Indiana Tribüne, Volume 27, Number 72, Indianapolis, Marion County, 14 November 1903 — Page 4

n

Jndlana Tribüne, VI. November 1903

Indiana Tribüne HtrsuZAtgeien von der uttdtkgs. Indianapolis, Ind.

Karry O. Thudium t Präsident. GeschaftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. Telephone 2s. nterei at tke Post Office of Indianapolis s ccond dass matter. Nockefeller und Morgan. Der Krieg zwischen Morgan und Nockefeller, der auf fast alle Aktien werthe so schwer drückte, daß ein allge meiner Niedergang der Kurse die un vermeidliche Folge war, scheint nun damit geendet zu haben, daß Nockefeller seinem Gegner die Controlle über den Stahltruft aus der Hand gewunden hat. Morgan erntet nun die Folgen von seinen riskirten Manipulationen, die sich meist auf unsicherer Basis bewegten Der größere und unskrupolöseste Finanz künstler hat den Sieg davon getragen, wie es scheint. Da der Krieg dieser beiden Fmanz gewaltigen seit Monaten ein beständiges Sinken der Kurse zur Folge hatte, darf man vielleicht annehmen, daß jetzt, nachdem dieser Finanzkrieg zu Ende ist, die Situation sich wieder einigermaßen klären wird und daß die tief gesunkenen Kurse der besseren Papiere sich wieder erholen und eine steigende Tendenz annehmen werden. WaS für eine Glückseligkeit der alte Gemüthsmensche Nockefeller. der bei seiner heruntergewirthschafteten Gesundheit von allem seinem märchenhaften Reichthum nichts hat, empfinden muß, daß er nun seinen Hunderten von Millionen noch einige weitere im derte wird hinzufügen können! Um die grauenhaften Verluste, die sein Finanzkrieg Tausenden von - andern großen und kleinem Investoren gebracht hat, kümmert sich eine schöne Seele wie die Rockefellers nicht. Durch seine forcirten Methoden und riskirten Speku lationen hat Nockefeller seine Gesundheit dermaßen zerrüttet, daß er nur noch ein bischen Milch-Toast als Mahlzeit genießen kann, nachdem er vorher unter Leitung seines Arztes seinen Magen mit Pepsin simulirt hat. Man darf einigermaßen gespannt sein, wie seine neuesten forcirten Methoden auf finan ziellem Gebiet sein zerrüttetes Nervensystem beeinflussen werden. Morgan, der ein bemerkenswerthes Talent hat, geflügelte Worte zu prä gen und in Umlauf zu setzen, über raschte letzthin die Welt durch ein neues. Als er bei den gräßlichen Enthüllangen über die GeschäftsMethoden des Schisssbautrust so schlecht wegkam, als sei er durch eine Dreschmaschine hindurch gezogen wor, den, äußcrte er sich übelgelaunt : Von nun an wird es an der Wall Street nur noch the survival of the fittest sein." Er proclamirte damit den Kampf um's Dasein, den Kampf Aller gegen Alle an der Wall Street. Ein solcher hat aber $doch eigentlich von jeher dort geherrscht. ES war immer ein survival of the fittest", gleichviel, wie man sich den Letztern auch vorstellen mochte. So hatten bei spielsweise vor drei Jahren, als Morgan seinen Stahltrust gründete, zahlreiche Leute viel Geld und er hatte viele Aktien, die er loswerden wollte. Die Situation hatte sich seitdem so verwandelt, daß die Andern die Aktien hatten und er das Geld. Nun tritt eine abermalige Wandlung ein. Der alte Nockefeller ist ein noch Geschickterer und er hat nicht nur anscheinend die controllirende Mehrheit der Aktien des -Stahltrusts, sondern auch einen sehr reichlichen Betrag der dabei investirten Summen in seine unergründlichen Taschen, hinübergeleitet. Wohl bekomm's! Um seine forcirten Methoden erfolgreich durchzuführen, brauchte Nockefeller eine Panik an der Aktienbörse. Das ist ihmdenn auch mit Aufbietung seiner ungeheuren finanziellen Machtmittel gelnngen. Er hielt die Massen der kleineren Aktionäre beständig in Aufregung und Bestürzuug, um sie zu veran lassen, ihre Papiere unter allen Bedingungen loszuschlagen. Dadurch wurde immer mehr auf die Kurse gedrückt und Nockefeller kam in die angenehme Lage, diejenigen Papiere, die er haben wollte, billig aufkaufen zu können. Die unnatürliche Situation, die Nockefeller durch seine Gewaltmethoden geschaffen hat, brachte auch die eigenartige Kscheinung mit sich, daß wäh

