Indiana Tribüne, Volume 27, Number 100, Indianapolis, Marion County, 17 December 1903 — Page 6

Jttdiana Tribünc. 17. Dezember 1903.

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Europäische Nachrichten.

Frovinz Schrcsivtg.Ldolstein. Schleswig. Die Eheleute Christiern Rickleffsen und Frau konnten das Fest ihrer goldenen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist ein Mitkämpfer von 18-4850. Propst Stoltenberg überreichte ein kaiserliches Gnadengeschenk. A l i o n a. Gust. Hell, der ehemalige longjährige Chefredacteur der Altonaer Nachrichten" ist im hohen Alter von 80 Jahren sanft entschlafen. Sein 50jähriges Jubiläum als Gelrgießermeister feierte der in wetteren Kreisen der Bevölkerung bekannte und seit 25 Jahren in der gr. Wilhelminenstraße 61 wohnhafte Gustav Neich. Joh. Voigt, bekannt unter dem Namen Onkel Voigt", Breitestrafe 102, ein Veteran von 1848. früher Inhaber eines Papiergeschäfts, zuletzt bei der Ortskrankenkasse mit Einkassiren der Eintrittsgelder beschäftigt, feierte das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Voigt steht im 83., seine Gattin im 80. Lebensjahre. D r a g e. Infolge eines Schlaganfalles verschied hier der 77jährige Gastwirth Jürgen Hagen, ein alter Kämpfer von 1848 bis 1851. Der Verstorbene hat seine Wirthschaft 40 bis 50 Jahre innegehabt und bekleidete zahlreiche Ehrenämter. Friedrichstadt. Der seit einiger Zeit von hier verschwundene 5jährige Knabe Heinrich Wiese, Sohn des von Kiel hierher verzogenen Maschinisten I. Wiese, wurde von den Fährknechten Wolwers und Kaul als Leiche aus der Eider gefischt. Kiel. Im Holzgechäft der Gebrüder Köster Hierselbst ereignete sich ein betrübender Unglüclsfall. Auf dem Lagerplätze waren mehrere Arbeiter damit beschäftigt, einen hohen Stapel Holz mit Brettern zuzudecken. Hierbei kam der Arbeiter Otto Stark, während er mehrere Bretter über eine sog. Laufbrücke trug, zu Fall und trug schwere Verletzungen am Kopf und einem Bein davon. I tz e h o e. Dem Fahnenjunker Ottens im Feldartillerie - Regimsnt No. 72 Hochmeister, Sohn des hiesigen Fabrikanten Hermann Ottens, der im vorigen Winter als Primaner in Plön mit eigener Lebensqefahr einen Knaben vom Tode des Ertrinkens rettete, ist für diese brave That die Rettungsmeoaiue am anoe verliehen worden. Frovittz Schresien. B'r e s l a u. Kaufmann Alexan. der Stein von der fallirten Holzfirma S. Stein Wittwe in Gleiwitz wurde mit einer Schußwunde im Kopfe als Leiche hier in