Indiana Tribüne, Volume 27, Number 84, Indianapolis, Marion County, 28 November 1903 — Page 6

Jttdinna Tribüiil, US. November 1903. tt

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V y vy A A A A A A A A A A A , y y v v vy vy Nicht glücklich! A W A T5tr sann c sei mit vy Ä V JjJyspepsia und A V Sttagenleiden. fs SJ A V Wir flnb oiel u nachlässig in Behandlung dieser Leiden y und wenn ir dagegen et fl Vtoa thun ist t geivvhnlich k zu spät. Weßbald gebraucht ' VV man nicht in einfaches und sichere Heilmittel Dr. August Koenig's DamburgevA vy A v XTvopfen, a y a V welche das ganze Syfteni Vy ändern und wohlthuend aus A den Ma,e lnwlrke. 't V A V A ASSSSSSrS Ja. wir verkaufen" 5 Qarland Oefen und ...Ranges... Mvbeltt und Teppiche zu den niedrigsten Preisen. WILLIG'S Möbel-Laden. 141 W. Washington Str. aar over Kredit. 142 Nord Pennsylvania Straße, Hauptauartier für Srillen nnd Operngläser fiTö iu rOUWWAl (irv7 f-MlrrrtV& , Är-MÄ 'j '(JXWAUwZ'WH3 jniö 111 Brillen werden nach den besten Methoden den Augen angepaßt. Künstliche Augen werden schmerzlos eingffetzt. Welche Stelle Wünschen Sie ? VO'xx bereiten Sie schnell vor ... als . . Cartonist, Buchhalter, Illustrator, tenograpdist, Zeiöner, Nechnungssührer, .Zeitungs-Artift, Sekretär, Süreidlehrer, Telegraphist, Persönliche Unterweisuug jedes einzelnen Studenten rn seiner ctlaffe. Wir können Ihnen zu einer Stelle behilflich sein. 54. JahrcS Cursus. Tretet jetzt ein. Tag oder Abend. Sprechen Sie vor oder schreiben Sie für Einzelnheiten. e Indianapolis fj ÜSIIIESS uiiiversitV Eingang im When Gebäude. PhgneS 499. E. J. lleeb, Präs.

