Indiana Tribüne, Volume 27, Number 101, Indianapolis, Marion County, 18 December 1903 — Page 4

Jndtana Tribüne, IS. Dezember 10.

Indiana Tribüne. HrrauSAtAebr von der utederg Eo. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudium Präsident. Geschäftölocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 26. nered ai tlie Post Office of Indianapolis as second dass matter. Südamerika und Panama Der Kölnischen Zeitung" wird geschrieben: Nach den bis jetzt vorliegen den Nachrichten aus dem lateinischen Amerika ist an einen Zusammenschluß oder ein festes Bündniß dieser Staaten zur vereinten Unterstützung Colombia'S gegen die Union nicht zudenken. .Ein Theil der mexicanischen und selbst der argentinischen Presse hebt zwar war nend und erschreckend die große Gefahr hervor, die der Unabhängigkeit der Staaten des spanischen Amerika's durch die ,'Inion droht, aber in allen diesen Aeußerungen, besonders in denen der Prensa- (Buenos Ayres) ist eine gewisse Resignation zu erkennen. Man wird ruhig zusehen, wie die Staaten, die schon dem Verfall nahe sind, wie Colombia, Santo Domingo, Hayti, Nikaragua und Honduras, der Reihe nach im Interesse der Civilisation" und um Leben und Eigenthum der Nordamerikaner und Europäer zu schützen, unter nordamerikanische Schutzherrschaft kommen. Die noch weniger versumpften Staaten Mittelund Südamerika's wird die - Union weiter durch Verträge, durch die Er Werbung und den Bau von Eisenbah mn, durch den Schutz gegen Förde rungen europäischer Mächte u. s. w. in eine zuerst wirthschastliche und dann politische Abhängigkeit zu bringen und dauernd zu erhalten suchen. Das ist ihr heute in Mexico und Brasilien und Venezuela zum Theil schon gelungen. Diese Staaten sind für eine Vereinigung gegen Nordamerika nicht mehr zu haben. Bald werden auch Peru' nnd Argentinien in dersel den Lage sein, Peruanische Politiker und Zeitungen haben ihre Regierung wiederholt aufgefordert, den Nordamerikanern eine Flottenstation anzubieten und sich dadurch den Beistand der Union gegen Chile zur endlichen Regelung der Frage um den Besid von Tacua zu erkaufen. ES ist sehr wahrscheinlich, daß dieser Gedanke verwirklicht wird, wenn Chile nicht bald den Streit um Tacua durch die im Vertrage von 1884 vorgesehene Volksabstimmung aus der Welt schafft oder die Provinz einfach an Peru zurückgiebt. In Argentinien, wo man den finanziellen ffrach immer näher kommen sieht, rechnet man darauf, daß die Union die Argentinier gegen nachdrücklich vorgehende europäische Gläubiger schützen werde, wie das bei Vene zuela der Fall war. Dies war der Kern und wahre Sinn des Schreibens,' das der Minister des Aeußern Drago seiner Zeit an die Regierung in Washington sandte, und worin er um eine weitherzige Auslegung und Anwendung der Monroe-Lehre bat. Die Gefahr, die dem lateinischen Amerika von der Union, und zwar allein von dieser droht, richtig und zwar schon seit Jahren-erkannt zu haben. ist ein Verdienst chilenischer Poli tiker und eines großen Theiles der chi lenischen Presse. Nur diese tadelt auch jefct entschlossen daZVorgehen der Union gegen Colombia und San Domingo und fordert die Schwesttt'Republiken zu gemeinsamer Abwehr auf. Aber diese Aufforderung wird ganz sicher wirkungslos bleiben, und die chilenische Regierung wird so klug sein, jeden amtlichen Schritt gegen die Union zu vermeiden. Ist doch Chili durch feine ewigen Ministerwechsel, seine seit dem Bürgerkriege von 1891 chronisch gewor dene innere Krisis so geschwächt worden und seine Finanzlage so ungünstig. daß es gar nicht daran denken kann, die Bildung einer Coalition siegen die Union in die Hand zu nehmen. Interessanter als der Brigow Be richt selbst ist der Befund der Special. Anwälte der Regierung Conrad und Bonaparte über denselben. Wenn man den gut gemeinten Versuch der An walte, die jetzige Administration von aller Verantwortlichkeit süa dieUnregelMäßigkeiten zu entlasten, bei Seite legt,' so muß man gestehen, bafe die beiden Anwälte, im Großen und Ganzen mit lobenswerther Unparteilichkeit zu Werke gingen. Sie hatten jedenfalls Perry S. Heath'S amtliche Uebergriffe mit aller nur möglichen Echo-

