Indiana Tribüne, Volume 27, Number 99, Indianapolis, Marion County, 16 December 1903 — Page 6

Jttdiana Tribüne, 1. Dezember 1903.

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EuroMsche Mfdian. Provinz ?7.rclndcnbttrg. Berlin. Beim Abspringen von einem fahrenden Straßenbahnwagen wurde der in der Kastanien - Allee No. 38 wohnende Tischler Hermann Greife schwer verletzt. Ein doppeltes Jubiläum feierte der Maurermeister Stoedtner. Fünfzig Jahre sind verflojsen, daß er sich dem Beruf widmete, und vierzig Jahre, daß er als Meister sein Geschäfts begründet hat. Die ohne Aufsicht in de; Wohnung gelas fene fün f Jahre alte Tochter der Arbeiterfrau Wagner stürzte aus dem Fenster der Liebigstraße 28 im vierten Stock gelegenen Wohnung auf den Hof hinaus und erlitt schwere Verletzungen. Durch einen Sturz aus dem Eisenbahnwagen ist der 29 Jahre alte Arbeiter Hermann Lemke aus der Swir.emünderstraße 52 tödtlich verunglückt. Lemke kam vor Kurzem aus Küstrin, wo er feine Frau mit einem drei Jahre alten Kinde zurückließ, hierher und fand bei den Ueberführungsarbeiten der Nordbahn über die Gleimstraße Beschäftigung. Beim Steinefahren fiel er so unglücklich vom Wagen, daß ihm ein Rad über den Unterkiefer, den Hals und die Brust ging. Der Verunglückte erlag im La-' zaruskrankenhause seinen Verletzungen. Der 8 Jahre alte Sohn Leopold des Kellners Hörnick war mit dem Knaben auf der Straße spazieren gegangen, hatte ihn dann allein vor der Thüre gelassen und war in ihre Wohnung hinaufgegangen, um ihre jüngeren Kinder, einen Knaben und ein Mädchen von 5 und 3 Jahren, zu beaufsichtigen. Seit jener Zeit war der Kleine verschwunden, bis man ihn vor dem Hause Schiffbauerdamm 15 als Leiche aus der Spree landete. Emil Wollenberg, Paulstraße No. 7, feierte sein Lsjähriges Jubiläum als Handschuhmachermeister. Ferner beging er mit seiner Ehefrau Malwine, geb. Schlüter. sein LSjähriges Ehejubiläum. Der zehnjährige Karl Weber erstieg auf dem Holzplak in der

Bergstraße einen Stapel Bretter, der umstürzte und den Knaben unter seinerLast begrub. Schwerverletzt wurde der Kleine nach dem Krankenhause gebracht, wo er bald verschied. Charlottenburg. Dem Lehrer an der akademischen Hochschule für Musik. Kammermusiker a. D. Professor Kosleck, wurde der Rothe Adlerorden dritter Klasse mit der Schleife und dem Schutzmann Otto Kleß die Rettungsmedaille am Bande verliehen. Guben. Dem Lehrer Louis Tilsner wurde der Adler der Inhaber des Hausordens von Hohenzollern verliehen. Pankow. Das Opfer eines Schauerromans ist die 18jährige JoHanna Gartz aus Posen geworden, welche bei einem hiesigen Kaufmann bedienstet ist. Das junge Mädchen hatte sich kürzlich auf dem Jahrmarkt einen Roman in wöchentlichen Lieferungen, Königin Draga" oder Der Königsmord in Belgrad", gekauft. Diese Lektüre fesselte sie so sehr, daß sie auch einen Theil ihrer Nacktruhe dem Studium des Romans opferte und im Bette liegend weiterlas. Von der Arbeit des Tages ermüdet, schlief sie jedoch über der Lektüre ein. Durch ein unwillkürliche Armbewegung stieß sie das Licht um. Die Kerze fiel auf das Bett und setzte dieses in Flammen. Obwohl auf die Hülferufe des Mädchens alsbald Hausleute herbeieilten und das Feuer unterdrückten, hatte die Unglückliche inzwischen schwere Brandwunden erlitten.' Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht Und schwebi in Lebensgefahr. Irovinz sfprcitsjett. Königsberg. Geschäftsführer Emil Schröder, bei der Firma Ostpreußische Holz - Commandijg sellschaft Albrecht & Lewandowsti". hier, feierte sein fünsundzwanzigjähriges Geschäftsjubiläum. Der Seniorchef der hiesigen Colonialwaarenfirma Engros S. C. Bittrich & Söhne. Geh. Commerzienrath Bittrich. ist gestorben. B r a rrn s b e r g. Prof. Dr. theol. Franz Tittrich in Braunsberg, der zum Domprobst bei der Kathedralkirche des Bisthums Ermland in Frauenburg ernannt worden, ist zu Thegoten. Kreis Heidelberg, am 26. Januar 1839 geboren. Dom n au. Auf dem Rittergut Saussiemen stürzte beim Einfahren von Stroh der auf der Leiter eines leeren Strohwagens sitzende Scharwerkr Schumacher durch einen plötzlichen Anruck des Wagens so unglücklich zur Erde, daß er sich das Genick brach. oo trat aus der Stelle ein. Groß - Baitschen. In der Familie des Gutsbesitzers Luckenbach wuroe oas e t oes 100. Geourtstaa.es seiner Mutter begangen. Die Greisin erfreut sicy nocy ausgezeichneter korperlicher und geistiger Frische. I n st e r b u r g. Dem vensionirten Gefangenenausseher Annighoser wurde das Allgemeine Ehrenzeichen oerlieyen. L i b i a u. Zu Ehren der nach 4?jähriger Amtsthätigkeit aus dem Sckiuldienst scheidenden Hauptlehrers Ticfensee hatten sich etwa 50 Herren im Hotel Kronprinz" zu einer Abschiedsfeier eingefunden. Bürgermeister Grieß feierte den Scheidenden als elfrigen. pflichttreuen Lehrer, der sich aroke Verdienste um die 5ebuna der

