Indiana Tribüne, Volume 27, Number 88, Indianapolis, Marion County, 3 December 1903 — Page 4
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Sn&tmta Tribüne, 3. Dezember 1903.
Indiana Tribüne. HerauSgeAebcn von der Gutedt?s J. Indianapolis, Ind.
Sarry O. Thudlum t t Präsident. GeschSftSlocal: No 31 Süd Delaware Straße. Telephone 2K9. Kniered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Die schwarze Vürde. - Die Berichte unserer städtischen Be amten zeigen klar, eine wie große finan cielle Last die schwarze Bevölkerung un serem BürgertHume ist. Das farbige Gestndel scheint Indianapolis als besonders wünschenswerthen Aufenthaltsort ausersehen zu haben; vergleicht man die Zahl der Farbigen, die der öffentli chen Wohlthätigkeit anheimfallen, und die, welche unsere Polizei und die Gerichte in Athem erhalten, mit der Ge sammtziffer der farbigen Einwohner schaft, so ersieht man, daß es unter der ganzen schwarzen Bande nur eine ver. schwindend kleine Anzahl giebt, die man als wünschenswerthe Bürger betrachten kann, und selbst dieser verschwindend kleine Theil drückt sich von den Steuer, pflichten, wo eZInur angeht. . Unter den Pfleglingen des Armen Hauses besonders zeigt sich der Prozentsatz der Schwarzen besonders groß. (5r beträgt einen Bruchtheil über 42 Prozent. Das Verhältniß der schwarzen Bevölkerung zur Weißen verhält sich hingegen wie 3 zu 17. Die Polizei verhaftet durchschnittlich jährlich 1700 Farbige zumeist wegen Diebstahls, Einbruchs oderZKörperverletzung. Der von den Farbigen bewohnte Stadttheil macht die besten Anstrengungen der Polizei nothwendig und die anderen von Weißen bewohnten Stadttheile erhalten daher nur spärlichen Polizeischütz. Dabei muß man bedenken, daß die Polizeimannschasten, welche das Afrika unserer Stadt bewachen, nicht etwa zum Schutze des Eigenthums dorthin geschickt werden, denn zu stehlen giebt es dort herzlich wenig, sondern um Krawalle und blutige Ausschreitungen zu unterdrücken. Es ist für uns eine wenig wünschenswerthe , GeseUschzst, deren Anwesenheit unS das politische Liebäugeln mit den farbigen Stimmgebern aufgehalsthat. Das lasterhafte Gesindel, welches Nachts unsere Straßen unsicher macht und überdies ldem Beutepolitiker genug Stimmvieh liefert, um die Stimmen anständiger Weißen in gefahrdrohender Weise zu neutralisiren, vergällt den Bürgern im Sommer den Aufenthalt in den herrlichen Park-, zu deren Unterhalt sie keinen Deut beitragen. Es ist zumeist für die Krankheitsepidemien besonders für Verbreitung der Blattern verantwortlich und mißachtet jede sanitäre Vorschrift der GefundheitSbehörde. Auch der Staat muß theuer für die Anwesenheit der Schwarzen bezahlen. Die Prozessirung der LeichenräuberBande verschlang'Tausende, die Unterdrückung der Rassenlrawalle im Innern des Staates kostete außer Menschenleben ebenfalls eine bedeutende Summe. Das Leben eines Armenhäuslers ist an sich kein angenehmes, aber geradezu entsetzlich muß eS für einen früher anständigen Weißen, den Schickfalsschläge auf die öffentliche Wohlthätigkeit angewiesen haben, sein, wenn ihm daZ bischen Gnadenbrot noch dadurch verbittert wird, daß er es inmitten einer Rotte Schwarzer, welche niemals einem Gemeinwesen nützlich waren, verzehren muß. Wir gönnen auch dem mittellosen und hilflosenSchwarzen sein Brot, sind