Indiana Tribüne, Volume 27, Number 99, Indianapolis, Marion County, 16 December 1903 — Page 4
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Ndiana Tribüne. HerauZgtAeben von de? utdeg C. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium .... Präsident. Geschäfts local: No. 31 Süd Dclaware Strafe. TELEPHONE 26V.
niered at the Post Office of Indianapolis a second clais matter. Ein Niegcl nöthig Ei ist geboten, daß den Machtbefug' niffen deZ Sekretärs des Schatzamtes engere Grenzen gezogen werden. Er sollte nicht das Recht haben, den Baarschätz gänzlich nach eigenem Seite ben in Nationalbanken zinslos zu deponiren. Verbleibt ihm dieses Recht im eingeschränkt, so beläßt ihm das Volk eine Waffe, die sich in ungeheurer Wucht politisch fühlbar machen kann. Der Abgeordnete Robinson von Indiana, der diese Angelegenheit im letzten Congresse in feuriger Rede besprach, hatte Recht, wenn er von dem Mißbrauche, der mit dem Gelde deS Volkes zu seiner eigenen Knebelung getrieben würde, .sprach. Das große Publikum sollte endlich einmal der Sache Aufmerksamkeit sehen ken; denn sie ist wichtig genug, um jeden Bürger zu interessiren. Durch völlig unberechtigt hohe Besteuerung ist der BaarUeberschuß aus den Taschen des Volkes in die Schatz, kammer der Nation gewandert, und ein jeder-Bürger sollte genügend interessirt sein, um darüber nachzudenken, was mit diesem seinem Gelde geschieht, und ob eS rathsam sei, auch noch serner dem Schatzamtssekretär so riesige Summen zu eigenmächtiger Verfügung zu überlassen. Der Schatzamtssecretär kann, durch kein Gesetz gebunden, die Baardilanz in beliebigen Beträgen in Nationalbanken deponiren, ohne Zinsenleistung seitens der Bank. Der Bürger aber muß, wenn er gerade Geld für sein Geschäft braucht, solches von der betreffenden Bank gegen landesübliche Zinsen borgen, falls er die erforderliche Sicherheit geben kann. Dieses Uebel, so ungerecht es auch sein mag, daß eine dritte Person Zinsen aus dem Gebrauch öffentlicher Gelder zieht, ist aber noch zu ertragen; ungleick schlimmer aber ist, daß der Schatzamts Secretär völlig freie Hand darin hat, welche Nationalbanken er zu Regie-rungs-Tepositorien wählt. Es liegt auf der Hand, daß die Par-iei-Politik in d?r Abtheilung der Regierung Depositen eine unheimlich starke Waffe hat. Der SchatzamtsSecretär hat es in seiner Macht, ge wisse Staaten mit Reichthum zu überfluthen und denselben anderen Staaten zu entziehen, also Panik oder Prosperität auf Sektionen zu vertheilen, wie eS seinen politischen Erwägungen zweckmäßig erscheinen mag. Den letzten Berichten zufolge waren $158,000,000 von der Baarbilanz im Schatzamt im Betrage von $223,000,. 000 an verschiedene Nationalbanken, welche Herr Shaw als Depositories designirte, hinterlegt worden selbstverständlich zinslos. Von diesen 8153,000,000 erhielten National-Banken im Staate New York etwa ein Drittel oder genauer gesagt $42,724,000. Von dieser Riesensumme jedoch erhielten die begünstigten Banken in der Stadt New York $39,052,307 zugeschustert und zwar erhielt Rockeseller'S. die National City Bank, allein $12,930,709 von der Baarbilanz der Nation. Wenn man in Rechnung zieht, wie Rockefeller dem Volke durch Erhöhen von Oelpreifen das Fell vom Leibe schindet, so klingt eS urkomisch wennlman hört, daß Herr Shaw sich bewogen gefühlt hat, diesem Gemüthsmenschen, der arme Arbeiter sosort exmittiren läßt, wenn sie ihm den HauszinS schulden, 12 Milliönchen von den 'Steuergeldern deS Volkes zur gütigen Benutzung zu überweisen. Unsere schönen Steuer.Prinzipien gehen stückweise flötm. Anstatt nur genügend Steuern zur Deckung der Unkosten der Regierung aufzulegen, treiben wir noch genug ein, um Leute wie . Rockefeller, Morgan und Baer mit Vaarmitteln versehen zu können, die sie zur weiteren Aussaugung des Volkes zinsfrei benutzen können. Wir sind völlig der Ansicht, daß müßiz im Schatzamte liegende Summen Nationalbanken als Depositen ander traut werden sollten, aber es sollte nicht der Willkühr des Schatzamts-SekretairS überlassen bleiben, welchen Banken und welchen Distrikten diese Begünstigung
zu Theil werden soll. Eine mäßige Zinsrate sollte verlangt werden und durch zweckmäßige Gesetze der Sekretair nicht nur besugt sondern verstichtet sein, irgend einer gutstehenden Nationalbank auf deren Wunsch einen gewissen Theil dieser BaarBilanz als Deposit zu geben. Unter anderen Anträgen, die Abge. ordnete Williams von Mississippi gestern im Hause einreichte, befand sich auch ein solcher der Zinfenzahlung für bei Nationalbanken hinterlegten Regie rungsgeldern zur Bedingung macht. ES giebt viele 'National Banken im Lande, welche gern mäßige Zinsen für diese Vergünstigung zahlen und es ist für die Nation jedenfalls vortheilhafter, den Zins einzustreichen als diesen in Gestalt politischen Einflusses gänzlich dem Herrn Schatzamts - Sekretär zn überlassen. Es sollte, wie augenblicklich die Dinge liegen, die höchste Aufgabe der Eongreßabgeord.neten sein, den Chefs aller Verwaltungszweige die Möglichkeit zu nehmen, durch auf Kosten des Volkes geübten Favoritismus politisches Kapital für sich selbst zu machen.
