Indiana Tribüne, Volume 27, Number 77, Indianapolis, Marion County, 20 November 1903 — Page 5

Jndiana Tribune, 20. Novcmbrr-190.

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Das GcycZmnifz. Ncvellett? von Savioz. Als George in das seit Monaten geschlossene Hzus trat, machte er eine ängstliche, zurückweichende Bewegung. Bei dem dumpfen Kellergeruch, den Tust der vertrockneten Blumen und verwelkten Blätter, der zu den Düften der Außenwelt einen so grellen Gegensatz bildete, war es ihm, als trete er in ein Todtenhaus. Seiner Schwäche sich schämend, warf er seinen Koffer zur Erde, durchschritt den Corridor, drang in den kleinen Salon im Parterre, öffnete schnell die Jalousien und ließ Licht und Lust in das Zimmer dringen. Draußen im Garten war eine üppige, seltsame Vegetation aufgewachsen. Sie hatten im vorigen Jahre, ehe sie abreisten, wie die Kinder Claude und er Hände voll Körner auf die Beete, auf den Rasen geworfen und hatten dann zugeschlossen, um in das Nest, das sie verließen, keinen Fremden dringen zu lassen. Im Frühling war diese ganze Saat aufgegangen; prächtige Pflanzen waren erwachsen, die ihre Zweige miteinander verschlangen und ein köstliches Durcheinander von Blumen und Grün bildeten, Blaue, rothe, weiße und gelbe Sterne vermischten sich mit dem smaragdenen Grün des Rasenplatzes. Auf einzelnen Stellen zeigten alte Klatfchrosensträucher, die kräftig und gesund in dieser feuchten Erde aufgewachsen waren, ihre üppigen Blumen, während sich in der Mitte dieses Farbenparadieses große, weiße Lilien mit hohen, feinen Stengeln erhoben und, stolz aus ihre kalten und reinen Kelche, auf die anderen Blumen herniederblickten. In einem Winkel des Gartens waren an der Laube, die ihnen im vorigen Herbst als Eßzimmer gedient, Rosen und Glycinen emporgerankt; sie bedeckten alles und bildeten in ihrer üppigen Blüthenpracht ein leichtes , Gitter, einen idealen Berg von Rosen und malvenfarbenen Trauben. Unter dem Fenster stieg von einem Citronenbäum ein scharfer, berauschender Duft empor und erinnerte ihn plötzlich wieder an eine Reise nach dem Süden; er dachte wieder an die ferne Landschaft, wo die starken Düfte der Orangenbäume sich mit dem Aroma der See vermischten. Der Anblick des Gartens, der mit seinem künstlich ungepflegten Aussehen einen so köstlichen Eindruck machte und mit seinem eigenen. Seelenzustand so sehr harmonirte, erfüllte ihn mit tiefer Freude. So hatte er sich den Rahmen geträumt, in welchem sie, Claude und er, die Wiederauferstehung ihrer Liebe . feiern sollten. Verkörperten die Regentropfei, di? letzten Spuren ' des morgendlichen Regens, die hier und da noch zitternd und zum Falle bereit an den Gräsern hingen, verkörperten sie nicht die Thränen der Trennung? Verscheuchte nicht ein Sonnenstrahl die Spuren dieser Tropfen, wie ein Kuß selbst die Erinnerung an vergossene Thränen verschwinden läßt? Theure Claude! Warum war sie nicht da, UM sich mit ihm sofort dieser Orgie von Blumen und Düften zu freuen? Ich werde nicht vor ihrer Ankunft in den Garten hinuntergehen," sagte er sich; zusammen, Claude's Kopf auf meine Schulter gestützt, werden wir uns einen Weg bis zur Laube bahnen." Räch einer Weile war es ihm, als wäre Jemand eingetreten. Das ist die Mutter Gillotte," dachte er. sie weiß, daß ich angekommen bin, und will mir ihre Dienste anbieten." Er drehte sich um, um ihr entgegenzugehen; doch Niemand war da. Nur der Wind allein hatte die Thür des Corridors geschlossen, die seit seiner Ankunft offen geblieben war. Nun überfiel ihm zum zweiten Male beim Anblick dieses kleinen Salons die Traurigkeit. Ueberall hingen Spinnengewebe; die Möbel, ja selbst die Nippes waren mit einer Schicht grauen Staubes bedeckt, und durch den Contrast der draußen herrschenden Freude wirkte alles noch trübseliger und düsterer. Nur die Natur allein, das heißt das von dem Willen des Menschen Unabhängige, verstand zu leben, selbst wenn man sich nicht darum kümmerte. Alles andere war vergänglich. Wenn nur Claude bald wiederkommt!" murmelte er. Aus dem tiefsten Grunde seines Herzens und ohne daß er tl sich selbst zu gestehen wagte, rang sich die Furcht empor. Wenn nur die Vergessenheit in dem Herzen der Geliebten nicht dieselbe graue Schicht gebildet hatte, wie der Staub sie auf den Möbeln abscht! Immer unruhiger und nervöser, wollte er fort, als Jemand an die Thür klopfte. Sind Sie da, Herr George?" rief eine Stimme von draußen. Der junge Mann erhob sich. Diesmal war es die Aufwartefrau. Ja, ich bin's, Mutter Gillotte; kommen Sie nur, es gibt hier Arbeit für Sie!" Die alte Frau trat ein. So sind Sie also endlich zurück?" rief sie und reichte dem jungen Manne ihre knochige Hand. Wie geht es Ihnen und Madame Claude? Ist sie auch mitge-lommen?"

