Indiana Tribüne, Volume 27, Number 79, Indianapolis, Marion County, 23 November 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 23. November 1903.

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Etttscheidttug Bei der Sau DomZngo-Nevolu-lion nahe bevorstehend.

Ncbcllen bcainnen Vorhandlnngcn mit Wos I Gil's Ncgicrnng. Marroquin's Appell an die Nepublik Nicaragna. Gemeinsame Aktion mittelamerikani' scher Staaten geplant. Schiedsvertrag zwischen England und Italien genehmigt. Schurkischer Volksbetrug durch öfter. Oel.Trust. (Ibina's Hilflosigkeit gegenüber dem russischen Vordringen. San Tomingo. Friedens'Unterhand l u n g e n. San Domingo, Freitag, 20. Nov. Zwischen den Rebellen und der Regierung des Präsidenten Wos y Eil haben Iriedensunterhandlungen begönnen. Unter einem vesrieolgenoen Abkommen sollen die Feindseligkeiten ür 43 Stunden suspendirt werden. Die Rebellen dürften verlangen, daß der Präsident allgemeine Wahlen aus chreibt. Zur Ablösung der am Samstag ab' gehenden Baltimore" ist das amer. Kanonenboot Newport angelangt. Vorschlag desPräsidenten. Washington, 22. Nov. Nach einer Depescbe des Gesandten Powels hat Präsident Wos Y. Gil seinen Rück ritt angeboten und Regierung durch Cabinets-Mitglieder, bis eine ent giltige Schlichtung erreicht ist. Colombia. Ein Gesuch Marroquin's. Managua, Nicaragua, 22. November. Präsident Marroquin von Colombia hat dem Präsidenten Zelaya von Nicaragua ein Circular übersandt. in dem er um dessen moralische Unterstützung bei seinem Vorgehen in der Jsthmus-Frage nachsucht. Zelaya telegraphirte an die Präsi denten aller mittelamerikanischen Länder den Vorschlag, sie möchten mit ihm eine gemeinsame Antwort an Mario quin absenden. Verschiedene Staats. chefs nahmen den Plan an; über die Form dieser gemeinsamen Antwort ist noch nichts entschieden. Bankett des des deutschen Gesandten. Bogota, 21. Nov. (über Buena Ventura, 22. Nov.). Der deutsche Gesandte gab heute den colombischen Ministern deS Aeußeren und des Krie ges ein Bankett, während dessen Verlauf er erklärte, daß er die Ereignisse auf dem JsthmuS bedauere. Die hiesige Presse fordert im Falle einer friedlichen Schlichtung politische und Verwaltungs Autonomie für Panama, das nur im Hinblick auf intet nationale Fragen bei den Vereinigten Staaten von Eolombia bliebe. Der neue Kriegsminister. Panama, 22. Nov. Kriegsmi nister Obarrio wurde heute den Trup pen der Republik von dem JuntaMit gliede Arias und Gen. Huertas vorge stellt. Herr Arias hielt eine kurze An spräche an die Soldaten. Großbritannien. Englisch italien. Schied s vertrag. London, 23. Nov. Nach dem Rom-Correspondenten der Daily Mail wurde auf der Donnerstag-Conferenz zwischen den Königen von England und Italien in Windsor ein permanenter englisch italien. Schiedsvertrag von beiden Fürsten genehmigt. Türlei. Insurgenten fliehen. Salonichi, 22. Nov. Bei der Ankunft dcS gestern von SereS zur Verstärkung der in den Bergen ernge schlössen? türkischen Truppen abae sandten Bataillon- ergriffen die 350 Insurgenten dle Flucht. Ihre Ver luste sind nicht bekannt. Von den Türken sielen 30 Gemeine und ein Ofsizier. 47 sind verwundet. Oesterreich'Ungarn. Schamlose V o l k S A u S -b e u t e r. Wien, 22. Nov. Ueber die stetige Erhöhung der Oelpreise herrscht hier große Entrüstung. Seit der Grün dung deS österr. ungarischen Petro leum'Cartells sind die Preise um 50

