Indiana Tribüne, Volume 27, Number 73, Indianapolis, Marion County, 16 November 1903 — Page 6
Jltdiana Tribünc, IG November 1903.
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Europäische Nachrichten. Berlin. Der Vater des Dire?iors Jean Kren vom Thalia - Theater, Henry Crane, ist im Alter von 79 Iahren gestorben. Direktor Kren, der sich der deutschen Aussprache wegen nie englisch geschrieben hat,stammt aus der bekannten englischen Malerfamilie, deren bedeutendster Vertreter Walter Crane ist. Die Glocken der im Jahre 1713 errichteten und 1892 umgebauten Sophienkirche sind jetzt herabgenommen worden, 'da sie durch neue ersekt werden sollen. Das verdiente Mitglied des königlichen Schauspielhauses Arthur Vollmer ist nach einer ??estvorstellung des Manöverstücks Döberitz- im Opernhause vom Kaiser zum Hof schauspieler ernannt worden. Zugteich ist Vollmer auf's Neue für mehrere Jahre dem Schauspielhause verpflichtet worden. Nach einer Zahnoperation verstorben infolge Wundstarrkrampfes ist der 20jährige Walter Huber. Die Staatsanwaltschaft hat infolge erhaltener Anzeige eine Untersuchung des Vorganges eingeleitet. Auf eine schreckliche und zugleich sonderbare Weise ist der Produktenhändler Julius Zappe, Wolgastraße 6, gestorben. Er besaß an der Esplanade in der Grünthalerstraße ein Stück Gartenland mit einer Laube. Kürzlich suchte er seine kleine Besitzung auf, kehrte aber zur Verwunderung seiner
Vtngeyortgcn nicht zum Scklasen zurück. Seine erwachsenen Söhne gingen ihn suchen und fanden den alten Mann in einer Wassertonne, die neben er Laube einaearaben war. kovfüber als Leiche vor. Ein Selbstmord erchemt ausaeschlossen. auch für ein Verbrechen liegen keine Anzeichen vor. E wird vielmehr angenommen, daß ch tappe beim Wanerschopsen zu Welt vorgebeugt, kopfüber in die Tonne geturzt und ertrunken sei. Dem R icher entkam bat sich der Vuckbalter Adolf Klein aus Weißensee, der einem Glaswaarengeschäfte 2000 Mark unterschlug und mit der Beute flüchtig war. Wahrend Klem von der Knmlnalpolizei gesucht wurde, nahm er in einem Hotel im Centrum Wobnuna und vergiftete sich dort mit Morphium. VII das Zimmermädchen aufräumen wollte, fand es den Gast todt im Bette legen. D r i e s e n. Maurermeister V. Mögelin von hier war zur Jagd nach Neuanspach gefahren. Nach Beendigung der Jagd hatte er auf dem Jagdwagen Plak aenommen. ohne die noch im Gewehr steckende Patrone zu entfernen. Dicht vor der kiesiaen Stadt ollte im Sckükenbaus nock eine Erfrischung eingenommen werden. Beim Langen nach einer Selterflasche gerieth der Laus seines Gewehres direkt unter das Kinn Möaelins. Durch einen unglücklichen Zufall spannte sich der Hahn, und m nächsten Augenblick krachte der Schuft, der die Schlagader verletzte und in das Gehirn drang. Ehe die auf dem Wagen sitzenden Jagdgenossen recht wußten, was geschehen, sank Mogelln todt vom Wagen. Er hinterlaßt eme Krau und mehrere Kinder. ZZriedrichsfelde. Hier sind seit Kurzem zwei Kinder und ein junaer Mann spurlos verschwunden. Ein sechsjähriges Mädchen, die Tochter der ölnopke schen Eheleute, und der fünfjährige Willy Budratz sind vom Spielen auf der Straße nicht zurückgekehrt. Es