Indiana Tribüne, Volume 27, Number 87, Indianapolis, Marion County, 2 December 1903 — Page 6

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Jüdinn a Tribune, 2. DtZclnber 1903

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Europäische Nachrichten Provinz Sachsen. Magdeburg. Der durch seine hervorragende Thätigkeit im LehrerVereins - Wesen bekannte Lehrer Karl Hering trat in den Ruhestand, nachdem er 42 Jahre sein Amt verwaltet hat. Stadtverordneter dornte hat das Amt eines Handelsrichters beim hiesigen Landgericht, das er 18 Jahre hindurch mit größter GewissenhaftigUM verwaltet hat. niedergelegt und erhielt in Anerkennung seiner verdienstvollen Thätigkeit ten Rothen AdlerOrden. Aschersleben. Vor einiger Zeit waren hier mehrere jüngere Arbeiter eines Mädchens wegen in Streit gerathen. Dabei hatte der Arbeiter Karl Giesemann den 19jährigen Arbeiter Otto Hohmann mit einem Messer gestochen. Letzterer ist den schweren inneren Verletzungen im hiesigen Krankenhause erlegen. Der Thäter ist bereits nach der That verhaftet worden. Breitenbach (Eichsfeld). In einer Scheune brach Feuer aus. welches sich bei dem herrschenden heftigen Winde ungemein schnell ausdehnte. Die hiesige Feuerwehr und die aus den Nachbarorten erschienenen Wehren standen dem Element fast machtlos gegenüber, da es an Wasser fehlte. So legte das Feuer 13 Gebäude (7 Wohnhäuser und 6 Scheunen) in Asche. Eilen bürg. In Ninteln derschied plötzlich der hiesige Bürgermeister Sydow infolge einer Lungenentzündung. G l i n d e. Von einem schweren Geschick ist der Pastor Steinhausen hier betroffen worden. Der Geistliche, annähernd Sechziger, hatte seinen Amtsbruder in Pömmelte vertreten; als er die Kanzel verließ, konnte er plötzlich nicht sehen, so daß er geleitet werden musste. Der Erblindete ist sofort nach Hall: gebracht worden. N a u m b u r g. In der Niederlage des Richter'schen Drogengeschäfts kam der Markthelfer Ehrhardt durch eine Terpentin - Explosion um's Leben. S ch m ö l a u. Die Wohnhäuser der Grundbesitzer Meyer und Richters brannten vollständig nieder. Meyer wurde bei den Rettunqsarbeiten durch einen einfallenden Schornstein schwer cm Beine verletzt. Vom Hausgeräth ist wenig gerettet. Provinz atxnovev. Hannover. Die Hochzeit de früheren Kommandanten des Kanonenboots Iltis". Fregattenkapitän? Lans. mit Fräulein Anna v. Cölln, Tochter des Kommerzienraths v. Cölln und dessen Gemahlin, geb. v. Jsing, fand kürzlich hier statt. Direktor August Woge, Begründer und langjähriger Leiter der Hannover'schen PaPierfabriken in Alfeld und Gronau, ist hier gestorben. Einjährig - Freiwilliger Cordes von der 6. Compagnie des Füsilier - Regiments No. 73 erschoß sich in seiner Wohnung Brandstraße 7. Der Tod trat sofort ein. Der zwei Jahre alte Knabe der Eheleute Lieker stürzte vier Stockwerke hoch aus einem Hause an der Schmiedestraße in den Hof hinab und war auf der Stelle todt. Seine Leiche wurde in das gerichtliche Todtenhaus geschafft. A l t e n b r u ch. Der bejahrte Hofbescher Adolf Gerdts im hiesigen Osterende stürzte beim Korneinbringen von dem Boden der Kornscheune auf die Diele und verschied bald darauf. Breitenberg. Durch eine gräßliche Mordthat wurde unser Ort in Aufregung versetzt. Man fand den Ackermann Stolze mit zertrümmertem Schädel in seinem Bette vor. Der 24jährige Sohn Hermann, der des Mordes dringend verdächtig ist. wurde auf Befehl der Göttinger Staatsanwaltschaft in Homme bei Bochum, wo derselbe als Maurer arbeitet, verhaftet und nach Göttingen in das Landgerichtsgefängniß transporttrt. Die Ursache zu der grausigen That soll eine schwebende Untersuchung wegen Brandstiftung sein, deren der Mörder verdächtig ist und in welcher er fürchtete, von seinem Vater schwer belastet zu werden. E l z e. Tischler Tegtmeyer wurde auf seinem Hofe todt aufgefunden. Tegtmeyer war spät nach Hause gekommen, hat sich vermuthlich mit der brennenden Cigarre ins Bett gelegt und ist eingeschlafen. Die Cigarre ist ihm dann entfallen und hat das Bett in Brand gesetzt. Er ist darauf aufaestonden und wohl infolae der azmerzen vurcy v:e erlittenen ranowunden nicht seiner Sinne mächttg aus dem Fenster seiner im Dachgeschoß befindlichen Kammer gesprungen, hat sich durch den Sprung das Genick gebrochen. Lindau. Das Salzhändler Graue'sche Wohnhaus brannte mit Nebenqebäuden und einer mit Stroh gefüllten Scheuer des Gastwirths SU'.rt rück nieder. La he. Daö massive W?hnhauS des Hofbesitzers Wedemeiez wurde durch Feuer zerstört. Münden. Dem kleinen Söhnchen des Seilers Hahn Hierselbst geriethen auf unerklärte Weise tte Kleider in Brand, und ehe noch die Flammen erstickt werden konnten, war das Kind so schwer verbrannt, daß es verstarb. Osnabrück. In einer Waschwanne ertrunken ist das ljährige Kinder einer an der Mellerstraße wohnenden Familie Bruns.

