Indiana Tribüne, Volume 27, Number 70, Indianapolis, Marion County, 12 November 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 12. November 1903.

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cd 51.00 per 25 Bushel.

Bedenklich.

Lohn - Herabsehung in Spinne reien Nen-Englands. Streikende Kohlcngräber in Colorado wahren Ruhe und Ordnung. Senator Hansbrough's Vorlage ge gen den Landschwindel. Anscheinend Irrsinnige ermordet den (Satteu im Schlafe. Znglische Arbeiter-Vertreter vor der Bostoner Convention. ?lmalg. Copper Co. nimmt den Betrieb wiedrr auf. 28. I. Bryan auf der Fahrt nach Europa begriffen. Schwierigkeiten in der BaumwolleFabrikation. B o st o n, 11. Nov. Meldungen aus den Mittelpunkten der BaumwolleFabrikation in Neu-Kngland zeigen. daß die heutige Ankündigung in Fall River von einer zehnprocentigen LohnHerabsetzung durch die dortigen Fabri anten allgemeine Unruhe verursacht hat. Man hält eine gleiche Reduktion an anderen Plätzen für unvermeidlich. Dies wird jedenfalls der Fall sein in Rhode Island und Ost Connecticut, wahrscheinlich dürften auch noch andere Städte im östlichen Massachusetts dem Bespiele von Fall River folgen. In Traunton ist bereit lOprozentige Herabsetzung angekündigt. Schwerlich betroffen wird, die Lage in Maine und New Hampshire. Maine betheiligte sich nicht an der Lohnerhöhung vor 2 Jahren und erlangt dadurch jetzt einen negativen Vortheil. Gemeinsames Vorgehen der Gewerkschaften gegen die neuen Lohnsätze ist nicht wahrscheinlich. Die Gewerkschafter hielten sich über die Lage deS Baumwollenmarkts auf dem Lausenden und so erregte die heutige Mittheilung nur geringe Ueberraschung. Keinerlei Rubestörun'aen. Denver, Col., 11. Nov. Berichte aus sämmtlichen Kohlenfeldern, wo der Streik herrscht, lauten auf völlige Wahrun der Ordnung. Die friedlichen Elemente sind Herren der Lage und sie werden von den Gewerkschafsführern energisch unterstützt. DieGesammtzhl der Streiker in diesem Staate überschreitet 10,000. Gatten-Mord. Äover, Lela., 11. Wov. tfrau Edith Jackson Hollis, einer einflußrei chen Familie in Camden, Del., ent stammend, erschoß heute ihren Gatten D. T. Hollis. Hollis schlief in einem Stuhl, als ihm die Frau den Revolver an die Stirne setzte und losdrückte. Hollis hatte Einwilligung ertheilt. seine Frau in eine Irrenanstalt zu senden. Frau Hollis kam in's Gesängniß, bis eine Jury über ihren Gesundheitszustand entschieden hat. Frau Hollis, erst 25 Jahre alt. war schon früher in einer Anstalt und be fand sich unter steter Bewachung im Hause eines Schwagers, wußte aber heute früh zu entschlüpfen und ging dann in die Wohnung ihres Mannes. Arbeiter-Verbrüderung. B osto u, 11. Nov. Wm. Müllen und James O'Grady, Delegaten aus Großbritannien, hielten heute vor der Ci nvention des Amer. Arbeiter-Ver bandet Ansprachen. Der letztere plai dirte dafür, daß die Arbeiter England's und Amerika's sich zu einem großen Verbände der organisirten Arbeit zu samt., ließen sollten. Die Anregung fand langul. 'enden Beifall. Boston" als W achtschiff. Washington, 11. N"N. Da-Marine-Departement hat auf oie Nach richt hin, daß die colombische Regie rung britische Schiffe miethen will, um Truppen von Buena Ventura nach dem Isthmus zu bringen, die Boston" nach Bueno Ventura beordert. Falls Trup pen abgehen, wird ihren Commandeu ren mitgetheilt, daß sie nicht landen dürfen. Auf hoher See bleiben die Schiffe unbehelligt. Für den Vertrag. Washington, 11. Nov. Sprecher Cannon erhielt heute von einem der Hauptgegner gegen den kubanischen Vertrag im letzten Congreß die Zusicherung, daß bei der jetzigen Vorlage zum Inkrafttreten des Vertrags sich bei den Republikanern geringe oder keineOpposition zeigen werde.