fehlt jede Spur von ihnen. Der ebenfalls verminte junge Mann ist der 20jährige Sattlergeselle Br6e, der in dem Geschäft von Habermann thätig war. K a l a u. Aus einem Arbeiterwohnhause unweit der Anschlußbahn, die nach der Grub Renate" bei AI mahütte (Grube Ilse") führt, waren mehrere Kinder ohne Aufsicht nach dem Bahnkörper gegangen und spielttv., nichts ahnend, aus demGeleise, als ein Zug herankam. Die Bahnstrecke macht an dieser Stelle eine starke Biegung, und so konnte der Maschinenführet die Gruppe der Kinder mcht wahrnehmen, als der Zug schon aanz nahe war. Einige Kinder liefen noch rechtzeitig davon; zwei, die zweijährige Helene Traubese und der änderthalbjährige Rudolf Rollke, blieben zurück und wurden überfahren. Beiden Kindern wurde der Kopf vom Rumpfe getrennt. P a n k o w. Das 18jährige Dienstmädchen Bertha Struweske hatte die Abwesenheit ihrer Herrschaft benutzt, um in der Speisekammer zu naschen. Sie öffnete eine halb gefüllte Flasche, in der Meinung, daß sie Wein enthalte, und nahm davon einen tüchtigen Schluck, stürzte aber im selben Augenblicke auch schon zu Boden, wo sie sich !n heftigen Krämpfen herumwälzte. Sie hatte Benzin getrunken. Das Mädchen mußte nach dem Kreiskrantenhaus gebracht werden. Potsdam. Oberleutnant Frhr. v. Werthern vom hiesigen Garde - Jager - Bataillon, der sich mit seiner Abtheilung auf dem Durchmarsche z-.m Manöverfelde befand, stürzte kurz vor Jacobsdorf so unglücklich mit seinem Pferde, daß er außer einem Schädelbruche . noch Oberschenkel- und Armdrüche erlitt; sein Zustand ist besorgnißerregcnd. N e n t s ch e n. Die Kirchengemeinde hierselbst hat aus Anlaß des 100jährigen Bestehens ihrer Kirche vcm Kaiserpaar zur Erneuerung des
Gotteshauses ein Geschenk von 500
Mark erhalten. Frovinz Hstpreußen. Königsberg. Der Kaiser von Oesterreich verlieh dem Stabsarzt im Grenadier - Regiment König Friedrich Walhelm I., Dr. Bludau, das Ritterkreuz des Franz Joseph Ordens. B o y d e n. Daö ÄUgemetne Ehrenzeichen erhielt der Gutskämmerer Weiß. Braunsberg. Der hiesige Kriegerverein feierte das Fest seines 25jährigen Bestehens. Der 1878 mit 78 Mitgliedern gegründete Verein hat jetzt 265 Mitglieder; davon gehören 22 der Sanitätscolonne. 30 dem Gesangverein an. 18 gehören seit seiner Gründung zum Verein, darunter die Herren Fisch und Albert die ganzen 25 Jahre zum Vorstand. O st e rode. Auf der Eisenbahnstrecke Biessellen - Osterode ereignete sich ein tödtlicher Unglücksfall. Um an dem Confirmandenunterricht hierselbst theilzunehmen, benutzte die 15jährige Bahnwärterstochter Bertha Bohlander den Allensteiner Zug. Jedenfalls durch Anlehnen öffnete sich die Wagenthür. und das Mädchen stürzte " das Geleise und wurde am Kops lebensgefährlich verletzt. Nach dem hiesigen Krankenhause gebracht, starb das Mädchen. P e n k e n. Gutshofmeister Völkner erhielt das Allgemeine Ehrenzeichen. Schwarzort. Ein Vermächtniß ist dem hiesigen idyllischen Ostseebad zugefallen. Hochbetagt ist hier die Gutsbesitzerin Cäcilie Tein aus Warrischken in der Tilsiter Niederung verstorben. Fräulein Bein hat nun die ihr gehörige, prächtig gelegene und an Räumen reichen Villa letztwillig zu einem