Indiana Tribüne, Volume 27, Number 89, Indianapolis, Marion County, 4 December 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, ! Dezember 1903

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Nach der Heimath. Ungcmcw starke Nucktvanderung ans dem Nclu Yorker Sascn. parr's neuer verband. Rees beim Staatssekretär. Blair angeklagt. Smoot und die Frauen.

Starke Rückwanderung. N e w Y o r k, 3. Dez. Auf dem gestern nach Liverpool abgefahrenen Dampfer Cedric der White Star Linie befanden sich 1.500 Zmifchendecks-Paf-fagiere, bis jett die größte Zahl von einem amer. Hafen. Ter franz. Dampfer La Tourrawe nahm heute 1,000 Zwischendeckler mit; Über 200 mit Fahrkarten fanden wegen Ueberfüllung keinen Platz. Schon seit mehreren Monaten ist die Zahl der Zwischendecks-Passagiere auf allen ausfahrenden Dampfer-Linien sehr hoch. Der Herbst zeigt hierin an sich schon eine höhere Frequenz als die übrigen Monate und in diesem Jahre war der Andrang ganz besonders stark. Viele Arbeiter, besonders Italiener, die sich Einiges erspart, kehren jetzt, nachdem die Nachfrage nach ihren Diensten sich vermindert, dauernd nach der Heimath zurück. Auf dem Dampfer Neckar", der heute nach Bremen abfuhr, befanden sich 1,013 Zwischendecks.Passagiere. Der Schätzung nach gingen in der letzten Woche 9000 Zwischendeckler nach ihrer alten Heimath zurück. Die Rück Wanderer kamen nahezu aus jedem Staate oer Union. Citizens Jndustrial A s s 0 c. D a y t o n, Q., 3. Dez. Die erste Zusammenkunft des Executiv-Comites von der kürzlich gegründeten Citizens Jndustrial Afsoc." fand heute hier hinter geschlossenen Thüren statt. Vor dem Betreten des Comitezimmers hielt Präsident Parry, der Jndian?polis Fabrikant, eine Ansprache, mit Angriffen aus die Wander-Delegaten und Arbei terAgitatoren. Es wurden keine Ge fchäfte erledigt, sondern nur Fragen in informeller Weise besprochen. In jeder Stadt sollen Zweig-Ver-bände des National'Verbandes gegrün det werden. Zum permanenten Sekretär des Verbands wurde A. C. Marshall mit einem Gehalt von $10,000 erwählt. Die erste Session des Verbandes findet am 22. und 23. Febr. in In dianapolis statt. Daselbst wird auch das Hauptquartier errichtet. Reyes beim Staatssekretär. Washington, 3. Dezbr. Der colomb. Geschäftsträger Dr. Herran und der colomb. Svez!alGesan)te Ge neral Reyes frühstückten heute mit Se kretär Hay in dessen Wohnung. Die Jphmus-Ereignisse wurden eingehend durchgesprochen. FrauenClubs und Senat o r Smoot. Washington, 3. Dec. Die Bewegung des National-Congresies der Frauen'ClubZ und anderer Frauen Verbände zur Ausstoßung des UtahSenators Reed Smoot aus dem Bun dessenat wurde heute durch eine Dele zateN'Versammlung eingeleitet. Frau Schoff präsidirte. Sie und ein Comite wurden nachher vom Präsidenten im Weißen Hause empfangen. Die Versammlung forderte in einem Beschlusse gründliche Untersuchung der Anklagen gegen Smoot. Blair von der Grandjury angeklagt. St. L o u i s. 3. Dez. Die Grand jury erhob heute gegen JameZ L. Blair, den ehemaligen Generalanwalt der Weltausstellung, zwei Anklagen aus Fälschung im ersten Grad. Die Anklagen basiren auf Zeugen aussagen, welche I. T. Roderts, ein früherer Angestellter Blair's, vor der Grandjury gemacht hat. Blair besin det sich seit verschiedenen Wochen in einem Hospital. Die Strafandrohung für jeden Fall ist 10 Jahre bis zu le benslänglichem Gefängniß. Blair stellte Abends $10,000 Bürg' schaft. Die verhaftetenKohlen g r ü b e r. Telluride, Col., 3. Dez. 8 von den 11 hier verhafteten streikenden Grubenarbeitern mußten heute unter Bewachung StraßenArbnten verrich ten. Einige hatten Geld, zogen aber vor ihre Geldstrafen abzuarbeiten.

