Indiana Tribüne, Volume 27, Number 76, Indianapolis, Marion County, 19 November 1903 — Page 4

Jndiana Tribüne. Herausgegeben von der u!ebrg Ö. Indianapolis, Ind.

Tarry O. Thudinm t Präsident. GesÄöftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 26. n ered at the Post Office of Indianapolis as tecond class matter. Das Werk von ffanatikern Zu den Leuten, die nichts lernen und nichts vergessen, gehören auch mit in erster Linie die puritanischen Fanatiker. Man sollte meinen, nach dem Un heile, welches sie allenthalben durch ihren reaktionären Unsinn und durch ihren unduldsamen Fanatismus angerichtet haben, müßten sie endlich klug geworden sein und würden demnach ihre engherzigen und gemeinschädlichen Forderungen etwas herabstimmen. Aber das unmittelbare Gegentheil ist der Fall. Ueberall. wo sich ihnen die Möglichkeit dazu bietet, werden sie zudringlicher als je. Nichts gelernt und nichts vergessen. Auch für die bevorstehende regelmä ßige Congreßsession rüsten sich die Fanatiker desZ Puritanismus und der Prohibition zu erneutem Kampfe, um die Wiedereinführung der Kantine in der Bundesarmee zu verhindern, die auf ihr Drängen vor nunmehr lzwei Jahren abgeschafft worden ist. Diese engherzige Maßregel hat sich im höchsten Grade verderblich erwiesen und hat den Dienst in der Bundesarmee bedenklich demoralisirt. Anstatt, daß unsere Soldaten nach Abschaffung der Kantine zu moralischen Musterknaben werden sollten, die nichts Stärkeres mehr 'als Thee und Lemonade trinken würden, wie die puritani chen Sonderlinge in Aussicht stellten, sind sie dadurch sehr nachtheilig beern flußt worden. In den Kantinen der GarnisonsPlätze konnten die Soldaten zu mäßigen Preisen ihr Bier bekommen und be fanden sich dabei unter der guten Aufsicht von Vorgesetzten. Mit der Abschaffung der Kantine wurde das mit einem Male radikal anders. Statt sich mit Limonade und Thee zu begnügen, laufen die Soldaten an den Zahltag: jux die zum Theil sehr verrufenen Lokale, die in den letzten Jahren in unmittelbarer Nähe der Garnisonsplätze wie Pilze nachdem Regen aus der Erde geschossen sind, geben dort ihr Geld in schlechtester Gesellschaft aus, zahlen doppelte Preise für den miserabelsten Fusel und begehen die gröbsten Excesse, die oftmals zu Aufruhr und Blutvergießen führen. Alle Militärgesängnisse sind seitdem überfüllt, die Desertionen haben sich vervielfacht und die Disciplin ist eine so schlechte geworden, daß die kommandirenden Ossiziere in ihren Berichten an das Kriegsministerium laute Klagen führen und dieMiedereinfüh' rung der Kantine fordern. Wie vor einigen Tagen bereits mit getheilt, hat denn auch Eongreßmann Barthold vom Missourier 10. Distrikt unmittelbar nach Zusammentritt der Extrasesfion eine Bill eingereicht, durch welche die Kantine von Neuem in der Bundesarmee eingeführt werden soll. Damit aber hat er in das Wespennetz derZ Prohibition gestochen. Die puritanischen Fanatiker rüsten sich von allen Seiten, um diese verständige Maßregel zu hintertreiben. Die Eonvention der Christlichen Temperenz Frauen", die in den letzten Tagen in Cincinnati zusammengetreten war, hat Beschlüsse gefaßt, durch persönliche Agitation die Congreßleute abermals einzuschüchtern und sie an der Wieder einführung der Kantine zu verhindern. Die Frage liegt allerdings nahe, was denn eigentlich jene übereifrigen Damen die Kantine in der BundesArmee angeht ? Da sie nicht zum Kriegsdienst herangezogen werden, brauchen sie sich auch, sollte man meinen, um die Kantine und den Dienst in der Armee nicht zu kümmern. Sie könnten das getrost den Männern überlassen und sollten zunächst einmal mit Reformiren bei sich selber anfangen, indem sie gegen das gesundheitsschädliche Corset, die lächerliche Schleppe und zahlreiche üble Angewohnheiten ganzer Classen von Frauen agitiren. Das fällt ihnen aber gar nicht ein. Als echte puritanische Fanatiker möchten sie nach ihren eigenen verdrehten Ansichten die ganze Welt reformiren; nur nicht sich selber.

