Indiana Tribüne, Volume 27, Number 98, Indianapolis, Marion County, 15 December 1903 — Page 6

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Jndiana Tribüne, 1Z. Dezember 1903.

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V V (V V !Ü V 8 AS s $ fT fl tt fl d 7S 4 is i d ü ft m i?r o fl w A fl ! 4 25 Jahre der Heilungen. Zehn tauende gkkkilt. Millionen von Flasche erkaust. iSiio Jakobs Oel fährt fort der große WoKlthäter XU sein in der Stur von Rheumatismus, Neuralgie, liuftenschmerzen. Rückenschmerzen, Verrenkungen, Kopfschmerzen, Steifheit, Schmerzen. (5 wird immer das grofte Heilmittel gegen Schmerzen sein. p V W v v V V $ V $ V w V SASSASSSSSSSSSSSSSSSS Ja, wir verkaufen" Garlatid Oefen und Ranges... Möbeln nnd Teppiche zu den niedrigsten Preisen. willicfs Möbcl-Ladcn, 141 W. Washington Str. aar oder Credit. im Aimi ammx h.t f UTV 1 m c& S&Zim 142 Nord Pennsylvania Stratze, Hauptquartier für gvillcxx nnd (Operngläser ' Brillen werden nach den besten Metboden den nagen angepaßt. Künstliche Augen kv erden schmerzlos eingesetzt. Welche Stelle Wünschen Sie ? wir bereiten Sie schnell vor ...als 6artonist. Buchhalter, Illustrator. Stenographist, Zeickner, Nechnungssührer, Zeitungs'Arlist, Sekrelär, SSreiblehrer. Telegraphist, Persönliche unterweisuug jedes einzelnen Studenten in seiner Klaffe. Wir können Ihnen zu emer Stelle beyllftla) fein. 54. Jahreö'Cnrsus. Tretet jetzt ein Tag oder Abend. Sprechen Sie var oder schreiben Sie für E,nzelnhetten. Indianapolis M ojUSIIIESS UlilYERSITli Eingang im When Gebäude. VSoneS 499. E. J. Ileeb, Pras

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flleik Sabersack's Zlüreibebrief.

