zu können, daß diese Gemeinsamkeit sich bald noch befestigen irnb auch durch die anderen genannten deutschen Kunststädte sich erweitern wird. Eine Ueberraschung scheint bevorzustehen, und speziell in Berlin giebt eS jetzt genug künstlerische Persönlichkeiten, wie z. B. den von der königlichen Moabiter Aufstellung abgesagten Maler Arthur Kampf und Kunstgelehrte, die für eine modern? Vereinigung großen Stils zu haben sein dürften ! Auch das kann eine nationale" Sache werden. Ohne die privilegirte Kunstgenossenschaft und ihr St. Louis. In der deutschen Abtheilung auf der Weltausstellung zu St. Louis 1904 werden von preußischen Behörden vertreten sein : Das Kultusministerium in der Unterichtsgruppe, das Ministerium der öffentlichen Arbeiten mit Darstellungen der WohlfahrtSeinrichtungen für Eisenbahnarbeiter, das Ministerium für Handel und Gewerbe mit Schilderungen der preußischen BergWerkseinrichtungen, gleichfalls vornehmlich in Bezug auf Arbeiterfürsorge, das Landwirthschastsministerium mit Darlegungen, die das Forstwesen betreffen. Auch aus anderen Einzelstaaen haben sich Behörden an der Ausgestaltung verschiedener Abthe! lungsgruppen betheiligt. Vom Reiche werden ReichS-Versicherungsamt und Statistisches Amt mit einer umfassenden Klarlegung der soziolpolitischen Einrichtungen, wie sie im Laufe der litzten Decennien für die deutschen Arbeiter geschaffen find, vertreten sein. Namentlich auf die möglichst umfangreiche Gestaltung der letzteren Darstellung wird amerikanischerseits der größte Werth gelegt. Dementsprechend Wünsche sind aus Amerika dem deutschen Reichskommissär vielfach übermittelt worden. Jedenfalls geht aus dieser behördlichen Betheiligung hervor, daß den Besuchern der Weltausstellung zu St. LouiS ein umfassendes Bild der deutschen Arbeiterfürsorge vorgeführt werden wird. Das Jnvalidenheim der Thüringi schen Landesvcrsicherungsanstalt zu Weimar, dessen in prächtiger Lage un. weit Rudolstadt erbautes Wohnhaus kur Zeit etwa 50 Invaliden beherbergt, wird in einer besonderen Abtheilung der Weltausstellung in St. Louis der treten sein. Die Gebäude in Etzebach so heißt der Ort der Ansiedelung und die landwirthschaftlichen Cinrichtungen werden in besonders gemalten Bildern und Modellen, denen eine Beschreibung in deutscher und englischer Sprache beigefügt ist, ausgestellt werden.

Das Landwirthschaftliche Departe ment verspricht in seinem jüngsten Berichte, energisch gegen die LebensmittelVerfälscher vorgehen zu wollen. Daß das große Publikum diese Absicht willkommen heißt, ist selbstverständlich; aber es muß auch selbst mitwirken, sonst sind alle Bemühungen des DepartementS verlorene Arbeit. Wenn eine Person ein verfälschtes NahrungsMittel entdeckt, sollte sofort Anzeige erstattet werden. Zwischen dem Morden durch die Bahnen und den vergifteten Nahrungsmitteln führen wir eigentlich ein recht gefährliches Dasein. Der Bankkrach in Elkhart. E l k h a r t. Als eine Folge des Zusammenbruchs der Jndiana National Bank befinden sich folgende Gesellschaften in Händen von Massenverwal tern: Elkhart Paper Co., Boeschzr Mfg. Co., Consolidated Paper & Bag Co., National Mfg. Co., Jewel Fürnace Co. und Acme Cycle Co. Die Gesammtpassiva der Jndiana National Bank belauft sich auf $820,0C0, welchen Activa von nur $152,000 gegenüberstehen. Neues Schulhaus abge- ' b r a n n t. Terre Haute. Das neue Schulgebäude im benachbarten Clinton wurde am Samstag total zerstört, nichts wurde gerettet. Der Schaden belaufen sich auf $10,000, welchem Versicherungen von etwa $5000 gegenüberstehen. ES wird allgemein angenom men, .daß daS Feuer das Werk von Brandstiftern ist. -'. ) 4 IST Die beste 5 Cent Cigarre in der Sttdk' Mucho'S Longfellow".

Fröhliche Weihnachten! Das hehre est in deutschen vereinen in schönster weise gefeiert.

