Indiana Tribüne, Volume 27, Number 72, Indianapolis, Marion County, 14 November 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten. Schwctz. Bern. Beim Edelweißsuchen auf der Arnischsluthen (Berner Oberland), stürzte Obermeyer aus Erlenbach (Kanton Bern) ab; er wurde mit zerschmettertem Kopfe und gebrochenen Beinen todt aufaefunden. Auf der Monbijoustraße gerieth der bei Spediteur Hirter angestellte 42jährige Fuhrmann Fischer unter einen Wagen; beide Beine wurden ihm abgefahren. Hirter ist gestorben; er hinterläßt eine Frau mit zwei kleinen Kindern. A s u e l. Leim Anfeuern mit Petroleum verbrannte eine Frau in den bchen Jahren, Annette Adaite. so schwer, daß sie den Geist aufgab. Sie hinterließ vier Kinder. Basel. In der Wichsefabrik . Kurz an der Hegenheimerstraße entstand durch Erplosion eines Benzinfasses Großfeuer. Das Fabrikgegebäude brannte vollständig nieder. Ehaux-de-Fonds. Ein Bureauangestellter. Namens Karl Kirchhofer. gab in der Wohnung des Nentier Schmidiger aus nickt besannten Gründen zwei Nevolverschüsse auf ihn ab. die den sofortigen Tod zur Folge hatten. Kirchhofer wurde derhaftet und in's Gefängniß geführt; es ist ein junger Mann' von ungefähr 25 Jahren, der sich in letzter Zeit dem Trunke eraab und aus diesem Gründe
aus seiner Stelle in einem Advokaturbureau entlassen wurde. Es ist festgestellt, daß er im Momente der That betrunken war. Hesterreick-?lLgrtt. Wien. Der bekannte Bolkssänger und Direktor einer Singspielhallengesellschaft, Willy Halm rocte Wilhelm Winkler, hat sich in seiner Wohnung in der Kinserstraße am Neubau mit Eyankali vergiftet. Halm war 34 Jahre alt und seit einer Reihe von Jahren mit der Volkssängerin Terczi Werner, mit der er zuerst im Duett aufgetreten war, verheirathet. In der Export - Malzfabrik der Firma Hauser und Sobotka brach Feuer aus. Der Brand ergriff die Materialwaarenmagazine und erstreckte sich alsbald auch auf die Werkstätten. Der Schaden ist beträchtlich. In seiner Wohnung in der Lazarethgasse No. 16 im neunten Bezirk hat der Privatier August Domladis seinem Leben durch Erhängen ein Ende bereitet. Domladis, ein 32jähriger Mann, besaß ein ziemlich großes Vermögen, das er in der letzten Zeit im Börsenspiel fast gänzlich verlor. Ein frecher Einbruch ist beim Goldschmied Naftali Gestring in Ottakrmg, Hollerplatz No. 9, verübt worden. In dem Juwelengeschäfte war die ganze Auslage ausgeräumt. Etuis und Behälter waren durcheinander geworfen und durchwegs leer. Der Polizei gelang es, die aus 6 Köpfen bestehende Einbrecherbande festzunehmen, die Schmucksachen wurden fast sämmtlich wiedererlangt. In be rauschtem Zustande sprang der 30jah rigc Schuhmachergehilfe Geza Nemeth vom Donau - Kanalufer in's Wasser und ertrank. L e i t m e r i tz. Professor Robert Klutschak verschied hier im 81. Lebensjahre. Derselbe war als NaturHistoriker und als einer der besten Kenner des böhmischen Mittelgebirges bekannt. Traunkirchen. Hier fand das 60jährige Priestecjubiläum des geistlichen Rathes und Pfarrers Becker statt, aus welchem Anlasse der Kaife? dem Jubilar das goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen hat. Der kirchlichen Feier, bei welcher Universitätsprofessor P. Eölestin Wolfsgruber als Festprediger fungirte, wohnten die Behörden und viele Andächtige