Indiana Tribüne, Volume 27, Number 74, Indianapolis, Marion County, 17 November 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 17. November 1903.

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Bundcssenator Dietrich, Nebraska, unter Anklage d?r Bestechung.

Erfolg der socialistischen Delegalen aus der Bostoner Convention. Beginn der Debatte über die Cuba Vorlage im Abg. Hause. Nesultatlosc demokr. Versammlung über Canal-Frage. Straßenbahn-Gesellschaft in Chicago will kein Schiedsgericht. Nichter Gray Commisiar im San Tomingo Streite. Gouverneur Dnrbin als Besucher im Weisjen Hause. Bundes- Senator unter A n k l a g e. Omaha, Nebr. 16. Nov. Die Bundesgrandjury erho heute Abend Anklagen gegen Bundcssenator Chas. H. Dietrich und Postmeister Jacob gischer von Hastings, Nebr., wegen Bestechung und Verschwörung. Der Senator ist beschuldigt, von Fischer eine Bestechungssumme von $2500 an genommen zu haben, aus Grund welcher etzterer für das Postmeister-Amt in HastingS empfohlen wurde. Der Se nator weilt derzeit in Washington. Die social. Delegaten der A. F. L. Boston, 10. Nov. Die heutige. an sich langweilige (Sitzung der Con vention des Amer. ArbeiterVttbandes war durch 2 erregte Debatten belebt. ES handelt sich in dem einen Falle um Gewährung eines Freibriefes an Bei sicherungs-Agenten; nach längerer Discussion wurde die Frage dem ExecutivRath überwiesen. 'Es wird dies von den Delegaten als Fehlschlag deS Planes, die BersicherungS Agenten zu organisiren, betrachtet. Die zweite Debatte beschäftigte sich mit der in dem Berichte von Präsident Gomvers gemachten und vom Comite indossirten Bemerkung, es sei eine Pe riode geschäftlicher Depression im An zuge. Verschiedene Delegaten äußerten die Meinung, ein Rückgang sei nicht wahrscheinlich: allem die socialistischen Deleaaten bestanden darauf, dak die Prophezeiung des Präsidenten wahr sei, und der Bericht wurde angenommen. Vorbeugungsmaßregeln wurden ver langt, nicht blos durch die Organisa tion auf der Gewerkschastslinie, sondern auch durch Schaffung einer politischen Arbeiterorganisation. 5U oder meyr Antrage wuroen im Laufe des Tages erledigt, viele auf Schaffung von Organisationen für den Westen und Süden lautende an den Executivrath verwiesen. Ein Neger Delegat aus Nord-Carolina verlangte einen Organisator für den Süden, um Neger-Gewerkschaften zu bilden. Anerkennung durcb franzBotschafter. Washington, 16. Nov. Der franz. Botschafter Jusserand hat dem Gesandten von Panama, Bunau Varilla, mitgetheilt, er werde ihn mor. gen formell als Gesandten der neuen Republik anerkennen. Der Gesandte von Panama kündigt Abends an, daß das Bankhaus I. P. Morgan & Co. zum FiscalAgenten der Ver. Staaten in der Republik Panama.ernannt worden ist. Panama-Dokumente. Washington, 16. Nov. Der Präsident übermittelte dem Abgeord-neten-Hause heute die Correspondenz und andere amtliche Dokumente über die jüngste Revolution auf dem Jsth MUS von Panama, einem kürzlich vom Hause gefaßten Beschlusse entsprechend. Gray Schiedsrichter. Washington, 16. Nov. Ge sandter Powell hat dem Staatsdeparte ment mitgetheilt, daß die Regierung vonSanDomingo sich auf RichterGray von Delaware und Herrn Calvan von San'Domingo als Schiedsrichter zwi fchen der Regierung und der Jmprove ment Co. einigte. Pferde-Ausstellung. New York, 16. Nov. Im Madifon Square Garden wurde heute die berühmte Pferde Ausstellung, das Zeichcn zum Beginn der geschäftlichen Winter'Saison. eröffnet. Vom frühen Morgen ad spielten sich in dem riesigen Amphitheater belebte Scenen ab.