rend die Wall Strcet sich seit 10 Monaten in beständiger fieberhafter Auf' regung befand, das allgemeine Geschäftsleben des Landes von den Wall-Street-Vorgängen kaum berührt wurde und in Wahrheit nur vorübergehend Notiz davon nahm. Es ist in den letzten Wochen viel von einem angeblichen Rückgang der Stahlindustrie gesprechen worden. Man erblickte darin ein beunruhigendes Zeichen ; pessimistische Vorahnungen über einen, allgemeinen Niedergang des Eeschäftsledens waren an der Tagesordnung, obschon, von der dunkeln Wolke abgesehen, die über der Wall Street schwebte, am all gemeinen geschäftlichen Horizont des Landes Alles klar erscheint. Wenn jetzt der Kampf Rockefeller's und Morgan's um die Mehrheit der Stahltrustaktien sein Ende erreicht und die Bauthätigkeit des Landes nicht abermals durch riesige Streiks lahm gelegt wird, so wird die Stahlindustrie sich wahrscheinlich bald genug von Neuem beleben. In der Panama Angelegenheit kommt es schließlich noch so weit, daß Colombia, wenn es sich gegen die Secession wehrt, als Rebell bezeichnet und behandelt wird und Ben Akiba

wäre desavouirt. Von der Zeitschrift Pädagogische Monatshefte", Redakteur Max Griebsch, liegt uns das Doppelheft für die Monate September und Oktober vor. Die Ausgabe eines Doppelheftes war noth wendig, da der Deutschamerikanische Lehrerbund in seiner diesjährigen Ta gung zu Erie, Pa., den Wunsch aus gesprochen hatte, daß sowohl die Proto kolle über die Verhandlungen als auch sämmtliche gehaltenen Vorträge in einem Hefte, das als Jahrbuch des Bundes betrachtet werden sollte, veröf fentlicht würden. DaZ Heft präsentirt sich in schmuckem Gewunde und kann in Ausstattung und Druck den' besten Veröffentlichungen des Landes an die Seite gestellt werden. :ein 80 Seiten umfassender Lesestoff besteht zum größten Theile aus den beim Lehrertage in Erie gehaltenen Vorträgen und führt so recht vor Augen, welch umfassende Arbeit die Besucher der Tagung bewältigten. Wahrlich, diese wurden voll und ganz durch die in den Vortrügen gebotenen Anregungen entschädigt für die Opfer, die ihnen der Besuch des Lehrertages auferlegt haben mag. Sind naturgemäß die Arbeiten der Vortragenden zn allernächst für den Schulmann berechnet, so wird doch auch der Laie, sofern er den Erziehungsfragen Interesse entgegenbringt, in dieser oder jener Arbeit An regung und Stoff zum Nachdenken finden. Alle Vorträge athmen Begeisterung und Hingabe zum Beruf und zeugen von dem heiligen Ernste, der einen jeden Lehrer erfüllen soll, und der na mentlich dem deutschamerikanischcn Lehrer eigen sein muß, wenn sein Wirken für die Sache der Erhaltung und Ausbreitung der deutschen Sprache in unserem Lande von Erfolg begleitet sein soll. Unter den Vorträgen, die von mehr als beruflichem Interesse sind. nennen . wir Monolingualiam, the bane of this country" von Prof. H. M. Ferren zu Allegheny, Pa.; Die deutsche Schriftstellerin von gestern und heute" von Pro's. Dr. Otto Heller an der Washington Universität zu St. Louis; Ueber den Garten der Menschheil" von Schulrathspräsident A. Gehring zu Eleveland, O.; und Die deutschamerikanische Dichtung von Dr. H. H. Fick zu Eincinnati, O. Die andern Arbeiten, die mehr oder wem ger die spezielle Pädagogik behandeln, sind: Die Realien im deutschen Sprachunterricht" von Prof. Ernst Wolf in Saginaw, Mich.; Einiges über die Berufsbildung des Lehrers" von Prof. Jno. Barandun zu Pitts bürg, und Rernarks on the direct method of teaching Gerraan" von Prof. Dr. W. W. Florer zu Ann Arbor. Mich. Der Ferren'schen Arbeit über die Nachtheile der Einsprachigkeit !n unserem Lande möchten wir die weiteste Verbreitung, besonders auch in angloamerikanischen Kreisen wünschen. Die Pädagogischen Monatshefte", sind die einzige hierzulande in deutscher Sprache erscheinende Zeitschrift, die der Sache des deutschen Unterrichts in un seem Volsschulwesen gewidmet ist. Sie sollte in dem Hause keines Lehrers und keiner Lehrerin fehlen, und wird allen, die sich für ErziehungS- und Schulfragen interessiren, reiche Anre gung gewähren; sie ist in jeder Hinsiche der Unterstützung der gebildeten Kreist der Bevölkerung werth. Sie erscheint im Verlage der Herold".Fo. iu Milwaukee, Wis. Jahres Abonnement 81.50. -