nung beurtheilt , aber selbst dann noch konnten sie nicht umhin, Heath's Handlungen als an daS Verbrecherische streifend zu beurtheilen. Wenn auf derartige Weise im Postamt gestohlen und betrogen werden konnte, dann kann man sich einigermaßen denken, wie viel gestohlen wurde, als die unregelmäßigen, ungeordneten Kriegssteuern erhoben wurden, wo dcS in der Eile zusammengestoppelte Kon trolsystem so viele Lücken ließ, daß Hunderte von Millionen gestohlen werden konnten, ohne daß ein Hahn darnach krähte. Die zwanzig Millionen, die wir für die Philippinen zahlten, sind gering im Vergleich an der Einbuße, die unser Beamtenthum an Ehrlichkeit erlitt. Spanien, das besiegte, erntete unschätzbare Reformen, wir, die Sieger, heimsten Korruption ein. DaS Stehlen wurde diebischen Beamten wäh rend der Kriegszeit so leicht gemacht, daß man sich kaum darüber wundern kann, daß sie der Versuchung erlagen.

Vor dem Bundes-Appellations-gericht, dem der Staat Georgia unterstellt ist, ist eine sehr wichtige Entscheidung in der Trustfrage abgegeben worden, welche den wirklichen Werth eines vom letzten Congreß erlassenen Gesetzes illustrirt. Es handelt sich um Folgendes : Die Stadt Atlanta hatte vor ein! ger Zeit zum Einreichen von Angedoten für Lieferung von Wasserrohren aufgefordert. Alle eingelaufenen Angeböte waren nicht nur auffallend hoch, sondem zeigten auch ganz merkwürdig geringe Preisdifferenzen. Die Stadt mußte indessen die Röhien rasch haben und sprach dem niedrigsten oder richtiger wenigst hohen Bieter den Con trakt zu. Ihre dann angestellten Nachforschungen ergaben, daß alle Firmen, die Angebote eingesandt hatten. Mitglieber eines Trusts waren, die sich vorher über die zu fordernden Preise und die Vertheilung des Mehrgewinnes geeinigt hatten. Auf Grund des vom letzten Congreß angenommenen Anti - Trust - Gesetzes strengte die Stadt Atlanta eine Klage gegen den Trust an und erzielte in erster Instanz ein ihr günstiges Urtheil. Dagegen appellirte der Trust an die höhere Instanz, und nun hat das Appellationsgericht entschieden, daß die Trustmitglieder unter dem angerufenen Gesetze gehalten sind, der Stadt Atlanta nicht nur den durch ihre Ueberforderung verursachten Schaden, sondern den drei fachen Betrag desselben zu ersetzen. Zur Feststellung des zu vergütenden dreifachen Schadenbetrages wurde der Fall an das Bundes-Bezirksgericht als erste Instanz zurückverwiesen. Das zeigt, daß das vielverspottete Gesetz denn doch lein Scherz" ist. Es muß eben nur angerufen werden, um sich für die Trusts als recht unangenehm zu erweisen. In seiner Botschaft vom 15. Mai 1856 bezieht sich Präsident Pierce auf eine in Ricaragua ausgebrochene Revolution; jede der 2 streitenden Parteien verlangte, Anerkennung vom Ver. Staaten Präsidenten. Hierbei bemerkte der Exekutivchef: Bei uns herrschte bisher die Praxis, alle Regierungen anzuerkennen, ohne uns um ihre Herkunft, Entstehung oder Organisation zu kümmern und ohne zu prüfen, wie, durch welche Mittel, die regierenden Personen zur Macht gelangt sind vorausgesetzt natür lich, daß es eine wirkliche, bestehende (de facto"), vom Volke des Landes als solche anerkannte Regierung ist. Nur diesen einen Unterschied machten wir bisher in der Ver. Staaten Praxis: wenn ein Staat vom and.'rn durch Revolution sich loslöste und wir zu letzterem, im FreundschaftS-Ver-hältnisse standen, anerkannten wir die revolutionäre Regierung des neuen Staates nicht sogleich, sondern nahmen uns Zeit dazu." N. Y. Evening Post-, die Vor. stehendes aufgestöbert, hat einen werthvollen Fund gemacht. Präsident Pierce's Theorie ist noch heute Wort für Wort korrekt und hätte sicherlich verdient, von seinem späteren Nachfolger respektirt zu werden. Es läßt sich kaum ein Grund für Herrn Roosevelt'S übereilige Handlungsweise "aussindig machen. N. Y. Evening Post- hat einige gesalzene Bemerkungen für Prä fident Roosevelt übrig: 'Etwas mehr Geduld, gründlichere Prüfung der Präcedenzfälle, würde ihm die sarkastischen Gratulationen der ConföderationS, Töchter" und der Veteranen von Lee'S Armee" erspart haben, daß ihm endlich ein Licht aufge-

