Indiana Tribüne, Volume 27, Number 108, Indianapolis, Marion County, 28 December 1903 — Page 1
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rfdjcint jeden Naönnittag. Jahrgang 27. Indianapolis, Ind., Montag, 28 Dezember 1903 No. 103. ' i ' i I i
Aus den Gerichtshöfen.
Sensationelle ScheidungsKlage. S50.000 Alimente verlangt. Im hiesigen Kreisgericht wurde heute über die Scheidungsklage verbandelt, welche Melo'ma Miles gegen ihren Gatten Thomas I.. einen der reichsten Bürger von Danville, Ind., eingereicht hat. Sie verlangt außerdem $50,000 Alimente. Miles, welcher jetzt in Danville an süssig ist, befitzt ein Vermögen, welches auf mindestens $150,000 geschätzt wird; er eignet unter Anderem eine große An zahl umfangreicher Farmen in den Counties Morgan und Hendricks. Die Klägerin, welche feint zweite Frau ist, vermählte sich mit ihm im Jahre 1890. Sie sagte, daß er so schmutzig geizig ist, daß er nicht einmal für die nöthigen Nahrungsmitteln noch Möbeln sorgen wollte. Als mehrere Kinder von seiner ersten Frau sich verheiratheten, gab er ihnen die besten Möbeln, welcher er in seinem Hause hatte, aber er dachte nicht daran, sie wieder zu ersetzen. Er soll sie allen möglichen Demüthi gungen ausgesetzt, sie weder zur Kirche noch in Gesellschaft begleitet und im Beisein von Besuchern befohlen haben, die Schweine zu füttern. Wochenlang sprach er oft kein Wort mit ihr und wenn ihre Verwandten zum Besuch kamen, so ignorirte er sie. Die Klägerin wird von den Anwälten Brill & Harvey von Danville, und McBride, Denny & Denny von hier Vertreten. DasKreisgericht in Hendricks County hat Miles bereits gezwungen seiner Frau während der Dauer, daß die Klage in Schwebe ist, eine gewisse Summe auszuzahlen. Unverschämt hohe Miethe derlangt. Vor einiger Zeit beschloß das Post Departement die Substation B, welche sich jetzt an Hillside Ave. befindet, nach der College und Massachusetts Ave. zu verlegen. Nachdem dieses bekannt wurde, haben die Besitzer von Häusern in jener Gegend, welche geeignete Räumlichkeiten für die Postoffice ent halten, solch unverschämt hohe Miethe verlangt, daß der Postmeister sich noch nicht hat entschließen können, irgend einen Mieth-contract abzuschließen. Eine Miliz-Compagnie aufgelöst j Auf Special-Ordre vom General Adjutanten John Ward ist Compagnie K, 2. Regiment der Jndiana Ratio nalgarde, welche in Danville stationirt war, aufgelöst worden. Noch bis vor wenigen Monaten war sie die stärkste Miliz-Compagnie im Staate. Dieselbe setzte'sich meisten? aus Arbeitern zusam men, welche darüber ungehalten waren, daß sie für ihre Theilnahme an dem Begräbnisse des Generals Foster, für die zwei Tage, welche sie während des Cvansviller Aufruhrs in der Waffen halle zubringen mußten und für die in West Point, Ky., zugebrachte Zeit nicht bezahlt wurden. Aus diesem Grunde hielten sie vor einiger Zeit eine Jndig nations-Versammlung ab, in welcher beschlossen wurde, aus dem Dienst aus zutreten. Der General - Adjutant ist mit seiner Ordre ihnen zuvorgekommen. um Ein Desperado a b g e f a n gen. Marion, Ind., 23. Dezbr. Jesse BodkinS, einer der verwegendsten Ein breche? deS Staates, welcher feit zwei Jahre als Justizflüchtling umherirrt und während dieser Zeit in Grant und anderen CountieS mehrfache blutig verlaufene RencontreS mit den Polizei behörden hatte, ist am Sonntag Nach mittag hier von dem Polizeichef und mehreren Polizisten nahe dem Dorfe New Holland, Huntington County ver haftet worden. Um eine Erkältung in einem Tage zu knrircn nehme Larative Bromo Quinine Tablets. Alle Druggisten erstatten das Geld zurück, wenn sie nicht kuriren. E. W. Grove's Unter schrift ist auf jeder Schachtel. 25 Cents.