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New ZNork Citd. N. F.. den 3. April. 1903. No. 185 West 68. Ttrabe. c-2cif.T!elnVf C?rlnl ein Sesten für mein Heim gewesen. Ich baöe oft gcfundcn. da er mir flrofze Linderung der. schafite. LlZ ist abgemattkt und in Schmerzen war. aber ich bin besonders dankbar für das. was er für unsre Tochter und ein WnL iLIi it3? c06.tctcv bcS rc Perioden sich verzögerten, und das; sie an Kopfweh und Schwindclan, fallen, schwere ,m Unterlclb und m den Lenden litt. Tics hinderte sie bedenklich in ihren Studien, und sie mubtc uiebrcre der selben auzgcbcn. ff! V Cn f.J X. Vt C-l .t 1- -i k TL t . f - (W V m. - . .

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n-urtc. Nachdem meine Tochter ,hu fünf Wochen lang si?braucht hatte, fand ich ihr Aussehen bedeutend oebessert. ebenso ihre esundheit und ibr Benehmen, kurz, sie war ein ganz anderes Mädchen aeworden. Die Perioden wurden regelmäßiger, und wir tinitan wil tUf tnltUn (Q.lx. w

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In diesem Falle waren die MenstruationZ-FunItionen nicht regelmäßig, und dieser unnatürliche Zustand machte das junge Mädchen zu einer Jnvalidin. Tie Kopfschmerzen und Schwindclanfälle deuteten auf etwas mehr, als nur ein temporäres Leiden. Dieselben waren Symptome einer funktionellen Schwache, welche im Laufe der Jahre sich verschlimmert hätte. Aber Frau Thompson war bereit. Rathschläge für das Wohl ihrer Tochter anzunehmen, und sie gab der kleinen Patientin den Wine ok Cardui, und ist diese jetzt ein gesundes, junges Fräulein.

Wenn Ihre Tochter kränklich ist und häufig leidet, dann enthält der Brief dieser guten Mutter den besten zu befolgenden Rath Ter Wine of Cardui ist der Menstruations-Regurator, der von zehn Fällen neun heilt. Junge Mädchen, Mütter und Frauen mittleren Alter finden dieses Stärkungsmittel unentbehrlich. Alle Apotheker verkaufen 81.00-lascken des Wine of Ciirrtn!

