Indiana Tribüne, Volume 27, Number 77, Indianapolis, Marion County, 20 November 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
?Z0etnpkarz. E s s i n g e n. Die Wittwe des Winzers Philipp Bräutigam, geb. Bach, ertränkte sich in dem am Ostausgange des Dorfes gelegenen Weiher, der sogen. Weed, wo sie von Vorüber--gehenden bemerkt wurde. Die alte Frau war in der letzten Zeit schwermüthig, was wohl der Grund zur That war. Ludwigshafen. Der 52 Jahre alte Metzgermeister Ludw. Raubenheimer sprang von der sogen. Hems' Hof - Schachtel in selbstmörderischer Absicht in den Rhein und ertrank. Raubenheimer war ein strebsamer Mann, doch haben ihn falsche Spekulationen finanziell zurückgebracht und darin dürfte auch die Ursache des 'selostmoroes zu lucyen iem. Seme Leiche wurde in Worms gelandet. L a n d st u h l. Bei dem Brigadeexercieren der dritten Feldartilleriebrigade scheute das Pferd des Leutnants Hartmann, der unter ein Geschütz gerieth und tödtlich verletzt wurde. Ueber dieses Geschütz stürzte ein anderes, wodurch mehrere 5Zanoniere, davon drei schwer, verletzt wurden. Hartmann starb im hiesigen Krankenhause. Durch diesen tragischen Ungluässall ist die m Zlaisersautern lebende Familie Hartmanns m iefe Trauer versetzt worden. Offenbach. An der Stelle des Dachstuhls an dem neuerbautcn Giseller des Metzgermelsters Johann acob Lind dahier stürzte der ungefähr 25 Jahre alte verheiratete Zimmer mann Pretzler von Oberhochstadt beim Aufnageln vom Sparren vom Bau und war sofort todt, kr hinterlaßt eine Wittwe mit 1 Kind. N e u st a d t. Der Bahnbedienstete Heinrich Bester in Winzingen wurde in einem Schuppen erhangt aufgefunden. Die Ursache, die den alten Mann zu diesem Schritte veranlaßte, t nicht bekannt. Krlaß'Lotyrtnge. Straßburg. Prof. Schäfer, der erste Dekan der neuen Straßburger theologischen Fakultät, wurde vom Papst zum Hausprälaten ernannt. Alberschweiler. Aus Anlaß des Rücktritts des Herrn Dr. K. Stoßner als leitender Arzt am Lothringischen Sanatorium Hierselbst veranstalteten die Patienten dieser Anstalt eine kleine Ovation zu Ehren des scheidenden. allbeliebten Mannes. D i e n z e. Zwei große Getreideschober, welche in unmittelbarer Nlth? des Hofgutes Providence standen, brannten nieder. Jetzt wurde ein d'rit ter dort stehender Getreideschober wieder ein Raub der Flammen. Zieht man rn Betracht, daß vor langererZeit das ganze Hofgut ein Raub der Flammen wurde, so dürfte die Vermuthung nahe liegen, daß diese Brände durch Böswilligkeit veranlaßt worden sind. M e tz. Die Spezerei- und ObstHandlung des Herrn Voistaur, Kapellenstraße 2, ist in den Besitz des Hrn. Restaurateurs und Delikatessen-Händ-lers Jacquelot übergegangen, der sem Geschäft zu vergrößern gedenkt. Mülhausen. Der frühere Polizei - Inspektor Wohlgemuth ist gestorben; er war seit mehreren Jahren kränklich. Zabern. Der hiesige Rabbiner Dr. Staripolsky beging sein 25jähriges Dienstjubiläum. Meckrenvurg. Vargensdorf. In Abwesenheit ihres Mannes durchschnitt die'osfenbar geistesgestörte Frau des Eigenthümers Hahn ihrer 4jährigen Tochter und ihrem ein halbes