Congrefz.

Senat. Washington, 11. Nov. Der Senat ging heute ernsthaft an die Eechäfte, indem er zum erstenmale in der Session eine Anzahl Petitionen Uld auch viele Vorlagen empsing. Einige der Petitionen Protestiren gegen den Verbleib des Senators Smooth aus Utah im Senat. Senator Hansbrough brachte eine Vorlage zur Aufhebung des Gesetzes ein, nach welchem der Preis für ErWerbung öffentlicher Ländereien ohne Rücksicht auf den wirklichen Werth aus S2.50 per Acker festgesetzt ist. Die Vorlage beabsichtigt den Lan'betrügereien, die sich zu einen nationalen candal ausgewachsen haben, einen Riegel vorzuschieben. Die Vorlage wurde der Commission für öffentliche Ländereien, dessen Vorsitzender der Anragsteller ist, überwiesen. Haus. Das Haus vertagte sich heute nach dem Gebet deS Caplans und Vereidigung. zweier Abgeordneter schon nach 15 Minuten lang?r Sitzung. Zeit verpaßt. Washington, 11. Nov. Aus zuverlässiger Quelle verlautet,' daß jeder Versuch ColombiaS, noch einen Canal-Vertrag mit Amerika abzuschließen, zu spät kommt. Der vorgeschla gene Besuch des General Reis von Pa nama kann somit keinen Erfolg haben. außer einen feindlichen Zusammenstoß zwischen Colombia und der neuen Republik von Panama zu hindern. Unser Botschafter Tower in Berlin hat dem Staatsdepartement depeschirt, es sei von dem Staatssekretär des Aeußeren Richthofen ersucht worden, die Grundlosigkeit der Gerüchte über eine beabsichtizte Einmischung Deutschlands in die Jsthmus-Frage nach Washington zu berichten. Nach San Domingo. Washington, 11. Nov. Die Baltimore" ist erhaltener Nachricht zufolge heute früh aus Puerto Plata nach Macori und San Domingo abgefah ren. Die amerikanischen Flotten-Com-mandeure sind angewiesen, seitens der Regierung oder der Insurgenten kllnftig die Beschießung jedes Platzes, wo amerikanische Interessen auf dem Spiel stehen, ohne die nothwendige Völkerrechtliche Ankündigung zu hindern. Varilla's Empfang beim Präsidenten. Washingt on,11.Nov. Philippe Bunau Varilla theilte heute nach einer Conferenz mit dem Staatssekretär mit. daß ihn der Präsident im Weißen Hause am Freitag als außerordentlichen Gesandten der Republik Panama empfängt. Von diesem Momente ab tritt die de facto Regierung in das rechtlich anerkannte Stadium ein. Kupferbergwerke wieder im Betrieb. Butte, Mont., 11. Nov. In sämmtlichen Etablissements der Amal gamated Copper Co. in diesem Staate wurde heute die Arbeit wieder aufge nommen. Auch in Jdaho und Wyom ing soll der Betrieb sofort wieder begin. nen. Direct oder indirect sind hiervon 21,000 Arbeiter berührt. B r y a n's Abreise. New York, 11. Nov. W. I. Bryan fuhr heute auf dem Dampfer Majestic" in Regleitung seines 13 jährigen Sohnes nach Europa. L ohn-Erhöhung. S a l t Lake, Utah, 11. Nov. Den Kohlengräbern dieses Staates ist eine zehnprocentige Lohnerhöhung be willigt worden. Die Erhöhung ist all gemein in den Kohlenfeldern, von 82.50 auf 82.75 per Tag. Ostasien. Alexieff nach Hause. T i e n t s i n , 11. Nov. Der ruf. sische Vicekönig im fernen Osten, Vice Admiral Alexieff, reist am 13. auö Port Arthur nach St. Petersburg ab. General Wogar wird täglich erwartet. Die Meldung, der Sitz der Regierung von Port Arthur solle nach Aladivostock verlegt werden, ist unbegründet. Kriegerische Chinesen. London, 12. Nov. Nach dem Standard erklärten sich der Gouver neur von Chili und General Ma be reit, sofort mit 45,000 Mann in die Mandschurei einzurücken.

