Indiana Tribüne, Volume 27, Number 81, Indianapolis, Marion County, 25 November 1903 — Page 4
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Jndmna Tribüne, 23. November 1903.
Indiana Tribüne. HkrauZgeAebrn von bet Sutde?g C. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2K9. n ered at the Post Office of Indianapolis as " ' second dass matter.
ffavoriiismus. Wie man Carriere macht, zeigt recht deutlich die Empfehlung des Präsidenten General Wood zum Generalmajor zu befördern. Dieser Günstling der Administration ist erst-43 Jahre alt und erreichte seine jetzige Stellung durch Beförderung über die Köpfe alter der diente? MilitairS. Er ist jünger als irgend ein Oberst in der Armee und jünger wie viele Capitaine. Die Anschuldigungen die jetzt im Senat gegen den früheren Militür-Gou verneur von Cuba erhoben werden, zeigen, welche Erbitterung die offenbare Begünstigung deS Generals Wood in Civil, und Militärkreisen hervorruft. Man fragt sich, welchen Verdiensten der Mann die ungeheuerlich schnelle Beförderung verdankt, besonders weil seine Amts-Verwaltung als Gouver neur von Cuba eine derartige war, dak er eher Strafe als Belohnung verdient hätte. Wood war früher HauSarzt beim Präsidenten McKmley, das ist alles, was man von seinem Vorleben, ehe er seine o erfolgreiche militärische Carriere begann, weiß. Wäre er ein besonders hervorragendes Licht als Arzt gewesen, so leistete McKinley der Menschheit sicherlich einen schlechten Dienst, als er ihn diesem Berufe entriß und ihm die Wege zur Besteigung der militairischen Rangleiter ebnete. Von etwaigen Verdiensten des Mannes als Heerführerund Militair überhaupt, schweigt die Geschichte. Seine Amtsverwaltung als Militär Gouverneur von Cuba war derart, daß die Cubaner derselben heute nur noch mit Flüchen gedenken. Seine Vermal tung kostete dem durch den Krieg durch Spanien financiell verarmten Cuba jährlich 7 Millionen Dollar mehr wie fYl OT f r W 1 . Ort ff -Ole megierung oes Pranoenien njainia. Er lebte dort nicht als Vertreter republikanischer Gesinnungen sondern mit der ganzen Luxusentfaltung eines orientalischen Machthabers auf Kosten Cubas. Anläßlich der dem Senat zur Beftätigung vorliegenden Beförderung Wood's zum Generalmajor sind nun Anklagen gegen ihn. erhoben worden, welche eigentlich den Mann vor ein Kriegsgericht bringen sollten. Er wird nicht allein beschuldigt, öffentliche Gel. der verschwendet zu haben, sondern auch daß er in verschiedenen Fällen der Be ftechung zugänglich war. Die schlimmste dieser Anschuldigungen ist die, daß er kurz vor dem Ende seiner Alutsführung einer LotterieGesellschaft eine zehnjährige Concession für klingende Münze ertheilt habe und die Regierung Palma's zur Duldung derselben gebunden habe. Thatsache ist, daß diese Lotterie-Ge-sellschaft dem Gouverneur Wood ein sil bernes Tafelservice, welches in New ZZork von einer dortigen Firma für $5100 gekauft wurde, als Geschenk übersandte. Eine weitere Thatsache ist es, daß der edle General-Gouverneur die steuerfreie Einführung dieses Ge schenkes" anbefahl. Weitere Anklagen gegen ihn sind, daß er früheren ZuchthäuSlern wichtige Aemter verliehen und vttdiente Leute aus dem Amte gejagt habe. Man fragt sich unwillkürlich, welcher Art wohl die wichtigen Dienste sein müssen, die die Administration derart dem Manne verpflichteten. Unser Armeedienst ist sicher schon verseucht genug, daß man keiner weiteren Mittel bedarf, um ihn zum Gespött der Welt zu ma chen. Ein Admiral Schley muß sich vor dem Kriegsgericht verantworten, weil er sich erlaubte einen Sieg gegen den Wunsch der Flotten-Camarilla zu erfechten. Ein General Schafte? wird trotz se!.-.?r Kriegstüchtigkeit zurückgesetzt, viele tüchtige Offiziere, die von der Pike auf gedient haben, bleiben an der Colonelsecke stecken und ein obscurer Mensch, wie Wood, gegen den die häß lichsten Beschuldigungen erhoben werded, erlangt mühelos die höchsten Beförderungen. ' Wir hätten als Nation die Beschä mung nicht erlebt, daß Spitzbuben und Gauner als Departements-ChefS einge-
fetzt werden, wenn die Besetzung solch hober und verantwortlicher Posten nach Verdienst und nicht durch den frechesten Favoritismus geschehen wäre. Die Rooscvelt Administration hat schon jetzt wahrlich genug auf dem Kerbholz.