Nein, noch ntchl; meme ZZrau ist bet ihrer Mutter, sie wird erst heute Abend kommen. Ich bin vorgefahren, damit Sie das Haus reinigen und das Diner herrichten." Ist sie wohl, Madame Claude?" Ich danke, es aeht: seit einigen Tagen etwas ermüdet, doch die Landluft wird ihr gut thun." Ja, ja. die jungen Leute, sie sind gar nicht mehr kräftig und gesund! Sehen Sie mich an. ich könnte anderen Gesundheit verkaufen." Während dieser Worte hatte die Frau die anderen Fenster geöffnet, unv die Sonne überfluthete jetzt das Haus. Mein Gott, wie ist es nur möglich!" rief sie. als sie den Staub erblickte, der sich gesammelt hatte, ich hatte doch im vorigen Jahr alles so schcn rein gemacht. Wissen Sie. Herr George, Sie sollten bei Ducoux frühstücken, inzwischen will ich hier ein bischen aufräumen, nachdem ich meinem Mann seine Suppe gekocht." Geht's ihm gut. dem Vater Gillotte?" Ach. er ist wie unser alter Pudel; er ist nur noch zum Essen gut. Sehen Sie, Herr George, die Männer sind doch alle gleich." George lächelte und nahm seinen Hut. Also ich kann mich auf Sie verlassen, Mutter Gillotte?" fragte er. Ich werde im Gasthause frühstücken, dann einen Spaziergang machen und meine Frau gegen fünf Uhr vom Bahnhof abholen. Schon gut, Sie werden bei Ihrer Rückkehr alles bereit finden." Der junge Mann ging. Nachdem er ziemlich eilig gefrühstückt, ging er wieder nach Hause und holte sein Rad. Auf der Uhr der Dorfkirche hatte es eben zwei geschlagen, noch drei Stunden trennnten ihn von der Ankunft seiner Claude. Er beschloß, einen langen Spazieroang zu machen und die Stunden der Wartezeit abzukürzen. Seit den vier Wochen, da Claude zu ihrer Mutter gereist war, war ihm die Einsamkeit nie so unerträglich erschienen. Fast zürnte er der jungen Frau, daß sie ihm verboten hatte, sie abzuholen, denn sie kannte die Abneigung, die zwischen ihm und seiner Schwiegermuttcr herrschte. Seit den zehn Monaten, da sie verheirathet waren, war diese Trennung die erste. Unwillkürlich fürchtete er für Claude den Einfluß des mütterlichen Hauses und hatte ein wenig aus Aberglauben gewünscht, ihre Begegnung sollte in diesem Hause, wo sie ihre Flitterwochen verlebt, stattfinden. Zuerst erschien ihm der Spaziergang entzückend. Im Walde strömten die blühenden Akazien und die Tannen ihre Düfte aus, während die Ulmen, die Fichten, die Birken und die Eichen ihr blühendes Laub schüttelten. Doch schon nach kurzer Zeit packte ihn wieder die Ungeduld, und eine Stunde war noch nicht verflossen, da brannte er schon, nach Hause zurückzukehren. Am Grenzstein von Ricloses. am Hause des Feldhüters, versperrte