Procent gestiegen mit aller Aussicht auf weitere Erhöhung. Die ärmeren Zlassen sind hierdurch schwer betroffen, besonders die Taufen d: von Schneidern und Kleidermache rinnen, die in ihren eigenen Wohnun gen arbeiten. Der Stadtrath wird zwar bestürmt, alles zur Brechung des Oelmonopols aufzubieten; an einen Erfolg ist aber kaum zu denken. Der Cartell hat seine Organisation vollendet; es bleibt nur noch die Rege lung des Ausfuhrhandels. Die Standard Oil Co. und die Deutsche Bank machen noch immer Ver suche, um mit dem Cartell bezüglich des deutschen Markts zu einem Abkommen zu gelangen. ES existirt jedoch eine starke Partei unter den öfter. Rasfine rien. welche wünschen, daß das Cartell unabhängig von den beiden genannten Faktoren bleibt. ' Croatische Excesse. Wien, 22. Nov. Am Freitag ver. kündeten sich croatische Bauern von Nagylack in der Nähe von Nagy Enyed, Siebenbürgen, zu einem mörderischen Angriff aus ihre ungarischen Nachbarn. Die Croaten drangen zur Nachtzeit mit Revolvern, Stöcken und Heugabeln in die Häuser ihrer Feinde und schlepp' ten sie auf die Straße. Ein Bauer wurde zu Tode geschlagen und die meisten der Ungarn verletzt, viele darunter schwer. Tisza trifft ein. Wien, 22. Nov. Der ungarische Ministerpräsident Graf Tisza traf heute in Wien ein und wurde vom Kaiser in Audienz empfangen. CUna Widerstand hoffnungslos. London, 23. Nov. Nach dem Tientsin Correspondenten der Daily Marl" ist der Versuch Chinas, Ruß. land widerstehen zu können, hoffnungslos. Die Pekinger Regierung ist ver-

zweifelt und sieht sich zu einer Aktion gedrängt, die sie in Folge der Mei nung-verschiedenbeiten der Minister doch nicht ausführen kann. Die Truppenbewegungen dauern fort. Rußland. Erhöhung d e r Oelpreise. Moskau, 22. Nov. Das Bakuer Oel-Consortium. dessen Seele die Nobel'schen und Rothschild'schen Interessen bilden, hat in ganz Rußland den Preis für Oel um 15 Prozent erhöht. Die Repräsentanten der Combination setzen die Preissteigerung auf das Conto der jüngsten Arbeiterwirren in Baku und der vielen Brände in den Oelfeldern, die offiziellen Berichte zeigen indessen, daß die diesjährige Produktion nur um 20 Prozent abgenom men hat. Die Moskauer Zeitung behauptet, daS Concern halte immense Reservevorrüthe zurück, die in dem offiziellen Bericht nicht verzeichnet ständen. Allem Anscheine nach ist Rußland don einer anderen Oeltheuerung bedroht, ähnlich der während der Jahre 18971900. Die Zeitung fordert die Regierung auf, dem ausländischen Trust" durch VerPachtung der Bibi.Ejbat Anlagen, deren jährliche Capacität auf 200.000,. 000 Pud veranschlagt wird, an russische Privat-Compagnien die Lebensader zu unterbinden. Russische Kunst in St. LouiS. St. Petersburg. 22. Novbr. Die angesehensten Maler und BildHauer der Stadt haben versprochen zusammenzuwirken, um eine russische Kunst-Ausstellung in St. Louis zu organisiren. Militär und Juden. St. P e t e r s b u r g, 22. Nov. Hier wurde ein Militär.Befehl publicirt, worin das Benehmen der Truppen bei einem Zusammenstoß mit einem Mob in Orsha, Distrikt Vilna, 19. Nov., gelobt wird. Die Unruhen waren die Folge des Versuchs einer jüdischen Menge, 6 nach dem Gefängniß geführte Glaubensge nossen zu befreien. Ueber die Angelegenheit selbst fehlen Einzelheiten, außer daß die Juden die Soldaten mit steinen angriffen und diese sich dann mit den Gewehrkolben vertheidigten. Die Meldung, in Gomel haben neue Anti'Semiten-Ausbrüche stattgefunden, wird in Abrede gestellt. Wie jedoch mitgetheilt wird, sind in den Provinzen Wilna, Kone und Grodno gegen befürchtete revolutionäre und antisemitische Unruhen und Streiks scharfe Vorbeugungsmaßregeln getroffen.