gangen sei über die wahre SezessionsTheorie. ES kann ihm auch nicht schmeichelhaft sein, daß man diplomatische AuSsprüche derPräsidenten Grant, Cleveland und McKinley, welche er offenbar übersehen hat, nun zitirt, um daraus zu beweisen, daß jene Drei die Panama'Republik nicht über Nacht" anerkannt, sondern aus Rücksicht auf Colombia eine Weile damit gewartet hätten."

Deutsch Amerik. DemokratenClub. Opposition gegen Keach's Dictatur. Der Deutsch-Am. Demokraten Club ernannte gestern Abend nach einer lan gen Debatte über den Gegenstand ein Dreier-Comite, welches Beschlüsse auSarbeiten und durch die Presse veröffentlichen soll, des SinneS, daß der Deutsch Am. Demokraten Club keine Ein Mann Herrschaft, keine Dictatur JameS L. Keach'S zu dulden gesinnt ist und darauf besteht, daß den Stimmgebern bei der Erwählung des DistrictVorsitzers freie Hand gelassen wird. . Dieser Beschluß wurde gefaßt, da allgemein angenommen ward, Keach, der Vorsitzer deS demokr. Stadt-Co-miteS, habe auf gestern Abend das Comite zusammengerufen, um ThoS. I. Clarke von der 8. Ward für das Amt aufzustellen. Das Comite, daS ernannt worden war, um bei Mayor Holtzmann behufs einer freisinnigeren Durchführung des NicholsoN'Gesetzes etc. vorstellig zu werden, berichtete, daß es vom Mayor noch keine bestimmte Antwort erhalten habe. Den jüngst verstorbenen getreuen Mitgliedern Ptter Sindlinger und John P. Schiltges wurden von den Herren Schaub, Sahm u. A. herzliche Nachrufe gewidmet. Auch wurden besondere Beileids-Beschlüsse gefaßt. Socialer Turnverein. Am nächsten Sonntag Auftreten des Neci tators MorriS M. Adler. Unter den Auspicien des Socialen Turnvereins wird am Sonntag, den 20. December, Abends, Herr MorriS M. Adler aus Frankfurt. .' M. als Recitator fein erstes Erscheinen vor, dem hiesigen Publikum machen..'. Die Recitation wird Dichtungen exnsten und heiteren Inhalts, sowie Dlalectdichtungen umfassen. Er wird u. A. Dichtungen von Detlev v. Liliencron, Rud. Baumbach, Prinz CchSnaich-Carolath, Emil RitterZhaus zu Gehör bringen. . . v Herr Adler hat feine Ausbildung bei den bedeutendsten Recitationskünstlern Deutschlands, z. B. Arthur Bauer, Frankfurt a. M. (neue Schule) und Alexander Strakosch (alte Schule) erhalten und bis jetzt noch , überall, wo er aufgetreten ist, z. B. in St. Louis etc., Erfolge gehabt. Das Programm für Sonntag Abend ist wie folgt: I. Moderne Dichtungen ernsten In Haltes : 1. Sulamith".Emil zu SchönaichCarolath 2. Ein deutsches Herz". . .Emil RittershauS 3. Im Walde" Detlev v. Llliencron 4. Berliner Nachtstück M Odern (3 und 4 : Zwei kleine sociale Dichtungen) 5. Jungfrau von Orleans" Schiller (Scene des Ritters Raoul.) II. Moderne Dichtungen h e i t e r e n InHaltes : Gedichte von Rud. Baumbach, Julius Stet tenheim, Karl Stieler, Alfred Heß, Otto Mo ser, M. G. Saphir und Anderen. Außerdem: DialectDichtungen (unter spe cieller Berücksichtigung der Frankfurter Mundart). Der Eintritt ist frei für Jedermann. Die Unterhaltung wird durch ein PianoSolo von Frl. Paula Kipp er öffnet werden ; zwischen den ersten und zweiten Theil der Recitation wird Herr Walter Kipp ein Flöten-Solo vortragen. UM Noth in Norwood. In dem südöstlich von hier belegenm Norwood ist jetzt, nachdem die Krank heit in Indianapolis nachgelassen hat, eine wahre MasernEpidemie auSgebro chen. Die Mehrzahl der Bewohner von Norwood sind Farbige, und zwar zu meist sehr bedürstige. Dr. S. Mc. Gaughey, der CountyGesundheitsBe amte, hat deshalb die Hülfe des TowN' fhipTrustees zur Linderung der Noth in Norwood in Anspruch genommen. Wie groß die Noth ist, mag aus der Mittheilung hervorgehen, daß unter Anderem die Hälfte einer 24 Köpfe zäh. lenden Familie an den Masern er krankt ist.