aber sicher daß, wenn der farbige Theil unserer Bevölkerung für den Un terhalt ihrer Rassegenoffen im fiädtischen Armenhaus zu sorgen hätte, dieselben kaum satt zu essen haben würden. Wir haben den Farbigen alle Bür gerrechte gewährt, sie sollten nun angehalten werden auch die Pflichten der Bürger zu erfüllen und für ihre Ar. men mitsorgen zu helfen. Der oberste Gericktshof des Staa tes Texas hat das Local Option-Gesetz für unconstitucionell erklärt und verfügt, daß die Zusendung von geistigen Getränken in Gebinden von außerhalb deS Staates nicht verboten werden könne. Damit ist Jedem, Privatper. fern oder Club, aeftattet, Spiritussen von auswärts zu beziehen, wodurch die Absicht der Prohibitionisten vereitelt ist. Jedermann kann sich sein Getränk im Faß oder Flaschen, sogar bis zu einem
Quart herunter, kommen lassen, nur der Verkauf beim Glas bleibt unter, sagt. Local Option in Texas war eine Art von Eompromiß zwischen den bor tigen Prohibitionisten und ihren Geg nern. Die Ersteren erklärten sich schließlich, da es ihnen zweifelhaft zu sein schien, ob im Staat eine Mehrheit für ein Prohibitions'Amendement zu be kommen sein werde, mit Local Option einverstanden. Besser Prohibition nur in einer Anzahl von EountieS, als gar keine Prohibition dachten sie. Sie hatten aber mit dem Local-Op tion-Gesetz besser abgeschnitten, als sie zu hoffen gewagt hatten. In den Abstimmungen der letzten Zeit stimm ten über 200 Counties des Staates trocken. So war ziemlich der ganze Staat unter dos Prohibitionsgesetz gezwun gen worden. Die schlimmen Ersah rungen, die man in anderen Staaten, zumal auch in dem nahen Kansas, mit diesem reaktionären puritanischen Schwindel gemacht h itte, schreckten die Prohibitionisten keinen Augenblick zu rück. Wann hätten auch jemals die fanatischen Menschen der Stimme des gesunden Menschenverstandes Gehör geschenkt? Den nachteiligen Folgen der Prohibition in über 200 Counties des Staa tes ist nunmehr durch die soeben gege bene Entscheidung des Staatsoberge richts vorgebeugt. Bis auf Weiteres wenigstens. Denn daß diese puritani schen Fanatiker nach der gerichtlichen Entscheidung ihre aggressive Agitation für Prohibition im Staate aufgeben werden, wird Niemand glauben, der das gewaltthätige Treiben dieser Leute kennt. Nach der gerichtlichen Entscheidung darf nun zwar in Counties, welche für Local Option, gestimmt hatten, kein geistiges Getränk irgend welcher Art beim Glas verkauft werden; der Betrieb von Wirthschaften wird also dort sehr erschwert, oder gar unmöglich gemacht sein. Da aber der Verkauf in Fässern und Flaschen, oder beim Quart freigegeben ist, wird man den Vereinen den Verkauf geistiger Getränke nicht verwehren können, und an die Stelle der bisherigen Saloons werden nun in Texas die Clubs treten. Da ihre bisherige Agitation miß glückt ist, werden nun jedenfalls die Befürworter von Local-Option offen für Annahme eines Prohibitionsamen. bementS zur StaatS-Constitution agitiren. Die liberalen Stimmgeber werden im eigenen Interesse ihre letzthin geschaffene Organisation fo sehr wie möglich verstärken müssen, wenn sie der Agitation der puritanischen Fanatiker wirksam begegnen wollen. . Naturforscher sind mit der Erklärung der Ursache der 'dicken Schwefeldämpfe, welche jüngst Caracas, Venezuela, einhüllten, beschäftigt es sind jedenfalls nur Ausdünstungen der Castro'schen Schwefelbande. Einige Reichstags Abgeordnete wollen auf Grund der Enthüllungen im jüngsten Processe gegen den Forbacher Ex-Leutnant Bilfe vor dem Kriegsgerichte in Metz anregen, daß Offizieren, welche längere Zeit in Grenzgarnisonen dienen müssen, eine Gehaltszulage be
