Indiana Tribüne, Volume 27, Number 78, Indianapolis, Marion County, 21 November 1903 — Page 5

Jndiana Tribüne, 2i. November 19.03t

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Ziiguttgen. Erzählung von 2L D. Borum.

Es war am 19. August des Jahres 1898. Auf der Beranda eines LandHauses saß die Familie des Besitzer, des pensionirten gräflich Aschen StallMeisters Siaxl Sporner, und erwartete di: Ankunft des EnZels desselben, we!cher am vorhergehenden Tage, an Kaiser's Geburtstag, in der Wiener Neustädter Militärakademie als Leutnant c.usc)emustert worden war und nun jeden Moment eintreffen sollte, um sich in seinem neuen Nange vorzustellen und die Glückwünsche aller entgegenzunehmen, denn in der Familie wurde der Soldatenstand o.ar hoch gehalten. Die Beförderung des jüngstenSporner aber wurde noch als ein besonders hervorragendes Moment in der Familiengeschichte angesehen, da er das erste Mitglied war, dem es vergönnt, das goldene Porteepee zu tragen. Der alte Sporner hatte wohl seinerzeit des Kaisers Rock, und zwar ehrenvoll getragen davon gab die vielfarbige Rosette im Knopfloche seines Rockes Kunde zu einer Charge aber hatte er es trotz seiner tadellosen Aufsührung nicht gebracht. Seine Söhne dagegen, welche in den Jahren 1859, 1864 und 1866 wacker mitgefochten, waren schon um eine Stufe höher gerückt, denn als belobte Unterofficiere kehrten sie nach absolvirter Dienstzeit zu ihrem bürgerlichen Berufe zurück. Es war daher leicht begreiflich, daß die Ankunft des jungen Leutnants mit Spannung und freudiger Genugthuung erwartet wurde. Lebhaftes Gespräch verkürzte dabei die Zeit, und wie es nun einmal bei gewesenen Soldaten nicht anders ist bildeten Kriegsthaten und -Erlebnisse den Hauptgegenstand desselben. Ernst, der älteste der Söhne, erzählte, wie er als Fahnenführer bei Magenta, kaum einige Schritte von dem jugendlichen Monarchen entfernt gestanden, als dieser die Bataillone zum Sturme führte, wie die Worte des Kaisers: Vorwärts! Mit Gott, ihr Braven, auch ich habe Weib und Kind dabeim", eine schier unglaubliche Vegeisterung entfacht hätten, und wie mit dem-Rufe: Gut und Vlut für unsern Kaiser!" nun die Truppen dem überlegenen Feinde entgegengestürmt wären. Der Zweitälteste Sohn hatte den Feldzug gegen die Dänen mitgemacht und berichtete von den Strapazen, welche unsere wackeren Truppen in dem kalten Jütland ausgestanden, und wie dennoch stets ihr Mutb und ihre gute Laune ungebrochen blieben, und als der jüngste Sobn endlich von dem furchtbaren Artilleriekampf berichtete, den er als Anqehöriaer der ruhmreichen Batterie 1 des Artillerie - Regi ments bei Koniqgratz mitgemacht, da lief es. zumal den Frauen, gruselig über den Rücken. Ja. ja", nickte der Großvater, unsere Artillerie ist unvergleichlich, w auch nicht minder die Infanterie von den Jäqern gar nicht zu reden ist über alles Lob erhaben, aber verzeih! mir. Kinder, wenn ich als alter Reiter, die kaiserliche Kavallerie als erste hochachte, insbesondere die Kürassiere, die es heutzutage leider nicht mehr in der Armee gibt. Ich habe mit mehreren Chevaux - laers in der Schlacht bei Kavolna die Geschütze der Batterie des tapferen Oberleutnants Herle bedienen und diesem Officier das Maria Tberesten - Kreuz erwerben belfen, und wie wir Äardeqg - Kürassiere bei Moor zu Fuß. mit dem Säbel in der Faust, das Dorf eroberten, das will ich Euch nur gleich einmal erzählen." Obwohl dies nun gerade nicht das erste Mal war, rückte man doch sofort näher zusammen, und eben wollte der Greis seine , Schilderung beginnen, als von der Straße her lautes Wagenrollen herüberschallte und gleich darauf mit einem kurzen Rucke verstummte. Emil! Er ist es! Der Leutnant!" erscholl es rings im Kreise, und allcs sprang auf. um den Erwarteten zu empfangen. Gleich darauf eilte dieser säbelrasselnd den Gartenweg entlang und nahm mit einem einzigen Sprunge die wenigen, zur Veranda hinaufführenden Stufen, um gleich darauf in den Armen der Eltern zu liegen, aus welchen er in die seines Großvaters überging. Nach einem herzlichen Kusse leate ihm dieser die Hände auf die Schultern und bielt ihn weit von sich ab, ihn mit feuchtem Blick musternd. Der junge Mann sah aber auch in seiner schmucken Kavallerieuniform ungemein stattlich aus. Die Augen des alten Herrn blieben endlich auf den Aufschlägen haften, und mit bewegter Stimme frug er: Welches Regiment ist dies?" Dragonerregiment No. 7", erwiderte der junge Leutnant, das seit 1883 für ewige Zeiten den Namen des Helden aus den ruhmreichen Zeiten der großen Kaiserin Maria Theresia, des Herzogs von Lothringen führt; als Großvater diente, nannte man es Hardegg - Kürassiere" und auch mein Freund Feherkö ist demselben Regiment zugetheilt." Merkwürdig merkwürdig!" murmelte der alte Herr vor sich hin. Gewiß, eine seltsame Fügung! Großvater und Enkel bei demselben Regiment!" sprach der Vater des Leut nants.' O, nicht das meine ich", entgegnete der alte Herr, etwas ganz anderes finde ich merkwürdig wie nanntest

