Indiana Tribüne, Volume 27, Number 86, Indianapolis, Marion County, 1 December 1903 — Page 4

Jndiana Tribüne, I. Dezember 1gS.

Indiana Tribüne HerauZgegevrn von der Stedrg Indianapolis, Ind. ßantj 0. Thudmm ' ' ' ' Präsident. GeschästSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269.

n erei at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Cow Boy Cultuö. Wohin der Cow Boy" Cultus, den der .Nauhe Reiter" in den Gemüthern der halbwüchsigen Jugend angeregt hat, führt, zeigt uns die entsetzen' erregende Abenteuerlust, der die Jugend deZ Landes ergriffen hat. Vom Harm losen kindlichen Spiel will unsere ame rikanische Jugend nichts mehr wissen. Den verwegenen Reiterstücken der Kuh jungen nachzuahmen, ist der Ehrgeiz der Knaben. Höheres sittliches St' den ist in den Hintergrund getreten. Zwar werden heute noch alte Spiele, wie Räuber und Prinzessin gespielt, aber die Kindlichkeit des Spieles ist geschwunden. Der Junge, der heute den Räuber spielt, begnügt sich nicht mehr mit der hölzernen Flinte, er ist zumeist der stolze Besitzer eines Revolvers. Das Stecken- und Schaukelpferd find als der fortgeschrittenen amerikanischen Jugend unwürdig in die Rumpelkammer gewarfen worden, ein lebender Gaul muß es sein, auf welchem mit dem Unver. stand der Jugend der durch Roosevelt zu so hohem Ansehen gelangte Cow Boy Cultus geübt wird. An jedem schul' freien Tag kann man die Jungens nach den Parks wandcrn'Z sehen, nicht etwa um in der prangenden grünenden Natur Kinderspielen nachzugehen und härm los auszutollen, sondern mit Wind büchsen oder Parlor Ristes ausgerüsttet, Jagd auf die gefiederten Sänger aus zuüben und sich so stetig an die tödtende Kraft, die Mordwerkzeugen innewohnt, zu gewöhnen. Das sittliche Beispiel eines Helden von Washington's Art. das Beispiel des rechtlichen Lincoln, die hohen patriotischenZPrinzipien eines Monroe, sie alle sind zu dem alten Eisen geworfen. DaS Rauhe Reiter".Jkeal allein beseelt die Herzen lder heranwachsenden Jugend. Die Schundliteratur, welche in anderen Ländern nur Eingang in den Hinterstüdchen der Dienstboten findet. Wird hier lvon höheren Söhnen und Töchtern mit Gier vertilgt, seit der wilde Westen! in '.Washington Hof. fähig geworden. Die drei bartlosen Mordgesellen, welche jetzt in Chicago dem Richter verfallen sind, haben ihre Anregung aus diesen Verbrecherfibeln, welche Gewaltthat, Mord und Raub systematisch lehren, gesogen. Die B richte über die Massenabschlachtung der MoroS und Jolos in den Philippinen lassen Blutvergießen und Tödtung als etwas alltägliches erscheinen. Der Satz Macht vor Recht und Ge setz", der in Washington wie nie zuvor die Ueberhand erlangt hat. spukt und gährt in selbstverständlicher Folge auch in den Köpfen der Jugend. Wenn die Führer einer Nation den strengen Rechtspunkt außer Acht lassen, um ehr' geizigen Plänen zu genügen, so ist der Einfluß auf die öffentliche Moral ein entsetzlicher. Die Thaten des popu . lären Helden werden von einer servilen Presse beschönigt und Unrecht durch alle nur möglichen Trugschlüsse'gerecht fertigt. Selbst auf die früher harmlosen Studentenspiele hat die Rauhe Art" ihren schädlichen Einfluß geübt. Ein Fußball oder Polospiel, bei welchem es keine Verwundeten oder garTodte giebt, erscheint nun fade. Der schwächliche Schüler, der hauptsächlich durch athle tische Spiele gefördert werden könnte, muß denselben gänzlich fernbleiben, denn Theilnahme an denselben wäre Selbstmord. Wohl stell: sich der deut, sche Student mit der Klinge einem Geg ner im Kampfspiel gegenüber, aber die Tendenz dieses Säbelspiels ist trotz des Blutvergießens sittenstärkend, denn Selbstbeherrschung nicht Ziellosigkeit sind dabei das Hauptprinzig. Stille stehend, ohne mit der Wimper zu zucken, die Klinge des Gegners erwarten, ist das Erfordernd und so Kaltblütigkeit in Gefahr dem Charakter einprägend. Sindloser Taumel ist hingegen das Hauptelement der meisten College Spiele oder Sports. Wenn hohes Beispiel Rohheit und Rücksichtslosigkeit zum Cultus erhebt, dann kann nur Abenteurerlust, die spä ter zum Verbrechen führt, die unauS bleibliche Folge fein.