In Colorado, wo erst kürzlich der Commandeur der Miliz straflos Gewaltthaten schlimmster Art gegen die persönliche Freiheit verüben konnte, scheint das Säbel-Regiment eine dauernde Institution werden zu wollen. Abermals ist eine Anzahl Gewerkschafts' Kohlengräber in Militärgewahrsam, diesmal unter der schweren Anklage, an einem Dynamitanschlage gegen eine Grube betheiligt gewesen zu sein. Die Gewerkschaft stellt die Beschuldigung entrüstet in Abrede und es ist nicht bekannt, worauf sich das angebliche BeWeismaterial der b:treffenden Grubengesellschaft stützt. Falls nicht ausreichende Verdachtsgründe gegen bestimmte Personen vorliegen, so ist in diesem Falle die Verhaftung so ungerechtfertigt wie früher, und vor Allem fehlt jeder Anlaß, daß sie nicht auf dem üblichen Wege durch die Civilbehörden vorgenommen wurde. Denn Standrecht ist heute so wenig verkündet wie früher. Aber selbst wenn einzelne Arbeiter Ausschreitungen begangen haben sollten, so läge doch sicher noch kein An laß zur Entsendung von Bundestruppen, wie der Gouverneur des Staates will, vor. In England vollzieht sich seit einiger Zeit eine seltsame psychologische Wandlung, das genaue Widerspiel des einstigen maßlosen Selbstvertrauens. Während noch vor wenigen Jahren auf geistigem und materiellem Gebiete eine Sache schon deshalb für gut galt, weil Erzeugniß britiichen Badens, giebt es heute wohl kaum eine einzige Jnst:tution in dem ganzen Reiche, welche die Mehrheit der Denkenden nicht mit Mißtrauen ansieht. Das stolze Gefühl der Ueberlegenheit hinsichtlich alles continentalen" hat einem Kleinmuthe Platz gemacht, der sich bei manchem Wortführer der öffentlichen Meinung zu hoffnungsloser Verzweiflung steigert. Nur die lähmende Angst vor der Zu. kunft erklärt in einem so konservativen Lande die Aufnahme von Chamberlains radikalen Refoi .:en. Noch vor ein'M Jahrzehnt hätte sich j.ber Staatsmann, der ernstlich an der Freihandel? lehre gerüttelt, für immer unmöglich gemacht. Jetzt aber, da alle Götzen stürzen und sogar der Glanz des Unterhauses, der im Auslande längst nicht mehr schien, erlischt, ist es kein Wunder, wenn auch an die oberste Spitz; des Gebäudes, die Krone, die kritische Sonde gelegt wird. Dieses urenglische Gewächs, das rein repräsentative und politisch zur völligen Ohnmacht verurtheilte Königthum, schien für alle Zeiten festgewurzelt. Nunmehr aber erheben sich gewichtige Stimmen, die eine Reorganisation der Monarchie fordern, damit sie bei der großen Reformbewezung auf allen Gebieten die Führung übernehmen könne. Der lächerliche Contrast eines Fürsten, der in socialer oder besser gesellschafllicher Hinsicht einen tiefgreifenden Einfluß auZübt und aus die Staatsgeschäfte gar keinen, macht sich aus's Empfindlichste fühlbar. Der gesellschafüichen Führung der Krone könnte man sehr wohl entrathen und man er kennt zugleich, daß sie in allererster Linie an der Fortdauer des fossilen englischen Castensystems die Schuld trägt. Darin aber liegt der Hauptfluch der Nat'on und auch die Ursache für die Unzulänglichkeit seiner Staatsmänner, die höchstens Oesterreich in gleicher Kläglichkeit aufweist. Somit wäre ein üchtiges Königthum für England sicher ein Glück. Die Aufgabe jedoch, aus dem im Constitutionalismus verkommenen Hause Hannover ein solches zu bilden, erscheint als ein geradezu unmöglicher Versuch. Neue Inkorporationen. Gestern wurden folgende neue Gesellschaften in der Office des StaatssecretärS incorporirt: Die ColumbuS, GreenSburg & Äichmond Traction Co Capital S1,000,000; Directoren: August M. Kühn, Amos K. Hollowell, Milton O. Reeves, Walter McConaha, William T. Myers, Charles N. Wilson und Harris F. Holland. Die Vermillion Cemetery Affocia tion-, Vigo County; Jncorporatoren: Jabez Pennmgton. Hugh Loughead und Robert Vermllllon.