bei. B o r a u. Im hiesigen Stifte verschied Jsidor Allinger im 84. Lebensjähre. Wiener-Neustadt. Während der vorgenommenen Jnspizirung des hiesigen 5. Dragoner - Regiments durch den Corpscommandanten G. d. K. Grafen Uexküll-Gyllenband stürzte am Exerzierplatz der Dragoner Franz Hohltschuh der 6. Eskadron vom Pferde. Des Pferd stürzte auf ihn, wodurch Hohltschuh einen mehrfachen Rippenbruch und schwere innere Verletzungen erlitt. Er wurde in's Truppenspital transportirt. Beinah College. A.: Der Meyer soll vollständig heruntergekommen sein und jetzt eine Stelle als Thürsteher bei einem hiesigen Tingeltangel haben. B.: Nun, der Unterschied ist doch nicht groß. Früher war er Weinreisender und jetzt ist er Reinweisender! Das Glück der Ehe. Ich hörte. Sie hätten geheirathet?" Ja, die Unordnung war schrecklich, bm immer mit abgerissenen Knöpfen herumgelaufen." Na und jetzt?" Jetzt nähe ich sie mir an!" Verschnappt. Herr: Sie stehen doch Sonntags immer an der Kirche und betteln; ist Ihr Mann nicht blind? Frau: Jawohl. . .jeden Sonntag! Seine Grundsätze. A.: Herr Professor, möchten Sie mir nicht dieses Buch auf einige Tage leihen? Professor: Bedaure, ich verleihe gründsätzlich keine Bücker, weil man selten eins wiederbekommt; dieses verleihe, ich schon garnicht, denn das hab' ich mir selbst vor einem Jahr geliehen.
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von keiner Medizin auf Erden, als Regulator der Perioden und Nervenstiller übertrafen werden. Nervosität herannahenden Wahnsinnes, und wenn nicht gleich Hilfe verschafft wird, so kann das Leiden nur sein Ende im
(den. Mit einer solchen Prospektive vor ihren Augen, kann keine leidende Frau vernünftigerweise sich weigern, den AVine of cardui zu probircn. Er bewirkt eine 5iur. die Tausende von Frauen vergebens gesucht haben. Wollt Ihr Euch eine Flasche des Vslne of Cardui heute
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Eine Misischjagd in Zlen-Ziid-Male v. LZon B. G. In den Häfen von Sidney und Port-Philip wimmelt es von Haifischen. Diese Seeungeheuer sind und waren auch früher dort so zahlreich vertreten, daß die Briten sie zur Zeit der englischen Strafcolonie in Australien als die geeignetesten Wächter betrachteten, um das Entfliehen der Deportirten zu verhüten. Ich habe in verschiedenen Erdtheilen in Aden, in Padang, an der berüchtigten Ostküste Süd-Afrikas Haifische gesehen, aber nirgends solche große Bestien, wie in den australischen Gewässern. Ein mir befreundeter Engländer und ich beschlossen eines Tags hauptsächlich aus Lust am Sport , Jagd auf die Raubthiere zu machen. Obendrein sind bekanntlich die Chinesen große Liebhaber von Haifischflossensuppe, und da in Sydney Tausende von bezopften Söhnen des himmlischen Reiches wohnen, so hofften wir auch durch einen guten Fang wenigstens die uns entstandenen Unkosten herauszuschlagen. Wir mietheten ein sogenanntes Fangboot, eine für unsere Zwecke besonders geeignete Schaluppe, ähnlich den an Bord der großen Dampfer besindlichen Rettungsboote, welche schwer kentern. Mein Freund war früher Seemann gewesen, und auch ich war in der Bedienung eines solchen Fahrzeuges nicht ganz unbewandert. Daher beschlossen wir die Fahrt, ohne RuderMannschaft, allein zu machen. Wir nahmen nur noch den Eigenthümer des