Indiana Tribüne, Volume 27, Number 83, Indianapolis, Marion County, 27 November 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 27. November 1903.

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Verdienstlich. Beschluß der bairischeu Kämmer gegen Foldatenslhinder. Entlassung aller Uebelthäter als künftige Strafe verlangt.

Prinzessin Schoenburg ist angeblich nicht durchuebrannt. Danlsagungstag in verschiedenen europäischen Hauptstädten. Entscheidung der Negierung von Panama bezüglich Kanals. Ueber die Wahl des Präsidenten herrscht bereits Einheit. Skandalöse Scenen im Parlamente zu Budapest. Deutschland. Anerkennenswerther B e s ch l u ß. München, 26. Nov. Die zweite Kammer nahm - einstimmig einen Be schluß an, welcher die Dienst'Entlas sung aller der Soldatenmißhandlung schuldigen Offiziere und Unteroffiziere veila.igt. Kriegsminister Frhr. v. Asch billigte diesen Beschluß und erklärt, die bairi schen Armee-Behörden hätten bereits im Einklänge mit dem Geiste des An trags gehandelt, indem 2 Offiziere, die sich nicht genügend in Acht genommen, in diesem Jahre entlassen worden seien. Der Minister wünscht summari sches Vorgehen, besonders gegenüber brutalen Unteroffizieren. Fähnrich H u e s s e n er. Berlin, 26. Nov. Flotten Fähnrich Huessener, dessen Urtheil wegen Tödtung eines Soldaten in Essen, der ihn nicht vorschriftsmäßig gegrüßt hatte, vom Reichsgericht aufgehoben wurde, ist aus dem Marinedienst enl lassen worden. Untergang eines holländ. Dampfers. B r u n S b ü t t e l h a f e n, Preu. ßen, 26. Nov. Die Thatsache, daß Leichen und ein Theil der Landung bei der Insel Borkum (Nordsee. Mündung der Ems, 26 Meilen von Emden) an's Ufer getrieben wurden, bestätigt die Meldung von dem Untergang des hol ländischen Dampfers ..Anglia", von Hamburg nach Rotterdam bestimmt. Zur Be Handlung des Kaiser s. B e r l i n, 26. Nov. Die Stimm behandlung des Kaisers leitet Dr. Gustav Spieß aus Frankfurt a. M., ein früherer Assistent von Dr. Schmidt. Er ist Specialist für Erkrankungen der Stimmorgane von Sängern und Ossi zieren. Einweihung deramerik. Kirche. Berlin, 26. Novbr. Zur Ein weihung der neuen amerik. Kirche war heute Kronprinz Friedrich Wilhelm im Auftrage des Kaisers erschienen; er saß zwischen Botschafter und Frau Tower. Die Kaiserin hatte dem Pastor Dickie ihr Bedauern, verhindert zu sein, tele graphirt und als Vertreter den Kam merherrn v. Muelinen gesandt. Reich? kanzler Bülow war durch Geh.Rath Eonrad vertreten. Bei dem GottrS dienste amtirten Rev. von Stycke und Prof. 523. A. Browne, N. Y., die Predigt hielt Dr. Dickie. Von Präsi dent Roosevelt war ein Glückwunsch schreiben eingelaufen. Schreckensthat eines Vaters. Berlin, 26. Novbr. Thomas Marliewiecwitz, ein junger Bankbeam ter, warf um Mitternacht in Gegen wart Hunderter von Personen seine bei den Kinder im Alter von 3 und 5 Iah ren vor die Räder eines heranbrausen den VorstadtzugeS und stürzte ihnen nach. Alle 3 wurden getödtet. Die Frau von M. war am Montag gestorben: vermuthlich ist dies der Grund der Tragödie. DanksagungSFelern im Auslande. Berlin, 26. Nov. 300 Mit glieder der amer. Colonie versammel ten sich heute Abend zu einem Dznk sagungS Diner im Kaiserhof. Bot schafter Tower, welcher den Varsttz führte, brachte die Toaste auf den Kaiser und die kaiserl. Familie auS. Pro fessor 23. A. Brown vom Union Se

