Indiana Tribüne, Volume 27, Number 72, Indianapolis, Marion County, 14 November 1903 — Page 5

Jndiana Tribüne, VI. November 1903.

Im alten Thnr

Von Fr. W. Jiri'tgcr. Ta stand er sch?n wZede? vor dir hohen Umzäunung, der junge Mann. Wohl viermal bereits hatte er sich durch das dichte Gestrüpp hindurch gearbeitet, und immer wieder hemmte ihn das Gitter des Lattenzauns am Vorwärtsdringen. Paul hatte es sich ader einmal in den Kopf gesetzt, den altersgrauen Thurm da drüben auf der Höhe in Augenschein zu nahmen und was er sich vornahm, das führt: er auch sicher durch. So warf er denn entschlossen Hut, Ränzel und Stock hinüber, und einen Augenblick später stand er wohlbehalten jenscitb der Einzäunung. Die wohlgepflegten Wege verriethen Paul, dem neugebackenen Assessor, daß er in Privatbesitz eingedrungen war, doch das machte ihm wenw Sorg?, leg doch jetzt der Weg zum Thurm frei. In wenigen Minuten hatte er sein Ziel erreicht. Der Assessor versuchte, die Thür zu öffnen, und mit kreischendem Tone gab sie dem starken Drucke nach. Schauerlich hallte es in dem leeren Gemäuer wieder, als Paul die Stufen der Wendeltreppe, die bei jedem Tritt ächzten, hinanstieg. Auf der Plattform angelangt, bot sich ihm ein entzückender Ar.blick. Nach links hin konnte er weit hinaus die Ebene mit den zerstreut liegenden Gehöften und Dörfern übersehen, gerade vor ihm erstreckte sich die Waldung, die er heute durchschritten, und rechts hin überblickte er die Vesitzung. in die er widerrechtlich eingedrungen war und zu der. wie er jetzt deutlich erkannte, auch die Ruine gehörte, aus der er sich befand. ch Paul's Blicke folgten den Windungen eines kleinen Gewässers, als sie plötzlich wie gebannt an einem Punkte haften blieben. Der Assessor nahm hastig sein Fernglas zur Hand, richtete es nach jenem Punkte und war nicht wenig überrascht von der lieblichen Erschcinuncz. die ihm das scharfe Glas so nahe vor die Augen rückte. Eine schlanke holde Mädchengestalt in vuftigem hellen Sommerkleide stand da in einem Kahn, fest auf die lange Ruderstange gestützt. Vor dem hocherhobenen rechten Arm war der weite Aermel herabgeglitten und ließ so die schönen Formen desselben erkennen. Das Gesicht war Paul abgewandt und schaute nach dem jenseitigen Ufer hin zu einer zweiten Gestalt, welche, die gleichfalls sommerliche Gewandung leicht gerafft haltend, zu der im Kahn Befindlichen abzusprechen schien. Unverwandt blickte Paul nach der fesselnden Gruppe hin. und je länger er sie betrachtete, umsomehr gefiel es .ihm. bis er schließlich Lust verspürte, sie etwas genauer zu besichtigen. Hurtig eilte er die schwankende Treppe des Thurmes hinab. In dem Augenblick, als der Assessor in dem Dunkel des ulmenüberschatteten Weges verschwand, forderte Susänne ihre Freundin zum letzten Male auf, zu ihr in den Kahn zu kommen. Margarethe aber hatte gerade heute keine Neigung zu einer Wasserpartie. - Nun. so wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als allein zu sahren," rief Susanne der am Ufer Stehenden zu und setzte den Kahn langsam in Bewegung. Grüß' Fritz, falls Du ihm begegnen solltest!" setzte sie schelmisch lächelnd hinzu. Margarethe nickte, leicht erröthend. der Freundin zu und wandte sich dann zum Gehen. Susanne lästelte vor sich hin, als sie an die Ausrede dachte, die Margarethe gebraucht, um sich für diesmal von der Kahnpartie loszumachen. Der Gärtner fjätic ihr mitgetheilt, eine Palme im Gewächshaus