Ko. SlT. Se'öhrter Mister Editor! For mei Jugenderinnerunge zu en Finnisch zu bringe, will ich Jhne heut noch verzähle, was ich mit den Christ Baldrian for Lckspierienzes gehabt hen, bikohs, daß mir von die erschte Minnit an zusamme gestocke hen, dazu brauche se keine Brill. Der Christ is so en guter dummer Feller gewese, aber er Hot e gutes Herz gehabt un dann is er arig sehfiug gewese. Sell sin alles Sache wo ich arig gleiche un for den Riesen sin ich auch froh gewese, daß ich so en gute Freund gefunne hen. Mir Ware alle Qbend beisamme, in den Saluhn off Kohrs un das Dmg is schon e ganze Weil so weiter gange, do hen ich emol zu ihn gesagt, ich deht gleiche emol uff en schöne Dag Mittags en Wahk mit ihn zu nemme. Do Hot er gesagt, das könnt er nit gut, bikahs seine Frau wollt doch auch seine Kompenie hen. Was die Kränk, hen ich gesagt, bist du denn en geheirather Mann? Schur Ding, Hot er gesagt. Ich hen gesagt warum er mich dann des noch gar nit gesagt hätt un do Hot er gesagt, ich hätt ihn ja noch gar nit nach gefragt. Wie mer uns den Weg ausgesproche hatte, do hen ich ihn gefragt, ob ich dann nit mit seine Frau ekwehntet wer'n könnt un er Hot gesagt, jehs, wer ich sollt for Hewensehks keine Guhguh - Eis zu seine Frau mache, bckahs das könnt se nit stende. Ich hen oft Kohrs gleich ausgefunne, daß er tschellus war un daß er's nit Hot stende könne. Well for e lange Storie korz zu mache, er Hot mich mitgenomme un ei tell juh, ich muß sage seine Frau is e Pietsch gewese un einiger Mensch hätt se for e stnkeles Madche genomme. Ich hen mich gleich bei die Baldrians hohmleik gefühlt un ich hen's auch gesaqt un do Hot mich dieMissus Baldrian diePcapposischen gemacht, ich sollt bei se bohrde. Do Hot der Christ abtschecktet un sagt, das deht mt aut aucke un dann hätte se doch auch keinRuhm zu spehre. Do Hot awwer die Missus Bülduan gesagt, off Kohrs hätte se e Ruhm un ich deht ganz dttsent gucke UN do deht se kern Riesen sehn, for warum ich n:t bei se stehn sollt. Damit is die Sach gesettelt gewese un instett von alle Rächt in den Saluhn zu hocke, sin mer heim gestanne un hen unö den Kopp verbreche, was mer ennihau for unsere Fjutscher duhn sollte. Der Christ Hot e ganzes schönes Peilche Geld gehabt un so hen ich un do hätte mcr ganz schon m Blßneß gehn könne. Awwer zwische Jhne un mich Hot keiner von uns gegliche zu schaffe un do hen mer deßhalb auch die Eidie gleich Widder gedrappt. Ich hen gesagt: Ich WM Euch emol ebbes sage; hier in diese hier Taun, do könne mer unser ganzes Lewe zu nicks komme. Mir sin hier unner so viel schmarte Leut un do raunte mer mt mit. Was mir duhn müsse, das is, nach e schmale Taun gehn, wo mir mehbie die schmarteste sin. Dort könne mir Bißneß duhn. Die Selma, so Hot mer den Christ seine Alte gerufe, die is immer weit ewehk gewese un die Hot reiteweg meine Etdie gegrappt un Hot gesagt, sie hatt ganz die nämliche Appinjien un all was ihren Mann fehle deht, das wär Sponk. Awwer es wär e gutes Ding, sie hätt plentie Sponk un do deht se Widder uffmache. Schuhr Ding mußte mer in e schmale Taun gehn un wie der Christ gesehn Hot, daß seine Alte die Eidie gegliche Hot, do Hot er gesagt, er hätt selbst schon lang dran gedenkt, awwer er wär effreht gewese. die Selma dehts nit gleiche. Well, ich hen jo nicks drum gewwe un mir hen dann die Mapp genomme un hen siudirt wo en guter Platz for uns wär. Qss Kohrs hen mer nicks gefunne. bikahs mer hen doch von de Naduhrgeschichi nit viel. Mer hen uns dann e Nuhspehper getäckelt awwer do sin mer aucy mt Ichmarter geworde un der Christ Hot gesagt die NuhspehperOdittersch die dehte auch nicks wisse. Do hen ich gesagt: Halt emol den Gaul an; hier is ebbes. das müsse mer tackele. Ich hen dann aus den Pehper vzrgclese. daß die Piepels in Apple aa Hotte Terrer Kauntie in e große Verlegenheit wäre, bikahs se könnte Niemand sinne wo Scheriff un Boliesthierekter wer'n wollt; se dehte jetzt vor die Eleckschen stehn un se hätte keine Kändidehts. Das sin mir, hen ich 5?fagt un die Selma te auch gleich rettig gewese. Der Christ Hot alle mögliche Ecksjuhses gehabt, awwer schließlich Hot er gesagt, well dann goehett. Wisse Se ich hen ja gar nit gewißt, was so en Scheriff zu duhn Hot awwer ich sin schuhr gewese, daß ich die Bill fille könnt. Well, do hen mer dann uns?r lAelumvs einaevackt.

viel ts eZ nit gewese un n mit den nächste Trehn nach Apple Jack gemacht. Ich sin surpreist gewese wie ich das kleine Nest gesehn hen un ich muß sage, ich hen gar nit mehr gewunnert, daß se nach Männer hen suche müsse, wo fit for so en Schapp gewese sin. Mex hen in den Saluhn gestoppt un hen e paar mol die Farmersch' getriet un hen e latt mit unsere Schmartigkeit gebloht. Es Hot nit lang genomme, do is die ganze Willetsch do gewese un wie mer for se all hen uffgesetzt, do hen se all ihren Meind uffgemacht, daß mir die richtige Leut wäre, for ihre Offisses zu fülle. Am nächste Morgen sin mer schon Kändidehts gewese un acht Dag später wäre mer elektet. So schnell is noch kein Deiwel elecktet worde un ei tell juh mir Ware das ganze Ding. Well, Sie wisse gut genug, daß mir unsere Duttie gedahn hen. ' Heut hen mer e gutseist Taun un alles guckt so schön un so niet, daß mer ordentlich Riespeckt for kriege duht. So, jetzt wisse Se mei ganze Histerie un do is auch noch kein Wörtche dran geloge. Ich fühle gut, daß ich emol mein Herz Luft gemacht hen un ich wischt nor der Christ

