Indiana Tribüne, Volume 27, Number 86, Indianapolis, Marion County, 1 December 1903 — Page 6

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Europäische Nachrichten

Frovinz Schleswig -Kosstein. Schleswig. Dem Arbeiter WilHelm Fabian wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. A l t o n a. Senator Hesse, der am 27. October sein 50jähriges Jubiläum als Mitglied des Magistrats feierte, wurde bei dieser Gelegenhelt m den wohlverdienten Ruhestand gesetzt. Der Jubilar ist noch unter dänischer Herrschaft auf Lebenszeit zum Senator gewählt worden. Der in der Metall waaren - Fabrik von Haller & Co. im Stadttheil Ottensen beschäftigte Arbeiter Tassura gerieth mit dem Werkmeiste: in Streit, angeblich über Geldforderungen des Tassura, deren Berechtigung von dem Meister bestritten wurde. Als Tassura stch m Schimpfreden erging, wurde er aufoefordert.die Fabrik zu verlassen. Darüber ergnmmt, zog er plötzlich einen Revolver und gab drei Schüsse auf den Werkmeister ab. Zum Gluck traf keine 5tu gel. Als man den Tassura verhaften wollte, jagte er stch eine Revolverkugel in die rechte Schläfe. Tödtlich derletzt, brach er zusammen und wurde durch die Saniläts-Colonne derFeuerwehr in das städtische Krankenhaus gebracht. Es soll wenig Hoffnung vorHanden sein, den Selbstmörder am Leben zu erhalten. In dem Bernstein'schen Bleischmerzwerk in der Gustav Straße explodirten zwei im Keller lagernde Kisten mit Zündhütchen. Fast sämmtliche Fensterscheiben in der Fabrik wurden zertrümmert. Der im Keller beschäftigte Arbeiter Johannes Schuldt erlitt lebensgefahrllcheBranowunden. B r e d st e d t. Der hiesige Schützenverein feierte das Fest feines 25jährigen Bestehens, zu dem zahlreiche Gäsie eingetroffen waren. Flensburg. Im hiesigen Stadtpark wurde das dem General FreiHerrn v. Wrangel von schleswig-hol-steinschen Patrioten errichtete Denkmal in Anwesenheit der Spitzen der militärischen Behörden und der Civilbehörden enthüllt. Hohnwestedt. Unter großer Betheiligung von nah und fern feierte Dr. Borchers hierselbst sein 25jähriges Doktorjubiläum. Kiel. Musketier Wellendorf vom 83. Infanterie - Regiment war w.gen Besuchs eines verbotenen Lokals arretirt worden. Er widersetzte stch dabei der Patrouille und trat dem Führer gegen den Unterleib. Er wurde deswegen vom Kriegsgericht der 18. Division zu 5 Jahren, einem Monat Gefängniß und Entfernung aus dem Heere verurtheilt. Neustadt (Holstein). Bürgermeister Gabriel, der dem hiesigen GemeinWesen 23 Jahre lang aufs beste vorge standen hat, ist verschieden. Derselbe hatte wegen Krankheit seine Penstonirung kürzlich beantragt. Schierensee. Ein entsetzlicher Unglücksfall ereignete stch in unserem Dorfe. Die 13jährige Nichte des Schmiedemeisters Siercks gebrauchte beim Feueranmachen Petroleum. Die Flasche ezplodirte und setzte die Kleider des Madchens in Brand. In ihrer Angst lief die Unglückliche ins Freie nach einer unweit des Hauses befind!!chen Wasserkuhle. Herbeieilende Nachbarn löschten das Feuer aus. Unter furchtbaren Schmerzen starb dasMadchen. Ein 4jähriges Kind des Schmiedemeisters erlitt ebenfalls erhebliche Brandwunden. Frovlnz Schlesien. B r e s l a u. Der