sei aufgeblüht und die wollte sie sich ansehen. Eigenthllmlich! Ihr Bruder Fritz hatte auch davon gesprochen, heute Vormittag nach dem Gewächshaus zu gehen. Susanne hatte es nicht so eilig mit der blühenden Palme, die würde morgen wohl auch noch zu sehen sein. Heute wollte sie zu ihren geliebten Seerosen. Und prüfend blickte sie über die glitzernde Wasserfläche hin, ob sich nicht zwischen den breiten grünen Blättern eine Blüthe zeige. Richtig? Da vorn schimmerte eine weiße Seerose ihr entgegen. Die mußte sie haben. Susanne steuerte ihr Fahrzeug der zarten Blume zu. Es war aber ein hartes Stück Arbeit, den schweren Kahn durch den Wirrwarr der üppig wuchernden Wasserpflanzen hindurch zu zwängen, und mehr als einmal mußte die muthige Schifferin die Ruderstange erschöpft sinken lassen. Endlich war das Ziel erreicht. Triumphirend brach Susanne die weiße Blüthe und barg sie stolz an ihrem Busen. Nach kurzer Rast schickte sich das junge Mädchen zur Heimfahrt an. Kraftig stieß sie die Stange wider den Boden, aber der Kahn rührte sich nicht von der Stelle, er saß fest zwischen den Wassergewächsen. Zwei-, dreimal noch wiederholte sie ihre Versuche mit erhöhter Anstrengung, vergebens mitten in ihrem geliebten Bache wurde sie gefangen gehalten. Hilfesuchend blickte sie nach dem Ufer. Da stand, wie aus der Erde gewachsen, ein fremder, junger Mann. Festgefahren, gnädiges Fräulein?" klang dessen Stimme an ihr Ohr. .Vielleicht kann ich helfen!" Der höfliche Ton, in dem Paul zu ihr sprach, gab Susanne die Fassung wieder. So leistete sie denn der Auf-

forderunZ des Assessors Folge und reichte diesem das eine Ende der Ruderstange hinüber. Halten Sie sich fest, gnädiges Fräulein. Ich will versuchen, den Kahn langsam herüberzuziehen," rief ihr Paul zu. Der Versuck mißlang ader, drnn das Fahrzeug gerieth in bedenkliches Schwanken. Nein, so geht's nicht. Da muß ich schon zu Ihnen hinüber kommen," lachte Paul. Setzen Sie sich aus die Bank nieder und halten Sie sich fest, ich springe in den Kahn." Um Gotteswillen, nur das nicht! Sie könnten fehlspringen und hier gerade ist der Bach am tiefsten," wehrte Susanne mit ängstlicher Stimme. Haben Sie keine Angst! Halten Sie sich nur tüchtigFest. dann wird's schon gelingen," tröstete Paul das junge Mädchen. Er trat ein paar Schritte zurück vom Ufer, um einen besseren Anlauf zu habe, führte glücklich den weiten Sprung aus und befreite dann die schöne Fischerin aus der Gefangenschaft. Paul war bezaubert von dem Liebreiz seiner Begleiterin. Und als diese gar, seiner Bitte willfahrend, die weiße Seerose von ihrem Buftn löste und ihm zum Lohne für seine kühne Befreiung überreichte, da wollte es ein neckischer Zufall, daß seine zitternde Hand die ihre leise streifte. Die fluchtige Berührung traf ihn wie ein elektrischer Funke. Er loderte bald in einer hellen, lohenden Flamme, deren Glanz in den leuchtenden Augen und hochgerötheten Wanken Paul's widerstrahlte. Paul! Bist Du's oder ist's Dein Geist?" ertönte da plötzlich eine laute Männerstimme vom User herüber zu den Beiden im Kahn. Erstaunt blickte sich der Angerufene um und ein freudiges Fritz, Du hier?" kam über seine Lippen. Dann, wie entschuldigend zu Susanne gewandt, setzte er hinzu: Es ist ein alter Freund von mir, ein ehemaliger Schulkamerad." O, ich kenne ihn sehr gut," lachte seine Begleiterin ihm zu, es ist ja mein Bruder." Das Wiedersehen der Freunde war ein herzliches. Plaudernd