Lehrerinnenheim bestimmt, während eine zweite unmittelbar hinter der ersten am Waldrand im Bau befindliche Villa für die Zwecke eines Kinderheims eingerichtet werden soll. U s d a u. Die 25jährige Henriette Augustin wollte Wasser holen. Sie wurde auf dem Wege zum Brunnen von einigen Personen gewarnt, da sie. angetrunken war, schenkte aber den Warnungen kein Gehör. Beim Wasserschöpfen entfiel ihr wahrscheinlich der Eimer; als sie sich bückte, um ihn herauszuheben, fiel sie in den nicht allzutiefen Brunnen. Obwohl sofort Hülfe zur Stelle war, konnte die Augustin nur als Leiche herausgezogen werden. Vrovlnz ZVestpreußen. Danzig. Im Manövergelände bei Tuchel hat sich ein beklagenswerthe? Unfall dadurch ereignet, daß der Kanonier Belinger vom 36. ArtillerieRegiment mit dem Pferde stürzte und dabei so schwere Verletzungen erlitt, daß er in das hiesige Garnisonlazareth überliefert werden mußte. D o l k e n. Die unter einen Dach befindlichen Wohn- und Wirthschaftsgebäude der Kärtnerwittwe Otto brannten nieder. Graudcnz. Die Lehrer Sau-sel-Slupp und Zodrow - Roggenhausen feierten ihr 25jähriges Amtsjubiläum. Das Fest, welches im reich geschmückten Saale des Hotels Schloß Roggenhausen stattfand, brachte Gesang und Vorträge. Herr Ringel" Lessen feierte die Jubilare und überreichte Sausel eine goldene Uhrkette. Zodrow erhielt vom Lehrerverein ein Sofa. K a r t h a u s. Der hiesige Turnverein beging die Fcier seines dreißigjährigen Bestehens. Bei dem Festmahl brachte der stellvertretende Vorsitzende Vuchdruckereibesitzer Ehlers das Kaiserhoch aus. Sodann hielt der Vorsitzende Rechtsanwalt und Notar Hahn die Festrede. Später wurde im Saale des Karthäuser Hofes" geturnt und Pyramiden gestellt. K r o n z o. In dem Stall des Besitzers Franz Kaminski brach ein Brand aus, welcher schnell auch das benachbarte hölzerne Wohnhaus ergriff und beide Gebäude in Asche legte. Omulle. Besitzer Bielicki gerieth mit den Kleidern in das Getriebe seines Roßwerker und erlitt so schwere Verletzungen, daß er starb. Er war erst 47 Jahre alt und hinterläßt eine Wittwe mit elf Kindern. S ch w e tz. In Liedtkesfelde schlug der Blitz ohne zu zünden, in das Haus des Besitzers Julius Löhrke ein, beschädigte das Gebäude erheblich und erschlug den 17 Jahre alten Sohn. S t u h m. Gänzlich niedergebrannt sind das Wohnhaus und die Scheune des Windmühlenbesitzers Hoffmann im hiesigen Vorschloß, kurz nachdem Hoffmann das Wohnhaus verschlossen hatte und mit seiner Tochter ausgegangen war. Die Gebäude waren versichert. T h o r n. Von einer Lokomotive wurde auf dem Hauptbahnhofe der Arbeiter Rittersdorf überfahren und getödtet. Ritersdorf arbeitete auf dem Geleise, als eine Maschine herankam, welcher er ausweichen mußte. Er trat hierbei auf ein Nebengeleise, auf welchem in demselben Augenblick aus der anderen Richtung ebenfalls eine Lokomotive herankam, welche ihn erfaßte und furchtbar verstümmelte, so daß der Tod sofort eintrat. Rittersdorf war erst seit kurzer Zeit verheirathet. StarkesSelbstbewußts e l n. Gestern sah ich Deine frü here Gnädige in Trauerkleidung. Köchin: Thut mir leid, aber ich konn te wirklich nicht länger in ihrem Dien sie bleiben."