Jahr alten Sohn und sich selbst mit einem Rasirmesser die Kehle. Alle drei sind todt. Der 6jährigen Tochter gelang es, der Mutter zu entkommen. G r a n z i n. Auf dem Grundstück des Büdners Puls brach Feuer aus. Der Besitzer befand sich mit seiner Frau gerade auf einem bei dem GastWirth des Dorfes stattfindenden Balle. Im Hause waren ein älterer Mann und das Kind des Ehepaares zurückgeblieben. Die beiden schliefen schon. ZumGlück wurde das Feuer noch rechtzeitig bemerkt, um die Insassen retten zu können. F r i e d l a n d. Das Ehrenbürgerrecht der hiesigen Stadt wurde dem Senator Raspe anläßlich seiner 25jährigen segensreichen Thätigkeit als Magistratsmitglied auf einstimmigen Bescbluß des Magistrats undBürgerausschusses verliehen. T ü z e n. Auf der Häuslerei des Erbpächters Wülferling brach Feuer aus, wodurch das Wohnhaus und die Stallungen vollständig zerstört wurden. Das Mobiliar konnte größtentheils gerettet werden. W i s m a r. Dem seit 33 Jahren bei Frau Pinkvoß in der Krämerstraße in Dienst stehenden Mädchen Emma Hamann wurde die Verdienst Medaille in Bronze verliehen. Die AusZeichnung wurde der Hamann auf dem Rathhause durch Bürgermeister Krull überreicht. Hldenvurg. A h l h o r n. Während eines Gewitters schlug der Blitz in das Haus des Anbauers Kempermann und legte es vollständig in Asche. Kempermann verlor den größten Theil seines Mobiliars, auch kamen ihm 2 Kühe und 1 Schwein in den Flammen um. E u t i n. Dem Schneidermeister Schmöde, welcher 25 Jahre lang
yauptmann der hiesigen freiwilligen Feuerwehr gewesen ist, wurde das Ehrenkreuz des oldenburgischen Hausund Verdienstordens verliehen. M o o r s e e. Die hiesige Mühle brannte vollständig nieder. Die angrenzenden Gebäude, Haus mit Nebenhause und Bäckerei, blieben vom Feuer verschont. Die in der Mühle lagernden nicht unbedeutenden Mehlund Getreidevorräthe sind ein Raub der Flammen geworden. Mühlenpächter Neinken soll die Mühle nicht dersichert haben. Wiefelsstede. Landmann G. Ficken, welcher mit seiner Tochter und einem Nachbar zum Heuen hinausgefahren war. verunglückte in der Zeit, wo Tochter und Nachbar beim Heuen beschäftigt waren, währendFlcken selbst sein störrisches Pferd beaufsichtiate. Ficken wurde, den Kopf über dieDeichsel aebeuat. als Leickie Gesunden. ga?ivm&. Bern. Das hiesige Amtsgericht verurtheilte den Mühlenbauer Günsch aus Magdeburg, der sich für einen Burenoberst ausgab. Vorträge über den Krieg hielt und Gelder sammelte Günsch reiste auch zu diesemZwecke viel in Oesterreich zu vier Monaten Gesängniß wegen Betruges. Chaux-de-Fonds. In der Stadthausstraße gab ein gewisser Pictet ohne jede Herausforderung einen Revolverschuß auf italienische Arbeiter ab, welche nach Hause zurückkehrten. Ein neunzehn Jahre alterHenri Musst wurde tödtlich verwundet und starb bald darauf. Der Mörder, ein wiederholt bestrafter Vagabund im Alter von zweiunddreißig Jahren, wurde verhaftet. EmsbeiChur. Während eines heftigen Föhn - Sturmes brannten hier 14 Häufer, darunter das Postgebäude. und ferner 7 Scheunen nieder. Der Dorfbrand ist infolge der Unvorsichtigkeit