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aus. Washington. 16. Nov. Das Abgeordnetenhaus berietb heute über den Handelsvertrag mit Cuba. Abg. Dalzell (Rep., Pa.) beantragte Berathung der Vorlage unter Ausschluß anderer Geschäfte bis Donnerstag Nachmittag, wo ohne weitere Anträge abgestimmt werden soll. Der Minoritätsführer, Abgeordneter Williams von Mississippi, sprach gegen diese Geschäftsregel, die alle Rechte bei Berathung der Vorlage ausschließe, und empfahl das auf dem demokratischeu Caucus am Samstag angenommene Amendement. Jedoch wurde die Regel, nachdem noch De Armond (Demokrat) dagegen gesprochen, mit 176 gegen 155 Stimmen angenommen. Die Debatte über die Vorlage wurde vom Abgeordneten Payne (Rep.) eröffnete, der besonders betonte, daß unter Durchführung des Vertrages keine ein zige Industrie zu leiden haben werde. Abgeordneter Williams (Dem.. Miss.) stellte in Abrede, daß die Minorität eine Amendirung der Vorlage wünsche, um sie begraben zu können. An dem Umstände, daß die Vorlage heute noch nicht in Kraft sei. seien die Republikaner schuld. Nachdem Swanson (Dem. Va.) die Gefahren geschildert, welche unserem Ausland-Handel durch die neuen Tarisfe in anderen Ländern zur Wiedervergeltunz des Dingley Tariffs drohen, folgte Abg. Robinson (Ind.) mit einem Angriffe auf die republikanische Steuer-Politik, die er an der Hand eines Schatzamtsbericht als übermäßig bezeichnete. Abg. Crumpacker von Ind. brachte heute einen Antrag ein, der die Theilnähme am Lynchmord eines Ausländer mit Todesstrafe bedroht. Senat. W a sh ing t o n, 16. Nov. Im Senate wurden heute eine Reihe von Petitionen, die gegen das Verbleiben des Senators Smooth von Utah protestiren, entgegengenommen und dem Wahl-Comite überwiesen. In Erecutlv-Älkuna bestäüate der Senat heute eine Anzahl diplomati scher, richterlicher und militärischer No minationen. Unerschütterliches Ver. trauen. Washington. 16. Nov. Graf Cassini besprach mit Sekretär Hay in dessen Wohnung längere Zeit die Mandschurei-Frage und es kann gesagt werden, daß die Regierung, soweit Rußland in Betracht kommt, keine Be schränkungen des amerikanischen Han dels in der Mandschurei befürchtet. Präsident bei einer Kir chen-Feier. Washington. 16. Nov. An läßlich der Jahresfeier der historischen N. Y. Ave. Presbyterianer Kirche fand heute Abend eine öffentliche Ver sammlung statt, der zahlreiche Beamte. darunter der Präsident und Sekretär Hay, anwohnten. Beide hielten An sprachen. Po st. Betrugs. Proceß. C i n c i n n a t i, 16. Nov. Im Bun desdistrikts-Gericht begann heute der zweite Proceß gegen D. V. Miller von Terre Haute, den früheren Hilfsan walt im PostDepartement und Joses M. Johns von Rockoille. Ind. Die Angeklagten sind der Verschwörung be schuldigt, um eine Bestechungsfumme von dem Turf-Commissar Ryan zu er pressen. Im ersten Proceß konnte sich die Jury nicht einigen. Unter den heute vernommenenZeugen befand sich auch John I. Ryan, der stark belastende Aussagen besonders gegen JohnZ mzchte. Ermordet. Peoria, Jll., 16. Nov. May Venneaer, em lunaes caocyen aus Bishop, das man entführt glaubte. wurde heute in der Nähe ihrer Woh nung ermordet aufgefunden. DaS Mädchen hatte am Samstag mi V t w emem cacyoarsioyn slruooie einem ländlichen Feste beigewohnt und war seither verschwunden. Strubble'S Aus enthalt ist noch nicht bekannt. Zeigler soll sich verant Worten. Jefferson City, Mo., 16 Nov. Gouverneur Dockery richtete heut Abend an Gouverneur Odell von New York ein Gesuch um Rücksendung des Backpulver-Magnaten W. Zeigler nach Jefferson City, um sich wegen Anklage der Bestechung in Verbindung mit der Backpulver . Gesetzgebung zu verant Worten.

Verhandlungen in Korea.