minar hielt einen Vortrag über Ame rikanische Ideale". Die Eolonie sandte an Präsident Roosevelt eine Glückrrunlch Depesche. Ein Tanz schloß sich an das Bankett an. Wien, 26. Nov. Botschafter und Frau Storer hielten heute Nachmittag ihren ersten Danksagungstag'Empfang auf der Botschaft. Etwa 200 Per. fönen hatten sich eingefunden, darunter viele Mitglieder der amer. Eolonie,

Touristen und der gesammte Botschasts Stab. Rom. 26. Nov. Zum erstenmale fand am Danksagungstag ein beson, derer Gottesdienst in der kath. Kirche von San Silvestro statt. Mgr. R. Seton von Newark, N. I.. Titular Erzbischof von Heliopolis, ertheilte den Segen. Alle hier anwesenden Mitglieder des englischen PilgerzugeS waren zugegen. S a n I u a n, Porto Rico, 26. Nov. Gemäß der Proklamation des Gouverneurs wurde Danksagungstag als allgemeiner Feiertag begangen. München, 26. Nov. Die amer. Colonie feierte den Tag durch ein Ban kett, an dem über 200 Personen theil nahmen. Den Toast auf den Prinz Regenten brachte der amer. General Eonsul Worman aus. Die Haupt' Rede hielt der frühere Unterstaats Sekretär Prof. Mayr. London, 26. Nov. Im Hotel Eecil gab Abends die amer. Gesellschaft ein Bankett mit über 400 Gedecken. W. I. Bryan war Ehrengast. Eine Reihe hervorragender Engländer waren gleichsallS erschienen. Den Toast auf Präsident Roosevelt brachte der Herzog v. Marlborough auS; Botschafter Ehoate erwähnte in seine. Ansprache, daß Bryan die Bank von England besucht habe, wo er die Fiscal'Frage am EntstehungSort studi ren konnte." Bryan anwortete mit höflichen DankeSworten für die engli schen Gäste deS Banketts. Rom, 26. Nov. Botschafter und Frau Meyer veranstalteten AbendS einen Empfang, der vom diplomati schen Corps, Hof und Adel zahlreich be sucht war. Florenz, 26. Nov. In prote stantischen und katholischen Kirchen fan den heute für die amerikanische Colonie Gottesdienste statt. Abends war ein Bankett, dem u. a. Samuel L. Cle menS (Mark Twain) anwohnte. Italien. Alice v. S ch o e n b u r g. Paris, 26. Nov. Wie der Ge nuaCorrespondent der Libertie meldet, lebt Princessin Alice Schoenburg-Wal denburg, die Tochter des Don Carlos, mit einer Gesellschafterin in Sorri, einem bei Genua liegenden Dorfe und ist tief bekümmert über die falschen Be richte von ihrer Flucht. Die Freunde der Prinzessin stellen in Abrede, daß sie durchgegangen sei und behaupten, sie wolle ein ScheidungS verfahren gegen ihren Gatten Prinz Victor Friedrich anstrengen. Los vom Dreibunde." Rom, 26. Nov. Die antiöster reichischen Demonstrationen im ganzen Lande wegen der Innsbruck Univer sität nehmen einen ernsten Charakter an. In ganz Rom lautet der Ruf: Nieder mit Franz Josef! Weg vom Dreibunde!" Auf der Universität wurde die österreichische Fahne ver brannt. Aehnliche Scenen kamen in Mailand, Genua, Turin und anderen Städten vor. Colombia. Der künftige Präsident. Panama, 26. Nov. El Cronista, ein altes Blatt konservativer Schule. bringt einen langen Artikel über die Laufbahn deS Finanzministers der neuen Republik Dr. Manuel Amador. Er wird darin als einzig möglicher Kandidat für die Präsidentschaft der Republik bezeichnet. Aehnlich äußert sich heute Abend eine liberale Zeitung. Die JfthmuSaner verehren Amador als Wohlthäter von Panama und als Haupt'Faltor bei Erringung der Un abhängigkeit. Auf dem ganzen Jsth. muS fassen die Gemeinwesen Beschlüsse, worin Amador der LieblingSSohn" der Republik genannt wird. Wie man voraussagt, wird A mit üderwälti gender Mehrheit als erster Präsident der Republik erwählt. Junta und Canal'Ver trag. Panama, 26. Nov. Die aus den Herren Arango, AriaS und ESpi nos bestehende Junta hielt heute früh eine Sitzung ab, an der alle Minister theilnahmen.