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283 Veecher Strafze. Atlanta, (3a. Viele Leute denken, daß Patentmedizinen werthloS sind, aber wenn alle Frauen, die leidend und krank sind, wie ist eS War. meine Erfahrung mit dem Winc ot Cardui haben könnten, bann würden sie ihre Ansicht ändern. Ich hatte in der That keinen einzigen gesunden Tag seit meinem fünfzehnten Lebensjahr, da ich während der Perlode manchmal an zu starker und dann wieder an zu spärlicher Menstruatton litt, die sehr unregelmäßig und schmerzhaft war. Ich hatte solche Schmerzen in meinem Rücken, daß ich nicht liegen, und keine bequeme Stellung beim Sitzen finden konnte, und auf diese Weise mußte ich jahrelang, jeden Monat eine Woche leiden. Natürlich hatte ich verschiedene Heilmittel für mein Leiden vrobirt. und befand ich mich manchmal bedeutend besser, und'

dachte, ich wäre geheilt, aber in kurzer Zeit kam das Leiden wieder, und ri ich war nur im Stande dauernde Linderung durch den Gebrauch von s . . . . .,. .,,w. ... ... . - , . rr

wmo 01 uaraui zu erlangen, ver NUN seit einem Jahre gesund, und daß ich eö bleiben werde.

Der "Wine of Cardui ist eine Medizn, die privatim zu Hause mit denselben wohlthätigen Folgen genommcn werden kann, als wenn sie von den besten Aerzten in der Welt verschrieben worden wäre. Diese einfache Behandlung verfehlt nie. gehörige Menstruation zu veranlassen, und erlaubt der Kranken, in ruhiger Weise die Würde der Weiblichkeit, ohne irgend welchen Schaden zn erlangen. Fräulein Dockendorf hätte all' ihr

Leiden vermeiden können, wenn t lofort flen wine or uaimii eingenommen hatte, und iede Mutter sollte oxjr.i . 1 L Si.rv fi-Vitmln sT?ititrt ViOT-f oTtn Tu StföTfii in S3 r! Z.l.lLi. rv: i