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Europäische Nachrichten

Scyn?etz. Bern. Große Legate zu gemeinnützigen Zwecken vermachte der in Oeschberg (Bern) verstorbene Großrath F. Affolter. Der Anstalt Gottesgnad. Asyl für Unheilbare, 20,000 Francs, d?r Bezirkskrankenanstalt Vurgdorf 30.000, der Vernischen Heilstatte für Tuberkulöse zu Heiligenschwend'. 20000, der Mädchentaub-stummen-Anstalt Steinhölzli 20,000, der Kirch-Einwolergememde zuKoppigen als Fonds zur Gründung einer Sekundärschule 20,000 Francs u. s. f., total 212.000 Francs. Basel. Frau tfmma Meyer-Vren-ner, die Tochter des Volksmannes Carl Brenner, eine feinsinnige Frau, deren Gedichte einst Aufsehen erregten, ist gestorben. Sie schrieb ein Drama, Fatio", das in freier Weise das Schiäfal ihres Vaters schildert; das Stück sollte in diesem Winter am hieslgen Stadttheater zur Aufführung kommen. Chautde-Fonds. Im Beaufvnds am Doubs brannte das Gasthaus zu den drei Kantonen" bis auf den Grund nieder; der Schaden ist bedeutend. lZs wird Brandstiftung vermuthet. Das Gebäude lag an der Grenze von Neuenburg, Bern und Frankreich, daher sein Name. Das Hotel stand auf Neuenburger Boden, während der übrige Weiler zum Kanton Bern, Bezirk Freibergen, gehört. E n g i st e i n. Durch SchwefelgaZ erstickt ist der langjährige Maschinist des Lenker Bades Staub. Er wollte wie immer allein ein Schwefelwasserreservoir einigen, stieg zu früh hinein und wurde vom zurückgebliebenen Gas betäubt. Noch lebend aufgefunden, starb er trotz sofortiger ärztlicher Hülfe bald nachher. Er hinterläßt hier, wo er im Winter Brennmeister war.Frau und Kind. Genf. Zwei junge Russinnen, Nathalie und Olga Braguine, waren vor Kurzem aus Petersburg hier eingetroffen; die beiden Schwestern wollten an der Universität Medizin studiren. Ihren Aufenthalt hatten sie vorläufig in Pougny, an der Grenze, genommen. Vor einiger Zeit begaben sich die Schwestern zur Rhone, um daselbst zu baden. Olga, die jüngere, wollte als gute Schwimmerin über den Fluß setzen. Sie hatte aber ihre Kräfte überschätzt, die Strömung riß sie plötzlich fort. Ich bin verloren!" schrie die Unglückliche. Sie kämpfte noch eine Weile, dann verschwand sie im reißenden Strom. Schaffhausen. Der Gründer der hiesigen Uhrschalen - Industrie, Fritz Weber - Oechsli, ist in Stein a. Rh. gestorben. U st e r. In der Vaumwollspinnerei Knecht & Walder brach Feuer aus. Ein Arbeiter hatte ein PhosphorzllndHölzchen angezündet; dabei sprang ein Stückchen brennenden Phosphors ab und fiel in den Aöfallflaum. In dieser mit Oel getränkten Masse griff das Feuer mit rasender Schnelligkeit um sich und kurz darauf stand das Gebaude in Flammen. Luxemburg. Luxemburg. De: in der Flcischerstraße wohnende Metzgermeister Herr Johann Doppelmann hat das dortselbst gelegene Wohn- und Geschäftshaus, zwischen Doppelmann und Elvinger, zum Preise von 20.000 Francs aus freier Hand käuflich erworben. A s p e l t. Es entstand Feuer im Lagerraum des HandelsmannesFranz Diederich, wodurch eine Menge Waaren verbrannten. Der versicherte Schaden beziffert sich auf ca. 2300 Francs. C a n a ch. Auf unerklärliche Weise war die Behausung des Wegewärters Krier in Brand gerathen, jedoch wurde durch die wackere Hilfe der Dorfbewohner das verheerende Element bald bewältigt. Differdingen. Zwischen dem Arbeiter Peter Rommes und seinem Hausnachbar Ph. Heuser kam es zu einer erregtenStreitscene, in derenVerlaufe ersterer den Revolver zur Hand nahm und einen Schuß auf Heuser abgab. Die Kugel durchbohrte den Hals und der Zustand des Heuser ist sozusagen hoffnungslos. Der Thäter wurde verhastet. P f e r s e e. Zugleich mit seiner silbernen Hochzeit beging Stationsmeister Reithmeier hier den Tag. an dem er vor 25 Jahren bei der Station Augsburg angestellt wurde. Hnmoristischcs. Bereit. Nun können wir aber heirathen, Hans! ... Ich habe das Kochbuch fertig aufgeschnitten!" Consequent. Fritz, Trinkgeld gebe ich Ihnen nicht, bei Ihrem Leiden habe ich Ihnen das Trinken verboten! v. Enfant terrible. Major a. D.: Siehst Du. Lieschen, dieses Bild stellt Lohengrins Abschied vor!" T'öchterchen: Papa, hat der auch so einen blauen Brief bekommen?" Scharfblick. Du, Mama, ich glaube, der Herr dort drüben hat ernste Absichten auf mich!" Er schaut Dich aber doch gar nicht an?!" Nein, aber Dich!"

