Indiana Tribüne, Volume 27, Number 80, Indianapolis, Marion County, 24 November 1903 — Page 3
Jttdiana Tribüne, 2i. November 1903.
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Entschieden. Erledigung der (5uba - Vorlage durch Senat erst Mitte Dez.
Moraan gelzt scharf mit der (5anal - Politik zu Gerichte. Heftige Strakenkämpfe beim groszen Streik in Chicago. Cchlichtungs Versuche anscheinend noch ohne Resultat. Sämmtliche Gruben in Nord Golo rado außer Betrieb. Mitchell wird als der rettende Engel erwartet. Neeley's, des Post Defraudanten, Abweisung vor Gericht. Kongreß. Senat. Washington, 23. November. Panama und Cuba nahmen die Ausmerkfamkeit des Senats heute mit Ausschluß aller andern Fragen in Anspruch. Senator Hale beantragte nochmalige Abstimmung über den Beschluß, den Antrag Newland's aus Annexation von Cuba an ein Comite zu verweisen und es wurden verschiedene Reden über den Antrag gehalten, ohne ihn zur Erledigung zu bringen. Die Senatoren Hale, Longe und Platt (Gönn.) stellten jeden Wunsch der Vcr. Staaten, Cuba sich anzugliedern, in Abrede und drück ten ihr Bedauern darüber aus, daß der Antrag eingebracht winde. Senator Newlands vertheidigte die Maßregel als beste Lösung der Frage, wie sich die Beziehungen beider Länder gestalten sollen. Die Panama-Frage erhob sich in Verbindung mit der Ankündigung von der Reorganisation der Senat-Comi tes, indem Senator Morgan (Dem., Ala.) vom Vorsche des Comites für in teroceanifche Canäle entbunden worden war. Bevor die Neuordnung in Kraft trat, hielt Senator Morgan eine Rede, die sich über die ganze CanalFrage verbreitete und die Politik des Präsi denten scharf kritisirte. Morgan beschuldigte den Präsidenten die Canal-Frage zu einer Partei-Frage gemacht zu haben und erklärte, er habe der Spooner-Akte nur im Vertrauen darauf zugestimmt, daß der Präsident das Gesetz auch durchführen werde. Statt dessen habe der Präsident die Spooner Alte bekämpft und diesen Feldzug damit abgeschlossen, daß er Herrn Hay einen Vertrag mit ,,Jr gend Jemand von Panama" unterzeichnen ließ, der keine andere Vollmacht dazu besaß als in einer Cabeldepesche von einer Junta aus Panama enthalten war. Der Senator verlas die aus die Revolution bezügliche Correspondenz, um nachzuweisen daß der Präsident von dem Ausstand auf dem Isthmus vor dessen Ausbruch gewußt habe und mit seinen Schiffen zum Schutze der Veran. stalter bereit gestanden sei." Der Vorwand in einer Depesche des Hilfssekretärs Loomis, es sei unser Wunsch den Frieden zu wahren, sei das grimmigste Stück Ironie, das jemals die diploma tischen Analen geschmückt habe. Der Senator erklärte, Colombia habe ein vollkommenes Recht zur Un terdrückung der Jsthmus-Revulte und die Ver. Staaten hätten durch ihre Politik ihre Vertragsverpflichtungen auf's gröbste verletzt. Diese Politik werde uns den Tadel künftiger Ge schlechter zuziehen und das unmiUelbare Resultat werde sowohl der Verlust von Menschenleben wie an Eigenthum sein. Die Folgen werden derart sein, daß dem Präsidenten keine Zeit bleibe, von diplomatischen Triumpfen zu träumen. Ehe Morgan mit seiner Rede zu Ende kam, vertagte sich der Senat und er wird dieselbe morgen fortsetzen. Vor der Vertagung beschloß