Indiana Tribüne, Volume 27, Number 81, Indianapolis, Marion County, 25 November 1903 — Page 6
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Europaische Nachrichten.
Frsvtnz Kannover. Hannover. Sein LSjähriaes Jubiläum als Miether im Hause des Stadtbauamtsboten Jeep, Garten" strafte 11, feierte der Buchhalter Adolf Brewitz. Einen schweren Unfall erlitt der Maurergeselle Albert Koch von hier, Kornstraße 12 wohnhaft, der auf dem Neubau an der Helmkestraße beschaftigt war. Koch stürzte von dem 8 Meter hohen Bau herab und mußte schwer verletzt in's Krankenhaus transportirt werden. Erichshagen. Em größeres Schadenfeuer entstand auf unbekannte Weise im Hause des Anbauers W. Albert hierselbst. Das Fachwerkgebäude war von zwei Familien, und zwar der des Arbeiters W. Schulze und der des Schuhmachers Harms bewohnt. Beide Familien konnten bei dem schnellen Umsichgreifen des verheerenden Elements außer dem Vieh vom Hausinventar fast nichts retten. H a r b u r g. Als der hier in der anqenstrake 2(3 wohnende Urnen dreher Luchs von der Arbeit in der Gummifabrik kam, wurde er in der Wilstorferstraße von seiner Schwester plötzlich überfallen und mit einem Messer in den Rücken gestochen. Als er zu Hause angekommen war, ließ seme Mutter einen Arzt rufen, der eine schwere Lungenverletzung feststellte und den Gestochenen schleunigst in's Krankenhaus bringn ließ. Dort ist er seinen Verletzungen erlegen. Auf seinem Sterbelager äußerte der Getöb tete. daß er sich den Grund des Ueberfalles mcht erklaren könne; einer. Strafantraq wollte er auch nicht stellen. Die Schwester. Bertha Eohrs, geb. Luchs, ist verhaftet; sie gibt als Grund ihrer Unthat an, daß ihr Bruder Unfrieden zwischen ihr und ihrem Manne gestiftet habe. Sie habe ihn nicht erstechen, sondern nur einen Denkzettel geben wollen. Linden. Feilenhauer Heinrich Narten. Behnsenstraße wohnhaft,, wurde von Hausbewohnern bemerkt, wie er angetrunken nach Hause kam. Am andern Morgen fand man den erst 30jährigen Mann todt in seinem Bette liegend. O st e r o d e (Oarz). Vorarbeiter Lorand aus Battenburg gerieth mit den elektrischen Leitungsdrähten des Vorwerkes Albrechtshausen beim Herabschreiten auf dem Bahndamm in Berührung und wurde sofort getodtet. Der Arbeiter Wimmer, der die Drähte berührte, wurde zu Boden geschleudert und schwer verletzt. Zwei Arbeiter, die die beiden Liegenden aufheben wollten, erhielten elektrische Schlage und wurden zu Boden geschleudert. S t a d e. Generalsuperintendent D. Hermann Steinmetz ist infolge eines Herzschlages hier gestorben. Derselbe ist als Sohn des weil. Generalsuperintcndenten Steinmetz in Clausthal am 6. Mai 1831 geboren. Sr?r?lnz Wellkaren. M ü n st e r. Dem Vrovinzialbau inspektor Baurath Ludorff wurde der viotye Adlerorden 4. Klasse verliehen. Ahle. Das Kolonatshaus des Vorstehers Heidemann brannte ganz, lich nieder; das Vieh konnte glücklicher, weise gerettet werden, dagegen wurden die Erntevorräthe, soweit sie im Hause untergebracht waren, und die meisten Mobilien ein Raub der Flammen. V r u n s ch e i d. In tiefe Trauer versetzt wurden die Eheleute Schuhmachermeister Adolf Schulz. Der Vater hatte sein einziges Kind, einen Knaben von etwa 6 Jahren, zu einem Spazier gang in's Versethal mitgenommen. In einem unbewachten Augenblick war der Knabe in den Hzmmerteich gefallen und ertrunken, bevor ihm Hilfe zu Theil werden konnte. D e r n e. Während der Maurer Franz Friebel aus einer Generalversammlung des katholischen GesellenVereins kam und mit mehreren Freunden auf dem Heimweg begriffen