spielender Kinder entstanden. F r t x u x g. Der hier ansässige deutsch? Schuhmacher Berger stürzte auf der Tent de Vrenleire (2357 Meter) beim Edelweißfuchen ab und war sofort todt. Die Leiche wurde geborgen. F r a u e n f e l d. An einem Schlag fluß verschied der hiesige Setzer und Metteur Ulrich Lüthi, der volle 64 Jahre hindurch, von 18371901. an der Thurgauer Zeitung" sein: 9.v.v.W auZaeübi st eu xt gen. T)as weltvekannic Wirthshaus zum Kopf" in der hiesigen Gemeinde brannte nieder. Der Wirth mit seiner Familie konnte kaum das nackte Leben retten; infolge von Wassermangel konnten die Loschmannschaften wenig helfen. L u z e r n. Beim Stellen der Schwelle am Weihn bei seinem Landgut im Hinterwürzenbach verunglückte der 52jährige Schreibmatenalienhändler Joseph Schmilin - Anlehn von hier. Er glitschte aus und stürzte in das stet nige Bachbett. aus dem er später als Leiche gezogen wurde. Zürich. AuS einem Schiffchen auf der Limmat, wahrscheinlich infolge eines Schlaganfalles, stürzte der 21jährige Schriftsetzer Robert Hermann und ertrank. Die Leiche wurde beim oberen Mühlesteg gehoben; sie war im Gebälk hängen aeblieben. Freie Städke. Hamburg. Fünfzig Jahre in der Gummibranche thätig gewesen ist Wilhelm v. Helms, geboren 1830 hier. Der Jubilar trat 1833 in das Gummiwaarengeschäft von Grau & Witt am Brodschrangen ein. Beim Lokomotivschuppen am Bahnhof Lippeltstraße wurde der Hilfsweichensteller Rabe, wohnhaft Billwärder Neuerdeich 28, 1., beim Ueberschreiten des Geleises von einer Rangirmaschine umgestoßen und überfahren. Dem Verunglückten wurden beide Beine abgequetscht; er konnte zwar noch lebend in das Krankenhaus eingeliefert werden, ist dort jedoch seinen Verletzungen erlegen. Sein 25jähriges FactorJubiläum in einer und derselben Druckerei feierte Carl Möller, Factor der Hofbuchdruckerei F. W. Nademacher, Hierselbst. Vor 34 Jahren trat Möller als Gehilfe in die genannte Druckerei ein, und seit einem Vierteljahrhundert hat er jetzt die technische Leitung in Händen. In einem unbewachten Augenblick kletterte das 2..jährige Söhnchen der in der Wohldorferstraße No. 22, dritte Etage, wohnenden Eheleute Meier auf die Fensterbank und stürzte aus dem offenstehenden Fenster in die Tiefe. Das bejammernswerthe Kind wurde in die elterliche Wohnung getragen, wo es schon nach kurzer Zeit an den erlittenen schrecklichen Verletzungen starb Der älteste Dienstmann (Kofferträger) hiesiger Stadt, der 75 Jahre alte, in der Hopfenstraße wohnende H. Böckmann, feierte sein LOjähriges Jubiläum in genannter Eigenschaft. Bremen. Durch eine große Feuersbrunst ist am Pier des Hansakais ein 130 Meter langer einstöckiger Lagerschuppen sammt allen darin enthaltenen Gütern zerstört worden. Durch das Feuer wurde auch der naheliegende Neptundampfer Leander" in Brand qesetzt, so daß er geschleppt werden mußte. Es gelang, den Kaibrand auf seinen Herd zu beschränken. Lübeck. Die weit bekannte Handlungsfirma F. A. Müller. Leinen- und Ausstattungsgeschäft, und der Seniorchef des Hauses. F. A. I. Müller, fei. erten das 50jährige Geschäftsjub! läum.