und scherzend ging's nach dem Herrenhause, uyd als sie dort anlangten, war es eine ausgemachte Sache, daß Paul den Rest seiner Urlaubszeit in dem heiteren Kreise verbringen sollte. Paul weilte bereits eine Woche unter dem gastlichen Dache seines Freundes Fritz. In den Gewohnheiten der beiden jungen Mädchen war seit seinem Erscheinen eine kleine Veränderung eingetreten. Während diese bisher ihre Morgenpromenaden durch den Park stets miteinander ausgeführt hatten, ging jetzt, ohne daß eigentlich ein äußerer Grund vorlag, jede ihren eigenen Weg. Susanne schlug gewöhnlich die Richtung nach dem Thurm ein; Margarethe dagegen suchte die entgegengesetzte Seite des Parkes auf. An jedem Morgen begegnete diese dem Freund Fritz, wie von beiden Seiten eifrigst versichert wurde, rein zufällig. Kein Wunder, daß sich da bald feine, unsichtbare Fäden Hinüberspannen von Herz zu Herzen, die Schelm Amor, d:r Meister der Weöekunst, von Tag zu Tag zu immer dichterem Netz gestaltete. Aber nicht nur als Weber zeigte sick der schalkhafte Knabe, auch als kunstfertiger Schmied hämmerte er jenseits des Sees an den glühenden Herzen zweier verliebter Menschenkinder so lange herum, bis er eine Kette, so fein und doch so fest, hervorgezaubert hatte, daß Fritz und Margarethe nicht mehr von einander zu lassen vermochten. An einem schönen Morgen, als der Himmel sich finster bezog, war Susänne hinausgeeilt in den Park. Ob Paul auch heute kommen würde? Und wenn er sie nicht fand, ob er sie vermissen, sie suchen würde? Mit diesen Gedanken beschäftigte sich Susanne, als sie am Fuße der Ruine anlangte. Und einem inneren Dränge folgend, trat sie in den Thurm, zog die Thür hinter sich zu und eilte die morsche Treppe hinauf nach der Platform. Und richtig! Da kam er. Ueberall umherspähend schritt Paul den Weg, den sie so oft nebeneinander unter scherzendem, neckendem Geplauder gewandelt waren, entlang. Bald blieb er stehen, bald ging er ein Stück zurück, immer nach allen Seiten sich umblickend.' Susanne drückte sich fest gegen das Gemäuer des Thurmes, damit sie nicht erspäht werden könne. Freudig pochte ihr Herz, als sie Paul's Unruhe über ihr Ausbleiben bemerkte. Etwa eine halbe Stunde mochte verstrichen sein, seit Susanne ihr Versteck aufgesucht, als Paul endlich langsamen Schrittes davon ging, dem Herrenhause zu. Als er ihren Blicken entschwunden war, schickte sich Susänne an, den Thurm zu verlassen. Da plötzlich erscholl zu ihren Füßen ein donnerähnliches Getöse, und eine mächtige Staubwolke schlug ihr aus dem Inneren des Thurmes entgegen. Susanne taumelte zurück und sank mit einem Schmerzensschrei zusammen. Als das Gepolter aufgehört und der Staub sich verzogen hatte, raffte sie sich auf und blickte hinab in den Thurm. Ein Schauer durchrieselte ihre zarte Gestalt. bei dem Anblick, der sich ihr darbot. Die morsche Treppe war zusammengebrochen, der leere Abgrund gähnte ihr finster entgegen. Die Möglichkeit eines Entrinnen war

ihr benommen sie war abermals eine Gefangene. Mit Entsetzen überdachte sie ihre Lage. Der Thurm befand sich am äußersten Ende der Besitzung und nur selten kam ein Parkwächtctr oder ein einsamer Spaziergänger hierher. Susänne trat zurück an die Brüstung der Plattform, legte die weißen Hände an den Mund und rief laut hinaus in die frische Morgenluft. Ein paar Krähen flogen krächzend von der nahen Eiche sonst kein Laut rings umher, so an-

gestrengt die Gefangene auch lauschte.'

