Indiana Tribüne, Volume 27, Number 69, Indianapolis, Marion County, 11 November 1903 — Page 4

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JttdtanaTribune, 11. November 1903.

ndiana Tribüne. HerauZgegedrn von der Sutepbtrg O. Indianapolis, Ind.

garry O. Thudium Präsident. GeschöftSloeal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 29. n ered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Chamberlains Agitations Campagne. Man schreibt uns aus London: Troö deZ glänzenden Anfangs in Glasgow ist die Propagationsthätigkeit des Herrn Chamberlain und seiner Freunde bis jetzt wenig vom Glück begünstigt und von Erfolg gekrönt worden. Wer einen ähnlichen Schwung der Begeisterung bei den überzeugten Anhängern oder aber einen so leidenschaftlichen Ausbruch der Gegner-Gele genheit von Gladftones Hörne rule Campagne" durchlebt haben, ist sehr enttäuscht worden. Zunächst fehlt eö der Chamberlain' schen Sacke an so originellen wirksamen Schlagworteu, wie sie 1886 Gladstone in seinen Formeln: Home rule versus Coercion und Zty Masses against the Classes" oder 1879 Bismarck in seinem Schutz der nationalen Arbeit" zu Geböte standen. Chamberlain konnte, um seine individuelle Auffassungllzu bezeichnen, weder von Irnperial Policy reden, da zu viele anerkannte Imperialisten überzeugte Freihändler sind, noch von Fair Trade", weilZoieses Schlagwort eigentlich für Balfour's Standpunkt passender ist. .Er war deshalb mit seiner PolemikZgegen den Cobden Club nicht in einer soZglücklichen Lage. Mit den vollen Tönenldes britischen Macht' gefühls konnte er auch nicht so frei heraus, weil die Entscheidung, der Grenzfrage in ZAlaska,1 die gerade in diese Wochen fiel, bie Canadier, seine besten Helfershelfer, - so stark ver stimmte. So sah er sich in die Nothwendigkeit versetzt, die rein ökonomischen Folgen '.lseineSWrogramms anzu preisen. Da er den dieZPhantasie aus sprechenden Theil! seiner Zukunftsideen schon so oft beikolonialenKonferenzen und .in neueren Manifesten entwickelt hatte, so konnte man jetzt von ihm das nüchterne Rechenexempel verlangen, wie das britische Weltreich in selbstgenüg, samer Abgeschlossenheit besser bestehen könne als bisher. Ihm siel die Beweislast und seinen Gegnern die Kritik an der Hand der statistischen Erfahrungen zu. Damit warZ für ihn die Situätion diel ungünstiger als in frühe ren Stadien dieserlibedeutsamen Agi. tation. Einen entschiedenenZErfolg hat er in den Fabrikantenkreisen Englands und Schottlands gehabt. Aber die Hoffnung dieser Kreise richtete sich nicht auf die Besserung ihrer Lage auf dem heimathlichen Markte, wenn in der That ein Zolltarif von Durchschnittlich 10 pt. ihnen iml Konkurrenzkämpfe mit den amerikanischen und festländischen Importeuren zu Hilfe kommen sollte. In diesen KreisenZ hilft über alle gegentheiligen Argumente das Gefühl hinweg : .Wir haben ohne unsere Schuld an den Folgen tot Ueberproduktion auf dem Kontinent, besonders in Deutschland, zu leiden; da dürfen wir uns die Hilfeleines gelinden Schutzzolles wohl gefallen lassen; daß ein Zoll von 1 sh. das Brot nicht theurer macht, haben wir in der Kriegszeit gesehen, bei der inzwischen lso gestiegenen Weizenproduktion wird es mit 2 sh nicht viel anders sein. Dagegen ist in den Kreisen der Arbeiter, besonders der Trades UnionS der Widerwille gegen Kornzölle merklich gestiegen. Daß Chamberlain in einer soeben bekannt gewordenen; Veröffentlichung Protectedj Labor", das heißt die durch die Fabrikgesetzgebung und die Arbeiterorganisationen in England herbeigeführte künstliche" Vertheuerung der Arbeit, alseinelRechtfertigung des Schutzzolles fürZ eingeführte Manufak turwaaren angiebt, war, da er auf die Stimmen der Arbeiter rechnen muß, ein taktischer Fehler. Die Bergleute sind mit ihrer Erklärung gegen die Chamberlain'schen Pläne bereits hervorgetreten; wenn man bedenkt, daß von der Bevölkerung Englands jeder 72. Mann im Bergbaue beschäftigt ist, so kann man. ermessen, was das zu bedeuten hat. Bon Kaufleuten kann man die verschiebenden Ansichten hören. Die Meiften bekennen, daß sie keinen Begriff 'avon haben, was für Folgen dieser

