Indiana Tribüne, Volume 27, Number 90, Indianapolis, Marion County, 5 December 1903 — Page 5
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JndSana Tribune, 5. Dezember 1903, 3
Zvarum der alte Vcwisscr girn ' Von Ksrl Neis. Schon vor fünfzehn Jahren hieß es, er gehe. Seit zweiundzwanzig Iah ren war er Amtsgerichtsvorstand; vor elf Jahren wurde er Oberlandesgerichtsrath. Jetzt geht er bestimmt, sagten damals seine Collegen: er hat nur noch auf das gewartet. Die boshaften unter ihnen behaupteten, er sei ZUM OberlandesgerichtZrath nur gegen die bündige Zusicherung befördert worden, daß er nach der Beförderung sofort um seine Pension einkomme. Es verlautete, daß er in der Hauptstadt schon eine Wohnung gemiethet habe. Man nannte seinen Nachfolger und dessen Nachfolger und dessen Nachfolger, die ganze Reihe herunter. Aber der alte Gewisser ging nicht. Dann sagte man, nach den Gerichtsferien werde er gehen. Er hatte nichts von den Gerichtsferien; seinen Urlaub nahm er im Mai und Sitzungen hielt er nicht mehr. Es war nicht einzusehen, warum er die Gerichtsferien abwarten sollte. Aber weil ander.', für welche die während der Gerichtsferien zu genießende Muße einen angenehmen Abschluß bildet, diesen Zeitpunkt wählen, hoffte man auch von ihm, daß er zum Schlüsse der erichtsferien sein Abschiedsgesuch einreichen werde. Der alte Gewisser dachte nicht entfernt daran. Das Ministerium, das ihn seit langem gerne von der Stelle weggehabt hätte, behandelte ihn sehr ungnädig. Seine Berichte kamen fortwährend zur Ergänzung zurück. Seine Anträge wurden geflissentlich nicht beachtet. Die Neutapezirung seiner Dienstwohnung wurde ihm verweigert. Der Amtsrichter außer dem Status, der am Gerichte war, wurde ihm genommen. Aber Gewisser ergänzte seine Berichte, beantragte das Gegentheil von dem, was er erreichen wollte, ließ seine Wohnung auf eigene Kosten tapeziren und vertheilte die Arbeit, die derAmtsrichter außer dem Status gehabt hatte, unter die anderen Beamten des Gerichts. eigene Mehrbelastung mit Geschick vermeidend. Der Landgerichtspräsident, der eine feine Z,'ase für Intentionen des Ministeriums hatte jeder Präsident muß sie haben! wollte das SeiNlge dazu thun. Er kam unerwartet auf Visitation, Morgens, Mittags, Abends. Werktags, Sonntags. Er visitirte sämmtliche Richter, die Schreiber, die Registratur, die Holzkammern, die Speicher, die Keller, die Aborte, das Gefängniß alles, was irgendwie zu Visitiren war. Wo sich eine Beanstandung ergab, wurde sie der mangelhaften Aufsichtsführung Eewissers zur Last gelegt. Gewisser trug alles mit Gleichmuth. Mehr als Oberlandesgerichtsrath wurde cr ja doch nicht, und zur Absefcuna. reichten alle diese Beanstandungen lange nicht hin. Als ihrer immer mehr wurden, legte er ein eigenes Fach für sie an. Schließlich trug er seine Verachtung gegen sie so offen zur Schau, daß er sie eirculiren ließ, ehe er sie im Fach begrub. Da die fortwährenden Dienstreisen des Präsidenten diesen zu viel von seinem Aversum verschlangen, verfiel er auf ein anderes Mittel. Er telephonirte an Gewisser zu Zeiten, da er dachte, daß dieser beim Dämmerschoppen sitze, stets mit der Weisung, ihn sofort ans Telephon zu rufen. Hiermit kam er aber infolge des merkwürdigen Umstände nicht zu n Ziele, daß