Indiana Tribüne, Volume 27, Number 91, Indianapolis, Marion County, 7 December 1903 — Page 4

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Jndiana Tribsine, 7. Dezember 1903.

ndiana Tribüne. HeraukgeAebrn von der Qutrnfcct 0 Indianapolis, Ind.

Hany O.THudmm Präsident GeschaftSloealt No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. f niered at the Pot Office of Indianapolis a second clast matter. Nooscvclt und Hanna. Trotz aller Bemäntelung durch die Regierungspresse ist eS Thatsache, daß es einen fürchterlichenKrach zwischen dem Präfidentenmacher Hanna und Roosevelt geaeben hat und daran hat in erster Linie die Freundschaft schuld. die Präsident Roosevelt für General Leonard Wood begt. Der Senat der tagte sich, ohne die Ernennung Wood'S zum Oberbefehlshaber der Armee zu be ftätigen, thatsächlich wurden dadurch sämmtliche Ferien Ernennungen deS Präsidenten hinfällig, unter anderen auch die des Negers Crum als Steuer Einzieher in Charleston. Man muß eS Hanna hoch anrechnen. daß er nicht zögerte das Tischtuch zwischeu sich und. Roosevelt zu zerschneiden, als letzterer sich nicht scheute ohne Rück sicht auf den öffentlichen Dienst und nur aus persönlicher Freundschaft einen Laien in Militärsachen zum Oberhaupt der Armee über die Köpfe verdienter Soldaten hinweg zu befördern. Wohl ist es anzunehmen, daß nicht aus laute rem Patriotismus Hanna gegen die Be stätigung Woods war, sondern daß auch ihn in erster Linie egoistische Be weggründe veranlaßten, dem Präsiden ten einen Strich durch die Rechnung zu machen; der jungeZ Präsident hat dem greisen Politiker sehr viel Aergerniß bereitet. Nicht nur daß Hanna's Günstling Major Rathbone vom Präsidenten durch die Wood bezeugte Gunst gänz lich in den Schatten gestellt wurde, sondern aber auch weil der Präsident die Beschuldiungeu gegen Hanna'S Freund Perry Heath, die Bristow in seinem Bericht über die Postschwindeleien brachte, nicht strich, trotzdem keine Anklage gegen denselben erhoben werden konnte. ' Jedenfalls genügend Grund um Hanna zu veran lassen mit allen Kräften gegen Roose. velt'S Nomination zu wirken. Hanna ist jedenfalls fest entschlossen bei Perry Heath zu stehen. Der Präsident kann es nach den Anschuldigungen des Sri ftow-Bericht kaum wünschen diesen als Sekretär deS republikanischen NationalComites zu haben. Während Hanna als Vorsitzer deslelden Perry Heath un bedingt zum Sekretär haben würde. Es ist eine unangenehme Zwickmühle !n welche Roosevelt hineingerathen wird und e gilt als ziemlich sicher, daß die Zahnräder derselben seine politischen Aspirationen fürchterlich zermalmen werden. Die meisten wichtigen Ernennungen des Präsidenten, besonders die mi litärischen, haben selbst in den Kreisen seiner engeren Freunde großen Anstoß erregt. Da- OssicierscorpS der Armee betrachtet es als eine besondere Schmach, daß ein Nicht'Militär, ein Arzt zum Oberbefehlshaber auersehen wurde. Wäre die beabsichtigte Beför derung Wood's eine Folge der von dem selben dem Lande geleisteten werth vollen Dienste, so wäre Roosevelt'S Eifer erklärlich. So aber entstammt Wood's Höhenflug nur dem Umstände, daß er früher Roosevelt half die Leiter zur höchsten Würde zu erklim men. Dr. Wood war Hilfschirurg in der Armee und Hausarzt bei McKinley, Roosevelt wurde unter McKinley Hilfs Sekretär der Marine. Als der Krieg ausbrach da faßte Dr. Wood den ge nialen Gedanken des Rough Rider". Regiments und theilte ihn Roosevelt, der denselben gierig ergriff mit. Wood sorgte dafür, daß Roosevelt Oberst' lieutenant deS Regiments wurde, und bahnte so dem ehrgeizigen Manne den Weg zur höchsten Würde und wie eS jetzt den Anschein hat, durch übertrie. bene Forderungen für Gegendienste auch den Weg zum Sturze. Das Nasenbein gebrochen. Frank Beck von No. 32(5 O. Pearl Str. wurde an der Massachusetts Ave. und Liberty Str. von einer Straßen bahn.Car umgerannt. Er erlitt einen Bruch 'des Nasenbeins und wurde per Ambulanz nach dem Stadt Hospital überführt.