Bootes, den alten Jack, mit, damit, wenn uns Onkel Vlasius" im Stich ließ, wenigstens zwei Riemen bedient werden konnten. Wir wählten nun einen Tag. nachdem uns der Wind nach menschlicher Berechnung günstig sein mußte und nahmen folgenden Proviant mit: Schinken, gekochte Eier. Brot, eine Flasche Whisky und ein Fäßchen mit Trinkwaner. ferner einen .aifiscknaken mit starker Drahttrosse, zwei vier2?mige Angel (die, wenn sie einmal Halt gefunden haben, nicht wieder loslassen) und ein Repetiergewehr mit Munition. Die Schaluppe war noch neu und besonders stark gebaut, was uns, wie der Leser sehen wird, auf unserer Jagd sehr zu statten kam und vielleicht das Leben gerettet hat. Wir hatten schließlich zehn Pfund frischen Speck als Köder mitgenommen und bei frischer Brise, der wir unsere ganze Segelfläche darboten, schössen wir ins offene Meer hinaus. Die Seeluft machte uns tüchtigen ApPetit und als wir eine Sandbank erreicht hatten, die bei Ebbe zwei, bei Fluth aber manchmal 5 6 Fuß unter Wasser liegt, ließen wir unsere Anker fallen und stärkten uns für die bevorstehenden Strapazen durch einen guten Imbiß und kräftigen Zug aus der Whisky - Flasche. Dann befestigten wir den vierten Theil unseres Speckes an dem Haken und warfen diesen über Bord durch ein daran befestigtes Stück Holz wurde der Köder an der Oberfläche des Wassers schwimmend erhalten und luden das Gewehr. Wir warteten eine Stunde, zwei Stunden, aber wiewohl Haifische in der Nähe waren, biß doch keiner an. Inzwischen hatten aber allerhand Fische kleinen Kalibers den Köder weggefressen, so daß wir ein neues Stück Speck festmachen mußten. Nun endlich! Jawohl, da kam ein großer Haifisch angeschwommen, es war unheimlich, wie er mit seiner großen dunklen Rückenflosse die See durchfurchte, die kleine Gesellschaft stob auseinander. Happ" machte die Bestie, während sie sich auf die Seite warf und Köder mit Haken waren im Rachen des Ungeheuers verschwunden! Ich stand breitbeinig mit dem Gewehr bereit und sowie der Hai zuae
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No. 2807 Locuft Straße. St. Louis, Mo., den 29. März. 1V0Z. Ich war ein Opser von Schlaflosigkeit und Lufzerster Nervosität, achtzehn Monate lang nicht im Etande. eine gute Nachtruhe zu genießen, und war beständig müde und auf's Acußcrste erschöpft. Ich gerieth leicht in Zorn und wurde bei der geringsten Veranlassung lzizsterisch. aber der Wine os Cardal verschaffte mir erstaun liche Erleichterung. Innerhalb einer Woche, nachdem ich dessen Gebrauch begann, erlebte ich die erste wirtlich gute Nachtruhe seit Monaten. Mein Appetit kehrte wieder zurück, mein Chstein war gestärkt, und don Ncr dosität war keine Spur r:ehr vorhanden. ES macht mir das größt Vergnügen, tle Heilkraft Ihrer M jff f " Gesundheit gebenden Medizin anzuerkennen, und empfehle ich ylntAAAJLQ (j&t j&S
dieselbe don ganzem Herzen.
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Wir mochten Ihre Aufmerksamkeit auf .die voNständige und augenblickliche Heilung lenken, die Frau Best erlangte, indem sie den Vine os Cardui nahm. Innerhalb einer Woche, nachdem sie dessen Gebrauch begonnen, schlief Frau Best zum ersten Male gut und fest in achtzehn Monaten. Ihre Rastlosigkeit war durch Nervosität verursacht, und kann der Wine ok Larau!