Ävcrmals erhob sich ihre Stimme zu einem verzweifelten Hilferuf, wieder ohne den geringsten Erfolg. Thränen traten dem zu Tode geängstigten Mädchen in die Augen. Sie rief und rief, bis die Stimme ihr versagte, keine Rettung wollte nahen. Jetzt zogen finstere Wolken am Firmament herauf und ballten sich zu schweren, schwarzen Massen zusammen. Schaurig rauschte der Wind in den nahen Wipfeln der knorrigen Eichen und Linden. Schwere einzelne Tropfen schlugen klatschend auf die verwitterten Steine der Plattform. Jetzt ein Blitz, ein greller, zuckender Feuerstrahl am finster drohenden Himmel; zu rasender Gewalt wuchs der Sturm an und peitschte dem zitternden Mädchen die strömenden Reqenmassen in's bleiche Gesicht. Verzweifelt schrie Susanne noch einmal auf, dann brach sie ohnmächtig zusammen. Im Park war es lebendig geworden. Alles was an Leuten aufzutreiben war, mußte suchen helfen. Die Schwester des jungen Herrn hatte am frühen Morgen das Haus verlassen und war nicht zurückgekehrt. Fritz und Paul waren überall die ersten. Selbst Margarethe scheute nicht den strömenden Regen. Aengstlich suchend durchstreiften sie den Park nach allen Richtungen. Paul eilte verzweiflungsvoll nach dem Thurm. Von der Plattform aus hatte er einen weiten Ueberblick über die Umgebung, vielleicht vermochte er von da aus die Geliebte zu entdecken. Heftig stieß er gegen die Thür, nur mit Mühe gelang es ihm, die Trümmer, die sich drinnen davor aufgethürmt hatten, wegzuschieben. Er trat ein, und nun sah er das Gräßliche: Die Treppe lag vor ihm, in Stücken zerschlagen, und hoch oben flatterte ein Stück von Susanne's Hellem Kleid im Zuqwinde. Gefunden! Gott sei Dank!" preßte es sich aus der gequälten Brust hervor. Und mit Windeseile stürmte er zurück in den Park, um Hilfe zu holen. Er lief quer über die Rasenflächen hinweg. Dort stand, an einen Apfelbaum gelehnt, die hohe Leiter des Gärtners. Die Verzweiflung lieh dem - Geängstigten Riesenkräfte. Er packte mit nervigen Händen die Leiter, und so schnell er unter der drückenden Last vermochte, keuchte er zurück zum Thurm. Wie er eigentlich hinaufgelangt war zur Plattform, das wußte Paul selbst nicht. Er fand sich plötzlich neben der Geliebten knieend und die todtblassen theueren Züge mit heißen Küssen bedeckend. Dann hob er die süße Bürde empor und trat den Rückweg an. Unten im Thurm angekommen, legte er die Ohnmächtige sanft nieder, um neue Kräfte zu sammeln. Da schlug Susanne die Aug:n aus. Sie strich sich mit der Hand über die Stirn, als oö sie aus tiefem Schlaf erwachte, und blickte erstaunt um sich. Als sie die Trümmer der zusammen gestürzten Treppe ringsumher liegen sah, kam ihr die Erinnerung an die Lberstandene Angst und Qual zurück. Wie bin ich da heruntergekommen?" fragte sie mit schwacher Stimme. Paul antwortete ihr nicht. ' Er kniete neben ihr nieder, zog ihre Hand an sich und preßte einen langen, langen Kuß darauf. Dann war er ihr behilflich, als sich die Geliebte erheben wollte. Zum zweiten Male gerettet," flüsterte Susanne lächelnd. Diesmal nur für mich," erwiderte Paul