Indiana Tribüne, Volume 27, Number 108, Indianapolis, Marion County, 28 December 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 28. Dezember 1903.

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Aerzte.

i)r. L. H. Herbert, Scutiänt Arzt. l Graduirt Kaiser!. Univers. Wien. -120 Ost Cöio tr.. Van Vorhis Gebäude Sprechstunden: 9-ll A.M. 2-4 P. M. 78 P. M Eonutag : 911 A.M. Pdont. NtV 4149. Zjznhnunq. lt 1193 Eherry. DR. C L. RITTER, Newton Clayvool Gebäude, ZZimmer 232-233. T.tuti Telephon 4681 lPenrsqlvaiia und Ohio Str.) 2. Stock. Ossice. Stunden: 9 bil 10:30, 2 bis 3:30 Uhr 7 bil 8 S$r Ädends am Montag. Dienstag, Tonnerstag. Samstag. Sohnun: 44 Pr-Spct tratze, stunden : S Uhr BormiitagZ und I Uhr Nachmittag! Neue Telephon 930. Dr. J. A. Suteliffe, Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin undRectum Krankheiten. Office : 155 Oft Market Str. Tel. 941 Osfice-Stundea : 9 bi 10 Uhr Vm. : 2 bil 4Ubr N Mm. Sfoeffler Saison. 202 Nord Noble Str. Neueö Telephon 2001. Big 4 Route Feiertags - Ercurstonen Niedrige Rundfahrt Raten. Chicago 9. 70, Cincinnati S4.40, Dayton $4.40, St. Louis 9.90, Veoria 88.20, Columvus 87. iO, Clcveland 811.00, Buffalo 817.70. Correspondirend niedrige Raten nach allen Plätzen im Territorium der Central Passa gier Vereinigung. Taten des Verkaufs, 31. Dezember und 1. Januar. Ebenso für Lehrer und Studenten der Colle gien, Seminare und Universitäten gegen Vorzeigung der nöthigen Beglaubigungen. Daten der Verkäufe und Schlußtae, am Tage vorher und am Tage nachher, der Tag der"Rückfhrt nicht später wie 11. Januar 1904. Für Billette und genaue Auskunft enden Sie sich an die Osficen der Big Four Bahn. No. 1 Ost Washington Straße und Union Bahnhof. H. M. B r o ns o n, A. G. P. A. )) fel!RgjgtoS3iI RfY5" Fcicrtags-Excursioncn, i 1 Fahrpreis für die Rund3 fahrt nach allen Punkten. 80.70 CHICAGO 80.70 und zurück. TicketZ werden verkaust am 31. Dezember nnb 1. Januar, gütig für schlieklichk Rückfahrt btl ZUA 4 Januar. Pier Schnellzüge von Indianapolis. 7:00 Sornt. liifiOiSoxm. J:35 Hrn. Mitternacht. Ankunft in Chicago : 12 MittagZ. 6:55 Nachm.. 8:40 Abend. 7:23 Morgens. Parlor und Speise Waggons mit allen Ta geszüzen; Local Schlafmaggons der Nachtzüge find um 8:30 Uhr Abends bereit. Ticket Offices, Union Bahnhof, Mass.Ave. und 22. Str. und No. 8 Nord Illinois Str. N. P.Algeo, D. P. A. fZ"Feiertags m i Excurftonen ITEyfc'S iVs 1 Fahrpreis sur die Rund 3 fahrt nach allen Punkten. 94.40 Cincinnati, 84.40 Dayton, S5.G0 Lima, 88.40 Toledo, 89 00 Detroit, 80.15 Deratur, 87.70 springfield Fahrka we n verkauft am 31. De zemer, gil.' 'T, die Rückfahrt bis zum 4. Januar 190 t. ; ket Offices Union Bahn hos und No. 8 3loxt Illinois Straße. R. P.Algeo, D.P.A. Jots. Adarna ...Painter... Spezielle Aufmerksamkeit wird Srainine, Calcimininz, Tinting und Glaser Arbeit ge schenkt Werden, No. 11 Hudson Str. Oc, relevhoa s?tej 7i. Bahnn Jtltptjon Htttl 04 .