willigt wird als Entschädigung für den Verzicht auf die Genüsse, welche größere Garnisonstädte den Offizieren bieten, ähnlich der sogenannten OstmarkenZulage, welche den Beamten in Posen und Westpreußen aus gleichem Grunde gewährt zu werdev pflegt. Wenn durch die fragliche Anregung der Fall Bilse im Reichstag auf's Tapet kommt, wird die Debatte an Lebhaftigkeit zweifellos nichts zu wünschen übrig lassen. Namentlich werden die Sozialisten sowohl die in Bilse'S Sensationsroman Aus einer kleinen Garnison" geschilderten Vorgänge mit Gusto r?kapituliren wie auch die durch den Prozeß aufgedeckten Mißstände in den Grenzgarnisonen zu geißeln wis sen. Aber auch von anderen Parteien wird der Regierung dieserhalb zugesetzt werden, und man darf sehr gespannt sein auf das Gesicht, welches der neue Kriegsminister Generalleutnant von Einem, machen wird, wenn er auf die Angriffe entgegnet. Indianapolis Lafahette. Die erste Fahrt über die Indianapo lis ck Northwestern Jnterurban-Linie nach Lafayette wurde gestern unternom men. Der reguläre Betrieb dieser Li nie soll am Montag beginnen. Raucht die BONANZA.
Behörde für öffentliche Werke.
Verschoben. Die für gestern geplante Besprechung der Specificattonen des neuen städt. BeleuchtungSContracteS wurde wegen der Abwesenheit deS Mayors Holtzman bis zum nächsten Montag verschoben. Curzon Str. Trubel. Eine lange und hitzige Debatte entspann sich vor der Behörde über den von der Grundbesitzerin Frau Emma Wabnitz gestellten Antrag, die Curzon Str., zwischen New Vork und Mich! gan Str., eine ehemalige Alley, die von der früheren Behörde für öff. Werke geöffnet und erweitert worden war, wieder zu schließen. Ed. Little, der Anwalt der Frau Wabnitz und anderer Grundbesitzer machte geltend, die frühere Behörde habe die Oeffnnng der Alley resp. Curzon Straße nur angeordnet, um den Besitzern der Oxford Place Addn. zu Gefallen zu sein, und ohne Rücksichtnahme auf die angrenzenden Grundbesitzer, die infolge der Oeffnung der Straße nunmehr bei Straßenver besserungen doppelte AsseßmentS zu zahlen haben würden. ExMayor Denny, der als Vertreter der Oxford PlaceEigenthümer erschien. protestirte ernstlich gegen Little's AuS führungen und eine hitzige Debatte folgte. Die Behörde endigte dieselbe, indem sie die Angelegenheit unter Berathung nahm. Detentions. Hospital. Pläne. Die von den Architekten Dupont und Johnson ausgearbeiteten Pläne für das Detentions-Hospital, in Uebereinstim mung mit den letzten Beschlüssen deS Mayors und der Gesundheitsbehörde (über die mehrmals berichtet worden ist), wurden von der Behörde gutge heißen. Angebote für die Ausführung der Arbeiten werden bis zum 16. De cember entgegengenommen werden. Verweigert wurde vorläufig die Bezahlung von 81400 für Kohlen, welche die Jndpls. Mortar & Fuel Co. vor der Schließung deS neulichen ContracteS für die Tomlinson Halle und für die Bright woodPumpstation geliefert hatte, und zwar nur auf den mündlichen Austrag von