Indiana Tribüne, Volume 27, Number 107, Indianapolis, Marion County, 26 December 1903 — Page 4
Jndiana Tribüne, 2
6. Dezember IS3.
Jndiana Tribüne. HerauZzezeb von der Sutenberg G. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium Präsident. Geschäfts local: No 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2.
n.ered at the Post Office of Indianepolis as second class matter. NockefeUcr's Monopol. Für die moderne Handelszeschichte ist Petroleum die interessanteste Handels Ware geworden. Zm Petroleumhandel schien sich in der That durch umfassendste Centralisation und vollendete Organisation etwas wie eines Kauf mannes Weltreich" realisirrt zu haben. Die Standard Oil Company des Herrn Rockefeller war vor 6 Jahren in der That nahe daran, in allen Ländern der Welt ein thatsächliches Monopol an sich zu reißen. Ihrer Handelspolitik fügten sich bereits die mächtigsten Produ zenten. Kaum war Japan dem sremden Unternehmungsgeist geöffnet, als auch schon seine Oelselder dem Gebote der amerikanischen Hauptproduzentin anheimsielen. Bei den Großhändlern, den Wirthschastspolitilern und in den europäischen Parlamenten drang etwa seit 1897 die Ueberzeugung durch, daß nach den Gesetzen des Handelsverkehrs" die Versorgung der ganzen Welt mit einem so unentbehrlich gewordenen Gebrauchsartikel wie Petroleum den Be Herrschern der Oelquellen in Pennsylvanien zufallen müsse. Noch im März d. I. ging in der französischen Kammer ein Antrag durch, der durch Schaffung eines Staatsmonopols sür Petroleum nach dem Beispiele Italiens Frankreich vor der drohenden, vollständigen Abhängigkeit von der amerikanischen Lieferantin bewahren wollte. In der deutschen Presse und im Reichstage war schon vor 5 bis 6 Jahren auf die Gefahr eines schrankenlosen Ueberge wichtes der Centrale sür die Versorgung Europas mit .Petroleum zu Lichtzwecken eindringlich hingewiesen worden. Obwohl nun die Vorherrschaft des amerikanischen Petroleums noch keinesWegs erschüttert ist, so hat doch der Pessimismus, der so lange bei der Beurtheilung der zukünftigen Cntwicklung der Petroleumversorgung vor waltete, einer hoffnungsreicheren Stimmung Platz gemacht. Man weiß jetzt, daß das Vorkommen von natürlichen Erdölquellen viel der breitete? ist, als man früher annahm. Die neuen chemisch-physikalischen Anschauungen, die bei der näheren Bekanntschaft mit Acetylen gewonnen wurden, haben Gewißheit darüber derschafft, daß, nach den Entstehung?gründen der Erdölquellen zu schließen, die Seltenheit dieses kostbaren Stoffes stark überschätzt wurde. Die gesteigerte Produktion von Rohöl in der kleinen Halbinsel am Kaspischen Meere, die vorzügliche Qualität der galizischen nnd rumänischen Förderungen, die neueren Entdeckungen von Petroleum feldern auf den Sunda-Jnseln haben ergeben, daß Amerikas Sonderstellung nicht sowohl auf Naturgegebenheiten, als auf seinem technischen Vorsprung und merkantiler Ausbeutung beruht Selbst in den bereits als hoffnungslos ausgegebenen Oeldiftrikten der Lüne burger Heide hat man im vorigen und in diesem Jahre wieder ermutigende Resultate erzielt. Bei dem Dorfe Wietze find im vorigen Jahre 280,000 Dop pelzentner und in