Allerlei fur'S w5. Fettränder auf Herren filzhüten, welche sich trotz der Schweißbänder vielfach einstellen, lassen sich verhüten, wenn ein Streifen FließpaPier eingelegt und öfter erneuert wird. Das Springen der Herdplatten zu verhüten. Gußeiferne Herdplatten bewahrt man vor dem-Zerspringen, wenn man sie, so oft als sie sich rothbraun gefärbt haben, mit etwas Fett einreibt. Mästen der Hühner. Um F:dervieh schnell zu mästen, verwende man statt des Wassers Milch, in welche man Weizenbrod einweicht.; es giebt dies eine vortreffliche Mast, auch wird dadurch ein sehr weißes, weiches und saftiges Fleisch erzielt. Um Ledersofas aufzufris ch e n, klopfe man sie tüchtig und wische den Staub herunter. Dann nehme man einen Wolllappen, tauche ihn in Terpentinspiritus und reibe das Leder gut mit ihm ab. Nickelaeschirre dürfen nicht
zur Aufbewahrung oder Bereitung saurer Nahrungsmittel benutzt werden, da Essigsäure, - saure Fruchtsäfte und Salzlösungen Nickelmetall auflösen. Nickelverbindungen sind dem Körper schädlich, und Bruchtheile von Grammen bringen schon Erbrechen hervor. Strumpfbänder. Kleinen Kindern sollte man keine Strumpfbänder anlegen, da diese höchst gesundhcitsschädlich wirken. Der dauernde Druck stört die Gewebe, auf die er sich erstreckt, in ihrer Ernährung, so daß in denselben dieStofferneuerung langsamer und unvollständiger vor sich geht; aber nicht nur die weichen Gewebe, sondern auch die Knochen werden auf diese Weise angegriffen. Dabei ist der Schaden bei einem Kinde, da sich dasselbe in der Entwickelung befindet, noch weit größer als bei erwachsenen Personen. Roßhaarezuwaschen. Man kocht die Roßhaare in weichem Wasser, unter Zusatz von etwas Soda eine Weile, spült sie sehr gut aus, breitet sie auf einer Unterlage dünn in der Sonne oder trockenen Luft aus, bis sie ganz trocken sind, und zupft sie sorgfältig aus. Hat man nicht so große Kessel, um eine große Quantität auf einmal zu bewältigen, so laßt sich dies sehr gut in kleinen Eintheilungen machen. Die Haare steigen beim Kochen auf. Beseitiauna von Bierfleck e n. Zur Beseitigung von Bierflecken aus Seide nehme man lauwarmes Wasser und reinen Spiritus (keinen Brennsplntus) zu gleichen Theilen, mit welcher Flüssigkeit man ein Schwämmchen oder weichen Lappen anfeuchtet. Mit diesem reibe man die betreffenden Stellen sorgfältig ab, bi die Flecke vorschwunden sind. Den nassen Stoff überdeckt man mit möglichst gleichfarbigem Alpaka und plättet ihn auf. Fensterleder wäscht matt nach dem Gebrauch in lauwarmem, starkem Seifenwasser. Ist das Leder rein, so drückt man es aus, spült es nochmals m starkem Seisenwa er aus und läßt es an einem schattigen Orte (weder am Ofen noch an oer Sonne) trocknen. Der zurückgebliebene Seifenrest bewahrt dem Leder die Geschmeidigkeit. Nach dem Trocknen wird das Leder tüchtig ausgezogen. Schwarzwollene Spitzen zu waschen. Man spannt die Cviken aerade und fest aus em Brettchen. kockt in Wasser gewöhnlichen Rauchtabak und legt dann die Spitzen in die heiße durchseihte Brühe, brno dieselben sehr schmukia. so ist es nötbia. sie vorsicktia mit einem weichen Bürstchen abzubürsten, sonst genügt gewöhnlich schon einHin- und Herschwenken desBrettchens in der Brühe. Dann legt man sie einige Minuten in lauwarmes Wasser, drückt sie so gut als möalick aus und büaelt sie noch. feucht zwischen zwei reinen Leinwandtüchern. Sind die Spitzen mit Perlen venavi, so legt man sie auf Flanell, bedeckt sie mit einem leinenen Tuch und bügelt sie trocken. Um Stockflecke aus Kupferstichen zu