Baldrian deht auch emol loslege; do oebte Se awwer ebbes fchons höre. Äwwer das :s ,a mt von m SSife nes. Mit allerhand Achtung. Juhrs trulie MeikHabersack, Eskweier un Sheriff von Avre! Jack, Holie Terrer Kauntie. Nicht bevorzugt. Die menschliche Gesellschaft schuldet mir eine Existenz." Allerdings, aber unglücklicher Welse scheinen Sie kein bevorzugter Gläubiger zu sein." Guter Arzt. Frau Goldmann: Haben Sie einen guten Hausarzt?" Frau Hirsch: Einen sehr guten. Es giebt gar keine Krankheit, für welche er nicht einen Spezialisten wüßte, den wir dann holen lassen." Fromage do Brie. (Leutnant ZUM Burschen): Wie vielmal habe ich dir schon gesagt, du sollst dir zum Aufschnitt keinen Käse mitgeben lassen!" Verzeihen, Herr Leutnant, das is kein Käs', das is Fromasch, hat der Kaufmann gesagt! Ncver SchiffbrnÄlgc un ar':isdi:n eise berichtet man aus London: Ter Dampfer Rhona" brachte am Sonnlage Schiffbrüchige des schottischen Walfischjägers Vcga" nach Leith. Die Vega" kam Ende Mai nach einer guten R?ise von Dundee in Melwille Vay an der Nordwestküste von Grönland an. Hier stien sie auf arone Eisfclr. die sich um das Schiff herum zusammenschlossen. öine ErkundigungZPatrouille stellte fest, daß sich das (5is m:ilenweit erstreckte. Man machtc darauf den Versuch, mit Pulver das EiZ zu sprengen, sah aber bald darauf die Nutzlosigkeit eines derartigen Versahrens ein. Das Eis drückte immer fester auf das Schiff, dessen Decken sich bogen und brachen. Am 1. Juni durchbrachen die Eisschollen die Seiten des Schiffes während eines blendenden Schneesturmes. Obwohl die Mannschaft verzweifelt an den Pumpen arbeiiete. füllte sich das Schiff langsam, aber sicher. Als Rettung unmöglich erschien, wurden die Vorräthe vertheilt, und die Mannschaft zog die Boote über das Eis hinter sich her. Nachdem man so einen Tag und eine Nacht marschirt war, entdeckte man, daß man eine falsche Richtung eingeschlagen hatte und immer weiter in die Eiswüste eingedrungen war. Auf dem Rückmarsch sah man an der Stelle, wo die Vcga" gelegen hatte, nur noch ein einacfrorenes Faß. Nach langem Marsch kam man schließlich 'zu emer Oeffnung im Eise und erreichte endlich unbekanntes Land. Die Leute schildern ihre Leiden als nahezu unerträglich. Niemand durfte schlaf n, da Schlaf gleichbedeutend mit Tod gewesen wäre. Die Leute hielten sich gegenseitig durch Kneifen und Fußtritte wach. Die Rettung derdankt man einer Eskimofamilie. die die Schiffbrüchigen fand und nach Uppernawik führte, von wo sie durch einen Dampfer nach Kopenhagen gebracht wurden. Abgerahmte Milch als Heilmittel. Die Milchkur ist nichts Neues; aber viele erwachsene Personen vertragen die frische Milch nicht und man schreibt dies dem Fettgehalte derselben zu. Die englischen Aerzte verordnen deshalb abgerahmte Milch und der Erfolg war in vielen Fällen ein sehr befriedigender. Man läßt sie 12 bis 13 Stunden stehen und nimmt darauf den Rahm ab. Sie wird dann in der Regel schon eine gewisse Säure angenommen haben. In diesem Zustand wird sie selbst von dem schwächsten Magen gewöhnlich gut rertraqen. Der Milchaenuß bildet eine oder mehrere Wochen lang die einzige Nahrung. Man fängt mit kleinen Quantitäten an und steigt auf drei selbst bis auf fünf Quarts täglich. Man wendet diese Kur hauptsächlich bei Magen- und Leberkrankheiten, bei Nieren- und Blasenleiden, scwie bei Asthma und Wassersucht an. Falsche und echte Poli t u r bet Steinen. Wenn man Atto hol oder Aether auf die beireffende Fläche aufreibt, unterscheidet man sofort, ob ein falscher Lacküberzug oder echte Spiegelung vorliegt.