Herr Carroll D. Wright, der Ar-beiter-Commissär, scheint ungleich tieferes Verständniß für die sociale Frage zu besitzen, als die meisten Führer der großen Arbeiter-Verbände im Lande, wie Herr Gompers und Genossen. Während diese der Weisheit höchsten Schluß nur in möglichst hohen Löhnen erblicken, ohne dabei die zeitweilige Lage der betreffenden Industrien gebührend zu berücksichtigen, giebt Wright die UnHaltbarkeit des Lohn-Systems überhaupt zu. Er erklärte, die Zeit sei nicht mehr fern, wo der Arbeiter einen gerechteren Antheil an dem Gewinn der verschiedenen lndustriellen Unternehmungen empfangen werde als heute. Herr Wright wird allerdings kaum zugeben, daß feine Aeußerung socialistisch sei; sie ist es aber trotzdem; denn der ihm vorschwebende cooperative Plan läßt sich unter dem heutigen Gesellschaftssystem wenigstens ernsthaft niemals verwirklichen. Selten ist ein historisches Creig' niß derart entstellt worden als die Pariser Commune, um die sich ein fast undurchdringliches Gewirre von Verleumdungen geschlungen hat. In den meisten Berichten über jene kurze Periode sind die Mitglieder der Commune selbst als blutdürstige Wütheriche und raffgierige Diebe gefchildert. Soeben erschienene Mittheilun gen L. LupiciaS über den rothen Schrecken" sind daher um so verdienstvoller, als sie durchaus unparteiisch erhalten, nur mit Thatsachen operiren, die allerdings eine beredte Sprache reden. Es können hier nur die wichtigsten Punkte angesührt werden. In erster Linie ist vor Allem die Meinung, es habe sich um eine kommunistische Revo lution gehandelt, falsch. Die Bewe gung war eine vorwiegend kommunale, das heißt städtische, und die amtliche Bezeichnung der revolutionären Pariser Pegierung als La Commune de Paris" hat mit der anderen Bedeutung dieses Wortes, der wirthschaftlich'com munistischen, gar nichts zu thun. Die üliche Benennung Communarden ist schon deshalb unzutreffend, well nur ein Drittel der Communemitglieder zur kommunistischen oder socialistischen Richtung gehörten- Auch die Gesetze und sonstigen Maßnahmen der damaligen Gewalthaber sind an sich keineswegs kommunistisch, wenn auch eine derartige Tendenz in manchen hervortritt. Allein die Mehrheit der Commune de abstchtlgte nicht die Einführung eines neuen Wirthschaftssystemes, sondern erkannte als ihre Hauptaufgabe wirksame Defensivmaßregeln gegen den Ansturm der Versailler Armee. Der Vorwurf der Corruption wird durch das mustergiltige Verhalten gegenüber der Bank von Frankreich widerlegt, sowie auch damit, daß sich die Mitglieder dieser Regierungs-Be-hörde mit dem bescheidenen Monats Gehalte von 500 Francs begnügten, ohne zu stehlen. Die Hauptanklage ist die Erschießung der etwa 80 Geißeln im Gewahrsam der Commune. Hierfür giebt eS allerdings keine Rechtfertigung. Indessen die Versailler hatten vorher innerhalb 3 Tagen 35.000 Männer, Frauen und Kinder erschossen und den unmittelbaren Anlaß deS Frevels bildete die gräßliche Abfchlachtung sümmtlicher verwundeten Communekämpfer im St. Sulpice Hospital. Welcher dieser Greuel schwerer in die Wagschale fällt, auch darüber wird die Geschichte sicher einst ein Urtheil abgeben, das von der heute noch landläusigen Ansicht wesentlich abweicht.