der Senat einstimmig, die Abstimmung über den Cuba-Vertrag am 16. Dezember vorzunehmen. Bei der Neuordnung der Senats-Co-mites behalten die Senatoren Fairbanks und Beveridge (Jntiana) ihre bisherigen Plätze. Ersterer ist wie bisher Vorsitzender des Comi.'s für öffentliche Gebäude und Grundstück?, letzterer steht an der Spitze des Teiri-torien-Comite's. In Executiv-Sitzung bestätigte der Senat heute die Ernennungen von G. R. Carter zum Gouverneur und von S. B. Dole zum Distriktsrichter des
Territoriums Hamai. ferner eine Reihe
Consular- und Postmeister-Aenderun-gen. Auch wurden Beföiderungen in der Marine und ulle militärischen ErNennungen, die nicht durch die WoodUntersuchung gehemmt sind, bestätigt. Sub-Comite nach Cuba. Washington, 23. Nov. Das Senals-Comite für militärische Angelegenheiten wird ein Sub-Comite nach Cuba entsenden, um Beweisaufnahmen bezüglich des Verhaltens von General Leonard Wood anzustellen. Es wird als nothwendig erachte!, Zeugen aus der Insel, die nicht nach Amerika kom men können, zu vernehmen. Die Untersuchung der Anklagen gegen )en General wurde heute fortgesetzt, jedoch nur ein Zeuge vernommen. Das Comite vertagte sich sodann bis Freitag. Das Gesuch des MajorS Rathbone, Armee-Ofsiziere als Zeugen vorzula den. wurde genehmigt und ihm Erlaubniß zur Anfertigung einer Liste für diesen Zweck ertheilt. Dank von General ReyeS. Washington, 23. Nov. ViceAdmiral Coghlan, Commandant des caribischen Geschwaders, depeschirte aus Colon an's Marine -Amt. daß der colomb. Special - Commissar Reyes dem Präsidenten und Marine-Sekretär für die edelmüthige Behandlung durch unsere Flotten Streit - Kräfte seinen aufrichtigen Dank ausspreche. Die Nachricht, daß Reyes zu einer Conferenz mit einem Mitglied der Pa-nama-Commission nach Washington unterwegs ist, wird von dem Admiral bestätigt. Aus dem Weißen Hause. Washington. 23. Nov. Die Senatoren Foster und McEnery und Abg. Meyers, La., überbrachten dem Präsidenten beute die formelle Einladung zur Theilnahme an der hundertjährigen Feier am 19. Dez., anläßlich des Ankaufs Louisianas durch die Ver. Staaten. Die Feier findet in New Orleans im Capildo statt, dem gleichen Hause, wo die Uebertragung des gewaltigen Gebietes vor sich ging. Der Präsident war nicht in der Lage, eine bestimmte Zusage zu geben. Lord Lyveden, Mitglied des britischen Oberhauses und Dr. Lunn aus London wurden dem Präsidenten beute von Senator Frye, Präsident pro temp. des Senats, vorgestellt. Die Herren sind hier, um Arrangements für den Besuch einer zahlreichen Gesellschaft englischer Parlaments-Mitglieder auf der Louisiana Ausstellung zu treffen. Senator Dietrich. Omaha, Neb., 23. Nov. Senator Dietrich conferirte heute mit verschiedenen Freunden, darunter Edward Rosewater. Redakteur der Omaha Bee" und fuhr Nachm. auf einige Tage nach seiner Heimath Hastings. Im Bundesgericht erschien er nicht. W a s h i n g t o n. 23. Nov. Bundesanwalt Summers für den Distnkt Nebraska unterbreitete heute dem JustiZ'Departement sein der Grandjury vorgelegtes Material, das zur Anklage gegen Senator Dietrich führte. A. F. L. vertagt sich. Boston, 23. Nov. Nach 13 tägiger Session vertagte sich die A. F. L. heute Abend sine die. Beim