Indiana Tribüne, Volume 27, Number 69, Indianapolis, Marion County, 11 November 1903 — Page 1
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(fBvfdjeint seden lstijmitta0. . . ' Jahrgang 27. Indianapolis, Ind., Mittwoch, 11. November 1903 ; No. 69. MMMMMMM,MM,,MMMMMMBMMMMMBMMBMBMMIBBIBMMM""M"-------"--"--" . "I I I
Bon einem Blitz eingeäschert. Während des heftigen Gewitters, von welchem heute Morgen gegen 7 Uhr die Stadt heimgesucht wurde, schlug ein Blitz in die Scheune des John C. Rooker,1322 W.Washington Str.ein. Dieselbe brannte nieder, doch wurde der Inhalt gerettet. Der Schaden beläuft sich auf $500. tu Konvention der Kutschenhandler. Die Tri-State Association of Vehicle and Jmplement Dealers- hielt in duser Woche in Cincinnati ihre Iah re-versammlung ad und dehnte ihre Mitgliedschaft, die sich bislang auf die Staaten Ohio, Jndiana und Kentuckq beschränkt hatte, auf Tennessee, West Virginien, Illinois und Pennsylvanien aus, ohne jedoch den Namen der Vereinigung zu ändern. Zahlreiche Fabrikanten und Händler aus diesen Staaten wurden zu? Mitgliedschaft erwält. Beschlüsse im Interesse der Brownkov'schen Bill für gute Land ftraßen und gegen die Packetpost-Bill wurden angenommen. Der Verband hat im abgelaufenen Jahre 200 neue Mitglieder gewonnen. Folgende Be amte wurden erwählt: Präsident, AI bert S. Miller. Crawfordsville, Ind.; Vicepräsident, George 23. Young, Emminence, Ky.; Sekretär, I. Frank Hutcheson. Cincinnati; Schatzmeister. W. N. Alliband, Nicholsville, Ky.; Directoren: H. T. Trueblood, Washington, Ind.; C. F. Brinker, Ashville, O.; R. M. Brown, Shelbydille, Ky.; Kent R. Wigger, Marion, Ind.; W. H. Carnahan, Blanchard, O.; I. L. Watkins, Lexington, Ky. Postalisches. Während di verflossenen Monats wurden in der hiesigen Postofsice 10, 766,840 Postsachen entgegengenom men, resp, befördert, gegen 8,032,750 im October 1902. Diese gewaltige Arbeit wurde von 33 Clerks bewältigt. Das Post-Departement hat deschlos sen, Station 15 von ihrem gegenwärti gen Platz 1527 Roosevelt Ave. nach einem besser gelegenen zu verlegen. Post-Jnspector gleicher wird den neuen Platz aussuchen. Wahrscheinlich wird die Station in der Nähe des Massachu setts Ave. Bahnhofs etablirt werden. in Streik derStraßenbahn Angestellten inChicago. Chicago, 11. Nov. 2224 Angestellte der Chicago StraßenbahnGe sellschaft werden morgen früh an den Streik gehen. Falls keine Nichtunion Leute angestellt werden sollten, wird von morgen ab südlich der 12. Straße keine Straßenbahn-Car laufen, wodurch für 300,000 Perso nen, welche täglich die Südseite-Linien benutzen, große Unbequemlichkeit ent stehen. Die Striker verlangen eine Lohnerhöhung von 20 Procent. Fleischer am Streik. Cincinnati, 11. Nov. Etwa 700 Schlächter, Mitglieder der But chers Union No. 232- gingen heute an den Streik, weil die Schlachthaus besitze? sich geweigert haben, die For derungen der Arbeiter zu bewilligen. Sie verlangen eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 10 Stunden den Tag, eine Lohnerhöhung von 10 pCt. und anderthalbmal soviel Bezahlung für Ueberzeit als für reguläre Arbeit. Ein zweites OpferdeS MörderSMcClure. E l w o o d, Ind., 11. Nov. Dee, das 2-jährige Söhnchen des Mörders Jesse McClure ist am Donnerstag der Schußwunde erlegen, welche ihm vor zwei Wochen von seinem Vater bcige bracht wurde. Im County herrscht hochgradige Aufregung gegen den Dop pelmörder. Sein Prozeß wegen Ermor dung seines ältesten Sohnes beginnt .am 23. November. James E. Clark wurde gestern vom Mayor zum Ingenieur für die Tomlinson Halle ernannt.