Das asiatische Geschwa der. Washington, 3. Dez. Sekretär Moody erhi:lt eine Depesche vom Commandeur der asiatischen Station, ViceAdmiral Evans, daß die New Orleans". Albany", Cincinnati". Ra. leigh" und Pompeji" heute von Volohama nach Honolulu abfuhren. Die Schlachtschiffe folgen in einem oder 2 Tagen. Untersuchung gegen Ge neral Wood. Washinton, 3. Dec. Der Militär-Ausschuß des Senats setzte heute die Untersuchung der Anklagen gegen General Wood fort. Als erster Zeuge wurde M. . E. Stone, General'Direktor der Assoc. Presse, vernommen. Er machte Aussagen bezüglich der von Wood an ihn gerichteten Wünsche. E. G. Ballairs als Vertreter der Assoc. Presse in Havana zu behalten. Als dessen Bergangenheit den Beamten der Ass. Presse bekannt wurde, erfolgte seine Entlassung. Nachmittags wurde noch Dr. des Ber nie, früher Finanzfekrctär unter Gene ral'Gouverneur Brooks vernommen. Er beschuldigte Wood, die Gesetze CubaS willkürlich in den Post-Processen geän dert zu haben. Das San Domingo Schiedsgericht.

Washington, 3. Dez. Als Vertreter der Vereinigten Staaten bei dem Schiedsgerichtsfalle der Jmprove ment Co." in San Domingo gegen die dortige Regierung ist ExSchatz sekretär John S. Carlisle ernannt. Vertreter der dominik. Regierung ist Herr Galvana, Unparteiischer Richter Gray. Agent für die Ver. Staaten und Anwalt für die Gesellschaft ist I. B. Moore. Die Commission hielt heute ihre erste Sitzung im Zimmer der Zwischenstaatlichen HandelS-Commission. Die Ansprüche betragen 84,500,000 Angeblicher Spion. Denver. Col., 3. Dez. Fred. Waleman, ein Soldat im Camp (Sold sielt), Cripple Creek, wurde heute als Spion verhaftet. Er wird kriegsgerichtlich processirt und kann eventuell zum Tode verurtheilt werden. Nach dem Generaladjutanten Bell war der Soldat von der Grubenarbeiter.Gewerk schaft als Detectiv angestellt. Von der Baumwollen Börse. New York, 3. Dez. Der An kündigung. daß die Abschätzung der BaumwolleN'Ernte seitens des landwithschastlichen Departements etwa 9.962.039 B:n betrage, folgte auf der heutigen Baumwollenbörse ein sensatio nelleS Steigen der Preise und die größ ten bisher verzeichneten. Verkäufe. Schon bei dem Klänge des Wortes neun", die Bezeichnung der Millionen von Ballen, brach eine Erregung los, die das Gesammtresultat der Schätzung nicht mehr abwartete. Die Wirkung .dieser Ankündigung auf den bisher deprimirten Markt war geradezu elektrisch. Raubmord entdeckt. Äuffalo, N. Y., 3. Dez. Die verwesten Leichen von Franz Frehr und seiner Frau, eines bejahrten Paars, da? am 2. November ver schwand, wurden heute in einer Scheune hinter ihrem Hause gefunden. Sie wurden ermordet. Die Schädel sind eingeschlagen und in der Scheune fand man einen Hammer. Als der That verdächtig winde heute in Erie, Pa., der 65-jährige Charles Bonier verhaftet, der am Tage nach dem Verschwinden der Frehr's ihr HauS bezogen hatte. Seine Hausbäl terin Louise Bindholm ist hier in Haft. Bei ihr wie bei einer gleichfalls verhaf teten Verwandten Bonier's fand die Polizei den FrehrS gehörige Gegen stünde. Hinrichtung. Pittsburg, Pa.. 3.Tcz. Jos. Canovisky, der seine Frau am 7. Jan. in Minersville, Pa., ermordete, wurde beute im Gesängnißhof gehängt. Der Tod trat in 12 Minuten ein.

Schroffe Ablehnung Von Mitchell's Vorschlägen durch die Grubenbesitzer.

