Indiana Tribüne, Volume 27, Number 99, Indianapolis, Marion County, 16 December 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 16 Dezember 1903

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Hanna nicht abgeneigt Präsidentschafts-Candidat zu fein.

Dampfer Umbria" angelangt. Linfnhrwaaren. Die Hanna 'S Erklärung. Birmingham, Ala., 15. Tez. Aus einem Privatdriese Hanna's an einen hiesigen intimen Freund ist ersichtlich, daß Senator Hanna durchaus nicht abgeneigt ist, Roosevelt als Prä-sidentschafts-Candidat den Rang abzulaufen. Er erklärt am Schlüsse des Briefes, daß er kein Bedenken hegen würde, irgend einem Rufe der Partei zu folgen, selbst wenn er seinen frühe ren Absichten nicht als PräsidentschaftsCandidat aufzutreten untreu werden müßte. Dampfer Umbria". N e w V or k . 15. Dez. Der beute angelangte Dampser Umbria" hatte währeuo seiner Fahrt schwere Stürme zu bestehen. Außer Beschädigungen des Schiffes wurden der dritte Offizier und eine Dame während des Sturmes Verletzt, gleichwie einige Mitglieder der Mannschaft. Unter den Passagieren des Dampfers befand sich BurencomMandant B. Viljoen, der eine BurenAuSstelli'.ng in St. Louis arrangiren will. Demokratischer Cancus. Washington, 15. Dez. Der demokratische CaucuS beschloß heute nach heftiger Opposition, daß Beschlüsse von Partei-Verhandlungen künftig für jedes Mitglied als bindend zu betrachten seien. Jeder derartige Beschluß bedingt jedoch eine Zweidrittel-Mehr-heit. Bei Berathung der Panama - Lage stellte es sich heraus, daß eine genügende Anzahl Demokraten für den Vertrag stimmen will, um seine Ratifikation zu sichern. Die Demokraten werden aui Aufnahme gewisser Amendements in dem Vertrag bestehen. Conferenz über deutsche Einfuhr-Waaren. Washington, 15. Dez. Im Weißen Hause fand gestern Abend zwischen dem Presidenten, Sekretär Shaw und dem deutschen Botschafter Sternburg über die Abschätzung deutscher Einfuhr-Waaren in hiesigen Häfen statt. Der Botschafter wies darauf hin. daß es zahlreiche deutsche Fabrikanten nicht verstünden, worin der Marktwerth deutscher Waaren so häufig von den hiesigen Zoll-Beamten höher taxirt würde. Der Sekretär erwiderte, daß viele Consular-Beamte im Auslande unmög' lich den genauen Marktwerth der von ihren Häfen aus abgesandten Waaren bekannt sein könne und die angegebenen Preise ließen sich nur als annähernd richtige Angaben der Marktpreise betrachten. Die Absicht, deutsche Waaren zu benachtheiligen, lieg? hier sicherlich fern. Alle Nationen würden gleich behandelt und die Anordnungen des Departements ständen in vollem Einklänge mit dem Gesetz. Der Botschafter schien hierüber beruhigt, bat aber den deutschen Consul in New York Einblick in die GeschäftsPraxis deö N. Z). Zoll-HauseS zu gestatten. Sekretär Shaw erklärte sich hierzu gerne bereit. Canal'Vertrag zurück. New N o r t, 15. Dez. Der Dampfer City of Washington" traf heute aus Colon mit der unterzeichneten Abschrift des Canal-Vertrags ein. Neues von Bedeutung hatte das Schiff nicht zu melden. W. I. Buchanan, der erste amer. Gesandte nach der Republik Panama, reiste heute auf seinen Posten ab. Zeichen der Zeit. Connellsville, Pa.. 15. Dez. Die H. C. Frick Coke Co. kündigt cine Lohn.Reduktion von durchschnittlich 17 Procent an. Seit dem großen Streik Anfang der 90er Jahre ist dies die erste Lohn-Herabsetzung in dieser Gegend. Consol. Lake Superior Co. New N o r k, 15. Dezbr. Die Aktien der Consol. Lake Superior Co. wurden heute von Sbeyer & Co. zum Werthe einer Anleihe von $5,050,000 in öffentlicher Auktion um 34.500,000 gekaust. Ein anderes Angebot lag nicht vor. Der Verkauf ist trotz verschiedener Proteste anderer Gläubiger erfolgt.

ver demokratische Cancns. panama.Lrage im lanft.