Beachtet

TiO. 1117 Tcrpsichore Ttrabe. Neck Orleans. La., den 20. März. 1003. Ich litt zwei Jahre lang cn zu starker und zu hZufigcr Menstruation, die manchmal nach einer Unterbrechung von zehn bis sechzehn Tagen widerkehrte und grobe Nicdera?schlagcnhelt. Schwindel und Tchwächcanfälle verursachte. Ich hatte so viele nutz lose Medizin eingenommen, daß ich völlig cntmulhigt war, als der ''ins ot Cardul als Heilmittel mir empfohlen wurde. Ich nabm ihn drei Tage lang ein, und fand zu meinem großen Troste, dak mein allgemeiner Zustand sich besserte. Nach zweimonatlichem Gebrauche desselben hatte sich mein Zustand bedeutend gebessert, und laut ich mir wie neugeboren vor. Meine Perioden wurden regelmäßig, schmerzlos und ff f fl natürlich, und innerhalb vier Monaten erfreute ich mich vollkommener Gesundheit. l Worte können nur in ungenügender Weise meine Tanldarkeit und Zufriedenheit y über die mir zurückerstattete Gesundheit ausdrücken, und werde ich stets eine treue M

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Freundin Ihrer werthvollen Medizin

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Tie Natur konnte keine nachdrücklichere Warnung geben, als den beständigen Schmerz, der ein Begleiter der menstrucllcn Störungen ist. Um der Leidenden die Gefahr ihres Zustandes nachdrücklich zum Bewußtsein zu bringen, erneuert sich der Schmerz mit Heftigkeit bei jeder mcnstruellen Periode. Ueber dicfc Warnung kann kein Zweifel bestehen, obgleich sie in Hunderten aus tausend gefährlichen Fällen unbeachtet bleibt. Fräulein Palmer hätte ihre Leiden vermeiden können, wenn sie den Wine of Cardui genommen hätte, sobald die erste Warnung sich vor zwei Jahren zeigte. Und Ihr könnt Erlcickterung finden, wenn Ihr den Wine of Cardui nehmt, wie sie es gethan hat. Es ist Euer P'ri vilegium. Euch dieselbe Erleichterung zu sichern, die so viele Tausende von Frauen heute vom Wine of Cardui erhalten. Derselbe ist eine