Teutsmland. VonderPikeauf. Berlin, 22. Nov. Oberst a. D Liederwald, ein aus dem Unter oisiziers Stande hervorgegangener Stabsoffizier, ffi gestorben. Er war das Urbild eines preußischen Haudegens, welcher sich in drei Kriegen durch persönliche Tapferkeit in hervorragendster Weise auszeichnete. Liederwald war als Sergeant jd Erste auf den Düppeler Schanzen. Anno 1866 that er sich im Mainfeldzuge namentlich bei Kissingen hervor. Im deutsch'französischen Kriege von 187071 war er unter General der Infanterie August von Goeben fast an allen vom 8. Armeekorps geschlagenen Schlachten betheiligt und wurde auch vielfach verwundet. .. In der Schlacht bei Bapaume rettete er sogar die Si tuation. Telephoniren auf hoher S e e. Berlin. 22. Nov. Der Schiffs. Construkteur Zopke hielt hier vor der Schiffsbau-Techniker-Gesellschaft einen Vortrag über den Gebrauch des Telepbons zur See. Er zeigte ein neues, mit. wahrer Donnerstimme sprechendes Jkrophon vor. mit Hülfe dessen ein Schiffskommandeur im Stande ist, sich gleichzeitig der Bedienungsmannschaft von sechs Geschützen verständlich zu machen. Dabei ist das Instrument auch für ganz leichte Tonwellen empfänglich und kann unter Wasser gebraucht werden, um die Annäherung entfernter, noch nicht sichtbarer Schiffe zu melden. Techniker Zopke zeigte ferner neue Fortisikations Instrumente vor, darunter einen MeldeApparat, der so laut klingt wie eine Trompete. Die Zuhörer interessirten sich weiterhin für Elisha Gray's Telautograph. Vortragender erläuterte auch die drahtlose Telephon - Experimente des Professors Simon von Göttingen. Stürme und Unfälle. Berlin, 22. Nov. Die telegraphische Verbindung, besonders westlich von Hannover, ist durch Stürme unterbrochen. Ganz West-Europa hat derzeit nur indirecte Verbindung mit Berlin. In Frankfnrt a. M. ist der Straßen bahnverkehr eingestellt und Bäume wurden entwurzelt. In Chemnitz stürzte ein neues vierstöckiges Gebäude zusam men. In Emden sank ein Boot, wo bei ein Mann ertrank. Auch auf der Ems gingen verschiedene Boote unter und man glaubt, daß zahlreiche Leben verloren sind. Bei einer Zugentgleisung in Seehausen wurden 7 Passagiere schwer verletzt. Von der Nordsee werden viele Schiffe brüche berichtet; auch der Dampfer ..Deutschland" der Hamburg-Amerika Linie erlitt in Cuxhaven schwere Beschädigungen. Petitionen aus Skandin a v i e n. Berlin. 22. Nov. In der letzten Zeit sind dem deutschen Auswärti gen Amte Hunderte von bemerkenswer then Briefen zugegangen, die von Bau ern und Arbeitern in Dänemark,

Schweden und Norwegen an den deut schen Kaiser gerichtet wurden. Alle bitten ihn, als das anerkannte Haupt der germanischen Rasse, sich der skandi. navischen Völker anzunehmen. Die er sten derartigen Bittschriften gingen im April dieses Jahres ein, gleich nachdem der Kaiser den König Christian in Kopenhagen besucht hatte. Sie bekundeten lebhaste Genugthuung darüber. daß der mächtige deutsche Kaiser sich für Skandinavien interessire, welches der natürliche Bundesgenosse Deutschlands sei". Zugleich wurde in den meisten dieser Zuschriften das Bedauern ausgesprachen, daß der Krieg von 1864 die beiden stammverwandten Völker einander vorübergehend entfremdet habe. Bald kamen änliche Briefe au Schweden und Norwegen. In vielen derselben wurde die Hoff, nung .zum Ausdrnck gebracht, daß die Skandinavier vom deutschen Kaiser Schutz gegen russische EroberungSgelüste erwarten dürften. Die norwegi schen Bittsteller betonten die Vorliebe des Kaisers sür ihr malerisches Land, klagten, daß schlechte Zeiten und hohe Steuern viele Familien von Haus und Hof vertrieben hätten, und. baten ihn, Wandel zu schaffen. Aus Schweden laufen alle möglichen Petitionen ein, aber alle bitten den Kaiser um Abstellung vorhandener Mißbräuche und Uebelstände. Einige ersuchen ihn um persönliche Intervention, Andere wün schen, daß er Oscar und Christian mit

seinem Rathe beistehe und ihnen zeige.