Henry F. Sabeney. i

Einer unserer besten deutschen Bürger vom Tode dahingerafft. Einer der bestbekannten, beliebtester und hSchstgeachteten deutschen Bürger der Stadt, ein Mann von echter deut scher Sinnesart, Redlichkeit, Treue und Liebe zu seinen Mitmenschen beseelt, wennschon seine Wiege hier in Jndia napolis gestanden, ist gestern Nachmittag nach längerem Leiden vom un erbittlichen Tode aus unserer Mitte ge rafft worden. Herr Henry F. Habe ney, Theilhaber der Firma Brinker & Habeney, ist nämlich gestern Nachmit tag gegen 2 Uhr in seiner Wohnung, No. 1132 Nord Illinois Str., um geben von seinen Angehörigen, sanft und selig zu dem Schlafe entschlum mert, aus dem es hienieden kein Erwachen mehr giebt. Er erlag der tückischen Tuberculose, nachdem er be reits seit Monden gekränkelt hatte. Henry F. Habeney war am 16. Mai 1853 hier in Indianapolis von deut schen Eltern geboren und hier hat er seit seiner Geburt geweilt und sich durch eigenen Fleiß, seinen Biedersinn, seine Liebenswürdigkeit und vor Allen durch seine opferfreudige Begeisterung für alle deutschen Bestrebungen zu einem der besten deutschen Bürger der Stadt gemacht. TT5' 4 r?v -z f .. I rf'W.. i - 7 i " : i ; r ' f " t .A-wifeuVkW ä&jtm Wo immer es galt, für die Wah. rung der deutschen Interessen einzutreten, wo es sich um die Förderung eines wohlthätigen Unternehmens hän delte, da war Henry F. Habeney stets mit an erster Stelle. Und deshalb war er überall geachtet und beliebt. 20 Jahre hindurch war er Beamter des Deutschen Allgem' Prot. Waisenver eins, lange Jahre war er Schatzmei' ster der Ev. Zion's Gemeinde, und außerdem gehölte er folgenden Vereinen, Logen etc. an : Diakonissenverein, Männerchor, Liederkranz, ermaniaParkVerein, Un abhängiger Turnverein, Deutsch-Ame rikanischer Demokraten-Elub, Capital City Loge der Freimaurer, Loge No. 2634 der Ehrenritter :c. Ferner war er ein Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Vereine. Wie ersichtlich, war Herr Habeney überall dabei, wo es galt, die besten Interessen des Gemeinwohls zu wahren. Dabei war sein Familienleben das glücklichste, obschon dasselbe durch verschiedene Sterbefälle getrübt ward. So starb zum Beispiel vor etwa acht Jahren sein Vater und diesem folgten vor drei Iah ren die Mutter und kurz danach die erste Gattin. Auch die zweite Ehe war eine sehr glückliche, wenn auch nur von kur. zer Dauer. Herr Habeney hinterläßt außer der Wittwe 7 Kinder im Alter von 9 Monaten bis zu 22 Jahren. Mit diesen theilen Hunderte und Tausende von Jndianapolisern den Schmerz über den Heimgang des Vielgeliebten. Die Beerdigung ist auf MontagNach mittag angesetzt. Beschlüsse desD.A. P.Wai. senvereins. Der Vorstand deö Deutschen Allge-mein-Prot WaisenvereinS hielt gestern Abend eine Extra-Sitzung ab, in der zunächst die Herren Schaub und Sahm in eindrucksvollen Reden dem verstorbe nen langjährigen Trustee und Vorsier des Jinanz-ComitesEhrung erwiesen u. schilderten, welchen Verlust der Verein durch diesen Tod 'erleidet. Alsdann wurde beschlossen, daß die Mitglieder des D. A. P. WaisenvereinS sich in corpore an der Leichenfeier betheiligen sollen. Die Herren Sahm. Pauli und Schaub wurden zum Comite ernannt. um Beileid5Beschlüsse zu fassen, während die Herren Prange, Liudemann und Willhoff für ein passendes Blu menstück sorgen werden. Die Waisen Kinder werden an der Bahre in der Kirche und auf dem Friedhofe singen.