Denver, Colo., 3. Dez. DeloS A. Chappell, Präsident der Victor Fuel Co. und F. I. Hearne, Präsident der Fuel & Jron Co., beschlossen heute entgiltige Ablehnung des Vorschlags, den Mitchell und die Distriktbeamten zur Aberklärung des Streiks in Süd Colorado gemacht hatten. Es war vorgeschlagen, falls die Besitzer den 8 Stunden-Tag bewilligen, die Anerkennung der Gewerkschaft fallen zu lassen. Wir haben absolut nichts mit Herrn Mitchell oder seinen College zu verhandeln", meinte Herr Chappell. Mitchell und andere Kohlengräber erhielten heute Vorladungen in einer Schadenersatzklage aus S85.000, welche die Victor Fuel Co. angestrengt hat. Vom Gouverneur ist Mitchell zu einer Conferenz eingeladen. Er geht wahrscheinlich morgen nach Denver. Vorläufig sendet der Gouverneur keine Truppen nach den Kohlenfeldern. Trinidad, 3. Dez. Nachmittags hielt Mitchell an eine 4,000 köpsige Menge im Freien eine Ansprache. Er sprach die Hoffnung auf Sieg aus; doch sei ein Erfolg ohne Opfer nicht möglich. Der Verband umfasse 303,000 Personen und sei zu mächtig, um in diesem Staate geschlagen zu werden. Bahn und andereUnfälle. Hamilton, O., 3. Dez. Bei einem Zusammenstoß auf der Dayton & Western Traction Bahn, in der Nähe von Eaton, O., kam ein Passa gier um's Leben und der Motornier wurde schwer verletzt. Lancaster, O., 3. Dez. Bei der Collision zweier Frachtzüge in North Bend wurde einer der Zugführer getödtet; verschiedene andere Angestellte sind verletzt. W av e rl y. O., 3. Dez. In Sargents, einige Meilen von hier, kamen heute bei einem Zusammenstoß auf der Norsolk k Western Bahn 3 Personen um's eben; 2 andere erheblich verletzt. Torpedo Boote in Noth. Baltimore, Md., 3. Dezbr. Von Cap Henry kommt die Meldung, daß ein unbekanntes Regierungsboot Annäherungsversuche an UnterseeTor pedoboot Mocassin", etwa 3 Meilen von der Lebensrettungsstation, macht. New Port. N. I.. 3. Dez. Das in Noth befindliche Torpedoboot Mo cassi.t" befindet sich gemeinsam mit dem Torpedoboot Adder" aus dem Wege nach Annapolis, jedes mit einer Mann schast von 6 Köpfen. Cap Henry, Va., 3. Dez. Dem Rcgierungsboot Peoria" gelang es eines der Torpedoboote in's Schlepp tau zu nehmen; es fuhr in der Richtung nach Norfolk. Die See geht hoch. Kampf gegen die organi sirte Arbeit. Columbus, Q., 3. Dez. Die hiesige Bau- und Handels-Börse hat sich zu offener Bekämpfung der organi sirten Arbeit entschlossen. Gegen den Stadtrath wird eine Klage vorbereitet, UM städtischen Beamten die Begünstigung der Gewerkschaften zu verbie ten. Der Stadtrath hatte einen Beschluß gefaßt, nach welchem UnionAngehörige bei allen städtischen Arbeiten den Vorzug erhalten. Die Ge werkschasten wollen den Kampf bis zur letzten Instanz durchführen, um die Frage hier für immer zu regeln. Das Schlimmste vorüber. Vutler, Pa., 3. Dez. Bis heute Mittag waren der staatlichen Gesund heitsbehörde 1,142 Erkrankungen am typhösen Fieber gemeldet. Wahr scheinlich sind 100 nicht angemeldete Fälle vorhanden. Ein Todesfall und verschiedene neue Erkrankungen kamen heute vor, nach Ansicht der Aerzte ist aber das Schlimmste überstanden. Chicago. Jrederick DrewS, Supt. der Chicago & Great LakeS Dredging & Dock Co., wurde von einem Vorstadtzug auf der Stelle getödtet. Schiffsnachrichten. Angekommen. New York: Rhein" von Bremen. Hamburg: Pennsylvania von New York. Neapel: Sardegra" von New Jork. Abgefahren: New Jork: LaTouraine" nach Havre. London: Menominee" nach New York. Queenstown: Oceanic" von Liverpool nach New tyoil.

Betrieb gesichert.