rnie sie im Interesse ihrer Unterthanen regieren sollen. Diese merkwürdiaen Schriftstücke werden in den Archiven des Auswärtigen Amtes sorgfältig aufbewahrt. Sie haben auf den Kaisrr einen tiefen Eindruck gemacht, da sie zeigen, wie lebbaft die skandinavische Einbildungskraft sich mit ihm beschäftigt un) wie leicht es ihm sein würde, sie den Zielen der deutschen Politik dienstbar zu machen. Bekannter Journalist, f M i l w a u k e e, Wis., 22. Nov. William Lietzau, 47, verschiedene Jahre Depeschen Redakteur des Wilwaukee Herold und Seebooten, ist heute nach längerer Krankheit an einem Leberleiden gestorben. Der Verstorbene war in deutschen Zeitungskreisen deS ganzen Landes bekannt. Bruder vonPullman f. L y n n, Mass.. 22. Nov. Kurz nach der Predigt verschied heute an einem Schlage in seiner Wohnung Pfarrer I. M. Pullman, Pastor an der 1. Universalisten-Kirche. Der Verstorbene war ein Bruder vondem'gleichfalls verstorbenen George M, Pullman, dem Millionär und Erbauer der Par lor Cars". Von den indianischen Freunden geehrt. New V o r k, 22. Novbr. In Gegenwart von vielen Vertretern der Leute, denen sie ihr Leben gewidmet, fand heute die Leichenfeier für Frau Harriett Maxwell Converse, die große Weiße Mutter" der 6 Nationen der Jroquois Conföderation statt. Verschieden? Häuptlinge der Seneca Nation, von der Frau Converse schon als kleines Mädchen adoptirt worden war, hielten Lobreden auf die Verstorbene. Anläßlich der Feier wurde zugleich Joseph Keppler, der langjährige Mitarbeite? von Frau Converse unter den Indianern, von den anwesenden Häuptlingen zu ihrem Nachfolger- er nannt. Außer Abgesandten der 6 Nationen waren auch Vertreter der Hurons, Sioux, Azteken aus Mexico und anderer Stämme erschienen. Kurze Depeschen. 22. Novbr. Inland. Baltimore, Md. G. M. Stuart, Brigade-General der Conföderirten 1861, ist gestorben. I o h n st o n, Pa. Zwei von den inLilly verletzten Italienern sind gestorben. Todtenliste hierdurch auf 30 erhöht. R i ch m o n d, Ind. W. B. Leeds, N. I., früher hier wohnhaft, hat dem öffentlichen Hofpital S10,000 geschenkt. Washington. Der Generalpost, meister conferirte Abends mit dem Präsidenten, wahrscheinlich über den Bristow'schen Post-Bericht. Denver. General Bates traf zur Untersuchung der Streiklage ein. Von seinem Bericht hängt die Bewilligung von Bundestruppen sür den Gouverneur ab. Bloomington, Jll. Das Begräbniß aller Opfer bei dem Big-Four Unfall am Donnerstag bei Tremont, fand hier statt. Im ganzen wurden 21 Leichen bestattet. Filzhüte zu waschen. Man reibe die Filzhüte mit einem Flanellläppen rein, der in mit lauwarmem Masser verdünnten Salmiakgeist getaucht ist; den Flanelllappen erneuert man, sobald er schmutzig ist. Der Hut muß dann mit einem reinen weichen leinenen Tuche trocken gerieben werden; nach der Reinigung bürste man den Hut glatt. Man vermeide, denselben zu naß zu machen, da er sonst die Form verliert. Schmutziges Hutleder reinigt man mittelst eines Schwammes mit einer aus zehn Theilen Wasser und eincm Theil Salmiakgeist bestehenden Mischung. CitronenwasserohneZuck e r ist ein empfehlenswerthesGetränk, besonders für Leute, welche viel von der Hitze zu leiden haben. Man rollt die Citrone zwischen den Händen, bis sie sich weich anfühlt, schneidet dann die Spitze ab und tröpfelt etwas Saft in ein Trinkglas. Dann legt man die Spitze wieder auf die Citrone, stellt sie mit derselben nach unten in ein Glas, welches man fest zudeckt, und kann auf diese Weise die Frucht mehrere Tage gebrauchen. Der Saft mit dem Wasser vermischt wirkt erfrischend auf den Körper.

Allcrlci für's c?.