Die Anschauung d:ö Ränkeschmie des Talleyrand, daß die Sprache zum Verhüllen der Gedanken da sei, herrscht besonders noch in der russischen Diplomaten'chule. Es braucht wohl kaum gesagt zu wer den, daß ein solch abgefeimtes Lügen system das Fehlen irgendwelcher consti tutionellen Institutionen zur Voraus' setzung hat. Die Art der osficiellen russischen Berichterstattung über Ostasien ist ein dich tes Gewebe von Lügen, mit gelegentlichen Wortbrüchen vermischt. Fast noch frecher berührt die am Samstag erfolgte Meldung, daß die Petersburger Regierung nunmehr an Durchführung des macedon. Reformplanes glaube. . Diese Vorschläge, von denen jeder Betheiligte weiß, daß sie undurchführbar sind, hat der Sultan im Princip" angenommen, was in Wirklichkeit zu keinerlei positivem Vor gehen verpflichtet. Und aus dieser völ lig nichtigen Erklärung, die um nicht besser ist, als eine Ablehnung, folgert die russische Regierung, daß die Pforte genöthigt sei, auch die Einzelheiten" der Reformen durchzuführen. DaS ganze Trugspiel ist nur ein Beweis, daß der lächerliche Reformplan nichts weiter bedeutet, als einen Köder für die öffentliche Meinung des WestenS; weder in Petersburg noch in Wien hat einer der Minister auch nur eine Stunde lang an feine Effektuirung geglaubt. Wenn Onkel Sam ein privater Arbeitgeber wäre, so könnte es ihm leicht passiren, daß seine Angestellten" im Repräsentantenhause für höhere Löhne" an den Streik gingen. Inder That herrscht unter den Repräsentant? einstimmig die Ansicht, daß sie von Onkel Sam für die dem Vaterlar.de geleisteten Dienste zu schäbig bezahlt werden. Die Ulsache dieser allgemei nen Klage liegt in erster Linie an dem Umstände, daß das Washingtoner Pfla ster ein sehr theures ist. Ein Congreßmann kann unmöglich in einem Hotel oder Boardinghaus dritten und vierten Ranges mit seiner Familie wohnen, und es ist Thatsache, daß ihr Gehali kaum für die Hotel'Bill ausreicht, ge schweige denn für andere Ausgaben, und daß somit ein Mann heutzutage über ein Privatvermögen verfügen muß, wenn er Congreßmann werden will. Drastisch wird diese Behauptung durch die Erklärung eines New Jorker R präsentanten illustmt, welcher zugab, daß seine Hotelrechnung für sich und seine Familie kontraktlich für $600 per Monat ausgemacht fei, wäh rend sein Gehalt sich auf $416.60 per Monat belaufe. In Verbindung hiermit und als weiterer Beweis für die unverschämten Forderungen Wash ingtoner Hotels mag noch eine Anek dote gelten, die über den Sprecher des Repräsentantenhauses cirkulirt. Als derselbe zumSprecher erwählt wurde, beschloß er, sich ein besseres Hotel, als sein bisheriges, auszuwählen. Er be sah sich eine Reihe Zimmer in einem der fashionoblen Hotels und fragte den Clerk nach dem Preis. Wir wollen Ihnen, als dem Spre cher des Hauses, diese Zimmer für 8400 per Monat überlassen." erwiderte der Clerk. Herr Cannon sagte nichts, kaute etwas nervös auf seiner Mer cantile herum und schien ganz in Ge danken verloren zu sein. Schließlich erlaubte sich der Clerk die bescheidene Anfrage, ob Herr Cannon glaube, daß der Preis zu hoch fei. O, nein", ant wortete der Sprecher in seiner sarkasti schen Weise, ich denke nur darüber nach, was ich mit den mir jeden Mo nat übrig bleibenden sechSzehn Dollars und scchsundsechzig Cents, anfangen soll." Thatsache ist, daß schon mancher Repräsentant resignirt hat, weil er nicht im Stande war, sein Ein kommen mit seinen Ausgaben in Wash ington in Einklag zu bringen. Wie sehr der Geist der in Europa mit Militarismus" bezeichneten An schauungen sich auch hier immer mehr

