Indiana Tribüne, Volume 27, Number 106, Indianapolis, Marion County, 24 December 1903 — Page 5
Indianer Tribune, 2. ?Dezernber ISO.
Kinderfest am Strande.
Novellette von B. Herwi. . . . Ratatam,, ratatam, ratatam tam, tam! Tschingdada, tschingdada, ratatam! Tie Kurkapelle schritt im Takt voran, den weißen, breiten Strandweg entlang, vorbei an dem dunklen, würZigen Kiefernwald. Eine lange Reihe buntgekleideter Kinder folgte, blonde Knaben und braune Mädchen mit frischen Kränzchen auf dem Kopf, recht, wie man's auf dem Lande liebt; rothe Nelken mit Spargelkraut, Kornblumen mit Blaubeerblättern, Moosrosen mit Reseda .... ja, sogar Epheudiademe mit der hellblauen Waldes-Cam-panula. Der Knaben Strandhüte zeigten Eichenzweige, die nervigen Händchen trugen Fahnen und Gewinde. Die Väter und die Mütter, die Tanten und die großen Geschwister trabten nebenbei mit Gummischuhen und Regenmänteln .... Eine Stunde vorher war's noch recht fraglich gewesen, ob das Kinderfest stattfinden würde, und noch nie hatte eine erwartungsvolle Jugend einem Wetterereigniß mit ähnlichem Interesse entgegengesehen. ... Sein oder nicht sein das blieb eine ganze Weile bange Frage, bis die Sonne sich erbarmte, das Barometer wie das Thermometer stieg und damit auch die Lust der Eltern, ihren Lieblingen das erhoffte Vergnügen zu gewähren. Das Comite hatte schnell noch einmal getagt und wie zu einer großen taatsaktion noch diverse Hilfskräfte angeworben. Herren und Damen der, wie es immer so gern heißt, .besten Gesellschaft" fühlten sich stolz. bei dem Strandfest hilfreich zur Stelle zu sein. Ein junger Officier, am Badeort natürlich in Civil, hatte schon längst die Fähigkeit in sich entdeckt, für Gott Gambrinus thätig zu sein und limoadengefüllte Gläschen künstlerisch kellerisck selbst balanzZrren au können, sogar sarbenkragende Studenten Doten sich an, den Barlauf, das Topfschlagen und das Tanzen zu überwachen, reizende junge Mädchen drängten sich dazu, auch eines Amtes zu walten, als Abzeichen die weißrothen Schleifchen zu erhalten und sie links am spitzenderhüllten Busen befestigen zu dürfen. Bitte ganz ergebenst, mich als freiwillige Sanitätskolonne betrachten zu wollen," bat ein stattlicher Mann in jovialem Ton. den braunen Schnurrbart zwirbelnd. Eine kleine Hausapotheke bringe ich mit. Dr. Hofmann aus Dresden." Das Fehlen des Eheringes ward von manchem forschenden Frauenauge, sofort bemerkt und allerlei kleine Angrisfsversuche von vorsichtigen MUttern im Stillen projektirt. Also Arzt und Apotheke am Ort ein tiefblauer Himmel, wenn auch aufgeweichte Wege das Spiel konnte beginnen. ' Ei FarbensymphonzZe. von lebenden kleinen Wesen vorgeführt, ergötzte das Auge: weiß, roth, hellblau, rofa in Kleidchen und Schärpen, in Strümpfchen und Bändern, in Mänteln nd Hüten. Wie das wacker stapfte, den Kiesweg entlang, bei mancher gefährlichen Pfütze vorbei, unter Lachen, Plaudern, mit kleinen Kurmachereien und schüchternen Abwehrungen. Kräftig stimmten die Großen in das von den Kleinen angestimmte Marschlied ein. Viele hundert Paar glückseliger Kinder umstanden dann den großen Spielplatz in der Nähe des romantischen Sees, auf dem Wasserrosen, weiß und gelb, im Schilfe blühten. Bald glühten die Wangen der Kinder in froher Lust. Seilziehen und Versteckspielen. Voglern, Vöglein, fliege aus". Aufsteigen des Luftballons, dann das Klettern an derStange, darauf stets zur Abkühlung die große Promenade; Männlein und Weiblein, soweit der Vorrath reichte.... Und bei den ganz Kleinen die Mienen und die Stienen und die Lienen" immer forsch an derSeite zur Beaufsichtigung mittrabend, jeden Augenblick des Austretens" gewärtig. Immer einer und noch einer," sagte ein kleines Kerlchen, wie in meiner Arche Noah." Die freiwillige Sanitätskolonne" war noch nicht in Aktion getreten, sie hatte sich .auf erhöhtem