Der WohltbatigkeitS-Ball. Heute Abend findet derselbe im Deutschen Hause statt.
Im Deutschen Hause.findet auch heuer wieder der daS Schöne mit dem Edlen vereinigende Wohlthätigkeits . Ball." die 12. derartige Festlichkeit unter den Auspicien des Deutscher Frauen-Hülfs-Vereins statt, und wird dieser Ball den getroffenen - Vorbereitungen und dem Absatz der Eintrittskarten nach zu schließen, in jeder Beziehung ein Erfolg werden. Das Decorations-Comite hat dafür Sorge getragen daß der große Saal in prachtvoller Weise decorirt ist. Für ältere Herren ist ferner eine gemüthliche, zur behaglichen Plauderei einladende gemüthliche Ecke etablirt worden. Für ein hochfeines Souper hat der Verwalter deS Hauses Sorge getragen und dasselbe wird im alten Style" servirt werden. Die Polonaise wird von den Beamten deS Vereins angeführt werden. Die selben sind : Präsidentin Frau Auguste Severin. 1. Vice-Präsidentin Frau Clemens Vonnegut. 2. Vice-räsidentin Frau Adolph Schellschmidt. Prot. Sekretärin Frau Wm. Springhorn. Finanz -Secretärin Frau Anna Siebold. Schatzmeisterin Frau A. AneZhaensel. Diese Damen werden auch das EmpfangS Comite bilden. Sie werden von folgenden Damen und Herren afsistirt werden : Herr und Frau Robert Kipp, Herr und Frau G. H. Westing. Herr und Frau Christian Weiß, Herr und Frau Leo Lando, Herr und Frau Philip Rappaport, Herr und Frau Wesley Rbodehamel, Herr und Frau F. P. Rush, Herr und Frau Louis Hollweg und Frau S. NiliuS. Die übrigen Comites, welche die Vorbereitungen für den heutigen Abend so vorzüglich getroffen haben und die den Ball leiten werden, setzen sich wie folgt zusammen : ' Hallen-Comite Frauen H Lieber, . Bühler, Leo Lando und R. Kipp. Preß Comite Frauen G. Westing, Wm. Springhorn und ' A. Sieboldt. Ticket'Comite-Frauen I. P. Rush. E. Aneshaensel und I. Tilly. Musik-Comite Frauen C. Nonnegut Jr., W. Rhodehamel und Jutius Wocher. Garderobe - Comite Frauen Schellschmidt, S. NiliuS, A. Buschmann und A. Sprengpfeil. DecorationS-Comite Frauen John Bertermann, A. Wiegand, LouiS Hollweg und T. Weiß. Wirthschafts-Comite Frauen Phil. Rappaport, JuliuS Keller, Otto Stechhan und die Herren Richard Lieber, H. O. Thudium und Gustav Oberländer. Saal- Comite Herren Albert Goepper, Tbeo. Weiß, Carl Walt, Robert Lieber, Hy. Severin, Berthold Keller, Gustav KeverS und Fred Jungclaus. Unter Doppel-Anklage Wird Albert C. Cleveland aus Chicago dem Polizeirichter seine Aufwartung machen. Unter der Anklage der Fälschung und der Schwindelei wurde gestern Nachmittag von den Detectivs Gerber, Asch und Manning der 37-jöhr. Albert C. Cleveland aus Chicago gebucht. Derselbe war in der Montag Nacht als Bezechter" von der Polizei iniGewahrsam genommen worden. Gestern aber wurde er als der Mann identificirt, der am Montag Nachmittag in der Office des EngroZ-Liqueur-Händler H. I. Reidy & Co. erschienen war, sich für einen Angestellten der Mosler Safe & Lock Co." in Hamilton, O., resp, für den diesigen Agenten der Compagnie W. M. Batchelor ausgegeben, dessen Namen gefälscht und daraufhin $15 in Baar erlangt hatte. Gefährlich verbrannter Eisenbahnarbeiter. Im Big Four-Rundschuppen an der Shelby Straße wurde gestern Nachmittag der bejahrte Arbeiter Henry Rosenburg durch siedendes Oel am Gesichte und Körper schwer verbrannt. Dr. Mackey vom Dispensarium schasste ihn in's St. Vincent's Hospital.