ES wurde einstimmig beschlossen, den CanalVertrag sofort nach Empfang zu ratificiren und den Gesandten Va rllla mit Uebermittlu'.:g von der Ent scheidung der Junta an die amer. Re gierung zu beauftragen.

Auf dem ganzen Isthmus ohne Un terschied der Parteien oder Classen findet der Beschluß der Junta freudige Auf nähme. Den Admiralen Walker und Glaß wurde die Entscheidung mitge theilt. Decret für Hafen s ch l i e ß u n g. C o l o n , 26. Nov. ' Der Text des Decrets, welches die Häfen im Departe ment Bolivar schließt, traf heute ein. Der gesammte Handel und Verkehr zwi schen Häfen dieses Departements und Panama ist hierdurch verboten. Das Decret besagt, daß solche Maßregeln für die Bestrafung und Unter drückung der Verräther", welche die Waffen gegen die nationale Regierung erhoben, unentbehrlich seien. Bei Erlaß des Dekrets handelte das Departement Bolivar unabhängig von der colomb. Regierung. Das Dekret verbietet zugleich, daß neutrale Schiffe, die aus Panama Häfen kommen. Zulaß zu BolivarHäfen erhalten. Oesterreich'Ungarn. S c a n d a l i m Reichstag. B u d a p e st, 26. Nov. Die heutige Sitzung des Abg HauseS vom Reichs tage brachte Scenen von unbeschreibli cher Verwirrung. Anlaß bildete ein Antrag, 2 tägliche Sitzungen abzuhalten. Hiegegen erhob die äußerste Linke leidenschaftliche Proteste und verschiedene Mitglieder wurden wegen unordentlichen Beneh menS vom Präsidenten suspendirt, dem viele beleidigende Ausdrücke an den Kopf flogen. Ministerpräsident Tisza versuchte zu sprechen und lenkte die Aufmerksamkeit deS Hauses auf das Abkommen der ver schiedenen Parteien über die Geschäfts ordnung. Sie haben alle Vortheile dieses Ab kommenS in Ihre Tasche gesteckt", schrie Nicolaus Vartha. Sprechen Sie lieber nicht von Ta schen", erwiderte Graf Tisza, worauf Bartha rief Ich bin kein verkrachter Bankdirektor." Der Scandal wurde durch den Abg. Garjary vermehrt, der Tisza zurief Man hat Sie einen Schurken ge nannt." Auf diese Bemerkung hin stürmten zahlreiche Abgeordnete auf Garjary los und da ein Faustkampf drohte, wurde die Sitzung suspendirt. Nach ihrer Wiederaufnahme appellirte Tisza an den Patriotismus der Opposition, die Gefahren ausmalend, welche eine Ob struktionspolitik für die Verfassung mit sich bringe. Später, als der Präsident des Hau seS nochmals deS Antrags auf die 2 Sitzungen erwähnte, brach der Scandal von neuem los und das Haus vertagte sich schließlich unter Scenen der größt?n Graf Albert Apponyi, der Führer des nationalen Flügels in der liberalen Partei, hat dem ParteiVorsitzenden schriftlich seinen Austritt aus der Par tei angezeigt, da die projektirten Dop pel'Sitzungen gegen seine Überzeugung gehen. 30 Anhänger von A. dürften folgen. Nukland. Die H o ch f l u t h. St. Petersburg. 