diesem Jahre 400, 000 Doppelzentner Rohöl produziert worden. Das ist allerdings nur pCt. der größten amerikanischen Ausbeute; aber bei den jetzigen geologischen und chemisch physikalischen Anschauungen wird man die Bohrungen nicht so schnell aufgeben wie in den achtziger Jahren. Soviel steht jedenfalls schon jetzt fest, daß eS an Rohstoss nicht man geln würde, wenn auch Amerika die Lieferung völlig einstellte. Das vollkommene Verfahren der amerikanischen Raffinade und der ame rikanischen Bearbeitung der Nebenpro dukte ist bei dem jetzigen Stande der Technik leicht nachzuahmen. Die An , läge von Röhrenleitungen zur Verein! gung des Rohöls, die bequemen Trans Portmittel der Tanldampfer und Tank eisenbahnwagen, die Aufbewahrung in ReservoiS und die vielen kleinen Mitte zur Erleichterung des Absatzes sind. wenn das nöthige Kapital und die be sonnenste intelligente Leitung 'zur 23er fügung stehen, zur Kräftigung der Produktion in der alten Welt ebenso verwendbar wie bis jetzt im Interesse
Standard Oil Company und ihrer Verbündeten. König Karol von Ru mänien konnte sich darüber beruhigen, daß die Bodenschäe seines Königreiches an Erdöl nicht brach zu liegen brauchten, wenn er auch die Erfahrung und die Kapitalkrast des amerikanischen Trusts zu den vorgeschriebenen Bedingungen zurückwies. Doß die Regierungen der Länder, die den größten Verbrauch an Petroleum haben. England, Frankreich, Teutschland, Jtalien und die skandinavischen Reiche der neuen Konkurrenz keine Schwierigkei-
ten in den Weg legen werden, ist doch als sicher anzunehmen. Darum handelt es sich ja gar nicht. das amerikanische Petroleum, das sich so gut bewährt hat, vom europäischen Markte zu verdrängen. Zwar wird kein Land es gern sehen. inbezug auf ein so wichtiges Bedarfsmittel, wie Petroleum von der Centralleitung eines ein thatsächliches Mono pol genießenen Unternehmens abhängig zu sein und seinem Petroleumhan del völlig dem Machtgebot einer entfernten Gesellschaft preiszugeben. Kon takte, wie sie 1897 den deutschen Grosisten vorgelegt worden, Prahlereien, wie sie gelegentlich von unbetheiligten Leitern des blühenden Unternehmens ausgingen, wird sich die öffentliche Mei uung Europas in Zukunft um so weNiger gefallen lassen, da das Gefühl, daß die Monopolstellung der Standard Oil Company gebrochen werden kann. ich bereits Bahn gebrochen hat. Städ ische Verwaltungen, die der Anlage neuer Lagerstätten sür Petroleum Vorchud leisten, Eisenbahnverrraltungen, die den Petroleumstransport besonders pflegen, die Sympathie des Publikums zu Gunsten derer, die den Konkurrenz amps aufnehmen, können im Nothfälle viel dazu beitragen, daß nicht unbe dingt der wirthschaftlich Stärkere siegt. Die brutale Geltendmachung eines Weltmonopols im Petroleumhandel ist nach Lage der Dinge nicht mehr ernst ich zu befürchten. imm i Der Vorschlag des Pottzei'Tuverntendenten Krüger über die Einrichung von vier PolizeiZweigstationen ollte unbedingt angenommen werden. Die Verbrechen verhütende Wirkung olcher Stationen ist riesengroß und die damit verbundenen Unkosten im Hin blick auf die erhöhte öffentliche Sicherheit sind wahrlich gering anzuschlagen. ES muß