Comite etc.-Sitzungen Zur Erledigung der GaSControverse.
Heute Nachmittag findet wieder eine Versammlung der Truftees der Consumerö' Gas Trust Co." statt und wird erwartet, daß in derselben u. A. die Frage erledigt werden wird, ob der jetzt in California lebende Gen. Thomas A. Morris noch ferner dem Rathe der Trustees angehören oder ob derselbe durch ein neues Mitglied ersetzt werden soll. Als eventueller Nachfolger des Gen. Morris wird Herr Henry Coburn, Vice-Präsident der C. G. T. Co , genannt. Ebenso wird heute Nachmittag um 1 Uhr in den Räumen des Commercial Clubs das General-Comite der Gas Consumers' League" eine wichtige Sitzung behufs Fassung einer Prin-cipien-Erklärung etc. abhalten. Unter Vorsitz von Herrn Carl H. Lieber hielt das Finanz-Comite der obigen Liga gellern Nachmittag eine Sitzung ab, in welcher Secr. LewiS Hoover vom Commercial Club bevollmächtigt wurde, als Schatzmeister des Comites zu fungiren und Subscriptionen entgegenzunehmen. Alle Checks für die Liga und ihre Zwecke sollten deshalb zahlbar an Hrn. LewiS Hoover gemacht werden. Das Comite traf ferner Vorbereitungen für eine systematische Sammlung von freiwilligen Beiträgeu zu dem Fonds der Liga. Flowcr Mission-Hospital . Für unheilbare Kranke, Im neuen Flower Mission-Hospi-tale für unheilbare Kranke" hielten heute Vormittag die Mitglieder der Flower Mission ihre reguläre Versammlung ad, anstatt in der 2. Presb. Kirche. Nach der Versammlung legten die Damen die letzte Hand an die Einrichtung der Anstalt, sodaß dieselbe, wenn sie morgen, am DanksagungStage, Nachmittags um Uhr, formell der Stadt übergeben wird, auch zur Aufnahme von Patienten bereit sein wird. An der Spitze der Kranlenwärterinnen wird Frl. Grout stehen. Die Anstalt, gewährt Raum für 20 Patienten, d. h. sie enthält 6 Privat-Patienten-Zimmer und 2 WardS für je 10 Leidmoe.". Herr Morris Roß wird die Anstalt im Namen der flower Mission der Stadtverwaltung übergeben undMayor Holtzman wird dieselbe mit einer entsprechenden Ansp ache entgegennehmen. Ein glänzender Erfolg War der Jahres Ball des Bierbrauer Unterstützungs'Vereins. In der Südseite-Turnhalle beging gestern Abend der Bierbrauer-Unter-stÜtzungS-Verein sein diesjähriges, 33. Stiftungsfest nebst JahreSball, und zwar unter einer so zahlreichen Betheiligung, daß die Räumlichkeiten der geMiß nicht kleinen Halle kaum hinreichten, um alle Festgenossen, die auS der ganzen Stadt herbeigeeilt waren, zu fassen. Trotzdem verlief das Fest, dank der von dem Comite getroffenen vorzüglichen Vorbereitungen in der schönsten Weise, ohne jede Störung, und sein Ertrag bildet gewiß eine willkommene und ansehnliche Zugabe zum UnterstützungS - Fonds der beliebten Gambrinus-Knappen. Damen - Verein deS Socialen Tnrn-Vereins. Danksagungs-Feier. Am .' DanlsagungS-Abend veranstaltet der Damen Verein eine hübsche Unterhaltung, bestehend auS Concert und Tanz. Die Unterhaltung beginnt um 8 Uhr 15, und das Programm besteht aus folgenden Vorträgen: Män-ner-Doppel-Quartett; Cornet-Solo Hr. Benj. Schreckengast: SopranSolo Frau Henrietta Barmeier; Declamation Herr Bert Feibleman; Damen-Doppel'Quartett; Vocal-Solo Hr. James Duffecy; Deklamation Frl. Lillian Habich: Sopran-Solo Frl. Augusta Rentsch etc. Freunde sind herzlichst eingeladen.