der Klodnitz gefunden. In den Kleidern fand man über 300 Mark baares Geld und zwei Checks. Bernstadt. Dem Futterme!ster a. D. Gottlieb Bernert wurde das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen. Brechelshof. Umgeben von ihren noch lebenden 5 Kindern, chwieger- und e:ner großen Anzahl Enkelkinder feierten die Schäfer August und Johanne Karoline Wendler'schen Eheleute merselbst im Alter von 74 Jahren in seltener körperlicher und geistiger frische ihre goldene Hochzeit. Graben. (S t r l e q a u.) Eine mit Stroh gefüllte zweitennigeScheune des Gutsbesitzers Simon brannte nieder, wobei in dem in die Scheune eingebauten Stall 7 Stück Jundvieh durch Rauch erstickten. Als Entstehungsursache wird Fahrlässigkeit eines Dienstjungen angegeben. Koslltz. Oberschweizer Thienel. der des an seiner Ehefrau vor Kurzem bezogenen Mordes dringend verdächtigt ist, ist verhaftet worden. Die Sektion der Leiche ergab, daß die Frau geschlagen und gewürgt worden ist. Das im Mordzimmer gefundene Beil ist nur zum Schein dorthin gestellt worden. K o t t w i tz. Bauerssohn Treichelt wollte ein Gewehr reinigen, nicht ahnend, daß dasselbe geladen war. Plötzlich entlud sich die Waffe und die Kugel drang dem in der Nähe beschäftigten Sohn des Schneidermeisters Schwetke in den Kopf, so daß der Getroffene sofort zusammenbrach uud in wenigen Augenblicken eine Leiche war. L ü b e n. Entsetzliche Berletzungen erlitten hat der Zimmernmnn August Finster von hier, der infolae eines heftigen Sturmes auf dem hiesigen Bahnhofe verunglückte. Auf ärztliche Anordnung erfolgte sofort seine Ueberführung nach einer Klinik zu Breslau, woselbst der bedauernswerthe Mann an den Folgen seiner schweren Berletzungen verschieden ist. Bon Finster wird angenommen, daß derselbe mit schwerer Wucht an emen Pfeiler oder eine Säule geschleudert worden ist und dadurch Verletzungen und Knochenvruche am ganzen Korper erlitt. VI im tau. Die Scheuer des Gutsbesitzers Arlt brannte nieder. Es liegt böswillige Brandstiftung vor. S a g a n. Die Strafgefangene unverehelichte Jeschke, welche seiner Jett wegen Kmdesmordes zu lebens länglicher Zuchthausstrafe berurtheilt worden war und von dieser Strafe bereits 21 Jahre m der hiesiaen Straf anstalt verbüßt hat, ist jetzt begnadigt und aus der Anstalt entlassen worden, weil sie sich rn dieser langen Zeit tadel los geführt hat. Z a b o r z e. Der unverehelichte 28jährige GrubeTiarbeiter Robert Hausotter, in Streit, wobei der ältere