Das deutsche Volkslied.

Interessanter vortrag des Prof. A. R. Kohlfeld. WorzüglicheWiedergabe von Volklievern dnrch ein Doppel-Quartett des Musik-Bereins. Herr Dr. A. R. Hohlfeld, Professor des Deutschen an der StaatS-Universi tät in Madison. Wisc.. hielt gestern Abend unter den Auspicien des Comi tes für geistige Bestrebungen deS So eialen Turnvereins im Auditorium des Deutschen Hauses einen Vortrag über das Thema DaS deutsche Volkslied". Herr Hohlfeld wurde dem Publikum von Herrn Peter Scherer mit einer kur zen Ansprache vorgestellt und in herz licher Weise begrüßt. Vortragender führte aus, daß ein beträchtlicher Unterschied besteht zwischen dem, was die Literaturgeschichte als das echte Volkslied im engeren Sinne des Worts bezeichnet, und der unbestimmten, wennschon anheimelnden Gesammt Vorstellung, die wir gegenwärtig mit dem Worte verbinden. Das ältere Volkslied der Literatur Historiker ent. wickelte sich aus volksthümlich lyrischen Elementen, die immer bestanden haben, etwa in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, erreichte seine Blüthe in der erstenlHälfte des 16. und welkt da. bin vor den Stürmen des 30-jährigen Krieges. Von diesen älteren Volks liebern, die von manchen nach ihrem dichterischen Werth über die Lieder gestellt werden, die uns j?tzt als Volks lieder gelten, leben nur noch ganz we nige in abseitsliegenden Gegenden. Unter den Liedern, die jetzt in den Städten gesungen werden und in un fern volksthümlichen Sammlungen auf genommen sind, befindet sich kaum ein einziges Lied, das nachweisbar und direct zu dem alten Bestand gehört. DaS ältere Lied war. in Wort so wohl als Weise, einfacher, naiver, le benöwahrer als das spätere Lied, das unS jetzt noch entzückt. Andererseits ist es oft so sprunghaft und anscheinend zusammmenhangloS, daß sein Genuß uns ost erschwert wird. Besonders ist dieS der Fall bei langen und viel ge sungenen Liedern, an denen der Ge schmack auf einander folgenden Gene rationen viel verändert hat, die .,zer sungen" worden sind. Nach weiteren Ausführungen über die interessanteren Unterschiede der zwei Gattungen von Liedern, die man oft versucht als Volkslieder und volksthüm liche Lieder auseinanderzuhalten, kam Redner zum Haupttheil seines Vor tragS: einer historisch ästhetischen Be sprecung der interessantesten typischen Lleder deS älteren Bestandes. Hierbel trug der Redner, der Bekanntschaft mit diesen alten Volksliedern nicht voraus setzen konnte, eine große Anzahl dersel den ganz oder theilweise vor. Er theilte die Masse der älteren Volkslieder, deren wir bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts etwa 2000 ken nen, in vier große Gruppen : historisch beschreibende Lieder, Balladen, Liebes lieder in engerem Sinne, und gesellige Lieder. Davon find die 2. und 3. Gruppe für uns am interessantesten. Zur 1. Gruppe der histor. Lieder ge hören vor allem die zahlreichen Landsknechtölieder, die deren Schlachten, be sonders unter ihrem volksthümlichen Führer Georg von FrundSberg bettn gen. Berühmt darunter ist vor allem das vielgesungene Lied von der Schlacht bei Pavia im Jahre 1525. UnL er scheint selbst dieses Lied und mehr noch manches andere dieser Art als ziemlich trocken. Und allerdings vertraten solche Lieder, auf einzelne Flugblätter gedruckt, die Stelle unserer heutigen Zeitungsberichte. Beliebt waren weiter Lieder, welche die Thaten und meistens das tragische Ende verschiedener berüchtigter Raub ritter der Zeit darstellten. Unter den Balladen finden sich eine große Anzahl von Liedern, die noch jetzt ergreifend wirken. Meistens steht ein Liebesverhältniß im Mittelpunkt der Ballade und der AuSgang derselben ist tragisch. Eine Ausnahme davon bildet daS schöne alte Lied vom Herrn von Falkenstein, daS Goethe im Elsaß dem alten Mütterchen ablauschte. Wei ter waren unter den vorgetragenen Bal laden die vielgesungenen Lieder ES trohnet Lied bei Liebe" und ES leuch. ten drei Sterne tfm Himmel". Unter den L itbeöliedern nehmen die Scheidelieder einsichtige hervorragende Stellung ein. 5)S bedeutendste der,