Keine Schließung der Fabrik'llnter' i nehmungen DoieS. Chicago, 3. Dez. John A. Dowie hat vor dem Concurs-Referen-ten S. C. Eastman als Zeuge zu er scheinen, um über die Finanz-Lage von Zion City vernommen zu werden. Eine diesbezügliche Verfügung wurde heute Nachmittag von Richter Kohlsaat getroffen. Die Concursanwälte Blunt u. Currier machten heute in Zion City eine Jnventar-Aufnahme, um dem Richter darüber zu berichten, ob der Weiterbe trieb aller Dowie gehörigen Unterneh' mungen rathsam erscheine. In den beiden Banken D. wurden nur etwa S12.000 gefunden. Eine Schließung eines der Betriebe ist übrigens nicht wahrscheinlich, da hierdurch Tausende von Menschen in Zion City ihres Verdiensts beraubt würden. Es ist dies einer der Hauptgründe, weshalb Dowie Geschäftsleiter unter Aufsicht der Concurs-Verwalter verbleibt. Man erkennt Dowie's Einfluß auf seine Gläubigern und will alles vermeiden, was Zion City in ein verlassenes Dorf verwandeln könnte. Es stellte sich übrigens heraus, daß die beiden Haupt-Jndustrien des Orts Spitzen und Candy-Fabrik auf keiner zahlenden Basis stehen. Das Mörder-Quartett. Chicago, 3. Dez. Hypnotis mus wird die Vertheidigung des Emil Roeski, einer der Straßenbahn-Schup-peN'Banditen, bei seinem Mordprocesse bilden. Sein Anwalt verständigte heute den Staatsanwalt, er werde beim Processe Sachverständige beibringen, um nachzuweisen, daß Roeski von einem der andern Banditen, Niedermeyer, hypnotisirt worden sei. Das Iahn-Museum in Fret: bürg a. U. Am 27, September übernahm die Deutsche Turnerschaft das in Freybürg a. U. errichtete Jahn-Museum, in dem nunmehr die umfangreichen Sammlungen von Urkunden, Briefen, Bildern und sonstigen Erinnerungen aus dem Leben des Begründers der deutschen Turnerei, Friedrich Ludwig Jahns. und seiner um die Turnerei verdienten Zeitgenossen der Oeffentlichkeit dauernd zugänglich gemacht werden. Der Museumsbau besteht in der Hauptsache aus einem großen Saal zur Aufnahme der Sammlungen, dem ein Rundbau als Vorraum vorgelagert ist. Letzterer wieder wird durch eine um mehrere Stufen erhöhte, säulengetragen Bogennische, die zur Aufstel-. lung von Büsten dienen soll, abgeschlössen. Die Abmessungen selbst bewegen sich in bescheidenen Grenzen. Der Sammlungssaal hat einschließlich des Vorraums eine Länge von rund 60 Fuß bei einer Breite von 26 Fuß. Zu der inneren Ausschmückung der Halle, wie sie insbesondere in einer DasneueJahn-Müseumin Freyburg a. U. reich gemalten Decke zum wirkungsvollen Ausdruck kommt, fügen auch die bunten Glasmalereien der Fensterre! hen ihre prächtigen Effekte hinzu, reizvoll gehoben durch die Wappen aller Städte, in denen die großen deutschen Turnfeste begangen wurden: Koburg, Bonn, Berlin, Leipzig. Frankfurt a. M.. Dresden, München, Breslau, Hamburg und Nürnberg. 'Auch das Aeußere des mit .freier, eigenartiger Auffassung in frühmittelalterlicher Weise entworfenen BauWerks, das in dem prächtigen heimischen Freyburger Muschelkalkstein ausgeführt ist, weist, namentlich in den Ornamenten, einen dem Charakter des Gebäudes anaemessenen Sckmuck auf. Berchtesgaden. BezirkZarzt Dr. Roth feierte mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit, zu der dem Jubelpaare verschiedene Ehrungen bereitet wurden. Winter - Ressort. Warum zeigen Sie diesen Platz als Win-ter-Ressort an. wenn Sie selbst zugeben. daß dasThermometer hier manchmal auf 30 oder 40 Grad unter Zero herabsinkt?- Nun. ist das nicht Winter?"

Äugcnpffcgo im Ivinlcr. Verhütung von Kurzsichtigkeit und Augcncntzündungcn.