du deinen Frcund?" wandte er sich an den jungen Mann. Feherkö." erwiderte dieser. Und wer ist sein Vater?" forschte Sporner weiter. ..Wie alt ist cr. und von w?ber stammt er?" Die Fcherc's sind gebürtige Ungarn, leben aber jetzt in Wien; der Vater meines Freundes dürfte fünfzig Jahre alt sein " Und hat eine Narbe an der linken Wange?" unterbrach ihn der Großvater in höchster Spannung. Stimmt. Es sieht wie ein Säbelhieb aus, und ich glaubte früher an, eine Tuellwunde, allein Herr Feherlö erklärte, daß dieses Mal schon aus seiucr Kindheit stamme." Herr, deine Wege sind wunderbar!" rief da der alte Kürassier und faltete die Hände. Kinder", setzte er nach einer kurzen Pause hinzu, die Geschichte, die ich vorhin erzählen wollte, hängt just mit dem Namen Feherkö. und wie ich nun fest glaube, auch mit dem Vater des Freundes Emils zusammen. Hört nur: Heuer sind es gerade fünfzig Jahre her, daß die Brigade Ottinger, darunter die Kürassier - Regimenter Wallmoden No. 6 und Hardegg No. 7 ganz aLein gegen 8000 Gegner ankämpfte. Infanterie, Kavallerie und zwölf Kanonen. Die Trompeten schmetterten zur Attacke und in zwei Colonnen bewegten wir uns gegen die feindlichen Vierecke. Wir Hardegger am linken Flügel hatten es am schlimmsten, da wir durch die lange Gasse des Ortes Moor, welcher hartnäckig vertheidigt wurde, hindurch mußten. Aus allen Fenstern. Dachlucken und Scheuerspalten, hinter allen Zäunen hervor, hagelte es Kugeln auf uns, und mancher brave Reiter, sowie manches arme Roß wälzten sich bald blutend am Boden. . Abgesessen und die Kerle mit dem Säbel aus den Häusern herausgekitzelt!" rief unser wackerer Commandant. Mit Earabiner und Säbel drangen wir auch alsbald in die Häuser, erbrachen die Thüren und Verrammlungen, und was sich nicht ergab, wurde niedergemacht. Ich stürmte gegen ein Haus mit größeren Glasfenstern und einem grünen Staketcnzaun. Ueber der Thür hing ein Schild: Feherkö. Notar." Trotz der Aufregung des Kampfes, hibe ich den Namen gelesen und auch für immer im Gedächtniß behalten. In einem der Fenster stand ein jüngerer Mann, der Schuß auf Schuß gegen uns feuerte, von denen jeder traf. Der Oberstleutnant, in dessen Nähe ich kämpfte, fiel sofort, als wir uns näherten; der zweite Schuß ging dem Wachtmeister durch den Kopf, und so