ihm eine Hecke von wilden Rosen und Gaisblatt den Weg. George sprang von seinem Rad und pflückte eine Garbe für Claude, die die Blumen liebte. Das war ihm ein Vorwand, umzukehren. Als er dann am Eingang des Dorfes in einem Garten eine Reihe von Bienenstöcken bemerkte, erinnerte er sich, daß die junge Frau den Honig leidenschaftlich gern aß, und ging zu dem Bauern hinein und bat ihn. ihm eine Wabe zu bringen. Nachdem er auf diese Weise zwei Stunden todtgeschlagen, wandte er sich langsam dem Hause zu, um seine Rosen und sein Rad dort abzugeben. Als er die Thür öffnete, hörte er zu seiner Ueberraschung sprechen und blieb stehen. Seine Blicke fielen erstaunt auf Packete, die er bei seine: Ankunft nicht gesehen hatte. Plötzlich glaubte er Claude's Stimme zu erkennen, und mit einem Satz war er im Salon. Thatsächlich stand in dem jetzt vom Staube befreiten und mit Blumen geschmückten Zimmer die junge Frau, wunderbar hübsch, immer noch dieselbe und doch verwandelt. kurz, wie er sie sich seit Stunden träumte. Claude!" .George!" Und schon, hielt er sie in seinen Armen und bedeckte sie mit Küssen. , Doch warum hast du mich nicht benachrichtigt, daß du früher kommen wolltest; ich wäre dir dann entgegengefahren." Ich wollte dich überraschen und das Haus in Ordnung bringen lassen." Ihre Worte rührten ihn, beide hatten denselben Gedanken gehabt. Als dann die Mutter Gillotte, nachdem sie sich an ihrer Ueberraschung geweidet, in ihre. Küche zurückgekehrt war. nahm George die junge Frau um die Taille und führte sie an's Fenster. Hast du gesehen?" fragte er sie. Ja, unser Traum vom letzten H:rbst hat sich verwirklicht; alles steht in Blüthe, und wir haben unser Para-dies."-Der junge Mann drückte sie zum zweiten Mal an sein Herz. Weißt du, daß ich noch nicht hinuntergegangen bin?" sagte er zu ihr; ich wollte auf dich warten, denn ich fürchtete den Zauber zu brechen, wenn ich ohne dich zur Laube zurückkehrte." Claude sah ihn mit liebevollen Augen an. Ihre Blicke begegneten :fic&.

Georges Worte hatten die Vergangen-

yen w:ever erweckt. Ohne zu fprechen. verstanden, sie sich. Die junge Frau lehnte sanft ihren Kopf auf die Schulter, des Gatten. Wollen wir hinuntergehen?" fragte er nach einer Weile, wir sind ja jetzt wieder allein, wir beide, du und ich!" Claude nickt? zustimmend, umschlang dann den Hals ihres Gatten mit ihren Armen, zog ihn an sich und drückte mit plötzlichem Erröthen ihre Lippen auf sein Ohr; dann murmelte sie leise: .Wir drei!" George stieß einen Freudenschrei aus, riß sie stürmisch an die Brust und dankte ihr mit einem innigen Kuß.

