Indiana Tribüne, Volume 27, Number 105, Indianapolis, Marion County, 23 December 1903 — Page 6

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Europäische Nachrichten. lyrftts IcHresZen. Ares lau. Die Stadtverordneten beschlossen, zur Errichtung einer Volksheilstätte für weibliche Lungenkranke in Niederzieder bei Landshut 50,000 Mark als einmalige Beihilfe und einen laufenden Jahresbeitrag oon 500 Mark zu bewilligen. Vreitenhein. Der Unglücksfall beim hiesigen Bahnbau hatte schon zor einiger 3m 2 5jpjer geroroen. Nunmehr ist auch der dritte Verunglückte, Arbeiter Johann Suveck, seinen schweren Verletzungen erlegen. Hönigern bei O e l s. Der Z0jährige Forstgehilfe Wiehmer wurde durch die Unvorsichtigkeit eines erst eingetretenen Eleven, der mit ihm in den Wald gegangen war, um Eichelhäher zu schienen, in den Oberschenkel getroffen, so daß der schwer verletzte junge Mann sofort zusammenbrach. AufAnordnung des herbeigeeilten Arztes ließ Oberförster Krätzig den Verwundeten in ein Krankenhaus nach Breslcrn schaffen, wo der junge Mann verschieden ist; der Tod soll infolge Verblutens eingetreten kein. Der unglückliche Schütze wurde in's Amtsgerichtsfängniß zu Oels eingeliefert. L i e g n i tz. Sein 25jähriges Arbeiter - Jubiläum beging Ober-Werk-meiste? Händel in der Wollwaarenfabrik Merkur. Derselbe trat in die Fabrik vor 25 Jahren als Wirker ein und hat sich durch Fleiß, Gewissenhaftigkeit und Umsicht zum Oberwerkmeister emporgearbeitet. Rothschloß beiNimptsch. Der 31 Jahre alte Arbeiter August Ohnesorge hat seine etwa im gleichen Lebensalter stehende Ehefrau, eine ordentliche und rechtschaffene Person, in bestialischer Weise ermordet. In einer Kammer lag in einer großen Blutlache, entsetzlich entstellt, 'die Leiche der Ermordeten, neben ihr schwer röchelnd der Mörder, welcher sich in die Gurgel geschnitten hatte, aber noch lebte. Der sofort hinzugezogene Arzt konnte nur den Tod der Frau feststellen. Der

Morder wurde gefesselt und auf einem Wagen in das hiesige Gerichtsgefängniß übergeführt. Er gab zu, seine Ehefrau ermordet zu haben. Die Leiche der ermordeten Frau zeigte verschiedene Hieb-, Stich- und ErwurgungsMerkmale. S t r i e g a u. Der im Getreidegeschäft von Pahl & Winkler hierselbst in Diensten stehende Kutscher Franke überfuhr den Tagearbeiter Karl Bunke von hier. Provinz Fofen. Posen. Wegen Mordes ist vom Schwurgerichte Posen der Kutscher Joseph Valbierz zum Tode verurthcilt worden. Seine Revision kam vor dem Reichsgerichte zur Verhandlung und wurde verworfen. Der Kellner Paul Knanow. Moltke Straße 7 wohnhaft. machte in einem Lokal in der Kaiser Friedrich Straße einenSelbstmordversuch, indem er sich mit einem Revolver in die linke Brustseite schoß. Bromberg. Der in der Oberpfarrerstelle an der St. Nikolai Kirche in Potsdam berufene Pfarrer Haendler. bisher in Bromberg, ist zum Superintendenten der Diözese Potsdam I, Regierungs-Bezirk Potsdam, ernannt worden. M 0 r a c z e w 0. Beim Pflaumenmusrühren war ein Mädchen mit seinen Röcken der glühenden Herdtbür zu nahe gekommen, so daß die Röcke Feuer fingen vd das Mädchen im Augenblick einer Feuersäule glich. Auf das Schreien des Mädchens käm eine Frau hinzu, die das brennende Mädchen sofort in eine nahe Jauchegrube warf, um die Flammen zu ersticken. Leider hatte die Aermsie aber schon so schwere Brandwunden erlitten, daß sie trotz ärztlicher Hilfe starb. Reut 0 mische!. Im Sägner'schen Gasthause in Wengielno ist der Eigenthümer Friedrich Sperling erschössen worden. Unter dem Verdachte des Mordes wurde der Besitzer Menke verhaftet und dem Un:ersuchungs-Ge-fängniß zu Meseritz zugeführt. O st r 0 w 0. Der 16jährige Knecht Anton Kolodzin wurde in Przbrilow von einem Pferde durch einen Hritt so schwer verletzt, daß er alsbald verstarb. Der kürzlich todkgesagte Gymnastallehrer Professor Hoppe ist an den folgen des Gehirnschlages gestorben. R a w i t s ch. Der 16Zährige Sohn eines Landwirths in Bobile hat sich erhä.igt. weil er mit seinen Eltern wegen eines angeblichen Liebesverhältnisses zu einer 27jährigen Dienstmagd zerfallen war. Schmiege l. Der vor der Kapelle an dem evangelischen Kirchhofe angestellte Opferkasten sammt Inhalt ist vor Kurzem gestohlen worden. Die Diebe sollen zwei polnische Knabe geWesen sein. Provinz Sachsen. Magdeburg. Der Privatmann Wilhelm Rosenhahn beging mit seiner Ehefrau, Auguste, geborene Lelong, das goldene Ehejubiläum. Kastellan im Polizeipräsidialgebäude Friedrich Kühne beging das Jubiläum seiner 25jährigen Dienstzeit bei der Polizeibeborde. Frau Minna Wernecke, geb. Hoernecke, hat der hiesigen Anstalt Bethanien in der Hohenzollernstraße letztwillig 10.000 Mark vermacht. Felgeleben. Der ca. 70 Jahre