selben Ich stand an einem .Morgen heimlich an einem Ort-, das vielleicht das beliebteste aller alten Volkslieder war, scheint unS beinahe gefühllos in

seiner einfach natürlichen Darstellung einer herzbrechenden Trennungsscene. Es wäre aber falsch, es so aufzufassen. Gerade daS 16. Jh. verstand das Scheideweh in seiner ganzen Tiefe un gleich besser als wir in unseren sicheren staatlichen Verhältnissen, bei Eisenbah nen, Briefpost u. s. w. Das einfachste Wort genügte infolgedessen, die ganze Gewalt des Gefühls auszulösen, die bei uns nur durch weit stärkere Kunst mittel erweckt werden kann. Zu den Liebesliedern gehören weiter die ihren romanischen Ursprung nach sehr alten Tagelieder, die Trennung der Gelieb ten beim frühen Morgengrauen dar stellend. Trotz der heiklen ihnen zu Grunde liegenden Situation wurden manche dieser Lieder zu Kirchenliedern umge bildet, ein Prozeß, der auch bei andern Liedern im 16. Jh. häufig war und dem die christlich getragenen Melodien der älteren Volkslieder zu Hülfe kamen. Die berühmten geistlichen Lieder Wie schön leuchtet der Morgenstern" und Wachet auf, ruft unS die Stimme", find solche weltlichen Ursprungs. Weiter wurden Lieder des LiebesglückS und Klagelieder über Verlust oder Untreue des Geliebten besprochen und borge tragen. Unter den letzteren ragt hervor daS kleine Liedchen Ich hört ein Sichellein rauschen", welches von ausgezeichneten Kennern des Volksliedes in seiner rührenden Einfachheit und seinem schmucklosen Pathos ost als die Perle des älteren Volksgesangs bezeich net wird. Der Vortragende schloß mit folgenden Worten der Dankbarkeit für daS, was Joh. Gottfried Herder für das Wiedererwecken deS Volksliedes gethan hat. Diese alten Volkslieder so karg im Ausdruck, so sorglos in Sprache und Versform, so wie in der Wieder gäbe menschlicher Leidenschaften. sie haben uns auch bereits einmal einen großen, nationalen Dienst erwiesen. Bereits sind sie einer lebensschwachen formalen Dichtkunst zu einem Jung brunnen geworden und haben uns , so glänzend bewiesen, daß kerngesunde LebenSsülle, selbst wo sie vielleicht bis äußere Form vernachlässigt' äußerer Korrektheit, er eS an innerem Gehalt fehlt, unendlich überlegen ist. Eine Lektion, die sich nicht nur die u teratur und Kunst sondern alle Ge biete menschlichen EtrebenS mit Nutzen immer nnd immer wieder einmal Gemüthe führen können. Und in diesem Zusammenhange glaube ich sollte eS uns einen Augenblick vergönnt sein, ehrend bei dem Gedächtniß des ManneS zu verweilen, der mit klarem Blick und warmem Herzen seine Zeit genossen zuerst wieder aus die vernäch' lässigten Schätze deö deutschen Volks lieds aufmerksam machte: ich meine den großen Zeitgenossen und Mitarbeiter Goethe und Schiller, Joh. Gottfr. Herder der am 18.. Dec. 1803 in Weimar die müden Augen schloß und dessen Hundertjährigen Todestag man sich infolgedessen jetzt eben anschickt in Weimar, Berlin und sicher in vielen anderen Städten würdig zu begehen. Herders Verdienste i m die Entwick lung der deutschen Literatur und ande rer Gebiete deutschen Gesellschaftslebens sind zahlreich und tiefgreifend.. Ob gleich er kaum ein Werk hinterlassen hat, das noch jetzt allgemein gekannt und gelesen ist, so hat er als Anreger, als Entdecker neuer Pfade, als begeister ter Prophet einer intuitiv erkannten Zukunft Großes geleistet. Ohne ihn könnten wir uns jetzt die künstlerische Entwicklung unseres Dichterfürsten Goethe kaum vorstellen, denn er war es, der in Straßburg den jungen, überall nippenden Studenten auf das hohe Meer zielbewußten Ringens und StrebenS hinauswies, der ihm seinen Dichterberuf und die Größe desselben lehrte. Doch vor allem war eS Herder, der als erster, auf die vergessenen Schätze des deutschen Volkslieds hinwies und zu ihrem Sammeln aufforderte und in gewisser Hinsicht mit seinen Stimmen der Völker in Liedem mit gutem Bei spiel voranging. Ohne das deutsche Volkslied und Herders Bemühungen um dasselbe wäre der lebensfrische na turmahre Zug nicht in .die deutsche Dichtung gekommen, die wir seit dem Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts in den Balladen Bür gerS, oder den Gesängen eineS Clau dluS sinden, vor allem aber in den tief empfundenen und bei aller Formvollen