fort. Wir stemmten, uns gegen die Thür, sie brach ein und uns gegenüber stand der vorerwähnte junge Mann, in jeder Hand eine Pistole. Krach, krach, und abcrmals fielen zwei Kürassiere; dieselbe Kugel, die meinem Vordermann durch den Kopf ging, streifte mich am Arme. Aber gleich darauf war der Schütze von unseren Säbeln ir. Stücke gehauen. Da trat eine hochgewachsene Gestalt in den Flur. In der Rechten hielt jie eine Flinte, wäyrend sie mit der Linken ein 5Und an die Brust drückte. In der Dunkelheit und infolge der Aufregung erkannten wir'nichl gleich, daß es eme Frau sei, und mein Kamerad schwang den Pallasch gegen sie. Ich rief, ihr Geschlecht erkennend. Halt! Es ist ein Weib!" Aber zu spät. Der Säbel sauste herab, und mit gespaltenem Kopfe stürzte die Frau zusammen. Beim Durchziehen des Säbels erhielt auch das Kind eine Verwundung an der Wange. Ich bemerkte erst jetzt, daß meine Armwunde zu schmerzen beginne. Für den weiteren Kampf war ich ohnehin unnütz', also beschäftigte ich mich mit dcm wimmernden Kinde. In der verlassenen Wohnung fand ich Linnen genug, um meine und des Kindes Wunde zu verbinden. Mittlerweile war der Ort erobert worden, und die Trompeten bliesen Vergatterung . Ich lies auf den Sammelplatz und nahm, in meinen Mantel gehüllt, das Kind mit mir. Was hat er dafür einen Pack unter'm Mantel?" frug mich mein Escadron - Commandant. Ich hoffe, er hat nicht geplündert?" Ich zeigte meine Beute und erzählte, wie ich dazu gekommen. Mit Erlaubniß, Herr Rittmeister", schloß ich meinen Bericht, ich weiß nicht, ob's geht, allein ich möchte die arme Waise behalten." Dummes Zeug", brummte der Riitmeister. aber er hatte ein butterweiches Herz und nach einigem Nachdenken meinte er, ich solle mit .der Marketenderin reden. Verwundet sei ich ohnehin, und könnte am Bagagemaycn mitfahren. Eine Woche lang schleppten ich und die brave Frau das Kind mit; es war strenger Winter und fast ein Wunder, daß es nicht starb. Am Dreikönigstage kamen wir zu einem Kloster. Dort befahl der Rittmeister das Kind zurückzulassen. Mit schwerem Herzen trennte ich mich von dem Knaben; vorher mußte ich jedoch nebst dem Kürassier, der die Mutter getödtet, den ganzen Verlauf zu Protokoll geben, und der Guardian des Klosters nahm dieses Papier in Verwahrung. Zwei Jahre waren vergangen; ich cvar wegen meiner Verwundung ent-

lassen und eben im Begriffe zu heirathen. als ich auf das Gemeindeamt berufen wurde.