Herunlergcbrannt. Skizze nach dem Leben von 33 Hcrivi. ' Die Auktion ist in vollem Gange. Der Hammer fällt in kurzen Zwischenräumen. Zum ersten, zum zweiten, zum dritten!" Der Auktionator begleitet sein Thun mit billigen Witzen", die er selbst am meisten belacht. Der Mann ist schon ganz heiser geworden, ab und zu trinkt er einen großen Schluck Bier. Eng ist der Raum und heiß dazu. Die Leute drängen. Viele sind schon ungeduldig aber in einer Stunde soll alles zu Ende sein, da halten sie noch aus. Ein Herrenschreibtisch! Mit grünem Tuch bezogen, dieTintenklexe qratis zum ersten 18, 19, 20 Mark für Minister nicht zu schlecht 22 25.... Ich sage Ihnen, an dem Tisch sind im Handumdrehen Hunderttausend? gewonnen." Und noch schneller wieder oerloren," brummte eine tiefe Stimme aus der Ecke heraus. 25 zum zweiten, 23 29 30 Keiner mehr? Wenn Sie die Fächer nachsehen, finden Sie vielleicht noch manches Werthvolle versteckt." O ja," sagte dieselbe Stimme aus dem Winkel, Mahnzettel, Gerichtszuschriften. werthlose Aktien . . . Keiner mehr also 30 Mark zum ersten, zum zweiten, zum dritten " Dann Kleider, Wäsche, Handschuhe, zu Dutzenden geordnet, weiße, gelbe, hechtgraue, kaum einmal geira.ien. nur in den Chapeau claque geklemmt. Die Trödler drängen sich vor. Das ist ihr Reich sie bieten gering, überbieten sich bald, schimpfen,' spotten. Der Hammer schlägt zu, einmal über das andere. Noch in der letzten halben Stunde wechselt das Publikum. Von der Gasanstal! kommen Leute. vom Elektricitätswerk sie nehmen die Utensilien fort schon beginnt es dunkler zu werden. Zwei ausgegrabene Vasen aus dem siebzehnten Jahrhundert," lockt der Auktionator, direkt aus Pompeji, 's sitzt sogar noch Asche dran, wie Sie sehen drei Mark zum ersten, die andere auch, macht zusammen sieben Mark, feinste Nippes, die man sich denken kann was meinen Sie? Abjestoßen! Des is doch eben das Wahre. Der junge Herr, dem das alles hier jehört hat. mufe einen famosen Geschmack gehabt haben." Sechs Mark, sieben zehn dreizehn zum ersten zum zweiten na ... " Ob noch Teppiche da sind?" Schade, sie hätten gern ein Andenken aehabt. Und die eichene Stehuhr?" Vielleicht derSpieltisch der achteckige ..." Sieh nur, Hubert, dort sieht er, den möchte ich haben, manches Bänkchen daran angelegt. F' kleines Vermögen hat der arme Junge, der Rudi, daran verloren. So etwas soll Glück bringen." Und was bedeutete das alles gegen die Goldshares, gegen die wahnsinnigen Spekulationen. Weißt Du. Leo, mir ist doch gottsjämmerlich zu Muthe so den Kopf zu verlieren." . . . Zum ersten ..." Auf 30 Mark war der achteckige Spieltisch schon gekommen. Der Neuling mußte hoch geschraubt werden. Das verstanden die Kenner. Dann Wappen, Familicnporträte die sollten doch wenigstens nicht zum Trödler kommen das waren sie des gentilen Rudi's Andenken schuldig. Im Erkerfenster standen die beiden die Dämmerung war hereingebrochen. Trödler, Kunstliebhaber. Neugierige singen an, sich zu verlaufen. Zum ersten, zum zweiten, zum dritten...." Immer schneller folgte sich der Nuf, schlug der Hammer auf den Tisch. Ein Wagen hielt vor dem Hause. Noch einmal öffnete sich die Thür, eine dunkel gekleidete, vornehm aussehende Frau war eingetreten. Aengstlich sah sie sich um. Irrte sie auch nicht? War sie recht gegangen? Waren dies in der That dieselben Räume Vxc sie vor kurzer Zeit in nobler Pracht, in distinguirter, ausgesuchter Eleganz gesehen, hell, wie vom Sonnenlicht durchfluthet mit dicken Teppichen, orientalischen Vorhängen, mit erlesenen Kunstwerken geschmückt? Zum ersten zum zweiten zum letzten " Dumpf schallt es in ihr Sinnen hinein. Und nun diese Leute, dies Parfüm, daö rohe Lachen, die öden Zimmer, kein Stück an seinem Mk,.