Allerlei sür's Hau5. r Mittel gegenHe:ser?pZt. Man schlägt drei Eier mü emer Tasse Milch schaumig, so daß keine Eiweißflocken mehr zu sehen sind. In einem Topfe läßt man auf sehr langsamem Feuer drei Eßlöffel Streuzucker hell braun werden, er darf nicht im geringsten brenzlich sein, zieht den Topf vom Feuer und schüttet die Eiermilch langsam hinein, während man sehr stark rührt und mit dem Löffel scharf über den Boden des Topfes streicht. Man rührt so lange, bis das Ganze eine dicke, cremeartige Masse ist, die eben noch so flüssig sein muß, daß man sie aus einer Tasse trinken kann. Sie wird in der Weise genommen, daß man langsam alle 10 Minuten einige Schlucke trinkt. Der Hustenreiz wird durch dies einfache Mittel fehr gelinbett, und der Magen nicht, so lerstimmt wie durch die verschiedenen Hustenbonbons usw. Um sich Vohnermass, für Fußböden selbst zu bereiten, läßt man Wachs über Feuer zergehen und gießt, wenn es vom Feuer genommen ist, Terpentin darunter, vermischt beides sorgsam mit einem Hölzchen und verwendet es, sobald die Masse erkaltet, aber noch nicht hart ist. Beim Gebrauch trägt man es mit einem Leinenlappen dünn auf und bürstet am anderen Tage mit der Bohnerbürste blank. Putzmittel für feine Goldsachen. Ein ausgezeichnetes und ganz kostenloses Pichmittel sind unbrauchbar gewordene GlÜhstrümpfe. Sie zerfallen beim Abnehmen in ein weißes Pulver, mit dem man mittelst eines wollenen Läppchens oder Leders die Goldsachen abreibt. Sie werden ganz blank und sehr schön. Putzmittel für Messing. Ein vorzügliches Putzmittel für Messing ist die abgegossene Brühe von gekochtem Sauerkraut. Ist das Messing sehr schmutzig, so lege man es kurze Zeit in die Brühe und nehme noch erwas feine Asche zu .s ilfe. Die hartnäckigsten Flecke, die keinem anderen Mittel weichen, sind mit dieser Brühe leicht wegzubringen. Nelken zweimal zur Vlüthezubringen. Sobald eine Nelke verblüht ist, schneidet man sie so ab, daß von der Samenknospe nur noch eine Linie stehen bleibt. Nach 4 bis 6 Wochen blüht derStock alsdann zum zweiten Mal. Schwaben- oder Russen k ä f e r zu vertilgen. Ein für Hausthiere ungefährliches Mittel gegen dieses Ungeziefer ist eine Mischung von Roggen- und Weizenmehl mit Alaba stergips. Dieselbe wird von den Käfern gerne gefressen, wirkt aber t'ödtlich, weil der erhärtende Gips nicht mehr aus den Verdauungsorganen austreten kann. Gegen wunde Füße. Beim Wundwerden der Füße und damit verbundenen Schwielen gebrauche man eine Salbe aus 2 Unzen Lichttalg und ebensoviel Seife, welche man über Feuer zusammenschmilzt und der man 1 Unze Kampserspiritus hinzusetzt. UmFedervieh schnell zu ma st e n, verwende man statt desWas sers Milch, in welche man Weizenbrot einweicht; es gibt dies eine vortreffliche Mast, auch wird dadurch ein sehr weißes, weiches und saftiges Fleisch erzielt. Behandlung bes Qleanders. Soll der Oleander reichlich Blüthen hervorbringen, so muß er so gestellt werden, daß er möglichst viel Sonnenschein erhält. Kann man ihn vor Regen schützen, so entwickeln sich die Blüthen noch schöner, man darf aber nicht vergessen, unten reichlich zu begießen. Oleander verlangen im Sommer, daß die Krone trocken und heiß, der Fuß hingegen immer feucht gehalten werde. Zum Begießen nehme man, ganz besonders bei kalter Witterung, warmes Wasser. Gegen Regenwürmer in Blumentöpfen. Um Würmer aus Blumentöpfen zu vertreiben, kann man folgendes Mittel anwenden: Man schütte etwa yx Pfund Senfmehl in eine große Gießkanne voll Wasser und lasse dies ungefähr eine