Zwei vermikte Madchen. .
Auch ein Jüngling aus South Bend gesucht. Die Polizei wurde gestern er sucht, nach dem Verbleib der 16'jährigen Emma Miller von No. 1020 Ost Ohio Str. und dem der gleichaltrigen Ethel Salsbury von No. 104 Rural Str. zu forschen, die seit Samstag nicht heimgekehrt sind. Die Polizei ermittelte, daß beide Mädchen in einer hiesigen ZuckerwaarenFabrik beschäf tigt gewesen waren und einer Freundin Namens Anna Temple unter dem Siegel der Verschwiegenheit mitgetheilt hatten, sie wollten nach St. Louis, der zukünftigen Ausstellungs - Stadt, wo viel Geld zu verdienen sei. Ferner ersuchte A. L. Smith von South Bend die hiesige Polizei, seinen vor Monatsfrist von der Hei math fortgewanderten 17-jährigen Sohn Floyd F. Smith zu ermitteln, der hier in Indianapolis Arbeit suchen wollte. Weitere Borbereitungen Für die nächstjährige Staats-Campagne. Das demokratische Staats - Comite hat die Anwälte A. G. Smith, John W. Kern, M. A. Ryan, Major G.,V. MenzieS. Theo. P. Davis und Sam. M. Ralston beauftragt, Maßregeln zu ergreifen, um die Durchführung des von der letzten Legislatur passirten Staats-Gerrymander-GesetzeS bei der nächstjährigen taatswahl zu verhindem. Dasselbe soll betreffs seiner Recht Mäßigkeit angefochten werden. Der Plan, hier am 8. Januar ein JacksonTagBanquet der Demokraten des Staates abzuhalten, ist aufgegeben worden, da in allen StaatZ-Districten derartige Feiern an dem Tage abgehalten werden sollen. Sofft bald heimzukehren. Ex.Stadtclerk Chas. N. Elliott, der wie berichtet, neulich in Chicago bei einem Straßenbahn-Unfall ziemlich bedenklich verletzt wurde, hat seine hiesigen Freunde benachrichtigt, daß er hoffe, bald nach Indianapolis zurückkehren zu können. Die ersten Nachrichten über seine Verletzungen scheinen übertrieben gewesen zu sein. C Connth - Schul Superintendenten. Am 23. und 29. December findet hier die jährliche Versammlunger County Schul Superintendenten des Staates statt. Zu gleicher Zeit wird auch die Staats-Lehrer-Vereinigung in Sitzung sein. Für die Versammlung der Superintendenten hat der StaatsSchulSuper intendent Cotton bereits die Vorbereitungen getroffen. Nach 2 Jahr.'n erwischt Wurde dieser schwarze Straßenräuber. Unter der DoppelAnklage des Stra ßenraubes und d:r Hehlerei wurde gestern von den Detectivs Colbert und Hauser der Neger Elza De Horney von der Nord West Str. eingesteckt. In seinem Besitze wurde nämlich von den Beamten eine Uhr voresunden, die vor etwa 2 Jahren einem gewiffen JameS Stein von der notorischen Negerin Belle DaviS und einem Genossen hier auf der Straße geraubt worden war. Belle sitzt bereits im Gefängnisse. DeHorney, ihr damaliger Geliebter und muthmaßlicher Genosse, wird ihr jetzt wohl bald folgen. Ungetreuer Collector. Warren Jones, ein Neger, der in Diensten der Firma Gebr. Kipp an Süd Meridian Str. gestanden, wurde gestern Abend von den Radlerpolizisten Löwe und Bernauer wegen Großdiebstahls verhaftet. Er war von der Firma ausgesandt worden, um Weih nachtZAnkäufe im Werthe von $29 an verschiedene Kunden abzuliefern. Run ist er beschuldigt, die $29 wohl collectirt, aber nicht abgeliefert zu haben. Der Staats . Fabrik. I n s p e c t o r stellt zur Zeit Experimente mit einem neuen Lust-Probirer an. Er hofft, durch das Instrument die wirkliche Beschaffenheit der Almosphäre in einer Fabrik ausfindig machen zu können. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow".