Sie Drct,?uk'N färe. Josef Reinach hat einem Mitarbei-

tii des Temps" nachstehende Mittheilur.gen in Bezug auf den DreyfusHandel gemacht: Was das Ergebniß der administrativen Ermittelung anlangt, die der Kriegsminister General Andrce vorgenommen hat, so brauche ich Ihnen wohl nicht erst zu sagen, daß er sie gegebenen Falles scinem Kollegen, dem Justizminister, zu übermitteln hat. damit dieser die durch das Gesetz von 1895 geichaftene Revisionskommission ves Justizministeriums damit befasse. Unter den neuen Thatsachen sind einige, neben denen, die im Kricgsminisierium mtdeckt worden sein konnten, bereits öffentlich bekannt, so die Enthüllung des Herrn Jaures über dcn Einfluß, den das berüchtigte Bordereau mit den Randbemerkungen des Deutschen Kisers" auf gewisse Richter von Rennes hatte ausüben können, sei es, daß eine Photographie dieser Fälschung dem einen oder dem anderen zener Offiziere mitgetheilt wurde, sei es, daß der eine oder der andere jener Offiziere den bestimmten Versicherungen gewisser Blatter über das Vorhandensein jenes Dokumcntes bis ans Ende Glauben schenkte. Dann ist auch der Brief da, den ich von Herrn v. Münster mit der formellen Versicherung der Beziehungen zwischen dem Obersten v.Schwartzkoppen mit Esterhazy erhalten habe, die der erstere endlich seinem Vorgesetzten gestanden hatte. Dann der Brief Esterhazys an seinen Vertheidiger M. Cabanes. der die Erklärung enthalt, daß das Bordereau sich nie in den Händen des Obersten v. Schwartzkoppen befunden habe, woraus sich der Schluß ergiebt, daß das Schriftstück nicht in Stücke zerrissen, sondern ganz ins Kriegsministerium gelangt ist. Ich besitze diesen Brief, der theilweise bereits vom Temps" veröffentlicht wurde. Des weiteren liegt noch dc: Brief des Generals de Pellieur an Herrn Cavaignac vor. Man hat also, wie Sie sehen, mehrere nach dem Gesetze übe: die Revision neue Thatsachen und Dokumente. Die Begnadigung des Hauptmanns Dreyfus ist keineswegs einHindcrniß für die Revision feines Prozesses. Der Soldat Voisin war langst begnadigt, als der Kassationshof die Revision seines Prozesses anordnete. Die einzige Frage, die noch unentschiedcn ist, betrifft die Anwendung oder Nichtanwendung der Strafe, die eventuell von dem Gerichte verhängt werden könnte, vor das der Betheiligte verwiesen würde, falls der hochsteGenchtsHof das Urtheil nicht ohne Verweisung vor ein neues Gericht umstieße. Diesbezüglich liegen verschiedene widersprechende Entscheidungen vor. Mazedonisches. In Athen ist eine kleine Schrift erschienen, die sich mit großer Heftigkeit gegen die von den Vulgären in Mazedonien angestrebte Vorherrschaft wendet und als besonders interessantes Material eine tabellarische Zusammenstellung der von den Bulgaren, d. h. den Komitadschis an Griechen begangenen Mordthaten veröffentlicht. Es werden darin die Namen, der Wohnort und die Berufstellung der Opfer, der Ort und der Tag des Verbrechens und die besondern Umstände, unter denen es begangen wurde, angegeben. Die erste Tabelle giebt die Opfer der Bulgaren im Bezirk Salonik aus der Zeit von 1897 bis 1900 wieder. Ihre Zahl beträgt 40, und zwar befinden sich darunter sechs Priester. Die zweite Tabelle enthält die Opfer von 1900 bis zum Februar 1903, hier werden 54 Opfer aufgezählt, darunter ein Priester und zwei junge Mädchen. Eine dritte Tabelle giebt die Opfer aus dem VczirkMonastir aus dorZeit von 1900 bis Februar 1903. Hier werden 134 Personen aufgezählt, darunter wieder eine ganze Anzahl von Geistlichen und Lehrern. Die Tabellen enthalten nur begangene Mordthaten, nicht aber die Aufzählung der zerstörten Landgüter, der verbrannten Dörfer und der in 'die Luft gesprengten Kirchen. Diese, so wird in der Schrift gesagt, könne man in der Druckschrift nachlesen, welche das bulgarische Comite den Großmächten mitgetheilt habe. Nur habe das Comite diese Verwüstungen auf Rechnung der Türken gesetzt, während sie in der That zum Mindesten in ihrer großen Mehrheit von den Bulgaren selbst verübt worden seien. In München sollen nach einem Gutachten des Professor Pfluger in Bonn S aller Todesfälle auf Herzkrankheiten, hervorgerufen durch übermäßigen Tabak- und Biergenuß, zu rückzuführen sein. Das 2 0. Jahrhundert enthält die meisten Schaltjahre, die ein Jahrhundert habe kann, nämlich 25. Das Jahr 1904 ist das erste dieser Schaltjahre und ihm folgt jedes vierte Jahr bis einschließlich zum Jahre 2000. Du Monat Februar hat drei Mal fünf Sonntage, und zwar in den Jahren 1920, 1948 und 1976. Zu den Vorgängen in Serbien berichtet die Internationale Korrespondenz" ausBelgrad: Aus dem Untersuchungsversahren gegen den verhafteten Obersten Jankowitsch wird bekannt gegeben, daß unter dessen PaPieren und den mit den Offizieren der Nischer Garnison gewechselten Briefen ein vollständiger Plan zur Neubildung der Regierung und der Heeresleitung gefunden sei. König Peter sollte dabei angeblich, falls er sich widersetze, vorübergehend gefangen gehalten werden.