mit seinem Bruder, dem Tischler Paul Hauotter, in Streit, wobei der ältere dem jüngeren Bruder ein Messer in'ö

Herz stach. Paul Hausotter starb nach wenigen Augenblicken. Der Mörder stellte sich selbst der Polizei. Provinz 'Zj'oscn. Posen. Die Berger - Oberrealschule feierte kürzlich den Tag ihrer vor 50 Jahren erfolgten Gründung. In der Anstaltsaula fand eine Feier statt, bei der Professor Quade, der Leiter der Anstalt, die Festrede hielt. Regierungspräsident Krahmer überreichte die aus Anlaß der ytitz verliehenen Auszeichnungen. K l o n t s ch l n. Rittergutsbesitzer v. Lubinstt wollte in Begleitung seines achtjährigen Lohnes zur Jagd fahren. Er nahm zu diesem Zwecke zwei mit Schrot geladene Gewehre mit auf den Wagen. Beim Aufsteigen in den Wagen fiel ein Gewehr um und der Schuß traf v. Lubinski an den Hüstknochen und in den Unterleib so unglücklich. daß er die Fahrt aufgeben mußte. Die sofort herbeigerufenen Aerzte konnten nicht mehr helfen, sie trafen den Schwerverwundeten bereits im Sterben an. M o g i l n o. Die Kaufleute L. und M. Lewin feierten das 20jährige Bestehen ihres Geschäfts; aus diesem Anlaß haben sie zum Besten der Stadt 2000 Mark gestiftet. Murowana-Goslln. Die 9jährige Soborowski wollte Feuer anzünden und benutzte hierzu Petroleum. Die Flamme schlug in die Flasche, so daß diese erplodirte. Das Feuer ergriff die Kleider des Mädchens, und dieses starb an den erlittenen Brandwunden im Krankenhause. Rawitsch. Aus Anlaß seines 50jährigen Bestehens beging der hiesige Kriegerverein ein glänzend verlaufenes Jubelfest. Der Vereinscommandeur, Amtsgenchtsraty Waldmann, hielt die Festrede. S ch r o d a. Auf dem Gehöft des Zimmerers Hoffmann in Warburg brach Feuer aus, welches das Wohnhaus, Stall und Scheune mit sämmtlichen Erntevorräthen und landwirthschaftlichen Maschinen in Asche legte. S t a h r e n. Der 15mhnge Sohn des Lehrers Meyer war mit dem qleichalterigen Sohn der hiesigen Frau Rittergutsbesitzer Orland auf das Feld gegangen, wohin Orland eme Pistole mitgenommen hatte. Nicht ahnend, dan diese geladen sei, drückte Meyer die Waffe mit den Worten ab: Soll ich Dich todtschießen?" Der Schuß krachte, und die Ladung ging seinem Freunde in's Auge. Um ihn vor dem Verlust des anderen Auges zu stützen, ist der Berletzte. das einziqe Kind seiner Mutter, einer Augenklinik Berlins zugeführt worden. Provinz Sachsen. Magdeburg. Dem Lehrer Hering an der Guerickeschule wurde der Kronenorden 4. Klasse verliehen. A h l s d o r f. Sein 50jähriges VergmannsZubilaum feiert der auf dem Hohenthal-Schachte anfahrende Kläuber Franz Glanstedt von hier. Durch Obersteiger Kegel wurde ihm auf dem Schacht das übliche Geschenk der Gewerkschaft nebst Diplom und herzlichem Gluckwunsch überreicht. V e u r e tu Als der Bahnwärter Joh. Meyer aus Westhausen hier einem aus der Richtung von Heiligenstadt kommenden Guterzuge ausweichen wollte, wurde er von der Lokomotive eines aus entgegengesetzter Richtung kommenden Schnellzuges erfaßt und so heftig zur Seite geschleudert, daß der Tod infolge schwerer innerer Berletzung sofort eintrat. Burg. Superir?tendent Oberpfarrer Fleischhauer feierte sein silbernes Jubiläum als Geistlicher in hiesiger Stadt. Der Jubilar, der 1845 in Henschleben geboren ist, wurde 1875 Prediger in Thamsrück und 1878 Diakonus an der Kirche U. L. Frauen Hierselbst; 1899 wurde er Oberpfarrer an derselben Kirche und in demselben Jahre Superintendent der Diözese. E i s l e b e n. Dem pensionirten Steueraufseher Josef Oelke wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Jlsenburg. Arbeiter Bähnecke verpaßte den Zug nach Stapelburg und mußte deshalb seinen Heimweg dorthin zu Fuß zurücklegen. Er ging die Bahnstrecke entlang und wurde da bei von einem Zuge aus Harzburg überfahren. Der Lokomotivführer konnte, als er den Mann sah, den Zug nicht mehr schnell genug zum Stehen bringen. Wahrend des Transports nach dem Krankenhause starb der Verunaluate. Kossa bei Vitterfeld. In dem Gehöft des Landwirths Günther brannte die Scheune, zwei Thorfahrten und ein Holzschuppen nieder. Auch die darin untergebrachten Vorräthe an Getreide und Stroh wurden ein Raub der Flammen. 'Z'rsVirrz Sbcxtxotcv. Hannover. Das 25jährige Geschäftsjubiläum feierten: Firma Gustav Mlelenhausen, Tapisserie Manufaktur. Herrenstrane 2: Vankae schüft S. Katz, Schillerstraßez Metall-. Fell- und Produktengeschäst Weinberg & Hoffmann, Nordfelderreihe, und die Firma Julius Meyer & Co., Lederhandlung. Verunglückt ist auf dem Grundstück einer Maschinenfabrik an der Göttingerstraße ein 23jähriger Arbeiter Barnemann. Er war mit den Abbruchsarbeiten emes