Verwegenes Diebs-Gesindel

von den Oetectives abgefaßt. Ein frecher Ladenraub an Nord Penn fylvania Str. und feine Folgen. Einen guten Fang nahmen gestern Abend die DetectiveS Holtz.Bray,Splan und Lancastcr vor, und zwar unter recht beschwerlichen Umständen. Nachmittags gegen 4 Uhr waren 4 Unbekannte in das Bilderrahmen etc. Geschäft von B. H. Herman & Co. in No. 118 Nord Pennsylvania Str. ge kommen, und während 3 Burschen die Cassirerin in ein Gespräch verwickelten, schlich der vierte sich hinter den Laden tisch und stahl aus dem Register" etwa 565 bis $70. Dann verdufteten die 4 Gauner. Die obengenannten Detectivs wurden, sobald der Raub in der Station gemeldet worden war,' mit der Untersuchung des Falles betraut, und nach eifrigem Suchen ermittelten sie, daß die Bier zuletzt im Denison Hotel gesehen worden seien. Dort fanden die Beamten denn auch die Gesuchten, und zwar in Begleitung von 2 Dämchen, doch gelang leider nur die Festnahme eines der Burschen, des Cassen Räubers, und der beiden Frauenzimmer. Die 3 anderen Bur schen entsprangen, als die Detectivs sich zeigten, und auch der vierte machte den waghalsigen Versuch zu entkom men, indem er aus dem Zimmer-Fen ster kletterte und auf dem ringsum das Hotel laufenden Sims fortzukriechen suchte. Allein er wurde gestellt, da er den Sprung in die Tiefe nicht wagte. Er nennt sich James Wilson und behauptet, ein Versicherungs-Agent zu sein, doch wurde durch seine beschlag nahmten Effecten festgestellt, daß er auch S. H. Vunting heißen mag. Er wurde positiv als der Kerl identificirt, der den Raub in dem Herman'schen Laden ausführte. Natürlich ist er stumm wie ein Fisch. Die beiden mit ihm verhafteten Frauenzimmer gaben ihre Namrn als Fannie Hefter und Devan Duris an und scheinen würdige Gehülsinnen der 4 Kerle gewesen zu sein, resp, als La dendiebinnen practicirt zu haben. Denn in ihren Koffern, die in der Station untergebracht wurden, fand man außer elganten Kleidungsstücken eine Menge von Artikeln, die offenbar von Laden diebstählen herrühren, . sowie auch eine Tasche, wie solche von Ladendiebinnen unter den Kleidern getragen werden, um die Beute aufzunehmen. Die Polizei glaubt, daß die Bande aus Chicago stammt und bisher in Ohio gearbeitet" hat. Teutscher Frauen-Sulfs-Berem. Vertheilung von WeihnachtS-Körben. Der Deutsche Frauen-Hülfs-Verein hielt gestern Nachmittag eine ExtraVersammlung ab. ES wurde be schlössen, die Vertheilung der Weih nachtsKSrbe an die Familien, deren sich derFrauen-Hülfs'Verein annimmt, am Mittwoch, den 23. Dec., vvrzuneh men. Die Körbe werden während der Tagesstunden im Deutschen HauS für die Berechtigten bereit sein. Einstimmig angenommen wurde der von Frau Phil. Rappaport Unterbrei tete Antrag, energischen Protest gegen die Veranstaltung von Fairs" und anderen derartigen Unfug in den öf fentlichen Schulen zu erheben. Die Damen hielten mit ihrer Ansicht nicht zurück, daß es geradezu empörend ist, den öffentlichen Schulen auf diese Weise den Character von Freischulen zu rau ben, und sie tadelten diejenigen Lehrerinnen scharf, welche die Schulkinder veranlassen, mit Fair-TiZetS hausiren zu gehen. In welcher Form der Protest wirk fam gemacht werden wird, ist noch nicht bestimmt. Jedenfalls werden die Damen dem Uebel zu steuern wissen. Bor den Großgeschvorenen Begann heute der Kampf gegen GuS Rahke's neue Farm" in Cumberland. Gestern sind, entsprechend dem Plane der Cumberländer Gegner GuS Rahke'S, etwa 20 Personen vor die Großgefchwo renen geladen worden, von denen man annimmt, daß sie GuS Rahke'S neue Fann" in Cumberland besucht haben, respective Genaueres über dieselbe wis sen. Die Vorgeladenen hatten heute vor den Großgeschworenen zu erscheinen. ( , t2r Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow-.