. . . . . i . y f ijans, HlismidKiM t ! ..yy ',--....-......... -...--?----- . . . . ..... " "-" ". . . S t a h ld r a h t b ü r st c n reinigen. Man schlage sie mit Wasser und Salmiakgeist. Zum Trocknn stellt man sie in ein Gefäß, das Holz nach oben, die Bürste nach unten. ' lim den unangenehmen Geruch aus den Steinkrügen zu vertreiben, wasche man dieselben a und zu mit heißem Sodawaner. Dieses Verfahren muß gründlich erfolgen und regelniäßig gehandhabt weiden. Purzeln. Ein Pfund Mehl, zwei Eier, ein Tassenkopf Zucker, ein Theelöffel Natron, Pint saure Shne, etwas Vanille. Davon kleine Bällchen mit einem Kinderlöffel abstechen und diese in recht heißem Fett backen; sie schmecken vorzüglich. Hat man einmal versäumt, den Zimmerpflanzen Wasser zu geben, so daß sie vertrocknet crscheinen, so hilft nur ein Vollbad. Man stellt den ganzen Topf in's Wasser. daß es über den Rand reicht. Man nimmt ihn nicht eher heraus, als bis die Luftblasen, die sofort anfangen aufzusteigen, nicht mehr erscheinen. P f e f f e r k a l b f l e i s ch. Man schneidet Kalbsbrust in Stücke, schichtet sie mit reichlich geschnittenen Zwiebeln und etwas Pfeffer, Salz und Gewürz in einen gut schließenden Topf und gießt Wasser oder Bouillon darüber, daß es mit dem Fleisch gleich steht. Nun quirlt man etwas scharfen Essig nebst Weizenmehl daran, deckt es gut zu und läßt es lh Stunden schmoren, gibt vor dem Anrichten etwas Butter daran. Die Brühe des Sauerk r a u t e s als Putzmittel für Putzfachen. Man braucht diese nur einfach mit der Brühe gut abzureiben und dann trocken zu Poliren. Nur stark angelaufene Gegenstände bedürfen zur Reinigung noch der Zuhilfenahme von etwas Asche. Man legt solche Gegenstände am besten erst einige Zeit in die Brühe, reibt sie dann mit dieser und feiner Asche ab und spült sie vor dem Trockenreiben noch mit klarem Wasser nach. jtar iofe ipuree mti Speck, ksq lange die in Salzwasser gekochten Kartofftlschnitze noch recht heiß sind, werden sie durch ein Sieb getrieben und mit Salz und Milch gut verrührt. Dann wird geräucherter Speck mit Zwiebeln gelb geröstet, vom Brei eine Lage auf die Platte gestrichen, Speck darüber gestreut und so fortgefahren, bis Alles aufgebraucht ist. Die oberst' Schicht müssen Kartoffeln sein. welche dann mit gesÄmälzten Zwiebeln