26. Nov. Die Fluth, die so namhaften Schaden hier anrichtete, war die größte seit 1824. Unter den Obdachlosen und den Keller.Vewohnem verursacht die heftige Kälte viel Elend. In dem Fabrik . Stadttheil wurden 20.000 Menschen auf die Straße getrieben, zahlreiche davon unter Verlust all' ihrer Habe. Die Behörden thun Alles zur Linde rung des Elends und es kamen wenig Unglücksfalle vor. Eine ergreifende Scene spielte sich ab, als Eltern, auf den Klang der Warnungsschüsse heim eilend, ihre Kinder ertrunken vorfan den. Der Eigenthumsschaden ist na mentlich in Kronstadt bedeutend. Ein seltsames Ereigniß bei der Ueberschwem mung kam auf einem Friedhofe vor, wo Särge aus den Gräbern gerissen und von der Fluth entführt wurden. Der Zar hat zur Linderung der Noth S5.000 geschenkt. Enttäuschte Goldsucher. St. Petersburg, 26. Nov. In Tonik, Sibirien, traf kürzlich eine Familie unwissender sibirischer Bauern mit einem Wagen, der mit einem an geblichen Vermögen von Gold gefüllt war. ein. Die Leute hatten 3000

Meilen in 6 Monaten zu Fuße zurück gelegt. Auf der Münze erfuhren ste, daß der Werth des Schatzes S102 be trage. Frankreich. Humbert Untersuchung. Paris, 26. Nov. Die parla mentarische Untersuchungs-Commission füs die Humbert'Assaire trat heute zu sammen. Abg. de La Rue, der Vor sitzende, stellte in Abrede, daß die Com Mission die in den Dokumenten deS Falls erwähnten hervorragenden Per sönlichkeiten weißwaschen werde. Ostasien. Neue Bahn nach Peking. St. Petersburg, 26. Nov. Die Vermessungs Arbeiten sllr eine Bahn von Kiakbta. Sibirien, nach Peking, via Ougou, sind vollendet. Länge der Bahn etwa 1.000 Meilen. Die Entfernung nach der chinesischen Hauptstadt wird dadurch wesentlich ver ringert. Angebot derVicekönige. London, 27. Nov. Nach dem Shangai Korrespondenten deS Daily Telegraph" haben die Vicekönige und Gouverneure von 13 Provinzen sich er boten, der chinesischen Regierung 90, 000 europäisch geschulte Truppen zu senden, um Rußland wegen der Mand schurei zu bekämpfen. Schweiz. Die A n a r ch i st e n.H e tz e. Genf, 26. Nov. Auf Befehl der Bundesbehörden verhaftete die Polizei 2 Anarchisten, Bourtzeff und Krakoff, die seit einiger Zeit in der Schweiz eine anarchistische Zeitung herau5gaben. Bourtzeff kam ursprünglich aus Sibi rien.

Abgeschnittene Blumen frisch zu erhalten. Wenn man nicht zu vA Blumen in ein Glas steckt, das Wasser jeden Morgen erneuert und jedes trockene Blatt, sobald sich ein solches zeigt, wegnimmt, kann man abgeschnittene Blumen im Zimmer schon ziemlich lange frisch erhalten. Weit mehr ist dies jedoch der Fall, wenn man salpetersaures Natron (Würfelsalpeter) in das Wasser thut. Man wirft davcn so viel als man bequem zwischen den Zeigefinger und Daumen nehmen kann, bei dem jedesmaligen Wechseln des Wassers in das Glas und die abgeschnittenen Blumen werden über 14 Tage in ihrer ganzen Schönheit frisch erhalten. Duell mit Strümpfen. Eine Straße in Paris war unlängst Nachts der Schauplatz eines eigcnartigen Duells. Zwei junge Frauenzimmer, Louise Hanin und Andree Merle, hatten sich gezankt und beschlossen, den Streit durch einen Zweikampf beizulegen; aber um einen tragischen Ausgang zu vermeiden, waren die gewählten Waffen zwei Strümpfe, die mit Sand gefüllt waren. Die leicht bekleibeten Gegnerinnen schlugen mit ihren gefüllten Strümpfen aufeinander los. bis Louise Hanin. von einem Schlage zwischen den Schultern getroffen, zu Boden sank. Sie wurde in ein Hospital gebracht, wo ihr Zustand für höchst ernst erklärt wurde. Deutsche Beefsteaks in Kräutersauce. Sechs Personen. Eine Stunde. Das nöthige Fleisch wird geschabt. Während man die Sehnen und den Abfall mit wenig Wasser