kürzlich m Wiesbaden oerzloroene Geheime Juttizralh Hoyilhorn, der früher lange ayu in ajppeln als Rechlsanlvalt itjaug war, hat in seinem letzten Willen zur litöin seines !iachlase die Provinz chlejlen eingesetzt, mit der Beilimmung. das aus seinen sehr beträchtlichen Mitteln in Ooerschlesten eine Erzilyungsanlialt mit deutschem Charakter erricytet und unterhalten wird. G o l d b e r g. Ein bedauerlicher Unglücksfall mit tödtlichem Ausgange ereignete sich im Sciffert'schen Steinbruche am Wolfsbrge, indem der Arbeiter Hiller von hier von einer insolge Svrengens locker gewordenen Steinschicht vollständig verschüttet wurde. Als man den Verunglückten herausgegraben hatte, lebte er wohl noch, starb aber bald darauf.infolge der erhaltenen inneren Verletzungen. Herrmanns waldau. Der Ortsarme Sommer, ein 71 Jahre alter alleinstehender, gebrechlicher Mann, verunglückte, indem er die Treppe seiner Wohnung herabfiel und sich ein Schlüsselbein brach, sowie schwere innere Verletzungen zuzog. Er wurde in das Schönauer Kreis - Krankenhaus überführt. Krobsdorf. Hier brannte das dem Maurer Neumann gehörige Haus völlig nieder. Es konnte fast nichts gerettet werden. Der Besitzer ist nur niedrig versichert. Die EntstehungsUrsache ist unbekannt. L i e g n i tz. Der älteste lebendeMusikdirektor und Musiker der deutschen Armee, Musikdirektor a. D. Georg schmidt, feierte hier seinen 80. Geburtstag. Das greise Geburtstagskind war lange Jahre hindurch Dirigent der Kapelle des Königs - Grenadier -Regiments. Uebrigens ist dieser Tag gleichzeitig sein 51. Hochzeitstag. Michelwitz. Die Herrn vom Rath auf Koberwitz gehörige hiesige

frühere Zuckerfabrik brannte nieder. '

Das mächtige Gebäude, welches durchweq mit Getreide, Stroh und Heu angefüllt war, wurde vollständig eing:äschert. S ch w e i d n i tz. Die Bewohner eines Hauses der Hochstraße hörten letztens mehrere Schüsse im Closettraum fallen. Sie drangen ein und fanden darin den 17 Jahre alten Uhrmacherlebrling Karl Wilde aus Langenbielau mit drei Schußwunden in der Herzgegend sterbend vor. Ein noch mit mehreren Patronen geladener Revolver laa neben Wilde. Unmittelbar darauf erschien der Klempnerlehrling Oampel von hier in dem betreffenden Hause und erklärte zu einigen Collegen. mit denen er sich frohzemuth unterbielt, er könne nicht begreifen, wie Wilde eine derartioe Dummheit habe begehen könnm. Darauf entfernte er sick. Kure Zeit darauf fand man ihn auf dem Boden seines Lehrherrn ebenfalls todt vor. Er hatte durch Erhänaen seinem Leben ein aewaltsames Ende gemacht. Zweifellos stehen die beiden Todesfälle in irgend einem Zusammenhanae. doch ist über denselben nichts ermittelt worden. 'Mrovinz 'F'oscn. Posen. Nach langer VerHandlung verurtheilte das hiesige Schwurgericht den Kutscher Balbiersz aus Komornik wegen Ermordung seiner Geliebten Rosalie Piotrowska zum Tode. Bromberg. Nach kurzem Leiden verschied hier Commercienrath Blumwe, früherer Inhaber und derzeitiger Direktor der weit bekannten Maschinenfabrik C. Blumwe & Sohn in Prinzenthal. Der Verstorbene, der sich einer Operation unterzog, hat nur ein Alter von 50 Jahren erreicht. Nach längerem Leiden starb im