positive Kur für die quälenden Alle Apotheker verkaufen J ' -v j1 i !7 y ' : ' 'i ' j V Sf. ' UJiV li Lc .tnant Schinkenbrot. Humoreske von L. B. Es war am zehnten Manövertage, als die vierte Batterie des FeldartiÜerie - Regiments No. am Geschützpark beim Anspannen war. Frohen Muthes verrichteten die Kanoniere ihre Obliegenheiten, hatte doch gestern so ziemlich jeder ein gutes Quartier gesunden, denn das Dorf, das die Batterie nunmehr verlassen wollte, gehörte iv den begütertsten der ganzen Umgegend. Zwischen ihrer Beschäftigung fanden die Soldaten immer noch Zeit, sich ihre Quartierfreudcn zu schildern oder sich zu necken. Am fidelsten ging es am sechsten Geschütz zu, dessen Mannschaft vom Einjährig - Gefreiten Drucker am vorhergehenden Abend in solenner Weise freigehalten worden war. Es war dies Druckers Dank dafür, daß er mit seinem Geschütz nie ausgefallen" war während seiner zehntägigen Wirksamkeit als Vorgesetzter, denn von heute an löste ihn der Einjährige Eifrig ab. Eben vergnügte er sich damit, letzte ren mit seinem schönen Quartierfräulein aufzuziehen, als eine ihm nur zu gut bekannte Stimme an sein Ohr schlug. Der Rufende war Leutnant Ranenbrok, welcher eben herbeigeritten kam. Einjährige? Druckerrr!" Herr Leutnant!" Gehen Sie mal rasch in den Adlcr", holen Sie mein Frühstück und bringen Sie es !n einer Protze unter!" Zu Befehl, Herr Leutnant!" Drucker eilte weg, indem er unterwcgs auf ein Mittel sann, wie er dem gclrengen -Leutnant derartige Aufmerksamkeiten seiner Person gegenüber abgewöhnen wolle, denn sejt Leutnant Ranenbrok wegen des dösigen Einjährigen" einsl vom Hauptmann schmerzhaft abgebogen" wurde, ließ er keine Gelegenheit vorüber, den Einjährigen hochzunehmen und beehrte ihn des Oefteren mit derartigen Kanonierarbeiten". Bald kehrte Drucker zurück mit einem Packet, in welchem sich vier saftige Schinkenbröte und eine Flasche Wein befanden. Ein schlaues Lächeln verrieth, daß er einen Streich im Schilde führe. Gravitätisch trat er an's zweite Geschütz, wo Gefreiter Kriegenauer als Richtkanonier funktionirte. Kriegenauer stand in der Batterie in einem gewissen Ansehen. Er hatte schon ein gut Stück Welt gesehen und war ein strammer Soldat, der einen Vorgesetzten im Dienst nie in Bruch" brachte; ferner hatte er einen gesunden Hunger und ewigen Durst und endlich war er ein Unverzagter", sowohl im Ausüben eines Streiches und Wegleugnen desselben, als auch im Verbüßen der dafür erhaltenen Strafe. Der Einjährige war somit 'an der richtigen Adresse. Dies bewies auch das breite Schmunzeln des Gefreiten, als er auf das höfliche Bitten des Einjährigen das Frühstück in der Protze unterbrachte. Absichtlich hatte der Einjährige den Gefreiten so höflich gebeten. Er kannte seine Pappenheimer. Kaum war er verschwunden, als der Gefreite seinen Gefühlen Luft machte: Da können uns die Herren Einjährigen brauchen, wenn's an's Vespermitnehmen geht; ist mir übrigens lange recht, ich will schon die Hälfte verlieren"." Das Eommando: An die Pferde!" beendete seinen Monolog. Batterie aufgesessen!" und Batterie zu einem rechtsbrechtab, marsch!" und hinaus ging's in den frischen Morgen. Sieben Stunden später ertönte das Signal das Ganze halt" und kurz darauf der Officierruf. Darauf hatte Kriegenauer längst geharrt. Jetzt galt es flink sein. Kaum waren die Protzen angefahren, als er -,we! Schinkenbrote in seinem Brotbeutel verschwinden ließ, um sie nachher gemüthlich zu verzehren. Machen kann der Einjährige nichts, denn es ist verboten, et-

zu verbittern, wenn Ihr witzr. da dieselben niemals von selbst verschwinden werden i tote tonnen nur kuriert weroen. ,noem man ore erregenoe I Ursache entfernt. Wenn dieselben nicht kuriert werden, so entwickeln sie sich in niederdrückende Schmerzen. Eierstockschmerzen, Nervosität, Galligkeit, Blutvergiftung oder tödtliche Geschwüre. Könnt Ihr Frl. Palmer's Brief lesen, ohne Euch nach Heilung zu sehnend I

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die UJat?nung bleiben.