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hiesigen BolkZschulen erworoen, um? überreichte das von den städtischen Körperschaften, den Lehrercollegien und Bürgern der Stadt gestiftete Ehrengeschenk, einen Ruhesessel nebst Decke. Maraarabowa. Das Gutsbesitze? Hortmann gehörige Wohnhaus auf Abbau Gut Hermannshof brannte nieder. Der herbeieilenden hiesigen Freiwilligen Feuerwehr gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Einige Zeit darauf geriet!) ein Stall der hiesigen Grundbesitzer! Fräulein Spieß in Brand; das Feuer verbreiiete sich mit großer Geschwindigkeit auf die Stallungen und den Speicher des der Frau Kaufmann Ratzun gehörigen Nachbargrundstücks. Bier Wirtschaftsgebäude wurden eingeäschert. Tank der Tüchtigkeit der Feuerwehr wurden die Wohngebäude au? beiden Grundstücken gerettet. W i l m s d o r f. Auf unaufgeklärte Weise brach auf der Besitzung des Karl Magdalinski in einerScheune Feuer aus, welches infolge des starken Windes auf die jenseits der Dorsstraße gelegene Grabowski'schc Besitzung übersprang und dort sämmtliche Wirtschaftsgebäude mit den Ernteund Futtervrräthen einäscherte. Grabowski hatte den Einschnitt nicht versichert. Offenbar liegt Brandstiftung vor 'Mrovinz Weslpreußen. Danzig. Die Barbier-, Fri-seur-und Perückenmacherinnung hat dem Schriftführer Reimer, welcher sein Amt seit 25 Jahren verwaltet, werthvolle Ehrengeschenke gestiftet. Der langjährige Obermeister Judde wurde auf drei Jahre wiedergewählt. Eine weibliche Person wurde vom Zoppoter Strande aus in die See treibend gesehen. An das Land gebracht, starb die Dame, die Qls geisteskranke Rentiere Fräulein Laudien erkannt wurde. Sie hatte sich heimlich von ihren Pflegern entfernt und sich in die See gestürzt. E l b i n g. Bor dem Schwurgericht hier stand der 1872 geborene bisher unbestrafte Besitzersohn Peter Steiniger aus Barenhof (bei TiegenHof) unter der Anklage, Scheune und Stallgebäude seines eigenen Vaters vorsätzlich in Brand gesteckt zu haben. Das Urtheil lautete auf 5 Jahre Zuchthaus. Gxo ß-S ch ö n f'o r st. Die Leiche des seit einiger Zeit vermißten hiesiaen Jcauergeeuen vi. siarersny tit tn et nem Wassertümpel an der Drewenz, unweit der Stelle, wo seine Wäsche gelegen hat, gesunden worden. Uhr, Portemonnaie und Notizbuch befanden sich bei der Leiche. In den Taschen des Jacketts wurden Steine gefunden. Groß-Montau. Dem Rentier Blewernitz ist aus Anlaß semer goldenen Hochzeit die Ehejubiläumsmedaille verliehen worden. Marienburg. Destillateur Pcml Görtz schoß sich mit einem Revolver in die rechte Schläfe. Noch lebend wurde er nach dem Krankenhause geschafft, wo er aber bald darauf starb. Aus welchem Grunde er die That begangen, ist unbekannt. Er hinterläßt Frau und Kinder. Marienwerder. Der etwa 45 Jahre alte Mehlfahrer August Radtke aus Schäferei, ein ordentlicher und fleißiger Mann, hatte im Rachelshofer Walde das Unglück, vom Wagen zu fallen und von den Rädern so schwer am Kopse verletzt zu werden, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Verunglückte hinterläßt seine 5?rau mit fünf Kindern. M l r a u. ?er vjayrige ?cyulknabe Nermüller wurde durch Exploston einer Dynamitpatrone getödtet. Woher das Kind die Patrone hatte, ist nicht festgestellt, man vermuthet aber, daß sie von dem vor mehreren Jahren vorgenommenen Bau eines Brunnens bei dem Postschaffnerhause herrührt. Riesenburg. Ein schwerer Unfall ereignete sich in der Fritz'schen Hausmühle." Kutscher Saretzki war beim . Hächselschneiden mit Stroheinlegen beschäftigt. Beim Antreiben der