Socialer Turnverein. Der große Saal des Deutschen Hauses vermochte gestern Nachmittag die große Zahl der Besucher kaum zu fassen, welche sich eingefunden hatten, um an der Weihnachtsfeier der Freisinnigen Sonntagsschule des Socialen Turnvereins theilzunehmen. Ein reizendes Programm gelangte in gefälliger Weife zur Durchführung. Eröffnet wurde die Feier durch mehrer von der City Band vorgetragene Musikpiecen. Der Kinoerchor trug mehrere Lieder vor und es bereitete wohl einem jeden Zuhörer Vergnügen, den frischen Kinbeistimmen zu laufchen. Mehreren Zöglingen des Kindergartens waren Declamationen übertragen und sie ent ledigten sich ihrer Aufgaben in zufriedenstellender Weise. Unter Leitung des Turnlehrers Fischer führten die 1. und 2. Knabenund Mädchenklassen einige Turnübun--gen vortrefflich durch; am meisten gesielen die Holzring'Uebungen, welche von Schülerinnen der 1. MädchenClasse ausgeführt wurden. Der jugendliche talentvolle Wm. Greuling erfreute das Publikum durch ein Violinfolo. Hierauf kam dieHauptnummer des Programms, die Auffüh rung des Weihnachtsmärchens Erfüllte Wünsche", welche ganz brillant von Statten ging. Sämmtliche Mitwirkenden befleißigten sich einer vernehmlichen und klaren Aussprache und viele von ihnen traten mit einer erfrischenden Unbefangenheit auf. Es war ihnen anzumerken, daß sie mit ganzem Herzen bei der Sache waren, alle hatten ihre Rollen vortrefflich gelernt, so daß der Mann dort unten im Kasten nicht viel Arbeit hatte. Herr Philipp Michelson, welcher das Märchen mit den Kindern einstudirt hatte, kann auf den hübschen Erfolg, welchen die Vorstellung erzielte, mit Recht stolz sein. Die braven Mitwirkenden waren: Frieda Schissel, Theo. Stempsel jr., Otto Lieber, Erwin Vonnegut,' Irma Schulmeyer, Anna Jacobi, Louise Schulmeyer, Frieda Bauer, Elsa Ul rich, Gretchen Metzger, Norma Müller und Louis Koster. Nach der Vorstellung schaarten sich sodann die Kinder um einen prachtvoll geschmückten in elektrischem Licht strahlenden Weihnachtsbaum und ein jedes kleine Menschenherz wurde sodann durch prächtige Gaben erfreut. Hierauf waren die Kleinen die Gäste des Dan-.en 'Vereins des Socialen TurnVereins, welche sie in nobler Weise bewirtheten. Ein Tanzkränzchen bildete den Schluß der fröhlichen Weihnachtsfeier. Indianapolis Liederkranz. Seit Jahren ist es im Indianapolis Liederkranz" Brauch gewesen, und ein edler, deutscher Brauch, in der Festwoche anch der Kinder zu gedenken, der Kleinen, aus denen sich hoffentlich dereinst wackre deutsche Sänger und Förderer deutschen Wesens in Amerika entwickeln werden. Alljährlich hat der Liederkränz" den Kindern seiner Mitglieder ein echt-deutsches Weihnachtsfest bereitet, und so auch gestern Abend in der Germania Halle. Im großen Saale der Halle prangte ein mächtiger, Prächtig geschmückter Weihnachtsbaum, als gegen 9 Uhr die Feier begann, zu der sich fast sämmtliche Mitglieder mit Familien und eingeladenen Freunden eingesunden hatten. Als die Lichter am Christbaume entflammten, sang der Liederkranz unter der Leitung seines neuen Dirigenten, Prof. Riegner, ein stimmungsvolles Lied, und dann brachen Jubel und Begeisterung loos. Denn da begann die Vertheilung der Geschenke, welche das Christkindlein durch Santa Claus gesandt hatte, an die 300 und mehr Kinder, die an der fröhlichen Weihnachtsfeier theilnahmen. Jedes Kind erhielt eine Schachtel Zuckerzeug und ein hübfches Spielzeug. Mittlerweile hatten in 2 Ecken der Halle Heinzelmännchen eine große Anzahl von Gaben für die Großen angeschleift, wie auch auf der Bühne, wo die Geschenke en die Kinder vertheilt worden waren. Aber so leicht ,wy?d den Großen daS PreiS-Erringen nicht