natürlich der Erfahrung, die unser Polizei'Superintendent während einer langen Dienstzeit im hiesigen Poizeiwesen sich erworben, überlassen ble! ben, die Punkte zu bestimmen, wo die Zweigstationen angelegt werden sollen. Zine Zwelgstation inmitten eines be rüchtigten Distriktes dürfte denselben bald von den schlimmsten Subjekten säubern; denn den Kerlen muß die fortwährende Anwesenheit der Polizei unheimlich werden. Aus dem Staatshause. Joshua Jump von Terre Haute ist vom Gouverneur zum Trustee der In diana Normal Schule sür einen Ter min auf 4 Jahre wieder ernannt wor den. Gouverneur Durbin ernannte Fred. Meyer von Lafayette zum Mitglied der dortigen Behörde der Polizei-Commis säre. Laut dem Bericht des Fabrik-Jnspec tors McAbeee fanden im Laufe des ver flossknen Jahres 13 Kessel-Explostonen stati ; 7 Menschenleben fielen denselben zum Opfer. Viele von den Unfällen waren durch die Schuld von unfähigen Maschinisten herbeigesührt. Der Jnspector empfiehlt, daß in der nächsten Legislatur ein Gesetz erlassen wird, kraft welchem ein jeder in einer Fabrik etc. angestellter Maschinist eine StaatsLicens erwirken muß. Weissenbach's Wirthschaft, No. 1401 Maoison Wttcnue Lebensgefährlich verbruht Ward der dreijährige Eimer De Moß. Elmer, das dreijährige Söhnchen der an Blake- und NorthStraße wohnhaf ten Eheleute Louis De Moß, wurde in gefährlicher Weise verbrüht. Wüh ntV: ie Mutter sich für einige 'üllnuten vom Küchenherde aogewand hatten zog der Kleine eine mit siedend heißem Wasser gefüllte Pfanne von Ofen und über sich. Es wird defürch tet, daß des Kind sterben wird.
Local-PolitischeS.
Wie als wahrscheinlich angekündigt, hat Wallace W. Maine, ein Farmer von Pike Townsbip und ehemaliger Candidat für County - Commissär, sich als Gegner Jos. T. Fanning's für den Posten des 7. District Vertreters öffentlich erklärt. Vors. Goodrich vom rep. Staats Comite hat das Datum für die Erwähung der Precinct-Comitemitglieder auf den 8. und 9. Januar, das für die NeU'Organisation der County-Comites auf den 9. oder 11. Januar angesetzt. Das rep. Stadt-Comite vertheilte die von ihm ausgesetzten 10 Preise für die beste Arbeit von Ward Arbeitern während der letzten Campagne an folgende Personen : 1. Preis (S100), Jos. Foppiano, 2. Prec. 13. Ward. 2. Preis (890), I. C. Wilson, 12. Ward. 3. Preis ($80), Martin Barrett, 12. Ward. 4. Preis (870), Otto Hoffmann, 13. Ward. 5. Preis ($60), Gus. Wenner, 13. Ward. 6. Preis ($50), Ora Ziegler, 12. Ward. 7. Preis ($40), Alex. Kautzky, 13. Ward. 8. Preis ($30), John Kimbel, 11. Ward. 9. Preis ($20), Wm. Zaiser, 13. Ward. 10. Preis ($10), Frank W. Noble, 12. Ward. Weihnachtsfeier. Unabh. Turnverein. Für die diesjährige Feier deS Weih nachtsfestes im Unabh. Turnverein, die heute Abend stattfinden wird, hat das betr. Comite das folgende Programm aufgestellt : 1. Einzug sämmtlicher Theilnehmtt. . 2. a) Fahnzn-Uebungen 1. Knabenclasse b) Spiele 1. Mädchenclasse 3. s) Hantel-Uebungen 2. Kna v . w w ' . r r" Dj Hoanorung nullurmvrett ) oenciaiic Holzring'Uebungen in Riegenform 2. Mädchenclasse 5. Bock nd PferdUebungen Zöglinge 6. Turnen am Neck ...ZögNnge 7. Bescheerung derjenigen Turnschüler, die während des Jahres 1903 nie gefehlt hatten. 