Alter vor 49 Jahren Oberlehrer Professor Kvtbe vom Realgymnasium. Er hat der Anstalt beinahe zwanzig Jahre angehört und in Naturwissenschaft und Physik unterrichtet. Fordon. Die Ehefrau des Arbeiters Johann Schmidt ist hier ganz plötzlich gestorben. Es tauchte deshalb der Verdacht auf, daß Frau Schmidt keines natürlichen Todes gestorben sei. Bestärkt wurde dieser Verdacht noch dadurch, daß sich am Halse der Leiche Verletzungen fanden. I n o w r a z l a w. Zu Ehren der Lehrer Babowitz, Laskowski und Marx, welche kürzlich ihr 25jähriges Dienstjubiläum feiern konnten, veranstaltete der Lehrerverein einen Commers; Appelt feierte die Jubilare im Namen des Vereins. Klein - Mirkowitz. In der Scheune des Beschers Ke?.dziora entstand Feuer, dem die Scheune n:t den sämmtlichen diesjährigen Getreidevorrathen und den landwirtschaftlichen Maschinen und ein angrenzender Stall des Besitzers TXgner zum Opfer fielen. Das Inventar konnte bei Degner gerettet werden. R a w i t s ch. Nach langem Leiden ist die verwittwete Frau Stadtrath Troska gestorben. Sie war eine große Wohlthäterin der Armen und der evangelischen Kirche. In einer Reihe von Vereinen war sie thätig, dem Vainländischen Frauenvercin gehörte sie über 20 Jahre als Vorstandsdame an. S t r e l n o. Auf dem G'b'ft d?ö Wirthes Vak in Bi:lsko Dorf entstand Feuer, welches das Wohnhaus, zwei Scheunen und eine Häckselkammer nicbtete. Mitverbrannt sind auch drei Schweine. Der Schaden ist durch Vcrstckeruna aedeckt. Ein TemperenzparadieZ scheint das Städtchen Green Forest in Arkansas gerade nicht zu sein. Es wird darüber berichtet: In unserem Temperenznest herrscht Heuchelei, aber nicht Mäßigkeit. Vor dem Temperenzzwang wurde getrunken, nun aber wird gesoffen. Wie es da zugeht, diene hier zum Beweis: Der elfjährige Walter Lynch und sein 9jähriger Bruder Harry stahlen ihrem Vater den Schnapskrug und betrauken sich. Da ging aber auch gleich der Streit los. und Walter, kurz besonnen, ergriff ein Gewehr und schoß dem Harry eine Ladung Schrot in's Genick. Das ist der Segen 'der Temperenz. Nach einem Gutachten, wet ches der Generalanwalt der staatlichen Barbier-Prüfungs - Commission von New York ertheilt hat, ist eine Leiche keine P-rson. Die Frage wurde in Verbindung mit der Licenz in Anregung gebracht, welche auf Grund des Barbierprüfungs - Gesetzes erforderlich sein soll. Das Gesetz definirt einen Barbier, als jemand, der gegen Vergütung anderenPersonen den Bart rastrt oder stutzt oder das Haar schneidet. Die Prüfungs - Commission forderte von dem Generalanwalt eine Aeußerung darüber, ob auf Grund dieser Definition ein Leichenbestatter oder eine andere Person, welche eine Leiche rasirt oder ihr das Haar schneidet, einer Barbierlicenz bedarf. Die Erklärung des Gcneralanwaltes bezüglich des Punktes sagt: Nach meiner Ansicht ist eine Leiche keine Person, auf welche die in der angeführten Sektion 13 gegebene Definition Anwendung findet, und ich gelange daher zu dem Schluß, daß ein Leichenbestatter das Recht hat, eine Leiche zu rasiren oder ihr dasHaar zu schneiden, ohne eine Licenz zu lösen, selbst wenn er dafür Bezahlung nimmt.

Zreik Zjabersack's Zchreibebrief.