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12 J III Hll ! I .!.. nffz.', " : y-frl-i T; 'jXjf ' ' vCJ . hArt ö' g .J.iLMiA" -s ,' 'F'rc'vinz Westfrc,T. Münster. Wegen schweren Nau. bes und vorsätzlicher Tödtung verurtheilte das hiesige Schwurgericht den achtzehnjährigen Ackerknecht Georg Steinmetz, zu 15 Jahren Zuchthaus. A r n s b e r g. (5in seltenes Jubiläum feierte die Krankenhausmagd Elisabeth Vogel. Sie ist seit 25 Jahren in ihrer gegenwärtigen Stellung beschäftigt. Bocholt. Ein schweres Unglück ereignete sich in der Restauration ?elaag an der Dinxperloer Chaussee. Schlossermeister Jacobs 'war daselbst mit der Reparatur eines Acetylenapparates beschäftigt, scheint bierbei aber die Oeffnung des Ventilunterlassen i haben, so daß der Apparat durch die Fülle des Gases zur Explosion gebracht wurde. Der Schlossermeister war sofort todt, während sein Sohn mit leichten Verletzungen davonkam. Eichlinghofen. Auf der Zeche Kaiser Friedrich" verunglückten infolge Zusammenbrechens des Pfeilerbaues die Hauer Lübbe und Ronsdorf. Beide wurden als Leichen unter den Trümmern hervorgeholt. Die Verunglückten sind verheirathet und Familienväter. Fröndenberg. Die 78 Jahre alte Wittwe Hesse stürzte so Unglücklich die Treppe herunter, daß sie das Genick brach und der Tod sofort eintrat. Jserlohn. Die Besitzung deö BauunternehmersDinkloh wurde durch ein gewaltiges Schadenfeuer total eingeäschert. Lüdenscheid. In einem Walde wurde die Leiche eines jungen Mannes gefunden, der seinemLeben durch Erhängen ein Ende gemacht hatte. Es war der 15jährige hiesige Ernst Stork; was denselben in den Tod getrieben, steht nicht fest, doch spricht man von Angst vor Strafe wegen eines Diebstahls, den er in einemhiesigen Fabrikgeschäft begangen haben soll. W e st e r e i d e n. In demselben Dorfteiche. in welchem vor 4 Jahren der Knecht Henneböhl ertrank, ist der Tagelöhner und Steinhauer Johannes Küke zu Tode gekommen, indem er bei der Dunkelheit' den Weg verfehlte. Küke hinterläßt Frau mit 4 unversorgten Kindern. WyeiirproVinz. Köln. In einem Hause in der Wilhelmstraße zu Rippes gerieth ein Ehepaar in Streit. Im Verlauf desselben feuerte der etwa 40jährige Ehe mann, der Bandagist Adolf Guht, zwei Revolverschüsse auf seine Frau ab, wodurch diese am Kopfe und in der Seite verletzt wurde. Sodann richtete der Mann die Waffe gegen sich selbst und schoß sich mit dem Revolver eine Kugel durch das linke Auge. Die schwerverletzte Frau wurde sofort nach demVin-cenz-Hospital in der Merheimerstraße gebracht, während Guht, welcher ebenfalls schwer verletzt ist, mit dem Krankenwagen nach dem Bürger-Hospital gebracht wurde. Letzterer erlag nach einiger Zeit der schweren Verletzung. A a ch e n. Im Keller der Wohnung des Strafanstalts - Aufsehers Fuchs entstand am Eingangsthore der Strafanstalt bei der Reinigung der Gasleitung. welche von zwei Arbeitern der Gasanstalt vorgenommen wurde, Feuer. Es griff auf den Gasometer über, der trotz aller Arbeit de? Feuerwehr explodirte. Durch die Explosion wurden sechs Personen erheblich verletzt, nämlich Brandinspektor Prinz, zwei Feuerwehrleute, die beiden Gasfabrikarbeiter und der Werkmeister der Strafanstalt Namens Weinhold. Sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum beging hier der Amtsanwalt und Rittmeister der Landwehrcavallerie Dr. A. Bischof. Dieringhalsen. Der auf dem Güterboden des hiesigen Bahnhofs beschäftigte Bahnarbeiter Meinerzhagen, der in Riedersetzmar wohnt, wurde c.uf dem Nachhausewege bei Rommelsohl von dem Abendzuge übersahren. so daß der Tod sofort eintrat.. Düsseldorf. Das Kriegsgerecht hier verurtheilte den Leutnant

Gesundheit für ZMöchen.