auskocht, mischt man das Fleisch mit Pfeffer. Salz, ein wenig frischer Butter, dicker, süßer Sahne und formt runde oder längliche Beefsteaks daraus. Unterdessen hat man auch zwei kleine Schalotten, einen Eßlöffel Petersilie. Thymian, Kerbel und Basilikum sehr fein gehackt, läßt reichlich Butter auf flacher Pfanne heiß werden, fügt die Kräuter dazu, brät die Beefsteaks darin auf beiden Seiten bräunlich, gießt, wenn diese herausgenommen und warm gestellt sind, die durch ein Sieb gegossene Abfallbrühe zu der Bratbutter, läßt alles zusammen durchkochen, schmeckt ab. würzt die Sauce mit acht bis zehn Tropfen Maa gis Würze und gießt sie über die Beefsteaks. Brat- oder Schmorkartoffeln sind eine passende Zugabe. Für die großen Feldm a n ö v t t . die kürzlich bei Fort Niley, Kas., stattfanden, wurden nicht weniger als 13.000 Mann verschiedener Waffengattungen von der regulären Armee, sowie von der Miliz von Missouri, Iowa. Kansas und Nebras!a zusammengezogen, um gemeinsam sich im praktischen Kriegsdienst zu dervoll kommnen. Von Makkaroni-Weizen wurden in den Ver. Staaten im vorigen Jahre 3.000,000 Bushel, geerntet, heute sind daraus aber schon 10.000.000 Bushel geworden, und für das nächste Jahr veranschlagt der Ackerbausekretär eine Ernte von 25.000.000 Lusbel. Ein Mann von 70 Iah. ren hat seine Fingernägel nicht wemger als 176 Mal erneuert. Nimmt man die Länge eines Nagels zu 12z Millimeter an, so beträgt die Länge deS Wachsthums jedes Fingernagels schließlich gegen 2$ Meier (7z Fu5).

Gletscher in den Cropcn. kerthvoüe VrgcbniNe einer Rette i den AlorSiUere ou v?cnaSor. Professor Dr. Hans Meyer, der bekannte Bezwinger des Kilimandscharo, ist kürzlich von seiner Forschungsreise in die Kordilleren von Ecuador nach Deutschland zurückgekehrt und hlt eingehende Mittheilungen über die Erccbnisse seiner gefahrvollen Reise gemach!. Danach ist di: wissenschaftlich hochinteressante Thatsache als feststehend anzusehen, daß die südamerikanische Tropenzone genau wie die afrikanisch: in einer geologisch vergangenen Periode eine enorme Vcrgletscherur.g gehabt hat. Allzemeine klimatische Gründe wie in unserer Eiszeit sind hierbei bestimmend gewesen. Nach den Veobachiungen Professor Meyers ist es erwiesen, daß die Eiszeit durchaus nicht auf den außertrcpischcn Theil der Erde, auf die nördliche und südlich? Hemisphäre in zeitlicher Abwechselung beschränkt g?wcsen, sondern daß die ganze Erde von solchen gewaltigen Klimaschwankungen betroffen worden ist, wie sie sich in der Eiszeit aussprechen. Ter Forscher fand in den Hochgeöirgen der Trcpenzone Moränen in einem ungemein tiefen Niveau, etwa 330 Fuß tiefer als die Glctscherreste der jüngeren Zeit. Diese Moränen weisen nachdrücklich auf die Diluvialzeit hin genau wie in Afrika. Den erstaunlich raschen Rückgang der Gletscher und ihre rasche 2lbschelzung, die man bekanntlich in neuerer Zeit in den europäischcn Al',-en beobachtet, fand Meyer auch in den Anden. In 13.000 Fuß Höhe entdeckte er eine dem Edelweiß ähnliche Pflanze und in 17.500 Fuß Höhe ein polsterförmig wachsendes Kreuzkraut. Professor Meyer bestieg wiederholt, nur von dem Münchener Maler Reschreiter und mehreren Indianerit begleitet, den Chimborazo bis zu einer Höhe