war, wurde er von anderen Burschen angerempelt. Der Angegriffene verbat sich das, ging aber ruhig weiter. Plötzlich fiel ein Schuß, ein zweiter, und Friebel sank mit einem Aufschrei zu Boden. Im Krankenhause stellte der Arzt fest, daß die Kugel in den Rücken gedrungen ist und den ganzenUnterleib durchbohrt hat. Der Zustand des Verletzten ist sehr bedenklich. Dortmund. Auf der Zeche Adolf v. Hansemann ist der Studios des Bergfaches. Becker, aus Samoa, der während der Ferienzeit auf genannter Zecbe praktisch tbätia war.'in einem wenig benutzten Flötze durch Gase erstickt. Die Leiche des Unglücklichen konnte erst nach vieler Mühe geborgen werden. Heinrichs thal. Der älteste Sohn des Bahnarbeiters Senger aus Meschede nahm mit einigen andern jungen Leuten an den Uebungen des hiesigen Turnvereins theil. Auf dem Heimwege kam Senger bei der Herrschenden Dunkelheit vom Wege ab und fiel in den unmittelbar an der Chaussee vorbeifließenden Fabrikgraben, der vorschriftsmäßig eingezäunt ist. Trotz sofort angestellter Rettungsversuche gelang es nicht, den jungen Mann zu retten. Holzen. Während des Hochamts entstand in der Stüppblrd'schen Wirthschaft auf bisher unaufgeklärte Weise Feuer. Das Haus, sowie der angebaute Saal, brannten bis auf die Mauern ab. Lichten au. Ein großer Brand äscherte hier 30 Häuser vollständig ein.
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IVr werden wollen. v,V-:V; . Begonnen hat er bei Barbier Schrowanger. Unter den abgebrannten Gebänden befindet sich auch das PfarrHaus. Lüdenscheid. Auf einer in der Sachsenstraße stehenden Straßenwalze spielten mehrere Kinder, wobei die Bremse aelockert wurde und die Walze in Bewegung gertety. Hierbei kam das 7jährige Mädchen des BuchHalters Güse unter die Walze, welche dem Kinde den Kopf förmlich platt drückte. Neuenkirchen (Bez. Münster). Beim Spiel verunglückte hier die 12jährige Tochter des Kötters Albers. Mehrere Kinder vergnügten sich damit, einander anzufassen und in langer Reihe das letzte Glied der so gebildeten Kette herumzuschleudern. Hierbei fiel die Kleine so unglücklich zu Boden, daß sie nach kurzer Zeit verstarb. S o e st. Hier brannte das Etablissement ..Schützenhof" größtentheils nieder. Der Kastellan kam in den Flammen um. Mitten. Durch den vor einiger ?.eit erfolaten Tod seiner Ehefrau versiel der Arbeiter August Wertermann von hier in tiefe Schwermuth. Als er vor Kurzem verschwand, vermuthete man sofort, daß Wertermann Selbstmord verübt habe. Nunmehr wurde am Timmerbeil in der Ruhr seine Leiche gelandet. Fünf meistens noch unmündige Kinder haben nun den Verlust beider Eltern zu beklagen. 'Zlhetnproritnz. Köln. In Linz, wo er Erholung von seinem Leiden suchte, verschied der hiesige Stadtverordnete Geh. Eommercienrath Aug. Heuser, Theilhaber der Firma P. G. Heuser's Söhne, im 74 Lebensjahre. Barmen. Eine große Freude hat die Fabrik gummielastischer Waaren L. E. Toelle hierselbst,' die auf ein 50jähriges Bestehen zurückblickt, ihr?n Arbeitern bereitet. Statt eines Fabrikfestes bedachte die Firma das Personal mit Geldgeschenk, und zwar erhielten die Arbeiter, die mindestens 1 Jahr bei der Firma thätig sind, 25 Mark, diejenigen, die bis zu 5 Iahren ihr angehören, 50 Mark, über 5 Jahre 100 Mark,. 