Seinen Verletzungen erlegen. Edward Pruitt, welcher am letz en Samstag durch einen Sturz von
der W. Washington Str. Brücke schwere Verletzungen erlitt, ist heute im St. Vincent's Hospital denselben erlegen. Gut Holz!In einer im Marion Club abgehaltenen Versammlung von iRepräsentan ten der verschiedenen Kegel-Clubs der Stadt wurden vorbereitende Schritte getroffen, um eine Jndpls. KegelVereinigung" in's Leben zu rufen. Als temp. Vorsitzender wurde L. W. Buddenbaum und Frank Westcotte zum temp. Secretär ernannt. C. W. Piel vom Unabhängigen, R. H. Bryson von Indianapolis und Cobler vom Commercial Elub wurden zum Comite für Constitution und Nebengesetze ernannt. Am nächsten Dienstag Abend soll die desinitive Organisation der Vereinigung stattsinden. Wieder 3 stibitzte Stahlrosse ge funden. In dem Garstang'schen Kohlenhofe an Biddle Str. und Big Four-Gelei sen wurden gestern Morgen 3 von Spitzbuben zurückgelassene Fahrräder aufgefunden und der Polizei übergeben. Das eine wurde als das Eigenthum eines Frl. Carry Watt identisicirt, das am'Montag vom westl. Eingange de Courthauses weg gestohlen worden war. Die Eigenthümer der beiden anderen Fahrräder werden noch gesucht. Auf zur Jagd ! Zu Hundertm sind gestern von hier und aus anderen Städten alte und junge Hoosier hinaus auf die Felder gezogen, ausgerüstet mit großen und kleinen Büchsen und hoffentlich auch mit den erforderlichen Jagdscheinen. Denn gestern ist in Jndiana die Wachteln-Saison eröffnet worden und überall soll's große Schwärme der schmackhaften Vögel geben. Unser Gouverneur war einer der Ersten, die es gestern aus Indianapolis forttrieb. Er begab sich zur Jagd in der Nähe von Union City. Sind alle Herzen verschlossen? Magnolia Circle No. 4, U. A. O. D., hat gestern dem Fonds sür das Flower Mission-Hospital für unheilbare Kranke" 810 beigesteuert. An den nothwendigen $2000, die bis zum Danksagungstage aufgebracht werden sollten, fehlen leider noch $1980. Wer hilft ? Teutschland. N e w Jork gelobt, Chicago getadelt. B e r l i n, 11. Nov. Der berühmte Chirurg Johannes von Mikulicz'Radeck! in Breslau hat über die Erlebnisse und Erfahrungen seiner jüngsten Amerikafahrt einen Vortrag zehalten, welcher Aussehen erregt hat. Die Worte des Professors haben um so mehr Gewicht, als er einer der bedeutendsten Chirurgen Deutschlands und dabei ein Schüler des großen Bill roth ist. Wenn er auf Grund seiner Reiseeindrücke die Anregung, welche er bei den amerikanischen Chirurgen gefunden hatte, anerkennend hervorhob und seiner Bewunderung des großen Zuges, welcher durch das gesummte amerikanische Leben geht, und des gesunden Selbstbewußtseins aller Kreise Ausdruck gab, so lobte er auch die Höflichkeit, das Entgegenkommen, welche die amerikanischen Aerzte ihm gegenüber überall bewiesen hätten. Den größten Eindruck hat die Stadt New York auf ihn gemacht ; die Me tropole am Hudson hat ihm geradezu imponirt. Weniger schmeichelhaft lautet sein Urtheil über Chicago. Er nennt die Stadt schmutzig und übel-riechend.
Aus den Gerichtshöfen.