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Ein aussichtsloser Aampf. Trotz heftiger Zlnfeindnng vermehren sich die GeWerkschaften bedeutend.

Dowie's Abschied. Die Balzn ' Katastrophe in 2Nichigan. Hilfskreuzer Dirie" segelbereit. Nnfälle in den Gruben.

Blüthe der Gewert, schaften. A l b a n y, N. Y., 27. Dez. Trotz der gewaltigen Anstrengungen zur Entmuthigung der GewerlschaftSBewegung hat der Unionismus ein großes Anwachsen in der Mitgliederzahl und in der Neubildung von Gewerk schasten zu verzeichnen, wie aus dem heute Abend veröffentlichten Berichte des staatlichen ArbeitS-Departement? für das mit dem 1. Okt. endende Vierteljahr hervorgeht. Hiernach befanden sich im Staate New York Ende September 2.537 Ge werkschaftm, 225 mehr als 6 Monate zuvor. Die Gesammt.Mitgliederzahl betrug 395,736, ein Anwachsen von 38,624. Die Stadt New York gewann 24, 361 oder 11.3 Procent an Mitglieder, zahl; der größte Zuwachs ergab sich im Bau- md Transport'Gewerbe, wäh rend 1 55 KleidungS - Gewerbe 4,065 Mitglieder verlor. Die Einwanderung im New Vor ker Hafen stellt fortgesetzt selbst die M3her unerreichten Zahlen vom letzt.'n ahre in Schatten. Im Juli, August und Septbr. landeten 129,809 ZwU schendecks- Paffagiere in New tyoxl, gegen 103,800 in den gleichen Monaten von 1902." D o w i e 's Abschied. Chicago, 27. Dez. John Alexander Sowie, der sich zur Reise nach Australien rüstet, nahm heute in einer Versammlung im Auditorium von seinen Anhängern Abschied. Dowie will am Neujahrstage nach New Or leans abreisen und von dort, mit Auf enthalt in den größeren Städten, nach San Francisco, von wo er am 21. Januar absegelt. Nach Chicago gedenkt er im Juni zurückzukommen. In seiner Rede bezeichnete Dowie es als eine böswillige Lüge, daß feine Frau $7,000,000 mit sich genommen habe. Er selbst werde nur genügend Baar.Geld für die Reise . Auslagen einstecken." , Verschiedentlich erwähnte Dowie den Präsidenten Roosevelt in freundlicher Weise und in seinem Gebet flehte er, daß Herrn Roosevelt's Feinde verhin dert werden mögen, ihre bösartigen Anschläge durchzuführen". Kreuzer Dixie". Philadelphia, 27. Dez. Die SonntagSRuhe wurde heute im League Island Schiffsbauhofe unter brachen durch die eilige Ausrüstung des Kreuzers Dirie' sür die Fahrt nach Colon und heute Abend liegt da' kleine Boot segelfertig für morgen früh im Delaware'Fluß. Die Thätigkeit im Schiffsbauhofe ge mahnte lebhast an die geschäftigen Scenen, die sich dort kurz vor dem spa nisch-amerikanischen Kriege abspielten. Brigade-General Elliott, der Com mandeur des Marine-Corps, welcher mit der Dixie" nach dem Isthmus fährt, kam Nachmittags an, ebenso 3 Marine Compagnien, eine von Boston, die andern ans Washington. Im Ganzen führt die Dixie" 600 Mann Marine Truppen nach dem Süden, wo sie dem Oberst-Leutnant Waller unterstellt werden. Die Verladung des Kreuzers dauerte gestern bis Mitternacht und wurde heute'Nachmittag vollendet. Zahl und Art der Ladung künden an, daß die Regierung mit einem lan gen Feldzug in Panama rechnet. Die Munteren Räume und Decks find bis zur äußerster Grenze mit Vorräthen gefüllt. Außer den regelmäßigen Vorrüthen nimmt das Schiff 5 Wagenladungen Munition, eine große Holzladunz, AuSrüstungs.Gegenstände für Feldlager und eine Anzahl Wagen mit sich. New York. F. N. R. Martinez, der Musik, und Kunst-Kritiker der World", ist gestorben. Der Zusammengoß auf der Pere Marquette Bahn. GrandRapidS, Wisc., 27. Dez. Heute Abend stellte sich die Todtenliste bei dem gestrigen Zusammenstoß zweier Paffagierzüge der Pere Marquette Bahn in der Nähe von Ost Paris auf 22 mit 29 verletzten Personen, darun ter wahrscheinlich verschiedene tödtlich.

