Indiana Tribüne, Volume 27, Number 104, Indianapolis, Marion County, 22 December 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten. gsvovuxz Wrdenl?urg. Berlin. Der älteste Feldwebel der Schloßgarde - Compagnie, Karl Schmidt, Wieder Straße 14b, beging sei 50jähriges Tienstjöiläum. Er trat 1853 als Dreijähriger - Freirollliger bei der 4. Compagnie des Magdeburger Jäger - Bataillons No. 4 ein. Beim Baden vom Tode überrascht wurde der 23 Jahre alte Ingenieur
und Sprachlehrer an einer Handelsschule Otto Kulka. Mit einem Jagdgewehr hat sich der 30 Jahre alte Bankbeamte Walter Schayer, ein Junggeselle, erschossen, der bei der deutschen Bank anaestellt war. Der älteste Straßenhändler Berlins, WilHelm Paschke, Citronen - Paschke" genannt, weil sein Spezialgeschäft der Handel mit Citronen ist, den er schon seit 31 Jahren vom Handwagen aus betreibt, vollendete, Memeler Straße 27 wohnhaft, sein 86. Lebensjahr. Der neun Jahre alte Sohn Emil des Bretterträgers Fürst aus der Loewestraße No. 25 brachte seinem Vater Kaffee nach dem Holzplatz am Kottbuser Ufer No. 58, auf dem der Vater beschäftigt war, und bestieg dann das Vauboot eines Lastkahnes, der im Kanal ankerte, um zu spielen. Er fiel über Bord und ertrank. Ueber den Tod der Schülerin Lina Hoffmann, deren Leiche am 30. Mai d. I. in der Spree bei Hasellhorst gefunden wurde, gibt das Polizeipräsidium bekannt, daß die jetzt zum Abschluß gelangten Ermittelungen den Verdacht, daß das Mädchen einem Verbrechen zum Opfer gefallen sei, nickt bestätigt haben. Die Verletzungen der Leiche stammen offenbar von der Schraube eines Dampfers her. Verschiedene Umstände sprechen dafür, daß das Mädchen Selbstmord verübt habe. Durch Ueberfahren schwer verunglückt ist der zehn Jahre alte Sohn Fritz des Handelsmanns Kuß aus der Steinemünderstraße 41. Als der Knabe vor dem Güterbahnhof der Nordbahn spielte kam ein .Kohlenwagen herausgefahren, besser. Vorderrad ihm den rechten Fuß zermale. Charlottenburg. Großfeuer kam auf dem Grundstück des bekannten Asphaltfabrikanten Franz Wigankow,. Kaiserin Augusta - Allee 22, zum Ausbruch. Cottbus. Der bei dem Maurermeister Patzeli beschäftigte Kutscher Buder fuhr auf einem kiesbeladenen Wagen einen abschüssigen Weg hinab. Während der Fahrt sprang B. vom Wagen, wobei er zu Falle kam. Die Räder gingen ihm über den Hals, so daß sofort der Tod eintrat. Drusen. Bei der Stadtverordnetenwahl wurden in der 3. Abtheilung aus 6 Jahre Rentier A. Großmann mit 107, Tischlermeister Siudolph Schnell mit 89 Stimmen wieder-, Schuhmachermeister F. Grunow mit 93 Stimmen neu gewählt. Köpenick. In einer außerordentlichen Generalversammlung des Consumvereins Vorwärts" wurde bekannt gegeben, daß nach dem Bericht eines Berliner Bücherrevisors ein Fehlbetrag von 30,236 Mark vorhanden ist. Derselbe ist durch widerrechtliche Entnahme aus der Kasse entstanden und bisher durch falsche Eintragungen verschleiert worden. Die Hauptschuldigen haben sich zur Zahlung von 30.200 Mark verpflichtet. Das Fortbestehen des Vereins, der ein eigenes Geschäftsgebäude besitzt, scheint gesichert, da die Haftsumme nicht angegriffen ist. L ll b b e n. Der bisherige Oberarzt an der Landesirrenanstalt ?u Landsberg a. W., Dr. Seeger, ist zum Kreisarzt des Kreises Lübben ernannt worden. W