Spieler Armitage mußte prompt bezahlen. Im Polizeigericht bekannten sich heute die 13 Spieler, welcher vor einigen Tagen in dem Spiellocal von Armitage von dem Polizei-Sergeant Scheigert abgefaßt wurden, schuldig. worauf sie zur Zahlung von je $5 und Kosten verdonnert wurden; Armitage hatte $10 und Kosten zu zahlen. Der Letztere verlangte vom Clerk Fogarty nun Frist, um die Strase zu bezahlen, allein derselbe wollte davon nichts wis sen, weil Armitage und seine Brüder noch eine Geldsumme schulden, welche von Ex-Clerk Elliott nicht collectirt wurde. Der Spielhalter griff hierauf in seinen Säckel und bezahlte für sich und die Spieler die Strafe, welche sich insgesammt aus $215 beliefen. Ein altes Ehepaar geschieden. Richter Carter bewilligte Frau Iranziska Hoelpusch die Scheidung von ihrem Gatten, dem Kriegsveteranen Wm. Hoelpusch. Er ist nahezu 70 Jahre alt und sie ist nur wenige Jahre jünger. Das Paar vermählte sich vor etwa zwei Jahren. AuJ ihren Aus sagen und denjenigen von Zeugen ging hervor, daß der alte Knasterbart seine bessere Ehehälfte in brutaler Weise behandelt hatte. Außer der Scheidung bewilligte der Richter noch der Frau $150 Alimente. Warum heirathete Hör tense ? Jacob Leibrock reichte gegen seine Hortense eine Scheidungsklage ein, in welcher er von den Eigenthümlichkeiten seiner Frau eine wunderliche Geschichte erzählt. Er sagt, daß er im Mai d. I. mit ihr bekannt wurde. Sie kamen öfter zusammen, gingen auch gemeinschaftlich zur Kirche und er hatte sich in sie, wie er sagt, aufrichtig verliebt. Da er bemerkt zu haben glaubte, daß es ihr nicht gleichgültig war, so machte er ihr einen Heirathsantrag und am 9. October wurden die Beiden von Friedensrichter Stout in die Rosen fesseln der Ehe'geschmiedet. Als sie fünf Minuten später auf die Straße traten, lief sie plötzlich mit den Worten Da geht Mutter" fort. Als er sie später aufsuchte, weigerte sie sich ganz entschieden, mit ihm zu gehen, in dem sie sagte, sie könne ihre Mutter nicht verlassen. Bei einer anderen Gelegenheit, als er sie wieder aufforderte, zu ihm zu kommen, wollte sie überhaupt nicht mit ihm sprechen. Ein anderes Mal theilte sie ihm mit, daß sie mit ihm gehen würde, wenn er Jndiana polis und seine beiden Kinder verlassen würde. Endlich ließ sie ihn wissen. daß sie ihn überhaupt nicht liebe und sie niemals mit -ihm zusammenleben werde. Ihren Freundinnen soll sie gesagt haben, daß sie ihn nur zum 'Narren gehalten hätte. Aus allen diesen Gründen wünscht der Kläger, daß die Heirath für ungültig erklärt werde. Der Toomeyk-Fall. Mit den Verhandlungen in dem Falle des PoolroomBesitzers Toomey wurde gestern Nachmittrg fortge fahren. Der Staat führte noch mehrere Ge schäftsleute als Zeugen vor, welche auch vor den Großgeschworenen Aussagen gegen den Angeklagten abgegeben hatten. Nachdem die Belastungszeugen sämmtlich vernommen worden waren, wurde mit dem Verhör der Entlastung?zeugenbegonnen . Bevor das Zeugenverhör begann, stellte Anmalt Harding, einer der Vertheidiger das Gesuch," fernen Clienten zu entlassen, da in keiner Weise nachgewiesen worden war, daß derselbe einen P .olroom geführt hätte. Das Gesuch wurde jedoch prompt abgewiesen. Die Vertheidigung will durch ihre Zeugen nachzuweisen versuchen, daß Toomey nur ein Agent der Mercantile Telegraph Co., welche in legitimer Weise ihre Geschäfte im Staate betreibe, ist.