von 20,400 Fuß; bis zu den Zacken und Eiskämmen der Spitzen waren cs nur noch 495 Fuß, doch machte die Struktur des Eises hier jedes weitere Vordringen unmöglich. Auf dem Altargebirge und dem jetzt noch thätigen größten Vulkan der Erde, dem Kotopari. stieß Meyer auf EisPanzer in einer Ticke von 200 bis 400 Fuß. Guttepcrcktt in Ncu-Kninca. Der Jabresbericht des Deutschen Kolonialwirthschaftlichen Komites für 19021903 enthält unter Anderem Mittheilungen über die GuttaperchaEntdeckungen in Neu-Guinea. Darnach ist die Brauchbarkeit der durch die Schlcchter's-He Expedition in NeuGuinea entdeckten Guttapercha dahin festgestellt, daß die Niederungs-Gutta percha für Kabelzwecke als Mischsorte gut verwendbar und bei sorgfältigere? Gewinnung wahrscheinlich auch in reinem Zustande für Kabelzwecke tauglich ist. Die Höhen-Guttapercha aus dem Finisterrc- and Vismarckgebirge übertrifft nach Schlechter in der Beschaffenheit die Niederungs-Guttapercha. Im Hinblick auf den Niedergang der Guttaperchaproduktion durch den Raubbau, z. B. in Borneo, und mit Rücksicht auf die politische und wirthschaftliche Bedeutung einer Guttaperchagewinnung in den Kolonien beabsichtigt das Konnte ein Guttaperchaunternehmen in's Werk zu setzen, welches die Erziehung der eingebornen Bevölkerung von Neu-Guinea zur Guttaperchagewinnung bezweckt. Das Unternehmen soll durch den Guttapercha und Kautschukkenner Schlechter geleilet werden und sich zunächst auf drei Jahre erstrecken; zwölf guttaperchakundige Dajak aus Borneo und eine größere Anzahl Neumecklenburger und NeuPommern werden Guttapercha-Statio-nen zunächst im Finisterregebirge und dann weiterhin im Vismarckgebirge anlegen, um im Umkreise dieser Stationen Guttapercha zu gewinnen und die eingeborne Bevölkerung zur Ausbeute heranzuziehen. Wichtig für UntcrstülzungSgcscll' schaftcn. Der App-llhof in Albany. N.Y., hat kürzlich eine Entscheidung gegen, die Supreme Court desJndependentOrder of Foresters erlassen, w.'lche für hlle gegenseitigen Unterstützungs - Gesillschaften von Wichtigkeit ist. Der Gerichtshof bestätigte ein Urtheil, durrh welches die Foresters argehalten weden, einen gewissen Lester Brown. wercher früher Mitglied der Court Mcntefiore in Vuffalo. einer untergeordneten Loge des Ordens, gewesen war, wieder ' in seine Rechte als Ordensmitglied einzusetzen. Brown hatte sich, soweit es von ihm abhing, bis zur Zeit seiner Suspension nichts zu Schulden kommen lassen und diese Thatsache wurde in der Klagebeantwortung ausdrücklich anerkannt. Anlaß zu seiner Suspension gab vielmehr der Umstand, daß der Finanzsekretär der Court Montefiore es unterlassen hattet Anfangs September 1900 die fälligen Beiträge einzusenden, diese Versäumniß auch in der Gnadenfrist von 30 Tagen nicht ai, holte und dadurch die Suspension de? ganzen Court Montesiore herbeiführte. Brown seinerseits hatte seine Beiträge rechtzeitig bezahlt, wurde aber trotzdem suspendirt, ohne daß ihm vorher irgend eine Mittheilung von dem Sachverhalt gemacht, oder ein Prozeß bewilligt, oder Gehör geschenkt worden wäre. Aus diefem Grunde stellte er den Antrag, ihn rn seine Rechte wieder einzusetzen, mit Rücksicht auf seinen körperlichen Zustand wurde ihm dies aber verweigert.