alten Gebäudes beschäftigt, wobei ihm

ein Balken auf den Kopf fiel. Barnemann erlitt einen Schadelbruch und wurde in das Krankenhaus 3 geschafft, wo er seinen Verletzungen erlegen ist. Die Feier der goldenen Hochzeit begingen die Ehepaare Koster, Jfslandstraße 26; Luersen, Kleestraße 4, und Pensionär Veinsein, Dietrichsstraße 14. D?n beiden Erstgenannten wurde die goldene Ehejubiläumsmedaille verliehen. vln schreckliches Ungluc? ereignete sich in Kleefeld durch unvorsichtige Handhabung eines Revolvers. Der etwa 11jährige Schüler Wehr fand in emem Schrank beim Suchen nach Bonbons einen Revolver, den er in die Hand nahm. Der Revolver, welcher geladen war. ging plötzlich los und die Kugel traf ein kleines Mädchen direkt in den Kopf, wodurch dieses auf der Stelle getödtet wurde. Dassel. Am Allerthore im Hause des Schuhmachermeisters Fricke entstand ein Brand, der sich Mlt großer Schnelligkeit ausbreitete und außer diesem auch die Wohngebäude der Wittwe Lange, des Klempnermeisters Deutsch und de Klempnermeisters August Weber zerstörte, wodurch 7 Familien obdachlos wurden. Kurze Zeit darauf entstand in den Hintergebäuden der Wittwe Hatop in der Wiesenstraße Feuer, welches sich bald auf das Hintergebäude des Landwirths August Brllggmann ausdehnte. Es brannten serner noch die Wohngebäude von Aug. Jürgens, Louis Deppe und Friedrich Gerbermann nieder, eb'.nso die Hintergebäude von August JUrgens. August Heinemeyer. Wilhelm Möhlmann, F. Gehrke, Heinrich Tönnies, H. Weißkittel, C. Dempewolf und L. Deppe. Emden. Drei Arbeiter der Maschinenfabrik Gebrüder Barth wollten in einem Boot Eisentheile zur Schleuse schaffen. Bei der Fischerei Neptun wollten sie die Gelegenheit benutzen, ihr Boot an eine von einem Dampfer geschleppte Schütte anzuhängen. Bei diesem Manöver schlug aber das Boot um und ging mit den drei Insassen unter. Zwei davon konnten sich durch Schwimmen retten, der dritte aber, des Schwimmens unkundig, der Sohn der Wittwe Klaassen Hierselbst am neuen Kirchhofe, fand durch Ertrinken seinen Tod. H o y a. Chefredakteur Otto Heine beging sein 25jähriges Jubiläum als Redakteur des Hoyaer Wochenblattes. 1878 wurde er von dem Verlage mit der Redaktion betraut und er führte sie seitdem ununterbrochen weiter. I l f e l d. Fast gleichzeitig geriethen die Wohnhäuser des Bergmanns Liesesang und des Schneidermeisters Zöllner in Brand; bald verbreitete sich das Feuer noch auf 2 Häuser der Nachbarn Mahrhold und Helle. Alle 4 Wohnhäuser wurden mit ihren Nebengebäuden in Asche gelegt. N i e d e r s ch e d e n. Als der Gastwirth A. Wunsche eine Fuhre Grummet einholen wollte, ging sein Gespann durch. Wiensche stürzte so unglücklich vom Wagen, daß er lebensgefahrlich verletzt wurde. N e ß m e r s i e l. Nach 71jähriger Ehe gestorben ist die Ehefrau des Capitäns Arnold. Die Frau hat ein Alter von 91 Jahren erreicht, während ihr Mann 97 Jahre zählt. Am 27. Juli v. I. beging das würdige Paar seine 70jährige Ehejubelfeier. Salzdetfurth. Arbeiter Har.tmann aus Petze stürzte im hiesigen Kalischachte mit einem Wagen in ein 12 Meter tiefes Gesenke so unglllcklich, daß er die Wirbelsäule brach und verstarb. EsbestehtderPlan, im Oberlauf der Elbe, kurz unter ihrem Austritt aus dem südlichen Theil des Riesengebirges, eine Thalsperre zur Aufnahme des überschüssigen Wassers bei Hochwasser anzulegen. Die Vorbereitungen sind bereits über das erste Stadium hinaus gediehen und werden jetzt weiter in der Flußregulirungsund Hochwasserschutz - Abtheilung der Prager Statthalterei erörtert. Die Sperre soll 3 Meilen oberhalb der Stadt Königinhof errichtet werden. Die Herstellungszeit ist auf 4 Jahre, der Herstellungspreis auf 4 Millionen Kronen M50.000) veranschlagt worden. Man hofft, mit Hilfe der angesammelten Wassermengen den weiteren Lauf der Elbe derart reguliren zu können. daß der Fluß in Zukunft schon von Jaromir - Josefstadt, statt, wie bisher, erst von Melnik (am Einfluß der Moldau) ab schiffbar sein werde. Durch die Anlage dieser Thalsverre, die von höchster Bedeutung nicht nur für das südliche Riesengebirge und Nordböhmen, sondern auch für die ganze Elbschifffahrt wäre, würden Aenderungen bereits abgeschlossener Pläne für Eisenbahn- und Wegebauten, sowie die Aufgabe verschiedener industrieller Etablissements nothwendia wen. EinetüchtigeFrau! Ich sag Ihnen, meine Frau kocht ausgezeichnet und essen kann sie stets ißt sie Alles allein auf. . .1" Die inneren Organe. Emem Gemeindediener, der nach Absolvirung eines Fleifchöeschaukursus über die Beschaffenheit der Schlachtthiere eraminirt wurde, wurde die Frage vorgelegt: Welches sind die inneren Organe?" Ich und der Herr Burgermelster!" war die prompte As..wort.