gerade in diesen Fällen regelmäßig eine Störung des Telephonbelriebs eintrat und eine Verbindung nicht herzustellen war. Der Grund dieser seltsamen Thatsache konnte nicht aufgeklärt werden, da stets, sobald Gewisser in das Bureau kam, das Telephon wieder tadellos arbeitete. Nur dem alten Sekretär im Vorzimmer war aufgefallen, daß diefe Störung sich zum ersten Male zeigte, nachdem Gewisser sich von einem TelePhonarbeiter die Einrichtung des Telephons aufs genaueste hatte erklären lassen. Auch der Präsident des Oberlandesgerichts kam auf Visitation. Er beanstundete, daß die rothe Tinte auf dem Schreibtisch Gewissers eingetrocknet war und daß an dem Tische in dessen Bureau ein Fuß kürzer sei als die drei anderen. Gewisser aber goß Wasser in die Tinte und ließ auch die drei anderen Füße des Tisches kürzer machen. Daß dies geschehen sei, theilte er in einem ehrerbietigen Bericht dem Präsidenten des Oberlandesgerichts mit. Dieser stellte von da an die Visitationen bei Gewisser ein. Selbstverständlich wurde Gewisser übergangen, als er an der Reihe war. einen Orden zu bekommen. Merkwürdigerweise nahm er sich das sehr zu Herzen. Er klagte in den Kreisen seiner Bekannten über ungerechte Zurücksetzung bedienter Beamter, über das Vordringen des Streberthums und erklärte schließlich bei einem ungewöhnlich lang ausgedehnten Dämmerschoppen, er habe es jetzt satt, er gehe. Mit Blitzesschnelle verbreitete sich das Gerücht in der Stadt, im Bezirk, im ganzen Land. Am andern Morgen stand el; schon in der Zeitung. Der Präsident, der Oberlandesgerichtsprä sident und das Ministerium erkundigten sich telephonisch, ob das Abschiedsesuch schon im Laufe sei. Gewisser
schickte statt dessen ein Dementi an '
Die Zenung uno anlworiete auz Die telephonischen Anfragen, er fühle sich seinem Amte noch vollständig gewachsen. Beinahe gewann es den Anschein, als habe er zu viel gesagt. Ein Ereignik trat ein. mit dem niemand aerechnet hatte: Gewisser wurde krank. Nierenkolik oder etwas ähnliches. Vielleicht hing es mit der Ordensgeschichte zusammen. Nach dem Jnteresse, das seine Krankheit in den weitesten Kreisen erweckte, und nach der
Theilnahme, mit der ihre Entwicklung verfolgt wurde, hatte man meinen Ion nen. Gewisser erfreue sich außerordentlicher Beliebtheit, was doch keineswegs zutraf. Das Interesse und die Theilnähme galten nur der Frage, ob er jetzt endlich gehe.. Gewisser gab aber nicht so schnell nach. Er bat um einen Erholungsurlaub auf sechs Monate. Das Ministerium gewährte ihm zwei Monate und ließ ihm eröffnen, daß eine Verlängerung aus dienstlichen Erwägungen unter keinen Umständen genehmigt werden könne. Sie war auch nicht nöthig; Gewisser kehrte nach zwei Monaten gesund und frisch zurück, und alle Berechnungen, die an seine Krankheit geknüpft worden waren, fielen ins Wasser. Mit der Zeit gewöhnte man sich an den Gedanken, daß Gewisser ewig bleiben werde. Mehrere Jahre hieß es noch, nach den Gerichtsferien werde er gehen. Sogar in die Zeitungen verirrte sich die Nachricht noch einigemal; später wurde sie von den Redaktionen nicht mehr angenommen. Ueberhaupt galt in Juristenkreisen jeder ohne weiteres für einen Aufschneider, der behauptete. Gewisser werde gehen., Leichter hätte man mit der Nachricht, es sei gelungen, ein