Mutter und Sohn schwer der-
Bräunt, Aufregende Scene in einem Hzuse an der N. Noble Straße. Frau Emma Nye, eine Greisin von 63 Jahren, liegt zur Zeit in ihrer Wohnung 231 N. Noble Str. an so schweren Brandwunden darnieder, daß nur wenig Aussicht vorhanden ist, daß sie mit dem Leben davon kommen wird. Sie war heute Morgen zeitig aufgestanden, um im Ofen des Wohnzim mers ein Feuer anzuzünden. Um das selbe ordentlich im Gang zu bekommen, war sie so unvernünftig Petroleum hin zuzugießen. Die Folge war, daß eine Explosion erfolgte und die Kleider der Frau in Brand geriethzn. Auf ihre Hülferufe kam ihr Sohn Moritz herbei. allein bei dem Versuche die Flammen m zu loschen, zog er na) iqwere rano wunden an den Händen und Knieen zu. Zum Glücke kam seine Schwester. Frau Sadie Hale mit einem großen Blanket herbei, mit welchem es ihr gelang die Flammen zu ersticken. Die alte Frau hat am ganzen Körper Brandwunden davongetragen. Der durch das Feuer angerichtete pecuniäre Schaden ist nur ein geringer. Das Sigel-Deukmal in St.LouiS. In der letzten Sitzung des Directoriums deS Sig'el'Denkmal'VereinS in St. Louis berichtete Congreßmann Bartholdt über den Verlauf der von ihm mit General Karl Schurz geführten Unterhandlungen betreffs des Zu. sa2lmenwirkens der New Jorker Sigelr DenkmalAssociation mit dem hiesigen Sigel-Denkmal-Verein. Er theilte mit, daß General Karl Schurz sich bereit er klärt habe, verschiedene Bildhauer um Unterbreitung von Entwürfen und Kostenanschlägen,zu ersuchen. Nach den gegenseitigen Plänen soll daS St. Louiser Denkmal genau nach dem Muster deS New Jorker Sigel-MonumentS an gelegt werden, in welchem Falle sich die Herstellungskosten niedriger stellen würden. Das Denkmal wird aus einer Reiter Statue in 1Lebensgröße auf impo saniern Postamente bestehen. Die Reiter.Statue wird 11$ Fuß hoch sein. Die Frage, ob das über der Erde be sindliche Postament, auf welchem die Statue ruht, aus Granit oder Bedford Sandstein bestehen soll, wurde emgehend besprochen; die Mehrzahl war für letzteres Material. Das Directorium hat zur Zeit $7000 an Hand. m Deutschland. Bezeichnende Aeußerungdes Reichskanzlers. Berlin, 23. Dezbr. In hiesigen Künstlerkreisen wird eine recht bezeich nende Aeußerung des Reichskanzlers kolportirt. Graf Vülow soll jüngst zu dem deutschen Reichskommiffär für die St. Louiser Ausstellung, Geheimrath Lewald, welcher ihn bat, den Kaiser um ein Machtwort in dem Vertre tungsstreit der beiden Kunstrichtungen zu ersuchen, gesagt haben : Ueber Alles will ich mit dem Kaiser sprechen. nur nicht über Sezession". Der Kai ser hat aus seiner Abneigung gegen die sezessionistische Schule bekanntermaßen nie ein Hehl gemacht. Die Zeitungsleute hatten Ruh t. Berlin, 28. Dez. Berlin war bis zum Montag früh zeitungslos. Am zweiten Weihnachtstage und dem folgenden Sonntage herrschte im deut schen Blätterwald idyllische Stille, und das deutsche LesePublikum hatte sich damit zu bescheiden, für die Dauer von mehr als 60 Stunden ohne jeden Neu igkeitsdienst zu sein. Schiller Loge No. 2, I. O. K. P. Sylvesterfeier und Christ-banm-Vescheerung am Donnerstag, den 31. Dezember, in der Germania Halle. Ein tritt für Herr und Dame 25c, Ertra-Dame 10e.