Schritt in's Dunkle" haben kann. Bei Vielen regt sich aber das Gefühl der Abneigung, gegen alle Zollplackereien und Erschwerungen des Handels. Manche begnügen sich damit, ihrem Mißmuthe darüber AuSdruck zu geben, daß in diesen an sich schon so schlechten Zeiten die geschäftliche Unlust durch diese voraussichtlich sich lange hinziehende Ungewißheit der Zollpolitik noch unnöthig vermehrt wird. Auch bei dieser Gelegenheit kann der aufmerksame Beobachter bemerken, daß in England die handeltreibenden Klassen ein stärkeres Gesühl ihrer Bedeutung für das Land haben, als die Industriellen; in Schottland ist es umgekehrt. Von Nationalökonomen hörte ich die Meinung, daß sowohl für protektionistische wie für Retaliationszwecke bei Verhandlungen über Handelsverträge die von Chamberlain vorgeschlagenen Sätze zu gering seien, um Wirkung zu erzielen. Entweder einen höheren Tarif als den vorgeschlagenen oder gar keine Veränderung, erscheint ihnen als die richtige Alternative. In diesem matten Stadium kann die Frage nicht lange im Vordergrunde des Interesses erhalten bleiben. Ehe im nächsten Frühjahr die allgemeinen Wahlen angesetzt werden, wird Chamberlain der Diskussion einen neuen Anstoß geben müssen. C. C. ni Am Montag erfolgte die Ankün. digung, daß sich unsere Kriegsschiffe jedem Landungs-Versuche colombischer Truppen in einem Hasen des Isthmus mit Gewalt widersetzen werden. Die Verfügung steht sicherlich im Einklang mit unserer ganzen Politik bei den dortigen Wirren; aber es wäre würdiger, wenn die Regierung diese Politik mit der Interessen-Nothwendig-keit, statt mit der Berufung auf den Vertrag von 1846 begründete.' Es gibt keinen Vertrag, dee die Souveränität eines unabhängigen Staates völlig aufheben kann; zu den allerersten Sou veränitäts-Rechten gehört aber jenes, einen abtrünnigen Gebietstheil mit Waffengewalt dem Gesammtverbande wieder zuzuführen. Andernfalls wäre dem betreffenden Staate jede Sicherheit der Existenz unterbunden. Was somit jetzt auf dem Isthmus geschieht, kann man mit dem Rechte" des Stärkeren, der Gewalt, aber niemals mit der Heranziehung jenes Vertrags rechtfe?tigcn. ES sind in der That seltsame Juristen im Staatsdepartement, welche die Kritik mit solch' haltlosen Argumenten zum Schweigen zu bringen ver-möchten.

Bei dem nunmehr in Metz sich abspielenden Prozesse handelt es sich in Wirklichkeit nicht um den Leutnant Bilse und ebensowenig um die genaue Wahrheit der in seinem Buche geschilderten Sittenzustände. Daß die VerHältnisse im deutschen Offizierscorps einer dringenden Reform bedürfen, ist längst kein Geheimniß mehr und die Schrift des zu plötzlichem Ruhme gelangten Leutnants bedeutet einen weiteren schweren Vorwurf für die erstaunliche Gleichgiltigkeit der Militärverwaltung. Die Zustände in der kleinen elsässischen Grenzgarnison, die Bilse schildert, sind zwar aus alle Fälle nur vereinzelte Ausnahmen und die Mehrheit des deutschen Ofsizierscorps besteht nicht aus Hallunken. Andererseits wird man aber auch wenige kleine Garnisonen antreffen, wo das geistige und gesellschaftliche Leben nicht in der erbärmlichsten Engherzigkeit hinvegetlrt. DaS Uebel sitzt tief und läßt sich unter dem derzeitigen Organismus der Gesellschaft überhaupt nicht völlig ausrotten, wohl aber doch mildern. Zwei Dinge sind auch jetzt schon erreichbar, die ReOrganisation des Erziehungssystems in den Cadetienanstalten und eine ausreichende Bezahlung der Subaltern Offiziere. Der durchaus ungenügende Gehalt übt in den Kreisen der jüngeren Offiziere eine geradezu zersetzende mo ralische Wirkung, von den Vielen, die dierdurch um die Ecke gehen, gar nicht zu reden. Ohne diese Reform, die freilich im Reichstage bittere Kämpfe kosten wird, find alle Schulden und LuxusCabinets'Orders der eitle Humbug. Jedermann willkommen! Morgen, Donnerstag, von 10 Uhr Vormittags bis 10 Uhr Abends findet die formelle EröffnungS-Feierder prächtig renovirten Ladenräume der Firma Charles Mayec & Co. statt, zu der Jedermann freundlichst eingeladen ist. Hart'S Orchester liefert die Musik für die Feier.