alte Schwiegervater des Weichenstellers Zenker überschritt am Grasewege

die Bahnschranke, als ein Guterzug vorübergefahren war. Im selben Augenblick kam hinter dem Güterzug ein sogenannter Probezug angebraust und t'ödtete den alten Mann. a 1 1 1 a. S. EommerZi'enratb Sauer von der Gewehrfabrik Suhl errichtete für seine Arbeiter eine Stiftung in Höhe von 50.000 Mark. Nordhausen. Der 23jährige. ledige Dachdecker Paul Heife von hier stürzte vom Dache der St. Blasti-Kir-che ab und erlitt dabei so schwere innere Verletzungen, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. N e u e n k r u g bei Diesdorf. Das Gehöft des Anbauer Brüder brannte vollständig nieder. Die Kinder waren eingeschlossen, als der Brand ausbrach. Auf ihr Hilfegeschrei eilten in der Reihe beschäftigte Maurer herbei und retteien sie. Schönebeck a. E. Auf dem Grundstück der Spritfabrik und Branntweinbrennerei von W. Häschner entstand Feuer, welches auf dem Heuboden ausgekommen und von Kindern, die dort gespielt haben, verursacht sein soll. Der Stall, die Niederläge und Comptoir sind niedergebrannt. S t 0 l b e r g (Harz). Der bekannte Revierförster Gölitz sen. trat nach mehr als 50jähriger Dienstzeit in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger ist der bisherige Nevierjäger Pohling. Weißenfels. Durch spielende Kinder wurde der neben der Tagwerbenerstraße belegene mächtige Strohdlemen der Dietrach'schen StrohstoffFabrik, neben welchem sich noch drei gleich große befinden, in Brand gesetzt. 6000 Centner Stroh, mit 9000 Mark versichert, sind m Flammen aufgegangen. Zangenberg. Seinen Schulkameraden aus Rache erschossen hat hier der 12 Jahre alte Knabe Hädrich. Sein Mitschüler, der zehn Jahre alte Schulz, hatte die Schwester des Hädrich mit Erde beworfen. worauf letzterer rief: Warte, Hund, ich erschieße dich!" Nach diesen Worten zog'Hädrich einen Revolver aus der Tasche und schoß Schulz durch den Rücken ins Herz. Frovinz Loannover. Hannover. In körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frisch konnte das Ehepaar Regierungsrath a. D. Engmann hier, Böhmerstr. 8, das Fest seines 5Mährigen Ehejubiläums feiern. Eine entsetzliche That wurde in der Kaserne deö Füsilier - Regiments Prinz Albrecht von Preußen von dem Buchsenmacher - Gehilfen Schröder der 7, Compagnie verübt. Der Füsilier Meyer X III. von der 8. Compagnie war in die Büchsenmacher gegangen, um eine kleine Reparatur auszuführen. Er wurde aber von Schröder aus der Werkstatt verwiesen, und als er der Aufforderung nicht gleich nachkam, riß dieser eine glühende Eisenstange aus dem Feuer und rannte damit seinem Kameraden so heftig vor die Brust, daß Nlcht nur die Kleidung verbrannte, sondern die glühende Stange auch in den Körper drang und die Lunge verletzte. Der Getroffene sank sofort mit einem lauten Aufschrei zu Boden und wurde dann in's Lazareth überführt. Die Verletzung der Lunge soll so schwer sein, daß an einem Aufkommen des Füsiliers kaum zu denken ist. Die Leiche eines etwa 18jährigen jungen Mannes, die schon einige Zeit im Wasser gelegen haben mochte, wurde am Cleverthor aus dem Wasser gezogen und in das gerichtliche Todtenhaus geschafft. Sie ist diejenige des 17 Jahre alten Kellners Ernst Bode aus Ilsenbürg, der bis Ende August in einem Badeorte in Stellung war und zuletzt in der Hainhölzerstraße 9 hierselbst gewohnt hatte. Bode wurde vermißt. A s ch e n d 0 r f a. d. Ems. Hier ereignete sich auf der Ems bei der Borfumer Fähre ein Unglücksfall. Der 24jährige Baggerarbeiter W. Gerdes aus Haaren stürzte von einem Prahm herunter und versank sofort in den Wellen. Groß - Horst. Feuer zerstörte das Wohnhaus des Hofbesitzers Rautenkranz. Heiningen. Bei der Wittwe Wilms war die Frau des Pensionärs Buchholz beschäftigt und beauftragt, eine Flasche auszuspülen. Diese Flasche war noch nicht ganz leer und trug die Aufschrift Punschextract". In der Annahme, daß es Punscheztract sei, trank Frau Vuchholz den Rest, der in Wirklichkeit ausKarbolsäure bestanden haben soll, aus. Es stellten sich bei ihr sofort heftige Beschwerden ein, an deren Folgen die bedauernswerthe Frau verstarb. Mahlerten. Die Firma C. Ohlendorf, Bau- und Möbeltischlerei mit Dampfbetrieb, feierte das 100jährige Jubiläum ihres Bestehens. O st e r 0 d e. Bei einem geringfügigen Streite versetzte der 15jährige Sohn der Wittwe König im nahen Lasfelde seinem älteren Bruder einen Messerstich in den Unterleib. Die Verletzung war eine sehr schwere; der Gestochene mußte sofort in das hiesige städtische Krankenhaus gebracht werden. Papenburg. In einem Graben ertrank das Hjährige Kind des hiesigen Besitzers Dünhöft. S a r st e d t. Superintendent Borchers trat im Alter von 72 Jahren in