Washington. 16. Nov. Eine Depesche an's Marine - Departement, die beute vom Kommandeur der asiati chen Station. Contre-Admiral EvanS, einlief, meldet die Abfahrt des Kreu zers Albany" von Yokohama, Japan, nach Chemulpo, dem Hafen der koreanischen Hauptstadt Seoul. Der amer. Gesandte Allen begibt sich dahin, um die Forderung Amerikas aul Oeffnung des koreanischen Hafens Viju am Yalu zu unterstützen. Gouverneur D u r b i n i m Weißen Hause. W a s h i n g t o n , 16. November. Gouverneur Durbin von jndiana erchien heute im Weißen Hause, hatte aber nur eine kurze Unterredung mit dem Präsidenten. Eine Verabredung ür später wurde getroffen. Vom Weißen Hause aus begab sich der Gouverneur in's Kriegsdeparte ment, um daselbst die Ansprüche des Staates Jndiana an die Bundesregierung wegen Ausrüstung er Jndiana-Miliz für die kürzlichen Manöver bei West Point, Ky., zu beprechen. Auf eine Frage bezüglich seiner gemeldeten Candidatur für die Nominaion zur Vice-Präsidentschast erwiderte Gouverneur Durbin, die Frage sei zeit ich noch zu entfernt, und seine Reise nach Washington sei in Geschäften, nicht wegen politischer Angelegenheiten unternommen. Hilss-Sekretär Oliver bemerkte, er habe seine Aufmerksamkeit aufjBesserunz deS Miliz-Verrechnungs-Systems mit der Regierung gerichtet; das Resultat werde nächster Tage in einem Circular angekündigt, das gemeinsame Verrechnung? Methoden für alle Staaten und Territorien aufstellt. Die Mitglieder der Jndiana Con-greß-Delegation waren heute Abend von Gouverneur Durbin zu einem Diner im New Willard Hotel geladen; nachher wohnte'! die Gesellschaft auf Einladung des Abg. Hemenway dem Auftreten Anna Held's im Columbia Theater bei. Dividenden des Ocl Trusts. New York. 16. Novbr. Die Standard Oil Co. von New Jersey hat eine Dividende von 812 per Aktie, zahlbar am 15. Dez., erklärt. ES bedeutet dies eme Erhöhung um $2 gegen die gleichzeitige Dividende des Vorjahres; die Gesammtdividende für das Jahr beträgt hierdurch 44 Procent, gegen 45 im letzten. Demokratische Senatoren. Washington, 16. Nov. Die demokratischen Senatoren hielten heute von 2 bis 5 Uhr eine Parteiversamm lung ab, konnten sich jedoch auf kein Programm über die Canal'Gesetzge bung einigen. Vier formelle Anträge wurden gestellt und zahlreiche Anregun gen m informeller Welse gemacht, es ließ sich aber kein Abkommen erzielen und der CaucuS vertagte sich, um auf den Ruf des Vorsitzenden Gorman sich wieder zu versammeln. Verschiedene Senatoren klagten bitter über den Mangel an Einigkeit und ver alicken die Haltung der Demokraten mit jener der Republikaner, welche zwei mal so viele Vertreter besäßen und doch einig seien, während man keine zwei Demokraten finde, die derselben Mei nung seien. Am längsten wurde über einen An trag des Senators Carmack von Tenne see debattirt. der Durchführung des gegenwärtigen Canal-Gesetzes durch de: Präsidenten empfahl. Als Gegen: wärtiges Gesetz" wird die Spooner Akte betrachtet und gemäß ihr habe der Prä sident zum Bau der Nicaragua und Costa Rica Route zu schreiten. Zr Gunsten dieses Antrags sprachen Car mack, DuboiZ, Teller, Blackburn, Pat terson u. Andere. Als Bekämpferdes Vorschlags traten namentlich die Se natoren Bacon, Clay und Cocrell auf. Es zeigte sich, daß ein so radikaler An trag die Minorität nicht unter einen Hut bringen könne. Senator Bacon beantragte ein Ta delsvotum für den Präsidenten wegen seiner angeblichen Unterstützung der Panama-Revolte, zugleich aber Unter stützung bei etwaigen Canal-Verhand langen mit der neuen Republik. Dieses andere Extrem wurde sofor abaelebnt und emrne Senator i ver ließen hier die Versammlung. ES wurden dann noch eine Anzah Compromiß Vorschläge angeregt Wahrscheinlich werden die Demokraten bei der Canal-Gesetzgebung nicht ge schloffen austreten, sondern Jede? na seiner eigenen Meinung handeln.

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Som Jnlande.