Congrek. Haus. Washington, 15. Dez. Das Haus trat heute zur weiteren Berathung der Pensions-Vorlage zusammen. Der erste Redner, Abg. Crum Packer, sprach über die Panama-Frage und erklärte, da wenn auch die einzelnen Mitglieder der Minderheit keine Schwierigkeiten zu machen beabsichti gen, so müsse die Haltung der Partei doch Colombia ermuthigen. Nach Crumpacker sprachen die Abgeordneten Williamsund Maddox (Dem., Ga.) Senat. Der Senat ermächtigte heute bei seinem Zusammentritt zum Druck von 2.000 Exemplaren des Berichts bes Kriegsdepartements über die Auslagen in Cuba während der amerikanischen Okkupation. Zum Gegenseitigkeits-Vertrage mit Cuba ergriff Senator Perlins, California. das Wort. Nachdem er die bedeutende Einführung des Zucker-Be-darfs im Lande während der letzten 8 Jahre betonte, führte Redner aus, daß die heimische Zuckcr-Jndustrie unter dem Vertrage nicht zu leiden hätte, daß selbst wenn wir die ganze? kubanische Ernte kaufen würde, sich hiermit nur ein geringer Theil des Bedarfs decken ließe. Senator Heydurn von Jdaho reichte den Beschlußantrzg ein, daß der Präsident ersucht werde, die Insel San Domingo zu annektiren. Civil-Comnlissar Proctor's Beerdigung. Washington, 15. Dez. Die heutige Cabinets-Sitzung wurde wegen der Beerdigung des Civil-Commissars Proctor auf morgen verschoben. Prä sident Roosevelt und Gemahlin nahmen an der Leichenfeier Theil. Der Trauergottesdienst fand in der St. Johns'Klrche statt, die Beisetzung auf dem Rock Creek - Friedhofe. Außer dem Präsidenten waren Sekretär Hitchcock, hohz Beamte, Senatoren und Abgeordnete erschienen. Selbstmord eines Kass i r e r s. New H a v e n , Conn., 15. Dez. Asa C. Busnell, der Kassirer der Yale National Bank, erschoß sich heute kurz vor Eröffnung der Geschäftsstunden, gleich nach dem Eintreffen des Bank Examiner". Er war schon einundzwanzig Jahre bei der Bank angestellt. Seine Bücher sollen nicht in voll kommener Ordnung sein; man nimmt geistige Verwirrung durch Spekulation an. Ein Höllentrank. New York, 15. Dez. Zwei Leute starben heute in einem Wirths Hause in Folge des Genusses von Holz Alkohol. Ein Dritter liegt sterbend in einem Hospitale; der Vierte, wahnsin nig durch das Getränk, ist verschwun den. Die Vier hatten mehrere Tage lang stark gezecht; ihr Getränk bestand aus einer Mischung von Holz-Alkohol und billigem Whiskey. Bekannter Deutscher f. Chicago, 15. Dez. Leopold Meyer, ein früherer Bankier, ist gestor ben. 1827 in Deutschland geborene kam er 1850 nach Amerika und gewann später Einfluß in der Finanzgeschicht, der Stadt. Vahnunfälle. Mildern, Ja., 15. Dez. Bei einer Entgleisung des Denver Schnell zugs No. 1 kam heute in der Nähe von bier der Lokomotivführer des Zuge um'S Leben. Unter den Passagieren, brach eine Panik aus; doch wurde kein Einziger ernstlich verletzt. F i n d l e y , O., 15. Dez. Hanna Fountain und ein unbekannter Knabe wurden heute auf einer Bahnkreuzung zwei Meilen von hier, durch einen Passagierzug getödtet. Schwerer Eisgang. E v a n S v i l l e, Ind., 15. Dez Viel Eis treibt hier im Fluß. Eine bedeutende Stauung wird von Hender son, Ky., eine andere nahe der 3 Mei len-Jnsel gemeldet.

Ein Notszschrci Der Ztadt Butter um Hilfe.