10 Jahre und mehr je 150 Mark. Düsseldorf. Aus Eifersucht feuerte der Fabrikarbeiter Peter Berg hier auf seine Schwägerin, eine ledige Fabrikarbeiterin, fünf Revolverschüsse ab. Das Mädchen wurde an Brust und Rücken lebensgefährlich- verletzt. Der Thäter versuchte alsdann, sich im Rhein zu ertränken; er wurde indeß gerettet und dem Gefängniß zugeführt. E u p e n. Eommercienrath Wetzlar schenkte für die Errichtung einer kaufmännischen Fachschule hierselbst 150.000 Mark. Kürte n.'Jn Waldmühle fiel das zweijährige Kind des Mühlenbesitzers Wilhelm Herweg in einem unbewachten Augenblick in den angeschwollenen Sülzebach und ertrank, ehe man sein Verschwinden bemerkt hatte. M e i d e r i ch. Auf der hiesigen elektrischen Kraftstation entstand Großfeuer, welchem ein Wagenschuppen zum Opfer fiel. Dreißig Motorwagen, drei Anhängewagen und einige Salzwagen im Werthe von 400,000 Mark sind verbrannt. N e u w i e d. Die hiesige Stadt beging die Feier ihres 250jahrigen Bestehens durch Festakt in den Schulen, Festgottesdienst, Volksconcerte, Festakt im Schlosse, Festessen, Feuerwerk und Beleuchtung. Oberdollendorf. Dem Matrosen Bernhard Kröll aus Lüttingen bei Mörs wurde auf einem Schleppkahne hier durch oen Sturm eine schwere Planke gegen den Kopf geschleudert. Er trug einen Schädelbruch davon und verschied in der Bonner Klinik. S a a r l o u i s. Vom Posten erschössen wurde hier in der Dunkelheit der Sergeant Gerike von der 10. Compagnie des Ins. - Regts. J0 am Eingang nach dem Fort Choisy. 6erike wollte sich mit einem Mädchen nacb dem Fortgebäude begeben und
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liegend eine 7nau kann gesund sein! St. A u u st t n e. I ! a.. den 21. März. 1903. . 6 George Strafcc. Im letzten Herbst Satte ich mir KSYrend der Menstruation eine Erkältung zugezogen, die eine Entzündung der GcbSr Mutter derursachte. die sich als sehr ernsthaft erwies. Ich fühlte einen beständigen, brennenden Schmerz, heftiges ttovf tveh. und mein Magen weigerte sich häufig. Nahrung aufzunehmen. Mein frohes Gemüth und meine Gesundheit versagten mir gleichzeitig, und da mir die Rezepte des Arztes nichts halfen, so beschloß ich. den Wine vk Cardui zu Probiren. Ich sand. daß innerhalb einer Woche mein Magen gestärkt war. und daß ich wieder Nahrung genießen konnte. Meine Kopf schmerzen nahmen allmälig ab, und dis Schmerzen, die Ich ausgestanden, - linderten sich. ni, ( V) Ui .kl
Flaschen davon ein. ehe ich vollständig kuriert ist ein Segen für kranke Frauen und ich rathe
nen leidenden Schwestern an. ihn zu gebrauchen, wenn sie schnell
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Daß der VIn ok Canlu! menstruelle Störungen und niederdrückende Schmerzen, Schmerzen im Eierstock. Entzündung und alle die Leiden heilt, die aus weiblichen Schwächezuständcn entstehen, haben diele Tausende von Frauen bekräftigt. Aber der Win of Cardui ist gleichfalls ein sicheres Verhütungsmittel derjenigen Krankheiten, für die er eine positive Heilung ist. und auch der schrecklichen Krankheiten, die mit der Zeit chronisch und organisch werden, und die außer dem Bereiche der Heilkunde sind. Hätte Frau Gottlicb den VTlne ot Cardui zeitiger genommen, so hätte ihre Erkältung nicht ihre Hauptorgane angegriffen, und würde sie kein schwereres Leiden sich zugezogen haben. Aber neun von je zehn Frauen sind Opfer weiblicher Schwäche. Oft ist das Leiden verborgen und entwickelt sich nur durch Erkältung oder irgendwelche außergewöhnlichc Anstrengung. Wenn Ihr Gcbärmutterlciden habt, dann solltet Ihr keinen Tag länger mit dem Beginne der Wlns ot Cardui Behandlung warten. Weibliche Schwäche ist eine beständige Gefahr für Eure Gesundheit. Der Vlno ot Cardui wird alle Spuren menstruellcr Störungen vertreiben. Geht heute zu Euerm Apotheker und kauft eine 51.00-Flasche Wine of Cardui.