gemacht. Sie mußten entweder Loose ziehen oder sich auf die Gunst der Glücksräder verlassen. In jedem Falle ader erhielten sie prächtige und nützliche Gewinne. Und auch die Großen hatten so ihre Freude, selbst wenn sie sich an der Freude der Kleinen erquickt gehabt hätten. Kurz nach 10 Uhr, als die Verloo-fünf-ihrem Ende entgegen ging, intonirte die City Band" eine fröhliche Tanzweise für dieKleinen, der eine zweite folgte, und daran schloß sich ein sideles Tanzkränzchen für die Erwachsenen, das bis zu vorgerückter Stunde dauerte und allen Theilnehmern nochmals einen Frohgenuß bereitete. Um den schönen Erfolg des Festes haben sich di: folgenden Comites ver dient gemacht : F e st . A u s s ch u ß : Herren Jos. Behringer, Franz Schaefer. Gustav Dongus, Val. Hoffmann und Gustav Weiffer.bach. Verloosungs - Comite: Val. Hoffmann, Adam Weber und John Koch. 1. Glücksrad: Franz Schaeser, Vors.; Julius Kern, Jos. Kramer. Leo Pisch und Tony Cevatsky. 2. Glücksrad: Wm. Hofmeifter, Vors.; Jacob Schulmeyer, Hy. Stoeffler und Louis Kuechler. Südseite-Turnverein. In der Südseite-Turnhalle herrschte gestern Abend ein fröhliches Leben und Treiben und die weiten Räume hallten von herzlichem Kinderlachen wieder. ' Der Verein feierte sein Weihnachtsfest und an diesem Abende sind die Kinder die Hauptpersonen. Ihnen Freude und Vergnügen zu bereiten, ist ja der einzige Zweck der Feier. Dieselbe wurde mit einem Aufmarsch aller Zöglinge der 1. und 2. Mädchenclasse und der 1. und 2. Knabenclasse eröffnet, welcher einen sehr malerischen Anblick gewährte. Hierauf sangen si? gemeinsam, beschattet von einem mächtigen, brillant decottrten Christbaum, das Lied: O Tannenbaum". Jacob Wachtel declamicte sodann einen Weihnachtsgruß nnd Paul Gutzwiller trug einen Weihnachtswunschvor. Beide Knaben erledigten sich ihrer Aufgäbe in wackerer Weise. Martha Meßmer und Elsie Berner erwarben sich mit einem Piano-Duett den Beifall des Publicums in solchem Grade, daß dasselbe nicht eher ruhte, als bis sie noch eine Dreingabe folgen ließen. Sehr hübsch trug ein Sextett der 2. Mädchenclasse den stimmungsvollen Weihnachtsgesang Stille Nacht, heilige Nacht" vor. Sodann folgten turnerische Uebungen seitens der 1. und 2. Mädchenclasse und der 1. und 2. Knabenclasse, welche unter Leitnng von Turnlehrer Toll in exacter Wase ausgeführt wurden. Eine Glanznummer des Abends war unstreitig der von der 2. Mädchenclasse vortrefflich durchgeführte Gesang?Reigen : In der Welt ist viele Wonne." Es ist geradezu erstaunlich, über welch' gutes Stimmaterial die 2. Mädchenclasse des Südseite Turnvereins verfügt. Sehr gv.t gelangen auch die Uebun gen an Kletterstangen mit Pyramiden seitens der 2. Knabenclasse. Hierauf wurden folgende Turnschü lerinnen, resp. Schüler, welche wäh rend des ganzen Jahres nie gefehlt haben, auf die Bühne gerufen : 2. Mäd chen classe. Martha Meßmer, Lilie Mack, Rosa Herschel, Frieda Koster, Lena Dongus, Elsie Koehler, Minnie Freund, Fern Vorland, Emma Rieder, Myrtle HineS, Emma Schuhmann, Olga Gackstatter, Helen Huegele, Stella Berg, mann, Frieda Jacobs, Lena Lower, Edna Beermann, Dora Mack, Edna Koster, Elsie Schuhmann, Loni Eitel, Anna Viewegh. Bertha Gassert. 1. Mädchenclasse. Luella Bergmann, Lena Eitel, Frida Kohl, Flora Beermann, Julie Mueller. 2. Knabenclasse. Henry Gräber, August Kuntz, Fred. Schoemann, Jacob Wachtel, Henry Müller, Otto Gräber.' 1. K n a b e n c l a s s e. Edward König, Ludwig König, Otto Müller, Carl Gassert, Emil Gassert, Eddie Schuhmann, Ernst Kobler, Paul Kobler. Nachdem die Kinder sich im Halbkreise aufgestellt hatten, tauchte plötzlich aus einer Versenkung der Weihnachts mann (Santa Claus) in höchsteigener Person auf. Sein Erscheinen rief einen ungeheuren Jubel unter den Kindern hervor.