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i 15 Nord Illinois Str. t Frau Charlotte Adam-Naschig's Abschieds-Concert. Ein genußreicher Lieder-Abend. Im Concert Saale des Claypool Hotels veranstaltete gestern Abend Frau Charlotte Adam-Raschig, die ausge zeichnete Sängerin, ein AbschiedsConcert. Dasselbe hatte ein volles Haus" gezogen und eS kann wohl ohne Ueber treibung gesagt werden, daß Alles, was geboten wurde, erstklassig war. Unstreitig gehört Frau AdamRaschig den bedeutenden lyrischen Sängerinnen der Gegenwart an. Es waren Perlen Deutscher Tonschöpfungen der unsterblichen Meister Schubert, Schumann und Brahms welche sie zumVortrag gewählt hatte.und mit jedem neuen Lied bezauberte die Künstlerin, welche einen glockenreinen Sopran ihr eigen nennt, die Zuhörer auf's Neue. In der Art und Weise des Vortrages der einfachen Lieder lag so viel innige Gefühlstiefe, daß ein jeder ZuHörer dadurch gefesselt werden mußte. Von Schubert trug sie die Lieder vor: Liebesbotschaft", Du bist die Ruh" und Auf demWasscr zu singen", von Schumann Im wunderschönen Monat Mai". Aus meinen Thränen sprießen", Die Rose, die Lillie" und Ich bin eine Harfe" und von Brahms Dein blaues Auge halt so still", Immer leiser wird mein Schlummer" und Meine Liebe ist grün". . ' Das amerikanische Contingent des Publikums, welches zum größten Theile aus Vertretern des Deutschthums bestand, betheiligten sich an den Beifallsbezeugungen nicht minder enthusiastisch als die Deutschen, denen die lieben alten Lieder Erinnerungen an lüngstvergan gene Tage und die theure Heimath wachriefen. Als eine Art Paradestück hatte die Künstlerin sich die Scene und Arie" aus Gounod's Faust ausgewählt, deren technische Schwierigkeiten sie spielend überwand. Außerdem brachte sie noch Lieder von Wagner, Thomas und O. Weil zum Vortrag. Frau Raschig, welcher gestern Abend vielfache Ovationen zu Theil wurden, wurde von ihrer Schwester Frl. Lillian Josephine Adam in vortrefflcher Weise auf dem Piano accompagnirt. Als Jnstrumentalsolist wirkte in dem Concert der Geigenvirtuose, Herr Hugh McGibeney, welcher durch sein herrliches Spiel so ost schon das hiesige Publikum begeistert hat, mit. Sein Ton ist croß und edel, sein Spiel lebendig und packend und seine Leistungen auf technischem Gebiete bewunderungswürdig. Herr McGibeney spielte die Serenade" von Dedla, Canzonetta" von D'Ambrosie und die Faust-Phantasie" von Sarasate. Die begeisterten Zuhörer zeichneten ihn wiederholt durch reiche Beifallsbezeugungen aus.. Im Namen der Nächstenliebe. Am Danksagungs-Tage beabsichtigt die Indianapolis Flower Mission" das neue Heim für Unheilbare auf den städtischen Hospitalgründen feierlich einzuweihen. Damit nun aber die Anstalt der Stadt schuldenfrei über geben werden kann,, ist es nothwendig, vorher noch ein Deficit von $2000 zu decken. Wohl nicht vergeblich wendet die Vereinigung sich deshalb an den bekannten Wohlthätigkeitsfinn der Indianapoliser Bürgerschaft. Die Expedition dieser Zeitung ist bereit, Subscriptionen von allen Bürgern entgegenzunehmen, welche gewillt find, zu diesem edlen Unternehmen der Nächstenliebe beizusteuern. Jede, auch die geringste Gabe iff willkommen, und schnelle Hülfe ist am Platze.