r- , irrn beachtete den dreimaligen Anruf des Postens nicht, worauf dieser instruktionsgemäß von der Schießwaffe Gebrauch machte. Solingen. Aus Anlaß des Stiftungsfestes des Heizer- und Mafchinisten - Vereins hatte auch der Schuhmachermeister Sehlbach sein Haus beflaggt. Als er eine im Fenster des 2. Stockwerkes angebrachte Fahne einziehen wollte, stürzte er und fiel derart unglücklich auf das Trottoir, daß er mit zerschmettertem Schädel liegen blieb. Provinz KefleN'Zraff. Kassel. Dem Regierungsboten Philipp Haase wurde die Rettungsmedaille am Bande verliehen. Das 25jährige Geschäftsjubiläum beging die Firma Schmitt & Förderer, Fabrik chemisch -technischer Präparate, Wilhelmshöher Allee 129. Der Inhaber, Fabrikant Adolph Schmitt, beging gleichzeitig das Fest der silbernen Hochzeit. Die Firma wurde durch Militärlieferungen für den chinesischen Feldzug in weiteren Kreisen bekannt. An der Feier, die im Schloß Meißenstein" stattfand, nahmen das gesammte Conto?- und Fabrikpersonal sowie zahlreiche Geschäftsfreunde theil. Hanau. Nach längerer Krankheit verstarb hier Stadtrath Ferdinand Koch. Der Verstorbene war zwanzig Jahre Mitglied des Magistrats. Kalden. Der 36 Jahre alt? Zimmergeselle Hartmann war de? Wittwe Homburg beim Hinausfahret: der Dreschmaschine behlllflich. Hierbei kam die Deichsel ins Schwingen, wodurch Hartmann heftig gegen Maschine und Vorderrad gedrückt wurde, daß ihm die Wirbelsäule brach und der Tod sofort eintrat. M a r b u r g. Im hiesigen Amtsgerichtsgefängnisse erhängte sich der Strafgefangene Schmidt aus KirchHain, der vom Landgerichte wegen Diebstahls zu 1 Jahr und 9 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war. Raboldshausen. Bei dem Anstreiche: Hermann Dippel brach Feuer aus. Dasselbe fand in seinem Entstehungsherd, der Scheune, reichliche Nahrung, so daß auch das angrenzende Wohnhaus ein Raub der Flammen wurde. Wiesbaden. An einem Neubau in -der Glöbenstraße entstand zwischen zwei Grundarbeitern eine Schlägerei, wobei der Arbeiter Paul Zehender durch einen Messerstich in den Hals lebensaefährlich verletzt wurde. Der Commandant des Expevttionsschiffes Sarja", Leutnant Matthiessen, -der im Februar aus St. Petersburg über Jrkutsk und Jakutsk zur Lena - Mündung abreiste, ist von dort wieder nach St. Petersburg zurückgekehrt. Er war von der Akademie der Wissenschaften beauftragt worden, die Abtakelung der Sarja" vorzunehmen, die in der Dickson - Bucht liegt und bei ihrem Tiefgange nicht in die Lena - Mündung einlaufen kann. Leutnant Matthiesen hat seinen Äuftrag ausgeführt und die Maschinen, die Takelage und die Ausrüstung des Schiffes der Compagnie Gromow übergeben. Ueber den Verbleib des Baron Toll und seiner Begleiter, des Astronomen Seeberg und zweier Ja kuten. hat Leutnant Matthiessen nichts erfahren können. Auch über das Schicksal des im Frühling aus St. Petersbürg nach Neu - Sibirien abgereisten Leutnants Koltschak, der die Spuren Baron Tolls finden und ihm Hilfe bringen sollte, fehlen Nachrichten. Er befindet sich jedenfalls auf den Neusibirischen Inseln und wird vermuthlich nach einigen Wochen, sobald das Eis stark genug ist, von dort nach derLenaMünduna zurückkehren. Eine lustige Wahlwette kam kürzlich in Jersey City Heights, N. I., zum Austrage. Frl. Lulu Diller, die nur 110 Pfund wiegt, fuhr Frl. Addie Meyer, deren Gewicht die Kleinigkeit von 240 Pfd. beträgt, eine Meile weit in einem Schubkarren. Durch Charles Str. ging der Weg nach