Vom Auslande.

In London fand dieser Tag: unter dem Vorsitz des Lordoberrichters vor dem Obergerichtshof ein interessanter Beleidigungsprozeß statt, bei dedei Beklagte, Honorable Stephen Coleridge. zur Zahlung von $10,0(X) als Sühne verurtheilt wurde. Der Empfänger der stattlichen Summe ist Dr. Bayliß. Professor an der Londoner Universität. Ihn hatte Coleridqe dadurch gekränkt, daß er in seiner Eigenschaft als Sekretär der Lon-1 doner Antivlvisektlonsgesellschaft einer öffentlichen Versammlung in der St. James - Halle erklärte, Dr. Bayliß hatte an einem Hunde herumoperlrt, ohne das Thier genügend gefühllos gemacht zu haben. Baronin Elisabeth von Heyklng, die Verfasserin des Buches Briefe, die ihn nicht erreichten , das in Deutschland ein so außergewöhnliches Interesse hervorgerufen und bereits die fünfundzwanzigste Auflage erreicht hat, die Gattin des deutschen Gesandten rn Mexico, hat ernen Urlaub ihres Gemahls nach Europa dazu benlltzt, um Venedig aufzusuchen und dort Notizen für ihren nächsten Roman zu sammeln, der in Venedig spielen soll. Frau v. Heyking beabsichtigt ferner ein Buch über ihre Großmutter Bettina d. Arnim zu schreiben, in dem manches noch unbekannte Material über die Freundin Goethes und Humboldts zur Veröffentlichung gelangen soll. 2 n Villaganzerla (Prodinz Viccnza) sollte der Pfarrer Don Reolon versetzt werden. Da er bei der Bevölkerung sehr beliebt war, so wollte ihn das Dorf nicht ziehen lassen. Man belagerte förmlich seine Wohnung, um feine Abreise zu verhindern. Vesonders die Frauen zeichneten sich durch ihre Hartnäckigkeit aus; sie verließen Tag und Nacht nicht ihren Posten vor der Wohnung des beliebten Pfarrers, um die herum sie ein förmliches Lager mit Zelten, Strohsäcken u. s. w. errichtet hatten. Da die vorgesetzte geistliche Behörde nicht nachgab, so dauerte die Komödie mehrere Monate. Setzt endlich hat das in den letzten Tagen niedergegangene schlechte Wetter die Dorfbewohner mürbe gemacht und auf die Aufforderung des Gemeindevikars von Venedig, Monsignore Mion, konnte sich Don Farguinio Reolon dieserTage endlich von Villaganzerla entfernen. Ueber die Verbreitung der Pest in Rio de Janeiro wird von dort gemeldet: Im Frühjahr 1900 aus Oporto eingeschleppt, hat sich die Seuche hier vermuthlich bald heimisch gefühlt; eine dankbarere Brutstätte als das .lon Schmutz starrende hiesige Hafenquartier ist gar nicht denkbac. Und wie zum Spott trägt dieses Quartier den officiellen Namen