einzunisten beginnt, zeigt eine Rede, die General S. B. N. Voung am Sams tag auf einem Bankett des Philadelphia Union League Club hielt. Nachdem er den Congreß für seine Freigebigkeit bei militärischen Bewillt gungen gepriesen, sagte der Herr Gene ral, oieAusnützung unserer großen mi litärischen Hilfsquellen in Menschen u. Material ist das militärische Problem, das uns heute umgibt." DaS sind so ziemlich dieselben Worte, die ein preußischer Kriegsminister bei Vertretung einer neuen Vorlage im Parlament gebraucht und die auch den daselbst herrschenden Bedürfnissen ange paßt sind. Wir wüßten aber nicht, daß ein militärisches Problem" hier be stünde, das eine Ausnützung" der militärischen Hilfsquellen irgendwie rechtfertigte. Allerdings läßt sich künst. lich ein solches schaffen und der Anfang dazu ist unglücklicherweise bereits schon gemacht.

Deutsches Theater.

Erfolgreiches Gast 'Spiel der Vdeon Gesellschaft t. CoiUS. von Abgerundete Vorstellung deS Lust' spiels Zwei glückliche Tage-. Ein gedrängt volles HauS bewies ge ftern Abend auf's Neue das Vertrauen der Deutschen in ihren Theater-Verein. Er hat viel versprochen und bislang alles gehalten, darf daher mit berech tigtem Stolz auch auf den gestrigen Erfolg blicken. Es war ein echter deutscher Theater Abend, ein KunstenthusiasmuZ, den die erstklassigen Leistungen der gastiren den Odeon Gesellschaft aus St. Louis hervorriefen. Zur Aufführung gelangte das Lust spiel Zwei glückliche Tage" von Franz von Schönthan und Gustav Kadelburg. Ueber die Darstellung waltete von An fang bis zu Ende eine gute Stimmung. Es ging alles wie vom Schnürchen und lange Pausen waren nicht zu erdulden. Die Handlung des Stückes ist eine sehr einfache. Der eine glückliche Tag für die Familie des pensionirten Beamten Friedrich Weinhclz ist der, an welchem sie ihre eigene Villa beziehen. Bald stellen sich aber allerlei Uebel. stände ein; die Hoffnung der Familie ein recht ruhiges Leben auf dem Lande führen zu können geht nicht in Erfül lung; sie werden von Besucher über laufen und der Villabesitzer findet aus, baß das Leben auf dem Lande für ihn kostspieliger ist, als der Aufenthalt in der Statt. Schließlich findet er durch den liab'n Wianer Buabn, seinen Schwiegersohn einen Käufer für seine Villa und der Tag an welchem die Familie dieselbe wieder verließ, ist der zweite gluckliche Tag für sie. Das Stück ist reich an effectvollen comifchen Scenen, welche in den Händen so tüchtiger Künstler selist einen eingefleischten Hypochonder in heitere Stimmung versetzen müssen. Wohl seit langer Zeit ist in 'dem English Opernhause nicht so herzlich gelacht worden und so ehrlich applaudirt worden, als gestern Abend. . Die Rollen waren sammt und son ders mit tüchtigen Kräften besetzt. ; In erster Linie verdient Herr Ferdi nand We!ö genannt zu werden, welcher als Onkel Lüttchen" eine von echt künstlerischem Geiste durchwehte Leistung gab. In Spiel und Maske war er gleich vorzüglich: es war der gute Onkel mit goldigem Herz, voll lindlicher LiebenS Würdigkeit, welcher der ganzen Welt bis auf die Tante Christine gut ist. Gegen diese hat der alte brave Bursche eine Abneigung und die feine Art und Weise, in der der Künstler dieselbe kundgab, rief jedesmal bei dem Publi' cum heitere Stimmung hervor. Ein mildes freundliches Greisen antlitz. in jeder Linie dem Charakter der Rolle getreu, bot er in seinem gelb grauen Anzug ein Bild der liedens würdigsten Individualität. Und diese köstliche unbefangene Trockenheit, mit welcher er Lachthränen in aller Augen rief. Selten haben wir eine so ein fache Rolle so fein nuancirt in der Dar ftellung gesehen. Da gab es keine Effekthascherei, es war ehrliches Spiel. Köstlich war er in der Skat Scene, in welcher er zagte Schneider anzusagen, weil er den Zorn deS dritten Mannes zu erregen fürchtete. Ihm ebenbürtig zur Seite stand Frau Welb Markham als Tante Christine". Von ihrem ersten Auf. treten an hatte sie sich die Gunst der Zuschauer erworben. Die energische selbstsüchtige Frau, welche, sobald sie das HauS ihres Neffen betrat, sozu sagen die Zügel der Regierung in Händen nahm, fand in der Künstlerin eine brillante Vertreterin. Auch sie entfaltete wie" Onkel Lüttchen einen prächtigen Humor. . Besonders erwähnenSwerth waren die Toilletten der Künstlerin. So müssen die alten Königöbcrzerinnen vor 25 Jahren gekleidet gewesen sein und nicht anders. ES war keine vom Theater.Garderobier zusammengestop pelte Garderobe. AlleS erschien echt, von den altmodischen Hauben bis zu den schwarzen Zeugschuhen. Dieselbe Charactereinheit. die ihr Spiel auszeichnete, zeigte sich in ihrer Costü mirung. Die beiden eben beschriebenen Con trastsiguren sind die Grundlage, auf welcher der Humor des Stückes steht oder fällt. Er mit der Milbe des Weibes, sie mit männlicher Energie, leiten die Handlung.