micy in orel onaien luririe. ya vln m-y j habe deßhalb allen Grund zu glauben. sj ff U jedem Stadium. Er heilt niederdruckendc heimsuchen. . c er ... i rr . v rrt r . ir , . u,'-.'Tv..1.' irt ,..- i f f ' , V' -5 - Poehn vom 57. Regiment in Wesel, der aus Versehen einen Unterofficier des gleichen Regiments ersschossen hatte, zu sechs Wochen Festung. G i m b o r n. Nach längerem Leiden verschied im Alter von 75 Jahren Pfarrer Adolf Höller. Der Versterbene wurde 1828 zu Schultheismühle (Pf. Olpe) geboren, am 1. September 1858 zum Priester geweiht und hat 35 Jahre in der hiesigen Pfarrgemeinde gewirkt. Koblenz. Sergeant Venthin der 8. Compagnie Jnf.-Regts. 68 erschoß sich in der Kaserne. Er soll in einem Nachbarorte ein schweres Verbrechen begangen haben, das zur Anzeige gekommen ist. R u h r o r t. In der Oelmllhle am Hafen brach Großfeuer aus. Das Fabrikgebäude brannte vollständig nieder. SteZnbüchel. Ein entsetzliches Unglück ereignete sich in der Holzschneidere! von Kamp zu Blechersiefen. Dem ältesten 27 Jahre alten Sohne, welcher seit dem Tode des im verflössenen Winter verstorbenen Vaters die Hauptstütze des Geschäftes war, drang beim Holzschneiden mittels Dampfsäge ein abgesprungener Holzsplitter durch das Auge ins Gehirn und führte in wenigen Augenblicken den Tod des hoffnungsvollen jungen Mannes herbei. Provinz K.csfen-'Zrctsf. Kassel. Ein junger Arzt Dr. med. Heinricht Poll, welcher seit kurzer Zeit in einem hiesigen Gasthof wohnte, wurde auf seinem Bett als Leiche gefunden. Es fanden sich bei ihm Briefe einer jungen Dame aus hiesiger Gegend, aus denen hervorgeht, daß ein von ihm erstrebtes Verlöbniß mit derselben nicht zu Stande gekommen. Aus Schwermuth hierüber scheint er in den Tod gegangen zu sein. Im Vorort Wahlershausen brach in der Maschinen- und Geräthefabrik von H. Brink jr. Großfeuer aus. Das Gebäude, in welchem sich die Schreinerei befand, brannte völlig aus. Der Schaden ist bedeutend, aber durch Versiche:ung gedeckt. Der Direktor der höheren Mädchenschule, Dr. Krummacher, feierte sein 25jähriges Direktorjubiläum. Frankfurt. Schuhmachermeister W. Kohlberger, Dreieichstraße 25, vergiftete sich, indem er reines Lysol trank. Er starb nach Aufnahme im Heiliggeisthospital. Am Ufer der alten Mainbrücke in Sachsenhausen spielten einige Knaben, wobei der 7 Jahre alte Heinrich Kneip, Oppenheimerstraße 5, von ein:m anderen Jungen in den Main gestoßen worden sein soll. Da Hilfe zu spät kam, konnte der Knabe nur als Leiche aus dem Wasser gezogen werden. Bei einer Schlägerei wurde aus einer Wirthschaft in Sachsenhausen der verheirathete Dachdecker Philipp Schoen, Einhorngasse 12, auf die Straße gewcrfen und kurz nachher hilflos aufgefunden und in das städtische Krankenhaus hier verbracht. Schoen soll das Messer gezogen haben und daraufhin hinausbefördert worden sein. Im städtischen Krankenhaus ist er gestorben. Wilhelm Ries aus LützelHausen beging das 40jährigeJubiläum seiner Thätigkeit bei der hiesigen Firma Wilhelm Rieger Nachfolger, es ist dies in kurzer Zeit der dritte Jubilar mit vierzigjähriger Thätigkeit bei der genannten Firma. F u l d a. In einer dem Schuhmacher Kind gehörigen Scheune entstand Feuer, das sich alsbald einem benachKarten Wohnhause mittheilte und dann auf die Gebäulichkeiten des Feuerstein'schen Rollfuhr - Geschäfts übergriff, woselbst das verheerende Element in der reich gefüllten Scheuer und den mit großen Vorräthen gefüllten Lagerräumen reiche Nahrung fand. Der Gesammtschaden wird auf über 300,000 Mark geschätzt. Die Norddeutsche Wollkämmerei ist daran mit 250.000 Mark betheiligt. EST Raucht die Tish I Mingo.