e r d e r a. H. Recht traurige Folgen hat die ruchlose Brandstiftung des von Berlin vor einiger Zeit hierher verzogenen Kaufmanns Goß für die Ehefrau des Holz- und Kohlenhändlers Kaufmanns Nadecke gehabt. Goß, der im Radecke'schen Hause in der Eisenbahnstraße hier einen Laden inne hatte, hatte vor einiger Zeit das Feuer in dem Hause angelegt und vorher alle Gashähne aufgedreht, so daß das ganze Haus im .Umsehen in Flammen stand und die schon im Bette liegende Frau Nadecke mit ihrer Tochter nur das nackte Leben retten konnte. Infolge des ausgestandenen Schreckens ist Frau Radecke so schwer leidend geworden, daß sie Aufnahme in einer Berliner Heilanstalt suchen mußte. Vrovittz g)stprcuße,r. Königsberg. Seine diamantene Hochzeit beging Lehrer em. Wittke, Sackhelmer Trankgasse 6. Der Jubilar ist 84 und seine Gattin 80 Jahre alt. Der außerordentliche Professor Parthell zu Bonn lst m gleuher Emenschaft an die philosophische Fakultät der Universität Königsberg versetzt worden. Groß-Gotteswalde. Die Scheunen der Eigenthümer Krause und Kohlmann, sowie das Wohnhaus des Schneidermeisters Hahn sind niedexgebrannt. Postwerthzeichen und 50 Mark baares Geld der im Hahn' schen Hause eingerichteten Posthilfs stelle sind mitoerbrannt. Groß-Lasdehnen. Bei dem Brande eines Looshauses kamen dem Besitzer Windt zwei Kinder im Alter von vL bis 1 Jahren in den Flammen um. Das Feuer ist durch zwei altere Geschwlster, welche mn Streich bölzern spielten, verursacht worden.
Guttsta.v7. sme scyrecillaze Messerstecherei ist hier von den Knechten Menzel und Pacholleck mit Schlachtmessern ausgeführt worden. Von den Bösewichtcrn sind drei verheirathete Männer, Süß. Fortschke und Müller, lebensgefährlich verwundet worden, am aefäbrlicksten Schlosser Süß, der den schrecklichen Wunden erliegen wird. Alle drei befinden sich im Krankenhaus. Heiligen beil. Unserer Stadt
ist ein größeres Vermächtnis von dem vor kurzer Zeit verstorbenen Sohne des früheren Bürgermeisters Feyerabend, der 48 Jahre an der Spike unserer Stadt gestanden hat, zugefallen. Der Erblasser, welcher ein Gut in Sam. land besaß, hat dleses der Stadt mü der Bedingung vermacht, daß seiner Wirthin bis an deren Lebensende jährlich 1000 Mark Rente gezahlt werden. Die Gesammtsumme soll der vom Vater des Verstorbenen errichtelen i5eyerabendstlstung zugeschlagen werden. O st e rode. Im Garten des Gärtnereibesitzers Klimmeck spielte sein i-;vt .-3 rv v i v f-w vierjähriges .ocyiercyen mn Ältersgenossen. Um Wasser zu holen, begab es sich in das Gewächshaus an einen Wasserbehälter. Hier verlor das Kind das Gleichgewicht, fiel in den Vehälter und ertrank. R a g n i t. Der noch unverheirathete Besitzer Milbrecht in Stablaken hatte sich eine Schwiele in der linken Handfläche aufgedrückt, der erAnfangs rv I m , . . icrne eamiuna Henne. Als aber Die Hand anschwoll, zog er einen Arzt zu. Dieser war jedoch nicht mehr im Stande, das Uebel, welches auch schon andere Körpertheile ergriffen hatte, zu heilen. Auch in der Klinik zu Jnsterbürg, woselbst der Unglückliche eine Operation überstand, war ihm nicht mehr zu helfen; er starb an Blutvergiftung. Stolzenfeld. Die Wirthschaftsgebäude der Besitzer Reimer und Struve brannten mit Ausnahme eines kleinen Stallgebäudes bis aus den Grund