Kurze Depeschen. 11. November. Inland. C h a r l e st o n, S. C. Die 10. Jahresconvention der Töchter der Confööeration wurde in Anwesenheit von 300 Delegationen eröffnet. K a n s a s City. Oliver Simmons von Petrolia, Ont., Mitglied des canadischen Parlaments, ist hier gestorben. Er stammte auS Ohio. MinneapoliS, Minn. Peter Elliott, der im Weißen Hause verhaftet wurde, ist dem St. Peter JrreN'Asyl zur Prüfung seines Geisteszustandes überwiesen. Chicago. Die 3000 Ange-

stellten der Straßenbahn beschlossen morgen früh an den Streik zu gehen wegen Lohnerhöhung und Anerkennung der Gewerkschaft. Savannah, Jlls. Ein Armour & Co. gehöriger Elevator, zusammen mit 200.000 BushelS Getreide, ist abgebrannt. Schaden über $100,000, mit $35,000 Versicherung. Salt Lake City. Die ganze Pacisicküste von Britisch-Columbia bis Süd-Californien wurde von einem Sturme heimgesucht, der den Telegraphendienst und Bahnverkehr in den Bergen lahm legte. Washington, D. C. Zwei britische Dampfschiffe, welche die colombische Regierung in Buena Ventura zurückhielt, um auf ihnen Truppen nach dem Isthmus zu transportiren, sind freigegeben und abgefahren. T r e n t o n, N. I. Das Haus des italien. Consuls wurde von Jtalienern mit Steinen bombardirt, weil eine ital. Fahne heraushing. Der Consul appellirte an den Bürgermeister und die von der Polizei abgenommene Fahne wurde wieder aufgezogen. Schisssnachrickten. Abgefahren: New Vork: Hohenzollern" von Genua; Oceanic" von Liverpool. Liverpool: Teutonic" nach New Vork via Queenstown. Angekommen. Queenstown: Carpathia" nach New York; Saxonia" nach Boston. S:uthampton: Kaiser Wilhelm der Große" nach New York. Hamburg: Anubia" nach San Franclsco. New Yore: Pennsylvania" von Ham bürg, Boulogne und Plymoutb. Glasgow: Hungarian" von Montreal. Cherbourg: Graf Waldersee" von New York. Neapel: Roma" von New York. Copenhagen: United States" von New York. Liverpool: Noordland" von Philadelphia. New York: Main" von Bremen. Queenstown: Cedric" von New York. $ut Ziegenhaltung. Der Aufenthaltsort der Ziegen mufe gerau mig, trocken und luftig, jedoch nicht zu zugig sein. Für Nässe und Zugluft sind d:e Thiere ziemlich empfänglich. In dumpfen und unreinen Ställen bleiben die Ziegen nicht gesund, und die Milch nimmt auch einen scharfen Geruch und Geschmack an. Durch öfteres Lüften ist daher für eine gehörige Lufterneuerung zu sorgen. Durch regelmäßige Einstreu muß. man den Ziegen ein trockenes Lager bereiten, da sie sich durch Nässe leicht Gliederkrankheiten zuziehen. Bei Ziegen, welche immer im Stalle gehalten werden, darf man nicht vergessen, ihnen von Zeit zu Zeit die Hufe zu beschneiden, da sich diese sonst umlegen und den Thieren das Gehen und Stehen erschweren. Mit der Entnahme der überflüssigen Vorräthe darf man nicht zu lange warten, da die Bienen die leen Zellen des Brütraumes fortwährend mit Honig auS dem Honigraum wieder füllen. Die Tafeln, an denen Honig nicht aufbewahrt wird, schleudere man aus. Die gedeaelten Waben kommen in den Wabenschrank: enthalten dieselben theilweise noch etwas offenen Honig, so können sie trotzdem im Frühjahre zur Fütterung benützt werden. Vortheilhaft ist es, die Waben im Herbst zu rtiren, damit sie im Frühling leicht zur Hand sind. Die gefüllten Honigefäße werden fest zugedeckt und nebst Wabenschrank an einem trockenen Orte aufbewahrt. Roms BüraermeiNer als Lebensretter. Bei einem dieser Tage im Centrum der Stadt Rom ausaebrochenen Brande betbeiliat sich d Bürgermeister Fürst Colonna eifrig an dem Löschwerke und rettete, auf einer Leiter durch's Fenster in eine ?tuoe gelangend, ein ctrnd, welches

uzm rniaen naye war.