Dort erkielt 6) im Auftrage der Anverwandten 500 Gulden für die Rettuna des Knaben Arpad Feherkö. Sohn und Erbe des getödteten Notar in Moor. 2)c3 Dokument h'ö: ich noch. .Und der Sonn nnes Mannes . wandte sich der alte Herr nun an seinen Enkel, lst auch Oss'.cier und demselben Regiment zugetheilt, wie du? Da seht nur, wie die Zeiten sich andern! Die vroßlmae der Manner, die sich einst feindlich gegenüber standen, dienen nun als freunde rn derselben Truppe, in der Armee des ritterlichen Kaisers, der seit einem halben Jahrhundert mit Milde und Gerechtigkeit allen Völkern seines weiten Reiches zum Seaen reaiert! Kinder. füllt die Gläser und stimmt mit mn ein m den Ruf: Lana' lebe noch unser Allerhöchster Kriegsherr, hoch Kaiser Franz Joseph I. !" Per Blumentopf. Fon Heinrich Landsberger. Es klingelte. Elfe stand gerade in der Küche. Es war zwölf Uhr, und in emer halben Stunoe kam ijicir aus dcm Bureau. Wir fuc,en hinzu, daß Elfe diesem Augenblick mit der sehnltcysten Ungeduld entgegenharrte, was sich dadurcn erklärt, daß diese beiden Äcenschen erst seit drei Tagen mit einander verhcirthet waren. Also es klingelte. Sie schlüpfte hinaus, sah erst durch das Guckloch, erdlictte die Gestalt eines Dienstmanns und öffnete. Der Dienstmann hielt etwas in seiner Hand, einen Blumentopf, eine wunderbare, herrliche Eamelie. , Sind Sie die Madame Hoffmann?" fragte der Mann. Ja," erwiderte Elfe. Ich soll Ihnen das hier abgeben. Antwort ist nicht. Adieu!" Else machte ein höchst erstauntes Cesicht. In dem Topfe lag ein kleines Briefchen. Sie machte es auf. Nur zwei Worte standen darin: Ein Verehrer." Mit einem Male lächelte Else vor sich hin. Das war doch ganz klar. Der Spender dieser herrlichen Camelie war Max. Allerdings, seine Handschrift war es nicht. Wahrscheinlich hatte es ein College geschrieben. Damit sie's also nicht errathen sollte! Es klingelte abermals. Der Zeiger auf der Küchenuhr stand gerade auf halb Eins. Else stürzte mit einem Aufschrei hinaus und gleich darauf ertönte das Entree von jenem eigenthümlichen Geräusch, das sich, wenn sich vier 'Mensch.'nlippen auf. einander drücken, mit Regelmäßizkeit bemerkbar macht. Komm!" sagte Else. Auf der Schwelle blieb Max stehen. Sein Aucz war an den Tisch gebannt. Was ist das?" fragte er. Schatz!" lachte Elf., Das ist ein Blumentopf, eine Camelie." sagte Max, woher?" Ich danke Dir auch tausendmal!" erwiderte Else. Du dankst mir? Ja, Herzchen, wofür?" Wofür?" Haha! Ja. meinst Du. ich Kib' es nicht errathen? Von Dir ist der Tops!" Else schlang ihre Arme um seinen Hals und wiewohl ein dreitägiger Ehemann sich solchen Liebkosungen sonst nicht zu entziehen Pflegt, so geschah das doch in diesem Falle und mit einem merkwürdigen Blick sah Max in Elsens Augen. Von mir ist der Topf? Von mir?" Dann lachte er. Ja, aber mein Herz, wie kommst Du darauf?" Da!" sagte Else. Maxens Augen hafteten sich auf ein Stück Papier. Ein Verehrer?" sagte er endlich, und zwar sprach er das Wort Verehrer" mit einem sonderbar lang gezogenen und gedehnten Tone aus. Else lachte laut aus. Und Du hast wirklich gemeint, ich errathe es nicht? Du bist der Verehrec, Du!" Von mir ist der Topf nicht!" sagte er. Was," sagte sie, von Dir ist er nicht?" Nein," wiederholte Max, und zwar diesmal mit lauterer Stimme. Ja aber," sagte sie, von wem ist er denn?" Das frage ich auch! Du hast einen Verehrer. Da steht es auf dem Papier. Ich will wissen, wer es ist! Drei Tage nach der Hochzeit, und von sowas keine Ahnung zu haben! Ich will nicht hoffen," setzte er hohnlachend hinzu, daß Du es bestreiten willst! Nun. wer ist der Mensch, wie heißt er?" Else schluchzte laut. . Ich habe keinen Verehrer." Also doch! Du leugnest es! Else! Bis jetzt konnte ich nur annehmen, er liebt Dich! Aber nun? Du willst mir ihn nicht nennen, Du verschweigst mir ihn! Und Dich hab' ich geliebt. Dich hab' ich geheirathet. Jetzt erfahre ich das, drei Tage nach der Hochzeit. Allmächtiger Gott! Ich gehe in's Restaurant und morgen beantrage ich die Scheidung! Adieu!" An der Thür kehrte er noch einmal um. Schweigend erfaßte er den Blumentopf, ging damn zum Fenster,. daF beiläufig gesagt, nur zum Hofe hin-