Durch eine Zweirad-Collifion getödtet. . Jähes Ende deS bekannten Musiklehrers Prof. Bruno Troemel.

Jählings, im besten Mannesalter stehend und von Allen, die ihn kannten, hochgeachtet, ist gestern Abend Professor Bruno Troemel, der bekannte deutsche Musik- und Sprach'Lehrer, vom grausamen Schnitter Tod dahingerafft worden. Er ward das Opfer eines beklagenswerthen Unfalles. ES war gegen 4 Uhr gestern Nachmittag, als Prof. Troemel auf der Kreuzung der Pennfvlvania und North Str., ganz in derNähe feinerWohnung, von Eugene Galluv, einem jungen Manne von No. 1602 N. New Jersey Str., der auf seinem Zmeirade die Fort Wayne Ave. hinabgesaust lum, inmitten der Straße niedergerannt wurde. Beide, sowohl Prof. Troemel wie der Radler, hatten einander gesehen, wie Augenzeugen versichern, waren jedoch beide außer Fassung gerathen und so war Prof. Troemel nieoergerannt worden. Er stürzte mit unheimlicher Wucht auf das Straßenpflaster, wo er bewußtlos liegen blieb. Der Unglück' liche Radler zählte zu den HülfSberei ten, die Prof. Troemel in die E. M. Crawford sche Apotheke, Ecke Pennsylv. und North Str., trugen, wo derselbe der Pflege deS gerade anwesenden Dr. I. H. Tahlor anvertraut und von diesem auch scheinbar wieder hergestellt wurde, sodaß er in seine nahebelegene Wohnung, No. 11 Ost North Str., geschafft werden konnte. Dort erfolgte aber bald ein Rückschlag. Der Arzt stellte fest, daß Prof. Troemel bei dem Sturze schwere innerliche .Verletzungen im Unterkörper keine Gehirnerschütterung, wie zuerst angenommen erlitten haben mußte, und um 8 Uhr Abends erlag Prof. Troemel diesen Verletzungen. Gallup, der unglückliche Radler, wurde nach Feststellung des Thatbe standes von Coroner Tutewiler, unbe' helligt gelassen. Er ist untröstlich über das tragische Ergebniß. Prof. Troemel, der Verunglückte, war ein hochgebildeter Deutscher und stand im Alter von 44 Jahren. In deutschen Vereinskreiftn der Stadt besonders war er' als Musiker, Sänger, Musiklehrer und Sprachlehrer . wohl' bekannt. Er hinterläßt seine Wittwe mit 3 hindern. Freifinnige Sonntagsschule DeS Socialen Turnvereins.,. Am Sonntag, den 22. November, wird HerrAdols Falbisaner in einem um 11 Uhr Vormittags im Auditorium des Deutschen Hauses stattfindenden Vortrage das für die weitesten Kreise interessante Thema, Deutsche Ansiedlungen in Nordamerika im 17. und 19. Jahrhundert" behandeln. Durch die Geschichte der Deutsch, amerikaner liefern wir den besten Beweis für den hervorragenden Antheil, den deutsche Stammesgenossen an dem geistigen und industriellen Aufschwünge des nordamerikanischen Staatenbundes nahmen. Durch zahlreiche Betheiligung an dem Vortrage wird das Deutschthum unserer Stadt unzweifelhaft die Bestrebungen des Socialen Turnvereins in dieser Hinsicht gebührend zu schätzen wissen. Die Weihnachtsfeier der Freisinn!gen Sonntagsschule wird unter Mit Wirkung der Zöglinge der Turnschule am Sonntag, 27. December, abgehalten werden. Parzival-Recltal. Heute Abend findet im großen Saale des Claypool-Hotel das VorlesungsRecital" statt, mit welchem die Herren Walter Damrosch und David BiSpham den hiesigen Freunden Wagner'scher Musik einen hohen Genuß zu bereiten hoffen. Walter Damrosch, der sich einen Ruf alsWagner-Jnterpret erworben hat, wird Selectionen aus Wagner'S Parzival" spielen und die Motive erläutern, während David Bispham verschiedene der bedeutendsten Melodien etc. singen wird. Während der Pause werden im Palmen-Garten Erfrischungen servirt werden und wird daS Concert somit auch ein gesellschaftliches Ereig niß werden. Unabhängiger Turn-Verein . Heute Abend 8 Uhr regelmätzige Gefchäfts-Werfamm-lung. , Joseph Keller, 1. Sprecher. 1 Adam Grobkopf, 1. Schristwart.