Der Unfall war der verhängniß vollste, welcher das Pere Marquette System jemals betraf, anstatt mensch licher Fahrlässigkeit oder Irrthum schreibt man eS dem Sturme zu, der das rothe Signallicht in McCord's Station, wo der Westzug halten und neue Anweifunge bekommen sollte, verlöschte. Nach den dortigen Bahnbeamten brannte das Licht noch 2 Minuten, be vor der Zug McCords erreichte; in diesem kurzen Zwischenraume löschte es aber der Blizzard aus und der Zug No. 5 sauste an der Station vorbei, um bei Ost-Paris mit dem Ostzug No. 6 zusammenzuprallen. Die Züge, zwei der besten der ganzen Linie, wurden völlig vernichtet und unter den Trümmerhaufen der schweren Wagen waren die Todten und Verletzten begraben. Als der westlich fahrende Zug bei McCords, ohne zu halten, vorbeigekommen und das Verlöschen des Lichtes bemerkt worden war, wußte man zugleich, daß der Zusammenstoß unvermeidlich war. Es gab nur noch ein Vorgehen und das Telegraphen-Bureau verordnete ärztliche Hilfe; dann war teten die Beamten auf das Wort, wel ches, wie sie wußten, kommen mußte. Den schnell dahineilenden Zügen war in dem Blizzard keine Gelegenheit gegeben, um sich zu sehen und wenigstens bei Zeiten die Fahrgeschwindigkeit

ermäßigen zu können. Nach 5 Minuten traf denn auch vom Zugführer von No. 5 die Meldung ein, daß der Zu sammenstoß erfolgt und ein furchtbarer Verlust an Leben zü beklagen sei. Bei dem Zusammenstoße kamen die Passagiere des NachtzugeS ohne ernste Verletzung davon : Jeder eilte herbei, um den weniger Glücklichen aus dem Zuge von hier Beistand zu leisten. Viele entledigten sich ihrer warmen Uederröcke und bedeckten die Verletzten damit. Auch Farmer in der Nähe, die von dem Zusammenstoße hörten, eilten mit Decken herbei und leisteten werthvolle Dienste. Nach Erklärungen der Pere Marquette Bahn fuhr der Nacht-Zug mit einer Schnelligkeit von 60 Meilen die Stunde den Hügel hinab, den der öst liche Zug mit einer Geschwindigkeit von 40 Meilen erstieg. Der erstere Zug hatte voraussichtlich 75 Paffagiere,- der letztere wohl minde stens 125. Der Zusammenstoß erfolgte etwa in der Mitte einer langen. scharfen Kurve, Meilen westlich von Oft Paris. In dem Restaurant-Wagen des Ost Zuges spielte sich eine der ergreifendsten unter den zahlreichen Tragödien bei der Catastrophe ab. SektionsVormann Baldwin kehrte mit Frau und Kind von einer Weih nachtsfeier in Grand Rapids zurück. Zwischen dem Elternpaar saß oas kleine Kind spielend, als der Zusammenprall kam und. alle 3 sosort tödtete. GroßerWhiskeykauf. Eincinnati, 27. Dez. Die Gebrüder Levy von hier haben 25,000 Fässer Kentucky Bourbon von den Kentucky Destillerien und der WaarenHaus - Gesellschaft, einem Zweige deS Whiskey Trusts, gekauft und über $400,000 hierfür bezahlt. Vor Ablieferung des Whiskey ist per Faß die Steuer von $48.35 zu zahlen, was Ll, 200,000 ausmacht und wodurch das ganze Geschäft auf $1,600,000 zu stehen kommt.' Schwere EiSmassen. E v a n s v i l l e, Ind., 27. Dez. Schwere EiSmaffen zogen heute den ganzen Tag vorbei und noch mehr werden erwartet. Die Boote werden die ganze Woche über festgehalten fein. Der Dampfer Tarascon, der mehrere Tage bei HaveSville im Eise gefangen war, fuhr heute in den Green Fluß. Aus dem Wadash kommt noch immer viel EiS; mit dem milderen Wetter wird ein Steigen des Ohio erwartet. Dampfboot gesunken. C i n c i n n a t i, 27. Dez. An der öffentlichen Landungsstelle sank heute der Packetdampfer W. H. Grape vine, das zweite Boot, das innerhalb einer Woche hier durch Ei5 zum Sinken gebracht wurde. Der Verlust an Ladung beträgt über $10,000.