MibheUZqkeitttt US Winters Hygienisch Verstöße Kinderarbeite in Schule und HauS Die Petroleumlampe Regeln für Erwachsene. Im Winter, in der lichtlosen Iahreszeit mit ihrem oft trüben Himmel und häufigen Nebeln, mit der Vorherrschaft der Lampe ist das Auge ganz besonderen Anstrengungen ausgesetzt. Es bedarf deshalb in dieser Jahreszeit auch spezieller Pflege, gegen deren Regeln leider aber oft gesündigt wird. Da wird von unvernünftigen Eltern das Lesen und Schreiben der Kinder in vorgerückter Dämmerstunde geduldet; da arbeiten Mädchen bei einer augenmörderischen Handarbeit; da wird ein schon schwaches Auge der gefährlichen Blendung durch sonnendeleuchtete Schneeflächen ausgesetzt. Das menschliche Auge ist aber nicht so robust gebaut, daß es eine Reihe fortgesetzter Mißhandlungen" und gefährlicher Einwirkungen ohne Schaden zu ertragen vermag. Man hat gefunden, daß die Kurzsichtigkeit während des Winters in höherem Grade zunimmt, als während des Sommers. Wenn auch die Kurzsichtigkeit oder die Anlage dazu meist angeboren ist, so wird doch ihre Entwicklung durch Ueberanstrengung der Augen, namentlich in der Schule, außerordentlich begünstigt. Dort findet bei trübem Tageslichte oder mangelhafter Beleuchtung gewöhnlich eine schlechte Haltung beim Lesen, Schreiben und sonstigen Arbeiten statt; der Kopf wird vornübergeneigt, der Hals wird gebogen, das Auge wird dem Gegenstande mehr genähert, als nothwendig ist. Dieses alles ruft eine Vlutüberfüllung in den Augen hervor und fördert die Ausbildung der Kurzsichtigkeit. Die Schulaugenpflege muß daher besonders während des Winters bemüht sein, alle äußeren Schädlichkeiten vom kindlichen Auge fernzuhalten. Es muß für gute Bänke und Tische und für helle Beleuchtung gesorgt werden, und die Arbeiten in der Häuslichkeit, bei denen die Augen angestrengt werden müssen, müssen während des Winters verringert werden. Ebenso wie in der Schule, muß das Kind zu Hause an einem geeigneten Tische arbeiten und dazu einen passenden Stuhl haben. Der Stuhl muß gerade so hoch sein, daß das Kind mit den Füßen auftreten kann. Man muß darauf achten, daß die Ellenbogen gerade auf die Tischplatte aufgelegt werden, ohne daß die Schultern gehoben zu werden brauchen, und daß der Körper nicht vornübergeneigt wird. Wenn möglich, muß die Tischplatte nach dem Sitzenden zu geneigt sein, weil das Auge dadurch weniger angestrengt wird. Ferner darf das Kind auch zu Hause nur bei guter Beleuchtung arbeiten, und da dieses bei Tageslicht im Winter nur wenig möglich ist, so muß die künstliche Beleuchtung eine helle und gute sein, und es muß darauf gesehen werden, daß das Licht von Links kommt, damit der Schatten der Hand nicht auf die Schrift fällt. Ungenügende Beleuchtung bei den häuslichen Arbeiten, blasse Tinte, schlechter oder zu kleiner Druck der Lesebücher, gewisse feinere Ausschnitte und Flechtarbeiten in den Km dergärten legen den Grund zur Kurzsichtigkeit, ja sie können auch zu BindeHautentzündungen Veranlassung geben. Was die künstliche Beleuchtung im Hause während des Winters betrifft, so soll das Licht nicht blenden, nicht zucken, nicht zu heiß und nicht zu schwach sein. Die Petroleumlampe, mit einer Milchglasglocke versehen, entspricht diesen Anforderungen am besten, vorausgesetzt, daß sie ein helles weißes Licht gibt und so aufgestellt ist, daß sie genügend Licht auf den Arbeitsplatz wirft. Die Lampe wird am besten mit einem hellgrünen Schirme bedeckt. Die Abblendung des Lichtes ist auch dann nothwendig, wenn Gaslicht, insbesondere Glühlicht oder elekirisches Licht für die Arbeit benutzt wird. In gleicher Weise sollen aber auch Erwachsene während des Winters Vorsicht üben; sie sollen ihre Augen bor Zugluft und scharfem, kaltem Wind möglichst schützen, sollen nicht übermäßig lange in raucherfüllten, schlechtbeleuchteten Lokalen" sitzen, nicht in der Dämmerung oder im Eisenbahnwagen oder im Bette zu lange lesen, bei unzureichender Beleuchtung Klavier spielen, auf dunklen Arbeitsplätzen, Kontorräumen und Werkstätten übermäßig lange und bei ungenügendem Lichte arbeiten. Derjenige aber, dessen Auge schwach ist oder gereizt, oder den der Kampf um's Dasein zur vielen Arbeit bei künstlicher Beleuchtung zwingt, kann dadurch sehr zur Augenpflege beitragen, daß er die Augen während des Winters wenigstens öfters mit kühlem, weichem Wasser wäscht, dem er noch etwas Borax zusetzen kann, oder auch mit kühlem Fenchelwasser. Oft ist es nöthig, bei Blendungsgefahr, bei Ueberreizung des Auges oder bei bereits eingetretener Erkrankung desselben einige Zeit hindurch eine blaue Brille zu tragen, worüber am besten der Arzt zu befragen ist. Für militärische Zwecke verwendet Frankreich 33 Prozent seiner Einkünfte.