Um 5 Uhr trat Vertagung bis heute Nachmittag ein. Der Fall wird noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Unter den von den Vertheidigern vorgeladenen Zeugen befand sich auch ein Herr Bryson aus Covington, Ky., welcher als Sachverständiger in PoolroomAngelegenheiten vorgestellt wurde. Seine Aussagen lauteten natürlich zu Gunsten von Toomey. Verletzung der Post-Ge-setze beschuldigt. S. C. Keesling und A. L. Bowen von Muncie, welche angeklagt sind, die Post.Gesetze verletzt zu haben, wurden an die Bundcs-Großgeschworenen überwiesen. Massen . Verwalter für Wasserwerte ernant. Bundesrichter Anderson ernannte gestern die Jndiana Trust Co. zum Massenverwalter der East Chicago-
Wasserwerke, der East Chicago und Nord-Jndiana - Wassergesellschaft, der East Chicago Light & Power Co. und der Lake County Water & Light Co. Der Richter hatte bereits am Freitag erklärt, daß ein Massenverwalzer ernannt werden müßte, aber die Anwälte der Gesellschaft hatten sich nicht auf eine Persönlichkeit einigen können. Beraubte seine eigene Office. Die Bundes-Großgeschworenen im tersuchten gestern den Fall des Daniel L. Zimmerman, ehemaligen Postmeisters in Lynnville, Ind., welcher sich schuldig bekannt hatte, daß er in seine eigene Office eingebrochen war und Werthsachen im Betrage von $600 gestöhlen hatte. Er hatte die Affaire so geschickt ausgeführt, daß anfäng lich die Post-Jnspectoren, welche mit der Untersuchung betraut waren, wirk lich her Ansicht waren, daß Fremde den Einbrucha'uZgeführt hätten. ; Durcheinen Vergleich erledigt. Die von Emma E. Rhader von Ot terbein gegen die L. E. & und Western Bahn-Gesellschaft eingereichte Schaden ersaMage . wurde gestern vor Richter Anderson durch einen Vergleich erledigt. indem die Bahn sich bereit erklärte, der Klägerin, welche erst 9 Jahre alt ist, $2500 zu zahlen. Dieselbe hatte sich eines Tages auf dem Perron der Bahn-Station in Otterbein befunden, als sie von einem Postsack. der vom Zuge geworfen worden war, getroffen wurde.. Sie fiel vom Perron und vor die Räder des Zuges. Ihr rechtes Bein wurde total zermalmt. Im Polizeigericht wurden die Fälle der Hühnerdiebinnen Bessie LewiS und Rosa Clay auf d. 12. dss. und des Wm. R. Campbell, welcher der Firma JameS L. Keach $833 unterschlug auf den 13. November ver schoben. Der farbige Hoodoo-Detectiv" Wm. Gould" über dessen Streiche vorgestern berichtet wurde, wurde aus der Stadt verwiesen. Er beabsichtigt nach Süd Caroliua, woher er kam, wieder zurück zukehren. Zn St. Louis verlangt. Als Gesetzesflüchtling wurde gestern von den Detectivs Colbert und Hauser der 28jährige Albert I. Roß, ein verheiratheter Mann uud Familienvater, verhaftet. Derselbe war Buchhalter in der Wm. L. Vondracheck'schen Getreideund Fouragc-Handlung in St. Louis und ist beschuldigt, seinem Arbeitgeber $450 unterschlagen zu haben. Er entschuldigt sich damit, daß sein Gehalt nicht hingereicht habe, um die Kosten für den Unterhalt seiner Familie (Frau und 2 Kinder) zu decken. Herz Jesu-Kemeiude. Der St. Cäcilien-Verein und der St. Aloysius-Verein der Herz JesuGemeinde find emsig mit den Vordere!tungen für eine dramatische Aufführung beschäftigt, die am Sonntag Abend, 22. November, in der Halle an der Union Str. veranstaltet werden soll.
Nachrichten aus Jndiana.