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tt Pserde gerieth eine Deichsclftange unter die Triebwelle, was zur Folge hatte, daß die ganze Maschine umstürzte und zertrümmert wurde. Einzelne Theile des in sech's Stücke zerbrochenen eisernen Schwungrades flogen dem Saretzki mit solcher Heftigkeit an den Kopf, daß er mehrere klaffende Wunden erlitt und mit mehrfach gespaltcnem Schädel und theilweise bloßgelegtem Gehirn in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Wilhelmsmark. Die Wauter'schen Eheleuie feierten das Fest der aold:nen .siockzeit. Zempelburg. Ein schwerer Unfall ereignete sich in Neu-Waldau. Beim Dreschen gerieth der Sohn des Besitzers Gumpert aus Gr.-Loßburg in das Räderwerk des Göpels. Ein Bein wurde ihm unterhalb des Knies abgerissen. Arovinz j5?mmcvtt. Stettin. Bank - Direktor Geheimer Negierungsrath Paul Bielefeldt beging sein 25jähriges Jubiläum, als erste? Vorstandsbeamter, in welcher Stellung er vor seiner hiesigen Thätigkeit bereits zehn Jahre der ReichsbankHauptstelle in Halle angehört hatte. Dem Jubilar wurden zahlreiche Ehrungen zutheil. B u b l i tz. Auf dem Wege zu einer Magistratssitzung wurde der Rathmann und Schiedsmann Bloedorn von einem plötzlichen Unwohlsein befallen. In d?r Nähe des Rathhauses brach er zusammen und mußte in das RathHaus getragen werden, wo er im Magistratssitzungszimmer auch gleich verschied. Vloedorn hatte ein Alter von beinahe 80 Jahren erreicht. G a r z a. R. Dem Lehrer und Küster Subklew wurde der Adler der Inhaber des Hausordens von Hohenzollern verliehen. K o l b e r g. Am Mundstarrkrampf verstarb hier der Kleinhändler Holz in der Marienstraße. Er hatte sich beim Abreißen der schadhaft gewordenen Dielen seines Pferdestalles einen Nagel in den Fuß getreten. Die Verletzung war obne Zwischenfall gut geheilt, als die Anzeichen der Tetanus-(Starrkrampf-) Erkrankung auftraten. Die Impfung mit Tetanus-Se-rum vermochte den Erkrankten leider nicht mehr zu retten. M a h l z o w. Ein erhebliches Schadenfeuer wüthete Letztens in unserem Dorfe. Es wurden die beiden nebeneinander stehenden, mit Stroh gedeckten Wohnhäuser der Eigenthümer Awe und Lüder, sowie eine Scheune und ein Stallgebäude in kurzer Zeit in Asche gelegt. Pölitz. Vier Zimmerleute, welche von hier aus in einem kleinen Segelboot zu ihrer Arbeitsstelle nach dem Stepnitzer Hafen fuhren, würden auf dem Papenwasser von einer Böt überrascht, wobei das Boot kenterte. Alle vier fielen in's Wasser, und zwei versuchten durch Schwimmen an Land zu kommen.'während die beiden anderen sich am Boot festhielten. Die beiden Schwimmer, die Zimmerer Gerndt und Blum, ertranken jedoch, während die beiden anderen bald gerettet wurden. S t a r g a r d. Die hiesige Schützengildc, eine der ältesten Pommerns, feierte das 50jährige Fahnenjubiläum. Die Fahne ist vor 50 Jahren von König Wilhelm IV. der Schützengilde zum Geschenk gemacht worden. Der Kaiser hat einen Fahnenschmuck gestiftet. Das 14jährigeHinduMädchen Rodica ist dieser Tage seiner Schwester Doodica in den Tod gefolgt. Die beiden Mädchen waren, wie man sich entsinnen wird, zusammengewachsen und wurden im vorigen Jahre durch den Pariser Chirurgen Doyen von einander getrennt. Der Eingriff war nothwendig geworden, da Doodica in dem letzten Zustand einer Schwindsüchtigen sich befand. Doodica starb bald danach. Nun ist auch Rodica im Krankenhause der Damen deS Kalvarienberges" zu Paris der Schwindsucht zum Opfer gefallen.