entfernen, wendet man folgendes Verfahren an: In ein Pint Werner aibt man 1 Unze vulverisirtes phosphorsaures Natron und bringt -"r - r I !,v,,k A?off Die iiojung zuiil hieven, ijiuu man sie in eine flache Schale, die nach ihrer Größe zur Aufnahme des zu reinigenden Bildes geeignet ist. und legt dies hinein. Je nach dem Zustande des Stiches läßt man ihn einige Stunden, hifnn es nötbia ist. auch einen bis zwei Tage in diesem Bade liegen, spült ihn dann mit aanz remem Wajer vorucytig ab und hängt ihn entweder zum ?ro?n au? oder leat ihn auf reines Fließpapiers Das Papier wird da- . i ? n vurcy Nicizr im gerrngucu uun,,1-', es ist nach dieser Prozedur völlig gereinigt, das Vergilbte und die entstellenden Stockflecke sind gänzlich verschwunden. Oleander werden in hellem. trockenem Keller oder an frostfreiem, nicht zu feuchtem Orte überwintert. Im Winter will der Oleander möglichst hell, dabei aber durchaus luftig und kühl stehen, da er sich in dumpfen Lokalen mit Schildläusen be deckt, von denen er nur schwer wieder zu befreien ist. Geranien und Amarellen bedürfen im Winter vollständig ger Ruhe in einem luftigen, nur eben frostfreien, wenn möglich etwas Hellem Raume bei spärlicher Bewässerung.
Bom Auölanvc.
EineAkademie z u r w i ssenschaftlichen Erforschung Grönlands befürwortet Dr. Georg Brandes in Copenhagen. Es soll danach in Grönland selbst ein wissenschaftliches Institut geschaffen werden, um die dänische Forschung im Polargebiet zu fördern und die werthvollen Ersahrungen auszunutzen, die durch die 40 seit 1876 nach Grönland entsandten Expeditionen gesammelt worden sind. Dr. Brandts erklärt, daß Grönland besser als irgend ein anderes Gebiet der arktischen Zone für wissenschaftlichc Arbeit geeignet sei, und er denkt dabei sowohl an die Beobachtung des Pflanzeniebcns wie an die Erkundung der großen Gletscher bezw. des Inlaildeises und vor allem auch an meteorologische Beobachtungen. Als praktische Folgen könnten sich die Entdeckungen neuer Fischgründe, der Fund nutzbarer Erze und die Verwerthunz von Wasserfällen zur Elektricitätserzeugung für industrielle Zwecke ergeben. Der Vorschlag geht dahin, als Sitz der Anstalt die Insel Disko in der Nähe der dänischen Colonie Godhaon in Nordgrönland zu wählen: die 5tcsten werden auf die mäßige Summe von 40.000 Mark geschätzt. DerMilchtropfen", heißt ein Stockholmer Verein zur Pflege armer kleiner Kinder, und er hat seinen Sitz in jenem proletarischen Stadttiertel Södermalm, das bisher den einzigen Sozialdemokraten in den schwedischen Reichstag entsandt hat, und dessen Zustände besonders auf dem Gebiet des Wohnungswesens Strindbergs Stockholmer Bohemeroman Das rothe Zimmer" drastisch darstellt. Die Säuglinge werden in der Vereinsanstalt zunächst gewogen; findet man sie, wie meist, zu leicht, dann erhalten die armen Mütter AnWeisungen auf unentgeltlichen Lezug von Kuhmilch u. s. w. Jetzt hat die Zarinwittwe in Petersburg eine internationale Ausstellung für Kinderpflege angeordnet, und ein Stockholmer Menschenfreund hat den oben erwähnten Verein zur Theilnahme an der Ausstellung an der Newa finanziell in den Stand gesetzt. Außer Saugslaschen, Kinderkleidern u. s. w. wird auch eine große Anzahl von Photographien aus Schweden nach Ruß land gesandt werden, ferner eine Wandkarte mit graphischer Darstellung der Gewichtszunahme an den von dem Milchtropfen" gepflegten Kin dern, ferner eine Sammlung einschlägiger Broschüren in deutscher, schwedlscher und russischer Sprache. Als der aus Korfu kommende Lloyddampfer Selene" unlängst vor