Man wird sich wieder auf eine lächerliche Comödie gefaßt machen können, wenn die langhaarigen Männer und kurzhaarigen Weiber angerückt kommen, um den Congreß zu bulldosen. In ihrer grenzenlosen Feigheit werden wiedeS einmal die meisten Congreßleute nicht Muth geuug haben, jener Sippschaft der Heuchler uud Reaktionäre entgegenzutreten. Bor zwei Jahren entstand eine förmliche Starnpede der Congreßleute, als die Temperenzweiber angerückt kamen und ihren Kampf gegen die Kantine begannen. Keiner von ihnen hat bisher den Muth gehabt, offen gegen dieses reaktionäre und verderbliche Treiben aufzutreten, mit Aus nähme Congreßmann Bartholdt's, der die puritanische Agitation gegen die Kantine dort aber richtig als einen Humbug bezeichnet hatte. Es wäre eine grenzenlose Blamage, wenn sich unsere Congreßleute abermal von dem unverständigen und intoleranten Puritanerthum in die Enge treiben und einschüchtern ließen. Aber auf eine Blamage mehr oder weniger scheint eS ihnen nicht anzukommen.

Mit Recht legen die Abonnenten einer deutschen Zeitung Gewicht darauf, daß dieselbe unparteiisch redigirt wird. Unparteiisch kann aber eine Zeitung nur dann sein, wenn das lesende Publikum ihre Unabhängigkeit sicher stellt. Die Firmen, welchen deutsche Kundschaft werth ist, und welche die Anzeigespal ten der Tribüne" benutzen, sollten auch in erster Linie von den deutschen Käufern berücksichtigt werden. Denn auch in der Wahl seiner Anzeige-Kun-den geht eine deutsche Zeitung mit größter Gewissenhaftigkeit zu Merke. Annoncen d"r get rieh quiek" Schwindel-Gesellschaften finden prompte Zurückweisung von der Geschäftsoffice und schwindelhafte Anpreisungen großer Trusts, die werthlose Aktien an den Mann bringen wollten, wurden trotz offerirter großer Preise von der x büne" abgelehnt. Die reellen Firmen aber, welche unsere Anzeigen-Kund-schaft bilden, verdienen, ja sind berechtigt zur vollsten Unterstützung des deutschen Leserkreises. Je liberaler die Anzeigekunden der Tribüne" unter stützt werden, desto besser ist es für den Leserkreis, denn die Redaktion wird durch fleißige Benutzung der Anzeigespalten nicht nur in die Lage versetzt, den besten kostspieligsten Neuigkeitendienst zu liefern, sondern auch in die Lage versetzt unabhängig den besten Interessen des Volkes zu dienen. Die Operation, wodurch ein Mil lionär sein verlorenes Ohr wieder erhielt, wurde gestern in Philadelphia vollzogen, nachdem ihre Durchführung in N. V verhindert worden war. Beide Parteien thun wohl daran, ihre Namen geheim zu halten ; rühmlich ist der Handel für keinen Theil. Wenn eS sich um eine Nothwendigkeit, zur ErHaltung des Lebens etwa, handelt, läßt sich gegen einen solchen Vertrag sicherlich nichts einwenden. Wie die Dinge aber hier liegen, wirkt daS Geschüft widerwärtig und geradezu frivol. Daß es ein Deutscher von Geburt war, der sich seines Ohrs gegen Geld berauden ließ, um dem Schönheitsmangel eines reichen ParvenuS abzuhelfen, ist gerade auch nicht sehr erfreulich. Man darf aufrichtig wünschen, daß daS gegebene Beispiel keine Nachahmung finden möge. Mit großer Mehrheit. 11,282 gegen 2,285 Stimmen, wurden in der gestrigen Sitzung der A. F. of Labor die Anträge, die Versammlung möge sich zu Gunsten deS socialistischen Programms erklären, abgelehnt. Daß die Frage damit entgiltig entschieden ist, glauben wir nicht. Hier wie in jedem anderen civilisirten Lande wird die Jndustrie-Arbeiterschaft durch die naturgemäße Entwicklung dazu gebracht, sich als politische Partei zur Erlangung der politischen Macht zu organifiren. Und daß ihren Interessen die Principien des Socialismus im weitesten Sinne des Wortes entsprechen, dürfte . schwer zu widerlegen sein. Von Seiten der Herren Mitchell und GomperS 'ist dies jedenfalls nicht geschehen. Man muß sich vielmehr wundern, mit welch' augenscheinlich mangelhaftem Verständniß Führer großer Arbeiter-Verbände eine Frage von solch' ausschlaggebender Bedeutung behandelten. JahreöbaU dcs Gärtner Unterstüizungs'Vercins am Donnerstag, 2. November (Danksagungstag), in der Germania Halle.