Stunde stehen; dann begieße man damit die in Töpfen stehenden Pflanzen. Sollten Regenwürmer vorhanden sein, so kommen sie ganz sicher an die Oberfläche. Die Citrone als HausMittel. Leichte Fieber und Hitzezustände, Blutwallungen und dergleichen werden durch Citronenlimonade beseitigt, Erkältungen durch dasselbe Mittel, wenn man es mit heißem Wasser bereitet. In allen Fällen ist der Citronensaft schweißtreibend, reinigend, lö send, kühlend und heilend zu geicher Zeit, daher ein gutes, echtes UniversalMittel. Um Salzgurken oder saure Gurken einzulegen, verfährt man in folgender Weise: Man lasse die gut gereinigten Gurken 24 Stunden wässern, durchsteche sie mit einer sauberen, dünnen Hutnadel etwa 10 Mal und schichte sie in einer hölzernen Tonne abwechselnd mit einem Gemisch von Dill, Weinblättern und Blättern von saueren Kirschbäumen übereinander. Gleichzeitig kocht man ein entsprechendes Quantum Wasser, in dem Kochsalz gelöst wurde, auf, übergießt, sobald die Salzlösung erkaltet ist, dir Gurke hiermit und läßt sie, mit einem durch einen Stein beschwertes Brett
zugedeckt, an einem warmen Ort ungefähr fünf Tage stehen. Sobald die Gärung eingetreten ist, werden die Gurken an einem kühlen Ort aufbewahrt und sind in etwa zwei Wochen genußreif. Gegen Feuchtigkeitsschäder:. h in feuchten Zimmern das Schimmeln von Wäsche, Büchern usw. zu verhindern, stelle man einen Blechkästen mit gebranntem, ungelöschtem Kalk auf. Ein Topf mit Salz, in feuchten Schlaf- oder Krankenzimmern unter die Betten gestellt, zieht ebenfalls die Feuchtigkeit an sich. Man kann das Salz an warmer Stelle trocknen und von Neuem hinsetzen.
Der Commandeur der französischen 17. Alpenbatterie in izza, Hauptmann Ferber, ist in Fachkreisen als ein eifriger Förderer der Flugmaschine bekannt. Mit verschieenen Apparaten eigener Erfindung hat er bereits namhafte Erfolge erzielt, wobei er sich in der Hauptsache an das System des verstordenen Otto Lilienthal hielt. Neuerdings hatFerber eine neue, beziehungsweise vervollkommnete Flugmaschine hergestellt. Auch sie ist eine Art Aeroplan und gleicht der Zweislächenmaschine, mit welcher die Flugingenieure Chanute und Wright ganz respektable Strecken überflogen haben. Die Spannweite der beiden Segelflächen beträgt 30 Fuß, während die Segelfläche selbst 355 Quadratfuß groß ist. Das Gewicht des Ferber'schen Flugapparates beläuft sich auf 100 Pfund. I n der Schweiz ist eine Statistik der Unglücksfälle geführt worden, die sich in der abgelaufenen Saison im Alpengebiet, d. h. in der Schweiz. Tirol und Italien, sowie im Jura, Schwarzwald und im Riesengebirge ereignet haben. Diese traurige Zusammenstellung weiß von 148 Catastrophen zu berichten, bei denen 196 Menschen betheiligt waren. 136 Bergsteiger fand man getödtet auf (durch Absturz, Blitz, Frost usw.), 60 waren verletzt, und von diesen ist später mantf;er noch seinen Wunden erlegen. Unaufgeklärt ist außerdem das Schicksal von zehn Personen, die vermißt werden. Ferner stieß man in diesem Sommtx nuf die Leichen von sieben Alpinisten, die in den vergangenen Jahren verunglückt waren. Auf den Juli 1903 entfielen 37 Unfälle, auf den August 44 und auf den September 30, der Rest vertheilt sich auf die übrigen Monate des Jahres. Auf der vielen Besuchern des Riesengebirges wohlbekannten Chaussee Hohenelbe-Spindel-mühle ereignete sich ein eigenartiger Unfall. Die zur Brief- und Psonenbeförderung dienende Fahrpost war von Hohenelbe nach dem Gebirge abgegangen, als kurz hinter Obe."hohenelbe das vor den