nieder. Samonienen. Rittergutsbesitzer Adler hier hat fi erschossen. Er war 60 Jahre alt und sehr nervenleidend, hatte auch zur Herstellung seiner Gesundheit längere Zeit in einer NerVenheilanstalt zugebracht. Es ist also anzunehmen, daß er die That in einem Ansall von Geistesstörung begangen hat. Provinz Wleskpreußen. D a n z i g. Dienstmädchen Anielodski zog sich durch Umwerfen einer Petroleumlampe schwere Brandwunden zu. an welchen sie verstarb. Vor dem hiesigen Kriegsgericht hatten sich die Husaren Romanowski und Erner vom 1. Leibhusaren - Regiment wegen schwerer Ausschreitungen zu verantworten, die sich gegen mehrere Unterofficiere des 152. InfanterieReglments ln Osterove am Abend des 7. September beim Manöver in Schönau vor dem dortigen Gastbaus begingen. Romanowski wurde ZU 1 Jahr 1 Monat, Exner zu 3 Jahren 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Fronau. Den Gutswirthen Johann Büttner und Johann Simson wurde für länger als 50jährige ununterbrochene Dienstzeit bei dem Grafen v. Alvensleben und dessen Besitzvorgängern das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Der Landwirthschaftsminister hat den beiden treuen Arbeitern seinen besonderen Glückwunsch aussprechen lassen. Graudenz. Morig Lewy, der älteste Sohn des früher in Konitz ansässigen Fleischermeisiers Adolf Lewy. dessen Familie s. Z. viel bei den Konitzer Mordprozessen genannt wurde, ist auf das von seinen Eltern und seinem Vertheidiger, Rechtsanwalt Sonnennenfeld in Berlin, eingereichte Gnadengesuch begnadigt und aus der hiesigen Strafanstalt, wo er eine vierjährige Strafe wegenMeineids verbüßte, entlassen worden. Rosenberg. Durch einen eigenthümlichen Unfall verlor der Sohn des Gasthofbesitzers Laskowski das linke Auge. Bei der Heuernte war ihm ein Stückchen scharfkantiges Schilfgras in das linke Auge geflogen Den brennenden Schmerz suchte er durch fortgesetztes Kühlen zu lindern. Da sich jedoch der Zustand des Auges verschlimmerte, suchte er eine Augenklinik in Königsberg auf, wo ihm die traurige Mittheilung wurde, daß dasSehvermögen des Auges verloren sei. Durch Operation mußte das Auge entfernt werden. Thoren. In aller Stille beging die Buch- und Papierhandlung oonJulius Wallis Hierselbst die Feier ihres 50jährigen Bestehens. Z o p p o t. Im Alter von 71 Iahren, welches er letztens erreicht hatte, starb an den Folgen eines Schlaganfalles hier Consul York, ein in der Kaufmannswelt Danzias früher sehr bekannter und bis an sein Lebensende hochangesehener Mann. Arovinz Fommern. Stettin. Bauunternehmer Dk ner lebte seit acht Jahren mit seiner Wirthschaften, der geschiedenen Frau Zickemann. geb. Brede. in wilder Ehe, wollte aber nicht sein Versprechen, ihr Verhältniß durch die Heirath zu leg!timiren, einlösen. Infolgedessen verließ ihn die Zickemann und zog zu ihren Eltern. Seit dieser Zeit verfolgte Diener sie mit Drohungen, sie zu erschießen. Nachdem er kürzlich die Ziöemann, die mit ihrer Mutter Einkäufe machte, verfolgt hatke, stürmte er
am Krautmarkt auf sie zu und gab, ohne ein Wort zu sagen, zwei Schüsse auf sie ab. wodurch sie tödtlich verletzt wurde. Einen weiteren Schuß richtete er auf ihre Mutter, der aber sein Ziel verfehlte. Darauf eilte er wenige Schritte vorwärts und jagte sich zwei Kugeln durch Herz und Unterleib.