3o. 314. GtöhtUx Mister Editor! Jetzt hätt ich ja Widder t ganz schönes Lewe in die Baldrians ihr Haus. Die Selma duht kein Wort mehr von die Kämpehn menschene un off Kohrs ich auch nit, un der Christ is so neis zu mich, daß mer fascht denke könnt, er wär effrehd von mich. Ich hen die Selma gefragt mich zu sage, wieviel ich sie noch ohe for ihre Eckspenzes. Do Hot se gesagt, ich sollt wege so e Kleinigkeit nit anfange, das wär ahlrecht. Nosser, hen ich gesagt, ich gleiche mei Detts zu bezahle un ich will hawwe, daß du mich sagst, bikahs ich gleiche nit Detts zu hen. Wisse Se. ich hen Korretsch kriegt, wie die Selma von e Kleinigkeit gesproche Hot. Awwer wie hen ich die Auge uffgerisse. wie ste sagt: Well, Meik, wann du's denn gar nit annerschter duhst, mei Eckspenzes stn hunnert un fünf un dreißig Dahler! Ich stn purtinier gefehntet un am liebste hätt ich mich gekickt, for daß ich so fuhlisch gewese sin, zu frage. Jetzt hen ich off Kohrs nit mehr ausbäcke gekönnt un ich hen die Selma gleich en Scheck ausgemacht. Ei tell juh, die Kämpehn wer'n ich so bald nit vergesse. Wann die Eckspenzes jetzt schon so groß gewese sin, dann wär ich bis zu die Zeit wo ich Mehr geworde wär, schuhr genug bänkrupt gange. E paar Dag zurück sind ich emol Abends mit den Christ fortgange for t Glas Bier zu drinke un do Hot der Christ gesagt: Seh Meik, ich muß dich emol ebbes sage. Guck emol hier, ich hen ja e ganz gute Possischen; ich mache schöne Wehtsches un hen auch nit viel zu schaffe. Awwer die Sach Hot doch e Häkche. Nemm emol for instenz an, der Mister Mehr werd nit mehr gewählt un es kommt en neuer Mehr in die Offis wo zu die annere Partie belange duht. Was werd das erschte sein, was er duhn duht? Er werd von seine Freunde Kehr nemme un werd sich en neue Scheriff kriege. Neue Bruhms schwiepe immer gut un jeder neue Offisser will en gute Schoh mache. Off Kohrs wecd er dann auch das Bolies-Diepartement uffschehke, so, wie du mich nit lang zurück daungekahlt Host. Mehbie er verlangt von mich, daß ich ihn for alle Kreims in die Taun ekaunte soll, un daß ich die Schehl immer voll Spitzbuwe un Diefs hen. So ebbes is mit unsere paar Boliesmänner impassibbel un in leß denn no teim wär meine Guhs gekocht; for den Niesen denk ich is es besser, wann ich for was anneres ausgucke, befor daß ich for meine Ressingnehschen gefragt wer'n. Ich hen e Weil iwwer den Christ seine Worte nachgedenkt un ich muß sage, ich hen ihn nit so arig for blehme könne. Ich hen gesagt: Christ, ich denke, vor der Hand is keine Dehnscher for dich da, bikahs wann mer emol in die Palliticks war, dann find sich immer noch e Plätzche an den Ticket wo mer die Bill sille kann, un for den Riesen brauchst du auch nit gleich die Flint in das Korn zu werfe. Du mußt bedenke, es is keinder hart for dich, ebbes annerschter zu finne. bikahs wo du auch hinkommst mußt du schaffe un das gleichst du nit. Der Christ Hot sich gewunnert. daß ich das so gut müßt un er sagt, er hätt auch schon da driwwer nachgedenkt un er hätt sein Meind uffgemacht, daß es mehbie das allerbeste wär, wann er en Saluhn starte deht. En Saluhn. Hot er gesagt, is e Goldmein, un da kann mer Geld keune. Z schaffe braucht mer auch nit viel, bikahs dafor Hot mer doch sei Help un er debt denke, wann er en gute Platz for wenig Geld kaufe könnt, dann braucht er sich for die Zukunft nit mehr zu truwele. Wie ich den Christ den Weg hen tahke höre. do hen ich lache müsse. Ich