- '

.' . & . . " ' I v , rv . . -1 , ; a-V? ;-v . ; ' " ) ' iv y?tu5 N'- f i -""-. vtm-; ; ; . : . ''T . flS ' jfcotü-'-. : ' ' -' ' ' ,. f V:s.-V

. i .

Der Indianapolis Möw ncrchor.

Eröffnet seine Saison mit einem genußreichen Konzert. Treffliche Leistungen des Männer chors. Ein überaus zahlreiches Publikum wohnte gestern Abend dem Eröffnung? Concert der Saison 19034 des Indianapolis Männerchor bei und erwies sich dankbar für die vortrefflichen musi kalischen Gaben, welche geboten wurden durch warmen vom reinsten Kunst enthusiasmus angeregten Beisall. In der Anfangsnummer des reich haltigen Programmes gab der Männer chor eine so vollendete Leistung, daß selbst da? musikalisch gleichgültige Pub likum, welches sich immer unter einer so zahlreichen Zuhörerschaft besindet erwärmt wurde und bis zum Ende des Conzertes interessirt blieb' Der mystische Knoten, den echte Kunst mit der Zuhörerschaft allein zu schürzen vermag, war durch ben Vortrag des Liedes .Treuer Tod" von Mai geknüpft worden. Inhaltlich einfach, packt die vornehm-ruhige Composition durch die einzeln durchklingenden heroischen Ak korde, vornehmlich an den Einsätzen. Der Dirigent, Herr Bellinger hatte alle Ursache, stolz auf die Leistung sei ner Sänger zu sein eine Leistung. an der nichts zu tadeln war. Die Tenöre und der zweite Baß. welche zumeist die reizenden Harmonien der Composi tion zu tragen hatten, übertrafen die kühnsten Erwartungen und brachten so, unterstützt durch die fehlerlosen Einsätze und Begleitltimmen des zweiten Tenors und ersten Baß, eine wahre CabinetS leistung zu Gehör. Das Publikum gab sich nicht eher zufrieden, bis die Sänger dem rau schenden Beifall nachgebend, das Herr liche Lied wiederholten; selbst als dann die letzten Töne verhallt waren, schie nen die Zuhörer es am liebsten noch mate hören zu wollen. Der Clavier-Virtuose Herr Oliver Willard Pierce war in sofern nicht ganz glücklich in der Auslese seiner Vorträge, daß er zumeist solche wählte. die ihm Gelegenheit zur Ausübung einer wirklich brillanten Technik gaben. Er spielte: Capriccio di Stilo antico" von Alessandro Longo, Arabeske" (pas trop facile) von Leschetizky, Ro mance" von Rimsky-Korsakom sowie Staccato Caprice" von Vogrich. Di? russische Romance appellirte allein an das Gefühl unter' den Num mern, die Herr Pierce spielte, durch die tiefe in ihr liegende Innigkeit. In der Staccato Caprice konnte man seine reife Technik bewundern, die spielend die größten Schwierigkeiten über windet. Wir hätten ihn gar zu gern in tieferen Motiven gehört. Zierkunst oder Fingerakrodatik genügt einem so musikverständigen Publikum, wie das. welches die Männerchor-Conzerte besucht, nicht. In der zweiten Auslese die Herr Pierce spielte, Novelette" von Glazounow, Marche Mignonnc" von Poldini, Etüde" von Arenski und Marche de Concert" von Raff, sprach besonders die Wiedergabe der Glazounow'schen Composition an, sie ließ durchblicken, welchen Genuß der Virtuose dem Publikum hätte geben können, wenn er seine Auslese mehr dem deutschen Musikgeschmack angepaßt hätte. Der Damenchor, der sein erstes Er scheinen' mit dem Vortrage des Wilm' schen Liedes Frühlingsnahen" machte. hatte mit einer leicht entschuldbaren Scheuheit zu kämpfen. Der Beifall des Publikum? schien den liebenswürdi gen Sängerinnen ihre Sicherheit zu geben, denn in der stürmisch verlang ten Wiederholung war die Befangen heit gewichen und die Leistung deshalb anmuthend und dankenswert!). Der Männerchor bewies auf's Neue durch den Vortrag der Lieder Rosenfrühling" von Jüngst und Ave Ma ria" von Schmelzer, daß er auf einer beneidenSwerthen Höhe steht. Die letz. tere Composition besonders war ein vollendeter Kunstgenuß. Von der feinen Nüancirung der Anfangsaccorde bis zu dem vom innigsten Gefühl getragenen Ave Mana" wußte der Männerchor eine Leistung zu geben,. die die Zuhörer bis in'S Innerste be wegte. Dabei kam die ganze Süße der Har monie so trefflich zur Geltung, daß sie den Hörern, noch lange nachklingen wird eö lvar eine erstklassige Glanzleistung. . '