8. Weihnachts-Beschenkung aller Schüler. Hierauf Tanz. Die ersten 3 Tänze sind für die Turnschüler reservirt. Wie üblich ist für die Unterhat. tung der Jestgäste in bester Weise vorgesorgt worden. S p r i n g d a l e Gegenseiti ger Kranken Unter stützungö-Berein. In der Bereinshalle bei Herrn Martin Fritsch an der Ost 10. Straße hält Böiger Verein heute Abend sein Weih nachtsfest nebst ChristbaumVerloosung ab, wozu alle Mitglieder mit ihren Familien und Freunden freundlichst eingeladen sind. Feiern am Sonntag. Morgen folgen die Weihnachtsfeiern des Socialen Turnvereins", des Südseite Turnvereins" und des Indianapolis Liederkranz" in ihren betreffenden VereinS-Hallen. Grundeigenthums Uebertragungen. John E. Pierce u. A. an die Rail road Men'sBuilding & Savings Assn., Lot 3, Highland Place Add. $2700. Medford B. Wilson an Julius M. Kaminsky, Lots 1 bis 19, Wilson'S Subd.- $1400. Martha E. Wilson u. A. an Charles W. Curson, Lot 5, Wright's Broad way Add. $4000. Matthew H. Dulevy an Jas.Glynn, Lot 40, Langsdale's Subd. $1000. Mary Pearce u. A. an Wm. C. Dudding, Lot 43, Willard Place Add. $3200. Christine Waterman an John W. Mugg u. A., Lot 365, Spann & Co's 2. Woodlawn Add. $2050. Gardner W. Elvin an William H. Anderfon, Lot 3, Merrill'S Subd., Outlot 105. $2600. Reno Kittle U.A. an Chas. F.Craig, Theil von Lot 3, Square 39. $10,000.' Dorothy Boshell an Wymond I. Beckett, Lot 29, Miami Powder Co'.S West Indianapolis Sub. $1275.74. Harry S. Bastian an Johanna Ar mitage, Lot 26. Block 13, Nord In dianapolis. $1000.
WeihnaqtS-Feiern in den Kirchen.
Die Geburt des Erlösers wurde in allen Kirchen der Stadt wie üblich durch besondere Gottesdienste gefeiert. nachdem am gestrigen WeihnachtAbend schon diese Feier würdig eilige leitet worden ist. St. Marien Gemeinde. In der St. Marien-Kirche begann die Feier Morgens um 4 Uhr. Während das Männer Quartett des Kirchen-Chores das schöne Lied Stille Nacht" sang, zogen 20 weißgekleidete kleine Knaben, 10 Acolythen und der Pfarrer mit zwei Diaconen zur Krippe. Letztere war eine vortreffliche Gruppe, welche den Stall zu Bethlehem veranschaulichte und als ein Kunstwerk be trachtet wurde. General-Bicar Scheide ler hielt dort eine passende Anbetung, worauf die Procession unter dem Gesänge des Chores in die Sacristei zurückkehrte. Darauf begann gleich das erste feierliche Le vitenamt mit Predigt. Währenddesselben führte der Gesammtchor das un ten angegebene Programm aus. Hierauf folgten zwei Stille Messen". 8 U h r war die Kinder-Messe mit Predigt. Die Schullinder sangen deutsche Weihnachtslieder. Nach derselben folgte eine Stille Messe". 