Der Morder und sein Opser waren sofort todt. Bahn. Stadtförster August Buhle erhielt den Kronenorden 4. Klasse Grünhof (U e ck e r m ü n'd e). Dem Hegemeister Theodor Schulz wurde der Kronenorden 4. Klasse verliehen. P o m m e r e n s d o r f. In der Scheune des Bauerhofbesitzers Albert Kanzenbach war der Wirthschafter Draeger damit beschäftigt, ein Gerüst abzubrechen, das dazu errichtet war, um von ihm aus die zugelangten Getreidegarben in die oberen Fächer der Scheune zu befördern. Das Gerüst war mit Ketten befestigt. Eine Kette schien sich vorzeitig gelöst, zu haben, denn Draeger wurde plötzlich von seinem Standpunkt herabgeschleudert, brach das Genick und war sofort todt. Stargard. Der Kaiser hat der hiesigen Schützengilde zu ihrem 50jährigen Fahnen - Jubiläum ein kostbares Fahnenband verliehen. Schlossermeister Mack wurde bei der Rückkehr von einer Einsegnungsfeier mit seinen Angehörigen in der Schul-Straße von drei jugendlichen Rowdies angerempelt und, als er sich das in ruhiger Weise verbat, mit dem Messer bearbeitet. Er erhielt drei Messerstiche, von denen einer die Wange, der andere die Stirn und ein dritter das Schlüsseldein traf. Die Verletzung stellte sich als eine schwere heraus. Leider entkamen die Angreifer. Stolp. Schneidermeister Albert Birr von hier glitt bei der Rückkehr von einem Ausgange vor der Thür seiner Wohnung aus und erlitt hierbei einen Schädelbruch, so daß er starb. Zemitz. Der 19jährige Arthur Sommer wurde beim Haferdreschen mit der Kleidung von der Welle der Dreschmaschine erfaßt und mehrmals herumgeschleudert, sodaß ihm beide Beine im Oberschenkel brachen und er auch am Oberkörper schwer verletzt wurde. Nachdem dem Verunglückten ein Nothverband von einem Arzte in Wolgast angelegt war, wurde er in die Klinik nach Greifswald geschafft. Frovinz Schleswig. Lbolllein. A l t o n a. In einem Maschinenbetriebe in der Schanzenstraße gerielh der Glasschleifer August Dörn beim Auflegen eines Riemens in die TransMission, wurde von dieser mit herumgerissen und so schwer verletzt, daß er ins Hafenkrankenhaus gebracht werden mußte, wo er bald darauf verstarb. Der vor kurzer Zeit verstorbene Privatier Fr. Barkert, langjähriges Mitglied der Armenverwaltung, hat dem Kinderhospital hier 8000 Mark und der Speiseanstalt für Dürftige und Arme 4000 Mark letztwillig vermacht. Endlich ist es gelungen.den seitKurzem vermißten 61 Jahre alten WeinHändler Meyhoff aufzufinden, jedoch als Leiche. Bei Finkenwärder trieb eine Leiche an, in welcher man die des Vermißten erkannte. Unzweifelhaft Ji Meyhoff verunglückt. Sein jähriges Meisterjubiläum feierte der in der Papenstraße in Ottensen wohnende ehemalige Obermeister der Glaser-Jn-nung Glasermeister Fr. Brokstedt. E d d e l a k. Das auf Averlak zwischen dem Taterpfahl und dem Kaiser-Wilhelm-Kanal belegene Wohn- und Wirthschaftsgebäude des Landmannes C. Heinrich Meiner brannte gänzlich nieder. Friedrich st ad t. Hauptlehrer L. Nommensen Hierselbst blickte auf eine 25jährige Lehrerthätigkeit in unferem Orte zurück. Der Genannte war bis 1878 in Drage angestellt und besuchte das Lehrerseminar in Tondern. Kiel. Der Vorsitzende der hiesigen Handelskammer GHeimer Kommerzienrath Sartori, Präsident deseutschen Nautischen Vereins, ist aestorben. Die Zieaeleiwerke in Rosenkranz am Kaiser Wilbelm - Kanal. Eigenthum derFirma PH. Holzmann & Co.. sind niedergebrannt. Der Schaden betr'äat über' 1 Million Mark. Als Leiche ausgefunden wurde im hiesiaen Hafen der' Werftarbeiter Wiese. Wiese war seit dem letzten .ahlungstage verschwunden; sein Lohn wurde vollzählig in seiner Tasche vorgefunden. P l ö n. Vastor emer. . Hardt. der 20 .ahre als 1. Comvastor in unferer Gemeinde aewirkt hat und im Oktober 1W1 bei seiner Emeritirunq nack, Lübeck verzog, ist dort plötzlich .gestorben. e n in c. fn der Scheune des ofbesikers 5kob. Thiessen kam ein -'ler 'um Ausbruch, das in kurzer 'Jeit die ganzen Gebäude in Asche leae. w a n se n. In der Ortschaft nZußln d-" diesigen Landschaft bün'n die refesut Vraas durch ein Brandunglück ihr Leben ein. Stahlsedernzureintgen. Zum Auswischen der Federn sind alle Arten Federnwlscher aus Lelnwand, Tuch und ähnlichen Stoffen unzweckmäßig, weil sie stets mehr oder weniger Fasern hinterlassen. Das Beste ist Seidenpapier, welches die Tinte gut aufsaugt und keine Fasern in der Fe der zurückläßt.