B u t l e r, Pa., 15. Dez. Die Bevölkerung der Stadt ist in Folge der Typhus-Cpidemie in entsetzlicher Noth, läge. Die Fabriken sind aus Furcht vor Ansteckung geschlossen. In letzter Woche belief sich die Durchschnittszahl der täglichen Erkrankungen auf 12 neue Fälle. Die.'Hilfsmittel der Stadt sind gänzlich erschöpft und ein HilfsComite sieht sich genöthigt, an die Mildthätigkeit deö Landes zu appelliren. Entlastet. New I o r k, 15. Dez. 3 Poli-zei-Sergeanten und 2 Patrolleute, die der Nachlässigkeit hinsichtlich der Auslieferung des geisteskranken E. Denny an den Präsidenten beschuldigt waren. wurden heute durch eine Entscheidung, welche Polizei - Commissär Grcene billigte, entlastet. Stumpende Prediger von der Prohibitionspartei verpönt. Chicago, 15. Dez. Ob Pred'lger als Campagne-Redner nützlich wären, war Gegenstand einer höchst unmäßigen Debatte des National CampagneComiteZ der Mäßigkeits-Apostel im Auditorium. Man kam schließlich überein, daß die Campagne-Reden von Predigern das Volk weniger überzeugten, wie die Reden von gewitzigten Politikern, die nicht so viel über ewige Seligkeit sprechen. Unter Anderem sagte H. W. Wilbur aus New York : Der Ungläubige, der unser ParteiTicket stimmt, ist uns lieber wie der gute Christ, der nicht mit uns stimmt." Heute wird bestimmt werden, wo die National-Convention der Prohibitionisten stattfinden wird. Philadelphia. Der Ham-burg-Amerika-Linie Dampfer Aßyria gerieth im Delaware Fluß, 10 Meilen unter New Castle, auf den Grund. Schleppboote sind entsandt. m Schiffsnachrichten. Angekommen. New York: Helligolav" von Christiansand. Antwerpen : Finnland" von New York. Abgefahren: New York : Kaiser Wilhelm II." nach Bremen. Tttö erste preußische Kriegsschiff. Der Uranfang der preußisch-deut-schcn Seemacht ist nicht, wie vielfach angenommen wird, auf die 40er Jahre zurückzuführen. Er liegt vielmehr bereits 80 Jahre zurück, denn 1823 wurde bei Berlin das erste Marinedetachement, die sogenannten Gardemariners, formirt. Damals erschien auf der Spree das erste preußische Kriegsfahrzeug, das Nuderkanonenboot Thorn," dessen Führung und Bewachung dem neuen Marinetruppentheil übertragen wurde. Das Detachement zählte einen Unteroffizier und zwei Mann und genügte nicht zur vollen Besetzung der Thorn." Sobald das Fahrzeug im aktiven Dienst VerWendung fand, ergänzte sich die Jesatzung aus Gardepionieren. Die Thorn" kreuzte zwischen Berlin und Potsdam und betheiligte sich an den Uebungen des -Gardekorps, dem das Marinedetachement ursprünglich zugetheilt war. Diese dreiköpfige Marinetruppe bestand in gleicher Stärke neun Jahre. Da schenkte der englische König MlHelm IV. dem König Friedrich WilHelm III. die nach dem Muster einer britischen Fregatte erbaute Lustyacht Royal Luise." die viele Jahre hindurch den Mitgliedern der königlichen Familie zu Fahrten aus den Havelseen diente. Im Jahre 1832 wurde deshalb das Marinedetachement vervierfacht; es bestand aus zwei Unteroffizieren und zehn Matrosen. Diese zwölf Mann besetzten die Royal Luise" und die Thorn." Die 40er Jahre brachten durchgreifende Aenderungen; 1842 wurde aus den Gardemariners" die Marinesektion gebildet, die nicht mehr dem Gardekorps unterstand, sondern mit dem in Stralsund errichteten Marinedepot. zu dem zwei neuerbaute Kanonenjollen gehörten, eine selbstständige Formation bildete, die direkt der Militärverwaltung unterstellt wurde. Der einzige Theil des menschlichen Körpers, der während des ganzen Lebens, also auch nach erlangter Körperreife zu wachsen, d. h. an Umfang zuzunehmen nicht aufhört,' ist die Kristalllinse des Auges. Die Urwälder Kanadas würden allein ausreichen, die Erde 840 Jahre mit Holzmasse (-schlifs) zu versorgen, wenn davon auch wie jetzt jährlich 1,500,000 Tonnen verbraucht wür-den.

Die AoMgcmimmng. Muhcn :i::d (5l,tt?.:lschungcn des GclJqräkcrs.