10 Uh r war das zweite feierliche Le Vitm-Amt mit Predigt, welches der Hauptsache nach dem ersten gleich war. 3 Uhr Nachmittags begann die feierliche Vesper, gehalten von Rev. Scheideler und zwei Assistenten. Zum Schlüsse der Vesper war Segen mit dem hochwürdigsten Gute und Te Deurn." H:ute, als am zweiten Weihnachtstage (26. December) seierte die Kirche das Fest des hl. Stephanus. Um 8:30 Uhr war ein Hochamt. Von Weihnachten bis Neujahr singen dte Schulkinder jeden Morgen während der hl. Messe deutsche Weihnachtslieder. ES ist noch zu bemerken, daß morgen die Kinder der Ct. Marien Gemeinde eine Unterhaltung in der St. Josephs Halle geben, welche für alle Mitglieder der Gemeinde von großem Interesse sein wird. Der St. Marien Frauen Verein hat sür diese Gelegenheit einen reichlich ausgestatteten Weihnachtsbaum in der Halle aufgestellt und wird jedem Kinde ein Weihnachtsgeschenk machen. Dieses Kinderfest findet gleich nach der Vesper gegen 4 Uhr statt. Das Musik - Programm f ü r W e i h n a ch t e n war: 4 Uhr Morgens. 1. Stille Nacht Gruber 2. Kyrie C. M. von Weber 3. Gloria . . ffarmer 4. Veni Creator La Hache 5. Credo Farmer 6. Offertorium Bonvin 7. Sanctus Farmer 8. Bcnedictus Weber 9. Angnus Dei Weber 10. Adeste Fideles.... Novelle 8 Uhr. Kinder-Messe. Die Schulkinder singen deutsche LZeihnachtslieder. 10 Uhr. Messe von C. M. von Weber, Veni Creator Lyendecker. Offertorium: Christus natus. 3 Uhr Nachmittag, feierliche Vesper. Vesper Psalmen Este Magnificat Emmerich Alnia Redernptoris Lambilotte Zur Benediction : "0 quam suavis", Sopran-Solo von Mendelsohn, gesungen von Frau Prof. Hallermann mit ZitherBegleitung von Herrn Frey. "Tantum ergo", Quartett, von Fr. Frey, mit VioliN'Begleitunz von Herrn Dr. Conger. Großer Gott", gesungen von der ganzen Gemeinde. Der Kirchenchor der Marien-Gemeinde zählt nicht so viele Mitgliede, wie die Chöre in einigen anderen Kirchen, aber die Sänger sind alle musikalisch gebildet, sehr talentvoll und bemeistern die schwierigsten Kompositionen. Der Kirchenchor ist, wie folgt, zu sammengesetzt: Dirigent und Organist: Professor F. A. Hallermann. Sopran: Frau Hallermann, Frau Creber und Frl. E. Schmitt. Alt: Frls. B. Roth, L. Stake und M. Schmitt. Tenor: Herren I. Behringer und Fr. Frey. Baß: Herren I. Buennagel, G. Schmitt, H. Weber und E. Schmitt. Erste Deutsche BaptistenGemeinde. Die Sonntags Schule obiger kenternde feierte gestern ihrWeihnachtöfest,
und es waren die besten Vorbereitungen getroffen, um die Feier fo erfolgreich als möglich zu machen. Die Kinder brachten ein Special - Programm zur Aufführung. Die Kirche war zu diesem Zwecke besonders geschmückt, der liebe Weihnachtsbaum war auch vor Handen. Am Schlüsse des Programms wurden die Kinder bescheert.
Wollte Gas-Meter plündern. Von den Radler-Polizisten Duncan und Wilson wurde letzte Nacht ein sich John Morgan nennender Bursche in Gewahrsam genommen, der beschuldigt ist, den Versuch gemacht zu haben, den Slot-Gasmeter im Keller der Martin Flats an der Jndiana Avenue um seinen Inhalt an Quarters" zu berauben. Neue Inkorporationen. Als auswärtige Corporation wurde gestern die Commonwealth.Jcwell Oil Co." von Illinois incorporirt, die vor geraumer Zeit von der Consumers' Gas Trust Co. eine Anzahl von Quellen kaufte. Die Compagnie benachrichtigte gleichzeitig den Staatssecretär, daß sie ihr Actien'Capital von $1,000,000 auf 81,500,000 erhöht hat. Eine andere answärtige Corporation, die gestern im Staatshause incorporirt ward, ist die Royal Oil Co." von Maine; Capital S25,000. Ander: neue Jncorporationen sind die der Foster Lumber und Coal Com pany", Indianapolis. Capital S25,. 