a T Im Alter von 60 Jahren ist am Sonntag Nachmittag in seiner Wohnung im Blacherne Gebäude George I. Langsdale, ein hervorragender Bürger der Stadt gestorben. Im Bürger kriege organisirte er im Jahre 1862 Compagnie L des 3. Jndiana Eaval lerie-Regiments, welches sich nament lich bei der Verfolgung des General Morgan, als derselbe mit seinen Con föderirten den berühmten Zug von Bardstown, Kq. nach Latensville, O. ausführte, auszeichnete. Der Verblichene war so zu sagen der Vater des SoldatenMcnuments; be reitZ im Jahre 1872 agitirte er für die Errichtung eines solchen, aber erst 1837 creirte die Legislatur eine Commission für das Denkmal und setzte eine Bewil ligung aus. Gouverneur Gray er nannte ihn zum Präsidenten der Com Mission, welche Stellung er zehn Jahre inne hatte. Er war Jahre lang Chef Buchhalter im hiesigen Poftamte, reichte aber vor zwei Monaten aus Ge fundheitsrücksichten seine Resignation ein. Drei Kinder überleben ihn: Mary R. Langsdale, eine bekannte Lehrerin an den hiesigen öffentlichen Schulen; Wm. H. Langsdale von Terre Haute und George I. Langsdale von hier. Seine älteste Tochter Kate, welche mit dem Bundessenator Albert I. Beveridge verheirathet war, starb vor drei Jahren. Frank Vury aus Iowa der Getvinner des Automobils. Frank Bury von Fort Madison, Ja., ist der glückliche Besitzer des Looses No. 10937, welches das von den Elks ausgelooste Automobil gewann. Er ist ein Reisender für die John LucaS Paint Eo. und hatte das Buch, wetches das GlückslooS enthielt, bei seinem Hier sein von Gustav Keevers gekaust. Des Gouverneurs - WeihnachtSgaben. Gouverneur Durbin hat als nach trügliche Weihnachts-Geschenke die fol. genden Wieder-Ernennungen von Po. lizei-Commissälen und Trustees von Staats-WohlthätigkeitSanstalten aus getheilt: Polizei Commissäre: FranciS E. TowSley, Elkhart; William Pepper. dene, Hammond; Horace Dunbar, Jeffersonville: Fred. Meyer, Lafayette; T. R. Sewell, Logansport; John Dunlap, MichiganCity; William Hitch. cock, Munde; Claude N. Martin, Ma rion; Col. E. A. Magineß, New Aibany; Sharon E. Jones, Richmond; D. L. Bonner, Vincennes. Trustees: Blinden.Asol John F. Hennessey, Indianapolis, Taubstum rneN'Asyl N. N. Roß, Evansville, Oestl. Jrren.Hospital Warren Big ler. Wabash, Nördl. Jrren-Hosvisal Charles W. Slick, Mishawaka, Südl. Jrren.Hospital Joseph M. Hudspeth, BoonevillS, Staats. Normal Institut William H. Armstrong, Jndpls ; Joshua Jimp, Terre Haute. St. Georg's - Ritter. Die St. Georg'S . Ritter haben in ihrer letzten Versammlung die folgen den neuen Beamten erwählt: Präsident Jos. L. Dörr. Vice.Präsident Charles Braun. Secretär Cdw. L. Dietz. Schatzmeister Anton Kriech. Trustees ChaS. Eschenbach, An. dreaS Feist und Paul Hermann. Geistlicher Director Rev. Vater Columban. Thürhüter Wm. Braun. Marschall John Walle. Arzt Dr. A. I. Schneider. Die Beamten deS Uniform RankS" sind: Capitän Ben I. Schlanzer. 1. Lieutenant ChaS. Braun. 2. Paul Hermann. tST Raucht die Tish I Mingo.