Auch Herr Rudolf Horsky erwarb sich als Joseph Freisinger die Gunst des Publikums im Fluge. Er brachte die Rolle in einer so liebenswürdigen, so flotten und gewandten Weise zur Geltung, wie nicht besser gewünscht werden konnte. Seinem fröhlichen Geplauder mußte ein Jeder mit Ver gnügen lauschen. Frl. Leone Bergere war eine herzige muntere Elfe; ihre Gefangseinlagen im dritten Akt brachten ihr vielen Beifall ein und ließ bei den Zuhörern den berechtigten Wunsch aufkommen, sie einmal in ihrem eigentlichen Fache als Soubrette begrüßen zu können. Eine vorzügliche Leistung bot Herr Hans Loebel als der leichtsinnige In. genieur Hugo Witte; ein echter Wind beute! der durch feinen Kaiser-Schnurr bart einem gutmüthigen Schaafsgesicht

grimmigen Anstrich zu geben versuchte. Die heilige Einfalt mit der er seine Luftschlösser baute war unwider stehlich. In wirkungsvoller Weife brachte Frl. Agnes Waldmann die Partie feines Weibchens Gertrud zur Geltung. Die Damen Frl. Auguste Burmestcr als Frau Weinholz und Frl. Lora Franke als fefcheS Dienstmädel Minna, sowie die Herren Richard Wirth als Gutsbesitzer Morawettz und Arno Olden als Villabesitzer Weinholz brachten ihre Rollen in durchaus zu. friedenstellender Weise zur Durchfüh rung und sie haben zu dem schönen Er folge, welchen die Vorstellung errang, wesentlich beigetragen. Auf die Einstudirung des StückeS war augenscheinlich viele Mühe ver wendet worden; überall aber merkte man die kundige Meisterhand deS Regisseurs Herrn Welb, welche auch die geringste Kleinigkeit mit Liebe behan delt. - Auch die Austattung des Stückes ließ nichts zu wünschen übrig. Kein Wun der, denn die herrlichen Zierpflanzen, welche die Scene schmückten, waren von Gebrüder Bertermann gratis geliefert worden. Das zahlreich erschienene Publicum zeichnete die Darsteller der Hauptrollen häusig durch Bei all aus und Frl. Berge wurde nach ihren Liedervor trägen noch ein prächtiges Blumen boxquet zu Theil. Sie dankte mit einer Dreingabe für die Auszeichnung. Lobend sei hier noch erwähnt, daß die City Band unter Leitung des Herrn Reinhold Miller gefällige Zwi schenactS.Musik lieferte. Neue Inkorporationen. Gestern wurden folgende neue Ge sellschaften in der Office des Staats secretärS incorporirt: Die American Coalck Coling Co.". JndplS., Capital $200,000, Jncor poratoren: D.. B. Zimmerman, Na. thaniel Good, F. M. Fauvre, A. H. Fordhke und Robert B. Keith. Die Demokrat Publishing Co.", Vevay, Herausgeber des Switzerland Democrat", Capital 83000, Direktoren: George S. Pleasants, A. B. Douglaß, F. C. Dcmam, G. B. Hall, W. C. Benedict, B. I. Houze, William Cul bertson, Elmer Hufford und Charles Loomis. Der Unabh. Orden von Wirthen" (Jndependent Order of Saloonkeepers), Fort Wayne; Jncorporatoren: Harry Gilbert, Jobn Kennedy, 'Burvillus, Charles E. Hunt, Frank Hortsman, Joseph W. Thorp und Frank Kritzer. Die Ingram Hotel Co.", Hartford City, Capital $10,000; Jncorpora toren John W., Joht I. und James Stewart, Hartford Cith. Ferner als auswärtige Corporation die Standard Whecl Co.", Illinois, die in Terre Haute eine 8281.972Anlage gründen will. Pionier und KrieAsveteran geflorben. Im Alter von 73 Jahren ist gestern Morgen im Hause seiner Tochter, Frau Hetdrick. No. 1111 Nord Illinois Str., einer der ältesten Bewohner der Stadt, der Kr'egSveteran Mathias A. Stuck, gestorben. Derselbe stammte aus Ken tucky und war als ganz kleiner Knabe mit seinen Eltern nach Jndiana ge kommen, die sich in Marion County niederließen. Sein Vater betrieb Jahre lang eine an der Madlson Road, 3 Meilen südlich von hier, belegene Taverne", das Absteigequartier für die damaligen Kutschen Reisenden zwischen hier und Madison. Der Ver storbene diente im Bürgerkriege in Gen. Harrison'S Regiment (70. Jn diana), dessen Cameraden ihm morgen Nachmittag die letzten Ehren erweisen werden.