Frau Charlotte AdamRaschig die

Sopranistin, welche erst kürzlich von den großen Schulen Europas kam, wußte den Geschmack des Publikums schon in der Auswahl ihrer Lieder Rechnung zu tragen. Sie wußte, daß bei Vorträgen vor einem deutschen Publikum das Ge fühl in etwas überwuchern muß. Sie sang Elsa's Traum" aus Lohengrin und dann als Dreingaben ein herziges Wiegenliedchen sowie die Schumann'fche Composition Du bist wie eine Blume", von ihrer Schwester Frl. Adam auf dem Clavier begleitet. Frau Adam'Raschig bewies, daß sie mehr als technische Kehlfertigkeit be fitzt. Ihr Vortrag zeichnete sich durch die Innigkeit aus. welche die Sängerin zur Künstlerin stempelt. Ihr reiner Sopran, der selbst in den unteren La gen voll Metall erscheint, hatte trotz der Schulung einen jugendfrischen Klang, der jeden Zuhörer bezaubern mußte. Leider beabsichtigt die Künstlerin nich in Indianapolis zu bleiben, wird aber, ehe sie uns verläßt, in dem Liederabend im Claypool Hotel am 24. d. M. sin gen. Herr Pasquale L. Montan! gab nun mit Les adleux" von Godefroid eine virtuose Leistung auf der Harfe. Er spieltemit großer Innigkeit und erwieö sich als Meister auf dem schwierigen Instrument; für den rauschenden Bei fall dankte Herr Montan! durch eine ge nußreiche Dreingabe. Nachdem der gemischte Chor in vor trefflicher Weise die Chöre No. 3 und 8 aus Bruchs Composition das Lied von der Glocke" vorgetragen, sang nach dem Pianovortrag des Herrn Pierce der Märnurchor das herrliche Lied Waldesweis:" von Engelsberg. Auch dieses Lied ward in vollendeter Weise gesungen und bildete würdig den Schluß eines glänzenden Kunsterjolges. Dem Conzert folgte ein fröhlicher Tanz. Gemeingefährltche Nigger Ueberfallen den Detectiv David Lancaster im Nordosten der Stadt. Detectiv David Lancaster hatte gestern Abend ein unliebsames Abenteuer, das gleichzeitig zeigt, wie unverschämt und widerspünstig die Neger in man chen Stadtgegenden immer noch sind. Auf dem Heimwege begriffen gewahrte Lancaster nämlich gestern Abend in einer Wirthschaft an 24. und Yandes Str. einen ihm verdächtig erscheinen den unbekannten Neger. Er stellte denselben über sein Thun und Lassen zur Rede und bemerkte u. A. in des Negers Westentasche ein offenes Taschen messer mit dolchartiger Klinge. Ehe Lancaster sich versah, hatte der Nigger das Messer in der Hand und versuchte, es dem Beamten in die Seite zu stoßen. Da ward Lancaster thätig, entwand dem Neger die Waffe und wollte denfelben verhaften, als er meuchlings von einem anderen Neger niedergeschlagen wurde. Jetzt feuerte Lancaster drei Revolverschüsse hinter den fliehenden Farbigen her und jagte denselben nach. Auf der Columbia Ave. fand er einen Nsger im Straßendreck liegend vor, der angeschossen schien; doch ehe er denselben dingfest machen konnte, ward er von drei anderen Negern überfallen. die ihm den Gefangenen entrissen und damit im Dunkel entkamen. Die Polizei wird Alles aufbieten, um dieses unverschämte und gemeingefähr liche schwarze Gesindel auszurotten. Musikalisches. Unter Mitwirkung des Herrn Hugh McGibeney veranstaltet am Dienstag Abend, 24. Nov.. Frau Charlotte Adam-Raschig im Concert-Saale des Claypool-HotelS einen deutschen LiederAbend. Den Freunden deutscher Musik steht somit ein hoher Genuß bevor. Grundeigenthums' Uedertragungen. Andrew Black an Henry Rauh, ein Theil der LotS 3 und 9 in Murphy & TinkerS Add. $3900. Jerome Allen an denselben, dieselbe ot. $1. Leona RogerS an Lucy Develin, Lot in Walker Subd. von WaldronS Central Avenue Add. $1500. Julius Matzke an Charles Behling. ein Theil der LotS 14 und 15 in MatzkeS Ost Ohio Str. Add. $1600. Mary C. How an Wm. P. Knode, eine Strecke zwischen den Lots 131 und 182 von TalbottS Add. $1400. Robert S. Middleton an Charles W. Eichrodt, Lot 1 von Ruckle und Hamlins Subd. in Johnsons Erben Add. $4200.