Abermals ein schwerer Un fallaufdemUnionTract i o n G e l e i s e. . Anderson. Eine westwärts fahrende Car der Union Traction Co. entgleiste am Dienstag Abend an der Madifon Ave. und rannte schließlich gegen einen Telephon-Posten. Folgende Passagiere wurden mehr oder weniger schwer verletzt: William McCarty. Pendleton; Albert Stanley. Pendleton; John Talune, Jndianapolis; William Campbell, Pendleton; Ward Taylor, Pendleton; Daisy Parker, Pendleton; Jda McCarty, Pendleton; Dr. N. S. Wood, Anderson; Frau N. S. Wood, Anderson;. MoseS Crockett, Indianapolis; Frank Oliver, Pendleton; William Smith, Polizist von Anderson; Ollie Simonton, Anderson: Bessie Morgan, Anderson; D. W. Rapp, Seymour; Peter Rumber, Pendleton; I. W. Johnson, Jndianapolis; Lola Morgan, Anderson; Chas. Brouch, Pendleton. Der sensationelleProzeß gegen JameS L. Meyers. Crawfordsville. Die letzte Zeugin für den Staat in dem Prozesse gegen James L. Meyers, welcher ange klagt ist, vor 27 Jahren John Branson Sloan ermordet zu haben, war die Frau des Angeklagten. Dieselbe machte solch schwerwiegende Aussagen gegen ihn, daß jetzt allgemein angenommen wird, daß, wenn MeyerS schuldig befunden werden sollte, er ?S nur dem Zeugniß zu verdanken hat, welches seine Frau gegen ihn abgslegt hat. Dieselbe sagte aus, daß ihr Mann, nachdem er mit Sloan einen Streit gehabt hatte, in die Küche gekommen war, das Tranchirmesser aus dem Schrank genommen und eZ in seine Tasche gesteckt hatte. Als sie ihn bat, das Messer nicht mitzunehmen, soll er ihr zur Antwort gegeben haben, wenn er mich nicht in Ruhe läßt, so werde ich ihm seine Eingeweide herausschneiden. Die Vertheidigung wird den Nachweis zu liefern versuchen, daß Meyers in Selbstvertheidigung handelte. Keine Kirche und kein S ch u l h a u s. Portland. Im südlichen Theile von Adams County befindet sich die Ortschaft Preble, welche ausschließlich von Angestellten der Standard Oel Gesellschaft bewohnt wird. In dem Ort befindet sich weder eine Kirche, noch ein Schulhaus, aber eine Wirthschaft, welche gute Geschäfte macht. Prominenter Kaufmann gestorben. L a f a y e t t e. John T. Mug, der Gründer der Lafayette Hominy Mills" und einer der angesehensten Kaufleute und Bürger der Stadt ist am Dienstag im Alter von 67 Jahren aus dem Leben geschieden. Er war seit nahezu 55 Jahren in hiesiger Stadt ansässig. Municipal-Liga von Jndiana. T e r r e H a u t e, 11. Novbr. Die Staats Convention der Municipalen Liga von Jndiana wurde hier heute durch den Präsidenten George E. Downey, Kreisrichter von Aurora eröffnet.' Die Convention wird 3 Tage dauern und werden auf derselben viele wichtige Fragen über Stadtverwaltungen besprochen werden. Heute Abend wird Mayor Sheritt von Muncie über das Thema Wie sollen die Städte Jndiana's ihre Jungen beschäftigen", einen Vortrag halten. . Eine andere wichtige Frage, die über Landstreiche?, hierzulande Tramps genannt, wird in der Convention vorkommen und wird Mayor G. A. Harrison von Lafayette die Besprechung eröffnen unter Zugrundelegung des Themas : Der Tramp von polizeilichem StandPunkt aus". Nur einige Counties im Staate sind irgendwie darauf eingerichtet, mit Tramps in einer Weise vorzugehen, daß sie gleichsam in ihrem Weichbilde ausgemerzt würden. Ge wisse Counties sind nicht in der Lage, Arbeitshäuser zu erbauen. Die Tramps