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schnappt hatte, schoß ich ihm in den Kopf, fo daß das Blut herausspritzte. Nun gab es aber an unserer Schaluppe ein paar Nucke, welche das Schifflein in allen Fugen krachen machte und wäre es nicht so stark und !?. solide gebaut gewesen, so hätte es davongekommen. Glücklicherweise ist ein solches Thier zu solchen Unternehmungen nicht intelligent genug. Vielmehr riß er sich den Haken immer tiefer in seine Eingeweide hinein. Zuletzt noch eine gewaltige Zuckung des mächtigen 15 Fuß langen Körpers, ein ins Wasser klatschender Schlag des Schwanzes, noch einmal ein Aufreißen des gräßlichen, mit mehreren Reihen fingerlanger, ineinandergreifender Zähne gespickten Rachens, dann schloß sich dieser knarrend, und bewegungslos, von menschlicher Intelligenz überwunden, lag der Hai da. Aber in meinem Leben geh ich nicht wieder in einem solchen Bootchen auf die Haifischjagd. Wer an die Gefahr nicht glaubt, der probiere es nur selbst einmal aus. Mit unserer Beute im Schlepptau, gingen wir nun unter Segel, um zu landen. Das Thier blutete noch immer gewaltig, so daß unsere Kiellinie ganz roth schimmerte. Dadurch wurden zahlreiche andere Haifische angelockt, die ihren todten Collegen sicher zerrissen und verschlungen hätten, wenn ich nicht jedem, der in Schußnähe kam, eine blaue Bohne in den Leib gejagd hätte. Die Getroffenen machten sich eiligst aus dem Staube und müssen an der Wunde langsam zu Grunde gehen,' denn es setzen sich darin alle erdenklichen kleinen Seethiere fest, welche sich allmählich in den Leib hineinfressen. An diesen Schmarotzern stirbt das Raubthier eines elenden Todes. Als wir in Sidney landeten, zogen wir mit Hilfe vieler Freiwilliger das riesige Thier auf den Strand, schnitten die große dreieckigeRllckenflosse und die anderen Flossen ab, nahmen sie mit und überließen unseren freiwilli gen Helfern alles Uebrige, wovon wohl mancher ein Haifischsteakchen mit nach Hause gebracht hat. Ich für mein Theil danke höflichst für Haifischfleisch, es ist thranig, zaqe und schmeckt widerlich. Auch im Magen unseres Haifisches wurden alle möglichen unverdaulichen Gegenstände gefunden, aber nichts.was von einem etwa verschlungenen Menfchen hätte herrühren können. Die berüchtigten kupfernen, von Matrosenjacken herstammenden Knöpfe fehlten.. Aber selbst wenn solche Gegenstände im Magen gefunden werden, so ist das durchaus kein Beweis, daß der Hai einen Matrosen verschlungen hat. Die Knöpfe können z. B. aus einem Nähsäckchen stammen, das übeZ Bord gefallen ist. Die Haifische folgen den Schiffen bekanntlich unverossen taaelana und schnappen nach der an der Trosse rasende Hai auseinandergerissen. Ich gab ohne Pause Schnellfeuer ab, schoß immer in den bald auf- bald untertauchenden Kopf hinein, so schwer es mir auch wurde, mich bei der starken Bewegung des hin- und hergerissenen Bootes auf den Beinen zu erhalten und ordentlich zu zielen. Bei der kurzen Distance war jedoch an ein Fehlen des Objektes fast nicht zu denken. Erst nach der siebenten Kugel war das Monstrum todt. Der vorausgehende Todeskampf war entsetzlich. Die Bestie sprang manchmal mit dem halben Körper über Wasser und brüllte, gurgelte und schnaufte dann wie ein Stier. Sie schlug mit dem Schwänze um sich, daß das Wasser schäumte und das aus sieben Wunden rieselnde Blut färbte die See um . uns roth. Ehrlich muß ich sagen, daß mir bei diesem Rencontre nicht gerade angenehm zu Muthe war. Hätte sich der Haifisch, anstatt immer an der Trosse zu reißen, gegen unser Boot gewendet, dasselbe attackirt, z. B. mit seinem Schwänze bearbeitet oder wäre er darunter getaucht, um es koch zu heben und umzuwerfen, so wären wir schwerlich mit dem Leben.
