Indiana Tribüne, Volume 27, Number 71, Indianapolis, Marion County, 13 November 1903 — Page 3
Jndiana Tribüne, 13. November 1903
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Fortsetzung Des Kampfes gegen die religiösen Orden durch Combes.
Ihre Verdrängung aus den Schulen soll jetzt beginnen. lviolitti bleibt an der Spitze des Ministeriums. Gonverneur Melendez über die Mög' lichkeit eines Kriegs. ' Erstes öffentliches Consistorium unter Papst Pins. Sultan nochmals von den Ost Mächten verwarnt. Namhafte Leistung des Lebandy Luft-Schiffs.
Frankreich. DasUnterrichts-Recht der r e l i g. O r d e n. Paris, 12. Nov. Im Senate hatte heute die Erwartung, Premier Combes werde über die ferneren Abfichen der Regierung hinsichtlich der religiösen Orden eine Erklärung abgeden, ein großes Publikum angezogen. Vorder Eröffnung der Sitzung kirn digte der ehemalige Ministerpräsident Waldeck'Rouffeau an, er werde sich der Regierungsvorlage,welche denUnterricht durch Personen mit dem Cölibats-Ge-lübde verbietet, widersetzen. Herr Combes erklärte, die Regierung habe den Vorschlag im Princip ange nommen, werde aber ein allgemeines Gesetz-Projekt für ein Lehrverbot in Volks- und höheren Schulen, auf alle OrdenS-Mitglieder anwendbar, ein bringen. Es sei sein ernstlicher Wunsch, die ganze Lehr-Frage bald zu erledigen, damit das Land wieder zur Ruhe komme. Zum Schluffe appellirte der Premier um ungetheilte Unterstützung für die Regierung durch die verschiedenen Elemente. Die Erklärung von Combes hatte einen tiefen Eindruck gemacht. Nach längerer Discussion nahm der Senat den ersten Paragraphen der Regierungsvorlage, Aufhebung der gegenwärtigen Gesetzgebung, mit 225 ge gen 31 Stimmen an. Jn der Deputirtenkammer stand heute wieder das MilitärBudget zur Debatte, wobei Anträge auf Abschaffung des Reservistendienstes und der Kriegsgerichte abgelehnt wurden. Zwischen dem Socialisten Berteaux und dem unabhängigen Republikaner Barthoulaz kam es zu einem lebhaften Wortwechsel, der ein Duell zur Folge hat. Erfolg des Lebaudy Ballons. Paris, 12. Nov. Einen der größten Erfolge bei der Fahrt mit einem lenkbaren Luftballon erzielten heute die Gebrüder Lebaudy. Ihr Luftschiff legte die 46 Meilen zwischen Moriffon und dem Pariser Marsfelde in einer Stunde und fünfunddreißig Minuten zurück. Der Ballon erlangte zeitweilig eine Geschwindigkeit von $ Meile in der Minute. Die Lebaudys waren selbst nicht in dem Ballon. Italien. Giolitti bleibt. Rom, 12. Nov. Minister-Präsi. oent Giolitti hat, den Bitten des Königs nachgebend, beschlossen, weiter im Amte zu bleiben. OeffentlichesConsisto. r i u m. Rom, 12. Nov. Papst Pius X. hielt heute sein erstes öffentliches Consistorium ab; die Einleitung zu der Feier bildete die Vereidigung der fünf neuen Cardinäle, darunter des päpstl. Staatssekretärs Merry del Val, in der sixtinischen Cavelle. Das Consistorium selbst fand in der Sala Regia statt, wo eine dichtge drängte Menge des auf der Seda Gestatoria erscheinenden Papstes harrte. Nachdem der Papst den Thron bestiegen, hielt er den der Reihe nach vor ihm knienden neuen Cardinälen einen Cardinalshut über das Haupt. Mit einer Umarmung durch den Papst und gegenseitigen Umarmungen der Cardinäle schloß die Feier. Colombia. DerErfolg derUmwäl - jung. C o l o n, 12. Nov. Die Secef.