Saude" (Gesundheit) und Praia sormosa", auf deutsch lieblicher Strand"! Die ersten dort aufgetretenen Fälle erregten großen Schrecken, denn wer die Unsitten der untersten Bevölkerungsschichten hier nur einigermaßen kennt, konnte keinen Augenblick im Zweifel sein, daß sich der unheimliche Gast rasch einbürgern werde. Und so ist es gekommen. Den ersten Fällen folgte 1900 eine regelrechte Epidemie mit einigen hundert Todesfällen binnen vier Monaten. 1901 verlief fast pcstfrei, nur hier und da wurden einige vereinzelte Erkrankungen gemeldet. Seit Juli 1902 jedoch hat uns die Seuche nicht wieder verlassen. Bis zum December registrirte das Gesundheitsamt 176 Todesfälle durch asiatische Pest, für das erste Halbjahr des laufenden Jahres 42. Mit dem zweiten Halbjahr hat die Seuche wieder angefangen, epidemischen Charakter anzunehmen. Von sieben Todesfällen im Juli stieg die Kurve rasch auf 50 im September. Doch das Schlimmste ist, daß die Krankheit jetzt ihren Ursprungsherd verlassen und sich über die ganze Stadt ausgebreitet hat. - E i n e k ü r z l i ch an der Universität Breslau vollzogene DoktorPromotion krönt einen eigenartigen Werdegang; zum Doktor der Rechte promovirt wurde der ehemalige Schlossergeselle und Franziskanermönch Johann Schlachzinkowski. Er ist im Jahre 1874 in Schneidemühl als der Sohn eines Eisenbahnarbeiters geboren. Bis zu seinem 14. Lebensjahre besuchte er die Elementarschule und trat dann bei einem Rechtsanmalt in Schneidemühl als Schreiber ein. Von 1890 bis 1892 erlernte er darauf das Schlosserhandwerk und bestand die Gesellenprüfung mit besonderer Auszeichnung. Bald darauf begab er sich auf die Wanderschaft. Hierbei führte ihn sein Weg nachMünchen, wo er lohnende Beschäftigung bei dem bekannten Hofschlossermeister Moratelli fand. Hier wurde er auch Mitglied des Gesellenvereins, in dem seine Fähigkeiten solches Interesse erweckten, daß man Schlachzinkowskis Aufnahme bei den Franziskanern in LandsHut bewirkte. ,Dort bereitete er sich auf das Abiturientenexamen vor. Aber nachdem er schon tonsurirt war und sich bereits mit dem Gewand eines Franziskanermönchs bekleidet hatte, entzweite er sich mit dem Orden und trat aus dem Kloster aus. Es gelang ihm iedoch, andere Gönner zu finden, und riachdem er ein halbes Jahr die Oberprima eines Gymnasiums in München besucht hatte, wurde er 1899 mit dem Zeugniß der Reife entlassen. Darauf studirte er in Breslau drei Jahre Jurisprudenz und wurde Referendar und Dr. Juris.