dung so ungeschminkt lebensgetreuen

Stimmungsergüssen' des jungen Goe the, die für alle Zeiten zu den Perlen echt lyrischer Dichtung gehören müssen. Ohne diese Einflüsse wäre es Goethe unmöglich gewesen, die bei aller Lei denschaftlichkeit echten nnd natürlichen Töne anzuschlagen, di im Götz, im Werther und im Urfaust erklingen. Töne, wie sie vor ihm aus dem gesamm ten Gebiete der deutschen Literatur noch nie erklungen waren. Herder und da? deutsche Volkslied sind nun gewiß nicht die Zauberer ge wesen, die mit magischer Wünschelruthe unabhängig und allein diese Blüthen dem Volke hervorgezaubert hätten. Sie haben aber Gewaltiges dazu beigetra getragen und das sollen wir beiden danken. Sei es mir deshalb vergönnt. meinen Vortrag über das deutsche Volkslied im Anschluß an das bevor stehende HerderJubiläum mit den Worten zu schließen: Ehre dem Anden ken Herders, deS ersten großen Wieder ErweckerS unseres Volksliedes! Herr Prof. Hohlfeld, welcher eine äußerst sympathische Persönlichkeit ist und über ein klangvolles Sprachorgan verfügt, fesselte durch seinen geistvollen Vortrag das Interesse der Zuhörer von Anfang bis zu Ende in hohem Grade und rauschender Beifall belohnte ihn für die genußreichen Stunden, welche er ihnen bereitet hatte. Ein Doppelquartett deS Musikver eins verschönte den gestrigen Abend noch durch den Vortrag der Volkslieder Ich weiß nicht, waS soll es bedeuten. In einem kühlen Grunde," Sah ein Knab' ein Röslein steh'n" und Ach. wie ist' möglich dann". Die Lieder kamen unter der Zeitung des Herrn Ernestinoff zur schönsten Geltung und das Publikum kargte daher auch nicht mit seinem Beifall. Am Sonntag den 20, Dez., Abends wird Herr Moritz Adler im Auditorium ebenfalls unter den Auspi cien des Comites für geistige Be strebungen einen Vortrag halten. Weihnachtsfeier der SonntagsSchule des Socialen Turnvereins. - Das betreffende Comite des Socialen Turnvereins hat das vollständige Pro gramm für die am 27. December statt findende WeihnachtS-Feier seiner frei sinnigen Conntagsschule wie folgt auf gestellt: 1. Kinderchor. 2. Turnübungen. 3. Kindergarten. 4. Kinderchor. 5. Turnübungen. 6. Kinderchor. 7. VioliN'Solo. 8. Theater' Erfüllte Wünsche" Weihnachtsmärchen, frei nach Ottilie Wildermuth bearbeitet. Die Mitwirkenden sind: Fee Jelanthe Frieda Schissel Der Fürst Theo. Stempfel, Jr. Leibarzt Otto Lieber Bauer Kunz Erwin Vonnegut Die Fürstin" Irma Schulmyer Prinzessin Anna Jacob! Gouvernante Louise Schulmyer Bäuerin Frieda Bauer Gretchen Elsa Ulrich Liese Gretchen Metzger Kammerfrau Norma Müller Diener Louis Kofter Die Regie liegt in den bewährten Händen des Herrn Philip Michelfon. 9. Befcheerung. Hierauf Tanz. Jugendlicher Mörder. Albert Nicholas der ihm von Marshall Har rington beigebrachten Wunde erlegen. Albert Nicholas, der 12.jöhrige Sohn deö Joseph Nicholas ist gestern in seiner elterlichen Wohnung No. 234 Ost MorriS Straße der Schußwunde erlegen, welche ihm vor einigen Tagen von dem 14'jährigen Marshall Har rington in muthwilliger Weise beige bracht wurde. Der Verblichene hatte gleich nach seiner Verwundung erklärt, daß Marshall ihm zugerufen hätte: Ich werde Dich schießen. Schließe die Augen,' dann wird'S nicht so wehe thun." Hierauf hatte er sodann seine Flo bert . Büchse aus Albert abgeschossen. Die Ladung drang demselben in den Unterleib. Marshall behauptet, daß eS sich um einen unglücklichen Zufall handelte. Er befindet fich in Haft und die Anklage lautet jetzt gegen ihn auf Mord.