sionsbewegung ist schon jetzt von vollem Erfolge gekrönt und die Stimmung in gan; Panama zu Gunsten der neuen Rsgierung weit intensiver, als die Ur Heber der Unabhängigkeits-Erklärung zu hoffen wagten. Die städtischen und provinzialen Gesetze der früheren colombischen Regierung bleiben ohne wesentliche Aenderung in Kraft und mit wenigen Ausnahmen haben alle CivilBeamten von Colon und Umgebung den Treu-Eid geleistet. Beamte, welche die Eidesleistung ab lehnten, wurden nach Savanilla gesandt. Der neue Gouverneur Melendez drückte heute die volle Anerkennung von Panama's Dankesschuld gegen Amerika aus, die mächtige und edle Patbin der neuen Republik." Melendez erklärt. Panama könne im Falle eines colomb. Angriffs 56000 Trup. pen aufbringen, glaubt aber nicht, daß eine Nothwendigkeit hierzu eintreten wird. Der von Colombia entsandte Gen. Reyes wird nur empfangen, falls er die neue Republik anerkennt und soll bei eventuellem Widerstande gegen Panama's Bedingungen sofort verhaftet werden. Eine Sendung von Landtruppen nach demJfthmus vonColombia bezeich net M. als eine geographische Unmöglichkeit. Augenscheinlich lasten die amer. Kriegsschiffe keinerlei Truppenbewegungen zu Land oder Wasser zu, würden auch die Landung colomb. Truppen in Colon verhindern. Die amer. Marine - Commandeure auf der Colon-Seite des Isthmus sind von der Anerkennung der Provisor. Regierung durch die Ver. Staaten noch nicht verständigt und die amer. Kriegsschiffe haben daher die Flagge der neuen Republik noch nicht salutirt. Rückkehr der ..Orin oco." C o l o n, 12. Nov. Der Dampfer Orinoco" kehrte heute zurück und meldete, daß die von ihm nach Cartagena beförderten columb. Truppen unter General Torres sich während der Reise gut aufgeführt hätten. Jn Cartagena wurde die Kunde von Panamas Unabhängigkeit traurig und ruhig aufgenommen: in Barranquilla dagegen waren Beamte und Volk gegen die Amerikaner erbittert. Es wurde sofort Standrecht erklärt. Türkei. Drohung an den Sultan. Constantinopel, 12 Nov. Wie heute bekannt wird, enthält die letzte russisch'österreichische Note an die Psorte eine Erklärung, daß eine weitere Weigerung bei Annahme des Reform planes das ottomanische Reich schwerer Gefahr aussetzen würde und daß die Vorschläge insgesammt und ohne Verzögerung angenommen werden müssen. Teutschland. Normaler Heilung sVerlauf. .Berlin, 12. Nov. Im neuen Palais zu Potsdam wurde heute früh folgendes Bulletin ansgegeben: Wegen des scharfen Windes nahm Seine Majestät heute von dem üblichen Spaziergang Abstand. Die Heilung der Wund? nimmt den gewöhnlichen Ver lauf; das allgemeine Befinden des Kai serS bleibt gut. v. L:uthold. Schmidt. Jlberg." Prof. Octh wird keine Erlaubniß erhalten, das Leiden des Kaisers vor der Berliner Medicinischen Gesellschaft zu erörtern. Am 10. Nov. wurde von Berlin gemeldet, Orth beabsichtige, falls der Kaiser dies gestatte, in der Medicin! schen Gesellschaft über die Kehlkopf. Operation am Samstag einen Vortrag zu halten. Die größte Schwierigkeit für die Aerzte des Kaisers besteht darin, eine Ueberanstrengung seiner Stimme zu verhüten. Er soll nur flüstern; die Staatsgeschäfte häufen sich an und der Kaiser ist nicht in der Lage, ihn interessirende Angelegenheiten zu besprechen, hört indessen Berichte und schreibt Fragen oder Einwände nieder. Bei gelegentlichen Ausrusen steigert sich die Stimme, und da die Genesung rasch fortschreitet, mehrt sich auch seine Ungeduld.