Postdicnst im Parlament. Ser Vostmeitter deS engliscZzen tt:,tcr!,auscS utt) sein umsattgreichkd Nessort. Vor Kurzem ist in London ein Veamter aus dem Dienste geschieden, der auf eine bemerkenswcrthe Karriere zurückblickt. Das ist der Postmeister des Unterhauses. Mr. (5. W. Pike. Er hat nicht nur eine 46jär)rige Dienstzeit im Unt:rhause hinter sich, davon 35 Jahre als Postmeister, sondern ec kann sich auch rühmen, in den 46 Jahren nicht einen einzigen Tag im Dienste versäumt ZU haben. Natürlich kommen die ihni zustehenden Ferien dabei nicht in Betracht. Dc? Postdienst im Unterhause unterscheidet sich von anderen Postämtern namentlich durch die zeitweise ganz außerordentliche Häufung und Zusmmendränaung von Geschäften, A13 der Schatzsekretär Sir Mickael HiÄsVeach im Jahre 1902 sein Budget vorlegte, fand ein wahrer Sturm auf das Postamt im Hause" statt, und es wurden nicht weniger als 1217 Privattelegramme und 406 Preßdepeschen abgesandt. während 114 Telegramme für Parlamentsmitglieder einliefen. UeberHaupt gestalteten sich die letzten Arbeitsjahre des Mr. Pike immer arbeitsreicher. Zuerst stand Mr. Pike als Postmeister des Unterhauses nur einem Postamt vor, heute hat das Unterhaus vier voll ausgestattete Post- und Telegraphenämter in verschiedenen Theilen des Gebäudes, eine ganze Anzahl von Briefkasten, vier Telephon-Aemter und einen ganzen Stab von Telegraphenboten. In der letzten Session wurden von den Parlamentsmitgliedern nicht weniger als 891.580 Briefe und 23,700 Telegramme aufgegeben, während sie rund 1,500.000 gewohnlicher Briefe, 2000 Ezvrcßbriefe und 13,500 Telegramme empfingen. Die vier Postämter hatten außerdem noch 28.845 Preßielegramme zu befördern und 2324 abzuliefern. Am wenigsten wurde das Telephon in Anspruch genominell, nämlich nur 3247 Mal. Der Postdienst im Unterhause beginnt Zwar erst um elf Uhr Bormittags, dafür dauert er aber bis zum Schluß der Sitzung, ftnd wenn das Parlament wie das in England nicht selten vorkommt die ganze Nacht über feine Berathungen fortsetzt, dann steht den Mitgliedern auch die ganze Nacht über das Postamt zur Verfügung. Mr. Pike, der unter zehn GeneralPostmeistern gedient hat und unter neun Parlamenten, hat das Haus niemals vor Schluß der Sitzung verlassen, ja zumeist war er eine Stunde nach Schluß der Sitzung noch anzutreffen. Er ist eine außerordentlich populäre Persönlichkeit, und das Haus ließ es sich nicht nehmen, ihn durch ein Abschiedsgeschenk zu ehren, das der Premierminister. Mr. Valfour, ihm persönlich überreichte. Wackcrc deutsche Seeleute. Ueber eine furchtbare Gefahr, in der sich der Bremer Hansadampfer Ockenfels" und mit ihm der ganze Hafen von Bombay im Februar befunden hat, erfuhr man erst kürzlich Näheres aus den Verhandlungen des Seeamts in Hamburg. Der Dampfer hatte in Falmouth 1200 Kisten Dynamit. 120 Kisten Zünder und 20 Kisten andere Explosivstoffe geladen. Als er mit dieser gefährlichen Ladung im Hafen von Bombay lag, brach an Bord Feuer aus, dem die Mannschaft sofort mit der größten Energie entgegentrat. Wiederholt unterdrückt, brach es immer wieder vor. und obgleich die bedrohten Theile deS Schiffes durch die Pumpen mehrere Fuß hoch unter Wasser gesetzt wurden, drang das Feuer doch bis zu den'Zü'nderkisten vor, von denen schon vier Stück stark erhitzt und angekohlt waren. Die Mannschaften arbeiteten mit äußerster Anstrengung, denn wenn die Löscharbeit nicht gelang, so flog nicht nur das Schiff in die Luft, sondern auch die andern im Hafen liegenden Schiffe wären von einer furchtbaren Katastrophe ereilt worden. Das Gutachten des Seeamts ging dahin, daß die Ursache des Brandes nicht habe festgestellt werden können, daß aber die Offiziere wie die Mannschaften im höchsten Maße ihre Schuldigkeit gethan hätten. Wiederholte Hilfssignale des Ockenfels" blieben unbeachtet, was sich wohl daraus erklärt, daß Niemand sich in die Nähe des brennenden, mit Sprengstoffen vollgeladenen Schiffes wagen wollte. Unter diesen Umständen ist es auf das Höchste anzuerkennen, daß Offiziere und Mannschaften das Schiff nicht verließen, sondern trotz unmittelbarer Lebensgefahr an der Unterdrückung des Feuers weiterarbeiteten. Temperenz als L e h r g e g e n st a n d. Nach einer Anordnung des städtischen Schulraths zu Berlin soll jede Gelegenheit benutzt werden, die Schüler der Stadt Berlin auf die Folgen des unmäßigen Genusses von Spirituosen aufmerksam zu machen. Der Unterricht in der Naturgeschichte soll auch darüber belehren, wie der Alkohol auf das menschliche System wirkt. Beim arithmetischen Unterricht sollen die durch Unmäßigkeit veranlaßten Geschäftsverluste erwähnt werden, ebenso bei anderer Gelegenheit die Verluste an Nährstoffen, welche durch die Erzeugung alkoholischer Getränke entstehen. Ein Erwachsener athmet in gesundem Zustande 16 bis 20 Mal in der Minute, den Tag über also jedenfalls über 20.000 Mal.