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r-w dem Houdson Boulevard, wo eine Kapelle die Mägdelein mit schmetterndem Fanfarenklange empfing. Nahe dem Boulevard löste sich einRad des Fahrzeuges. Ein Schmied reparirte es, und weiter ging die Fahrt nach Frl. Meyer's Hause. Dort brachte die Menge, welche den jungen Damen gefolgt war, drei Hochrufe auf den erfolgreichen republikanischen Mayor Mark Fagan aus, und Frl. Meyer ließ dann Erfrischungen auftragen. Ein eigenartiges Schreiben aus Hamburg traf dieser Tage im Deutschen Emigranten - Hause zu New Jork ein; es lautete: In Kurzem möchte ich Ihnen mittheilen, daß mein Ehemann, der Händler Max Julius Schütze, mich hier in Hamburg böswillig und zwar ohne jeglichen Grund verlassen hat und nach New York per Schiff' ..Blücher" (wo er sich als blinder Passagier eingeschlichen) geflüchtet ist. Da ich wohl nicht fehle, wenn ich vermuthe, daß sich Genannter bei Ihnen als Emigrant befindet, wo er sich wohl wohler dünkt, als in meinem trauten Heim, so möchte ich bitten, daß ihm die Mittheilung wird, ich, seine Frau, wolle sich unter allen Umständen von ihm scheiden lassen. Hochachtungsvoll, Antonie Schütze, Hambürg." Äon seltener Dankbarkeit gegen eine treuePflegerin in schwerer Krankheit zeugt das Testament von Frank I. Edwards, welcher kürzlich in Passadena, Cal., gestorben ist. Vor etwa drei Jahren war Edwards, ein Civil - Ingenieur, welcher auch Äpfelsinen - Plantagen in Californien besitzt, bei einem Besuche in New Aork so schwer erkrankt, daß er Aufnahme in einem Hospital fand. Dort wurde er mit Miß MargarethCarew, einer hübschen Krankenwärtezin aus Paterson, bekannt, unter deren fürsorglicher Pflege er bald wieder völlig hergestellt wurde. Inzwischen hatte er eine herzliche Zuneigung zu ihr gefaßt und bot ihr Herz und Hand an. Da Edwards indessen bedeutend älter war als sie, erbat sie sich Bedenkzeit, und nachdem Edwards nach seiner Heimath zurückgekehrt war, fand noch ein regelmäßiger Briefwechsel zwischen Beiden bis vor etwa einem Jahre statt. Edwards hat nun in seinem Testament der Miß Carew 10.000 vermacht. Eine Besiimmung des Erblassers, welche verfügt, daß die andern Erben ihren Antheil nicht eher erhalten, als bis Miß Carew gefunden ist, zeugt noch besonders von der Fürsorge, mit welcher Edwards der treuen Pflegerin gedacht bat. Die neueste Einrichtn n g des gegen Ende des Jahres erscheinenden neuen Adreßbuchs von Metz wird, wie berichtet wird, die Beifügung eines Sterns bei den Namen der Verheiratheten sein, wie das bei den Militärquartierlisten seit einigen Jahren schon der Fall ist. Durch die, ses Verfahren kann dann jede liebende Maid feststellen, ob der Jüngling, für den sie sich interessirt, noch zu haben ist. Ferner dürste auch die Zunft der Adressenschreiber ihre Thätigkeit auf den Heirathsmarkt mit ausdehnen. Ob auch die heirathsfähigen Damen im neuen Adreßbuch aufgeführt sind, ist nicht bekannt. Jedenfalls wird diese Neuerung in anderen Städten bald Nachahmung finden. E i n e k ü n st l i ch e T u n ne lVerqualmung wurde kürzlich Nachts in Berlin auf der Unterpflasterbahnstrecke Zoologischer Garten - Knie, erzeugt. Es geschah dies in Verfolg der Conferenzen von Mitgliedern der Aufsichtsbehörden, die aus Anlaß des Pariser Brandunglücks eine Prüfung der Sicherheitsmaßregeln der Berliner Hoch- und Untergrundbahn bezweckten. Die Probe auf die Abzugsfähigkeit der Untergrundbahnstrecken hat, wie gemeldet wird, günstige Resultate ergeben nticyulvtgung. Vaier (besucht unverhofft seinen Sohn, einen Studenten, des Vormittags in seinem Logis): Was, Du liegst noch im Bett?! Sohn: Aber Vater, ich hab' mich ja erst vor einer Stunde schlafen aeleat.