Abschiede bezeichnete Präsident Gompers die Convention als eine der denkwürdigsten in der Geschichte der ganzen Arbelter-Bewegunz." Kurz vor der Bretaguna machte De legat Furneseth einen Angriff auf den Bundesfenat. m dem die ..leidenschaft lichsten Arbeiter-Feinde" sitzen. Begräbniß der Opfer. Jvanston, Pa.. 23. Novbr. Das Begräbniß der 23 Opfer bei dem Samstag-Brande in Lilly fand heute statt. Mit 2 weiteren Todesfällen unter den Verletzten im Hospital be trägt die Gesammtverlustliste jetzt 30. Die Corruption in der Stadtverwaltung. Grand Rapid s. Mich., 23. Nov. Ex-Bürgermeister S. N. Perry, des Empfangs einer Bestechungssumme von $3.333 beschuldigt, wurde heute dem Ober-Gericht zum Proceß über wiesen. Er stellte Bürgschaft von $5,000. Namhafter Industrieller j. St. L o u i s, 23. Nov. Jonathan Rice, 1. Vice-Präsident der Rice.Str. Weißwaaren-Gefellschaft und eine der leitenden Persönlichkeiten in Geschäftsund kirchlichen Kreisen, ist heute gestorben. Er war im Jahre 1843 in Bayern geboren.
Straßenkämpfe. Chicago. 23. Nov. Leiden
schaftliche Kämpfe, wobei die Polizei in reichem Maße von idren Knüppeln und zweimal von ihren Revolvern Gebrauch machte, begleiteten die heutige Eröff nung der StateStr. - Kadelbahnlinie der Straßenbahngesellschaft. Ernstlich soll Niemand verletzt sein. obwohl Viele, die mit den Polizeiknüppeln in Berührung kamen, Löcher im Kopfe davongetragen haben. Falls Mitglieder des Mobs von einer Kugel getroffen wurden, so erfolgte ihre Abführung durch Freunde vor Bekanntwerden der Thatsache. Während die Straßenkämpfe im Gange waren, wurden die üblichen Conferenzen mit Vorschlägen und Ge genvorschlägen abgehalten. Am Spätnachmittag erklärtenBürgermeister Harrison, Präsident Mahon von den Straßenbahn-Angestellten und die Anwälte beider Seiten, es sei ein Abkommen erreicht. Ueber dessen Art ist jedoch wenig be kannt. Noch in später Nacht wurden die Conferenzen fortgesetzt und es wurde prophez-it. der Streik soll morgen aberklärt werden. Der stärkste Kamps war an 41. und State Str., wo ein Mob hinter einem Zaun die von Beamten bewachten Wagen mit Steinen bewarf. Die Polizei war sofort über dem Zaun und schoß über die Köpfe der fliehenden Streiker Viele wurden gefangen und tüchtig mit den Knüppeln bearbeitet. Nur wenige Verhaftungen kamen vor. Auch auf der Rückfahrt wurden die Wagen am selben Platz angegriffen; der Mob stob aber bei den Schüssen sofort auseinander. Der Betrieb auf der State Straß war den ganzen Tag gehemmt, indem der Mob all? Arten von Hindernissen auf den Geleisen anhäufte und an vielen Stellen die Trolley-Drähte durchschnitt. Die Gesellschaft hat jetzt 5 Linien in Betrieb; doch ist der Dienst nicht derart, daß man ihn als von allgemeinem Nutzen für das Publikum bezeichnen könnte. Schließung der Gruben v o l l st ä n d i g. Denver. Col., 23. Nov. Mit Eintritt in die dritte Woche des Kohlenstreiks wurde die Schließung in den nördlichen Kohlenseldern vollständig, da auch die unabhängigen Gruben in Folge der Beschlüsse der Gewerkschaften den Betrieb einstellen mußten. Zur Hilfe für die Kohlengräber des Südens soll d'- Streik allgemein gemacht werden. Die nördlichen Besitzer, die alle Forderungen der Arbeiter