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i l - . $800.00 das Stück. Lassen denn sehen ist glauben und Sie Y 2)03 mTcl !? m wir gerade gegenüber. Z o Wir sprechen in irgend einem Stadttheil für Wäsche vor. 224 W. Maryland. Seide PhoueS 803. Frenzel Bros., o. 1 W. Washington Str (MerchanU National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte EururaS. ? chiffsscheinc nard und Eurcöa. An und Verkauf oussSnbischen Geldes. a i Interessant sttr Frauen Es kommt häufig vor. daß eine sparsame Hausfrau, ohne daß die anderen Mitglieder der Familie etwas davon wissen, hier und dort einen Dollar spart, wo es einem Manne völlig unmöglich wäre und es ist so manche Familie, welcher diese Vorsicht der Mutter das Ueberstehen schwere? Leiden ermöglichte. Was eine Frau möglich machte, das können in größerem oder kleinerem Maßstabe auch fast alle Frauen möglich machen. Wir erkennen die Kundschaft der Frauen an, die Geschäfte derselben mit uns sind schon jetzt groß und wir hoffen, dieselben noch verprößern zu können. Sollten Sie noch nicht eine Kundin unserer Sparbank sein, so bitte betrachten Sie dieses als eine Einladung eine solche Kundin zu werden. IilANA TIST C0. Bezahlt 3 Prozent Zinsen an Spar Einlagen von 25c und darüber. Kapital $1,000,000.00 Sicherheit der Theilhaber. .... 1,000,000.00 Uebrschuß. 200,000.00 Totale Sicherheit für Einlagen $2,200,000.00 Office: Jndlana Trust Gebäude. Ecke Washington Str. und Virginia Ave. Jots 2& Adams ...Pawtcr... Spezielle Aufmerksamkeit wird Graining, 5alcimining, Tinting und Glaser Arbeit geschenkt werden, No. 611 Hudson Str. Ofnu Telephon s?tenj 751. Wohnung Telephon Ren 6504 Dr. J . A. Sutcliffe, Wund -Arzt, Geschlechts, Urin- undRectum Krankheiten. j Offs cc : 155 OK Market Str. Tel. Ml ' Offtce-Stnnden : 9 bi 10 Ubr Km. : 2 fri 4Ubr Pennsylvania Bahnen. Danksagungstag Raten. Am 25 und 26. November werden Excursions - Fahrkarten verkauft nach allen Stationen an den Pennsylvania Bahnen, innerhalb 150 Meilen des Verkaufspunktes, limitirt zur Rückfahrt bis 30. November. Ebenso Fahrkarten zum ermäßigten Preis für Studenten und Lehrer von Schulen, Universitäten und Seminaren bei Vorzeigung der gehörigen Certisikate. Man spreche bei den Agenten vor. Vandalia Bahnen. D anksagungötag Raten. Am 25. und 26. November werden Excursions - Fahrkarten verkauft nach alleu Stationen an den PennsylvaniaBahnen, innerhalb 150 Meilen des Vcrkaufspunktes, limitirt zur Rückfahrt bis 30. November. Ebenso Fahrkarten zum ermäßigten Preis für Studenten und Lehrer von Schulen, Universitäten und Seminaren bei Vorzeigung der gehörigen Certisikate. Man spreche. bei den Agenten vor.
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