Allerlei kür's Hau?. Um Harzflecke zu entfern e n, reibt man farblose Stoffe einigemal mit Seifenspiritus und wäscht dann mit reinem Wasser nach. Sind die Stoffe farbig, dann reibt man mit Citronensaft oder gepeinigtem Terpentinspiritus ein und putzt darnach mit weichem Flanell oder Löschpapier nach, bis der Fleck fort ist. Die Flecken lassen sich auch entfernen, wenn man die verharzten Stellen mit Alkohol einreibt und während dieselben noch feucht sind, Seife darüber streicht und dann in Wasser auswäscht. Gegen Verbrennung und Verbrühen. Man schabe gewohnliche Hausseife, mache mit etwas kaltem Wasser einen Brei davon, streiche ihn dick auf alte Leinwand und bedecke die Brandwunden damit. Der Schmerz wird sehr bald nachlassen. Kommt er wieder, so wird der Verband erneuert. Dieses einfache Hausmittel ist zur Heilung vollständig ausreichend. 3eitia angewendet, verbin
dert es au die Blasenbilduna. 5llt jedoch die Verbrennung tiefer, ist ein großer Tyell des Hautgewebes zerstört, so setzt man der Seife etwas Arnika - Tinktur zu, die man immer im Hause haben sollte. Gegen Flechten bei Menschen wird ein Mittel aus England viel gerühmt. Es ist dies der ausgepreßte Saft aus den grünen Stengeln der Tomaten- oder Liebesapfel - Pflanze. Derselbe wird innerlich täglich zweimal zu 6 bis 8 Tropfen genommen. Um ihn aufheben zu können, vermischt man ihn mit gleichen Theilen Alkohol. Zugleich wird der Saft oder eineSalbe, die man durch Auskochung der grünen, geschnittenen Stengel mit Schweinefett erlangt, auch äußerlich angewendet. Waschleder - Handschuhe wäscht man in fast kaltem Wasser, dem man etwas Salmiakgeist zusetzt, mit venetianischer Seife. Das erste WaschWasser ist nach dem Durchwaschen der Handschuhe zu erneuern. Beim zweiten bleibt der Salmiakgeist fort, es wird nur mit Seife gewaschen; dann ist der Handschuh gut auszudrücken, ohne daß vorher die geringen Seifenreste aus dem Leder ausgespült werden müßten. Die Handschuhe werden nun, um Faon zu behalten, gereckt und zurecht gezogen. Sie werden zum Trocknen an einem schattigen Ort aufgehängt, wenn möglich im Freien. Damit das Leder weich bleibt, muß der Handschuh, während er trocknet, von Zeit zu Zeit gerieben werden. Auch Glycerinzusatz zum Waschwasser läßt das Leder beim Trocknen nicht so leicht hart werden; in diesem Fall muß aber die Seife durch Nachspülen entfernt und dem letzten Spülwasser das nötihge Glycerin zugesetzt werden. Entfernen von Flecken ausschwarzemKrepp. Wassertropfen hinterlassen auf schwarzem Krepp unangenehm bemerkbare, kelle Flecke. Um diese entfernen zu können, muß man den Krepp an der betreffenden Stelle auf ein altes, schwarzes Seidenläppchen legen, den Fleck mit gewöhnlicher schwarzerSchreibtinte bestreichen und nachher mit einem schwarzen Seioenläppchen nachwischen. LackirteGegenstände, seien es Möbel oder Blechsachen wie Präseniirteller u. s. w. dürfen natürlich niemals mit heißemWasser gereinigt werden, der Lack reißt sonst oder er blättert gar ab. Man säubert die Gegenstände, indem man an einem Wolllappen einige Tropfen Oliven-, Mandeloder Sesamöl nimmt und damit so lange reibt, bis der betreffende Gegenstand wieder