bewilligt, erwarten jetzt das Eintreffen von Präsident Mitchell, in der Hoffnung, es werde ihm eine Beilegung im Norden gelingen. Die Unternehmer im Süden scheinen unwiderruflich an ihrem Entschlüsse festzuhalten, mit den Gewerkschaften sich auf keine Verhandlungen einzu. lassen. Die Explosions-Unter-s u ch u n g. Creeple Creek, Col., 23 Nov. Generalmajor John C. Bates, den Präsident Roosevelt zur Untersuchung der Streiklage entsandt, traf beute ein und machte eine Tour durch den Distrikt Anläßlich des Attentats auf die Vindicator Grube am Samstag wurden bis jetzt 14 Personen von den Soldaten verhaftet. Denver, Col., 23. Nov. Gouverneur Peabody erhielt heute eine De pesche von General Bell, nach welcher die Militär-Behörde positive Beweise in Händen hätten, daß verschiedene der verhafteten und im Camp Goldsield internir'en Union-Kohlengräber an dem Explosionsplane gegen die Vindicator Grube schuldig seien. Suspendirt. Washington, 23. Novbr. Der Sekretär des Innern hat D. F. Campbell, einen Clerk im IndianerTerritorium, während der Untersuchung über die Landbetrügereien vom Amte suspendirt. Denver. Th. Smith, Caplan der conföd. Armee und intimer Freund der Generale Jackson, Lee und Early, lst hier 95 Jahre alt gestorben. Wegen Lohnabzuges am Streik. Ft. Scott,. Kas., 23. Novbr. Strecken-Arbeiter der Missouri, Kansas & Texas Bahn gingen heute wegen einer Lohn-Herabsetzung von 15 Cents per Tag an den Streik. Alle Leute der Linie entlang sollen die Arbeit nie dergelegt haben.
Vom Jnwnde. Ueber eine merkwürdige Verwandtschaft wird aus Mattituck, L. I., berichtet: Wie Clayson H. Corwin mit sich selbst verwandt ist. nachdem er die Tochter seiner Stiefmutter yeheirathet hat, darüber zerbricht man sich hier den Kopf. Seine junge Frau ist die Tochter von Frau Howard, die kürzlich Oliver Corwin heirathete. und die Verlobung erregte großes Aussehen, da man glaubte, daß Corwins Sohn und Fräulein Helen blutsverwandt seien. Bis jetzt hat man ausgefunden, daß Corwin jr. sein eigener Schwager, seine Stiefmutter seine Schwiegermutter, sein Vater sein Stiesschwiegervater und seine Gattin seine Stiefschwester durch Heirath ist; an weiteren Complikationen wird aber noch gearbeitet. EinmerkwürdigesAktenstück ist das Testament des zu Quincy. Jll.. verstorbenen John Moore. Es enthält unter Anderem folgende Verfügung: Meine Leiche soll durch Feuer verzehrt und zu diesem Zwecke nach Davenport, Ja., überführt werden. Mein geliebter Hund Honey, der auch mich liebte, soll gleichzeitig mit mir verbrannt werden, damit seine und meine Asche sich vereinigen möge. Man soll meine und meines Hundes Asche in einen Sarg aus Zink legen. B. F. Underwood soll bei meinem Leichenbegängniß die üblichen Funktionen verrichten, und wenn er nicht mehr am Leben ist, soll irgend ein anderer guter liberaler Mann an meinem Grabe fungiren, denn es ist mein ausdrücklicher Wunsch, daß meine sterblichen Ueberreste ohne Betheiligung von Geistlichen zur letzten Ruhe gebracht werden sollen. Herr B. F. Underwvvv siielt denn auch die Leichenreoe m dem von dem Erblasser gewünschten liberalen" Sinne. Großes Unheil richtete kürzlich eine Eule in einem New Jorker Hospital an. Eine Frau Elisabeth