Ans &M: und Connty-Ver-valtung. DieLösung derDetentions-hospital-Frage steht nahebevor. In einer gestern Morgen abgehaltenen, 2-stündigen Conferenz zwischen dem Mayor, den Mitgliedern der Gesundheitsbehörde, der Behörde für öff. Wer!e,derSicherheitsbehörde, desStadtanwalteS, des ControlleurS' und des Finanz-Comites des StadtrathS wurden die einleitenden Schritte für den Bau eines Blatternhospitales getroffen, während die Angelegenheit betreffend Besserung des städt. Hospitales einstweilen unerledigt blieb. Allerdings wurde gestern auch noch keine Entscheidung bezüglich des Bauplatzes sür das Blatternhofpital getroffen, da die Con-ferenz-Theilnehmer getheilter Ansicht bezüglich der Frage waren, ob die Anstalt auf den bisherigen Blattern-Hospital-Gründen errichtet werden solle, oder auf einem westlich vom städt. Hospitale belegenen Grundstücke von 20 Ackern, wosür 81000 per Acker verlangt werden. Um die Verhältnisse etc. persönlich genau zu untersuchen, fuhren die Mitglieder der Stadt-Verwaltung gestern Nachmittag zu den verschiedenen Plätzen hinaus. Wahrscheinlich wird bis heute eine Einigung bezüglich der Platz-Frage erzielt werden. Entschieden wurde gestern, daß die noch in dem SpeciolFond befindlichen $4313.16 für den sofortigen Bau eines temporären Blatternhospitales benutzt werden sollen, damit man auf das Erscheinen der Blattern, das in etlichen Wochen (sobald die Witterung kalt wird) zu erwarten ist, vorbereitet ist. Später soll dann das Finanz-Comite des Stadtraths um eine Appropriation für den Bau eines permanenten Blatternhospi tales und für dessen Betrieb etc. ein kommen. Uebrigens wurde in der gestrigen Conferenz energisch befürwortet, die an stößige und durchaus unpassende BeZeichnung Pesthaus" wie sie mit Vorliebe von den engl. Blättern gebraucht wird ganz und gar aufzuge ben und statt dessen die Bezeichnung Detentions-Hospital" für die Anstalt einzuführen, zumal in dem Permanenten Gebäude auch Sonder-Wards für andere ansteckende Krankheiten eingerichtet werden sollen. B r a u e r e i-L i c e n s e n g i e b t's nicht mehr. Controlleur Dunn, der bekanntlich schon verschiedene Reformen in seinem Departement eingeführt hat, wird auch hinsichtlich der Wirthschafts-Licensen Hinsort strenger und genauer fein, als sein Amtsvorgänger. Er hat nämlich u. A. die Anordnung getroffen, daß Niemand eine Wirth-schafts-Licms erhält, der nicht fce schwört, daß er auch wirklich der Eigenthümer des betr. LocaleS ist, sowie daß er mindestens 90 Tage in dem Township ansässig gewesen ist, in dem er die Wirthschaft betreiben will. Licensen an Brauereien oder Brauerei'Angestellte werden nicht mehr ertheilt und die GültigkeitStermine der ertheilten Licensen werden scharf controllirt werden. Der Meridian HeightSStreit zu Ende. Die County-Commissäre haben gestern offieiell die Erlaubniß zur Durchführung der Meridian Straße mitten durch Meridian Heights" hindurch ertheilt, nachdem die von ihnen ernann ten letzten RevisionS Commissäre entschieden und berichtet hatten, daß der Durchführung der Straße wie geplant praktisch keine Hindernisse im Wege stünden, sowie daß durch diese Straßenverlängerung nur 30 Personen geschädigt werden würden. Diesen wurden Entschädigungen im Gesammtbetrage von 18250.00, von $250 aufwärts, zugesprochen, und dieBefürworter der Verbesserung müssen diese Summe binnen 60 Tagen an die County-Beamten zahlen, welche dann die Entschädigungen vertheilen werden. Allerlei. ' Heute will die Sicherheits-Be-hörde nach Erledigung der anderen Geschäfte mit der Festsetzung der Miethpreise sür die Marktstände in den neuen Hallen beginnen. Dr. M. I. Spencer, der neue städt. GesundbeitS - Beamte, hat alle seine Jnspectoren angewiesen, den Kampf für Reinhaltung der Stadt" energisch aufzunehmen und nicht nur Höfen, Sinkgruben etc. ihre Aufmerksamkeit zu widmen, sondern besonders den Milchereien, Milchhandlungen, Restaurationsküchen ect.