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ARMSTRONG LAUNDRY

Behörde für öffentliche Werke. Der Vapor Licht Kuddel m u d d e l. Die Behörde für öff. Werke erhielt in ihrer gestrigen Sitzung ein Schreiben von der Cleveland Vapor Light Co., in welchem dieselbe vorschlug, die Behörde möge neue Contract'Angedote für die Lieferung von 50 oder mehr Vapor-Lichtern einfordern, da von der früheren Behörde, welche den Contract der Sun Vapor Light Co. in Canton, O., zusprechen wollte, ihr gegenüber eine Ungerechtigkeit begangen worden sei etc. Da die Behörde schon vor einigen Wochen zu dem Schlüsse ge kommen war, neue Angebote für Vapor Lichter einzufordern, wurde das Schrei ben der Cleveland Co. einstweilen ad act& gelegt. Die Sun Vapor Light Co. benachrichtigte die Behörde, daß sie diese Woche einen Vertreter entsenden werde, um mit den Mitgliedern der Behörde über die Beseitigung der Va por Light-Mängel unter dem gegen wältigen Systeme, über die täglich Klagen einlaufen, zu berathen. War hohe Zeit. Erledigt wurde gestern endgültig die Straßenberieselungs Streitfrage, in dem die Behörde nach den wochenlangen Verhandlungen den Gebr. Kennington S10.920.51 bewillizte. anstatt der der langten 811,360.59. Baarbezahlt wurden den Contractoren $10,808.65, der Restbestand des Straßenberiese lungs-FondS. Die fehlenden $111.86 werden vom Stadtrath extra bewilligt werden müssen. Ferner bewilligte die Behörde gestern auch die soweit zurück gehaltenen Gehälter der 3 BerieselungSJnspectoren Howard Smock, W. L. TibbottS und Chas. Brown für 23 Tage im October. zusammen $161.05. Endgültig bestätigt wurden die Asseßment'Umlagen für folgende Verbesserungen : Kiespfl. der 1. Alley westlich der St. Peter Str., von der 1. Alley nördlich der Prospect Str. bis Lexington Ave.; Asphaltirung der Fahrstraße. Backsteinpfl. der Gossen und Setzen von Rinnsteinen an der Illinois Str., von Russell Ave. bis McCarty Str.; Cementirung der Sw. etc an : Vermont Str., von Oriental bis Arsenal Ave.; Dunlop Str., von East bis Madison Ave.; 36. Str.. von Illinois bis Pennsylvania; Kiespfl. der 1. Alley nördlich der New York Str., von der Oriental bis zur 1. Alley östlich derselben; Holzdlockpfl. der 2. Allev östlich der East Str.. von New York bis Miami Str. Der Contract für die Backsteinpfl. der 1. Alley West, lich der Illinois Str., von der 16. bis zur 18. Straße, wurde an W. N. Vaughn & Co. zum Preise von $1.51 p:r L. F. vergeben. Sonst wurden keine Geschäfte von allgemeinem Inte resse erledigt. Der Checkschvlndelei beschuldigt. Unter der Anklage der Checkfälschung wurde letzte Nacht ein sich Lifton Fradey nennender Jüngling einge steckt. Er ist beschuldigt, John Dowe von der Birch Ave. und LewiS Tal bott von der Oliver Ave. mit gefälsch ten Checks geleimt zu haben. Monon Bahn. 87.00 Chicago u. zurück 87.00 . in Anbetracht der Vieh.AuSstellung. Fahrkarten werden am 29., 80. Nov. und 1. Dezbr. verkauft ; Retour fahrt auf 7. Dezbr. beschränkt. Die litt Straße Station ist nur eine kurze Strecke von den Union Vieh'Höfen. mx Schnellzuge.

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