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rnenttruellen Heroen. Warum sayrr zyr Z1.00.Flaschen des Wine of Cardui. m " . ' I ' W, JV4 'jllvajM. KZ Zt--f was in der Protze mitzunehmen." Damit hatte er sich beruhigt. Wie groß war aber sein Erstaunen, als sich kein Einjähriger blicken ließ, um sein Eigenthum in Empfang zu nehmen. Die Vermuthung eines Kameraden, er werde beim Herrn Hauptmann bleiben müssen, wurde schnell als Thatsache betrachtet, und bald war von dem Frühstück des Herrn Leutnants nichts mehr zu sehen. Unterdessen freute sich der Einjährige königlich auf das Eintreffen des Leutnants, der auch alsbald nach beendeter Kritik anschwebte und nach seinem Frühstück fragte. Am ersten Geschütz, Herr Leutnant!" Ein fürchterliches Donnerwetter verrieth dem Einjährigen, daß die Bombe geplatzt sei, zu gleicher Zeit wurde er selbst gerufen und angehaucht": Weshalb sagten Sie den Leuten nicht, daß das Frühstück mir gehörte? Die Leute sagen, sie hätten geglaubt, es gehöre dem Einjährigen. Jetzt haben sie es gegessen! Meine Schinkenbrote! Zum Donnerwetter!" Auf diesen Fall hatte sich Drucker jedoch vorbereitet. Seine Entgegnung: Herr Leutnant, die Leute wissen ganz gut, daß ein Einjähriger nicht wagt, ein Frühstück in der Protze mitzunehmen, da es verboten ist," lenkte den Zorn des Leutnants von ihm ab auf fünf Kerls", welche zur Strafe den aanzen Weg in's Quartier zu Fuß machen mußten, denn zu ihrem Un .glück hatte Leutnant Ranenbrok das Eommando, da der Batteriechef mit den übrigen Officieren beim Regi mentsstab zurückgeblieben war. Am unverzagtesten war Gefreiter Kriegenauer. Als er sah, daß der Leutnant die Frechheit" dem Wachtmeister erzählte, meinte er lächelnd: Ich wette einen Krug Bier, daß wir keine Sonntagswache bekommen; den Vater" freut's auch." Gefreiter Kriegenauer hat recht behalten. Außer dem Donnerwetter und dem Gänsemarsch zu fünfen" hatte die Affaire keinerlei Folgen für die Kanoniere. Auch der Einjährige Drucker kam auf seine Rechnung, er ist seither mit Aufträgen vom Herrn Leutnant Ranenbrok verschont geblieben. Letzterer hatte zum Schaden noch den Spott, und noch heute heißt er in der Batterie Leutnant Schinkenbrot". I e i m B a r b i e r. Sehen Sie nur, wie Sie mich geritzt haben." Barbicr: Nu, Sie werden doch für 10 Cents nicht einen Luftröhrenschnitt verlangen? Der Tohn der Majorin Lenecke. In unserem Garnisonstädtchen, so plaudert ein deutscher Officier, wohnte vor einer Reihe von Jahren eine Frau Major Lenecke. Jeder Mensch in der Stadt kannte die liebenswürdige alte Dame, ja, man konnte sich überhaupt gar nicht vorstellen, 'daß Jemand die Majorin Lenecke" nicht kennen könnte. Ihre Kinder hatten wir heranwachsen sehen nun war ihr Aeltester, schon Referendar, soweit, daß er in unserem Regiment sein Jahr abdienen sollte. Wir hatten gerade einen neuen Re giments - Commandeur bekommen, der sich die am 1. October eingestellten Einjährigen vorstellen ließ. Die Compagnie - Chefs waren natürlich zugegen. Als der Oberst an den Einjähri-. gen Lenecke herantrat, entspann sich folgendes Gespräch: Wie heißen Sie?" Lenecke, Herr Oberst." Was ist Ihr Vater?" Mein Vater war Major, Herr Oberst." In diesem Augenblick trat Lenecke's Compagnie - Chef diensteifrig heran: Herr Oberst, das ist der Sohn von der Majorin Lenecke!" Der Oberst sah den Hauptmann einen Augenblick etwas verblüfft an dann sagte er: Ja, mein lieberHauptmann, offen gesagt das hatte ich mir eigentlich auch gedacht!"