Schisfsnachrickten. Angekommen. Havre: La Tourraine" von New Vork. New York: Amsterdam- von Rotterdam. Liverpool: Cedric" von New York via Queenstown. Abgefahren: New ZZork: La Gascogne" nach Havre; Deutschland- nach Hamburg; Mongolian" nach Glasgow.
m ttchnilchrs Märchen. Cie 5:c Qt'tar deS ttnrzschluffeS leicht er niieZen werde kann. nläIich der Katastrophe auf der Pariser Un!crrundbahn richtete der dortige Physiker Lippmann. Professor der Fakultät der Wissenschaften und Mitglied der französischen Akademie, an ein Pariser Blatt einen Brief, worin es im Wesentlichen heißt: Seit der Katastrophe erörtert man nur die Maßnahmen, die im Falle eines neuen Lrandes zu nehmen seien. Man scheint anzunehmen, daß sich die Feuersgefahr bei Kurzschluß durchaus nicht vermeiden lasse, während diese Gefahr meines Erachtcns gänzlich unterdrückt werden kann. Das Mittel hierfür ist ebenso einfach wie gründlich und besteht darin, daß man den elektrischen Apparat, b:sonderZ die Dynamomaschine, aus unverbrennbaren Stoffen herstellt, namentlich dabei die Verwendung von Papier und Baumwolle verbietet. Dann kann der Kurzschluß ungestraft eintreten. Gegenwärtig bestehen die gebräuchlichen Dynamomaschinen nicht nur aus Metall, sondern auch aus Papier und Baumwolle. Da begegnet man zunächst mächtigen Spulen von Kupferdraht, der auf seiner ganzen, sehr bedeutenden Länge mit Baumwolle umsponnen ist. Des weiteren ist jede Drahtschicht von der folgenden durch eine Lage Papier, zuweilen sogar Paraffinpapier, getrennt. Baumwolle und Papier bilden das sogenannte Jsolirmittel und sind als solches, da sie leicht zu handhaben und billig sind, bisher ohne Bedenken angewandt worden. Und dabei sind diese höchst entzündlichen Stoffe in innigster Berührung mit dem Kupfer! Absichtlich hätte man keine gefährlichere Verbindung für den all von Kurzschluß erfinden können, bei dem die Spule im Augenblick durch und durch glühend wird und bombenartig wirkt. Die Gefahr läßt sich vermeiden, wenn man die brennbare Jsolirung durch eine feuerfeste ersetzt. Die Reihe der hierzu dienlichen Stoffe ist unendlich; erwähnt seien nur der Asbest, die Mtalloxyde und der Glimmer, die so wenig brennen wie Porzellan. Die Spule wird dadurch unverbrennlich. Derartige unverbrennbare Spulen sind in unseren Laboratorien bereits eingeführt; allerdings wird dabei weder Baumwolle noch Papier verwandt. Der elektrische Strom besitzt durchaus nicht die Eigenschaft, Feuer außerhalb seines Weges anzulegen. Narkose durch Elektrizität. Jn einer französischen Fachzeitschrift hat S. Leduc unlängst seine Versuche der Einschläferung des Menschen durch den elektrischen Strom geschildert. Er benutzt eine Spannung von nur 50 Volt. Der Strom wird dem Körper mittelst Baumwolle-Elektroden zugeführt, die mit Salzlösung getränkt sind und von denen die eine an der Stirn, die andere oberhalb der Nieren angelegt wird. Sobald der Strom geschlossen ist, beginnt die einschläfernde Wirkung, die allmälig zunimmt und nach circa fünf Minuten vollendet ist. Zuerst hört das Sprechvermögen auf, dann versagt der übrige Theil des Bewegungssystems. Darauf tritt eine örtlich fortschreitende Empfindungslosigkeit ein, beginnend mit einer Betäubung der Glieder. Es ist natürlich kein angenehmes Gefühl, eine Körperfunktion nach der anderen zu verlieren; man hat die Empfindung des Alpdrückens. Dazu kommt, daß das Athmen etwas beeinträchtigt wird. Aber mit dem Be-
vußtsei"l schwinden selbstverständlich die unangenehmen Eindrucke. Ganzlich unbeeinflußt bleibt das Herz. Die Unterbrechung dcs elektrischen Stromes hat sofortiges Erwachen zur Folge, wobei man ein bestimmtes Gefühl der Kräftigung haben soll. Sonncndcsinfcktiou. In den letzten Jahren wurde wiederholt von Bakteriologen festgestellt, daß das Sonnenlicht vielen Bakterien und darunter auch solchen, welche Krankheiten erregen, schädlich sei und sie nach kürzerer ode? längerer Einwirkung abtodte. Man empfahl darum die Sonne als eine desinfizirende Kraft, was an sich nichts Neues war, da im Volke längst die Gewohnheit bestand, Betten und Kleidungsstücke, welche von Kranken benutzt wozden waren, zu sonnen. Es fehlte aber an allen genaueren ErMittelungen, inwieweit man sich im praktischen Leben auf