den Ruhestand, nachdem er 17' Jahre in hiesiger Gemeinde unermüdlich und segensreich gewirkt hat. In ergreifender Weife hielt er letztens seine Abschiedspredigt. Frovilrz Westfcrrcn. Münster. Geheimer Regierungrath Dr. jur. Weddige erhielt den Rothen Adlerorden 3. Klasse mit der schleife und Kreisbote. Schulz das Kreuz des Allgemeinen EhrenzeiHens. Breckerfeld. Von einem tödtlichen Unglücksfall wurde der Zimmermann Godersmann betroffen. Beim Durchschneiden von Holz an derKreissäge flog dem Mann ein Holzstück gegen den Unterleib, daß er bewußtlos zusammenstürzte. Ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, verstarb er nach kurzer Zeit. Hagen. Vor dem hiesigenSchwur gerichte standen unter der Anklage des Münzverbrcchens der frühere Wirth C. Melchers und der Händler H.Flaskamp, beide aus Annen. Daselbst, wie auch in Herdecke, hatten Beide namentlich in Wirthschaften falsche s- und 5Markstücke verausgabt, die nach dem Gutachten der Münzdirektion zu Berlin aus Zinn bestanden und schwach versilbert waren. In Herdecke wurden sie auf frischer That ertappt. Melchers erhielt 24 Jahre Gefängniß, Flaskamp 2M Jahre Zuchthaus. H ö x t e r. Durch den landwirthschaftlichen Arbeiter Kaster wurde der Arbeiter Heinrich Strübig in einem Zimmer des Vorwerks Nachtigall erschlagen. Es soll ein Streit voraufgegangen sein. Untersuchung ist eingeleitet. Kaster wurde festgenommen. Mast holte. Von einem herben Schicksalsschlage wurde die Familie Bernhard Verhörst hierselbst heimgesucht. Während Verhörst schwer krank an Lungenentzündung darniederlag, brannte dessen Wohnhaus total nieder. Der schwerkrankeMann fand bei Nachbarn Aufnahme. Plettenberg. Der bei der ffirma Kirchhofs jun. beschäftigte Dachdecker Karl Müller aus Neuenrade war mit der Dachbekleidung des in der Surresschen Wirthschaft in Holthausen neu errichteten AccumulatorenHäuschens beschäftigt und kam dabei mit Hals und Nacken der elektrischen Hochspannung so nahe, daß er sofort vom elektrischen Strome getödtet wurde. Wadersloh. Der Kötter Müller wollte, weil ein Rohr zu seinem Brunnen schlecht war, ein neues anlegen, wozu er ein tiefes Loch gegraben