Postwagen gespannte Pferd unruhig wurde und das Gefährt gegen die an jener Stelle etwa 16 Fuß hohe Ufermauer der Elbe drängte. Der Postillon sprang sofort ab, um das Thier zu beruhigen, ohne aber verhindern zu können, daß Waqen und Pferd die steile Mauer in das Flußbett hinabstürzten. Der Postwagen wurde vollkommen zertrümmert, der einzige Passagier eine Dame nicht unerheblich verletzt, so daß ihre Aufnahme in ein Krankenhaus erfolgen mußte. Die Postsachen konnten leicht geborgen werden, da die Elbe zur Zeit wasserarm ist. Der Unglücksbahnhof des Metropolitain. die Station Couronnes der Pariser Untergrundbahn, auf der sich am zehnten August die furchtbare Brandkatastrophe ereignete, ist nunmehr wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die innere Ausschmückung des Bahnhofes ist ganz neu und recht prunkvoll hergestellt worden, so daß msn von dem entsetzlichen Drama, das sich hier unter der Erde abgespielt hat, keine Spur mehr findet. Freilich scheinen die Direktoren des Metropolitain, wie die französischen Zeitungen mit Recht betonen, bei der Reconstruktion ihr Augenmerk nur auf Äußerlichkeiten gerichtet und die Ausführung aller VerbesserungVorschläge gänzlich außer Acht gelassen zu haben. Als die einzige Verwirklichung der seinerzeit aufgestellten Forderungen ist die Anbringung einer großen, des Abends beleuchteten Tafel anzusehen, die sich in der Nähe der zum Boulevard führenden Treppe befindet und die Inschrift: Sortid" (Ausgang) trägt. Humoristische?. Aus der Schule. Lehrer: Fritz was weißt Du mir vom Aal zu sagen? Fritz: Er ist so glatt wie ein Aal. Aus der Schule. Lehrer : Was ist eine Wohlthat? Schüler: Vater sagt: 'nc Maß Bier, wenn mer Durst hat. Bei Tisch. Er: Das Essen sieht Dir heute mal wieder recht ähnlich. Sie: Wieso? Er: Ihr seid Beide ungenießbar. Aufklärung. Hausherr: Ihre Schätze wechseln auffallend haufig. Karoline! Ab erst seit Ihre Frau selber kocht!" Daher. Hausfrau: Hören Sie mal, das Ei ist aber sehr klein! Eierhändler: Ja, es ist auch heut morfltti erst frisch aeleat.
Zugluft uns Crmpcralur.
Erkrankungen infolge inseitiger bkühlnng. TaS offene Fenster. Unser Behagen in der Ruhe, ganz besonders in den Wohnräumen, knüpft sich an eine bestimmte Temperatur, die etwa zwischen 61 und 70 Grad schwankt. Dfe Jugend und durch vielen Aufenthalt im Freien abgehärtete Erwachsene fühlen sich wohler bei der niederen Temperatur; ältere Leute oder die durch den Beruf mehr an's Zimmer gebannt sind, namentlich auch wenn si? mageren Körperbau haben, bedürfen de? höheren Temperatur. Durch Üuftbewegung, also durch Wind draußen, durch Zug in den inneren Räumen, wird die Wirkung einer bestimmten Temperatur auf den Körper seh? verändert; es entsteht eine rascheie Abkühlung des Körpers, nicht blos an den unbedeckten Körpertheilen. sondern auch an den bedeckten, so weit sie de? Strömung entgegenstehen; die Luft erscheint dadurch kälter, das Thermometer zeigt jedoch keinen Unterschied, in ruhender wie in bewegter Luft hat es denselben Stand. Die größere Abkühlung der Haut durch bewegte Luft kann wohlthuend empfunden werden, wenn die Temperatur der Luft die uns im ruhenden Zustand behagliche weit übersteigt, wie bei der Wirkung de: Fächer; befinden wir uns im Freien in Bewegung, so kann Wind den Körper einseitig erheblich kühlen, in Folge der stärkeren Blutcirkulation jedoch chr.e gesundheitliche Störungen, wenn man auch die Empfindung unangenehmer Kühlung, des Frierens. hat. Anders der Zug in den Wohnungen, wenn der Körper in