ganz trocken geworden, jede Spur von Oel also entfernt ist. Gut ist es, wenn man noch mit Mehl nachreibt. Um weißen Anstrich an F e n st e r b r e t t e r n u. s. w. aufzufrischen, bereite man sich ausSchlemmkreide und Wasser einen Brei, setze diesem eine Kleinigkeit Waschblau zu und reibe nun mit einem angefeuchteten Lappen die betreffenden Gegenstände ab. Der Erfolg ist, wenn genügend ein- und abgerieben wurde, überraschend, namentlich verschwinden die Ritzen und Schrammen, in denen sich Schmutz ansammelte, und die dadurch dem Anstrich ein unsauberes Aussehen verlieben batten. Glanzlos gewordenes Leder frischt man wieder aus, wie folgt: Man muß das Leder zunächst gut durch Abwäschen vom Staub und knoeren Unreinigkeiten säubern. Wenn es vollkommen trocken ist, wird es mit Klauenfett (Neatöfoot Oil) tüchtig eingerieben, dann wieder lackirt. Der dazu nöthige Lack kann auf folgende Weise bereitet werden: V2 Pfund Schellack wird gepulvert, oder doch in kleine Stücke gebrochen, dann in einer Flasche mit einem Quart starkem Alkohol übergössen. Das Gefäß wird gut verkorkt an einen mäßig warmen Ort gestellt, dabei mehrmals umgeschüttet. In 3 bis 4 Tagen wird das Harz meistens aufgelöst sein. Man gießt dann die Flüssigkeit ab und setzt ihr dann noch 1 Unze Camphorharz (Gum Camphor) zu. Nach Auflösung desselben wird noch eine Unze Kienrurz zugesetzt. Das Ganze wird natürlich gründlich vermengt. Mit diesem Lack wird das Lederzeug überstrichen. Derselbe trocknet rasch, gibt einen schönen Glanz und hält dieFeuchtigkeit vollkommen ab.
aS vaumwoUcmörocrifchs . Insekt in unserem Sücen hat cs nun bis zu seiner Erwähnung in der caziventenbotschaft gebracht. Die Baumlooll: unseres Südens nimmt in dec That durch dasselbe immer mehr aö. Der furchtbare BaumwcllZseind, der Rüsselkäfer oder Kapsel-Wiebel (Boll Wecril), dem mehrere Staatsccnoente im Süden, sowie Präsident Rooserelt und Aäerbauminisier Wilson den Kri:g erklären, beginnt mit seinen: schrecklichen Rüssel seine Thätigtcit. wenn die Baumwollepflanze in Blüthe steht. Er kriecht in tu Blüthen, um sich an dem Blüthenstaub zu düu gen. Gleichzeitig legt er seine Eicr. Das aus diesen schlüpfende, sich entwickelnde Insekt frißt sich durch die Blüthenknolle der verwelkenden Baumwollcpflanze durch, fliegt zu einer anderen Pflanze dieser Art und beginnt dort seine vernichtende Thätigkeit auf's Neue. Ten Winter verbringt cs in der Erde. Es Zeigte sich in größeren Mengcn zuerst in Texas, wo es schon im Jahre 1878 198.000 Ballen Baumwolle im Werthe von tz7.400.000 zerstörte. Die Verluste mehrten sich ten da an nur allmählich, bis mit dem Jahre 1893 eine plötzliche Steigerung begann. Damals kam das Insekt in ungeheuren Mengen vcn Mexiko über den Rio Grande bei Brownsville und verbreitete sich übcr's Land. Das veranlaßte die Abtheilung für Entomologie in Washington, sich mit dem eingehenden Studium des Insekts zu beschäftigen und auf Mittel zur Abwehr zu sinnen. Inzwischen erlitt allein Teras im Jahre 1902 durch den Kap-sel-Wiebel bereits einen Schaden von über dreißig Millionen Dollars, und der. Staat setzte einen Preis von Z50.000 aus für ein praktisches Mittel. Auch