umsetzt at) die Frau M um. Seine Mutter Hubert o, die Aermste gerade heute . . Wie sie sich verändert hat so vergrämt ist's nicht, als ob die Frau Sorge in's Zimmer getreten. Erinnerst Du Dich, wie sie ihn vergöttert hat, ihren Rudi, ihren Einzigen?" Sie begrüßten die Entsetzte, wie mit Keulenschlägen Getroffene sie benahmen 5ch pietätvoll, küßten ihr die Hand. Bin erst heute früh angekommen sagte sie leise war so lange krank, bin nun heimlich, ganz heimlich hier habe ihn eben besucht draußen meinen armen Rudi daß ich's überstehen konnte ich ich fasse es nicht." Sie drohte umzusinken. Leo rückte einen Fauteuil näher beran. Ein dicker Budiker trat hinzu, als wolle er, protestirend, die Hand auf das seidene Möbel legen. Er sah aber, daß dies keine Concur rentin war, die die Preise hinaufschrauben wollte er wich vor dem Schmerz, der in den Zügen lag, zurück. Bitte!" Die dicke, rothe Hand mit dem Siegelring machte eine einladende Vewegung, dann zog er sich zurück. Derbe Tritte erschollen. Kräftige Arbeiter kamen, den kostbaren Bechstein fortzuschleppen. Thränenlos sah die arme Frau ihnen nach. Sein Instrument, das er so liebte vor dem er Abends Stunden gesessen. ihre Lieblingsmusik gespielt und die kräftigen Ueberbrettlieder, die er so mochte xwie sein weicher Bariton sie gesungen dort unter den Palmen, die noch verstaubt dastanden, die Blu men, die der Gärtner allwöchentlich erneuerte daneben der chinesische Theetisch, den er sich aus Peking mitgebracht, mit all den feinen Kannen und Kännchen, aus denen der Choccu, der Thee, geschenkt wurde. Rudi," hatte sie oft gesagt, sorgend, mahnend dieser Luxus lebst Du nicht zu groß die Equipage der Schlitten. . . ." Können -wir alles, Mütterchen, alles, und noch viel mehr. Dein Lebensabend soll schön sein, Ersatz bringen für manchen Kummer." Sie seufzte tief und hielt die Hände vor die Augen. . Wo war seine Zuversicht, sein göttltcher Leichtsinn geblieben, als die schweren, schwarzen Fitti5: der Sorgen ihn umschlungen, ah die Glaskugel des Glückes seinen Füßen entwich? Ahnungslos war sie gewesen, als der betäubende Schlag sie getroffen als sie seinen Brief erhalten, den letzten' den er wenige Minuten bor seinem Tode beim flackernden Licht im verschlossenen Zimmer geschrieben. . War das noch dasselbe Leben, derselbe Himmel, dieselbe Sonne? Gähnte nicht vor ihr ein einziges, riesengroßes Grab? Umgab sie nicht ein Chaos, das durch keinen klaren Gedanken zu Mten war? Heruntergebrannt die goldene Leuchte, die ihres DaseinsHelle war, erloschen der letzte Funke von Lebensmuth und doch leben doch leben! Zum ersten das letzte Stück ein Bronze - Nachtleuchter 5 Mark hat gewiß zehnfachen Werth; wahrscheinlich noch im letzten Augenblick im Gebrauch gewesen, fast heruntergebrannt. Das Lichtstümpchen thut uns jetzt noch guteDienste, ehe es verflackert. 5 Mark zum zweiten zum " Zwanzig Mark," rief eine heisere Frauenstimme zwei Hände streckten sich aus ein Goldstück hält sie in den Fingern. Zum dritten!" ruft der Beamte. , Die Frau lehnt kraftlos an der Wand. Wenn die Madam den Fotöllch noch behalten möchte" sagt der dicke Budiker er würde gerne warten, so pressirt's nicht. Nein, sie dankt, sie reicht ihm die Hand, den Freunden des Sohnes auch sie braucht keine Begleitung den ausgebrannten Leuchter hält sie an's Herz, als wär's ein Stück von ihm". Das alte Lied fällt ihr ein. . Heruntergebrannt, nachdem er die kleine, blinkende Waffe an die Schläfe gesetzt ausgebrannt wie ihr eigenes, armes Mutterherz. Wettbewerb für Luftschisser. Die brasilianische Regierung ljav kürzlich einen Luftschifferpreis von $100,000 au-geschrieben und der berühmte brasilianische Aeronaut Santos Dviont hat auf ihr Ersuchen die Bedingunaen für einen internationalen Luflschisfer-Wettbewerb festgesetzt, der am 13. Mai 1904, dem Jahrestage der Sttaven-Emanzwation, in Nio de Janeiro eröffnet werden und bis Ende des Jahres .1905 dauern soll. Die Abfahrt hat von der Militärschule bei Rio dc Janeiro zu erfolgen. Die Mitbewerbe? müssen einen am Eingang der Bai von Rio gelegenen 495 Fuß hohen Berg umschiffen, darüber halten, hierauf eine. Botschaft nach der Insel bringen. wo sich die Schiffsschule besinne! und dann eine Antwort auf diese Botschaft von dort nach der Militärschule zurückbefördern. Im Ganzen mißt die hierbei zurückzulegende Bahn 15 Meilen. Die Luftschiffe? müssen von eine:.. Mitfahrer begleitet sein.

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