hen, wenn ich zuerscht in dies hier Kontrie komme sin, e paar Woche lang als en Porter geschafft un weil ich als das kein Suckzeß war, do Hot's der Bahs emol probirt mich Bahr tende zu losse. Sell Hot awwer mei 'Gesundheit nit lang siende könne un ich hen rieseint. Ei tell juh. so en ganze Dag hinnig e Bahr stehn, das greift die Liwwer an un ich hen mich fascht die Bein in den Hals gestanne un dann die viele Drinks, wo mer an die Kostiemersch nemme muß, die hätte mich auch gekillt, wann ich nit uffgewwe hätt. Der Bahs hat ja nit gegliche, daß ich immer en Drink' genomme hen, wann en Kostiemer getriet Hot. Er Hot immer gesagt, ich sollt en gute Schmohk nemme un die Sickahr immer Widder in die Backs lege, wann der Kostiemer fort wär. Den Weg deht mer in den Interest von sein Bahs un von sein Stommeck un seine Konstituhschen in Schenerrell schaffe. In mein jugendliche Leichtsinn , hen ich gedenkt der Bahs wär krehsig, un befor daß sechs Woche iwwer wäre hen ich e Nohs gehabt, do Hot mer e Mätsch dran leite könne, un hen Dispeppsie aehabt un

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alle Obend cn Duft, un wie der Bahs das all genohtist Hot do Hot er mich gefeiert un ohne Gehalt pensionirt. Do ben ick aestanne mit meine Kennt-

nisse un mit meine rothe Kjuhkummer : un wo ich for en Schapp nachgefragt ' hen. do hen die Leut gesagt sie dehte kei Nohs for Ettwerteising brauche un for sie wäre die Nuhspehpersch gut ge-, nug! ich besser deht meine Nohs e neue ; Kutt aewwe. dak.ich mich am helle Daa nit zu scheniere braucht. Was ich selle mol noch for Eckspierienzes gehabt hen. das will ich Jhne das nächste mol schreiwe, weil se Voch noch so wenig von mei Pähst wisse duhn; awwer wann der Christ denke duht, Saluhnkieper zu sein, das wär en iestger Schapp, un er braucht dann nicks zu schaffe, dann is er mistehken. Er soll nor emol einigen Saluhnkieper frage, dann werd er höre, daß das Bartende das schlimmste Bißnes is. wo es gibt un daß die arme Saluhnkiepersch all zu bedauere sin. Juhrs trulie Meik Habersack, Eskweier un Sheriff von Appel Jack. Holie Terrer Kauntie. Ein Vergnügen. Wie kommt es nur, Herr Pferdeverleiher, daß Ihr lammfrommer Maxl jeden Sonntagsreiter abwirft?" Gott, wenn der Gaul sich die ganze Woche plagen muß, dann will er doch auch am Sonntag sein Vergnügen haben!" H a l b i r t. Kundin (im Buchladen): Geben Sie mir ein Exemplar von Romeo und Julie." Clerk: Jawohl. Fräulein. Kostet änderthalb Dollars." Kundin: Ich finde blos 75 Cents in meinem Portemonnaie. Geben Sie mir Romeo" allein." JmStaateNewYork müssen einem Staatsgesetz zufolge die derschiedenen Candidaten nach erfolgte? Wahl dem betr. County - Clerk über ihre Wahlkosten berichten. Der geschlagene Mayor Low giebt seine Kosten auf M54.03 an. Sein Campagneleiter Clark gab für Clerks. für die Einrichtung der' Office, Briefmarken, Telegraphen-, Telephon- und Botendienst $2767.93 aus. Die Miethe für das Anti - Tammany FusionsQuartier betrug $225, und der dort angestellte Stenograph erhielt $162 zusammen $3154.03. Interessant ist die Eingabe von Julius Levy, dem Stadtraths - Candidaten im 8. Distrikt auf dem Wahlzettel der Jndependent People's Party"; sie lautet wörtlich: Vierzig Cents für Stadteifenbahnfahrt, um Devery zu besuchen; zehn Cents Stadteisenbahn, um gegen den Protest Einwand zu erheben, der beim Wahlbureau gegen meine Candidatur eingereicht war; ein Cent für einen Jungen, der Dienste