verschiedenen Mitgliedern der frühe ren Behörde. . ' ' Gleichzeitig liefen von den Ingen! euren der Tomlinson Halle und der Pumpstation Klagen darüber ein, daß die von der Compagnie jetzt, unter Contract, gelieferten Kohlen an Qualitüt nicht den Contract.Bedingungen entsprächen und zuviel Dreck und Ab fall enthielten. Die Behörde ordnete eine genaue Untersuchung an. Grablegung der North w e st e r n A v e. Angenommen wurde von der Be hörde die Resolution betreffend die geplante Grablegung der Northwestern Ave., von einem Punkte 473.25 Fuß südlich der 23. Straße bis zur 21. Str., resp. Wilmington Ave. Eine Anzahl tun erstmaligen AsseßmentUmlagen wurden gutgeheißen und zum Schlüsse wurde der Ingenieur mit der Ausarbeitung der Pläne für die Cemen tirung der Sw. an der 11. Straße, Nordseite, von Pennsylvania bis Meridian Str., beauftragt. Weisfenbach's Wirthschaft, No. 1401 Madison Avenue. Neue Inkorporationen. Neue? Hospital in Richmond, Ind. Die Reid Memorial Hospital Association" von Richmond wurde gestern incorporirt. Dieselbe beabsichtigt, dort selbst ein Hospital verbunden mit Krankenwärterinnen Schule zu er bauen und zu betreiben, und zwar zur Ehrung des ehemaligen Richmond Bürgers und jetzigen Stahl-Magnaten Dan. Reid, der für das Hospital einen S50,000-FondS gestiftet hat. Zu diesem Fonds hat die Stadt Richmond $10,. 000 beigesteuert, während die Bürger 515,000 subfcribirl haben. Die In corporatorm sind George H. Egge meyer, Elements W. Ferguson, Adam H. Bartel, Matthew H. Dill, Charles E. Marlatt, John H. Johnson. Henry H. Hadley Jr., Samuel W. Gear, Stephen S. Strattan und John L. Rupe, alle von Richmond. Als auswärtige Corporation wurde die Jllinoiser Firma George E. Lloyd & Co. zur Betreibung ihres Geschäftes in Jndiana zugelassen. Die Co. will in Elkhart eine H75,000.Fabrik zur Herstellung electrischer Apparate enich-
Keine Vergnügungsreise. 10 BundeSsträflinge in's Zuchthaus abgeführt. Zehn von Bundesrichter Anderson zu Zuchthaus Strafe verurtheilte Sträflinge wurden gestern unter Bewachung von BundeS'Marschall Pettit und 6 Deputies nach der Strafanstalt in Fort Leavenworth überführt. Die Gefangenen und ihre Strafen sind: George Marvin, 3 Jahre; Jesse King, 4 Jahre;. JameS StarkS und
Albert Jackson, 2 resp. 3 Jahre; Wm. Whittaker, 1 Jahr; Daniel Zimmer man, 1 Jahr; Patrick Hartman, 1 Jahr; Harry LaRue und Wm. May je 1 Jahr; Edwin H. Cardin, 1 Jahr. Kleine Stadtnachrichten. Die. GaS Consumenten Liga" begann gestern mit der Aussen dung der 5000 Circulare, durch welche die Jndianapoliser zum Anschluß er muntert werden sollen. Das. Gene ral Comite der Liga versammelt sich heute Nachmittag um 1 Uhr. Das I m p e r i a l H o t e l Eigenthum" an Capital Ave. und Ohio Str. ist gestern von E. C. Cofsin und der Berkshire Life Ins. Co. für $200,009 an die am Dienstag organi sirte und incorporirte Jndpls Hotel Co." verkauft worden. Für 875,000 verkaufte die Berkshire Life JnS. Co. an die Fede ral Manufacturing Co. das Gebäude an Georgia und Senate Ave., in dem sich früher die Fabrik der Jndpls. Chain & Stamping Co. befand. Die ToppHygienicMilk Cö." beabsichtigt auf dem vorgestern für S23,000 John W. Williams ab. gekauften, 121 Acker umfassenden Grundstücke in Brightwood, zwischen der Big FourWerkstätten und der 21. Straße, eine ModellMilcherei für 400 Kühe zu errichten. Dameu der Gesellschzft" als Wäscherei-Besitzerinnen. .Die Actionäre der neulich organisir ten Century Sanitary Laundry Co.", zu denen bekanntlich eine Anzahl der prominentesten Damen der Stadt ge hören, haben die folgenden Beamten erwählt: Präsident Frau I. B. Elam. 1. Vice.Präsident Dr.Bruce Wylie. 