Dulcigno ankerte, schifften sich vier angeblich nach Antivari reisende Albanesen ein. Sie wußten, daß an Bord sich ein nach Antivari heimreisender angesehener Montenegriner befand. In Korfu war auch der Leich nam des verstorbenen montenegrini schen Geschäftsträgers in Konstant!nopel, Bakic, eingeschifft worden. Nun ereiqnete sich twe blutige Scene. Die an Bord befindlichen Öfficiere, meh rere Leute der Bemannung und etwa dreißig Passagiere sahen zu, wie die montenegrinische Fahne und ein Kranz auf die Bahre Bakic's niedergelegt wurden. Plötzlich erblickte der Mon tenegriner die vier Albanesen, welche ihn Drohend ansahen. Zwischen ihnen bestand Blutrache. Der Montenegrlner begriff, was ihm bevorstand, wartete den Angriff nicht ab, sondern zog einen Revolver hervor und schoß dreimal. Ein Albanese stürzte. Als der Montenegriner die Waffe gegen die übrigen richten wollte, versetzte ihm einer seiner Widersacher von rückwärts einen Stockhieb auf den Kopf. Alle Albanesen feuerten Pistolenschüsse auf thn ab, bis er todt war. Der todte Montenegriner und der schwerverwundete Albanese wurden in Dulcigno ausgeschifft, die übrigen drei Albanesen vom Capitän der Polizei' ausgeliefert. Die theuer st en Menageriethiere der Gegenwart sind wohl fünf junge Voschusochsen, die kaum das Kälberalter überschritten haben und von Tromsö aus um den Betrag von $5W)0 den europäischen Thiergärten, so jenem in Schönbrunn (Wien), angeboten wurden. So interessant auch Moschusochsen, über deren Naturgeschichte die letzten Polarexpeditionen Peary's, Sverdrup's u. s. w. neues Licht verbreitet haben, zur Vervollständigung der Reihe der Urrinder in Schönbrunn wären, die durch Auerrinder aus Rußland und neuestens durch amerikanische Bisons lehrreich ergänzt wurde, ist kaum zu erwarten, daß das kaiserliche Oberhofmeisterami. dem bekanntlich der Schönbrunner Thiergarten untersteht, auf das hörrende Angebot reagiren wird. Die Moschusochsen stammen übrigens aus Grönland, von wo aus sie nacy Tromsö gebracht wurden. Die Art gehört selbstverständlich zu den größten Raritäten in europäischen Thiergärten. Gegenwärtig dürfte nur Kopenhagen im Besitze eines Exemplars des Moschusochsen sein. ... ,. I m m " Die gute Schwiegermutier. Wie. Mama, morgen, da mein Geburtstag ist. beabsichtigen Sie schon abzureisen?" Ich wollte Ihnen doch eine Geburtstagsüberraschung be-reiten!"
Seit Anfang dieses
Jahres wurde die Insel Sizilien von emer wahren Fluth falschen Geldes überschwemmt, ohne daß es den Behörden gelang, der Falschmünzer habhaft zu werden. Erst vor Kurzem glückte es, die Bande zu fassen, die in Syrakus, Catania, Palermo und Reggio ihre Werkstätten aufgeschlagen hatte. Das Centrum dieser Fabnkation scheint die Hauptstadt Calabriens gewesen zu sein, denn dort entdeckte man in der Wohnung eines gewissen Orsini nachgemachte italienische und ausländische Banknoten im Betrage von 140.000 Lire. Orsini scheint bei der Herstellung der lschen Banknoten stets guten Humor besessen zu haben, denn zu seinem besonderen Vergnügen änderte er die gebräuchlichen Jnschriften auf seinen 5 Lire-Scheinen ab. Anstatt Kiio d'Italia" ist auf Orsinis Noten zu lesen I!??0 ddla Follia", v. i. Königreich der Narrheit". Auch die Strafandrohung lautet auf den Falsifikaten anders als auf den Werthpapieren des Staates, denn der Banknotenfälscher leistet' sich den Satz: Das Gesetz bestraft die kleinen Kretins, welche falsche Banknoten verbreiten." Hinter Schloß und Riegel kommt Orsini vielleicht zu der Einsicht, daß er selbst ein großer