General McArthnr

Lehnt eine Erklärung über seine bekannten Aeußerungen ab. San Francisco, 27. Dez. General McArthur kehrte heute auf der Siberia" von seiner Militär-Jnspec tion auf den Hawaii-Jnseln zurück. Als bei einer Unterredung der Fragesteller das Gespräch auf den Bericht des Obersten Jones von der Hawaii-Miliz. wonacb McArthur einen Krieg zwischen Amerika und Deutschland prophezeit hat, brachte, erklärte der General: ES ist dieS eine Angelegenheit, über welche ich mich in keiner Weise auSspcechen will. Sie müssen mich entschuldigen." Gruben-Unfälle. Wilkeöbarre, Pa., 27. Dez. Gruben-Jnspektor Reynolds vom 7. Distrikte, dem größten in der HartkohleN'Gegend, ist mit seinem Berichte für das letzte Jahr fertig. Es geht daraus hervor, daß in den 17 Kohlengruben des DirikteS im Laufe des Jahres 33 Unfälle mit Verlust an Menschenleben und 124 ohne solchen stattfanden. Im Jahre 1901 betrug die Zahl der verhängnißvollen Unfälle 37; angesichts der Thatsache, daß im laufenden Jahre die Kohlenförderung gegen 1901 eine Erhöhung von 30 Procent ausweist, erklärt der Inspektor, daß im gegenwär. tigen Jahre die Todtenliste in den Kohlengruben sich geringer stellt als in jedem zuvor. Wegen des langandauernden Streiks kann das Jahr 1902 nicht zum Vergleiche herangezogen werden. Elektrische Anlagen. Washington, 27. Dez. In dem Census'Bureau wurde ein bemer kcnswerther Zuwachs in den Electric Light-Plants" verzeichnet. Im Jahre 1831 gab es in den Ver. Staaten nur 8 Central - Stationen und im Jahre 1903 deren 3,602. Die Kosten der Einrichtung beliefen sich auf $504,740,352. In den Stationen waren 23.330 Arbeiter beschäftigt mit einem Lohne von S4,933,112. Es waren 5,930 Dampfmaschinen auf' gestellt mit 1,379.941 Pferdekraft und 1.390 Wasserräder mit 433,472 Pferdekraft. Es waren 12.434 Dynamos jeder Art in Gebrauch mit einer Pferdekraft von 1,624,980. Von einzelnen Städten wurden 815 Anlagen in Gebrauch' gehalten, deren Kosten sich auf $22. 020,473 beliefen. ES waren 2,467 Arbeiter mit einem Lohne von Sl,422,341 beschäftigt. In Verbindung hiermit war eine immense Zahl von Privat-PlantS in Gebrauch. Electrische Lampen wurden zuerst in kleiner Zahl in 1876 eingeführt. Die erste (Zentral-Staation datirt seit 1892. Selbstmord eines Bankiers. G a l v e st o n , Tex., 27. Dez. G. W. Garth, ein New Yorker Bankier, der am Christtage durch Absprin gen vom D. mpfer Denver", auf dem Wege von New York nach Galeston, Selbstmord verübte, war durch lange Krankheit augenscheinlich in seinem Geiste getrübt. Er stürzte über Bord, als der Dampfer sich Galveston näherte. RäuberFrechheit. Philadelphia. 27. Dez. In den Vorstädten der Hauptlinie der Penna Bahn entlang sprengten gestern Nacht zwei Weiße einen Geldschrank, fielen verschiedene Personen an und verursachten außerdem beträchtliche Er regung. In Haversord wurden 2 Leute ange fallen, später durch die gleichen Gesellen ein Mann, der einige Damen begleitete. Die Wegelagerer ließen sich jedoch durch die Hilseruse verscheuchen. Einige Stunden später tauchten die Räuber b Strafford auf, hielten einen alten Pächter mit Revolvern in Schach und sprengten dann den Geldschrank in der Bahnstation, die zugleich als Post amt benutzt wird. Sie erbeuteten etwa $1000 in Geld und Briefmarken und bis jetzt fehlt jede Spur von ihnen. Schiffsnachrichten. Angekommen. New York: Minnehaha von London; Jsbane" von Copenhagen. Southampton: Finnland" von Ant werpen. Liverpool: Umbria" von Queens town. Abgefahren: Queenstown: Jvernia" von Boston. Berlin. König Christian von Dänemark ist in Gmunden erkrankt und die Rückreife nach Copenhagen ver schoben.