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Sekretärin des La Metairie Club. sorr, ucr eoen rnir cic,en lajteauajcn D' Sösle machet's net! Von dem württemb5rgischen Oberlandstallmeister von Scholl, der kürzlich gestorben ist, erzähkn die Stuttgarter Blätter allerlei Anekdoten, die von seinem Humor und seiner Schneidigkeit Zeugniß ablegen. So bringt der Schwäb. Merkur folgende Erinnerung: Auf der Reitschule in Hannover erschien der als Cavallerieofficier dahin commandirte v. Sch. in einfachen langen Beinkleidern in der Reitbahn, was einen anwenden Herrn von den Husaren zu der kritisirenden Bemerkung veranlaßte, daß er in diesem Anzug wohl kaum mitkommen werde. Sch. als ausgezeichneter Reiter aber ritt alle Touren tadellos ab, während der kritische Husar das Pech hatte, sich von seinem Pferde zu trennen. Nach gethaner Arbeit trat von Sch. auf den etwas gedeppten" Husaren zu. klopfte ihm aemütblick, auf die s rs..ii.- ri. r . vu iiiiei uuv jugic ui seinem unverfälschten Schwäbisch: ,,D' Hösli machet's net, Herr Kamerad!" Verunstaltet. Warum so ärgerlich, Herr Leutnant?" Bin in Verzweiflung! Arzt hat mir wegen Augenentzllndung Monocletragen verboten . . . Kann doch nicht so scheußlich verstümmelt herumlaufen." Verliebt. .. Sie waren auf Ihrer Hochzeitsreise in der Schweiz? . . . Nun, wie haben Ihnen da die herrlichen Berge und Seen gefallen?" Berge und Seen?? . . . Wir haben keine gesehen die müssen wir rein verküßt haben!" Auf dem Lande. Die hohere Tochter: Mama, die Käse sind wiederum furchtbar klein, ich glaube, die Kühe der Bäuerin legen überhaupt keine größeren! Erhöhte Sicherheit. Der Mayer soll ja ein so sicheres Luftschiff erfunden haben?" Ja, aber fliegen kann es nicht." Darum sage ich ja: es ist sickier." Frech. Richter: Packte Sie gar keine Reue nach Verübung Ihres Ver brechens? Angeklagter: Nee, mich packte gleich een Gensdarm. Wörtlich aufgefaßt. Ich hoffe, daß Sie das eben Gehörte um keinen Preis weiter verbreiten!" Gottbewahre, das thue ich gratis." Daher. A.: Seit seiner Verheiratung hat Krause sehr schnell eine Glatze bekommen. V.: Kein Wunder, seine Frau läßt ja kein gutes Haar an ihm. VonderBadereise. Hausarzt: Ich muß Ihnen eine unangenehme Eröffnung machen, gnädige Frau. Sie haben die Krankheit wirklich, die Sie sich einbilden." Heutzutage. Vater: Was. Du bist schon wieder von der Hochzeitsreise zurück, und wo ist denn Deine junge Frau?" Sohn: Aeh, die ist mit einem anderen weiteraere! li I " Eitelkeit musz Pein l:idcn. Seit undenklichen Zeiten ist es in Jndochina Äode. sich die Zähne mit einem Lack zu schwärzen, welche Prozedur eine wirkliche Tortur ist. Das Verfahren wird in der Jugend ausgeführt und erfordert eine zweimalige Behandlung, erst das Auflegen des Roth und dann den Uebergang zum endgültigen Schwarz. Beides erfordert mehrere Tage schmerzlicher BeHandlungen, während deren der Patient sich fast völlig der Nahrung enthalten muß. Die Schönheit verlangt eben überall auf der Welt Opfer. Jetzt ist man aber infolge der Berührung mit der europäischen Gesellschaft auf die Idee gekommen, daß ein blendend weißes Gebiß in einem Frauenmunde viel hübscher wirkt als die schwarzen Zähne. Und nun gehört es bei dem schönen Geschlecht im fernen Osten zum guten Ton, den Zähnen die Schwärze wieder zu nehmen. Das muß natürlich mit einem neuen Opfer erkauft werden: die Zähne werden mit einem gläsernen Messer abgekratzt. Schon bei dem Gedanken daran übe?' l5ft'S einen