Nachrichten aus Jndiana

Jäger in Schwulitäten., Lawrenceburg. EinerAnzahl hiesigen Jägern, welche in VooneCounty, Ky., jagten, ohne den nöthigen Jagdschein erwirkt und die Erlaubniß der betreffenden Farmer erlangt zu ha den. ist eS schlimm ergangen. Diesel ben mußten ihre Flinten, Hunde und das von ihnen erlegte Wild und $10 in Baar zurücklassen. Am Dienstag sollen sie in Petersburg prozessirt wer den. Der Grund, auS welchem die Farmer namentlich so rigoröS gegen die Jäger von Jndiana vorgehen, ist, weil diese! ben in früheren Jahren mit Ausnahme von Menschen und Pferden so ziemlich alles niederknallten, was in ihre Schuß linie kam. Ein Kanonenrausch. T e r r e Haute. Charles Falls, ein schwedischer Eisenarbeiter, welcher in Chicago an der O. 75. Straße an sä!sig ist, wollte am Freitag Abend im Rausche einen Zug der Hochbahn be steigen . Statt dessen aber benutzte er einen Zug der Chicago & Eastern Bahn.Gesellschaft, welche ihn nach hier überführte. Während der Fahrt hatte er geschlafen. Als er in Terre Haute anlangte, war er noch immer der An sicht, daß er in Chicago war. Nachdem er einige Straßen abpatrouillirt hatte. blieb er plötzlich vor einem Hause stehen, welches er für das von ihm be wohnte hielt. Als ihm von den Be wohnern nicht der Einlaß gewährt wurde, wurde er wüthend und er machte Scandal. Die Folge war, daß er verhaftet wurde. Neue Ziegelfabrik. La fayette. Die Union Sand fone Brick Co." von Lafayette ist hier mit einem Actien Capital von 830,000 organisirt worden. DZeselbe wird eine Fabrik, in welcher Ziegeln gebrannt werden, einrichten; 50 Leute werden in derselben Beschäftigung finden. Die Di rectoren der neuen Gesellschaft sind : D. D. Jacobs, Ex Mayor Noah Justice, Fred. Mayer und George A. Srmison von Lafayette, James I. Davis, County Recorder in Anderson, John W. Pertz und Louis I. Dra mond von Elwood. - - Mit demBau derC.B. 5?Chi. c a g o B a h n inJayCounty begonnen. P o r t l a n d. Mit dem Legen der Geleise für die Cincinnati, Bluffton & Chicago Bahn in Jay County wurde am Samstag begonnen. Der erste Hammerfchag wurde von dem 80jäh rize Jsaak Underwood von Pennville im Beisein von mehreren taufenden Personen ausgeführt. Er hielt eine Ansprache, in welcher er darauf hin wies, daß er schon vor 50 Jahren ge glaubt hätte, diese Bahn würde bald gebaut werden, allein immer wieder hätten fich dem Bau derselben Hinder nisse in den Weg gestellt. Begnadigung des Rev. Hinshaw verlangt. L a p o'.r t e. Die Anwälte deS Rev. Wm. A. Hinshaw, welcher wegen der angeblichen Ermordung seiner Frau zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe ver urtheilt wurde und welcher sich jetzt. nachdem er aus 60 Tage parolirt wurde, amZSterbebette seiner Mutter befindet, werden in dieser Woche um eine absolute Begnadigung Hinshaw's nachsuchen. Derselbe hat erklärt, sich wieder um eine Anstellung als Geist licher bewerben zu wollen, nachdem er zur Zufriedenheit Aller feine Unschuld nachgewiesen hat. GoldeneSKirchenjubiläum. Fort Wayne. Am nächsten Mittwoch findet in Avilla das goldene Jubiläum der dortigen katholischen Kirche statt, zn welcher ein großartiges Programm ausgestellt worden ist und wird der Tag für die Mitglieder der Gemeinde und ihre Freunde ein Fest tag sein. Der hochw. Vater Oechter ting von hier wird beim Morgengottes dienst daS Hochamt celebriren und eine Predigt in deutscher Sprache halten. während der hochw. Bischof Alerding englisch predigen und auch einer Klasse von 30 jungen Leuten das Sakrament der Firmung ertheilen wird. Am Nachmittage hält der hochwür dige Vater Laycock, S. I., eine Pre digt und am Abend findet eine große Feier in der Musikhalle statt, bei wel cher Reden gehalten werden von dem hochw. Bischof Al:rding; Vater Mor rissey, Präsident der Notre Dame Uni versitüt; Vice Gouverneur Gilbert, Bürgermeister Henry C. Berghoff, Richter Adair und Vater L aycock.

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