Der Vaiscr dcr Sahara. JaequeA LebaudyS benteuerkicher Plan Zt. Majestät Unterthanen. Jacques Lebaudy. der junge Pariser Millionär, der durch seinen abenteuerlichen Plan, ein Kaiserreich in einer Oase der Wüste Sahara zu gründen, seinen Zeitgenossen seit letzten Sommer wiederholt Gelegenheit ga, über eme neue menschliche Narrheit zu lachen, ist ein Bruder des verstorbcnen ,,p;tit sucrier" Max Lebaudy, dessen Exccntrizitäten vor etwa acht Jahren die Welt, in der man sich nicht langweilt, amüsirten. Lebaudy zählt etwa 30 Jahre und führte das aufreibende Leben des Pariser Pflastertreters, ehe sein der französischen Zuckerindustrie entstammendes Vermögen seine Phantasie aufstachelte, im heißen Wüstensande der Sahara ein Kaiserreich aufzubauen. Im Juni d. I. rüstete er eine Expedition von

,:er Schiffen aus und landete an der Küste von Marokko, zwischen Kap Vojado und Kap Juby, mit seiner aus 0 wohlbewaffneten abenteuerlichen Gesellen bestehenden Leibgarde. Das Kaiferthum" Lebaudys-umfaßt eine Oase von der Große Irlands und liegt gegenüber den Kanarischen Inseln. Die Unterthanen" Jacques I. rekruhren sich aus arabischen und maurischen Nomaden, oie ihren künftigen Souoerän, den Saharapotentaten, während emes kurzen Besuches zwar mit straf5acqueS Lebaudy. licher Gleichgiltigkeit, aber nicht feind selia empfingen. Jacques I. zog es trotzdem vor. indessen in das kulturbeleckte Europa zu rückzukehren, ehe er daran geht, seine Landeskwdl'r zum beschränkten Unterthanenverstande vor seiner hohen Würde zu erziehen. Kürzlich weilte Seine Majestät im tiefsten Inkognito in London und alle Welt sieht mit begräflicher Spannung allerhöchstderen weiteren Entschließungen entgegen. Colombias Gcs.mdtcr. That sein Vtstk) in der ?lnglegnhit deS Jsthmus-KanalS. Wenn die Verhandlungen der Ver. Staatcn-Negierung mit Colombia in der Jsthmus-Kanalfrage auch nicht zu dem gewünschten Resultate geführt haben, so liegt die Schuld jedenfalls nicht an dem colombianischen Gesandten in Washington, Dr. Tomas Herran. Letzterer hat sich während der Verhandlungen durchaus offen, freimüthig und koulant benommen. Sein Augenmerk war ausschließlich darauf gerichtet, ein Abkommen zu Stande zu bringen, und dieses Resultat ward in Gestalt des Hay-Herran-Vertrags erzielt. Die Nicht-Ratifizirung des Vertrags im colombianischen Kongresse ist dortigen Grafter"-Umtrieben zuzuschreiben. Die Kenntniß der colombianischamerikanischen Beziehungen von Seiten Herrans ist gewissermaßen ererbt. Tomas Herran kam im Alter von drei Jahren mit seinem Vater, der von 1846 bis 1863 colombianischer Gesandter in Washington war. nach den Tr. TomaS Herran. Ver. Staaten. Sein Vater betheiligte sich 1846 an den Verhandlungen für den Neugranada-Vertrag, durch den der Union freier Waarentransport über den Isthmus zugestanden wurde, auch repräsentirte er seine Regierung bei der Unterzeichnung des Panama-Eisen-bahnvertrags im Jahre 1850. Tomas Herran besuchte hierzulande die Georgetown-Universität; er war

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dann Pridatsekret'r des colombiam schen Gesandten in London, hierauf amerikanischer Konsul in Medellin, Colombia. und wurde 1893 Sekretär für öffentlichen Unterricht in seinem Heimathstaate. Im Jahre 1900 kehrte Herran als Legationsrath der colomdtanischen Gesandtschaft nach Washington zurück. Mittheilungen aus Colombia zufolge dürfte es für Herran gerade jetzt, wo sich der Staat Panama als selb st ständige Republik von Colombia getrennt hat, wenig gerathen erscheinen, nach seiner Heimath zurückzukehren. Ihn möchte dasselbe Schicksal ereilen, welches Martinez Silva zu Theil ward. Silva war colombianischer Gesandter in der Bundeshauptstadt vom März 1901 bis zum März 1902. Er leitete die KanalverHandlungen ein und zog sich dadurch den bitteren Haß der kanalfeindlichen Kliquen in Colombia zu. Diese führten seine Rückberufung herbei, und bald, nachdem Silva in Colombia angekommen, ward er von unbekannten Personen ermordet. Alaskas Gouvcrncur.