2. Vice.Präsident Frau Jos. Al lerdice. Secretär W. C. Vryan. Schatzmeister W. B. Holton. Genl.'Mgr. F. B. Comstock. Personal-Notizen. Herr Professor AlexanderEr n e st i n o f f , der verdienstvolle Dirigent des Deutschen Clubs und Musik. Vereins, hatte das Unglück, kurz vor dem Beginn der Generalprobe, als er den dunken Concertsaal betrat, gegen einen Balken zu stoßen. Die Spitze desselben brachte ihm zwei tiefe Schnittwunden oberhalb des rechten Auges bei. Trotz dcr unsäglichen Schmerzen, welche er auszustehen hatte, leitete er, nachdem die Wunden von einem Arzte zugenäht worden waren, doch tapfer die Probe. Heute Abend wird er seldstverständlich das Concert dirigiren. Grundeigenthums Uedertragungen. Benjamin H. Dugdale an Koert D. Hawley u. A., Lot 114, Wooöruff Place, 82,250. Jacob C. Yuncker an Morton B. Harod u. A., Theil von Lot 20, Clif ford Place Add., 81,400. Phillopena Eck an John B. Galla gher, Lot 17, Cottage Home Addition, 82,600. Richard M. Coleman an Samuel M. Baughman u. A., Lot 18, Waldon's Central Ave. Add.. 82,000. Jos. Taggart an Albert Trown, Theil von Lot 53, Krnwood Park Add., $1,85. Bauerlaubnißschein t . MrS. L. L. Cadwadeller, hölz. WohnHaus, Süstwest-Ecke Congreß und Ra der, $2,312. Union Trust Company, Flatgebäude mit Ladenlocalen, N. West Str., nahe Washington, $6,000. C. W. Cotton, Reparaturen, 703 E. Pratt, $115. Vienna Habich, Reparaturen, 1031 Hamilton Ave. Louis Beever, Cottage. nahe 12. und Tuxedo Str., $500. Fred Critsby, 1114 Olney Str., Wohnhaus, $500. James F. Bailie, Reparaturen, 423 AgneS, $500.
. . -- r t . . t t t . 4 .. Haus, Huf und ZandA T T "I"""I.I,t.I"A.II,II",2I,I'II"I""Il"I,"I'IM Steinkohlentheer oder Wagenschmiere entfernt man aus Leinwand mit Seife, Terpentin und mittelst Auswaschen mit warmem Wasser. b ei) u $ gegen R o t. Um Schlittschuhe, Fahrräder etc. gegen das Rosten zu schützen, gibt es ein gutes, einfaches Mittel. Man macht einen Eßlöffel Wachs flüssig, nimmt es vom Feuer, gießt dann einen Löffel gutes. reines Terpentinöl darunter und rührt es tüchtig um. In diese Masse taucht man ein kleines Läppchen und reibt das Objekt damit ein. Seidene Tücher wäscht man nicht mit Seife, sondern mit KartoffelWasser. Man reibt einige geschälte Kartoffeln in einer Schüssel mit frischem Wasser, läßt sie eine Stunde stehen und preßt sie alsdann durch ein Sieb. In dem ablaufenden Wasser wäscht man nun die Tücher; dieselben werden in dem Wasser sehr schön rein und erhalten ihren früheren Glanz. Nothkohl mit Kastan i e n. Man hoble die Kohlköpfe, nachdem die Strünke herausgenommen, fein, dämpfe sie in Butter mit feingeschnittenen Zwiebeln, gebe etwas Weincssig und rothen Wein nebst zwei mürben, geschälten und in Scheiben geschnittenen Aepfeln dazu und dämpfe es weich. Dann richte man es in Kranzform an und lege in die Mitte gedämpfte Kastanien. Schuhwerk aufzubewahren. Wenn Schuhe und Stiefel außer Gebrauch an einem feuchten Orte aufbewahrt