Ruhe ist. Ist die Tempcratur die für das betreffende Jndividnum normale, so kann die sich einseitig fortsetzende Abkühlung den Körper zur Erkältung disponiren; es kann ein Schnupfen, ein Husten entstehen, rheumatische Beschwerden, sor,ar Gelenkrheumatismus. Viele Menschen haben hierauf nicht Acht, sie können sich nicht beobachten, sie erkranken, ohne sich später der vorangegangenen einseitigen Abkühlung in Folge von Zug bei eigener Körperruhe zu erinnern. Eine große Rolle bei derartisen Erkrankungen spielt das offene Fenster. Für viele müssen die Fenster des Schlafzimmers dauernd. Sommers und Winters, geöffnet sein, wodurch im Winter nur unbehaglich kalte, an heißen Sommertagen ebenso unangenehm warme Schlafräume entstehen. Auch für die Nacht werden offene Fenster bei Schlafstuben oft empfohlen; manche, die von Jugend an daran gewöhnt sind, fühlen sich auch in höhcrm Alter dabei wohl; andere aber, die erst in mittleren Jahren damit beginnen, holen sich eine Erkältung. Außer der körperlichen Konstitution spielen eben dabei das Alter und die Gewohnheit eine große Rolle. Man kann nicht generalisiren und von dem eigenen Empfinden und Bekommen auf andere schließen und diesen empfehlen, eine Sache zu thun oder zu lassen. Im Allgemeinen sollten die Fenster im heißen Sommer nur Nachts geöffnct werden, wo die Temperatur der äußeren Luft um 10 bis 15 Grad unter die höchste des Tages sinkt; sobald am Tage das Thermometer über die Zimmertemperatur steigt, sollten sie geschlössen werden und bis spät Abends bleiben. Die Wirkung der Sonnenstrahlen läßt stch nur durch äußere Vorhänge oder Jalousien unterdrücken, innere Borhänge nehmen die Sonnenwärme auf und geben sie an die Luft, welche dadurch gerade so erwärmt wird, wie von den durch die Strahlen getroffenen Wänden und Böden. Entfärben der Vflanzcn im Herbst. Ter Botaniker Overton in Zürich legte einzelne Blätter der Pflanze Froschbiß in eine leichte Zuckerlösung; die Pflanze wurde stark rothbraun,' ohne irgendwie zu faulen. Die Untersuchungen an den Blättern haben ergeben, daß sie im Herbst mehr Zucker und weniger Stärke enthalten und daß im Frühling sich der Zucker wieder in Stärke verwandelt. Die Schlußfolgerungen sind: Der Farbstoff, der die Blätter roth färbt, ist in den meisten Fällen eine Tanninverbindung mit Zucker. Die hauptsächlichsten physikalischen Faktoren zur Hervorbringug desselben sind der Sonnenschein, welcher einerseits die Assimilation und Erzeugung des Zuckers erhöht und andererseits den chemischen Prozeß beschleunigt. der zur Bildung des Pigments führt, und die niedere Temperatur, welche die Umwandlung des Zuckers in Stärke verhindert. So ist also die rothe Färbung der Pflanzen im Herbst die Folge der herbstlichen klimatischen Verhältnissc. Tonristische UngtuckSfaUc. Die in Zürich' geführte Statistik der touristischen Unglllcksfälle, umfassend das Gebiet der Alpen in Italien. 'der Schweiz und Tirol, ferner das Juragebirge, sowie den Schwarzwald und das Riesengebirge, weist in der abgelaufenen Saison 1903 nicht weniger als 196 verunglückte Personen auf. Von diesen haben 136 Personen den Tod in Folge Absturzes Hitzschlages oder durch Erfrieren gefunden; 60 Personen haben schwere Verletzungen erlitten. Ferner wurden zehn Leichen solcher Touristen gefunden, die in früheren Jahren verunglückt sind. Die Zahl der vermißten Touristen beträgt 10. Die meisten Unglücksfälle ereigneten sich im Juli (37). im August (44) und September (30). s
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