...,....... .... .,..,.,,., ubergosten werden. Gegen Magenleiden und Kopfweh. Ein einfaches magenstärkendes Mittel sind zerstoßer-.e oder zerdrückte Wachholdcrbeeren früh Morgens mit einem Glas Wasser genossen. Sie beseitigen den durch Werstimmung des Magens entstandenen Kopffchmerz sicherer als andere Mittel. Früher waren Wachholdcrbeeren ein beliebtes und häufig angewandtes Hausmittel, das sich bei Magenschwäche, Sodbrennen, Blähsucht, Haut- und Bauchwassersucht und Hautausschlägen recht gut bewährte. Rosenkohl. Beim Einkauf sehe man darauf, daß die Knospen fest, die Stengel fleischig sind. Erstere werden von den Stengeln abgelöst, diese von den äußeren Blättchen befreit, rein gewaschen, in siedendem Salzwaner gekocht, bis sie sich weich anfühlen, dann abgeseiht und einige Minuten in kaltes Wasser gebracht. Eine Viertelstunde vor dem Anrichten dünstet man sie in einem Eigroß frischer, süßer Batter mit etwas Salz, Muskatnuß, einem Theelöffel gestoßenem Zucker, ebenso viel feingeschnittener Petersilie vollends weich und träufelt an den gezogenen Saft einige Tropfen Maggiwürze. Ob st kraut von Birnen. Ohne große Mühe und mit geringen Kosten kann man Birnen auf folgende Art gut verwenden: Man kocht die ungeschälten, zerschnittenen Birnen in Wasser weich und schüttet sie in einen großen leinenen Sack. Derselbe ist mit festen, ausg-nähten Löchern am oberen Rande versehen und hängt in einem hochbeinigen, oben mit 'einem Loch und Haken versehenen Tischchen. Unter demselben steht ein großes irdenes Gcfäß. welches die durchlaufende Flüssigkeit auffängt. Dieselbe schüttet man in Glasbüchsen und bindet dieselben zu. An einem kllblen Orte aufbewahrt, bält oas vittram jeor lange und schmeckt auf Schwarz-, oder Weißbrot gestrichen, ganz vorzüglich. Manschlach t'etdieGans am besten durch Abstechen des kleinen Gehirns am Rückenmark. Man füht hinter dem Kopf, wo der Hals anfängt, ein kleines Grübchen. Ein Stich mit spitzem, scharfem Messer laßt das Thier sofort verenden. Andere schlachten. indem sie zwischen den beiden Scheitelbeinen und dem Hinterhauptbein, wo sich gleichfalls eine Vertiefung befindet, einstechen. Auf diese Weise wird das große Gehirn vom kleinen g?trennt und der Tod sehr rasch herbeigeführt. Im Grunde sind beide Methoden wohl gleich empfehlenswert. Das ausrinnende Blut wird aufgesammelt und das Loch mit ewer glühenden Zange zugebrannt, damit die Federn nicht blutig tvcrden.