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ÄIS1I LÄlll

Ans Stadt- nnd Connty-Ver-valtnng. Mehr Klagen über fchlech ten Straßenbahndienst. Die Bürger an der Oft 10. StraßeLinie, welche feit langer Zeit wieder holt aber vergeblich über den mangelhalten Betrieb dieser Steaßenbahn Linie geklagt hatten, haben in einer in Werner's Apotheke abgehaltenen Mas senversammlung die Herren I. M. Paver Jr., I. W. Ketcham, W. I. Whiteside, O. I. Kidd, W. V. Smith, W. G. Taylor und August Krome als Comite ernannt, um die erwünschte Besserung des Betriebes herbeizufüh ren. Zuerst wird das Comite bei der Straßenbahn-Co. vorstellig werden, und wenn dies nicht hilft, so werden der Mayor und die Behörde für öff. Werke veranlaßt werden, einzuschreiten. Mittlerweile wird das Comite ge naue Controlle über den Betrieb der Linie führen, sowie in Werner'S Apo theke und in der Hollenbeck'schen schriftliche Beschwerden seitens der Bürger entgegennehmen, die später als Belege dienen sollen. Keach kickt. In seiner Eigenschaft 'als Bürger und Geschäftsmann hat gestern Herr James L. Keach bei der Behörde für öff. Werke bittere Klagen gegen die nterilrbJn-Linien erhobm und die Behörde ersucht, den betr. Compagnien den Kümmel zu reiben etc. Denn dieselben erfüllen, wie Keach schreibt, nicht ihre Verpflichtungen der Stadt und den Geschäftsleuten gegenüber, indem sie sich entweder weigern, Fracht zu befördern, oder aber für Frachtbeför derung höhere Raten berechnen, als die Eisenbahnen. Besonders Bezug nimmt Keach hierbei auf die Greenwood- und die Shelbyvill?Linien, die gar keine Fracht befördern wollen, und auf die MartinsvilleLinie, deren Frachtraten er unverschämt hoch nennt. Die Be hörde wird sich mit dieser Angelegenheit eingehend befassen. Die Schlangen" sollen ausgerottet werden. Die Gesundheits-Behörde wird demnächst, unter den Bestimmungen des Nahrungsmittel SchutzgeseheS von 1899, durch ihre Inspektoren auS allen Barrel-Häusern der Stadt Proben der dort verkauften Spiritussen einsam meln und vom städt. Chemiker Moffatt untersuchen lassen. Die Verkäufer von Spiritussen, die gehaltlich nicht dem von der Ver. Staaten Pharmacopoea festgesetzten Standard entsprechen, wer. den gerichtlich belangt werden. Courthaus Notizen. Die County-Commissüre öffneten gestern die eingelaufenen Angebote für die Contracte für Lieferung von Groceries, Fleisch, Droguen etc. für die CountyAnstalten. Die Vergebung der Contracte erfolgt vielleicht heute. Der städt. Aicher hat !n den letzten Tagen mehrfache Klagen über angeblich kurze" Gewichte und Maaße auf dem OstMarkte zu hören bekommen, und will, ehe er mit der versprochenen Gas meterJnspection beginnt, eine genaue Untersuchung der auf dem Markte be nutzten Waagen, Maaße etc. vor nehmen. , , Früh verloschen. Frieda Michelfelder, ein 4 Monate altes . Baby, wurde von seiner in No. 1102 Oft Ohio Straße (Hin terhauö) wohnenden Mutter todt aufgefunden. HülfSCoroner Dr. GeiS stellte fest, daß das kleine Wefen an Krümpfen ftarb.

Wir sprechen in irgend einem Stadttheil für Wäsche vor. 224 W. Maryland. kid, Phone tos.

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