die desinfizirende Kraft der Sonne verlassen kann. Neuerdings wurde nun in einer langen Reihe von Versuchen festzustellen gesucht, wie die Sonne Betten, Wäsche, Kleidungsstücke u. s. w. von Krankheitsträgern zu säubern vermag. Das Ergebniß lautet dahin, daß das Sonnenlicht nur dann sich wirksam erweist, wenn die Bakterien an der Oberfläche der Gegensiände haften; sind sie tiefer in Decken und Stoffe eingedrungen, so läßt uns auch diese Helferin im Stich. Die Getreide-Ausfuhr der Ver. Staaten über die Hafen des Südens ist in der Zunahme begriffen, während der Versandt über Buffalo und den Osten entsprechende Abnahme zeigt. Ueber Galveston sind' während der ersten sechs Monate dieses Jahres über 10.000,000 Bushels in's Ausland gegangen, gegen 2.000.000 im ganzen vorigen Jahre; New Orleans exportirte 19.500.000 Bushels. gegen 6,800.000 während des ersten Halbiahres von 1902.
lim Yorks nächster itlanor. Wir sprachkundiger Mann als 2ürgerm,:pkr ver KSn,tpvliS a:n Husson. Obschon der Ausfall der MunizipalWahlen der größten Stadt des Landes stets allgemeines Interesse erregt, so hat doch noch selten ein Votum eine so große Spannung gelöst, wie dasjenige, we!-
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George 53. McSlkllan. ches den Fusionskandidaten und dermaligen Bürgermeister New Forks, Seth Low, schlug und Oberst Ceorge B. McClellan, den Kandidaten der demokratischen Partei und Tammanys, zu feinem Nachfolger bestimmt hat. George B. McClellan wurde 1865 in Dresden geboren, wo sich seine Eltern, General McClellan, der Sieger von Antietam, und Gattin besuchsweise aufhielten. Er ist Anwalt von Beruf und vertritt seit dem Jahre 1895 den 12. Distrikt des Staates New York im Kongreß. Seine Erziehung genoß er größtenteils in Deutschland, wo er sich auch die vollständige Kenntniß der deutschen Sprach: aneignete. Außerdem beherrscht der künftige Bürgermeister des kosmopolitischen Gotham noch einige andere lebende Sprachen. Unssischcr Großfürst als Seemann. Alexander VÜchailowitkch wird eneral-Äd. miral der russischen Zlette. Die unlängst erfolgte Ernennung des Großfürsten Alexander Michailowitsch, des Chefs der Hauptverwaltung für russische Handelsschifffahrt und Häfe,., zum Generaladmiral der russischen Flotte, ist auf einen speziellen Wunsch des Zaren zurückzuführen. Großfürst Alexander Michailowitsch, der 1866 als Sohn des. Großfürsten Michael Michailowitsch, eines Großonkcls des jetzigen Zaren, geboren ward, ist seit 1894 mit der Großfürstin WWMW rv . 7 ,v I2r: 'ai0E2. fei jt iv.- s v-rcv i V .-ir Ji-' 5Jr' f?V n B M fr, MI 1 Großfürst Alexander Michailowitsch. Xenia, einer Schwester Nikolaus II., vermählt. Seit 1885 aktiver Offizier der russischen Marine, hat Alexander Michailowitsch sich nicht nur als Marineschriftsteller hervorgethan, sondern auch als Protektor der Gesellschaft zur Förderung der russischen Handelsschifffahrt und Ehrenpräsident der Kaiserlich blussischen Technischen Gesellschaft eine vielseitige Thätigkeit entfaltet. Präsident des Raths für Handelsschiff-fahrts-Angelegenheiten wurde er im Jahre 1900, und eine ganze Reihe von wichtigen Maßnahmen zeugt von dem Eifer, den er in diesem Amte bekundet hat. Für das Interesse, das Großfürst Alexander Michailowitsch der Entwicklung der russischen Handelsschifffahrt zuwendet, legt der folgende Vorfall Zeugniß ab. Der gegenwärtige Pre-mier-, frühere Finanzminister Witte reichte am 1. Mai d. I. dem Zaren sein Entlassungsgesuch ein. Veranlaßt N?ar dasselbe durch einen peremptorischen Brief des Großfürsten Alexander Michailowitsch, welcher vergrößerte Bewilligungen für sein Departement der Handelsmarine verlangte. Witte gab dem Zaren zu verstehen, er sei nicht im Stande, die Reichsfinanzen zu verwalten, wenn Großfürsten das Recht zustehe, ihm Befehle zu ertheilen. Der Zar drang in den Minister, sich die Sache nochmals zu überlegen. Minister Witte gab jedoch erst nach, nachdem der Großfürst ein Entschuldigungsschreiben an ihn gerichtet hatte. Großfürst Alexander Michailowitsch lst ein großer Bewunderer der Amerikaner. Er ließ das berühmte Buch Kapitän Mahans ,,lnfluence of Sea Power upon History" in 's Russische übersetzen und weilte 1893 mit einem Krieassanffe in Philadelvbia.