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Mrss.Dorolhy Palmer. j a,merzcn irno nizunvungen Gibraltar. Eine Studie im Militär-Wochen-blatt", die gegenwärtig von besonderem Interesse ist. wo die marot'.anikchs Frage wieder auf der Tagesordnung steht, beschäftigt sich mit der Festung G'raltar. Nach einer Schilderung der großartigen englischen Hafen-, Dock-' und Befestigungsanlagen, sowie der bei Algeceras und auf der Pierra Carbonera errichteten spanischen Gegcnwerke erwähnt di Studie die erfolglose Belaaerung Gibraltars in den Jahren 1779 bis 1783 und stellt dann die Behauptung auf. daß heutzutage die Verlältniue doch wesentlich anders lägen, wie damals. Von Westen und Norden her kann Festung, Stadt und Hafen auf 7 bis 9 Kilometer Entfernung unter ein überwältigendes Geschükfeuer genommen werden. Die Artilleriestellungen desAngreifers werden, offenbar auf Grund persönlicher Kenntniß, genau angegeben. Die geplante Anlage eines neuen Hafens auf der Ostseite ges Felsens würde keine wesentlichen Vortheile bringen. Andererseits ist Gibraltar nicht in der Lage. ohne Flotte den Eingang in das Mittelmcer zu sperren. Die Straße ist dort an ihrer schmälsten Stelle etwa 23 Kilometer breit, und ein sie benutzendes feindliches Geschwader kann ohn? Gefahr bi.s auf 3 oder 4 Kilometer an die afrikanische Küste herangehen, also 19 Kilometer von den englischen Batterien abbleiben. Allerdings beträgt die größte Schußweite moderner Küstengeschütze 25 Kilometer, aber auf solche Entfernungen sind gegen eine unter Dampf befindlichen Flotte selbst bei Tage und bei klarer Luft nur seltene Zufallstreffer zu erwarten. Zur Sperrung des Eingangs in das Mittelmeer ohne Flotte ist daher der Besitz von Ceuta unentbehrlich. Gibraltar bat heute viel von seinem Werth als Flottenstützpunkt verloren. Wir glauben, daß solche Erwägungen bei der Lösung der marokkanischen Frage auch ein Wort mitsprechen werden. Die Goldfunse im bliest!,! in der Gemarkung Auersmacher. Kreis Saarbrücken, scheinen verheißungsvoller zu sein, als man 'zunächst erwarten konnte. Sorgfältige Analysen, die in der letzen Zeit von einem Straßburgel Professor, von einem Chemiker aus Saarbrücken und einem Chemiker auLondon vorgenommen worden sind, haben das erfreuliche Ergebniß gehabt, daß in der Tonne Erde des in Betracht kommenden Grubenfeldes 4,75 Gramm Gold enthalten sind. ' Da die Grenzt für die Abbauwürdigkeit 2 Gr. betränt so ist die Rentabilität der Goldgewinnung außer Frage gestellt. Im Besitze der Konzession .sind seit einem halben Jahre 4 Personen: ein Lithograph aus S. Johani. ein Markscheider aus Dudweiler und 2 Bürger auZ dem Bliesthal. Es sind aber bereits Verhandlungen zwischen diesen Besitzern und einer englischen Gesellschaft eingeleitet, die sich bebufs Erwerbung und Ausbeutung des Grubenfeldes mit einem Kapital von 2 Millionen gebildet hat. Von dieser Summe soll, nach der Frkf. Ztg.". die Hälfte auf den Ankauf der Konzession, die andere Hälfte auf Vetriebsanlagen entfallen. Geschichtlich steht übrigens fest, daß im 16. Jahrhundert Gold in Auersmacher gefunden und in Metz gemünzt worden ist. Diese Thatsache war aber in Vergessenheit geratheu; die jetzigen Gold fünde sind durch Zufall gemacht worden. Eine Sprachschöpfung des früheren Polizeichefs von New York, Wm. S. Devery. dcrS Wort ekest)-" für: Jemand, der sich in die Brust wirft, hat im letzten Ergänzungsband des Standard Dictionary" Aufnahme gefunden. Wre englische egterung hat inBcrlin zu verstehen gegeben, daß, wenn Deutschland im Handelsvertrage mit England den MeistbegünstigungsParagraphen fortlasse. England durch die öffentliche Meinung gezwungen werden würde, dasselbe bezüglich Deutschlands zu tbun.

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