Loch durch die Erde zu bohren. Glauben gefunden. Nur als er nach fünf Jahren um eine Gehaltsstufe vorrückte, flammte die Hoffnung nochmal auf. Er hat nur darauf noch gewartet, hieß es. Abs? Gewisser erklärte damals beim Dämmerschoppen, er halte es für unanständig, sofort nach einer Gehaltsvorrückung in Pension zu gehen. Einzelne meinten, er werde demnach nur noch ein paar Iahre warten. Aber Gewisser wartete fünf Jahre, und da er nach deren Umlauf wieder im Gehalt vorrückte, stand neuerdings sein Zartgefühl einem Antrag auf Pensionirung hindernd im Wege. Mit einem Male war das Unm'ögliche Thatsache geworden. Niemand wollte, niemand konnte es glauben. Selbst als die gedruckte amtliche Nachricht vorlag, fanden sich noch Zweifler. Erst als nach acht Tagen keine Berichtigung erfolgte, gab man sich darein. Er war wirklich gegangen. Wie war das gekommen? Zuerst hatte kein Mensch eine Ahnung. Dann hörte man dies und das, und mit einem Male stand eine grau-' sige Mär fertig da: Gewisser, der ruhige, gleichmütige Gewisser, hatte offenbar in einem Tobsuchtsanfall auf den Präsidenten des OberlandesGerichts, der nach langer Pause wieder einmal zur Visitation kam, einen thätlichen Angriff gemacht! Es sei zur Ehre aller nah und fern Vetheiligten gesagt, daß sie es entrüstet ablehnten, an eine solche Möglichkeit zu glauben. Gewisser war nicht der Mann, der sich so leicht aus dem Conzepte bringen ließ, und von einer geistigen Erkrankung hatte niemand etwas bei ihm bemerkt. Aber das Genicht erhielt sich hartnäckig und wurde immer mehr ausgestattet. Der Gerichtsdiener und der im Vorzimmer sitzende Sekretär gaben zwar nichts kund, ließen aber durchblicken, daß sie allerlei wüßten. Etwas mußte also daran sein. Es war wirklich etwas daran. Nach und .nach kam es heraus. Die alte Geschichte hatte sich bewahrheitet: wem es beschieden ist, der bricht sich den Fuß an einem Strohhalm. Gewisser hatte einen Hund, einen Rattler gesetzteren Alters, der auf den Namen Pinkus ging. Pinkus war ein infolge Mangels an Bewegung etwas mürrisches, im ganzen jedoch harmloses Thier. Der Mangel an Bewegung hatte aber nicht nur auf seinen Eharakter, sondern auch auf sein Aeußeres ungünstig eingewirkt: Pinkus wurde dick. Diese Thatsache war beim Dämmerschoppen wiederholt festgestellt worden. und der zur Gesellschaft gehörige Thierarzt hatte es für nöthig erklärt, daß sich Pinkus mehr Bewegung mache. Dabei hatte er vorgeschlagen, ihm das Springen über den Stock beizubringen. Gewisser sah da Zweckmäßige dieses Rathes ein, und so erhielt Pinkus alltäglich Unterricht im Springen über den Stock. Er liebte das durchaus nicht, gerieth vielmehr stets, wenn ihm die Uebung angesonnen wurde, in großen Zorn, was aber seinem Herrn, der immer eine Freude hatte, wenn andere sich ärgerten, nur zu Behagen Anlaß gab. So kam es, daß Pinkus schließlich oft Viertelstunden lang knurrend und klaffend im Bureau Gewissers seine Sprünge machte. Ihm gedieh es zum Besten; seinem Herrn aber erwuchs daraus ungeahntes Verderben. Mitten während einer solchen Uebung trat einmal der Präsident des Oberlandesgerichts ins Bureau. Sein Anklopfen war bei dem von Pinkus verursachten Lärm überhört worden. Gewisser fuhr erschrocken vom Sluhl auf und nun geschah das Entsetz licke!