Seine eigenartige Lausbalzn und sein Ver dienste um das Gebiet. Der Gouverneur John G. Brady von Alaska hat vor Kurzem an die Bewohner des Territoriums ein Cirkular gerichtet, in welchem er dieselben auffordert, Alles, was in ihren Kräften sieht, zu thun, damit Alaska in angemessener Weise auf der St. Louiser Weltausstellung im nächsten Jahre repräsentirt werde und namentlich seine reichen natürlichen Hilfsquellen zur Anschauung gebracht werden. Das Cirkular betont mit besonderem Nachdruck, daß die Bergwerksindustrie von Alaska bei dieser Gelegenheit gebührende Aufmerksamkeit auf sich ziehen und eine hervorragende Abtheilung der Ausstellung jenes Territoriums bilden sollte. Die gesetzgebende Versammlung hat zwar nur $50,XX) für die Aussiellungszwecke Alaskas bewilligt, doch sagt der Gouverneur, daß diese Summe durch Privatbeiträge erhöht werden wird. Am 18. Oktober 1904 werden es 37 Jahr:, daß Alaska in den Besitz der Ver. Staaten überging, und zur Erinnerung daran ist der Alaska-Tag auf dieses Datum angesetzt worden. John G. Brady, der 1849 als Sohn eines Dockarbeiters i New York geboren wurde, kam 1859 auf Veranlasfung der dortigen Kinderschutz-Gesell-schaft zu dem Richter Green in Tipton, Ind., in Pflege, der ihn in Yale studiren ließ. Brady besuchte nachdem das Union-Theologische Seminar zu New York und ging 1877 als Missionar nach Alaska, wo er sich spater ge-, schäftlichen Unternehmungen zuwandte und mit kurzen Unterbrechungen seitdem geblieben ist. Er wurde 1897 von VJWJVVl 2 ' w r-Ä k ' 4iv ' a n r John G. Brady. Präsident McKinley zum Gouverneur von Alaska ernannt und 1900 wiederernannt. Die Entwicklung Alaskas ist zum nicht geringen Theile den Bemühungen und Anregungen Bradys zu danken. Schon 1881, als er gelegentlich eines Besuches der Ver. Staaten Gold- und Silberproben mitbrachte und Mittheilungen über die wunderbaren natürlichen Hilfsquellen des Territoriums machte, erregte er das Interesse von Kapitalisten und Prospektoren für Alaska derart, daß ein rapider Zuström von Einwanderern nach dem Gebiete erfolgte. Brady lieferte dann für die Censusberichte von 1890 die Infoationen über die Hilfsmittel Alaskuö und gehörte unter der Harrison'schen Administration der Alaska-Kom-Mission an. Eines der bedeutendsten Momente in der Förderung des Territoriums aber ist das auf Grund der Vorstellungen Bravys und sonstiger Ermittelungen von der Ver. StaatenRegierung Anfangs d. I. erfolgte Angebot von Freistätten. Dieselben enthalten je 320 Acker fruchtbaren Landes, auf dem Getreide und Gemüse gedeiht. Von den circa 600.000 Quadratmeilen großen Areal Alaskas sind 100.000 Quadratmeilen anbaufähig. An min. ralischen Schätzen birgt das Land, außer Gold und Silber, noch Kupfer, Kohlen. Blei. Zinn, Zinnober. Arsenik. Antimon. Mangan, Korund (Diamantspat), Schiefer, Thon und Petroleum. Wassergu'rken, die den Geschmack der Essiglake angenommen, oder weich geworden sind, verwendet man am besten so, daß man sie in feine Scheiben schneidet und mit Essig, Oel,' Salz, Pfeffer und Zwiebeln anrichtet.

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