Hintergrund aufgestellt, neben einer Holzbank, die allenfalls als Ambulanz" dienen konnte. Merkwürdigerweise machten sich die weiß und roth bebänderen barmherzigen Schwestern dort viel zu schaffen; aber als ob es gar keine zanksüchtigen Jungens und keine Baumwurzeln ode? spitze Steine gäbe es war noch keine Blutveraießung gemeldet worden. Rügens blauer Himmel spannte sich aus über ein glückseliges, kleines Hellenenvölkchen, das bei olympischen Spielen Kraft und Schönheit zeigen wollte ... Einer der farbentrc?genden Studenten, der sich persönlich die Gaben des Gambrinus zu Nutze gemacht hatte. sprach den klassischen Satz, angestaunt von ewigen Backfischchen, die in Limonade mit ihm eben angestoßen hatten. Er hat nicht ganz unrecht," meinte die Sannatskolonne. Der Olymp scheint herniedergestiegen, es wimmelt von kleinen Liebesgöttern, denen nur die Flügel fehlen
Eine Anspielung," murmelten die
in der Nähe befindlichen Mütter und athmeten tief. Einige von diesen Muttern sind allemal in der Nähe. Es schien aber wirklich, als waren die Knaben von klassischemSchönheitssinn durchdrungen: denn nur die nducnen und slotten caocrzen wuroen zum Tanze aufgefordert; die zahlreichen, schon früh zu künftigen Mauerblümchen" bestimmten unscheinbaren, saßen verlassen und hätten schon in früher Jugend das dumpfe Gefühl der Demüthigung kennen gelernt, wenn nicht die freundlichen Hilfsdamen sich ihrer angenommen und sie tüchtig im Kreise herumgeschwenkt hatten; allen voran eine ein nicht mehr ganz junges. aber schönes Mädchen, mit glattem. über das Ohr gehendem dunklem Scheitel, der mit einer rothen herabhängenden Rose geschmückt war. Ueberall hatte sie die liebreichen Hände; die bei dem wilden Tanze in Gefahr gerathenen Kinder schleppte sie auf den Armen davon, ihr feines Taschentuchelchen war in steter, höchst nothwendiger Bewegung, von ihr schmeckte die kuhleMilch, die süßen Kuchen besonders gut. Sie fesselte vor allem die Blicke des Doktor Hofmann er suchte sie in ein Gesprach zu verwickeln. Dicht an seinem erhöhten StandPunkt war die Schießbude errichtet. Dort probten die kleinen Schützen mit mehr oder weniger Glück. Ein reizender Anblick war s. Nein, diese Erwartung und Freude der Kinder," sagte Tante Marie, wie sie von den Kindern genannt wurde. so ruhrend ungeschickt die kleinen Hände, die sich so gerne führen lassen und dann der Jubel, wenn sie das Ziel getroffen; ich hätte nie geglub!. daß dies einfache Fest so viel Befried!gung gewähren könnte." Sie sehen die Kiemen heute nur in Frohsinn und Heiterkeit, gnadiges Fräulein, anders ist's, ihnen in Noth und Krankheit zur Seite z.t sein, an ihren Bettchen vollSorge zu sitzen, und ruh fn finiifia veroeblick fierniiH mmerzen zu linot.cn. iJ, wie iia? einem die winzigenMenschen dann in'ö Herz stehlen, das ahnen Sie kaum . . . Ich kenne auch das," sagte Martt ernst, bei uns zu Haus hab ich's geübt. Mein Vater ließ mich einen Krankenpflegekursus durchmachen das war sehr wichtig. Sie sind ein Toktorskind?" Nein mein Papa ist ein Landmann so nennt er sich am liebsten. Früher stand er in der Armze; aber stets beherzigte er Freiligraths so herrliche Worte, daß Wunden heilen besser, als Wunden schlagen sei. Ja, wenn ich der gewünschte Sohn geworden wäre, hätte ich sicher den ärztlichen Beruf erwählen müssen so aber " Bei der jetzigen Strömung in der Frauenbewegung hätten Sie ja auch nach dem Doktorhut ringen können." So ii;f steckte die Sehnsucht nicht in mir," bemerkte sie einfach, ich hasse jeden Schein, ich habe noch immer an mir zu arbeiten, Widerwillen zu besiegen " Sie kam nicht weiter. Ein Hilferuf ertönte, ganz in ihrer Nähe aus dichtem Kinderaewühl heraus; sie war die erste zur Stelle. Weinend lag ein schöner, blondgelockter Knabe am Boden,, die ungeschickte Armbrust in den noch ungeschickteren kleinen, dicken