000; Jncorporatoren: Charles E. Foster, Harry E. Smith und Jerry Foster. Der Fairmont Hunting und Fish ing Club", Fairmont; Fred. Davis, Frau! Schimel und O. E. Elson, Di rectoren. Um eine Erkältung in einem Tage zu kuriren nehme Larative Bromo Quinine Tablets. Alle Druggistcn erstatten das Geld zurück. wenn Ire ntcyt kurtren. t$. W. (Srove s Unter schrift ist auf jeder Schachtel. 25 Cents. Mi)!uirlhsu)aslsproduktc. ZluSfnyr, VersnHSkulturn nv Kamps gegen Schädlinge in der Union. Im verflossenen Fislaljahre sind, nach dem Jahresberichte des Ackerbausekretärs Wilson, von den Ver. Staaten Getreide und Getreideprodukte zum Betrage von 221,000,000, sowie 3,500,000.000 Pfund Baumwolle im Werthe' von S317.000.000 exportirt worden. Der heurige Ertrag der Rü-benzucker-Kultur wird auf 260,000 Tonnen geschätzt, gegen 220.000 im Vcriahre und 29,220 Tonnen im Jahre 1896. Auf der Versuchsplantage in Summervlle, N. C., wurden 9000 Pfund Thee gewonnen; eine neue Versuchsstation ist in Pierce, Tex., eingerichtet worden. Der balterische Schorf an Aepfeln und Birnen läßt sich kontrolliren. Gegen die talifornische Nedcnkrankheit hat sich die Le-noir-Rebe widerstandsfähig erwiesen und sich geeignet gezeigt als Pfropfreis und Setzrebe. Für den Export eignen sich an Obst besonders die BartlettBirne, der Russet-Apfel und die El-berta-Pfirsiche. Eingehende Versuche werden zur Zeit gemacht, auf welche Weise billige Holzsorten mit BeNutzung von Präservativstoffen als Ersatz für die theueren Hölzer dienstbar gemacht werden können. Ungeheurer Schaden wurde den Waldländereien im vergangenen Jahre durch Waldbrände zugefügt. In den Staaten Washington und Oregon wurde durch die Brände im September 1902 ein Holzbestand im Werthe von Z13,000.000 vernichtet. Die meisten Brände wurden durch Fahrlässigkeit herbeigeführt. In Ohio ist die Produktion von Tabak, welcher nach der vom AckerbauDepartement gutgeheißenen Methode gebaut wird, von 655XX) Pfund im Jahre 1901 auf über 4,000.000 Pfund im Jahre 1902 gestiegen. Mit dem Anbau von kubanischem Blättertabak sind zufriedenstellende Versuche in South Carolina, Alabama und Texas gemacht worden; dem so gewonnenen Tabak wird ein vorzügliches Aroma nachgerühmt. An Einlage-Tabak wurden im Jahre 1901 71,000.000 Pfund im Werthe von circa 3.000.000 geWonnen, während sich der. Import von kubanischem Tabak auf 18.500.000 Pfund im Werthe von über 516,000.000 stellte. Für die Versuche mit der Seidenzucht sind Sachverständige aus Frankreich angeworben, und die Züchter von Cocoons sind in Kenntniß gesetzt worden, daß das Ackerbau-Depar-tement ihre Cocoons zu den üblichen europäischen Preisen ankauft. Für die Bekämpfung der San Jose-Schildlaus haben sich die Versuche mit dem Ladybird als erfolgreich erwiesen. Die Arbeiten zur Ermittlung eines Mittels zur Bekämpfung des Baumwollstechers (Voll Weevil) werden mit Eifer fortgesetzt. Eine Bewilligung von $500. 000 zur weiteren Förderung dieser Versuche sollte gemacht werden, weil die ganze Baumwollkultur von diesem schädlichen Insekt vernichtet werden kann, wenn es nicht gelingen sollte, seiner Verbreitung Einhalt zu gebieten.