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scriina vor. dafz ich ihr einen Cur'nS Ihres ' ' lVV " " U - . f s 3Ts' - V. , , ... . r , Cchatzmelsterin, Rathbone Memorial Assn. T .1. 4 . $ n i a n ö 4 h-xh-h-hh:-:-: Hohes Alter. David Hollister ist in Maleton, Ja., im Alter von 101 Jahren gestorben. Er genoß 100 Jahre lang gute Gesundheit. Jählings erblindet. Wilbur Quirl, ein Apothekergehilse in Miller. S. D.. handhabte ein Gefäß, in welchem eine Quantität Gas sich befand, welches mit einer Explosion entwich und Quirl des Augenlichts beraubte. Neues Goldfeld. Im Ce-bolla-Gebirge in New Mexiko ist ein reiches Goldfeld entdeckt worden; 500 Personen waren bis vor Kurzem bereits nach der Gegend geeilt. Mehrere Leute brachten eine Flasche voll Goldkörner. die sie in ein paar Stunden gesammelt hatten, nach Hilsboro. Ableben eines Erfind e r s. In Frostburg. Md., ist F. B. Zais im Alter von 83 Jahren gestorden. Zais, der in Deutschland geboren war, erfand vor Jahren eine neue Grubenlampe, welche er patentiren ließ. Diese Lampe wird noch jetzt überall da benutzt, wo Kohlen bei offenem Lichte gegraben werden. Allzu zahme Kampfstiere. Bei einem Stiergefecht, welches in Ario de Rosales, Mexiko, stattfand, verhielten sich die Kampfstiere so friedfertig, daß das Publikum die Stierkämpfer mit Steinen bombardirte und die Arena vollständig demolirte. Die Geschäftsleitung wurde in Geldstrafe genommen und der Betriebsleiter von einem der Zuschauer durchgeprügelt. Größtes Schiff des Superiorsees. In Two Harbors, Minn., hat dieser Tage die Arbeit an der Konstruktion des großen neuen Frachtdampfers von 500 Fuß Länge begonnen, welcher für die Pittsburg Steamship Co. erbaut wird. Der Dampfer, der schon im nächsten Frühjähr fertiggestellt sein soll, wird an Umfang alle bisher auf dem Superiorsee zum Frachttransport benützten Schiffe weit übertreffen. Kampf mit einem Wolfe. Der Farmer Hundler in Sunnyside, N. V.. entdeckte in seinem Hühnerhause einen Wolf und feuerte auf ihn, doch ging der Schuß fehl. Dann rückte er der Bestie mit einer Heugabel auf's Fell, wurde aber von dem Thiere in die Arme und Beine gebissen. Schließlich gelang es dem Farmer, den Wolf mit der Heugabel am Fußboden des Hühnerhauses festzumachen. Mit Hilfe anderer Personen wurde das Thier dann mit Stricken umschlungen und in einen Stahlkäfig geschafft. Trauriges Ende einer Schönheit. Frau Filas Brackin, welche als May Belle Gregory vor wenigen Jahren in einer von einer New Jorker Zeitung veranstalteten Preiswette als die schönste Frau in Amerika erklärt wurde, ist jüngsthin in Murfreesboro, Tenn.. zu Tode rerbrannt. Frau Brackin bewohnte eine kleine Eottage. in der ein F:uer ausbrach, das erst entdeckt wurde, als alle L'öschversuche vergeblich waren und Frau Brackin den Flammen bereits zum Opfer gefallen war. Explosion eines Naph-tha-Waggons. In Greenwood, Del.,, explodirte kürzlich ein in der Mitte eines Güterzuges befindlicher, mit Naphtha beladener Waggon, wodurch der ganze aus 15 Wagen bestehende Zug zerstört, zwei Zugbedienstete und ein Säugling getödtet und 15 andere Personen verletzt wurden. Die Explosion war wahrscheinlich die Folge von Selbstentzündung. Das brennende Naphtha setzte einen Theil der Ortschaft Greenwood in Flammen; neun Häufer brannten nieder. Wiedersehen nach 42 Jahren. Der 43 Jahre alte Ernest Ward von Jermyn. Pa., hatte letzthin eine Zusammenkunft mit seinem Vater