werden, so bildet sich darauf ein Schimmel oder Pilz, der zerstörend auf das Leder einwirkt. Selbst an einem trockenen Ort schrumpft die Fußbekleidung ein und wird hart. Terper.tmöl wirkt sehr günstig auf das Leder und hält zugleich Mäuse und Ratten ab, die sonst das Schuhwerk zernagen. Ratten aus Ställen oder Scheunen zu bertreiben. Am besten gelingt es, diese lästigen Nager zu vertreiben, wenn man Nuß oder Theer in die Löcher schüttet und diese dann mit Glasscherben und Cement verstopft. Wenig bekannt ist das alte Mittel, eine gefangene Ratte in Theer zu tauchen und dann laufen zu lassen. Sie wird alle übrigen Nager durch die ihr widerfahrene Behandlung zum Abzuge veranlassen. Badewasser soll man dem Vogel nicht eher vorsetzen, bis er vollständig eingewohnt ist, auch nicht bei naßkalter Witterung im Spätherbst, an-kurzen 'trüben Tagen, oder , wenn das Zimmer nicht mindestens gewöhnliche Stubenwärme hat. Freifliegenden Vögeln in der Vogelstube, wo sie selbst bei strenger Kälte freiwillig und meistens mit großem Eifer baden, schadet dies selbst unter anscheinend ungünstigen Verhältnissen niemals. Zur Verhütung des Anl a u f e n s und Blindwerdens vernickelter Gegenstände und um den Gegenständen dauernd einen schönen Glanz zu erhalten, wird empfohlen, die Gegenstände einige Sekunden in ein aus einem Theil Schwefelsäure und 50 Theilen reinem Spiritus bestehendes Bad zu tauchen. Hierauf sind die so behandelten Gegenstände in klarem Wasser unter Zusatz von reinem Spiritus abzuwaschen und in Holzmehl abzutrocknen. E n g l i s ch - S t e tt Recht zartes Rindfleisch schneidet man in Scheiben, läßt es in Butter einige Minuten von beiden Seiten anbr en und dann in etwas Bouillon langsam weich schmoren. Hierauf fügt man ein Glas Portwein, einen Theelöffel voll Reismehl, einige gehackte Champignons, Citronenschale und den Saft einer halben Citrone, sowie das nöthige Salz hinzu, läßt das Gericht noch eine Viertelstunde leise kochen und servirt es mit Kartoffeln und Gemüse. Den kleinen Kindern kein Bier und keine Wurst! Das Bier wird Kindern oft schon vom zweiten Lebensjahre an dargeboten. Daß dieser Genuß, selbst wenn es sich um das leichteste Vier handelt, vom Uebel ist, braucht kaum hervorgehoben zu werden. Verwandt mit dem Biergenuß ist das Wurstessen. Auch dies tritt bei Kindern oft viel zu früh, nicht selten schon bei einjährigen Kindern ein. Es kann nicht wundernehmen, daß bei so übermäßigem Fettgenuß Klagen über verdorbene Magen und Gestchtsausschlag oft ertönen. Weintrauben st rudel. Man nimmt ein Pfund Beeren, wäscht sie und läßt sie abtropfen, alsdann beträufelt man sie mit etwas Citronenfast, bestreut sie reich mit Zucker und schüttelt sie damit, fleißig um. Jetzt macht man aus zwei Eiern, Mehl, einer Prise Salz und einem Löffel Zucker einen Nudelteig und röstet Pfund geriebene Semmel in Butter braun. Der Teig wird ausgerollt, die geröstete Semmel und die Weinbeeren darauf ausgebreitet, das Ganze noch mit heißer Butter beträufelt und dann der Strudel gerollt und in der Pfanne mit Schmalz im Bratofen gebacken. Von der Sclrundärbalnr. Maschinenführer (der den Zug nur langsam vorwärts bringen kann): Sakra, da hat gewiß wieder so'n Malefizpassagier ein Retourbillet gelöst!
Frenzel
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