Feiger Mord. Thäter stellt sich zwei Tage nach dem (Geschehnis: der Polizei.

S a l t Lake City, 27. Dez. Frank Rose, ein Barbier, lieferte sich heute selbst der Polizei aus. Er machte die Mittheilung, daß er seine Frau am Nachmittage des Christ tages umgebracht habe und daß die Leiche noch immer in dem Schlafzimmer liege, wo die Frau nach einem 2-stündigen Todeskampfe mit einer Revolverkugel im Kopfe gestorben war. In ew.er elend möblirten Hütte fand die Polizei die Leiche der Frau und ihr zur Seite ihren zweijährigen Knaben, seine Kleider mit dem Blute der Mutter getränkt. Man hielt das Kind zuerst für todt, als aber der Beamte die kleinen Arme vom Halse der todten Mutter zu lösen suchte, begann der Junge zu schreien und erzählte, daß seiner Mutter etwas zugestoßen sein müsse, da sie nicht aufmachen wolle." Das Kind war beinahe 2 Tage in dem kalten Zimmer mit der ermordeten Mutter eingeschlossen, ohne Nahrung oder irgendwelche Pflege. Sein Zustand ist ernst; es dürfte aber wieder genesen. Die Familie kam aus St. Louis hierher. Der Mann war ohne Beschäftigung und das Paar soll häusige Streitigkeiten gehabt haben. Verschlechterung des Rek r u t e. n-M a t e r i a l s. Chicago, 27. Dez. Bei einem Rückblick auf die Thätigkeit der Bundesarmee im Seen-Departement während des Jahres, erklärt der Commandeur Gen.-Major I. C. Bates, daß Eigenschaften und Aussehen ber Rekruten nicht auf der Höhe früherer Jahre ständen. Besonders auffallend sei die Zahl der noch unentwickelten Jünglinge. Bezüglich der Nothwendigkeit eines Militär . Gefängnisses, welches der Bericht als zur Genüge erwiesen bezeichnet, sagt der General: Die Wachthäuser auf den Posten waren überfüllt, obwohl ich höherem Befehle gemäß viele Gefangenen freiließ, wenn meinem Dafürhalten nach eine solche Milde ohne Schädigung der Disciplin angebracht war. Wie ich glaube, muß es aus den jungen Rekruten, der in den Dienst tritt, eine schlimme Wirkung ausüben, wenn er stets jene alten Soldaten mit langen Strafen vor Augen hat und es wäre im Interesse der Disciplin, alle Leute mit einem Jchr oder darüber weg von den MilitärPosten nach einem Mili-tär-Gefängniß zu fenden. Die Liste des Departements enthält die Namen von 172 Offizieren und 2764 Soldaten. In der in dem Berichte behandelten Periode wurden 357 Soldaten krieg? gerichtlich procefsirt, 22 mehr als im letzten Jahre. Von den 357 wurden 342 verurrheilt. Kurze Depeschen. 27. Dezember. Inland. C a i r o, Jll. Bei einem Brande in Mound City, Jll., ist gestern Nacht eine junge Farbige verbrannt. ConnellSville, Pa. Bonden 65 bei dem Bahnunfalle ungekomme nen Leuten ist jetzt bei allen bis auf fünf die Persönlichkeit festgestellt. Washington. Ein Brand im photographischen Laboratorium des geoolog. VermessungsBureaus verur sachte einen Gesammtschaden von etwa $3,000. B u t l e r, Pa. Am Sonntag wur den ein Todesfall und 8 neue Typhus Erkrankungen gemeldet. Der Zuwachs erklärt sich durch Ansteckung in Fami lien, wo bereits das Fieber herrscht. Chicago. Jll. Zu dem Christ. tag.Essen der Freiwilligen von America im Coliseum hsrrschte ein solcher An drang, daß Thüren eingeschlagen und Frauen und Kinder zu Boden getreten wurden. Ernstlich ist Niemand verletzt. Mit aller Entschiedenheit ist Präsident James W. Cam vom Washmaton-CoUea" in Chestertown, Pa., dem Versuche der Studenten, das Fuchsprellern einzuführen, entge gengetreten. Er hat ankündigen lassen, daß zeder Student, der ber'm Fuchsprellen erwischt wird oder daran Theil nimmt, sofort entlassen wird und nicht wieder aufgenommen werden kann. Prof. Cain fügt hinzu, daß oU che Schritte nicht dazu beitragen, den Charakter eines jungenMannes zu bes-fern.