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' f j o I ( guicn eine urti schmerzen und all' die Leiden, die t . . es gramem oaenoors gethan hat. Unsinniges Testament, llls vor zwei Jahren in New Fork ein gewisser Weisen starb, glaubte man, daß seine bereits bejahrte Gattin genug Geld haben würde, um den Rest ihrer Tage bequem und friedlich leben zu können. Als aber das Testament Weisens geöffnet wurde, stellte es sich heraus, daß er verfügt hatte, daß auf dem dortigen Woodlawn-Friedhof für ihn und seine Frau ein prachtvolles Denkmal errichtet werden solle, nach Plänen, die er bereits hatte anfertigen lassen. Es stellte sich heraus, daß, wenn die Frau den Wunsch ihres Gatten erfüllen würde, sie gezwungen war. nicht nur den ganzen Nachlaß ihres Mannes zu opfern, sondern auch noch einen ansehnlichen Theil ihres kleinen Privatvermögens. Frau Weisen wandte sich deshalb an die Gerichte, diese entschieden aber, daß die Wünsche, des Erblassers erfüllt werden müßten, wenigstens insoweit der Nachlaß dazu hinreichte. Das Monument, eines der kostspieligsten im Woodlawn-Fried-Hofe, ist fertiggestellt, Frau Weisen ist aber gänzlich ruinirt und hat dieser Tage ihren Bankerott erklärt. Ihre Verbindlichkeiten, denen keine Aktiven gegenüberstehen, belaufen sich auf $42,947. Stahlen einen Schlepper. Vier Burschen von Eureka, Kal., dle von der Schifffahrt mcht mehr verstanden, als was sie auf einer Dampferfahrt einmal gesehen hatten, kamen auf den Einfall, mit einem Schleppdampfer, der an der Werft angebunden wareine Fahrt nach Crescent City zu machen. Sie lösten die Taue, heizten tüchtig und hatten das Vergnügen, daß der kleine Dampfer sich wirklich in Vewegung setzte. Da sie mit dem Heizen nicht sparten, wurde der Kessel, der bald kein Wasser mehr enthielt, glühend und steckte das Schiff in Brand. Zum Glücke hatte man das Fehlen des Schleppdampfers bald bemerkt und auch die Richtung erfahren, in welcher derselbe geflüchtet war. Ein rascher Schlepper ging auf die Verfolgung ab und kam noch rechtzeitig bei dem brennenden Schlepper an, um Schiff und Mannschaft zu retten. Heroische Selb st verleugnung einer Mutter. Im Hause einer Frau Werkheuser in New Jork explodirte eine Oelkanne, und das Feuer ergriff die Kleider der Mutter und ihres sechs Jahre alten Kindes. Ohne an sich selbst zu denken, löschte die Mutter die Flammen, welche das Kind einhüllten, und dann trieb sie ihre drei Kinder auf die Straße, wo ihnen keine Gefahr drohte. Sie folgte den Kindern, von Kopf bis zu den Füßen in Flammen gehüllt, und obwohl die Nachbarn sie in Jacken hüllten, hatte sie bereits so schlimme Brandwunden erlitten, daß sie starb. Milchflasche als Verr ä t h e r. Der Einbrecher Frank Wilbur in Chicago hatte zu früher Morgenstunde dem Hause eines gewissen Hinchclip einen Besuch abgestattet Er hatte bereits mehrere Ueberzieher und andere Kleidungsstücke erbeutet, als er auf dem Rückzüge eine Flasche Milch erblickte, aus der er seinen Durst zu löschen gedachte. Der Ritter vom Brecheisen" ließ jedoch aus Versehen die Flasche fallen und erweckte dadurch die Bewohner des Hauses, die ihn festnahmen und der Polizei Übergaben. Historischer Brief. Der Brief, den General Grant, als er die Kandidatur für das Amt des Präsidenten annahm, an General Hawley. den Präsidenten der republikanischen Konvention, schrieb und der mit den berühmten Worten: ,,ket us have peace" schließt, ist jüngst im Courant Building in Hartford, Conn., unter einem Haufen werthloser Papiere gefunden worden. Der Brief ist vom 29. Mai 1863 datirt und ging verloren, als General Hawley. der spätere Senator, nach Washington reiste. , limlUi? (DrtmtcrimQ. Student: Apropos, Herr Nachbar, sind Sie nicht diese Nacht auf der Treppe an mir vorbeigekrochen?"