Oukel TamS Viehbestand. Laut dem Jahresbericht des Ackerbausekretärs Wilson wurden von den Ver. Staaten im letzten FiskaljahreThiere. Fleisch und Fleischwaaren zum Betrage von Z211.000.000 ausgeführt.
Der Werth der in Onkel Sams Land befindlichen Pferde belief sich auf über N.000.000.000. der der Maulesel auf circa Z200.000.000. der des Rindviehs auf mehr als Z1.300.000.000. der der Schafe auf Z168.000.000 und der dec Schweine auf Z365.000.000: Mit einem Kostenaufwands von $300,000 gelang es, innerhalb fünf Monaten die-Maul-und Klauenseuche in Neuengland zu unterdrucken. In Betreff des Texasfiebers war zu bemerken, daß das Waschen mit Nohöl in gewissen Oelbrunnen in Texas sich gut bewahrte; die Arbeiten des Viehbureaus zur dauernden Bekämpfung der Seuche haben Aussicht auf Erfolg. D?e Schweinecholera richtete einen Schaden von Z75,000.000 an. Für Viehinspektion und Fleischbeschau wurden Z711.546 verausgabt; die mikroskopische Untersuchung von Schweinefleisch war mit einem Kostenaufwand von $78,179 verbunden. I n der österreichischungarischen Armee sind durch Verordnung des Kriegsministers das Anbinden und Anschnallen mit Spangen als Strafen abgeschafft; ebenso das Fasten bei Arreststrafen. Selbstmörder im Brautst a a t. Unter eigenartigen Umständen hat letzthin ein von Dortmund nach Bochum, Westfalen, zugereister junger Mann in einer Gastwirthschaft Selbstmord verübt. Als der Fremde am Morgen nicht zum Vorschein kam, wurde sein Zimmer gewaltsam geöffnet. Den Eintretenden bot sich nun ein merkwürdiger Anblick dar. Auf seinem Bette hingestreckt, angethan mit einem weißen Brautkleid und Schleier, auf dem Haupte einen Myrtenkranz, fand man den jungen Mann als Leiche auf; er hatte sich eine Revolverkugel durch die Brust gejagt. Bei der Leiche fand man zwei Zettel, von denen der eine die Worte enthält: Liebe Frau B . . . ." während der Lebensmüde auf dem zweiten Zettel bittet, ihn im Brautstaate beerdigen zu lassen. Die Umstände, unter denen der Selbstmord erfolgt ist. lassen darauf schließen, daß man es hier Mit dem tragischen Abschluß eines unglücklichen Liebesromans zu thun hat. Der Lebensmüde wurde später als der 32jährige Arbeiter Pompluhn aus Gerez im Kreise Koslrn (Pommern) erkannt. DemOpferseinerPflichttreue, dem von Wilddieben vor Iahresfrist erschossenen Forstlehrling Greiner, ist in Forst Gühlen-Glienicke bei Rheinsberg jetzt ein Denkmal gesetzt worden. Äußer dm' nächsten Verwandten des Verstorbenen wohnten eine Abordnung des Offizierkorps des Jnfanterieregiments Rr.24 aus Neu-Ruppin und das gesammte Försierpersonal des Distrikts der Denkmalsweibe bei. Frenzei No. 1 W. Washington Str (MerchanU National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen aus alle Städte Europa?. Schiffsscheine nach und von Europa. An und verkauf auglöndischött ' Geldes. AB Geld sparen ist eineGewohnheit Eine Gewohnheit wächst und je mehr sie wächst, desto leich ter wird sie, und während der ganzen Zeit häufen sich S Prozent Zinsen dazu auf. Beginnt heute.
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Machen Sie sich keine Bedenken, wie wenig sparen Sie etwas ! 2n einem Jahr . von jeht werden Sie sich ' wundern, warum Sie nicht früher begonnen haben Indiarni Trust Co., Capital - 81,000,000 Ueberschuh 200.000 Ofsice : Jndiana Trust Gebäude. Ecke Washington Str. und Virginia Ave.