ausging, öffnete es und schleuderte den Topf hmaus, woraus ein dumpferAnprall erklang, der die Vermuthung zuließ, daß der kostbare Topf in tausend Scherben unten aus dem Pflaster lag. Else blieb mit ihrer Verzweiflung

allein. Scheidung" hatte er gesagt, und dcr Äimmel wufne. daß sie un schuldig war. Ihr Glück war hin. für alle Zeiten. Wie gut er sonst war, aber das Alles war nur Verstellung, auch seine Liebe zu ihr. Und war es nicht unmöglich, ihm diesen unglücklichen verdacht zu nehmen? VMit konnte sie ihm beweisen, daß sie unschuldig war? Nein, ihr Schicksal war besieaelt. Jawohl, besser, sie gingen bei Zeiten auseinander. Ja, Scheidung! Um die sechste Abendstunde kehrte Max zurück. Zum letzten Male," hob er an, willst Du mir diesen Menschen nennen?" Ich weiß nichts schluchzte Else. Es ist gut," sagte Max und wandte sich wieder zur Thür. Max!" rief Else noch einmal. Er hörte nichts, er ging und dumpf fiel hinter ihm die Thür zu. In diesem Augenblick ertönte die Klingel. Max hatte schon die Klinke in der Hand und öffnete. Draußen stnd ein Dienstmann. Was wünschen Sie?" fragte Max. Ich habe heute Morgen einen Blumentopf hier abgegeben," sagte der Mann. Im nächsten Moment aber fuhr er erschrocken zurück, denn Max streckte seine zehn Finger nach ihm aus und hielt ihn fest. Aha," sagte er, Sie haben also den Topf gebracht. Sie werden mir den Namen dieses Herrn nennen. Was wollen Sie jetzt? Bringen Sie wieder was?" - Augenscheinlich war der Mann bestürzt. Entschuldigen Sie," entgegnete er, ich bitte um den Topf zurück. Ich hare ihn falsch abgegeben. Das Haus hier ist Nummer Siebzig, er kommt aber nach Sechsundsiebzig. Die Ziffer war so undeutlich geschrieben. Es hat sich jetzt erst herausgestellt. Er ist an eine andere Frau Hoffmann." An eine andere Frau Hoffmann?" Ja," sagte kleinlaut der Mann, und mit wachsender Befremdung gewahrte er in dem Gesicht seines Gegenübers einen Ausdruck, den man nur anzunehmen pflegt, wenn man das große Loos gewonnen hat. Hier haben Sie zwanzig Mark," sprach Max, der Topf ist nicht mehr da, er ist in tausend Stücke zerschlagen. Käufen Sie der Frau Hoffmann einen anderen und grüßen Sie auch schönstens von mir!" Krachend fiel die Thür zu. Else!" rief Max. Max!" rief 'töfe. Wie Max sich vor Elfen auf die Knie warf und was weiter erfolgle, unterläßt der Verfasser näher zu beschreiben, da eö so zu sagen unbeschreiblich ist. .fc Röenttuer und Ende eines deut . schen FleischcrmeisterL. In Shanghai ist vor Kurzem ein Fleischermeister Namens AndrcasBode verstorben, der ein wechselvolles Leben hinter sich hatte. Er arbeitete s. Z. als Geselle in Berlin, Charlottenburg. Hildesheim, Braunschweig, später in Groningen. Im Jahre 1880 ging er nach Amerika, kehrte aber zwei Jahre darauf nach Deutschland zurück und diente beimTrain in Magdeburg. Nach seiner' Entlassung vom Militär etablirte er sich in Halberstadt, wo er stch als sehr tüchtiger Meister erwies, aber auch eine leichtsinnige Ader verrieth. Nachdem er einige Jahre dort thätig gewesen war, verschwand er unter Zurüälassung seiner Frau nebst zweiKindern. Meister Vode war abermals nach Amerika gegangen, arbeitete auf amerikanischen Schiffen und machle den spanisch - amerikanischen Krieg mit. Im Jahio 300 kam er zur Zeit der Unruhen in.' Norden Chinas nach Tientsin, blieb dort einige Monate und eröffnete dann nach der Einnahme von Poatingfu in Schanghai eine kleine Wurstmacherei in primitivster Weise; das Geschäft ging aber flott und brachte sehr viel Geld. Als im Jahre 1901 die Truppen zurückgezogen wurden, kehrte Bode nach Tientsin zurück und begann dort ein Geschäft, das ebenfalls sehr gut ging. Wegen Krankheit mußte er es aber im Jahre 1902 aufgeben und vom November 1902 bis März 1903 im MilitärLazarett zubringen. . Dann blieb er noch kurze Zeit in Tientsin und kam im Juni 1903 nach Schanghai, wo er bei einem Deutschen wohnte. Hier verschied er nun in schlechten Verhältnissen. Bode war ein ebenso tüchtige? wie leichtsinnigerMann und ist schließlich ein Opfer seines Leichtsinns geworden. - Als es ihm gut ging und er viel Geld verdiente, fina er an. sein Geschäft zu vernachlässigen, und sein' Ende war, daß er sich amStock herumdrückte und auf das Mitleid seiner Freunde angewiesen war. Nur ein Wort. Was hast' denn Weib, Du bist ja ganz heiser?" O. ich bin nur auf ein Wort bei der Frau Nachbarin drüben gewesen!" Unliebsame Ergän z u n g. Abonnent (zu einem Freunde): Gestern Abend haben wir einen gerniß reichen Abend verlebt. Bühnenschriftsteller: Also hat Ihnen mein Stück gefallen? Abonnent: Ich meinte: nach der Vorstellung! "