ynmachtsansälte werden meistens verkehrt behandelt. Gewöhnlich hebt man den Bewußtlosen auf und gibt seinem Oberkörper eine erhöhte Lage. Dies Verfahren ist jedoch falsch. Denn dadurch wird dem Blute der Weg zum Gehirn erschwert und der Anfall verlängert. Man lege also den Körper horizontal nieder und womöglich mit dem Kopfe etwas abwärts geneigt, sobald das Gehirn sodann die erforderliche Blutmenge angenommen hat, kehrt das Bewußtsein wieder. Das Niederfallen dös Ohnmächtigen ist demnach eine natürlich? Selbsthilfe. Es entspricht dies den naUnwissenschaftlichen Gesetzen: Leute, welchen durch Blutandrang nach dem Kopfe Schlaganfall droht, soll man mit dem Kopfe hoch legen; dagegen sind Ohnmächtige, deren 5Zopf bekanntlich blutleer ist, mit dem letzteren tief zu legen. Gardinen zu reinigen. Dieselben dürfen nicht wie andere Gewebe gewaschen und gereinigt ioerden. Man nimmt sie ab, schüttelt sie im Freien tüchtig aus und steckt sie in ein Gefäß mit kaltem Wasser. Hier bleiben sie mindestens 24 Stunden. Dann besorgt man einen Kessel kochenden Wassers und schneidet ziemlich viel Seife hinein. Nun werden die Gardinen, ohne sie zu wringen, leicht ausgedrückt und in einem reinen Beutel (Kopfkienüberzug oder dergleichen) in das kochende Seifenwasser gebracht, wo sie 25 Minuten tüchtig kochen mücn. Alsdann nimmt man sie heraus, und spült sie so lange in reinem Wasser, bis sich leine Spur von Seifenschaum mehr zeigt, bläut und stärkt sie und hängt sie noch naß wieder auf, was des besseren Faltenwurfes halber geschieht. S t a n i o l. Umhüllungen von Chokolade, Seife u. s. w. verwendet man sehr nützlich zum Einschlagen von Silbergegenständen, die man vor dem Anlaufen schützen will. Gelbgewordener Blum e n k o h l erhält seine ursprüngliche Farbe wieder, wenn man ihn einfach mit Salz einreibt. Die Phosphorsäure ist für die Ernährung der Pflanzen von so hervorragender Bedeutung, daß sie bei Beurtheilung der Fruchtbarkeit, unserer Aecker den Hauptfaktor abgibt. Obschon sich kaum ein-Boden findet, der nicht Spuren von Phosphorsäure enthält, so ist ihr Vorkommen doch spärlich zu nennen in dem Sinne, daß der Gehalt mit der Mehrzahl der Bodenarten weit hinter dem Nährstcffbedürfniß unser Kulturpflanzen zurückbleibt. Die meisten Böden sind phosphorsäurearm oder, wie Prof. Wagner es nennt. phosphorsäurehungrig; selten finden sich solche, die so viel Phosphorsäure enthalten, cls zur Erzeugung einer guten. d. h. das Durchschnittsmaß übersteigenden (rnte erforderlich ist. Magerer löplnat. Jno:n Gemüsegärten trifft man nicht selten auf Spinatbeetc mit recht hungrig aussehenden Pflanzen. Es kommt dies gewöhnlich daher, daß der Spinat nach einer Gemüseart angebaut wurde, die den Boden derart erschöpft hat, daß der Spinat nicht genug Nahrung vorfindet. In einem solchen Falle ist anzurathcn, zwischen den Spinatreihen guten, alten, kurzen Dünger auszustreuen und zwischen den Reihen auch noch mit flüssigem Dünger zu gießen. Verarbeitung der menschlichen Exkrements Hierbei ist es wichtig, daß solches häufig geschieht und nicht erst gewartet Wird, bis ein Abort voll Exkrementen ist, sondern daß alle paar Tage der Abort mit Asche und Torfmull bestreut wird und möglichst wöchentlich diese Schichten gut verarbeitet und auf einen besonderen Haufen aeworfen werden. Die grötzte deutsche Auslandsschule außerhalb Europas, ist die in Valdivia, Chile. Sie zählte Ende des Jahres 1902 444 Kinder, 260 Knaben und 134 Mädchen, wovon nur 70 nichtdeutscher Abstammung sind. Der Lehrkörper besteht aus 15 Lehrern und 5 Lehrerin, nen. Sclzzverer all. Frau Kommerzienrath (zum Dienstmädchen): Um Gottes willen, was war denn das eben für eine Detonation im Hausgang?" Z im mermädchen (nachdem es nachgesehen): Nichts von Bedeutung, gnä dige Frau. Dem Herrn Kommerzienrath ist nur die Börse auf den Boden gefallen." LüttVNcnr.

,; 'fe ?SMM Beamter: Wie alt ist Euer Kalb, Wurzelbauer?" Holt sechs Monate, drei Toge und vier Stunden.Beamter: Wie alt ist Eure Tochter?" Jessas. wann ich dös wißt?"

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