Behörde für öffentliche Werke. Der Alteisen-Streit. Die Behörde für öff. Werk? ordnete in ihrer gestrigen Sitzung, wie abgemacht worden war, die Rückzahlung der $50 an E. I. Robison an, welche derselbe der früheren Behörde unter der Hand für das alte Eisenwerk der Canalbrücke an der West Washington Str. gezahlt hatte. Ueber diese Angelegenheit ist gestern ausführlich berich tet worden. I. M. Kaminsky. dem Robinson das Alteisen für $250 verkauft hatte, das ihm jetzt von der Stadt streitig gemacht wird, will nun die Behörde verklagen, wie es heißt. Bis Freitag verschoben. Die Erledigung der Frage betref send die StraßenberieselungS - Rech nung der Gebr. Kennington wurde bis zum Freitag verschoben, da der Ingenieur seinen diesbezüglichen Bericht noch nicht vollendet hatte. An den In genieur verwiesen wurde die Petition der Peoria & Eastern Ry. Co. um das Privileg zur Legung eines 510 Fuß langen Geleises über Depot und Sta tion Straße und die Alley zwischen denselben. Auf Empfehlung des Stadtrathsmitgliedes Andrew H. Wahl von der 15. Ward, der von der Behörde zum Unparteiischen in der Angelegenheit ernannt worden war, wurde C. G. Davis, rep. Stadtrathsmitglied at large, die Zahlung von S392 für den Anstrich der Haughoille Town Hall bewilligt. Die Rechnung war letzthin aufgehalten" worden, weil man nicht wußte, ob die frühere Behörde diese Verbesserung angeordnet hatte oder nicht etc. Kohlen - Contracte. Der Contract für die Lieferung von 300 Tonnen GrcenCounty No.4.Kohlkn für die Brightwood Pumpstation zu $2.68 per Tonne und von 300 Tonnen Kohlen für die Tomlinson-Halle, zu S3.75 per Tonne, wurde an die Indianapolis Mortar & Fuel Co." vergeben. Dagegen erhielt die Island Coal Co." den Contract für die'Lieferung von 1000 Bushels Coke für die Haughville Town Halle zu 10 9s10c per Bushel. Der Straßen-Commissär empfahl die Transferirung von 025 aus dem Brücken-Fonds in die beinahe erschöpften Fonds für Brückenarbeiterund Canalarbeiter-Löhne. Eine diesbezügliche Ordinanz wird dem Stadtrate unterbreitet werden. Endgültig bestätigt wurden die Asseßment-Umlagen für: Cementirung der Sw. an der'0. Straße, von Broolside bis Arsenal Aoenue; Cementirung der Sw. und Rinnsteine an der Dunlop Straße, von East bis Madison Avenue; Kiespfl. der Fahrstraße, Backfleinpfl. der Gossen und Cementirung der Sw. an der Nowland Ave., von der Jefferson Ave. bis zum Pogue's Run. Mehrere erstweilige Asseßmene.Umlagen wurden gutgeheißen. Sonst wurden keine Geschäfte von allgemeinem Interesse erledigt. EinerderschönstenZüge des Westens ist zweifelsohne der seit dem 5. Nov. im Betriebe befindliche Chicago Zug der C. H. & D. Bahn, welcher Mittags Cincinnati verlassend, nach Chicago läuft. Der elegante, 72 Fuß lange Rauchwagm, z. B. mit seiner feinen reichen Täfelung, den feinen Möbeln und den schweren seidenen Vorhängen ist ein Prachtexemplar seiner Art. Der Damen-Wagen, welcher außer dem Sitzraurn für 43 Damen auch noch ein Cafe nebst Küche enthält, ist eine Neuerung, welche der Nachahmung werth ist. Die schweren seidenen Vorhänge und die feinen Maha-goni-Möbel sind wzhre Prunkgegenstände. Auch der Parlorwagen ist mit vollständiger Mahagoni - Ausstattung versehen, enthält 23 Polstersitze. 8 Wicker Lederpolster-Stühle, sowie eine vollständige Pullman - Abtheilung. Baggage, Post und Expreßwagen gehören mit zu den Ausrüstungen dieses MusterzugeZ. Kingan & Co. wollen die Union nicht anerkennen. . John M.' Shaw, Geschäftsführer von Kingan & Co., hat erklärt, daß die Firma willigst die Beschwerden ih rer Angestellten anhören und womög lich derenForderungen bewilligen werde. Eine Union wird sie aber nicht anerkennen, sondern sie wird mit Leuten nur als Individuen, nicht aber als Repräsentanten einer Unton verhandeln.