verrichtet im Ganzen einundfünfzig ' Cents." Der frühere deutsche Sheriff Grell, der diesmal als unabhängiger Sberiffscandidat durchfiel, verausgabte $4.086.90. EineFrauMaryNessevon New York erzählte kürzlich in Jersey City dem Polizeirichter eine merkwllrdige Geschichte, wie ste nach dreißig Jahren ihren verschwundenen Gatten gefunden habe. , Ihr Gatte George Colligan, welcher den Bürgerkrieg mitgemacht, verschwand im Jahre 1871, und da sie mehrere Jahre nichts von ihm hörte, hielt sie ihn für todt und wandte sich an's Pensionsamt in Washington um Pension. Sie wurde aber benachrichtigt, daß ihr Gatte am Leben sei und selbst Pension beziehe; sie erfuhr auch, daß der Mann sich wieder m Jahre 1883 verheirathet habe und jetzt mit seiner zweiten Frau in No. 197 zweite Straße, Jersey City, woh.ne Die zweite Frau, Mary McGrath, hatte er in Hoboken geheirathet. Als die erste Frau den Gatten aufsuchte, erklärte derselbe, sie nicht zu kennen. Sie wandte sich deshalb an die Behörden und man rieth ihr, in Jersey City Wohnung zu nehmen, was sie auch that. Da der Mann aber wegen Bigamie nicht verhaftet werden konnte, da dieses Verbrechen verjährt ist, wurde ein Haftbefehl wegen böswilligen Verlassens gegen den Mann ausgestellt. Klägerin sagt, sie habe den Gatten positiv wiedererkannt. Wegen unerhörter V?utalität gegen seine Kinder wurde dieser Tage in New York ein Frachtverlader Namens Michael Lyons auf ein Jahr nach Blackwells Island aesandt. Der Mann hatte seine drei Kinder verlassen, nachdem er ihre Unterkleider verpfändet hatte, um sich Schnaps kaufen zu können. Er hatte sich vor 12 Iahren verheirathet und verlor vor 2 Iahren durch einen Streik seine Stelle als Zimmermann und seitdem arbeitete Lyons als Frachtverlader. Für die drei 12, 9 und. 7 Jahre alten Kinder arbeitet seine Gattin als Scheuerfrau und sorgt auch noch für die Mahlzeiten ihres Gatten. Am 28. September machte die Frau das Frühstück zurecht und als er ihr sagte, er liebe den Geruch nicht, den dasselbe verbreitete. antwortete sie ihm, daß er ja nichts ! dazu beigetragen habe. Lyons warf das Frühstück zum Fenster hinaus. In derselben Nacht erlag die Frau einem Herzleiden und seitdem unterstützten Nachbarn die Kinder. Am Tage nach der Wahl verlangte er von den Kindern die Unterwäsche, zwang sie. dieselbe auszuziehen, und verschwand damit. Der saubere Vater wurde von einem Agenten der Kinderschütz - Gesellschaft in einer Wirthschaft verhaftet.

(crmantown. Gcrmantown, die deutsche Stadt" des edlen Pioniers Pastorius. bildet b?:annllich seit einiger Zeit einen Theil Philadelphia's, behielt aber seinen geschichtlichen Namen als Stadttbcil wie als Postamt. Aber von Ende dieses Monats an soll es Nord-Phi-ladelphia" heißen. Den alten guten Namen hätte man der geschichtlich so wichtigen deutschen Siedelung wahrhastig doch lassen sollen. Ein Gcrmantown giebt es auch in Illinois (im County Clinton), ebenso in Arkansas. Californien. Kansas, Kentucky. Maryland, Minnesota, Nebraska. New York. Ohio. Tennessce, Texas und in Wisconsin (im County Juneau). Aber keine dieser Ortschaften hat die geschichtliche Bedeutung des pennsylvanischen Germantown, dem jetzt sein altehrwllrdiaer Name genommen wird. Das hätten die Deutschen Pennsylvaniens nicht dul den sollen! Seltsames Wiederfinden. Vor über 23 Jahren verlor eine Frau Seerens, die jetzt in Bolgownia bei Wollongong in Australien lebt, ihren ersten Mann Namens Hansen. Sie hatte