hatte. Als er das Loch betreten hatte. rutschten die Seitenwände ein, so daß er erst mit den Füßen fest saß. Um ihn frei zu machen, nahmen einige Arbeiter Stricke, um ihn herauszuholen. Die Wände rollten aber so stark, daß Müller im Augenblick 2 Fuß tief verschut tet war. Zum Schutz seiner Wälder beansprucht der Staat Minnesota mehr gethan zu haben, als irgend ein anderer Staat der Union. Vor dreißig Jahren wurde dort ein Gesetz erlassen, welches jedem Farmer eine gewisse Summe für die Anpflanzung einer bestimmten Anzahl Bäume bewilligte, und seit dem Bestehen des Gesetzes sind Z600.000 in Prämien ausgezahlt worden. Die Prämie beläuft sich auf Z2.50 per Acker, doch kann eine einzelne Person nur Prämien auf 10 Acker und nicht länger als auf sechs Jahre' erhalten. Tausende von Ackern Land sind infolge dieses Gesetzes mit Bäumen bepflanzt worden, und nicht nur der Farmer, sondern das ganze Mississippi - Thal hat unberechenbaren Nutzen von den Wirkungen dieser Bewaldung gehabt, die einen Theil der schrecklichen Abholzung wieder aut machte. Mit dem deutschen Pzstdampfer Prinz Sigismund" trafen, wie aus Sidney gemeldet wird, in Brisbane sechs Franzosen ein, die in Deutsch - Guinea an Bord genommen waren. Die sechs Männer waren aus der französischen Sträflingscolonie Neu - Caledonien entflohen und hatten versucht, in einem offenen Boot Australien zu erreichen. 46 Tage lang trieben sie in dem kleinen Fahrzeug auf dem Ozean, und schließlich landeten sie an der Küste von Neu - Guinea, wo sie festqenommen wurden. Die Flüchtlinge, die noch jetzt unter den Folgen der ausgestandenen Strapazen leiden, werden nach Noumea zurückgesandt und den dortigen GesängnitzbeHorden ausgeliefert. Eine ungewöhnliche Naturerscheinung wurde kürzlich während eines Unwetters in Kassel beobacktet. Bei starkem Sturm ging wolkenbruchartiger Regen nieder, ein schweres Gewitter folgte. Plötzlich traf ein Kugelblitz die Leitungsanlage der Straßenbahn m der unteren Konigsstraße unweit des Posigebaudes. Die Passanten taumelten ersrcheckt zurück und hatten den Eindruck, als ob eine hellleuchtende elektrische Bogenlampeaus der Luft niederfalle und in den Schienen ttr Straßenbahn derschwinde. Die Motorwagen waren nur wenige Minuten ohne Strom, und ohne weitere Störung konnte darauf der Verkehr wieder aufgenommen wer den. Deplacirte Redensa r t. Zeicbenprofessor: . . . Das soll ein Kreis sein? Da fehles ja an allen Ecken und Enden!"