George I. Langsdale.
Ihrer Drei
Sollen an dem Raubanfalle auf den Qxoceristen Geo. W. Squires betheiligt geaesen sein. Der Grocery Besitzer George W. Squires von Martindale Ave. und 16. Straße, ver am Samstag Abend, wie berichtet, das Opfer des mysteriösen Raubanfalles wurde, war gestern noch nicht im Stande, das Bett resp. Haus zu verlassen. Und deshalb konnte er auch nicht die als verdächtig der That von den Poliziften Mullin und Blumberg verhafteten Burschen Erney Fletcher, 18, und Edward Claire, 22, von der Columbia Ave. als seine Angreifer identificiren. Doch glaubt die Polizei, daß die Beiden die would-be Räuber sind. Als ihr muthmaßlicher Genosse, d. h. als der Bursche, der vor der Thür Wache stand, wurde von den oben-, genannten Polizisten gestern der 21jährige Harry Loe von Martindale Ave. in Gewahrsam genommen und einstweilen wegen Vagabundirens gebucht. Er sowohl, wie Fletcher und Claire, betheuern ihre Unschuld, doch glaubt die Polizei überzeugende Beweise ihrer Schuld beibringen zu können. Wie schon gesagt erwies das Gerücht, Squires sei von den Räubern geschossen worden, sich als unrichtig. In dem Laden konnte auch nicht eine Spur eines Schusses entdeckt werden, ebenso wenig an Squires' Person. Er leidet vielmehr an einer kleinen Gehirn Erschütterung, hervorgebracht durch einen Hieb mit einem Revolver'Kolben gegen seinen H'mterkopf und an einer Stirnwunde, die er sich bei dem Falle nach dem Schlage zuzog. Erbeutet haben die Burschen in der Grocery Nicht; denn sie ließen sich durch die Hülfsrufe der Frau SquireS in'S Bockshorn jagen, die aus dem Laden auf die Strake geeilt war. als die Kerle mit ihrem Manne handge wein wurden. Die Polizei erwartet, daß der Heu tige.Tag weitere Enthüllungen bezüz lich des Ueberfaller bringen wird. Fletcher und Claire wie auch Loe sitzen noch im Gefängniß. Die Bürgschaft für die beiden Ersteren ist auf je $2000, die für Loe auf $500 angesetzt. Im Dnsel verunglückt. An Georgia und Shelby Straße wurde gestern Abend gegen 6 Uhr von den Radlerpolizisten ein sich Chas. Fisher nennender alter Mann betrunken auf dem Seitenwege liegend aufge funden und per Patrol zur Station geschafft. Hier mußte der Alte, der an Füßen und Händen gräßlich verkrüp pelt ist, in's Zellengefängniß hinauf getragen werden, und da ergab es sich. daß er bei dem Sturze auf dem Seiten wege einen doppelten Armbruch erlitten hatte. Polizei.Arzt Dr. Wright ord nete deshalb seine Ueberführnng in'S städt. Hospital an. Ein Aussätz.iger. Portland. ElmerJ. Burkett welcher hier vor drei Jahren Soldat wurde und nach den Philippinen ging leidet an dem Aussatz und ist aus der Colonie für Aussätzige imStillen Ocean deternirt. Damen-Berein des Socialen Turnvereins. Der Damen - Verein deS Socialen Turnvereins veranstaltete gestern Abend für Damen und Herren eine EuchrePartie, für welche die Vorbereitungen von den Damen der 1. Section, Vorsitzende Frau Kreis, in bester Weife getroffen worden waren. Folgende Theilnehmer trugen die Palmen des Sieges davon: Damen: 1. PreiS-Frau Gus. Hadich. 2. Carl Habich. Herren: 1. Preis Ed. Keppler. 2. Carl Kreis.