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Cleveland, Cincinnati, Chicago & St Ccrnis Railwa?.

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Chicago, Indianapolis 6c icuisoille R'y. (Monon Route.) Abgang A&inujt Chie Night Expreß täglich 8.. 12 6bVm Cincinnati Best täglich 8.. .. 3 4öVn: Fast Mail täglich 8 p 7 OOVm gast Mail täglich 8 7 6023m Chi Expreß, täglich.. . .p d. 11 60Vm Monon Accom, täglich lO OOVn Chi & Mich City Best dp.. 3 36Nm Cincinnati Best täglich dp.. 4 52N Monon Accom, täglich 4 OONrn (ake rie & Western R. K Rvgang AnkuLsZ Mail und Expreß 7 1693 Indianapolis Expreß täglich 10 26V T Det & M C Ex täglich.. 12 20Nm Mail & Expreß 3 26Nm Peru Accom nurSsnntagö. . . 12 20Nm Toledo Expreß 10 265 Evening Expreß '. 7 20Nm Cincinnati, Hamilton & Dayton R. R. Oft. Abgang Anknusö Cineinnati Best täglich 8 & c 4 OOVm Cineinnati Vestibüle täglich 12 46Brs gast Mail täglich 8 8 06Vm Faft Mail täglich 8 6 40rs Cincinnati & Det Expr ....10 40Vm Cin Chi & St 2 Ex tgl p..ll 45Cin . & Dayton Best. Exp p 2 4SNm Cincinnati Best d & p . . . . 3 2öÄm Cincinnati Best täglich d p 6 00Nm Eine & 3nb Accom 7 24Nru Cin Detroit Expreß täglich 7 02Nm Cin Jnd St LiK Veo Gx tg sZcclS 36Nr, Weft. Abgang Ankurft Springsield Mail 8 0023m Weft Expreß täglich fcc.. 8 5553 Chicago Expreß .11 6093m Tuöcola Accom ..10 30V Tuöcola Accom 3 80Nm Cincinnati Expreß 2 40Nn Weft Expreß täglich 8 fc c.lllONnv Springsield Mail 4 50Nr Via C., H. K D. Ry. (Weft) und Roachdale. Chicago Expreß .........11 6023 Cincinncti Expreß ö 4Mr

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