An die auf der Bühne versammelte Schülerschaar aber hielt er eine kurze Ansprache, in welcher er sie für ihre Pflichttreue belobte; hierauf wurden sie von ihm noch extra beschenkt. Hierauf mußte Turnlehrer Toll vor ihm erscheinen und er überreichte ihm sodann im Namen des DamenVereins und des Südseite Turnvereins zwei Couverts, welche ansehnliche Geldgeschenke enthielten. Ferner übergab r ihm noch im Namen des Ersten Spre chers, Herrn Henry Victor, ein werthvolles Geschenk. Nachdem Santa Claus (Herr Albert Ledig) seine angenehme Mission in allseitig zufriedenstellender Weise erfüllt hatte, wurde Herr Toll noch von der Damen-Classe und den Activen mit einer prachtvollen Standuhr, 2 Leuch tern, und von der 2. Mädchenclasse mit einem herrlichen Blattgewächs und einem Papierkorb beschenkt. Diese Aufmerksamkeiten, welche Herrn Toll zu Theil wurden, legten wohl Beweis ab, daß er sich sowohl unter den Mitgliedern des Vereins und der Damen'Section als auch bei seinen Schülern allseitiger Beliebtheit erfreut. NachZder Bescheerung wurden die Kinder noch von den Damen des Vereins in nobler Weise bewirthet. Mit einemiTanzkränzchen schloß die Iröhliche Weihnachtsfeier.

Nachrichten aus Jndiana Ein historischer Becher wieder entdeckt. Vincennes. Der berühmte Bunyan Becher", eine historische Reliquie, welcher zur Zeit, als er auf der Welt-Ausstellung in Chicago ausgestellt wurde, gestohlen' wurde, ist vor einigen TagenZlin Lawrenceville, einer wenige Meilen westlich von hier in Jllinois belegenen Ortschaft entdeckt worden. Als John Bunyan, der Verfasser von Pilgrims Pcogreß" im Jahre 1671 in Bedford, England, im Gefängniß saß, erhielt er den Becher von seiner Frau zum.Geschenk. Der Becher wird nun in St. Louis ausgestellt werden. Angeblich ein Louisviller. Salem. In dem Wiseman'schen Wäldchen, nahe den Geleisen der Mo-non-Bahn, würd? von zwei Jägern die Leiche eines gutgekleideten Mannes, mit dem Revolver in der erstarrten rechten Hand, gefunden. Aus der Waffe war ein Schuß abgefeuert worden, und die dort fehlende Kugel wurde später unmittelbar unter der Schädeldecke im Hinterkopfe des Todten entdeckt. Mund und Lippen des Letzteren waren von Pulver verbrannt und in feincnTaschen fand man eine goldene Uhr und ein Rasirmesser. Auf dem rechten Arm, grade über dem Ellbogen war der Name G. Hope" eintätow!rt. Man glaubt, daß der Todte ein Louisviller ist. Trust-Geisellschaftin Peru. Peru. Mit einem Actien-Capi-tal von $200,000 ist hier die Wabash Valley Trust Co." organisirt worden. Die Directoren sind : Benjamin E. Wallace, Frank Fowler, Charles H. Brownell, Louis B. Falwiler, James O. Cole, Charles Cerry, Charles B. Hughes und Wm. H. Zimmermann. Di? Bank wird wahrscheinlich Anfang nächsten Jahres eröffnet werden. Die Leiche von Charlie Wilcox gefunden. Linden. Die Behörden sind benachrichtigt worden, daß die Leiche des Charlie Wilcox in einem Kornfeld in Brown County gefunden wurde.' Nach dem Zustand der Leiche zu urtheilen, muß der Tod schon vor etwa einem Monat ersolgt sein. Vor etwa 3 Monaten hatte Wilcox sich heimlich aus Linden entfernt und eS stellte sich dann heraus, daß er der Greer Wilkinfon Lumber Co.", bei welcher er angestellt war, eine bedeutende Geldsumme unterschlagen hatte. Ueberfahren und get ö d t e t. Marion. Der Arbeiter I. A. Hence kam am Samstag nach hier, um Weihnachtseinkäufe zu machen. Während des Schneesturmes, welcher hier wüthete, wollte er das Geleise der Big Four Bahn kreuzen, als ein Zug herangesaust kam und ihn zermalmte. Fuchsjagd in Miami County. K o k o m o. Die Erie Fox Drive Ass'n." veranstaltet am Neujahrstage in Erie Township, nahe Miami, in Miami County eine Fuchsjagd. Eine Jagdregel ist, daß die Füchse lebendig elngefangen werden müssen.

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