Schul-Behörde.

Aus der gestrigen Sitzung. Die Abend-Schulen. In der gestrigen regulären Sitznng der Schulbehörde berichtete Superintendent Kendall zunächst über den Besuch u. s. w. der freien Abendschulen wie folgt: Die Besucher der freien Abendschulen beziffern sich soweit auf 333, vertheilt wie folgt: M. T. H. S. - Abendschule 233 No. 52 . 15 No. 23 - 50 McCoy-Schule- 35 333 Das Lehrpersonal der Abendschulen (drei Abende in der Woche) ist folgendes Dircctor John C. Trent. M. T. H. S. I. E. Higdon, I. H. Haymorth, Fred. Sillery. P. V. VoiiS, Peter Scherer, O. H. Limpus, W. I. Thisselle, A. I. Bean und F. F. Bronson. No. 23 E. F. Stokes. I. E. Miller, W. A. Thomas und H. L. Herod. No. 52 I. L. Dunn. ' McCoy-M. I. Gilliam und Beulah Porter. Ferner meldete der Superintendent folgende Lehrer Anstellungen und -Resignationen: Angestellt 'wurden: Georgina G. Montgomery, Shortridge; Katherine Christian, No. 11; Warren Davis, M. T. H. S.; Geo. L. Hayes, Schulen für farbige Kinder; Mary Van Wie, Normal Schule,' Turnunterricht. Cornelia Breckenridge, Assistentin von Frl.Seegmiller, und Arthur Pienkowsky, M. T. H. S., resignirten. Die Bibliothekarin legte ihren Monatsbericht für October vor, demgemäß die städtische Bibliothek jetzt 102.942 Bände enthält, wovon 24,379 in Cir culation waren. Für die elektrische Einrichtung in der neuen Jrvington-Schule, No. 57, wurden 4 Angebote eingereicht, deren niedrigstes d'as der F. H. Cheynee Electric Co. mit $382.95 ist. Dieselben wurden an den Geschäfts-Director zur Erledigung verwiesen. Rechnungen im Betrage von $4G, 807.82 wurden zur Zahlung angewiejen. Sonst wurden kewe Geschäfte von allgemeinem Interesse erledigt. Kleine Stadtnachrichten. Der Staats Fisch- und WildCommissär Z. T. Sweeney beabsichtigt auf VerForst-Reservation beiHenryville einen großen Fischteich anzulegen. Der ehemalige Post-Beamte Daniel V. Miller von Terre Haute, welcher in nächster Woche in Cincinnati seinen zweiten Proceß haben wird, hat dem hiesigen Rechtsanwalt Henry N. Spaan zu einem seiner Vertheidiger engagirt. Mit einem 850,000- Capitale ist gestern die Brown (öounty Developing Co." von Muncie, Ind., die nahe Nasbville, Ind., Bergbau betreiben will, von Thos. W. Starr, C. M. C. Shank, C. G. Sample, Irancis Needham, li I. Tomlinson und ChaS. H. Roemer incorporirt worden. Congreßmitglied Overst r e e t hat die Nachricht hierhergesandt, daß cr vom Kriegsdepartement die Mittheilung erhalten hat, daß die Bewohner der Gebäude an der Ohio Str. - Seite deZ hiesigen neuen Bundesgebäudes bis zum 1. Septemder 1904 an Ort und Stelle verbleiben können. In der Kunstgallerie von H. Lieber & Co. hat Hr. Eduard E. Kaufer, der berühmte Porträt-Maler aus Wien, unter seiner persönlichen Aufsicht, eine Sammlung seiner letzten MiniaturGemälde, darunter 23 auf El enbein und 3 aufPorzellan, ausgestellt, die allgemeine Bewunderung finden. Diese Ausstellung schließt leider schon heute. Wie die Zöglinge der öff. Schulen regelmäßig sogen. FeuerDrills" unterzogen werden, um darauf vorbereitet zu sein, im Falle eines Feuers in Ordnung und Sicherheit ihr betr. Schulgebäude zu verlassen, so wurden gestern die 60 Hcllo-Mädels der Central Telephone Co." von ihrem neuen Superintendenten einer solchen Uebung, ihrer ersten in der Richtung, unterworfen. Alles klappte, wie verlautet, und die Kunden der Co., welche während der Drillzeit das Telephon benutzen wollten, hatten nur wenige Minuten zu warten.

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