S" Raucht die B0NANZA.

Aus Stadt- und Connth.'Vervaltung. Zwei neue Polizei-Ser-geanten. Die von der Bookwaller-Sicherheits-behörde zu Sergeanten erhöhten Poli zist:n John Rockafellom und Jra Leet wurden zur Besserung des Dienstes" wieder zu gewöhnlichen Patrolmännern gemacht, während an ihrer Stelle die republ. Polizisten Newton Schaesser und Henry Kiefer zu Sergeanten ernannt wurden. Kiefer hat den span.amerik. Krieg mitgemacht und wurde von Präs. Roosevelt bei seinem hiesigen Besuche dadurch ausgezeichnet, daß der Präsident ihn als Cameraden, bezw. 5kampfgenossen in der Schlacht von San Juan, wiedererkannte. Kiefer gehörte bei dem Präsidenten - Besuche zur berittenen LeibGarde. ' Jetzt Ruhe bis zum 1. Januar. O. N. Alcon wurde nach bestandener 60-täg. Probezeit zum regulären Feuer wehrmann gemacht, während George Cahill, der nach 58täg. Probezeit aus politischen Gründen von der früheren Behörde entlassen worden war, wieder in das Departement eingestellt und der Mannschaft der Leiterwagen Co. No. 2 zugetheilt wurde. Bis zum 1. Januar werden im Feuerwehr-Dept. keine weiteren Anstellungen oder Verän derungen gemacht werden. Die Bank-P oli zisten wollen volle Autorität. Als Vertreter der Privat-Polizisten, die in den übrigen National-Banken der Stadt, abgesehen von der Jndiana Nat. Bank, angestellt sind, erschienen vor der Behörde W. W. Spencer und I. I. Clayoozl und ersuchten, daß diesen Beamten die Vollmacht regulärer Polizisten ertheilt werden, wohingegen dieselben sich verpflichten wü?den, irgend einem Aufrufe des Polizei-Su-perintendenten zu Dienstleistungen Folge zu leisten, wie auch die regulären Beiträge zum Polizei - Pensionsfonds zu zahlen. Dieses Privileg, zu dem alle berechtigt, sei bislang einzig und allein dem Privat-Polizisten der Jndiana Nat. Bank ertheilt worden. Die Behörde verwies diese Angelegei.'heit an den Polizei-Superintendenten. Markt-Angelegenheiten. . Des Längeren beschäftigte die Behörde sich mit den Markt-Angelegenhei-ten. und wurde u. A. beschlossen, daß alle Händler von Gemüsen, Früchten, Fleisch, Geflügel, Butter etc. hinfort nur in den Markthallen ihre Waaren feilhalten dürsen, sobald ihre etwaigen Contracte für Verkaufsstände außerhalb abgelaufen sind. Ferner wurden die MarktSchlußstunden osficiell wie folgt festgesetzt : Dienstags und Donnerstags $1 Uhr Mittags; Samstags 10 Uhr Abends. Der Contract für Fortschaffung der Markt.Abfälle (vom 1. Dec. ab) wurde an Samuel Ferguson für $75 per Monat vergeben.