ALcr'ci fär'S HauS. Vorhänge rahmgelb zu färben. Man nehme ungefähr eindrittel Unze Rhabarberwurzeln, übergieße dieselben mit 1 Pint kochendem Wasser und setze zu diesem Aufguß, nachdem er durch ein Tuch geseiht worden ist, die Stärke zu. in welcher man die Gardinen steift. Rhabarber ist

billiger als Safran und färbt bedeutend schöner. Wäschestärke, welche die Wäsche zugleich weich und elastisch macht, wird auf folgende Meise bereitet: 3 Blatt weiße Gelatine, zuvor in Wasser aufgeweicht, werden nebst y2 Unze Borax und ein Sechstel Unze, weißem Wachs mit 1 Pint weichem Wasser gekocht, hierauf etwa ein Sechstel Unze (1 Kaffeelöffel voll) Gummi arabikum zugefügt, um das schnelle Austrocknen während des Büaelns zu ver hindern, und das Ganze mit der Stär ke. von welcher 4 Unzen mit 2y2 Pint Wasser angerührt werden, vermischt. Man stärkt und bügelt wie gewöhnlich. Ein vorzügliches Mittel zur Reinigung der Goldrahmen ist das mehrmals zu wiederholende Abreiben derselben mit weichem Brot. Befindet sich Fliegenschmutz auf dem Goldrahmen, so weicht dieser eineMischung von fünf Tropfen Salmiak auf zwei Eßlöffel voll Weingeist, die man gut durcheinander schütteln und mit einem recht weichen Pinsel leicht auf die fleäigen Stellen aufzutragen bat. Nachdem die Flüssigkeit etwa vier bis fünf Minuten darauf gewirkt hat. wäscht man mit Regenwasser mittels eines anderen Pinsels. Der Nahmen muß dann in einem warmen Zimmer trocknen. Mit etwas Wasservergoldunz überstreicht man alle Stellen, an denen das Gold etwas gelitten haben sollte. Möbel spiegelblank zu machen. Unze Alkaniumwurzel lasse man m:t5 bis 6 Eßlöffel Leinöl in einem neuen Töpfchen über gelindem Kohlenfeuer langsam sieden, bestreiche nach dem Erkalten der Flüssigkeit damit die Möbel und reibe sie 24 Stunden später ab. Gewach st e Eichenmöbel werden blind an allen Stellen, wo sie Flecken von Wasser. Milch und dergleichen bekommen haben. Man gibt ihnen ihr ursprüngliches Aussehen wieder, indem man sie mit einem wollenen Lappen reibt, den man mit einer dicken Lösung von weißem Wachs in Terpentin getränkt hat. Milch frisch zu erhalten. Um das Sauerwerden oder Gerinnen von Milch oder Rahm bei heißem Wetter zu verhindern, ist folgendes Verfahren zu empfehlen: ,Man stellt den Topf mit dem Rah:? oder der Milch in eine Kasserolle mit kochendem Wasser und läßt dieMilch nun so lange darin am Feuer stehen, bis die Oberfläche derselben