ein kleines Mädchen, das sie einer Freundin anvertraute, die später mit dem Kinde von Sydney nach Londcn reiste. Von da aö war jede Spur über den Verbleib des K?ndes verschwunden. Vor Kurzem erschien nun in australischen Blättern ein Inserat, in welchem die inzwischen an einen höheren Postbeamten in New York verhcirathete Tochter eine Belohnung für die Auffindung einer Frau Hansen aussetzte. Bekannte machten Frau Seerens auf diese Anncmce aufmerksam. Sie setzte sich daraufhin mit der Polizei in Verbindung, und das Ende dieses kleinen Romans aus dem Leben war, daß die wiedergefundene Tochter in Begleitung ihres Mannes dieser Tage in Wollongong eintraf und in die Arme ihrer überglücklichen Mutter eilte. Flinker Figaro. Der Friseur Allesandro Costariol in Conegliano, Italien, erklärte unlängst, einen Kunden in der Zeit von Minuten rasiren und frisiren zu können. Die von ihm angebotene Wette wurde von einem deutschen und einem französischcn Barbier angenommen. Ter merkwürdige Wettstreit ward im Beisein vieler Zeugen auögefochien. Ter Jtaliener siegte: in lh Minuten rasirte und kämmte er ein Individuum, das allerdings kaum zu beneiden war. Bulgariens Hauptstadt Sofia beginnt die Anwesenheit der rückfluthenden Freischärler zu fühlen. Nachts verwundete ein Mazedonier den früheren zankrvistischen Abgcordneien Dosvatski. der auf der Hoch schule das Studium der Rechte absolvirie. tödtlich. Dospatki wurde öffent' lich bcschuldiat. dem Yildiz Spionendienste zu leisten. Die Strafe für Witt. wen, die sich wieder verhnrathen. ist bei den Hottentotten eine recht hart'. Bei dem rohen Volke gilt das Gesetz, daß eine Wittwe, bevor sie eine neue Ehe eingeht, sich ein Fingerglied abschneiden muß. das sie dem neuen Gatten am Hochzeitstage zu überreichen hat. Seit der Rückkehr der Polar-Expeditionen unter Leitung von Peary, Siierdrup und Valdwin weilt nur die russische Expedition des Baron Toll noch unbekannt wo im hohen Norden. Toll verbrachte den Winter 19011902 auf der Insel Katelnoi und seither hat man nichts von ihm gehört. Das Zeugniß der Reife für die Universität erlangten heuer an den 17 höheren Lehranstalten Berlins 204 Abiturienten. Der Mississippi führt dem Meere in der Sekunde 675.(00, der St. Lorenzstrcm aber gar 1.00?.000 Kubikfuz Wasser zu. Die Bevölkerungszunähme in den Städten hat in den letzten zehn Jahren gegen die vorhergegangene Zeit abgenommen. Z.rdicrtici, ! rtcif ff'it srtnMiffr 9iish

lllitVty j J Belauscht 'ci zlvce H.-rren in ä Gespräch: Ich hab' Sie rni ooch de Wartburg erst lie V' Sie hatten ganz recht: das iZ ä Vcrgnie gen! .Un welchen Wäch sinn Se nuss. Herr Zier-lich?-,Nu da, wo de öscl gchn . . . Nadier itcriilminc. Herr Schröder will eine Gesellschaft zur Bekämpfung des Aberglaubens begründen und hat zu diesem Zweck eine Anzahl geistesstarker Bekannter zu einer konstituirenden Versammlung eingeladen. Ein Mitglied: Na, nun sind wir ja vollzählig und könnten anfangen; Herr Schröder, übernehmen Sie doch den Vorsitz." D e r Einberufe? Ich warte nur noch auf meinen Bruder, dann beginnen wir." D a s Mitglied (sehr bestürzt): Herrjeh, dann sind wir ja dreizehn!" Entsprecliende Korrektur. Ich hörre doch, der Herr Maier sei aus dem Vegetarierklub ausgeschlossen worden!" Ist er auch; er hatte das Wort .eingefleischt' in einem Berichte angewendet!" Und nun ist er aber doch wieder aufgenommen worden?" .Ja, er hat deprecirt und das Wort mgeändert in .eingewurzelt!' "