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' ' . - MUMaAMMl Allem, was über Bord ' fallt. Auf Prüfung des Nährwerthes oder der Verdaulichkeit des am Rachen vorbeihuschenden Gegenstandes kann sich eine solche gefräßige Kreatur unmöglich einlassen. EinebenausderStrafanstalt Thorbcrg entlassener Sträfling, der nach Bern gekommen war und seine wiedergewonnene Freiheit allzusehr mit dem Becher gefeiert hatte, näherte sich während der Nacht der Mauer des Berner Bärenzwingers. Die zottigen Gesellen der Abtheilung für die jungen Bären, die auf der Tanne sich schlafen gelegt hatten, wurden durch einen plötzlichen schwcren Fall aufgeschreckt. Der Mann hatte sich über die Brüstung gelehnt und war wie ein Kartoffelsack in den Zwinger hinuntergefallen. Er schaute verwundert um sich. Die jungen Vären hatien Reißaus auf die Spitze des Baumes genommen, und als der Vetrunkene keine Gefahr mehr wahrnahm, legte er sich unter der Tanne zu süßem Schlummer hin. Vor Tagesanbruch erwachte er und erkannte seine gefährliche Lage. Er wendete sich nach dem Gitter am vorspringenden Theil des Gebäudes, kletterte dort auf die Mauer und heulte wie ein Besessener. Wenn die 21 Monate alten Bären im Jugendzwinger nicht blutgierig gewesen waren, so waren es um so mehr die großen Bären auf der anderen Seite des Grabens, die sich aufrichteten, und mit ausgestreckten Tatzen das Opfer zu fassen suchten. Die alte, dreiundzwanzigjährige Bärenmutte?, die schon einmal, vor etwa sieben Iah, ren. Menschenfleisch gekostet hat, fletschte mit den Zahnen, ui d die drei anderen knurrten wüthend. Als der Bärcnwärter Vigler vom Innern des Zwingers aus mit der Leiter zu Hülfe kam, da war der Mann auf der Mauer lieinahe ohnmächtig. Der Wärter holte ihn herunter und sperrte ihn ein. . .. - - Verrechnet. Bettler: Bitte um eine kleine Unterstützung, lieber Herr; ich habe zu Hause fünf unerzogene Kinder, lauter Zwillinge." Verschnappt. Prinzipal: Ich bitt' Sie um Alles in der Welt, gewöhnen Sie sich ab, bei der Arbeit zu pfeifen das macht mich nervös!" Commis: Aber ich arbeit' ja gar nicht, ich pfeife nur!" Zeitgemäß. Soeben erfahre ich von einem mir bekannten Herrn der Polizei, daß die CensurbeHorde von einem Aufführungsverbot Deines Dramas nun doch Abstand nimmt!" Himmelsapperlot, so ein Pech!" Wachsen, Blühen und Gedeihen. Fremder: Ich begreife nicht, wie man in den Prospekten von so einem elenden Nest sagen kann: der reizende Ort ist im Aufblühen begriffen." Einheimischer: Na, sehen Sie denn nicht, daß sogar in den Gassen Gras wächst?" SüßeEintracht" Ich habe gehört, in der gestrigen Vereinssitzung soll's großen Krawall gegeben haben." Da sind Sie schlecht berichtet blos drei Theilnehmer haben dem Präsidenten einige Löcher in den Kopf geschlagen, aber wir haben sie einfach rausgeworfen und Alles war in scbönster Ruhe und Harmonie." Grausam. Verschuldete? Heirathscandidat: j,Denk Dir, die reiche Wittwe hat mir auf meinen Heirathsantrag einen Korb gegeben, während sie Coupons abschnitt!" Jmmergemüthlich. Gast: Donnerwetter! Kellner, jetzt wart' ich schon fast eine Stunde auf mein Bier!" Kellner: Ja, ja, man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht." Ein wirthschaftlicher Mann. Wieviel Wirthschaft geld gibt Ihnen denn Ihr Mann?" Das kommt ganz darauf n, wieviel er für seine Wirthschaften braucht."