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JnAthenerregt eine amerikanische Familie, Aufsehen, welche in altgriechischen Kostümen, barhäuptig, und mit Sandalen an den Füßen, die Straßen der Stadt durchwandelt. Die Familie führt den NamenDuncan und ist mit der Tänzerin Jsadora Duucan, deren Vorliebe für Althellas sie offenbar theilt, verwandt. Herr Duncan erklärt, daß nur die leidenschaftliche Vorliebe für griechisches Wesen ihn nach Athen geführt hat. Er erwarb in der Nähe von Akropolis ein iempelartiges Gebäude, das er mit seinen beiden Töchtern bewohnt. Nach seiner Ansicht soll der Mensch, wenn er gefund sein will, einfache und rationelle Gewänder tragen, wie es eben die altgriechischen sind. Die Kostüme der Duncans sind in Athen hergestellt, nur die Sandalen wurden in San Francisco, der Heimathsstadt der Griechenfreunde, hergestellt. In der Hauptstadt vonHellas aber macht man sich über die Familie Duncan lustig. Vor der Strafkamme: zu Nordhausen hatte sich dieser Tage der in Berga wohnhafte Bäckermeister Wilhelm Kutscher und dessen Ehefrau wegen Körperverletzung zu verantWorten. Sie haben ihre 12jährige Tochter oder Stieftochter .auf dem Hausboden in einer kleinen dunklen Kammer längere Zeit untergebracht, ohne ihr eine ordentliche Lagerstelle und genügende Nahrung zu geben. Bei der Auffindung des Kindes war dieses zum Gerippe abgemagert, die Hände waren erfroren, und am Körper fanden sich mehrere eiternde Stellen. Die Angeklagten suchten ihre grausame Handlung damit zu entschuldigen, daß sie angaben, das Kind sei überaus unreinlich gewesen. Aus mehreren gefühllosen Aeußerungen, die die Eltern gethan hatten, mußte geschlossen werden, daß sie sich des Kindes, das sie nicht leiden konnten, haben entledigen wollen. Die gefühllosen, grausamen Rabeneltern wurden zu je 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. Das Kind ist jetzt in ordentlicher Pflege und völlig wieder hergestellt. I m ruf fischen Gouvernement Minsk in einem kleinen Dorfe war eine junge Dorfschullehrerin angestellt. Ein bescheidenes Heim diente ihr zur Erholung nach des Tages anstrengender Arbeit. Eines Abends beschäftigte sie sich an einem kleinen schlecht stehenden Tische bei Petroleumlicht, als durch eine unvorsichtige Bewegung die Lampe plötzlich umgestoßen wurde. Das Petroleum entzündete sich auf der Diele und erfaßte dabei das leichte Kleid des jungen Mädchens. Bor Angst und Schmerzen laut aufschreiend, stürzte die Lehrerin aus dem Schulhause. Sofort eilten die benachbarten Bauern hinzu, die wohl im Stande gewesen wären, zu helfen, allein Niemand dachte daran. Alle staunten die brennende Frauengestalt an, die ihnen als vom Teufel besessen erschien. Das Volk stürzte auf die Kniee, sang läut geistliche Lieder, bekreuzte sich, murmelte alte Beschwörungsformeln, doch Niemand wagte sich an das unglückliche Mädchen. Es verschied unter entsetzlichen Qualen vor den Augen der abergläubischen Menge.
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