strahlenden Auges und breitete die schützenden Arme um bie Gelrebte T c i: f e l , 5) i m n: e l 6 0. JH DavcZ. Schweiz, machte dir Bäckermeiner Naen? Teufel iinb ein Konditor Ä!an.en5 Himmel bsi den Feuerungsprcben eine Erfindung r.i Gebiete bc3 Nauchverbrennens. Da sich diese bewährte, schritt man zur Ausbeutung auf dem Patentwege und etabliiti in Zürich eine Firma Teufel, Himmel & Co." Aon Waffen starrend. Die militärische Stärke Rußlands im fernen Osten stellt sich nach einer Meldung aus Tientsin dermalen wie folgt: In der eigentlichen Mandschurei sind 50.000 Mann aller Waffengattungen, einschließlich 18 Batterien Artillerie; auf den Verkehrslinien zwischen P?rt Arthur und der Provinz Amur 110.000 Mann, und in P.rt Arthur und Talienwan 90.000 Mann; qegen 30 Forts sind bei Port Arthur errichtet worden und 30 andere im Bau begriffen. All? Häfen in diesem Distrikt werden befestigt. Außer den Landstreitkräften befinden sich :mm?r russische Fahrzeuge in Port Arthur, und 40 andere sind beständig unter Dampf in Talienwan. Drei Linienschiffe.' zwei Kreuzer und vier Torpedobootzerstörer trafen dieser Tage in chinesische Gewässern ein.

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Eine Walscrhosc. Interessant? Sckiilvcru:ig eines seltene tursz,ausxiels in NorssrieSlaud. Hamburger Blätter brachten unlängst folgenden Bericht über eine Wasserh?se in Rordfriesland: Ocstlich vcn der Bredstedt an der Husumcr Kunststraße zog die Wasserhose von Westen her eine Strecke übcr das Bett der Arlau stromaufwärts dahin. Dabei sah man das Wasse? der Arlau an beiden Ufern hoch emporsteigen. Dann nahm die Wasserhose ihren Weg wieder über Land. Kurz vor dem Dorfe Bohmstedt bei Bredstedt deckte sie sechs große Heudiemen ab und nahm alles Heu von den Spitzen dieser Diemen mit sich. Das Vieh auf dem Felde wurde sehr unruhig und suchte in rasendem Laufe zu entfliehen. Die Heckthore an den Feldern sprangen dabei von selbst auf, wobei starke eiserne Krampen selbst aus eichenen Heckpfählen im Nu herausgeritten wurden. Jetzt nahm die WasserHose ihren Weg über das Westende des Dorfes. Man hörte ein starkes Saufen, und viele Leute eilten, da sie nicht wußten, was geschah, erschreckt in das Freie. Bei einem Hause stand ein Mäher draußen. Er wurde wie ein Kreisel um sich selbst herumgewirbelt und dann hingeworfen. Die Wasserhose zog senkrecht über den vor dem Nordende des Dorfes liegenden Dorfteich dahin. Hierbei zog sie das Wasser im Teiche zu einer mehrere Fuß hohen Säule empor. Später bemerkte man, daß das Wasser in diesem Teiche einen sehr üblen Geruch bekommen hatte. Jedenfalls ist der schlammige Grund des recht großen Teiches auch aufgewühlt worden. Nachdem die Wasserhose das Gebiet des Dorfes verlassen hatte, zog sie in östlicher bis nordöstlicher Richtung weiter. Dabei gelangte sie, hier wie dort mit den Heudiemen und dergleichen auf dem Felde ihr Spiel treibend, senkrecht über das Bett der Ostenau. Auch hier stieg ihr das Wasscr an beiden Ufern hoch entgegen. Wo sie hinzog, flog tj ihr entgegen, und wo sie es wieder fallen