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Ladies of Honor, No. 97. und Hysterie sind Warnungen Irrenhause oder im Grabe finoi carüui. Englische Schülcrscucrwrhrcn. JweSenisprechenSe Borkekrunge zu? Rettung ns Stählung der Nerven. In den meisten Schulen Englands sind ungemein zweckentsprechende Vorkehrungen gegen die Feuersgefahr getroffen. Gewöhnlich ist eine wirch? Schülerfeuerwehr vorhanden, die in vielen Städten auch bei -Bränden, die außerhalb des Schulgebäudes stattfinden, mit dr städtischen Feuerwehr zusammen ausrückt. In den Mädchenschulen hat man ebenfalls angefangen. Feuerwehren einzurichten, die sich auch in den verschiedenen Fällen bewährt Hzben. In London gibt es eine große Firma, die Feuerwehr - Utensilien, Spritzen und dergleichen speziell für Schulen baut und diese so einrichtet, daß sie auch von nicht besonders kräftigen Knaben und von Mädchen gebraucht werden können. Gewöhnlich sind diese Schülerseuerwehren so organisirt, daß alle zu der Schule gehörigen Schüler in dem allgemeinen Dienst unterrichtet werden, und daß dann der Leiter dieser Uebungen die besten und geeignetsten für die Bedienung der Spritzen, das Anlegen von Leitern und so weiter aussucht. Alles ist so eingedrillt, daß innerhalb zwei Minuten nach Ausbruch eines Feuers die Feuerwehr ausrücken kann. Die Ausbildung geschieht natürlich ganz in der Weise, wie die der FeuerWehrleute der großen städtischen Feuerwehren. In jeder Woche werden minbestens ein bis zwei Stunden auf diesen Dienst verwendet und zwar wird besondere Aufmerksamkeit darauf gerichtet, daß die Knaben. und Mädchen lernen, durch Rauch bewußtlos gewordene Kameraden aus dem brennenden Haus herauszubringen. Ganz besonderen Werth legt man neuerdings auf die Ausbildung im Gebrauch des 'Sprungtuches, das schließlich ja immer eines der Hauptmittel zur Rettung aus brennenden Häusern bleibt und nebenbei eine ausgezeichnete körperliche Uebung ist und die Nerven stärkt, denn bei den Uebungen müssen nach den Vorschriften immer wieder Sprünge aus ziemlich hohen Fenstern gewagt wenden. Eine der besten Schülerfeuerwehren Englands besitzt die Warehousemen and Clerks' School" in Purley. In jedem Schlafraum diefer großen Schule befinden sich neben den gewöhnlichen Feuerwehrgegenständen Leitern und Tuchxöhren, vermittelst deren die Infassen des Zimmers im Fall eines Feuers schnell entkommen können. Das Herauslassen durch die Röhre wird so sehr geübt, daß ungefähr 20 Personen innerhalb einer Minute durch diese zu entkommen vermögen. Damit die Röhre aber von den Schülern nicht auch einmal zu nächtlichen Exkursionen benutzt werden, ist die Sache so eingerichtet, daß, wenn die Röhre zum Gebrauch hergerichtet wird, eine elektrische Klingel die Aufseher des Hauses weckt. Diese Tuchröhren haben oben einen aus festem Stahl gearbeiteten Ring, der sich leicht in eine an jedem Fenster angebrachte Einrichtung befestigen läßt. Man springt dann oben hinein und läßt sich, indem man Kniee und Ellenbogen als Bremse benutzt, hinuntergleiten. Die zuerst unten Angekommenen halten dann das Tuch so. daß die Anderen bequem und schneller hintereinander herunterkommen können. Der deutsche Thaler. Wegen des zunehmenden Mangels an Silbergeld bereitet die deutsche Reichsbank die Wiederausgabe von Thalern vor. Die Einziehung der Thaler erfolgte zu rasch, ehe dem Verkehr neue Silbermllnze zugeführt war. Die Klagen über die eingetretene Kontraktion, welche sich stellenweise in der allerempfindlichsten Weise fühlbar gemacht hat. sind so massenhaft erklungen und für so durchaus berechtigt befunden worden, daß von maßgebender Seite schleunige Remedur angeordnet worden ist. Der endgiltige Uebergang von der hinkenden zur reinen GoldWährung wird dadurch abermals ver-zcert.
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