Allerlei fiir's Hau?. Zerdrückte Kleider auf-

z u f r i s ch e n. Wollene Kleider, besonders solche aus stumpfen Stoffen, sollte man nicht bügeln, da sie dadurch leicht fleckig und glänzend werden. Solche Kleider werden wie neu, ja selbst eingekniffene Falten verschwinden daraus, wenn man sie im lkeller an einen freistehenden Haken längt. Besonders krause Stellen kann man etwas anfeuchten. Um Motten zubekämpfen. sorge man vor allem dafür, baß sie keine Ruhe finden, ihre Eier zu legen. Man klopfe die Wollsachen, Stosse und Pelze öfter tüchtig aus und zwar besonders im Februar und März, wo die Motten ihre Eier unterzubringen suchen. Auch vor dem Aufbewahren müssen die Sachen gehörig ausgeklopft werden, da Schmutz und Staub die Brutstätten der Motten begünstigen. Pelzwerk kämme man mittels eines reinen Kammes bis auf das Leder gut aus, dadurch werden etwa im Pelz befindliche Eier entfernt. Dann packe man die Sachen in leinene weiße Tücher, nähe sie gut zu und verwahre sie m fest schließenden Kisten oder Schränken, welche man tüchtig mit Kampher, schwarzem Pfeffer, getrockneten Hanfstengeln oder Maikraut, frischem Kienholz, Lavendelblüthen, Tabak und dergleichen scharf riechenden Dingen versehen hat. Zugluft vertragen Motten und ihre Brüt nicht. Darum ist es gut, die Stoffe und Pelze möglichst oft an die frische Luft zu hangen, wo sie dem Wmd ausgesetzt sind. Um helle Sonnen- und Spitzenschirme aufzufrischen, empfiehlt sich folgendes einfache Mittel: Man spanne den Schirm bei heftigem Regenwetter auf und lasse ihn tüchtig abregnen. Selbst dem elegantesten Schirm wird diese Prozedur - nichts schaden, int Gegentheil, sie werden frifch und sauber danach werden. Der Schirm ist erst in völlig trockenem Zustände wieder zuzumachen. Seidene Hals- und Taschentllcher waschen sich vorzüglich in Castileseife, die vorher gekocht und abgekühlt wurde. Man wäscht die TUeher zweimal mit dieser Seife, spült in kaltem Wasser, windet sie ganz leicht aus, nimmt die Ecken in je eine Hand und sucht durch Schütteln die Feuchtigkeit herauszubringen. Dann schlägt man sie in ein Tuch ein, läßt sie eine Viertelstunde liegen und bügelt sie dann mit einem heißem Eisen. Man darf sie nur nach dem Waschen nicht zu lange liegen lassen; sie müssen ganz feucht sein, wenn man sie bügelt. PutzmittelfürHändeund Töpfe. In keiner Küche sollte Bimsstein, ein sehr gutes und unschädliches Putzmittel für die durch die rauhe Arbeit verdorbenen Hände und die mit Ansatz bedeckten Böden der Kochtöpfe fehlen. Diese reibt man leicht und schnell glatt und blank, wenn man Bimsstein anwendet, der viel empfehlenswerther als Putzsand ist. Ebenso gut ist Bimsstein für die Hände; er entfernt jeden, selbst den stärksten Schmutz, wenn man die nasse, eingeseifte Hand damit abreibt; auch wird diese dadurch glatt und zart. AufgerollteStoffe. Wer große Wäschevorräthe besitzt, wird darauf bedacht sein, daß solche nicht für lange Zeit, in dieselben Brüche gefaltet. in den Schränken lagern. Es ist betreffenden Falls zu empfehlen, das Linnenzeug in Ballen aufzurollen. Auch Seidenstoffe, welche nicht sofort zur Verarbeitung gelangen, müssen fest um eine Holz- oder Papprolle gewickelt werden. Sind jedoch in einem guten Seidenzeuge durch unzweckmäßiges Aufbewahren Kniffe und Brüche entstanden, so ist es zweckmäßiger, derartige Seide mit den Kniffen geschickt verarbeiten zu lassen, als das nicht empfehlenswerthe Experiment des Herausplättens der Brüche zu wagen. An Stelle des Plättens ist für schwarzen geknitterten Seidenstoff das Anfeuchten desselben und Aufwickeln über ein unpolirtes Brett anzurathen. Kleinere Tintenflecke aus dem Tuch eines Schreibtisches zu entfernen, gelingt meistens, wenn man sie naß macht. Oxalsäure darauf streut, diese eine Stunde lang auf dem Tuch läßt und dann gut abwäscht. Dann noch verbleibende Flecke werden verschwinden, wenn man ebenso verdünnte Salzsäure daraus einwirken läßt. Wurde viel Tinte verschüttet oder sind die Flecken schon alt, dann wäscht man die schmutzige Stelle mit warmem Wasser gut ab. gießt eine Mischung (lio Unzen VitriolLl langsam in 1 Pint reines Wasser gegossen) daraus und läßt sie einige Stunden wirken, worauf man mit warmem Wasser einige Male nachwäscht. WasserdichteGewebe. Das beste Mittel, um Stoffe wasserdicht zu machen, ist Kasein und Tonerde. Man verrübrt 8 Pfund Kasein in 5 Gallonen Wasser und setzt nach und nach 3 Unzen Kalk zu, der zu Pulver gelöscht ist. Gleichzeitig löst man 4 Pfund neutraler Seife in 6 Gallonen Wasser und mischt dies mit der Kasemlosung Das Gewebe wird durchtränkt, ausgewunden, und dann in eine auf 120 bis 150 Grad F. erwärmte Lösung essigsaurer Tonerde gebracht, welche den Kaseinkalk unlöslich macht. Man brinat das Gewebe alsdann einen Augenblick in fast kochendes Wasser

und trocknet es hieraus.