Händen. Beim Abschießen des Pfeiles war Freddy, wie er klagend von Mutter. Tante und dem Fräulein reklamirt wurde, hingefallen; doch nun nun rieselte das Blut von der Stirne herab. Schnell hatte Marie ihre Theorie in die Praxis übersetzt. Sie hob den Knaben behutsam auf. schleppte ihn aus dem Kreis heraus; doch schon war Doktor Hofmann ihr entgegengeeilt und hatte ihr die nicht leichte Bürde abgenommen. Dann saß sie auf der Ambulanzbank und hielt das fast besinnungslose Kind im Schoß. Dr. Hofmann kniete vor ihr; er wusch die Wunde aus, untersuchte sie und konnte die Mutter beruhigen, die, tod?:nblaß vor Schreck, dabeistand und die schnelleHilfe des Mädchens und ihre gewandte Assistenz bewunderte. Der kleine Schütze hatte sich bald erholt; eine gute Fahrgelegenheit war besorgt so wurde er zur Villa Sievers gebracht, wo die Frau ihr Logis inne hatte. Die weiche Hand Mariens lß der Knabe nicht los. Als er schon im Bettchen lag, suchte sie noch immer sein Blick. Doktor Hofmann gab ihr die nöthigen Verordnungen und wollte gern die 'weitere Behandlung mit dem Badearzt übernehmen. Was diese Marie von Dettmar wieder für Glück hat," konstatirte eine der Mütter", die damit ihrer Regine den Vorwurf machte, nicht schnell genug den kleinen Freddy dem Doktor übergeben zu haben. Sie macht sich gern interessant und hat's dabei nicht nöthig," kritisirte eine andere, die reichste Erbin weit und breit und klug und liebenswürdig dabei ehescheu, wie man mir erzählt." Das kennt man bis der Rechte kommt. Dieser Doktor Hofmann sieht gerade aus, als ob er der Rechte sein könnte!" Seht einmal, da sitzen sie beide auf dem Balkon der Villa Sievers übrigens ein ideales Plätzchen die heitere See vor Augen und nur wenige Stunden entfernt das Schloß des al-
ten Vaters ordentlich jung sieht sie wieder aus." Ja, da saßen die beiden nun häufiger; auch am Meeresstrande sah man sie vereint, wie auch in den grünen Wäld:rn. Längst wußte alle Welt, daß sich hinter dem einfachen Doktor einer der bewährtesten deutschen Aerzte, Professor Hofmann, verbarg, und längst war der freiwilligen Sanitätskolonne", wie er noch manchmal genannt wurde, bekannt, daß der als Humanist und Reichstagsführer gepriesene Baron von Dettmar Mariens Vater sei. Mobl batte die öffentliche Meinung sich schon damit befaßt, den Werth des einen gegen den des anderen abzuwägen das Zünglein der Wage neigte sich kaum. Aber von Herz zu Herz war doch eine tiefe Neigung, ein inniges Verständniß, eine immer wärmere Sympathie entglommen, wenn auch die seelische Empfindung vergebens nach Ausdruck gerungen hatte. Herrliche Sommerwochen waren vergangen, der Abschied stand vor der Thür. Leben Sie wohl. Herr Professor ich muß heim, morgen ist des Vaters Geburtstag. Seitdem meine geliebte Mutter todt ist, darf er mich nicht entbehren." Was schenken Sie ihm, Fräulein Marie, zu dem Festtage?" fragte der Professor ernst. Das ist noch meine Sorge. Er nimmt nie gern geschenkt, er giebt nur immer." Und doch könnte ich Ihnen da vielleicht einen Rath geben, Fräulein Marie. Sie haben mir bei unserem ersten Zusammensein erzählt, daß ihm das Geschick einen großen Wunsch nicht erfüllt r den Sohn ihm versagt hat, noch dazu einen, der Medizin hätte studiren sollen. Wollen wir die Ungunst des Schicksals gut machen, Marie? Bringen Sie ihm morgen den Schwiegersot)n, dessen Beruf es ja ist, Wunden z:: heilen, der aber selbst lebenslang blessirt herumlaufen würde, wenn er sich in Ihren Augen getäuscht, wenn er schlecht in Ihrem Herzen geleser hätte . . . . Sie standen beide am Strande, umtost von wildem Seewind, umbraust oon gewaltigen Wellen; aber er derstanddoch Mariens Flüstern, ihr selizes Ja. Jubelnd umschlang er die geliebte Braut. Jener junge Student hatte damals recht mit den olympischen Spielen," sagte er nachher innig md zärtlich.