Mänuerchor-Tamenverein. Morgen mcnatliche Kartenpartie. Die wegen des Eröffnungs-Concertes verschobene November-Kartenpartie des Männerchor-Damenvereins wird mor gen, Freitag. Nachmittag 20. Nov., abgehalten werden. Die Arrangements liegen in den bewährten Händen der Damen der 1. Section: Frau Paul H. Krauß, Vors.; Assistentinnen Frauen O. Busching, Edw. Hawkins und R. M. Müller und Frls. Frieda Minier und Mary Schopp. - Pennsylvania Bahnen. Danksag ungstag Raten. Am 25 und 26. November werden Excursions - Fahrkarten verkauft nach allen Stationen an den Pennsylvania Bahnen, innerhalb 150 Meilen des Verkaufspunktes, limitirt zur Rückfahrt bis 30. November. Ebenso Fahrkarten zum ermäßigten Preis für Studenten und Lehrer von Schulen, Universitäten und Seminaren bei Vorzeigung der gehörigen Ccrtisikate. Man spreche bei den Agenten vor. Vandalia Bahnen. D ank sagung st ag N at en. Am 25. und 26. November werden Excursions - Fahrkarten verkauft nach allen Stationen an den PennsylvaniaBahnen, innerhalb 160 Meilen des Vcrkaufspunktes, limitirt zur Rückfahrt bis 30. November. Ebenso Fahrkarten zum ermäßigten Preis für Studenten und Lehrer von Schulen, Universitäten und Seminaren bei Vorzeigung der gehörigen Certinrate. Man spreche bei den Agenten vot.

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Freisinnige Sonntagsschule Des Socialen Turnvereins. Am Sonntag, den 22. November, wird Herr Adolf Falbisaner in einem um 11 Uhr Vormittags im Auditorium deS Deutschen Hauses stattfindenden Vortrage das interessante Thema, Deutsche Ansiedlungen in NordAmerika im 17. und 19. Jahrhundert" behandeln, und zwar in einer jeden Deutsch-Amerikaner fesselnden Weise. Durch die Geschichte der Deutsch' amerikaner liefern wir den besten Be weis für den hervorragenden Antheil, den deutsche Stammesgenossen an dem geistigen und industriellen Aufschwünge des nordamerikanischen Staatenbundes nahmen. Der Eintritt ist frei und Jedermann freundlichst eingeladen. Vater Schnlmeyer's Wiegenfest. Am gestrigen Tage feierte im besten Wohlbefinden der Vater des bekannten deutschen Sängers und Wirthes Jacob Schulmeyer von der Süd Illinois Str., der deutsche Pionier Jacob Schulmeyer Sr. seinen 61. Geburtstag. Zur Feier des Tages hatten sich u. A. meh rcre fivele Skatbrüder in der von 93a ter Schulmeyer" neu-eröffneten altdeutschen Bierstube nahe der Perkins' Pike eingcfunden, wo ihrer ein hochfeiner Lunch.' ein steifer Punsch -.und andere vorzügliche Labungsmittel harrten. Kein Wunder, wenn deshalb manches Glas auf das Wohl des Geburtstagskindes geleert ward, wenn alle Festgäste einen fidelen Abend verlebten und erst seh? spät den Heimweg antraten. Gut Salz! ..City Bowling Association" organisirt. Vertreter von 20 hiesigen KegelClubs haben den Bestimmungen des Amer. Kegler Kongresses folgend eine hiesige Central Vereinigung" (City Bowling Association) organisirt und die folgenden temporären Beamten erwählt : Präsident, David G. Buddenbaum; 1. Vice-Präsident, William Bosson; 2. Vice-Präsioent. Robert Bryson; Sekretär, Frank E. Westcott; Schatzmei' ster, Olive Joneö; ExecutivRath: E. Heller, Otto Müller, Ora Cobler und W. O. BangS. Die permanente Organisation, resp. Beamtenwahl soll am 8. December in der 1. Jahresversammlung der neuen Vereinigung erfolgen. Ueber die Aufgaben dieser Verein! gung ist an dieser Stelle schon berichtet worden. Big 4 Route $19.80 rC., $19-80 Von Indianapolis und corresponoi' rende Raten von allen Punkten in Jndiana. serielle Gesellschaft, bestehend au der BickSburg Commission und Freunden, wird von Indianapolis am Freitag, 2. November, abfahren, um die Punkte zu besuchen, welche die Indian Regimenter wahrend der Belaaerunq besetzt h,elten Einzelne Fahtt Raten sind bevollmächtigt für diese Fahrt. Billette sind gültia vom Tage der Abfahrt, am 36. November, bis zur Rückfahrt, am 30. November, inklusive. Tiese Raten werden dem Publikum angeboten und Jedermann ist eingeladen sich der Reise-Eesellschaft anzuschließen. . Specielle Schlafwagen werden dem um 7. Uhr Nachm. abgebenden Zuge angehängt und laufen dieselben ohne Wechsel via Big Four bis Mattoon. JllS., und Illinois Central bis zum Endpunkte in MemphiS, um 8.35 Morgens in Bicksburg und um 6.35 Nachmittags am nächsten Tage in WemphiS anlangend. Für Raum in den Schlafwagen und für allgemeine Auskunft wenden Sie sich an H. C. A d a m i, Vorsitzender des Comites, oder an die Agenten der Big Four Bahn, No. 1 Ost Washington Str.. und Union Bahnhof, JndianavoliS. Tiezenige, welche anders keine Rundsahrt-Billette dieser Bah erhalten können, sollten nach Indianapolis kommen ltcibtxi 'tiex zu kaufen. . .' j H. n. Bron,on,