Gesandter für Panama.

(H erfahrener, kenntnikreicher Tiplomat für de Posten ernannt. Bei der Wahl William I. Buchanans zum Gesandten für die neue Republik Panama ist Präsident Rooserelt von dem Wunsche geleite! werden, für den Posten einen diplomatisch erfahrencn Mann zu gewinnen, d:m zugleich Kenntniß der l.i!eilsch-amerikan!schen Völker zur Sc... jleht. Diese Kenntniß hat sich Juchanan in Argentinien erworben, wo er von 1804 bis 1900 Gesandter für die Ver. Staaten war. Es heißt zwar, daß Buchanan mit Rücksicht auf seine ausgedehnten Privatgeschäfte nicht permanent auf dem Posten verharren wild, doch dürste er mindestens so lange bleiben, bis die politischen Dinge in dem neuen Staate sich kristallisirt haben und die Verhältnisse stabile geworden sind. William I. Buchanan, der 1833 in Miami County, O., geboren ward und sich dem kaufmännischen Berufe zuwandte, kam 1L82 nach Siour City, Ja., wo er sich in der Organisation und Leitung des ersten de: berühmten Maispaläste bewährte. Der erzielte Erfolg veranlaßte Präsident Clev'land, Buchanan zum Chef des Departcments für Ackerbau, Forstwesen und Viehzucht auf der Chicagoer Weltausstellung 1893 zu ernennen. Als Gesandter in Argentinien wirkte Vuchanan segensreich durch die Anbahnung und Vermittlung lebhafterer Handelstszy UMM ;v V'ÄW'' William I. Buchanan. beziehungen zwischen jenem Lande und der Union, sowie als Schied-richte: in dem zwischen Chile und Argentinien bestandenen Puma-Grenzstrcite. Er resignirte von dem Posten, um 1901 als Generaldirektor der Panamerikanischen Ausstellung in Buffalo zu fungiren. Ein Erponcnt dcr Arl'.citcrsachc. VuchananS Stirti uux seine Bethätigung in der Arbeiterbewegung. Einer der fähigsten Exponenten der Arbeitersoche hierzulande, Joseph R. Buchanan, hat kürzlich ein Buch The Story of a Labor Agitator" verössentlicht, das einen interessanten Beitrag zur Belehrung des Publikums über die Arbeiterfrage darstellt. Das in Form einer Autobiographie verfaßt; Buch deckt die Jahre 1878 bis 1888, die P?üfungszcit der amerikanischen Arbeiterbeweaung, und gewährt dem Leser eir.cn tiefen Einblick in die Ursachen und Geschichte der zahlreichen Arbeiterausstände jener Periode. Des Ferneren schildert Buchanan, der in diesem Lande mehr Strikcs geleitet hat als irgend ein Anderer, die Gründe des gewaltigen Ringens zwischen den Arbeitsrittern. der großen Arbeiterorganisation der L0er Jahre, und den Ar-beiter-Gewerkschaftcn (Unions), ein Kampf, der in der gegenwärtigen Suprematie der American Federation of Labor resultirte. Buchanan. der 1851 zu Hannibal. Mo., geboren ward, erlernte das . xvhM- ? xAvUVJ V t - sj.-v fcj?Js-KM 1 x lsXl-JSJ'! Mvs-w1 0 i . ,iv ' 'S ' , J ' Ife ..'vv- wiWhikJ''4r iv v.i. ; pr.Ss Tf '"W y.' ysX' ' JtP iZt?'- "!' . " ' jt J " 't-J'd A rp.mr JpVKff U W, , f- - .s " . l-MMMM Joseph R. Buchanan. Setzerhandwerk und wurde 1878 Herausgebe? und Redakteur eines Arbeiterblattes in Denver, Col., sowie 1L87 Redakteur eines solchen in Chicago. Seit 1883 ist ?r als Redakteur bei einem großen Zeitungsunternehmen ir New Vork thätig. Buchanan wohnt ir Montclair. R. I., wo er zweimal fül den Kongreß kandidirte, bei der Wah? aber unterlag. Er wurde 1892 ein:, der Bearünder der Vovulistenvartei.

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