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tizzie H.Thompc trn SI . ..II n, , , mmKwmtn? c-i '-. ,.iis' Sn ' x..MMM SSt Benjamin Ward, der ihn seit dem Jahr 1861 nicht gesehen hatte und der von ihm als todt betrachtet wurde. Vcnjamin Ward, welcher jetzt in Chicago wohnt, beteiligte sich am Bürgerkriege, und es hieß irrthümlicher Weise, daß er im Jabre 1861 als Leiche auf dem Schlachtfelds geblieben sei. Als Ward nach dem Friedensschluß seine Angehörigen aufsuchen wollte, waren sie anderswo hing:zogen, und er konnte sie nicht finden. Er setzte seine Nachforschungen fort, und endlich gelang es ihm, den Aufenthalt seines Sohnes festzust:ll?n. Ztvillinge als Braut' paare. Unlängst meldeten sich zwei interessante Paare bei dem Pfarramt-: in Zenta. Unqarn. Es waren dies die Zwillingsbrüder Michael und Pe.cr Der. die mit d?n Zwil'inschwestern Therese und Rosalie Rudics die Ehe eingehen wollen. Beide Paare sind im Jahre 1884 geboren. Die Bräute sind einander zum Verwechseln ähnlich, bei den Zwillingsbrüdern ist die Aehnlichkeit weniger frappant. U e b e r w u n d c n e G e i st e s st ö r u n g. David Charters hat jüngst die Stadt Denver, Cc!.. auf Z15.000 Schadenersatz für Bcrlctzungen am Kopf, welche er sich durch einen Sturz auf einem defekten StrafenPflaster zugezogen h.tte. rerklzat. Charters erklärte sich nach d?m Unfall, welcher sich im Dezember 1L01 zutrug, für dw Propheten Daniel und versage ein Buch, welches den Titel führte: Daniels Vision und Mission; gibt es einen wirklichen Himmel; gibt es eine wirkliche Hölle?" Er predigte auf den Straßen und gründete eine Mission. Er reiste auch als Evangelist im Lande herum. Vor einiger Zeit erholte sich Charters nun von seiner Verletzung und der damit verbundenen Geistesverwirrung und erklärte, von den Ereignissen nach der Zeit seines Unfalles sei ihm nichts mehr erinnerlich. Er wußte nicht einmal, daß er das erwähnte Bch geschrieben habe, und erklärte den I?halt, nachdem er es gelesen, für baaren Unsinn. Mord wegen fünf Cents. Der Hochbahnwächter Sheehan in Chicago bestellte in der Restauration von James Berganus dortselbst ein Frühstück, welches, wie er glaubte, nur 15 Cents kosten würde. Als es zum Bezahlen kam, sagte ihm Berganus indeß, daß er 20 Cents schuldig sei. Sheehan antwortete ihm: Ich habe nicht mehr Geld bei mir und werde Ihnen den anderen Nickel am Nachmittag bezahlen." Darauf entgegnete Ver ganus: Sie werden entweder jetzt bezahlen oder das Haus niemals verlassen." Sheehan lachte und wandte sich nach der Thür, aber ehe er dieselbe erreichte, schoß ihm Berganus eine Revolverkugel in den Kopf und tödtete ihn auf der Stelle. Berganus warf die Leiche auf den Bürgersteig,' verschloß sein Lokal und entfloh. Er konnte von der Polizei nicht aufgefunden werden. Verrückt gewordener Geschworener. Der Schneidergeselle Bornquist von Madison, Wis., war unter den Geschworenen, die in einem Prozesse fungirten, in welchem Ex-Senator Vilas und Advokat Olin zwei Wochen lang über streitige Gesetzpunkte argumentirten und Auszüge aus Gesetzen und Entscheidungen vorlasen. Bornquist glaubte, daß cr alle die Argumente im Kopfe behalten müsse. Seine Frau bestätigte diese Ansicht. Die Angelegenheit beschäftigte Vornquist derart, daß er den Verstand verlor und Selbstmord beging. Ganswindt wegen Beamtenbeleidigung angeklagt. Gegen den bekannten Erfinder" Hermann Ganswindt. seinen Schwager Dost, den Verleger seiner Vrochüren, und den Forstassistenten Schröder ist Anklage wegen Veamtenbeleidigung durch die Presse, begangen gegen den Polizeipräsidenten Hammacher und den Kriminalkommis sar Richard Rucks-Schöneberg erhoben worden. Für dieHauptverhandlung vor der Strafkammer des Landgerichtes 2 zu Berlin sind zunächst zwei Tage, de? 16. und 17. Dezember d. I., angesetzt worden.

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