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iss ytlaggieVockendorl ) . Ter Sprachlehrer. In den größeren Garnisonen des deutschen Reiches pflegen die neueingestellten Rekruten ihren h"H:ren Herren Vorgesetzten, den Herren Generalen und Excellenzen vorgeführt, oder vielmehr umgekehrt, die hohen Herren den Rekruten vorgestellt zu werden. Eine beliebte Frage, die in den Garnisonen. wo Leute polnischer Absiammung eingestellt werden, an den Rekrutenoffizier oft gerichtet wird, ist: Wieviel Leute polnischer Nationalität haben Sie unter Ihren Rekruten, und wieviele davon sind der deutschen Sprache mächtig, wieviele nicht?" Nun wurde vor einigen Jahren an einen jungen Offizier diese Frage gerichtet, und da er sich darauf vorbereitet hatte, antwortete er prompt: Von 12 polnischen Rekruten sind 7, welche die deutsche Sprache einigermaßen verstehen und sprechen, 5. die kein Wort deutsch verstehen, Euer Excellenz." Diese Antwort entsprach vollkommen den Thatsachen, setzte aber Excellenz in Erstaunen, wegen des verhältnißmäßig hohen Prozentsatzes der gar nicht Deutsch sprechenden Rekruten. Und so lautete denn seine nächste Aufforderung an den Leutnant: Rufen Sie mir diese fünf Leute doch einmal her." Jetzt sank dem Leutnant das Herz in die Hosentasche, denn er hatte sich wohl mit unsäglicher Mühe die oft recht zungenbrecherischcn Namen der polnischen Rekruten eingeprägt, er hatte sich orientirt, wieviele davon in der Lage wären, sich Deutsch zu verständigen und wieviele nicht, aber gerade diese fünf aus dem Kopfe aufzu rufen, darauf war er nicht vorbereitet. Er faßt sich aber und ruft auf's Gerathewohl fünf seiner polnischen Nc;men, und die Träger der Namen kommen angelaufen und bauen sich mehr oder minder geschickt vor Excellenz auf. Excellenz beginnt eine leutselige Unterhaltung mit ihnen und dabei stellt -sich heraus, daß der Leutnant bei zweien die richtigen getroffen hat, die beim besten Willen kein Deutsch verstehen oder sprechen. Die drei anderen aber hat er fälschlicherweise aus der Zahl derer hervorgerufen, die einigermaßen Deutsch radebrechen. Mit Entsetzen vernimmt der Leutnant, wie sie Fragen, dle Excellenz an sie richtet, zwar nicht fließend, jedoch mit einzelnen deutschen Brocken beantworten. Und jetzt wendet sich Excellenz an ihn: Nun, mein lieber Herr Leutnant, man kann sich, wie Sie sehen, ganz gut mit den Leuten verständigen, es kommt doch wohl nur darauf an, daß man sich die nöthige Mühe dazu nimmt." Der Leutnant aber läßt sich nicht verblüffen, er faßt ruhig an die Mütze und sagt: Verzeihen. Euer Excellenz, vor fünf Tagen, als die Leute kamen, konnten sie noch kein Wort deutsch." Einen Augenblick stutzt Excellenz, dann faßt auch er an die Mütze: Mein Compliment zu diesem Erfolge, mein Herr Leutnant. Sie scheinen ja ein vorzüglicher Sprachlehrer zu sein." K o st e t mehr. Wahrsagerin: Ein blonder Mann wird Ihnen den Hof machen. Er ist arm, aber ehrlich." Klientin: Können Sie's nicht so herauskriegen.daß es ein dunkler Mann mit Geld ist?" Wahrsagerin: Das geht auch, kostet aber 50 Cents extra." . Entführung. Nun, Schatz-, rief aufathmend der Held des kleinen Entführungsromanes, als das Paar den Zug bestieg, sind wir sicher Verfolgung." Und auch vor No:b. fügte das kluge Mädchen hinzu; hler ist ein Check, den Papa auf Deinen Namen ausgestellt hat." Dasgenügt. Kunde: Also die betreffende Dame hat einen guten Ruf, ein Haus und sehr großes Vermögen; wie ist denn ihr Aeußeres?" Heirathsvermittler: Dem entspre-chend."

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