Dummkopf war. Die Australier sind sonderbare Leute; zuerst lassen sie mich nicht hinein, weil ich keine weiße Haut habe; und wenn sie mich einmal haben, lassen sie mich nicht mehr los." So sagte der Sultan von Johore. als er nach Sydney zurückkehren mußte, nachdem der Dampfer Argus", der ihn nach Singapore bringen sollte, kurz nach Ausfahrt aus Sydney angerannt wurde und gesunken wäre, wenn er nicht schleunigst nach dem flachen Ufer gefahren wäre. Der Dampfer Argus" hatte werthvolle Pferde - Einsause des Sultans in Australien an Bord. Dieselben wurden auf den Dampfer Clitus" gebracht und sind nun glücklich in Singapore angekommen. Weniger Glück hatte der Sultan indessen mit seinen anderen Einkäusen". Er engagirte nämlich in Australien zwei bildhübsche, junge Mädchen als Typewriters (!) für Johore. Als dieselben inSingapore eintrafen, wurde ihnen, ehe sie den Dampfer verließen, von der Polizei klar gemacht, daß die in Johore gebräuchliche Sprache, nämlich malayisch und chinesisch, sich mit den bis jetzt erfundenen SchreibMaschinen nicht zu Papier bringen lasse, weshalb ihre Dienste als Typewriters kaum in Anwendung kommen dürften; es wurde denselben gerathen, sofort nach Australien zurückzukehren, was sie auch thaten. Ueber den Brand des Alpenortes Basön im Taminerthale wird Folgendes berichtet: Das Dorf, das aus ärmlichen Holzhäusern bestand, ist dem Boden gleich, nur von der Kirche stehen die Mauern. In zwei Stunden war alles eingeäschert; die Bewohner konnten nur das nackte Leben retten. Sechzehn Wohnhäuser und achtzehn Scheunen verbrannten; viele Familien sind mit fünfzig Kindern obdachlos. Gerettet wurde, so gut wie nichts; zum Theil mußten die Bewohner halb bekleidet flüchten. An ein Löschen war nicht zu denken. Zu dem Brunnen mitten im Ort zu gelangen, war der Hitz: wegen unmöglich; Hydranten fehlten in dem Dorfchen, das abseits jedes Verkehrs liegt. Der Anblick kurz nach der Katastrophe war furchtbar; rauchende Trümmern und verkohlte Thierleichen allerorten, überall Leute, die vor ihren Heimwesen weinend standen. ilrlkgoyccr und Photographlt. Nach den Plänen von General A. W. Greely wird künftig die Photographie in unserem Armeedlenst, und speciell im Signaldienst, eine bedeutendere Rolle spielen, als je zuvor. T?nn es ist beabsichtigt, daß die Regierung in den dauernden Besitz photographischer Aufnahme aller Ereignisse und Scenen kommen soll, die eine militärische Wichtigkeit haben. Es ist damit in weiter Ferne, nämlich in Alaska und auf den Philippi-nen-Jnseln, schon begonnen worden. Die Sergeanten der in diesen Regionen bediensteten Signal-Corps sind mit vollständiger photographischer Ausrüstung versehen und haben die Weisung, die Produkte derselben nach der Lundeshauptstadt zu senden; auch sind ihnen nähere Instruktionen über die Auswahl der Gegenstände und Vorkommnisse für photographische Aufnähme gegeben. Und innerhalb des Complexes der Ver. Staaten selbst soll jetzt das nämliche System durchgeführt werden. Da gibt es genug Dinge, welche man der photographischen Verewigung entschieden für werth hält, namentlich in Verbindung mit den Manövern im Westen und Osten, die in immer größerem Maße entwickelt werden. Bereits hat das SignalCorps zwölf photographische Ausrüstungen zu diesem Zwecke angekauft, und man erwartet sehr nützliche Ergebnisse davon in mehr als einer BeZiehung Ein Ballen Baumwolle von 400 Pfund wird durch einen Druck von 5 Millionen Pfund zu 16 Cubikfuk Rauminhalt zusammengepreßt.
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