Palmenpslege. Tie Blattspitzen bei Palmen sterben ab. und auf den Blättern zeigen sich Rostpilze, wenn die Pflanze zu lange trocken gestanden hat. Palmen gehen zu Grunde, wenn sie zu wenig Wasser erhalten. Gegen die Nostpilze an den Blättern der Palme wird als gutes Mittel das Sagokarbol empfohlen. Man löst es. in Wasser auf, zwei Eßlöffel auf ein Quart, und besprengt damit die Pflanze. Auch können die Schädlinge mit einer Lösung schwarzer Seife, gemischt mit Tabakabsud, vernichtet werden. U m A n st r e i ch p Z n s e l, die vom Trocknen steinbart geworden, wieder gebrauchsfähig zu machen, löse man 4 Pfund Soda in dreizehnte! Quart Wasser und hänge die Pinsel so in die Flüssigkeit, daß sie den Boden des Gefaßes nicht berühren. Dann erhltze man das Wasser fast bis zum Kochen und lasse die Pinsel so lange darin hängen, bis sie weich werden, was etwa in 12 bis 24 Stunden der Fall sein wird. Japanische und einfache Strohdecken werden wieder wie neu, wenn sie mit Salzwasser gebürstet und dann trocken abgerieben werden. Fremdkörper im Ohre. Beim Spielen der Kinder gelangen oft fremde Körper in das Ohr, wie Erbsen, Perlen oder lebende Fliegen, Maden usw. Solche fremde Körper sind wohl geeignet, Ohrenentzündung mit Ausfluß herbeizuführen. Jedoch möchten wir dringend abrathen, diese!den mit Nadeln und Zangen entfernen zu wollen. Höchstens können vorsichtige Einspritzungen lauen Wassers angewendet werden, oder man kann auch wohl warmes Oel in den Gehörgang träufeln. Weiter aber unternehme man ohne ärztliche Hilfe nichts. Zur Honigweinberei t u n g. Nicht alle Sorten Honig eignen sich zur Weinbereitung gleich gut. Den besten Wein liefert der Lindenhonig und nächstdem die übrigen Blumenhonigsorten nach dem Grade ihres Zuckergehaltes. Um die beabsichtigte Stärke des Weines zu treffen, ist zu empfehlen, den Zuckergehalt mittelst des Saccharometers (Zuckermesfers) zu prüfen und nach Bedürfniß Honig oder Wasser zuzusetzen. Ein geringer Zusatz von rohemWeinstein verbessert den Geschmack und befördert die Gährung und längere Haltung des Weines. Afpfelverwahrt man am besten, indem man sie in luftigen Kammern so auf Stroh legt, daß sie einander nicht berühren, und die Stiele nach unten liegen; oder man schichtet sie in Fässer zwischen so viel feinen trockenen Sand, daß kein Apfel an den anderen anstößt. Kleine Mengen kann man auf die gleiche Art in irdene Töpfe zwischen Kleie packen. Sehr billig ist auch die Confervirung von Apfelmus. Man schält hierzu die Aepfel, entfernt das Kernhaus, kocht sie ohn- jeden Zusatz in Wasser weich, drückt durch ein Sieb und füllt da? Mus in Blechbüchsen. Diese werden sogleich verlöthet und eine Stunde im Wasserbade gekocht. Verstaubte Oelgemälde zu reinigen. Man wäscht die Bilder mit Boraxlösung oder Quillajarindeabsud, welche beide die Farbe nicht angreifen, ab. Zu gleichem Zwecke wird fuselhaltiger Kornbranntwein, dem man 1 bis V2 Prozent Ammoniak oder Soda beimengt, empfohlen. Milder wirkt Borax. Ein nachfolgender leichter Aufstrich mit Manillakopallösung in Terpentinöl soll dem Bilde die nöthige Frische wiedergeben, ohne dadurch den Lackierglanz zu zerstören. Borax. zur Wäsche. Beim Waschen mit Borax ist das Einweichen der Wäsche mit demselben die Hauptfache. Der Schmutz verschwindet nach solchem Einweichen überraschend schnell, da die im Borax enthaltene Vorsäure alle Flecken, besonders aus Tischwäsche, fortnimmt, ohne diefelben anzugreifen. Wenn man zum Einweichen der Wäsche Borax anstatt Soda nimmt, so werden die geringen Mehrkosten gegenüber der Soda reichlich durch Mindergebrauch an Wäsche und Seifenersparniß gedeckt. SeideneKleiderzureinigen. Sehr viele Hausfrauen überlassen dem Mädchen, ohne besondere Aufsicht, das Säubern der seidenen Toiletten und wundern sich dann, wie schnell die Sachen unansehnlich werden. Risse und Streifen bekommen. In den meisten Fällen ist hauptsächlich das unvorsichtige Reinigen daran schuld, denn Seidenstoff darf nie mit einer gewöhnlichen Kleiderbürste gereinigt werden, wie dies aber so häufig geschieht. Seidene Stoffe dürfen nur sorgfältig abgewischt werden, und zwar nimmt man zum Abwischen einen weichen wollenen Lappen. Nur bei sehr staubigen Stellen benützt man eine ganz feine, weiche Seidenbürste. Eine sogenannte Schutzkante", welche man bei der größten Vorsicht bei schlechtem Wetter doch 'mal mit nach Hause bringt, reinigt man am besten folgendermaßen: Man legt den AbWischlappen, welchen man als Kleiderreiniger benützt, über die Borsten einer Kleiderbürste und reibt damit behütsam, sobald der Kleidersaum vollständig trocken geworden ist, den dara haftenden Schmutz ab.