der kleine Amor war dabei: Und hat das Bübchen auch spottschlecht geschossen, uns hat der Pfeil doch getroffen hast Du's gemerkt. Geliebte?" Von der ersten Stunde an," sagte das glückliche Mädchen. m I n einer Klasse der Hochschule von Bayonne. N. I.. passirte kürzlich ein merkwürdiger Fall. Einer der Schüler. Freeman Kennedy, war aufgerufen worden, um aus , einem Buche vo.'zulescn. Als der Junge sich erhob. daj Buch in der Hand, bewegten sich zwar seine Lippen, aber lautlos. kein Ton drang aus seiner Kehle, er war plötzlich stumm geworden. Lehrer und Schüler drängten sich um den Knaben, der selber aufs Höchste erschreckt dastand. Er wurde kreidebleich und in seiner Angst quollen ihm die Augen aus den Höhlen. Man reichte ihm eine Tafel, damit er niederschreiben sollte, was mit ihm geschehen sei. Doch der Knabe war vor Aufregung hierzu nicht im Stande. Es wurde eine Droschke, geholt, und der plötzlich stumm Gewordene nach Hause gefahren. Drei Aerzte bemühten sich hier vergeblich um ihn. Die Erscheinung war ihnen ein Räthsel, sie wußten nicht, was sie mit dem Knaben anfangen sollten. Plötzlich that dieser einen kurzen Schrei der Freude und Erleichterung, er hatte die Sprache wieder erlangt. Die Erscheinung der Stimmlosigkeit hatte eine Stunde gedauert. Der Vater des Knaben glaubt, daß es ein nervöser Anfall gewesen ist. Infolge d er starken RückWanderung nach Europa waren in letzter Zeit die von New Jork abgehenden Dampfer häufig überfüllt, was nicht selten zu Unruhen geführt hat. So nahm der französische Dampfer La Touraine" dieser Tae 1000 solche Zwischendeckpassagiere mit, und mindestcns 200 Personen blieben zurück, die Passagebillets für den Dampfer hatten. Diejenigen, die zuerst kamen, wurden sofort an Bord geschickt, nachdem ihre Fahrkarten geprüft waren. Das Zwischendeck war bald gefüllt und eine Viertelstunde vor Abfahrt des Dampfers waren die Beamten gezwungen, die Leute zurückzuweisen. Dann aina der Tumult los. Die Polizei wurde verstärkt, um die aufgeregtm Menschen in Schach zu halten. Eine junge Frau, die sich Marie Pollin nannte', kam im letzten Augenblick mit einem Kinde an und wollte sich ihren Weg zum Dampfer bahnen. Sie wurde Zurückgewiesen. Mit Mühe machte sie den Beamten klar, daß ihr Gatte bereits an Bord war. worauf sie zugelassen wurde. Die Beamten und die Polizei hatten die Hände voll zu thun. bis der Dampfer sich vom Dock entfernte. Die zurückgebliebenen Leine wurden auf Kosten der Gesellschaft bis zu ihrer Abfahrt verpflegt. Kasernenhofblüthe. Sergeant: Mensch, stehen Sie nicht so rathlos da -wie, 'n Optiker, der für'n Neunause 'ne Brille anfertigen soll!'