weigern sich zu arbeiten, wenn sie auf der Straße arbeiten sollen und auf der andern Seite würden sie durch irgend eine ihnen gegebene. Arbeit wieder den regelmäßigen Arbeitern den Verdienst
entziehen. Am Donnerstag Abend wird im Terre Haute Haus ein Bankett stattfinden, an dem neben den auswärtigen Gästen gegen 100 prominente Terre Hauter theilnehmen warben. Die gegenwärtigen Beamten dieses Staatsverbandes sind : Präsident, George E. Downey, ExMayor von Aurora ; 1. Vice-Präsi-dent, E. D. McGuire, Ex-Mayor von Madison ; Secretär, George F. Harper, Stadtschreiber von Madison ; Schatzmeister. L. W. Malett, ExStadtanwalt von Elwood. - Der Vollziehungs - Ausschuß besteht aus den folgenden Mitgliedern: Mayor Henry Steeg, Terre Haute ; Charles G. Covert, Mayor von EvanZ' ville ; Charles W. White, Mayor von Princeton ; Martin T. Kruger, Mayor von Michigan City ; George F. Alderman, Mayor von Goshen ; John L. Forkner, Mayor von Anderson und D. C. Anderson, Mayor von Hun tington. Deutschland. Andrew D. White 's- B i smarck'Erinnerungen. Berlin, 11. Nov. Die Ham burger Nachrichten" greifen mit einem großen Auswand von Entrüstung die Bismarck-Erinnerungen an, welche der ehemalige ausgezeichnete Botschafter der Ver. Staaten beim deutschen Reich, Herr Andrew D. White, im "Century Magazine" veröffentlicht. Das Blutt wirft dem Verfasser Unrichtigkeiten an verschiedenen Punkten vor. Den besonderen Zorn, des in Rede stehenden Blattes hat ein Passus in dem Novem ber-Artikel des Herrn White erregt, worin er allerhand Erbauliches über die Gewohnheiten Bismarcks auftischt. Unter Anderem giebt er eine Erzählung von Bismarck's Erfl'rung mit einem sogenannten Hermitage - Wein zum Besten. Die betreffende Erzählung Herrn Whites im Novemberheft des Century Magazine" lautet: 'Rudolf von Gneist, der berühmte Jurist nnd Politiker) war einer der Hauptgäste bei einem DanksagungsDiner der amerikanischen Kolonie in Berlin. In seiner Nähe stand eine Flasche Hermitage auf dem Tisch. (Hermitage, einer der vorzüglichsten Weine Frankreichs, der in der Dau phine auf einer granitischen Hügelreihe des linken RhoneuferS wächst. Ein Einsiedler soll die ersten Reben dahin verpflanzt haben daher der Name). Kurz nachdem Gneist seinen Sitz eingenommen hatte, sagte er zu mir mit bedeutsamen Lächeln: Das ist von der Sorte, die ich Bismarck schickte, und sie bekam ihm nicht gut." Wie war es damit?" fragte ich. Nun," sagte er, eines Tages traf ich Bismarck und erkundigte mich nach seinem Befinden. Er antwortet: Mierabel; ich kann weder essen noch schla fen." Ich antwortete: Lassen Sie mich Ihnen etwas schicken, das Ihnen helfen wird. Ich habe soeben eine Sendung Hermitage erhalten und wer. de Ihnen ein Dutzend Flaschen schicken. Wenn Sie täglich ein paar Glas zu Ihrem Diner nehmen, wird es das bestmögliche Stärkungsmittel sein und Ihnen große Dienste thun." , Einige Zeit darauf." fuhe Gneist fort, traf ich ihn wieder und fragte ihn, wie der Wein ihm bekommen sei." Oh", sagte Bismarck, ganz und gar nicht; er machte mich schlimmer denn je." Aber", fragte ich, wie nahmen Sie ihn denn?" Gerade wie Sie mir sagten", entgegnete Bismarck: ein paar Flaschen täglich zu meinem Diner." Die Jndiana Welt.AuSsiellungS'Commission erledigte in ihrer letzten monatlichen Versammlung keine Geschäfte von besonderer Bedeutung. Die verschiedenen Comites berichteten, daß die Arbeiten in ihren Departements Fortschritte machten.