Mord in Nord Indianapolis.
Der farbige Edward Stanhope von seinem Stiefsohn arry Chapman erschossen. Der Mörder stellte fich freiwillig der Polizei. Gegen 11. 30 letzte Nacht lief in der Polizei-Station die Nachricht ein, daß in dem Hause No. 2105 Indianapolis Ave., Nord Indianapolis, ein Mord begangen sei. Polizeichef Kruger, Capt. Boylan, Kinnen und die Radlerpolizisten Duncan und Wilson fuhren sofort hinaus und fanden aus, daß die Mittheilung auf Wahrheit beruht hatte. Der Farbige Edward Stanhope, welcher in dem Hause wohnte, war von seinem Stiefsohn Harry Chapman erschössen worden. Der Mörder hatte als Waffe eine Jagdflinte benutzt und dieselbe auf seinen Stiefvater, als derselbe mit seiner Frau von einer kirchlichen Feier nach Hause kam, abge feuert. Die volle Schrotladung drang dem Stanhope in's Gesicht und der ganze obere Theil des Kopfes wurde förmlich weggeblasen. Gleich nach vollbrachter That hatte der Mörder die Flucht ergriffen. Während die genannten Beamten sich bemühten, den Verbrecher zu ergreifen, erschien derselbe kurz vor 1 Uhr in der Polizei-Station und lieferte sich dem amtirenden SergeantenSchwab selbst aus, indem er sagte, er wünsche eingssteckt zu werden, da er etwas unrechtes begangen hätte. Was er gethan hätte, wollte er nicht angeben. Als der Sergeant ihn aber dircct fragte, ob er nicht der Mann sei, der in Nord Indianapolis seinen Stiefvater geschossen hatte, gestand er dieses ein. Er war aber nicht wenig erschrocken, als er erfuhr, daß derselbe sofort getödtet würde. Er hatte geglaubt, er habe ihn nur leicht verwundet. Der Mörder, welcher erst 18 Jahre alt ist, sagte, daß er auf seinen Stief Vater einen Groll hatte, weil derselbe seine (Chapman's) Mutter in brutaler Weise behandelte. Die Flinte hatte er sich erst vor 2 Tagen von einem Freunde geliehen und es scheint nur zu dem Zweck, um sie zur Ausführung seiner Absicht, seinen Stiefvater aus der Welt zu schaffen, zu benutzen. Er wurde unter der Anklage des Mordes eingesteckt. An die Großgeschworenen überwiesen. Chapman verzichtete heute im Poli zeigericht auf ein Vorverhör und wurde ohne Zulassung von Bürgschaft an die Grobgeschworenen überwiesen. Der Sentinel" unter neuer Leitnng. Das neue Directorium der Sen tinel Publishing Co." hat nunmehr. am Vorabende des 82. Anniversariums der Zeitung, Herrn Thomas Taggart, der seit mehreren Wochen das Blatt temporär geleitet hatte, formell zum Präsidenten und GencralManager des .Sentinel" erwählt. Eine Kugel kam geflogen. John C. Bailev von 2626 Capitel Ave. befand sich gestern Abend auf der Fahrt nach Hause, als in dem Augen blicke, als er die Walnut Str. passirte, eine Redolverkugel geflogen kam und seinen Hut durchbohrte. Auf der Straße fand zu der Zeit ein Duell zwischen Farbigen statt und Bailey würde beinahe um Haaresbreite das Opfer desselben geworden sein. Damenderein des Unabhängigen Turnvereins. Morgen Abend Euchre.Partie. DerDameN'Verein des Unabhängi gen Turnvereins veranstaltet morgen, Dienstag, Abend seine monatliche Euchre-Partie für Damen und Herren.