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EluV. Aus dem Staate WiZconsin kommt die Nachricht, daß die Perlen im Mississippi von Jahr zu Jahr seltener werden. Die Industrie scheint nahezu erschöpft zu fein. Es ist dies darauf zurückzuführen, daß bei dem Sammeln der Muscheln schonungslos vorgegangen wird. Die studirende Schuljugend" ist von etwas ganz Neuem gepackt worden, das namentlich im Osten den Lehrern viel Kopfzerbrechen macht. Die Schuljungens flechten nämlich Uhrketten aus Schuhlitzen. Rothe, grüne, blaue und auch die einsamen schwarzen Litzen werden benutzt. und wer die meisten Lien hat, ist natürlich der beste Mann". Die Uhrketten" sind alsTauschgegenstände sehr beliebt, auch die Mädchen machen sie, und beide Geschlechter mit Vorliebe während der Unterrichtsstunden. Die Arbeit kann unter dem Pult so verborgen gemacht werden, daß kaum ein Lehrer es sieht nichtsdestoweniger werden Dutzende confiszirt. ZuPeotone, WillCounty, und zu Manteno. Kankakee County. Jll., sind unlängst ein Anzahl Farmer um Tausende vonDollars beschwindelt worden. Es erschienen dort ein Mann und eine Frau. Der Mann verkaufte den Farmern Tuch fürAnzüge und'ließ sich Noten geben. An gewinen Tagen sollten dann die Farmer nach Peotone und Manteno kommen, um sich dort die Anzüge anmessen zu lassen, woöei die Frau behilflich sein sollte. Nachdem dieses geschehen und die Leute ihr Tuch an den genannten Orten dem Mann und der Frau übergeben hatten, damit es in Anzüge verwandelt werde, verschwanden die Gauner, und die Farmer haben nichts andres davon, als daß sie die Noten bezahlen müssen. Infolge eines Mißverständnisses entstand kürzlich unter den Passagieren eines Eric - Zuges bei der Einfahrt in die Station Beellville bei Newark. N. I.. eine Panik. Mehrere Personen wollten gehört haben, daß der Condukteur gerufen hatte: Der Expreß kommt", und da er in großer Eile dieSchnur gezogen hatte, wurde angenommen, es sei Gefahr im Verzuge. Eine Panik wirkt unter allen Umständen ansteckend, so daß im Nu ein Gedränge entstand. Einige Passagiere waren bereits abgesprungen, ehe die Zugbeamten sich ins Mittel legen und die Aufgeregten beruhigen konnten. Nach dem üblichen Aufenthalt fuhr der Zug wieder zur Station hinaus, ehe es allen Abgesprungenen gelungen war, wieder einzusteigen. Drei derselben mußten zwei Stunden auf den nächsten Zug nach Paterson warten. In der Eile hatte einer seinen Hut und ein anderer seinen Ueberzieher im Zuge liegen lassen. Nachdem sie etwa ein halbes Jahrhundert von ihm getrennt geWesen ist, steht Frau Mary A. Adams aus Brooklyn, die im 70. Lebensjahre steht, im Begriffe, einen wohlhabenden Long Island - Farmer zu heirathen, welcher der Geliebte ihrer Jugend war. Der Bräutigam ist etwa 75 Jahre alt. Bis vor Kurzem lebte Frau Adams in dem Brooklyn M-thodist Episcopal Kirchenheime. Als sie im letzten Sommer einige Wochen in Huntington, Lona Island, verbrachte, traf sie zufällig einen reichen Farmer, den sie vor 50 Jahren gekannt hatte. Während sie ihre Erinnerungen austauschten, fiel ihnen ein, daß sie in ihrer Jugend mit einander verlobt gewesen waren. Sie stritten und trennten sich damals, und Beide verheiratheten sich anderweitig. Frau Adam's Gatte, dem sie mehrereKinder schenkte, war ein wohlhabender Apotheker in Manhattan. Ihr greiser Bräutigam verlor seine Gattin vor drei Monaten durch den Tod. lzlnrauenrenner. te: Heute hatten sich fast alle Damen durch das schlechte Wetter abhalten lassen unser ganzes Kaffeekränzchen bestand nur aus vier Personen!" Er: Aha! Darum hat's auch heute gar so lanae aedauert!"