ließ, da schäumte es im Fluß-Bette, so daß alles Wasser auf dieser Strecke in größten Aufruhr gericth. Nach einiger Zeit verließ die Wasserhose daö Gebiet der Ostenau und zog in mehr östlicher bis südöstlicher Richtung über Drachheide hin. Nalurlichc N'cgmciscr. Qinke für Wandrer, die s6, im Walöe ver irrt l,aben. Ein jeder weiß, wie leicht man, selbst in einem Walde, den man gut zu kennen glaubt, die Richtung verliert, wenn man von den Wegen abweicht und in's Waldinnere eindringt. Hat man nun keinen Kompaß mit und kann man sich ,uch, vielleicht bewölkten, Himmels wegen, nicht nach dem Stand der Sonne zurechtfinden, so bieten sich einem guten Beobachter doch allerlei natürliche Wegweiser, die ihn meistens bald auf den rechten Pfad zu leiten vermögen. Man hat sich zunächst klar zu machen, in welcher Himmelsrichtung man ZU 'gehen hat und zu diesem Zweck sucht man einen Baum, der möglichst einzeln sieht, und betrachtet ihn genau. Die Ninde dieses Baumes ist an der Südfeite stets trockener, härter und von hellerer Farbe als an der Nordseite. Diese ist immer dunkler, und gewöhnlich befindet sich am Fuße des Baumes an dieser C?ite ein dickes Moospolster. Das Harz, das bei Kiefern, Tannen, Fichten, Lärchen an der Südseite aus Astlöchern oder Baumwunden hervorquillt, ist stets hart und Hellbernsteinfarbig, wäbrend es auf der Nordseite des Baumes meist dunkelgrau und gewohnlich mit einer Staubschicht bedeckt ist. Eichen. Eschen, Rüstern. Buchen tragen ebenfalls an der Nordseite eine Moosdecke. Außerdem sind an dieser Seite die Blätter länger, von dunklerem Grün und mit leichteren Adern durchzogen als an der Südseite, wo sie kleiner, zäher und mit einem dunkleren Aderneh durchwachsen sind. Steine sind auf der Südseite gewöhnlich kahl, auf der Nordseite dagegen fast immer mit einer Moosdecte überzogen. Und endlich weben die Spinnen ihre Netze stets an der Südseite der Bäume. Vereitelter Eisenbahnr a u b. Zwei maskirte Berittene erschienen kürzlich an einem Abende auf der kleinen Eisenbahnstation WelchsSpur. Mont.z sie trieben den Telegraphisten vor ihren Revolvern in das Signalhaus, schlössen ihn ein und stellten hierauf die Signallichter so, daß der in einer halben Stunde fällige Schnellzug halten mußte. Der 20 Jahre alte Telegraphist rutschte auf seinen Knieen nach dem TelegraphenApparate und benachrichtigte den nächsien Signalthurm, dem Lokomotivführer des Schnellzuges mitzutheilen, daß er nicht bei Welchs-Spur halten solle, da Räuber auf den Zug warteten. Der Zug fuhr in Folge dessen mit einer Geschwindigkeit von 40 Meilen die Stunde an der Station vorbei, worauf sich die Banditen auf und davon machten. Eine Posse nahm die Verfolgung der Banditen auf. Der Geldvorrath in den Ver. Staaten betrug am 30. Juni 1303 einschließlich Gold und Silber. U. S. Noten, Schatzamtsnoten und Nationalbanknoten, aber ausschließlich Certifikaten, $2,688,149,621, eine Zunahme für das Jahr von $124,862.963. Die Zunahme an Gold war $60.137,401. an Nationalbanknoten $56,998,359.

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