Nachrichten aus Jndiana.
Ein Priester verheirathet sich. Fort Wayne. In den hiesigen atholischen Kreisen hat eine aus New Britain, Conn. gekommene Nachricht großes Aufsehen erregt. Dieselbe besagt, daß der dortige Curator der St. Marien Catholischen Kirche, Pfarrer P. I. O'Reilly seiner Priester.Würde entsagt hat und sich in Hartford mit einem Frl. Mary O'Donnell v'erheirathete. Pfarrer O'Reilly war hier mehrere Jahre Assistent -Rector der Cathedrale und stand in hohem An ehen. DaSCountyverlor. Äluffton. Vor einiger Zeit brachten die CommissSre von Wells County eine Klage gegen den ExSheriff George W. Huffman auf Zahlung von $3119, welche derselbe angeblich dem County schuldete, ein. Er hatte die Summe an Gebühren bezogen und für sich behalten, anstatt sie dem County'Schatzmeister abzuliefern. Der Fall kam vor Richter Vaughan zur Verhandlung und dieser wies nicht nur die Klage der Commissäre ab, sondern er entschied daß Huffman noch von dem County etwa S800 zu bekommen habe. Die Entscheidung steht im Einklang mit einer kürzlich vom Staats-Obergericht abgegebenen Ent scheidung betreffend die Gebühren des County-Clerks etc. Einer der ältesten Oddfellows des Landes gest o r b e n. Wabash. In seiner Wohnung in Fulton County ist amSonntag Hugh Bowman im Alter von 90 Jahren gestarben. Er ließ sich vor 64 Jahren im County als Farmer nieder und seitdem gehört er auch der Oddfellow- Loge an. Er war der älteste Oddfellow des Staates und wahrscheinlich auch deS Landes. ZurletztenRuhe. Wabash. Auf dem hiesigen jü dischen Kirchhof wurde hier am Sonntag die Leiche des M. Blumenthal bestattet. Derselbe war seit vielen Iahren einer der angesehensten Kaufleute in Marion gewesen. Er hinterläßt ein Vermögen von $125,000. Gegen Erhöhung d o n Telephonraten. Danville. Vor einiger Zeit kündigte die Telephon-Gesellschaft an, daß sie beabsichtige, die Rate für das Telephon vom 1. Januar an um 33 Procent zu erhöhen. Die Kunden in Danville haben sich dieser Anordnung stillschweigend unterworfen; die Farmer aber sind nicht mit dieserErhöhung einverstanden. Sie hielten eine Massenversammiung ab, in welcher sie beschlössen, ihre Telephone aus ihren Wohnungen entfernen zu lassen, falls die Gesellschaft darauf besteht, die Erhöhung durchzuführen. In diesem Falle beabsichtigen die Farmer, eine eigene Telephonanlage zn etabliren. Prof. A. C. Goodwin im Sterben. Jeffersonville. Prof. A. C. Goodwin, Superintendent der öffentlichen Schulen, liegt in seiner Wohnung an der Lungenentzündung so schwer erkrankt darnieder, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. KeineWettrenneninLas a y e t t e. Lafayette. Die Director'en der Lafayette Racing Ass'n. haben beschloffen im Jahre 1901 keine Wettrennen abzuhalten. Das traurige sinan zielle Resultat der Rennen in diesem Jahre war die Ursache des Beschlusses. . Persoual-Notiz?n. Herr David Pfaff empsing gestern anläßlich' seines 53. GeburtstageS zahlreiche Gratulationen und manches hübsche Geschenk. Am Nachmittag landen sich in seiner Wohnung No. 1511 Süd Olive Str. viele Freunde ein, um ihm persönlich ihre Glückwünsche dar zu bringkn. Der Geburtstag wurde sodann bei nobler Bewirthung in solenner Weise gefeiert.