Pinkus, durch die lange Quälerei gereizt, durch das stete Umwenden verwirrt, durch das Aufspringen seines Herrn außer Fassung gebracht, Pm kus, der gesittete, wohlerzogene Hund, vergaß alle Scheu, vergaß alle Ehrfurcht vor der hierarchischen Ordnung, die selbst dem Hund eines Beamten innewohnen muß kurz, Pinkus fuhr mit bösartigem Zähnefletschen dem Herrn Präsidenten des Oberlandesgerichts ans Bein! Ein Blitzschlag, der vor Gewisser in den Boden gefahren wäre, hätte ihn nicht mehr erschrecken können als dies unerhörte Ereigniß. Ein ganzes Le ben lang hatte er in aller seiner amtlichen Thätigkeit stets danach getrachtet, daß man ihm aus seinem -Verhal-ten nichts anhaben konnte. So war es ihm auch trotz geringer Tüchtigkeit gelungen, nach und nach voranzukommen und sich auf dem erreichten Posten zu halten. Nun fühlte er mit einem Male den Boden unter den Füßen wanken. Umstandesgemäßes Verhalten. Mißbrauch der Bureauräume, Gleichgültigkeit gegen den Dienst. Mangel an der gebührenden Unterordnung ein Dutzend solcher und ähnlicher Vorwürfe sausten ihm durch den Kopf und verwirrten ihm völlig jede Besinnung. Alles drehte sich um ihn her. Was thun, was thun? Er griff nach dem Nächsten, was ihm zur Hand kam. O dieses Vieh, dieses niederträchtige Vieh! Racker, verfluchter!" schrie er. Zurück, zurück!" Und in mächtigem Bogen sauste das Pinkus zugedachte Tintenfaß auf die Brust des Herrn OberlandesgerichtsPräsidenten Ein schwarzer Strom ergoß sich über die weiße Weste und den hellen Ueberzieher Pinkus raste mit einem Stück Tuch, das er aus der Hose seines Opfers gerissen hatte, im Zimwer umher , Gewisser aber war vernichtet in seinen Stuhl zurückgesunken. Wie sein Verhängniß sah er den Präsidenten auf sich zuschreiten. Die Unterredung zwischen den beiden, die nun folgte, ist nicht authentisch bekannt geworden. Sie dauerte nicht sehr lange. Als der Herr Präsident ging, nahm er das Abschiedsgesuch Gewissers mit sich. Er hatte das Eisen geschmiedet, solange es warm war. Pinkus aber wurde crn nächsten Tage dem Schinder ausgeliefert.
in typischer (Engländer. In William Edward Lecky, dessen plötzlicher Tod unlängst aus London gemeldet wurde, ist der seit James Anthony Froude's Hinscheiden hervorragendste der englischen Historiker dahingegangen, dessen Name auch im Auslande einen guten Klang hat. Ist auch sein umfangreiches Hauptwerk über englische Geschichte im 18. Jahrhundert dort außerhalb der Fachkreise schwerlich bekanntgeworden, so haben doch seine Bi'cher über die Geschichte Aufklärung in Europa und über die Entwicklung der europäischen Moral von Augustus bis zu Karl dem Großen auch außerhalb Englands, besonders in Deutschland, zahlreiche Leser und Liebhaber gefunden. Diese beiden unter dem Einfluß von Buckles epochemachenden Werke über die Geschichte, der Civilisation entstandenen Jugendarbeiten des verstorbenen Gelehrten zeigen bei allem kritischen Bestreben schon jene eigenthümliche Weichheit, die er später namentlich in seinem parlamentarischen Auftreten bethätigte, und die ihm von Seiten des knorrigen Carlyle, der häufig in seinem Hause verkehrt hat, den Spitznamen einer Weidenruthe eintrug. Lecky wollte sich ursprünglich der geistlichen Laufbahn widmen und hat die zu diesem Zwecke angenommenen, seiner anaeborenen Eigenart entsprechenden Allüren nie abgestreift. Als Unterhausmitglied bot er den politischen Karitaturenzeichnern eine willkommene Figur. Auch Bühnenkünstler, die einen Geistlichen darzustellen hatten, pflegten die Parlamentstribüne zu besuchen und Lecky als Studienobjekt zu benutzen. Hochgewachsen, ?as lange, melancholische Gesicht mit den sanften, blauen Augen, von spärlichem graublondem Haar und dem typischen mutton cliop" - Backenbart umrahmt, stand er mit leicht vornüber geneigtem Kopf da, die Rede strömte ihm in singendem Diskant wie Honig von den schmalen Lippen, während er verbindlich die mageren Hände in derLuft wusch. Einmal hatte er bei einer Abstimmung als Zähler zu fungiren und preßte dann, als er auf das übliche Zeichen d:s Sprechers hin auf diesen zuschritt, mit seinen langen Armen den Cylinderhut so inbrünstig und mit so verlegenem Lächeln auf's Herz, daß es aussah, als wolle er dem Sprecher einen Heirathsantrag machen. Kurzum. er verkörperte in seltener Vollendung den sanftes Typus des englischen Professors, dem namentlich in' seinem äußeren Habitus immer etwas vom Theologen anhaftet, und der bei aller Liebenswürdigkeit robusteren Naturen leicht ein wenig auf die Nerven fällt. Seine Frau, die ihn überlebt, ist die Tochter des holländischen Generalleutnants Baron Dedem. Die deutsche E i n s q l t eßunys - Linie um Paris hatte 1870 die Länge von 50 Meilen.