P b ? Wir sprechen in irgend einem Stadttheil für Wäsche vor. 224 W. Maryland. Beide Phonel 808. Frenzel iros., No. 1 W. Washington Str (Mchant8 National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Curovas. & 4WfFfisiürtf nach und von UlVUUll Europa. 2In- und verkauf ausländischen Geldes. Geld sparen ist eineGewohnheit Eine Gewohnheit wächst und -je mehr sie wächst, desto leich ter wird sie, und fortwährend vermehren sich die i , - , : ; 3 Prozent Zinsen Beginnt heute. Machen Sie sich keine Bedenken, wie wenig sparen Sie etwas ! 3n einem Jahr von jetzt werden Sie, sich wundern, warum Sie nicht früher begonnen haben.... Inäiana Trii8fr Co., Capital - 91,000,000 Ueberschuß . 200.000 Office: Jndiana Trust Gebäude. Ecke Washington Str. und Virginia Ave. Welche Stelle Wünschen Sie? wir bereiten Sie schnell vor ....als.... Cartonist, Buchhalter, Illustrator, Stenographist, Zeichner, Nechnungssührer, Zeitungs.Artist, . .Sekretär, ... . Schreiblehrer, . Telegraphist, Persönliche Qnterweisuug jedes einzelnen Studenten in seiner Klasse, Wir , können Ihnen zu einer Stelle behilflich sein. ; . 54. JahreS CnrfnS.Z Tretet jetzt ein. .Tag oder Abend. Sprechen Sie vor oder schreiben Sie für Einzelnheiten.' Indianapolis M iilüSIIIESS UIIIVERSin Eingang im When Gebäude. PhoneS 499. , E. J. Ileeb, ASs. I u Keilerei vor den Grand Opera Sause. ' Vor dem Grand Opera Hause" begann ; gestern Abend der Droschen kutscher Hany Whitman Streit mit dem Thürhüter JameS Weed, der ihm den Einlaß verweigerte,- und das Nesultat war, das Beide wegen Prü gelei gebucht wurden. Die Seilerei, bei der, Whitman den Kürzeren zsg, veranlatzte einen riesigen.T?kns:7.auf lauf.

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