l8clssunSe in alter und neuer Jeit Ta Goldseifcn Wieg? nd Schlesc" Er ivct'o citier Srube Werthlose Antheilfdjciuc Zilicnt utt?e. Schcn aus dem Jahre v. Chr. lerichtet Egyptens Geschichte von GoldBergwerken, und die Bibel rühmt als reiche Geldquelle das Land Ophir. Diese berühmten Goldoroen des Alterthums sind längst erschöpft, und andere Quellen sind an ihre Stelle getreten, den immer mehr siegenden Bedarf an Gold zu befriedigen. Zuerst war es Südamerika, das große Schaaren spanischer Abenteurer anzog, die Millionen nach Europa schleppten. Im Jahre 1848 fand dann ein ehemaliger Offizier der Schweizergarde im Sc:cramentofluß in Kalifornien das erste Gold. Drei Jahre später wurden auch in Australien bedeutende Funde gemacht, und in jüngster Zeit befestigten die Gcldfunde im Transvaal und am Klondikefluß die Ansicht, daß vorläufig eine Abnahme der Goldfördcrung nicht zu befürchten ist. Die Gewinnung des begehrten Metallv stellt man sich vielfach noch immer allzuleicht vor. Es genügt nicht, einfach nach einem Goldbezirk zu wandern, das Erdreich umzugraben und dann fleißig nachzuschauen, ob sich nicht etwas glitzernd Gelbes zeigen will. In unscheinbarer Hülle, schwärzlich, unansehnlich, verbirgt sich das Gold im Schwemmland oder tief im Gestein, oder es findet sich in fester Verbindung mit anderen Metallen, namentlich mit Silber. Vielfache Kenntnisse und langjährige Erfahrung gehören dazu, das Edelmetall von seiner werthlosen Umgebung zu scheiden. Ganz bedeutende körperliche Anstrengungen erfordert die Arbeit des Goldsuchers freilich auch. Es gibt verschiedene Methoden der Goldgewinnung; die älteste und einfachste ist das sogenannte Goldseifen.'' Sie wird dort angewandt, wo sich das Gold in sandigem Boden vorfindet. Das rohesie, ursprünglichste HandWerkszeug des Goldgräbers ist die Batea," eine flache Schüssel aus verzinntem Blech oder Holz; im Nothfall wird sie auch einfach aus einem großen Kürbis hergestellt. Sie wird mit goldhaltiger Erde gefüllt und so lange unter Wasser geschwenkt, bis der Sand und Lehm fortgespült sind, während das schwerere Gold auf dem Boden zurückbleibt. Statt der Schüssel bedient man sich jedoch schon seit langer Zeit zum Auswasc en des goldhaltigen Sandes größerer Apparate, der sogenannten Wiege" oder der noch leistungsfähigeren Schleuse," mit denen ein einzelner Mann täglich bis zu zwei Tonnen Erde auswaschen kann. Wo der goldhaltige Sand offen Zu Tage liegt, wendet man freilich mit großen Kosten auch noch ausgiebigere Abbau-Methoden an. Der Abbau wird von großen Aktiengesellschaften betrieben, und der Goldgräber, der mit großen Hoffnungen nach dem Minenbezirk kam, ist schließlich froh, als einfacher Taglöhner in den Dienst einer solchen Gesellschaft treten zu können. In den Bergwerken, wo das Gold sich unter festem Gestein findet, liegen die Verhältnisse nicht wesentlich anders. Auch hier sind es die großen Gesellschaften, die vermöge ihrer reichen Mittel den Abbau am ergiebigsten zu betreiben vermögen. Mindestens aber thun sich die Goldgräber in Gruppen zusammen. Eine Grube ist leicht zu erwerben. In den nordamerikanischen Goldbezirken hat man nur nöthig, ein bestimmtes Stück Land abzustecken und zu erklären, daß man es zum Zwecke des Goldgrabens bis zu einer gewissen Tiefe in Besitz nimmt. Innerhalb der ersten acht Tage muß dann mit der Arbeit begonnen werden, sonst wird diö Grube wieder öffentliches Eigenthum. In den meisten der kleinen Gruben wird freilich nicht sehr viel gearbeitet. Ihre Eigenthümer beschränken sich darauf, Antheilscheine auf die Gruben auszugeben und diese möglichst vortheilhaft an den Mann zu bringen. Nach dem Goldgehalt der Grube richtet sich der Kurs dieser Antheilscheine, der sogenannten Kuxe." In den Goldstädten, wo man es mit der Ehrlichkeit nicht genau nimmt, ist dadurch dem Schwindel Thor und Thür geöffnet. Um die Antheilscheine recht hoch zu treiben, stellt man einfach künstlich einen höheren Goldgehalt her. In der Goldgräbersprache wird das das Salzen" der Grube genannt. Es wird einfach von dem Ertrag einer anderen reicheren Grube etwas in die eigene hineingebracht und dies dann als wirklicher, echter Ertrag ausgegeben. Daß Gold in großen Stücken, den sogenannten Nuggets," gesunden wird, gehört zu den größten Seltenheiten. Australien kann sich rühmen, den bisher als größten bekannten Goldklumpen in seinem Boden becherbergt zu haben; er wurde im Jahre 1852 gefunden, wog 248 Pfund und hatte einen Werth von ungefähr Z75.00O. An den deutschen Schulen Chiles unterrichten im Ganzen 113 Lehrer, unter denen sich an den größeren Anstalten auch Chilenen be-finden.

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