Vom Jnlaude. Ein besonders trauriger Fall ist der eines jungen Farmers NamensJohn Thorpe in Westfield Town-

ship bei West Umon, Ja., der dieser Tage m Folge eines Bisses fernes ei genen Hundes im vergangenen September gestorben ist. Es waren gar keine Anzeichen vorbanden, oan der Hund (ein Schäferhund) toll gewesen. als er seinen Herrn gebissen, wtx Hund entlief und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Die Wunde war nur eine ganz leichte gewesen und in ein paar Tagen vernarbt, thorpe veacytete die Wunde nickt weiter und hatte auch nicht die geringste Unbequemlichkeit davon. Am DanlsagUNgstage Verheirathete er sich und am nächsten Tage stellten sich die Symptome von Tollwuth ein. In wenig mehr als 43 Stunden starb er unter den schrecklichsten Leiden. Einige Jäger, dieinder Nähe von Baraboo, Wis.. dem edlen Weidwerk oblagen, geriethen kürzlich über den Besitz einesHirsches in Streit, der möglicherweise in den Gerichten zum Austrag gebracht werden wird. Zwei Männer schössen auf einen Hirsch, verwundeten ihn auch, aber das Thier war im Stande, davonzulaufen. Einige Minuten später wurde es von einem dritten Manne erlegt. Dieser dritte Mann beansprucht nun den Hirsch, und hatte ihn bereits aufgehängt, als die beiden anderen herankamen und ihre Coupons ebenfalls an dem Thiere befestigten. Keiner der drei Männer wollte dem anderen gestatten, den Hirsch wegzunehmen. Sie hielten bei dem Cadaver Wache und einer beargwöhnte den andern. Der Wildheger von Baraboo und der Distriktsanwalt begaben sich an Ort und Stelle, um zu versuchen, ein Abkommen zwischen den drei Schützen zu erzielen. Was ihr Ersolg war. berichtet Fama nicht. Ein Kind männlichen Geschlechts, das zwei vollkommen entwickelte Köpfe hatte, wurde von Frau William Gillispie in Phillipsburgh in Warren County, N. I., geboren. Von den Schultern abwärts war das Kind vollständig normal und gut entwickelt. Es wog bei der Geburt 9 Psund und war 19 Zoll lang. Jeder Kopf hatte zwei Augen und zwei Ohren und die Nasen und Mund waren normal. Anscheinend hatte jeder Kopf seine ganz normale Verbindung mit den Lungen, denn die Respiration in beiden Köpsen war eine Zeit lang vollständig normal, und es war zu sehen, daß nur ein Paar Lungen vorhanden war. Das Kind war aber vonAnfang an schwächlich und lebte nicht 'lange. In dem einen von den Köpfen schien der Tod ein wenig früher eingetreten zu sein, als in dem anderen. Die Mutter des Kindes ist ungefähr 37 Jahre alt. Sie hat früher schon ein Kind gehabt, ein Mädchen, welches jetzt 14 Jahre alt und aanz normal aewachsen ist. Die Familie ist schottischer Abkunft und wohnt dort seit 9 Jahren. Wolfsprämien imCounty Dunn in Wisconsin werden im Betrag Tausender von Dollars bezahlt, dennoch scheint die Zahl der Wölfe. daselbst eher zu- als abzunehmen. Der Supervisorenrath des County beschäftigte sich mit der Frage, hat aber keinen vassenden Auswea aefunden. Er darf die Prämie nicht abschaffen, denn dann würden die Schafe in Menge von den Wölfen zerrissen werden; die Supervisoren haben aber auch die feste Ueberzeugung, daß viele Prämien ungesetzlich erhoben werden. Von benachbarten Counties werden Wölfe gebracht, und es ist auch schon vorgekommen, daß Schöpse von Katzen und Kaninchen erfolgreich als Schöpse von jungen Wölfen eingesandt wurden. Alljährlich werden Hunderte von jungen Wölfen getödtet. aber die Jäger schießen auf keine Wölfin, auch wenn der Preis für eine solche noch so verlockend ist. Die Wölfin wird für die Zucht geschont. Die Wolfsjäger in dem County Dunn haben eine starke Organisation und finden ihren Beruf recht lohnend. Ohne jede Kapitalanc r . er rr . ? o r aa - .

tage veroienen iie $ouu ois $ouu nebenher im Jahr an Wolfs - Prämien. Schlechte Erfahrungen c

mit Katzen machte dieser Tage ein,j Spezialagent der Thierschutz - Gesell-' schaft.aus Newark, N. I., Welsh nit Namen, in Mt. Tabor, wohin er qerufen worden war durch die Nachricht, daß von Sommergästen etwa 100 Katzen zurückgelassen worden und alle dem Verhungern nahe seien. Mt. Tabor ist ein beliebter Aufenthalt für Methodisten, die dort ihre Versammlungen im Freien abhalten und Welsh, der selbst Methodist ist, konnte nicht verstehen, wie diese guten Leute ihre Thiere so dem Verderben preisgeben-. konnten. Er vegav Nch vesyaio mit einem Gewehr, einem großen Fangnetz und einer Gasmaschine zum Todten der Thier nach Mt. Tabor. Die halbverhungerten Thiere waren jedoch äußerst wild und kampflustig. Sie kratzten, bissen und sprangen an ihm empor und mit dem besten Willen gelang es ihm nicht, mehr als ein Dutzend einzufangen, wobei ihm Hände und Gesicht tüchtig verkratzt wurden. Am nächsten Tage begab er sich wieder nach Mt. Tabor, und er mußte seinen Besuch noch öfters wiederholen, bis alle Katzen eingefangen und aelödtet waren.

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