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Sie (heimlich verlobt): . . . Auf Papa scheinst Du einen guten Eindruck gemacht zu haben!" Er: Ach, wie mich das freut!. . . Und woraus entnimmst Du das?" Sie: Ich hörte ihn gestern zu Mama sagen: man dürfe keinen Menschen nach dem Aussehen beurtheilen!" Ungefährlich. Es ist mir unbegreiflich, daß Ihr Eurem Hanschen eine wirkliche, kleine Dampfmaschine zum Spielen gebt das' ist doch sehr gefährlich!" Wieso denn die Dampfmaschine kann er doch nicht verschlucken!" Jn der Hitze des Gefechtes. Aber Hiasl, warum is denn Dei' G'sicht gar so verschwolln?" Woaß i's?! Vielleicht hat mir gestern bei der Kirchweih' Qaner a' Watsch'n geb'n!" J'Zi Unier Schmierenkomödiant e n. Da drüben geht unser neuengagirter Liebhaber was für ein vergnügtes Gesicht der macht!" Wahrscheinlich meint er, weil sein Gehalt so lächerlich gering ist, wird er es am Ersten ausgezahlt bekommen." Die Jdealistin. r nt W Marin, Du bist furchtbar oberflächlich und seicht, denkst Du denn bei Mendelssohn's Frühlingslied" an nichts Anderes als an ein neues Kleid zum kommenden Frühjahr?" O ja, auch noch an einen passenden Hut dazu!"' Im Luftballon von Frankreich nach England gefahren ist unlängst der bekannte Aeronaut Graf de la Vaulx. welcher eines SamstagZ Abends um 6 Uhr vom Park von St. Cloud bei Paris mit seinem Ballon aufgestiegen war und am nächsten Abend um 5 Uhr in Hull nach glatter Fahrt landete. Wie es heißt, beabsichtigt Graf de la Vaulx in nächster Zeit eine Luftreise über England hinweg zu versuchen. Die jetzt zurückgelegte Strecke betrug 346 Meilen. Uebrigens dachte der Luftschiffer bei dem Aufstieg in St. Cloud gar nicht an eine Reife nach England, sondern war der Ansicht. daß er in der Nähe von Eherbourg landen würde. Ein Novellen - Preisausschreiben der in Berlin erscheinenden Tageszeitung für Brauerei hat den Vorzug der Originalität für sich. Wie die betreffende Zeitung richtig hervorhebt, birgt die große Valksthümlichkeit des Bieres und des BrauWesens in Deutschland eine Fülle lU terarischen Stoffes in sich. Romane wie: Bölsche's Zauber des Königs Arpus" oder Th. Storm's bekannte Erzählung Im Brauerhause", Robert Burns' prächtige Ballade Hans Gersienkorn" zeugen hierfür. Und nun will die Tageszeitung für Brauerei für die besten Original - Erzählungen in Prosa oder Versen, die dem Brauerleben und allem, was mit ihm zusammenhängt, entnommen sind, drei Preise aussetzen im Betrage von 400, 250 und 150 Mark.
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