von Schleichen war am Nachmittag in einer Ambulanz nach dem Hospital gebracht" und kurz darauf von einem todten Kinde entbunden worden. Sie lag in emem Bett neben einem offenen Fenster, als andere Frauen in dem Zimmer durch einen von ihr ausgestoßenen gellenden Schrei aus sie ausmerksam wurden. Eine Eule war nämlich durch das offene Fenster hereingeflogen. Die Frauen stießen, sobald sie der Eule, die wie wild im Zimmer umherflatterte, ansichtig wurden, ebenfalls Schreie aus, undAerzte. Krankenpfleger und andere HospitalAngestellte stürzten herbei, um zu sehen, was sich zugetragen habe. Mrt Mühe wurde die Eule in die Küche getrieben und dort gefangen. Als man aber sodann nach der Wöchnerin sah, wurde sie als Leiche in ihrem Bett gefunden. Der gewaltige Schrecken beim plötzlichen Hereinfliegen des Vogels hatte ihrem Leben ein jähes Ende gemacht. Eine originelle Hühneräugen - Geschichte wird aus New Aork berichtet. Vor den Schranken des Tombsgerichts stand der 46jährige Henry Reiß unter der Anschuldigung des versuchten thätlichen Angriffs auf seine Frau. Es ergab sich aus den Verhandlungen, daß der Streit zwischen den beiden Eheleuten dadurch entstanden war, daß sich die Frau des besten Rasirmessers ihres Mannes bedient hatte, um damit die Hühneraugen zu schneiden. Darob war der Gatte in Wuth gerathen und hatte angeblich mit einer kleinen SouvenirAxt, die übrigens so scharf wie ein Rasirmesser war, feine Frau bedroht. Tie Frau hatte daraufhin laut um Hülfe gerufen, und Reiß wurde von einem Polizisten, der rasch herbeigeeilt war, in Obhut genommen. Die Frau bat den Richter, ihren Mann nicht bestrafen zu wollen, da die Schuld an der ganzen Geschiüte eigentlich sie träfe. Und weil der Richter guter Laune war, so ließ er sich rühren. Reiß wurde entlassen und der Kadi gab gleichzeitig der Gattin den Rath, sich ebenfalls ein Rasirmesser anzulegen und dasjenige ihres Mannes nicht zum Hühneraugenschneiden zu benutzen. Einem Gehirnschlage ist in Bussalo, N. Y.. Herr Jean Vaureis. ein in allen amerikanischen Städten, wo es deutsche Bewohner'giebt oder gegeben hat, bekannter Schauspieler, erlegen. Er wurde am 10. October 1849 zu Mannheim in B.den geboren, kam aber schon in zartem Kindesalter mit seinen Eltern nach den Ver. Staaten. Nachdem er die Schule verlassen, trat er bei einem Barbier in die Lehre, sagte aber, nachdem er mehrmals mit Erfolg auf der Liebhaberbühne aufgetreten, seinem Handwerk Valet, um sich ganz der darstellenden Kunst zu wid-
, men. Bei seinem Fleiße und seinem Talente wurde er bald der Liebling des Publikums, und namentlich als Ge-sangs-und Charakterkomiker hat er viel Lorbeerreis errungen, wenngleich er auch in ernsten Fächern Tüchtiges leistete. Nachdem er an den Theatern in Omaha, Neb., Minneapolis, Chicago, Milwaukee, Cleveland etc., mit Erfolg thätig gewesen, übernahm er mit Puls und L'Hammö die Direktion des Deutschen Theaters in Newark, N. I. Nach Puls' Tode kam er Mitte der Neunziger Jahre nach Bussalo. um hier erst gemeinsam mit L'Hamm6 und dann allein das Deutsche Theater mehrere Saisons hindurch erfolgreich zu leiten. In den letzten Jahren betrieb er ein Restaurant.
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