Ein Pracht-Automodil.
'Je mehr es bei den reichen Amerikanern und Engländern Mode wird, sich zum Reisen nicht mehr der plebejischen Eisenbahn, sondern des Automobils zu bedienen, desto kostbarer und vollj kommener werden die Gefährte, die diese modernsten Globetrotter sich bauen uijur WZ Des Pzacht-Automobil der Marquisevon Anglese y. lassen. Vielleicht das schönste, bequemsie und auch theuerste Automobil, das jemals gebaut worden ist. hat kürzlich die Marquise von Anglesey, eine englische Automobilistin, von der Firma Mors gekauft. Der 35 pferdekräftige üLagen ift so verschwenderisch ausgestattet, daß man ihn mit den LuxusEisenbahnwagen unserer amerikanischen Millionäre verglichen und den Pullman-Mors" genannt hat. Der viercylindrige Motor nach neuestem Mors-Typ hat einen außerordentlich ruhigen Gang und vermag den Riesenwagen mit einer Schnelligkeit von 25 Meilen in der Stunde vorwärts zu bringen. Das Innere des Wagens gleicht, wie das eine Bild zeigt, einem eleganten Salon. Große Spiegelscheiben gewähren ringsum freien Ausblick. In jeder Ecke stehen drehbare, mit rothem Leder überzogeneFauteuils, daneben sind kleine Tische angebracht. Alle Holztheile sind polirtcs Mahagoni. An der Vorwand befinden sich: ein Behälter mir allerlei Gebrauchsgegensiänden, ein Thermometer, ein Barometer, ein Fernrohr, ein Telephon zum Sitz des Lenkers und ein Läuteapparat mit Druckknöpfen. Rechts. Links. Umdrehen, Langsam, Schneller, nach Hause" sieht unter den Knöpfen, und ein Druck auf den entsprechenden TaDer Salon im Automobil. sier gibt dem Lenker die gewünschte Weisung. Natürlich kann der Wagen im Winter geheizt werden. Zur Beleuchtung dient im Innern elektrisches Licht, außen sind vier große AcetylenLaternen angebracht. Die Decke ist im Stile Ludwigs XV. dekorirt. Auch von außen macht das Automobil, wie man sich aus unserem zweiten Bild überzeugen kann, einen eleganten, keineswegs plumpen Eindruck. Gleichniß. Von G. H. Aus der Kohle schwarzem Stein Meinem Herzen hat Natur Diese Gunst gegeben. Daß als Lied d'rin wiedertönt Jedes Stücklein Leben. Meine Freude wird zum Lied, Lied wird alles Schöne. Glück und Liebe klingen mir Liedersüße Töne. Selbst die Leiden werden Lied, Die das Herz mir bannten Werden Diamanten. Autlerlatein. Sonntagsjäger: Neulich fuhr ich per Automobil zur Jagd. Geschossen habe ich freilich nichts, aber mit der Maschine einen Hasen überfahren; dabei ist der Benzinbehälter ezplodirt, und der Hase wurde gleich gebraten." Diese Fremdwörter! Du, Resi, bist du mit Deinem .neuen Platze zufrieden?" D ja. die Gnädige ist sehr lieb und ihre zwei Töchter sind's auch. Und gebildet ist die Aelteste, da kannst Du Dir keinen Begriff machen. Die ist sogar unlängst Doktor geworden und in acht Tagen wird sie auf der Universität renovirt"." Wichtige Ereigniß. Graf: Vorgestern ist mir unser Schloßgeist erschienen!. . . Nach den Familienüberlieferungen müßte daher bis heute Abend in unserer Familie ein wichtiges Ereigniß eintreten, doch das Schicksal scheint den Geist diesmal Lllgen strafen zu wollen!. . . Aber das können wir nicht zugeben, wir müssen dem alten treuen Geist aus der Patsche helfen. . . Wie wäre es denn, liebe Schwiegermama, wenn Sie abreisten? Versorgung. Erbin: Aber, welche Versicherung können Sie mir dafür geben, daß Sie mich nicht blos meines Geldes halber heirathen wol-len?-Graf: O Theuerste, sobald ich Sie zur Frau bekomme, werde ich mir nie mehr Sorgen um Geld ma-chen!"
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