renzel Gros.,

No. 1 W. Washington Str (MerchanU National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen aus alle Städte Europas. Schisssscheine 2In- und verkauf ausländischen Geldes. Warum sollen Sie Ihr Geld deponiren in der Indiana Trust Co. ? ...Weil... 1. Es ist sicher. 2. Sie können Zinsen daran bekommen. 3. Eie erhalten es nlit Zinsen, wenn Sie es gebrauchen. 4. Wenn KrRnkheit oder Unglücksfälle Sie ereilen, sa sind Sie vorbereitet. 5. Es ist der einzig systematische Weg zum Sparen. Depositen von 23c und aufwärts werden entgegengenommen zu irgend einer Zeit. Keine reguläre Summen sind nöthig. $1,000,000.00 Capital. Vcrbindlikl Verbindlichkeiten 0 sinn sinn nn der Aktien-Vcsitzcr 0l,UUM,UUU.UU ?Z...SZ.Zlj.lIlIlj.llll Office: Indiana Trust Gebäude. Ecke Washington Str. und Virginia Ave. Welche SteRe Wünschen Sie ? Wir bereiten Sie schnell vor ... ülö ... Cartonist, Buchhalter, Illustrator, Stenograpbist, Zeichner, Nechnungssührer, Zeitungs-Artist, Sekretär, Zchreiblehrer, Telegraphist, Persönliche knterweisuug jeoes einzelnen Studenten in seiner Klasse. Wir können Ihnen zu einer Stelle behilflich sein. 54. JahreS Curfus.' Tretet jetzt ein. Tag oder Abend. Sprechen Sie vor oder schreiben Sie für Einzelnheiten. k Indianapolis M iUSIIIESS UÜIVERSlTg Eingang imWhen Gebäude. Phones 499. E. T. Ileeb, Präs. Bereitet Euch fünden Winter vor l BACKUS Gas-brennende anchf-Seizer für offenen Feuerplatz. Wir verkauften Solche an Senator David Turxie, Dr. E. A. Wehrmai? Fred. P. Rusch, T. C. Da?. H. O. Thudium, Dickson & Talbott, F. A. Gregor?, C. Van Camv, und Andere. Office, 24-26 Pembrokc Arcade, F. E. QATES & CO. Sprechen Sie vor zur Veflch lgnng der Nüster. Große Reduktion .in.. Tapeten Tapeten die früher verkauft wurden Zu öc jetzt.... 3e Zu 10c jetzt.... 5c Zu 6c jetzt.... 3je Zu 12c jetzt.... e Zu 8c jetzt.... Le Zu 15c jetzt.... iOt Borten zu demselben Preis wie Tapeten. volü & Steplieiison, 407 Virginia Ave 411 Süd Last.