trat im vorigen Jahre eine Anzahl hervorragenderBaumwollenvflanzer, Repräsentanten des Staates und Entomologen zusammen, um sich über einen systematisch durchzuführenden Ausrottungskrieg gegen die Wicbel zu berathen. Aber es ist bisher nicht gehingen, ein erfolgreiches Mittel ausfindig zu machen. Ein Gesetz gegen dcn Kapfel-Wie-bel. entworfen von den Abgeordneten von Texas nach dem Sinn des Ackerbauministers Wilson liegt dem naiionalen Abgeordnetenhause bereits vcr und verfügt folgendes: Von dem Ackerbauminisier soll als Abtheilung seines Ministeriums eine Commission organisirt werden, welche aus dem Chef des Bureau of Plant Jndustry. dem Chef des Bureau of Entomolog'.), zwei Bewoknern von Teras und einen-
Bewohner von Louisiana. welche praktische Erfahrung als Landleute besiten, bestehen soll. Die Aufgabe dieser Commission soll es sein, Pläne zu cntwerfen, wie dem großen Schaden, der durch das Insekt angerichtet wird, abgeholfen und wie der Weiterverbreitung Einhalt gethan werden könne. Für die Commission ist eine Bewilligung von 8500.000 vorgesehen, von denen 250.000 sofort zur Verfüngung gestellt werden sollen. Der Ackerbauminister soll Vorkehrungen treffen, frrch welche die Bestimmungen der Bill zur Ausführung gebracht werden kön-cn und er soll jedes Jahr Bericht üb"- die Thätigkeit der Commission erstatten. Ausweisung eines Teutschen aus ,-ranl reich. Die Hetzer Zeitung" berichtet Folgendes: Ter seit zehn Jahren in Verdun angesehene württembergische Staatsangehörige Manz betrieb dort eine Kunst- und Handelsgärtnerei mit mehreren Verkaufsstellen: er hatte sein Gezchäft mit eigenen Mitteln und mit großer Thaikraft in bedeutendem Umsänge erweitert, so daß es als erstes am Platze galt. Manz erfreute sich in Verdun allgemeinen Ansehens und eines guten Rufes, 6. November wurde Manz in schroffster Form plötzlich ausgewiesen. Gründe wurden ihm nicht mitgetheilt, eine Frist zur Regelung der geschäftlichen und persönlichen Vel Hältnisse nicht gewährt, vielmehr der aus Allem Herausgerissene nach siebenstündizem Gewahrsam einfach über die Grenze gebracht. Die vorgenommene Haussuchung und anschließende Vernehmung gaben nicht den geringsten Anhalt für ein strafbares Verhalten des bis dahin ohne Vorwurf dastehenden Mannes. Durch die nunmehr erfolgte Maßregel des französischn Ministers des Innern ist derselbe in seiner geschäftlichen Existenz ruinirt und auf's Pflaster geworfen worden. Noch befremdender erscheint das Vorgehen der französischen Behörde, als Manz für die Familie seines dortigen früheren Prinzipals mitsorate. Eine blutige .Tragödie hat sich in Pankow abgespielt. Dort wurden auf einem Neubau der Maurer Ernst Bartsch und die 18-jährige Marie Paul, die bei ihren Eltern wohnte, als Leichcn aufgefunden. Sie aren durch je zwei Schüsse in den Kopf getödtet. Bartsch hatte in einem Brief erklärt, daß er sich und dem Mädchen das Leben nehmen wolle. Der junge Mensch hatte wegen Unterschlagung eine Strafe zu erwarten. ?cv Zlalltossclllcld. Delinquent (nach dem Urtheil, als er gefragt wird, ob er noch etwas zu sagen habe, zu 'seiner anwesenden Frau): Anna, hast Du vielleicht noch was zu sagen?"