Interessant ist die Staistik, welche di: Bundesregierung über ,ie Ursache der Unterschlagungsverbrechen aufstellt. Von 4152 Fällen war das ückssviel für 3212 in erster Linie, und die Extravaganz des zaren Geschlechts, der Gattin, in 1875 Fällen hauptsächlich Schuld. Die Spielhäuser, die Nennplätze sind's also nicht allein, auch Jcecream und Pariser Moden. Als ein überaus tüchtiges Kriegsschiff hat sich das neuerdings fertig gewordene Schlachtschiff Missouri bewiesen. Bei semer an der Küste Neu-Englands, unternommenen Probefahrt entwickelte dasselbe trotz widrigen Wetters eine staunenswerthe Schnelligkeit. Der Kurs betrug 33 nautische Meilen und zurück, und das Schiff durchmaß diese Strecke so schnell, daß auf die Stunde etwa 18.05 Knoten kommen, die Zahl jedoch bei besserem Wetter wahrscheinlich auf 18.22 Knoten steigen und damit einen neuen Welt-Record für Schlachtschiffe schaffen wird. Ein Richter in La Crosse. Wis., hat entschieden, daß irgend ein Äcann, der Damen begleitet, das gesetzliche Necht habe, irgend eme Person anzugreifen, die sich beleidigende Bemerkungen über die Damen m seiner Begleitung zu machen erlaubt. Es handelte sich um den Fall von Walter McMullen und Martin Munsen. die wegen Schlägerei m Haft genommen waren. Es wurde nachgewiesen, daß McMullen zwei junge Damen insultirt hatte, welche Munsen am Sonntagabend von der Kirche nach Hause begleitete. Der Richter sagte, daß Munsen vollständig recht gehabt habe, McMüllen eine Lektion zu ertheilen, und sprach ihn ehrenvoll frei, während McMüllen mit einer schweren Geldbuße belegt wurde. Einer kielversprechenden Zukunft sieht ein Deutscher Namens Friedrich Berninhausen entgegen, der sich vor zwei Jahren zwei Meilen nördlich von Eldorado. Ja., 30 Acres billiges Land kaufte, das fast kein'anderer geschenkt haben wollte. Er bearbeitete das Land fleißig und zog Gemüse darauf, für welches er raschen Absatz in der Stadt fand, sodaß er sein Leben dabei fristete. Auf seinem Grundstück fand er dann einen Steinbruch, den er eröffnete, und die Steine fanden besseren Absatz und Gewinn, als sein Gemüse. Und jetzt hat man auf seinem Land einen besonders guten Lehm für Steingutwaaren gefunden: auch hat er einen Sand entdeckt, der sich speziell für Sandpapier eignet. Seine 30 Acker werthloses Land versprechen ihn somit noch zum reichen Mann zu machen. UeberwichtigeAenderungen in der überseeischen Postbeförderung wird aus New Nork berichtet: Während man in Dampferkreisen der Ansicht war, daß das agressive Vorgehen der Cunard Linie auf das Verhalten der Mercantile Marine Co. zurückzuführen sei, welche die Abfahrt der Dampfer der American Line vom Mittwoch auf den letzten Tag der Woche verlegt haben, wurde bestimmt erklärt, daß die Aenderung nach einer Consultation mit der Postbehörde vorgenommen und lediglich zur Erleichterung des Postdienstes eingeführt worden sei. Gegenwärtig fahren die Dampfer der American und der White Star Linie am Mittwoch ab. Die American Lnne hat in Folge ihre Contraktes mit der Regierung und weil sie See-Postamte eingerichtet hat, die Hauptmenge der Mittwochs - Post zu befördern, während die Cunarder am letzten Wochentage die Hauptpost befördern. Die American Linie hat See - Postämter und die White Star Linie wird solche demnächst einrichten, um die Beförderung der Post zu erleichtern. Die beiden stärksten Posten werden mit Dampfern abgehen, welche See - Posten an Bord haben. Die Amsterdamer Linie wird den Haupttheil der Posten von der Cunard Linie wegnehmen. GroßeAufregunarief die ser Tage in einem Kosthause in New Aork ein Mann Namens John Siebert hervor, als er wohl und munter in sein Zimmer trat, rn welchem seine Wir thin und eine Anzahl von Bekannten einen Sarg umstanden, der den Leichnam eines, Siebert täuschend ähnlich sehenden Mannes barg und auf emem. Metallplättchen Siebert's Namen trug. Siebert selbst stand vor Ueberraschung einen Augenblick still, als er die srappante Ähnlichkeit des Todten mit seiner eigenen Person bemerkte. Sein Erscheinen gab das Signal zu einer allgemeinen Panik. Der Mann, der ihn zuerst sah, stieß einen Schrei aus. und dieHauswirthin warf die Hände in die Hohe und siel m Ohnmacht. Alle waren der festen Ueberzeugung, daß hier ein Geist" sein Wesen treibe und es dauerte eine geraume Zeit, bis sich die Anwesenden soweit beruhigt hatten. um dem Todtgeglaubten die Hand geben zu können und ihm zu gratuliren, daß er noch am Leben sei. Die ganze Geschichte kam daher, daß am Abend vorher ein Mann in den Hudson gefallen war, der eine große Aehnlichkeit mit Siebert hatte, und da eine der Nachbarinnen denselben in dem Todten absolut sicher zu erkennen alaubte, so brachte man ihn in einem Sarge nach Siebert's Kosthause, wo er erwähnte Ausregung hervor

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