Behörde für off. Werke.
Die C u r z o nS t r a ß e bleibt geöffnet. Die Furzon Str.Streitigke't, welche die Behörde für öff. Werke seit mehreren Monaten beschäftigt gehalten hat, ist gestern von der Behörde geschlichtet worden, und zwar durch Abweisung des Gesuches der Frau Emma Wabnitz um Schließung der Straße. Dadurch bleiben nach dem Gutachten des Stadtanwalts der Stadt manche Schadenersatz, klagen erspart. Ein merkwürdiges Seiten g e l e i s. Der Stadt'Jngenieur berichtete, daß er unfähig sei, irgend wo einen Nach weis dafür zu finden, daß der Big Four-Bahn je das Recht zur Legung eines SeitengeleiseS in der 1. Allen südlich der Bates Str.. zwischen Leota und Quincy tr., ertheilt worden sei. Die Behörde beauftragte darauf den Straßen Commissär, ebenfalls diese Angelegenheit zu untersuchen, und wenn die Bahn nicht das besagte Recht nach weisenlkann, soll daS Seitengeleise aus der Alley entfernt werden, die nur 15 Fuß breit ist. DaS Gesuch der Jndiana Lumber & Veneer Co. um das Privileg zur Legung eines Seitengeleises zu ihren Holzhöfen auf der 23. Straße wurde an den Ingenieur zur Untersuchung verwiesen. Noch eine Klage über Interurban'Frachtdienst. Stadtraths-Mitglied F. Wright be schwerte j sich bei der Behörde darüber, daß die Jndiana Union Traction Co. für den Fracht-Transport der Century Biscuit Co. die doppelte Rate der Eisen bahnen berechne. Diese Beschwerde wurde, wie die neuliche I. L. Keach's, an den Stadtanwalt verwiesen. Endgültigbestätigt wurden die Asseßment Umlagen für: Cementirung der Sw. an der Adams Str., von RooseveltAve. bis 25. Str.; Kiespflasterung der Fahrstraße und Cementirung der Sw. an der Salem Str., von 24. bis 26. Str.; Desgl. und Setzen üon Rinnsteinen an der Gray Str., von Washington bis New Jork Str. An den Ingenieur der. wiesen zurlUntersuchung wurde die - Remonstranz gegen die Backsteinpfl. der Fahrstraße und Cementirung der Sw. an der Cedar Str., von Virginia bis Fletcher Ave. 6 L o t t e n w e r d e n co nbem n i r t. Beschlossen wurde die Condemnation und Appropriation der Lotten 11, 12, 13, 14, 21 und 25 in Burr & Miller's Subdiviston, deren Eigenthümer nicht zu ermitteln waren und die für den DetentionS Hospital Park benöthigt werden. IHM French Lilk-Zones' neue Compagnie. Andere neue Jncorporatiouen. Um zu z e i g e n, daß er entschlos sen ist. die neue Rahke'sche Farm" in Cumberland fortzuführen, hat C. L. Jones aus Pittsburg, hier besser be kannt als French Lick.JoneS", gestern die American Exchange Telegraph & Money Order Co." incorporiren. lassen. deren Aufgabe als Beförderung von Botschaften nach und von den Renn bahnen in Cincinnati, Covington und St. Louis" angegeben wird. Das Ca pital der Co. wird als 810,000 dezeich net, und als JoneS' Theilhaber Geo. Gill von JndplS. und R. E. Ramsey von Kentucky angegeben. Andere neue Jncorporationen sind : Die Charles Kaestner Manufac turing Company", South Bend, Ca pital 875,000, Jncorporatoren : John Ä. Lobstein Jr., Adolph Kaestner, Otto M. Knobblock, William . Bar. ger und Charles D. Cutting, alle von South Bend. Die GrantZCastle Hall Company", Marion, Capital 819,000, Jncorvora. toren : I. Carl Diggs, Schuyler Wiltaout, Gilbert Butterworth, Arthur Jay, Ellswort Harvey, John 523. Rick man und Irwin Prickett. Der Remington Social Club, Jsaac Senesca, Charles Heck und C. W. Brown, Directoren. New V o r k. Senator Hanna ist soweit hergestellt, daß er nach Wash. ington abreisen konnte. i
ET Raucht die BONANZA.
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