dick aussieht, worauf man sie sofort aus dem Wasser nimmt und an einen kühlen Ort stellt. Auf di.'se Weise läßt sich Milch oder Rahm auch in der heißesten Zeit 24 Stunden gut erhalten; thut man bei dem ErHitzen etwas Zucker hinzu, so kann man sie noch einmal so lange aufbewahren, nur darf man die Milch nicht bis zum Kochen kommen lassen. Farbige Stickereien z u waschen. Man löst 2 Unzen Borax ir. zwei Quart lauwarmem Wasser aus und läßt es erkalten; dann spült und drückt man die Stickerei vorsichtig darin aus, bis sie ganz sauber ist. spült sie in kaltem Wasser, dem man Kochsalz (auf zwei Quart Wasser 2 Unzen Salz) zugesetzt hat. taucht sie in echten Weinelskg und klopft sie zwischen den Händ?n halb trocken; schließlich breitet man st? zwischen zwei sauberen Leinwandtüchern sorgfältig aus und rollt sie leicht über. Dies Verfahren greift die Fzrben nicht im Geringsten an, sondern läßt sie wie neu erscheinen. GegenGummihärtung. Al? Grundbedingung, um ein Hartwerden des Gummis möglichst hintanzuhalten, hänge oder lege man die betreffend!:?, Stücke besonders im Winter an nicht zu kalte Orte, denn die Kälte macht den Gummi in erster Linie hart und brüchig. Ha man dies aber trotzdem einmal übersehen oder ist Gummi infolge schlechter Qualität hart geworden, so erweicht man denselben durch Einlegen in Salmiakgeist. Für einen Gummimantel empfiehlt sich überhaupt ein öfteres Abwäschen mit dieser Flüssigkeit. EinguterFen st erlitt wird hergesteM, indem man drei Theile Kreide, drei Theile Bleiweiß mit fünf Theilen Leinölsirniß zu Teig knetet und ein Fünfzehntel Silberglätte hin zusetzt. Wird dann das Holz und der Kitt gut im Oelanstrich erhalten, so wird das Wasser nicht durchdringen. ' Oder man vermenge ganz fein gepulverte Bleiglätte und concentrirtes, syrupdickes, wasserhelles Glycerin in- H nig miteinander, derart, daß ein weichcr, zähflüssiger Brei entsteht. Diesen streicht man in die Falze, in welche die Glasscheiben kommen sollen, drückt letztere hinein und entfernt den überschüssigen Kitt; nach kurzer Zeit ist er vollständig erhärtet. Man kann ih, weil er so schnell hart wird und nicht wieder erweicht werden kann, nicht vorräthig halten. Zünohölzchenstriche. Um auf Holz die durch Zündhölzchen verursachten Striche zu entfernen, reibt man die Stelle mit einer Citronenscheibe, dann mit Schlemmkreide und schließlich mit einem in Seifenwasser ausgewundenen Tuche ab.